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Finanzthread

22.07.2010 - 08:13 Uhr
Finanzthread |#3381
23.09.2026 - 11:52 Uhr
Zitat von Werder-Fossil

Es ist nicht unbedingt immer viel, aber wenn man überlegt, dass 1-2 Tore weniger uns ca. 15-20 Millionen gekostet haben nur an TV Geldern tut das natürlich enorm weh. Man darf da nicht nur auf die Preisgelder schauen. Wobei ein Titel in der Conference League trotzdem gut 17-20 Millionen bekommt. Die Euro Legaue ist ungefähr das doppelte. Nur mal zum Vergleich, 2010/2011 also unser letztes Jahr CL hat Barca als Sieger ca. 30 Millionen Preisgeld kassiert. Wir ca. 9 Millionen.


gerade wenn man bedenkt, dass die Anleihe über die Laufzeit 7 millionen oder so kostet.
Mehr spiele im Weserstadion ist vor allem wichtig. Mehr spiele für die Logen, Bandenwerbung, Catering, etc.
Spieler treten international auf. lass spieler wie Coulibaly mal in der Conference League gut spielen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von werder2025 am 23.09.2026 um 11:52 Uhr bearbeitet
Finanzthread |#3382
23.09.2026 - 13:09 Uhr
Zitat von Bheenyl

Zitat von werder2025

Zitat von Kurudut

Zumindest die Conference League lohnt sich finanziell nicht, da werden die Preisgelder von Reisekosten und Boni gefressen. Die positiven Effekte sind dann eher Marketing und Spielerrekrutierung.
Bei der EL und CL sieht das natürlich anders aus, da sind die Preisgelder deutlich höher. Aber in keinem der Wettbewerbe hat man langfristige Vorteile, wenn man sich nicht mehr qualifiziert.


Auslastung fürs Weserstadion wäre in jedem Fall gut.


Selbst die 1,5 Mio von Köln wurden uns ja gut zu Gesicht stehen, wenn die regelmäßig kommen. Und ja die Auszahlungen aus der Conference League hab ich mir auch mal angeschaut, dass stimmt, dass die sich finanziell nicht wirklich lohnt, es sei denn du kommst wirklich weit. Für das Image des Vereins, für die Verbindung von Werder mit etwas anderem als untere Tabellenhälfte ob für die Gewinnung von Sponsoren oder Neuzugängen kann ich mir den Impact aber schon deutlich vorstellen, wenn er auch schwer zu beziffern wäre. Dagegen steht natürlich auch eine gewisse Mehrbelastung, aber eben auch mehr Chancen, Spieler zu entwickeln und einzusetzen, gerade dieses Jahr steht der Kader ja recht breit da.

Werder muss es einfach schaffen, dass das strukturelle Defizit sich pro Jahr deutlich verringert und eher in der Richtung 5 Mio pro Jahr ist als in Richtung 15 Mio pro Jahr. Diesen Druck auf dem Transfermarkt Jahr für Jahr "out zu performen" schaffen nur die allerbesten Manager und da weiß ich nicht, ob wir diese haben.


Ja, selbst die allerbesten bekommen es nicht Jahr für Jahr hin. Es kommt ja auch immer ein wenig darauf an womit man einsteigt.
Der große Punkt in meinen Augen ist, dass man bei einem Minus von 5 Mio im Jahr nicht in Probleme kommt, wenn man das Jahr dann auch so abschließt, das kann man 2-3 Jahre finanzieren. Das kannst du mit einem guten Jahr dann auch schnell wieder ausgleichen.

Bei 15 Millionen geht das nicht mehr. Ich bin dabei auch gespannt in wiefern sich das verringert. Das Ziel dürfte ja sein alle Verbindlichkeiten bis auf die Anleihe abzuschmelzen. Die ist gut verzinst aber du musst eben auch nur die Zinslast tragen. Und kannst im Jahr vor dem Auslaufen neu entscheiden was du da noch brauchst. Ich bin auch sehr gesapnnt auf die Geschäftszahlen aus der letzten Saison und die Halbjahreszahlen owbwohl die noch etwas dauern

Was mich erstaunt ist, dass der 5m Raum schon wieder so braun ist. Der Rasen ist ja komplett neu.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Werder-Fossil am 23.09.2026 um 13:10 Uhr bearbeitet
Finanzthread |#3383
23.09.2026 - 18:06 Uhr
Köln hat zuletzt 2022 International gespielt in der Conference League. Und bekommt deshalb immernoch jährlich 2,5 Mio Euro mehr aus der internationalen TV Geld Verteilung.
Also selbst einmal Conference League lohnt sich, denn man bekommt dann 10 Jahre lang mehr Einnahmen aus der internationalen TV Geld Verteilung.
Finanzthread |#3384
24.09.2026 - 11:15 Uhr
Ich sehe dieses Thema "Wir müssen nach Europa um mehr Geld zu verdienen" sehr kritisch.

Denn wenn du ernsthaft Europäisch Spielen willst, dann musst du auch mehr Geld ausgeben. Du musst deinen Kader für die Doppel/Dreifachbelastung in der Breite verstärken, evtl. auch in der Tiefe, Boni werden fällig, Infrastruktur, Reisekosten etc.

Wenn du dann mit der zusätzlichen Belastung nicht klarkommst, europäisch früh ausscheidest und dann im Tabellenkeller landest, dann haste halt ganz große Probleme. Denn die gestiegenen Kosten bleiben, das Geld fällt dann nächste Saison weg.

Was du machen kannst ist einfach nur das Geld mitnehmen und 0 Fokus auf Europa legen, in der Gruppenphase/Playoffs ausscheiden und dann nächste Saison mehr Budget haben. Aber wie effektiv ist das wirklich? Und wenn ich mir so Hoffenheim und Leipzig anschaue, die tun der Liga damit auch nie wirklich einen Gefallen wenn sie international so rein***eißen.
Finanzthread |#3385
24.09.2026 - 13:25 Uhr
Zitat von DocWhose

Ich sehe dieses Thema "Wir müssen nach Europa um mehr Geld zu verdienen" sehr kritisch.

Denn wenn du ernsthaft Europäisch Spielen willst, dann musst du auch mehr Geld ausgeben. Du musst deinen Kader für die Doppel/Dreifachbelastung in der Breite verstärken, evtl. auch in der Tiefe, Boni werden fällig, Infrastruktur, Reisekosten etc.

Wenn du dann mit der zusätzlichen Belastung nicht klarkommst, europäisch früh ausscheidest und dann im Tabellenkeller landest, dann haste halt ganz große Probleme. Denn die gestiegenen Kosten bleiben, das Geld fällt dann nächste Saison weg.

Was du machen kannst ist einfach nur das Geld mitnehmen und 0 Fokus auf Europa legen, in der Gruppenphase/Playoffs ausscheiden und dann nächste Saison mehr Budget haben. Aber wie effektiv ist das wirklich? Und wenn ich mir so Hoffenheim und Leipzig anschaue, die tun der Liga damit auch nie wirklich einen Gefallen wenn sie international so rein***eißen.


Ist ja klar, dass ein einzige Teilnahme nicht den Verein "heilen" wird, aber sollte ja auch klar sein, dass Europa der einzige (!) Weg ist, um mittel- bis langfristig finanziell halbwegs stabil zu stehen. Noch dazu, es wäre ja Irrsinn, dem Verein absichtlich eine schlechtere Positionierung zu wünschen, oder nicht?

Ich finde dieses Narrativ, dass eine EC-Teilnahme dem Verein irgendwie schade, weil es ja so eine krasse Mehrbelastung sei, irgendwie fadenscheinig. Erstens, weil wir hier von einer Handvoll mehr Spiele reden, zweitens, weil die Vorteile einfach so enorm überwiegen. Gerade wurde hier wieder geschrieben, dass allein eine Teilnahme schon Millionen an Mehreinnahmen über die Jahre bedeutet - ganz zu schweigen vom anderen Aspekt, der hier auch schon erwähnt wurde, nämlich dass die Bühne für unsere Spieler noch einmal eine ganz andere ist.

Klar, man kann x-mal irgendwelche Beispiele raussuchen und behaupten, die EC-Teilnahme habe diesem oder jenem Verein geschadet, aber man könnte halt einfach auch klar benennen, dass ein Verein wie Mainz finanziell wesentlich stabiler dasteht als wir und dass denen die EC-Teilnahmen nicht geschadet haben. Aber selbst bei Fällen, in denen das doch der Fall gewesen sein soll (z.B. Union), muss man hinterfragen, ob deren Leistungsabfall wirklich darauf beruht. Ich finde diesen einseitig negativen Fokus auf Europa als Problemfaktor irgendwie absurd.

Noch dazu - und ich wiederhole mich hier, aber wurscht: Ein Ablehnen von Europa bedeutet, dass man sich aktiv eine schlechtere Platzierung wünscht... Denn das heißt ja, dass man sich maximal wünscht, im Nirgendwo zu landen, was auch wiederum heißt, dass es immer irgendwie auch lange Zeit gegen den Abstieg gehen wird. Ich sehe nicht, inwiefern solch eine Zielsetzung auch nur ansatzweise konstruktiv sein kann.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RoMaRu am 24.09.2026 um 13:26 Uhr bearbeitet
Finanzthread |#3386
24.09.2026 - 13:48 Uhr
Zitat von RoMaRu

Klar, man kann x-mal irgendwelche Beispiele raussuchen und behaupten, die EC-Teilnahme habe diesem oder jenem Verein geschadet, aber man könnte halt einfach auch klar benennen, dass ein Verein wie Mainz finanziell wesentlich stabiler dasteht als wir und dass denen die EC-Teilnahmen nicht geschadet haben. Aber selbst bei Fällen, in denen das doch der Fall gewesen sein soll (z.B. Union), muss man hinterfragen, ob deren Leistungsabfall wirklich darauf beruht. Ich finde diesen einseitig negativen Fokus auf Europa als Problemfaktor irgendwie absurd.


Wir haben das Beispiel doch in unserer eigenen Geschichte. Ende der Nullerjahre haben wir jede Saison für CL eingekauft aber Erfolge blieben aus. Das plus der Stadionumbau hat uns doch erst in die Finanzielle Problemlage gebracht.

Zurzeit passiert dasselbe bei Frankfurt. Die haben vor ein paar Jahren die Entscheidung getroffen, infrastrukturell und Kadermäßig ein CL-Club zu werden. Nun waren sie eine Saison mal nicht in Europa und haben sofort ne Finanzlücke von 50+ Millionen. Deswegen läuft der Kader diese Saison sehr auf dem Zahnfleisch.

Darüber hinaus sage ich nicht, dass Europa kein Ziel sein kann, irgendwann. Grundsätzlich hat natürlich jeder Club, der jemals international gespielt hat, das Ziel, dort auch irgendwann wieder hin zu kommen. Aber es sollte kein Ziel in den nächsten 3-4 Jahren sein. Eher langfristig gesehen.
Finanzthread |#3387
24.09.2026 - 13:53 Uhr
Zitat von DocWhose

Zitat von RoMaRu

Klar, man kann x-mal irgendwelche Beispiele raussuchen und behaupten, die EC-Teilnahme habe diesem oder jenem Verein geschadet, aber man könnte halt einfach auch klar benennen, dass ein Verein wie Mainz finanziell wesentlich stabiler dasteht als wir und dass denen die EC-Teilnahmen nicht geschadet haben. Aber selbst bei Fällen, in denen das doch der Fall gewesen sein soll (z.B. Union), muss man hinterfragen, ob deren Leistungsabfall wirklich darauf beruht. Ich finde diesen einseitig negativen Fokus auf Europa als Problemfaktor irgendwie absurd.


Wir haben das Beispiel doch in unserer eigenen Geschichte. Ende der Nullerjahre haben wir jede Saison für CL eingekauft aber Erfolge blieben aus. Das plus der Stadionumbau hat uns doch erst in die Finanzielle Problemlage gebracht.

Zurzeit passiert dasselbe bei Frankfurt. Die haben vor ein paar Jahren die Entscheidung getroffen, infrastrukturell und Kadermäßig ein CL-Club zu werden. Nun waren sie eine Saison mal nicht in Europa und haben sofort ne Finanzlücke von 50+ Millionen. Deswegen läuft der Kader diese Saison sehr auf dem Zahnfleisch.

Darüber hinaus sage ich nicht, dass Europa kein Ziel sein kann, irgendwann. Grundsätzlich hat natürlich jeder Club, der jemals international gespielt hat, das Ziel, dort auch irgendwann wieder hin zu kommen. Aber es sollte kein Ziel in den nächsten 3-4 Jahren sein. Eher langfristig gesehen.


Aber nochmal die Frage: Versucht man dann am Ende der Saison, nur Achter oder Neunter statt Siebter zu werden? Oder sollte man, wenn man im DFB-Pokal-Finale steht, das Spiel herschenken, um ja nicht nach Europa zu kommen?

Ich will nur die Logik verstehen.

Was uns in finanzielle Schieflage gebracht hat, war in erster Linie der Stadionausbau. Klar, man könnte auch so Granaten wie Wesley und Carlos Alberto nennen, aber unseren Absturz mit einigen wenigen Fehleinkäufen zu begründen, wäre mir zu kurz gegriffen. Vielmehr war das ein Potpourri an schlechten Entscheidungen.

Aber es ging uns danach nicht schlecht, WEIL wir in Europa waren. DAS ist mein Punkt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RoMaRu am 24.09.2026 um 13:55 Uhr bearbeitet
Finanzthread |#3388
24.09.2026 - 14:12 Uhr
Zitat von RoMaRu
Zitat von DocWhose

Ich sehe dieses Thema "Wir müssen nach Europa um mehr Geld zu verdienen" sehr kritisch.

Denn wenn du ernsthaft Europäisch Spielen willst, dann musst du auch mehr Geld ausgeben. Du musst deinen Kader für die Doppel/Dreifachbelastung in der Breite verstärken, evtl. auch in der Tiefe, Boni werden fällig, Infrastruktur, Reisekosten etc.

Wenn du dann mit der zusätzlichen Belastung nicht klarkommst, europäisch früh ausscheidest und dann im Tabellenkeller landest, dann haste halt ganz große Probleme. Denn die gestiegenen Kosten bleiben, das Geld fällt dann nächste Saison weg.

Was du machen kannst ist einfach nur das Geld mitnehmen und 0 Fokus auf Europa legen, in der Gruppenphase/Playoffs ausscheiden und dann nächste Saison mehr Budget haben. Aber wie effektiv ist das wirklich? Und wenn ich mir so Hoffenheim und Leipzig anschaue, die tun der Liga damit auch nie wirklich einen Gefallen wenn sie international so rein***eißen.


Ist ja klar, dass ein einzige Teilnahme nicht den Verein "heilen" wird, aber sollte ja auch klar sein, dass Europa der einzige (!) Weg ist, um mittel- bis langfristig finanziell halbwegs stabil zu stehen. Noch dazu, es wäre ja Irrsinn, dem Verein absichtlich eine schlechtere Positionierung zu wünschen, oder nicht?

Ich finde dieses Narrativ, dass eine EC-Teilnahme dem Verein irgendwie schade, weil es ja so eine krasse Mehrbelastung sei, irgendwie fadenscheinig. Erstens, weil wir hier von einer Handvoll mehr Spiele reden, zweitens, weil die Vorteile einfach so enorm überwiegen. Gerade wurde hier wieder geschrieben, dass allein eine Teilnahme schon Millionen an Mehreinnahmen über die Jahre bedeutet - ganz zu schweigen vom anderen Aspekt, der hier auch schon erwähnt wurde, nämlich dass die Bühne für unsere Spieler noch einmal eine ganz andere ist.

Klar, man kann x-mal irgendwelche Beispiele raussuchen und behaupten, die EC-Teilnahme habe diesem oder jenem Verein geschadet, aber man könnte halt einfach auch klar benennen, dass ein Verein wie Mainz finanziell wesentlich stabiler dasteht als wir und dass denen die EC-Teilnahmen nicht geschadet haben. Aber selbst bei Fällen, in denen das doch der Fall gewesen sein soll (z.B. Union), muss man hinterfragen, ob deren Leistungsabfall wirklich darauf beruht. Ich finde diesen einseitig negativen Fokus auf Europa als Problemfaktor irgendwie absurd.

Noch dazu - und ich wiederhole mich hier, aber wurscht: Ein Ablehnen von Europa bedeutet, dass man sich aktiv eine schlechtere Platzierung wünscht... Denn das heißt ja, dass man sich maximal wünscht, im Nirgendwo zu landen, was auch wiederum heißt, dass es immer irgendwie auch lange Zeit gegen den Abstieg gehen wird. Ich sehe nicht, inwiefern solch eine Zielsetzung auch nur ansatzweise konstruktiv sein kann.


Dass nur die Teilnahme an eeuropäischen Wettbewerben einen Verein über Wasser halten kann, ist auch so ein Narrativ.

Wie soll das denn funktionieren?
Momentan sind 4 europäische Plätze an die Bayern, Dortmund und die Werksvereine Leverkusen und Red Bull schon fest vergeben.
Vom ganzen Rest kommen nur Paderborn, Elversberg und Hoffenheiin (dank geringer Ausgaben und/oder Sponsor) gut ohne Europa aus.
Die restlichen 11 Vereine müssen sich um 2 bis 3 Plätze an der Sonne balgen.

Allein aus statistischen Gründen kann das auf die Dauer nicht gutgehen.
Und das wissen auch die Vereine, denn die meisten passen ihre Kostenstrukturen den jeweiligen Rahmenbedingungen an.

Denke, dass der Ansatz von @DocWhose vernünftiger ist. Wenn man es schafft, in einen euruoäischen Wettbwerb zu kommen, soll man die Einnahmen als Bonus mitnehmen. Aber den Kader dafür aufzurüsten, ist zu riskant.
Finanzthread |#3389
24.09.2026 - 14:13 Uhr
Zitat von RoMaRu
Zitat von DocWhose

Zitat von RoMaRu

Klar, man kann x-mal irgendwelche Beispiele raussuchen und behaupten, die EC-Teilnahme habe diesem oder jenem Verein geschadet, aber man könnte halt einfach auch klar benennen, dass ein Verein wie Mainz finanziell wesentlich stabiler dasteht als wir und dass denen die EC-Teilnahmen nicht geschadet haben. Aber selbst bei Fällen, in denen das doch der Fall gewesen sein soll (z.B. Union), muss man hinterfragen, ob deren Leistungsabfall wirklich darauf beruht. Ich finde diesen einseitig negativen Fokus auf Europa als Problemfaktor irgendwie absurd.


Wir haben das Beispiel doch in unserer eigenen Geschichte. Ende der Nullerjahre haben wir jede Saison für CL eingekauft aber Erfolge blieben aus. Das plus der Stadionumbau hat uns doch erst in die Finanzielle Problemlage gebracht.

Zurzeit passiert dasselbe bei Frankfurt. Die haben vor ein paar Jahren die Entscheidung getroffen, infrastrukturell und Kadermäßig ein CL-Club zu werden. Nun waren sie eine Saison mal nicht in Europa und haben sofort ne Finanzlücke von 50+ Millionen. Deswegen läuft der Kader diese Saison sehr auf dem Zahnfleisch.

Darüber hinaus sage ich nicht, dass Europa kein Ziel sein kann, irgendwann. Grundsätzlich hat natürlich jeder Club, der jemals international gespielt hat, das Ziel, dort auch irgendwann wieder hin zu kommen. Aber es sollte kein Ziel in den nächsten 3-4 Jahren sein. Eher langfristig gesehen.


Aber nochmal die Frage: Versucht man dann am Ende der Saison, nur Achter oder Neunter statt Siebter zu werden? Oder sollte man, wenn man im DFB-Pokal-Finale steht, das Spiel herschenken, um ja nicht nach Europa zu kommen?

Ich will nur die Logik verstehen.

Was uns in finanzielle Schieflage gebracht hat, war in erster Linie der Stadionausbau. Klar, man könnte auch so Granaten wie Wesley und Carlos Alberto nennen, aber unseren Absturz mit einigen wenigen Fehleinkäufen zu begründen, wäre mir zu kurz gegriffen. Vielmehr war das ein Potpourri an schlechten Entscheidungen.

Aber es ging uns danach nicht schlecht, WEIL wir in Europa waren. DAS ist mein Punkt.


Das ist falsch. Die Grundlage für die finanzielle Schieflage waren massiv zu hoh e Spielergehälter und für uns teure Ablösen die Flops waren. So hatte man Ablösen gezahlt und dazu sehr hohe Gehälter.

•     •     •

SVW
Finanzthread |#3390
24.09.2026 - 14:29 Uhr
Zitat von BallToGo
Zitat von RoMaRu

Zitat von DocWhose

Ich sehe dieses Thema "Wir müssen nach Europa um mehr Geld zu verdienen" sehr kritisch.

Denn wenn du ernsthaft Europäisch Spielen willst, dann musst du auch mehr Geld ausgeben. Du musst deinen Kader für die Doppel/Dreifachbelastung in der Breite verstärken, evtl. auch in der Tiefe, Boni werden fällig, Infrastruktur, Reisekosten etc.

Wenn du dann mit der zusätzlichen Belastung nicht klarkommst, europäisch früh ausscheidest und dann im Tabellenkeller landest, dann haste halt ganz große Probleme. Denn die gestiegenen Kosten bleiben, das Geld fällt dann nächste Saison weg.

Was du machen kannst ist einfach nur das Geld mitnehmen und 0 Fokus auf Europa legen, in der Gruppenphase/Playoffs ausscheiden und dann nächste Saison mehr Budget haben. Aber wie effektiv ist das wirklich? Und wenn ich mir so Hoffenheim und Leipzig anschaue, die tun der Liga damit auch nie wirklich einen Gefallen wenn sie international so rein***eißen.


Ist ja klar, dass ein einzige Teilnahme nicht den Verein "heilen" wird, aber sollte ja auch klar sein, dass Europa der einzige (!) Weg ist, um mittel- bis langfristig finanziell halbwegs stabil zu stehen. Noch dazu, es wäre ja Irrsinn, dem Verein absichtlich eine schlechtere Positionierung zu wünschen, oder nicht?

Ich finde dieses Narrativ, dass eine EC-Teilnahme dem Verein irgendwie schade, weil es ja so eine krasse Mehrbelastung sei, irgendwie fadenscheinig. Erstens, weil wir hier von einer Handvoll mehr Spiele reden, zweitens, weil die Vorteile einfach so enorm überwiegen. Gerade wurde hier wieder geschrieben, dass allein eine Teilnahme schon Millionen an Mehreinnahmen über die Jahre bedeutet - ganz zu schweigen vom anderen Aspekt, der hier auch schon erwähnt wurde, nämlich dass die Bühne für unsere Spieler noch einmal eine ganz andere ist.

Klar, man kann x-mal irgendwelche Beispiele raussuchen und behaupten, die EC-Teilnahme habe diesem oder jenem Verein geschadet, aber man könnte halt einfach auch klar benennen, dass ein Verein wie Mainz finanziell wesentlich stabiler dasteht als wir und dass denen die EC-Teilnahmen nicht geschadet haben. Aber selbst bei Fällen, in denen das doch der Fall gewesen sein soll (z.B. Union), muss man hinterfragen, ob deren Leistungsabfall wirklich darauf beruht. Ich finde diesen einseitig negativen Fokus auf Europa als Problemfaktor irgendwie absurd.

Noch dazu - und ich wiederhole mich hier, aber wurscht: Ein Ablehnen von Europa bedeutet, dass man sich aktiv eine schlechtere Platzierung wünscht... Denn das heißt ja, dass man sich maximal wünscht, im Nirgendwo zu landen, was auch wiederum heißt, dass es immer irgendwie auch lange Zeit gegen den Abstieg gehen wird. Ich sehe nicht, inwiefern solch eine Zielsetzung auch nur ansatzweise konstruktiv sein kann.


Dass nur die Teilnahme an eeuropäischen Wettbewerben einen Verein über Wasser halten kann, ist auch so ein Narrativ.

Wie soll das denn funktionieren?
Momentan sind 4 europäische Plätze an die Bayern, Dortmund und die Werksvereine Leverkusen und Red Bull schon fest vergeben.
Vom ganzen Rest kommen nur Paderborn, Elversberg und Hoffenheiin (dank geringer Ausgaben und/oder Sponsor) gut ohne Europa aus.
Die restlichen 11 Vereine müssen sich um 2 bis 3 Plätze an der Sonne balgen.

Allein aus statistischen Gründen kann das auf die Dauer nicht gutgehen.
Und das wissen auch die Vereine, denn die meisten passen ihre Kostenstrukturen den jeweiligen Rahmenbedingungen an.

Denke, dass der Ansatz von @DocWhose vernünftiger ist. Wenn man es schafft, in einen euruoäischen Wettbwerb zu kommen, soll man die Einnahmen als Bonus mitnehmen. Aber den Kader dafür aufzurüsten, ist zu riskant.


Klassischer Strohmann. Es hat doch niemand gesagt, dass man den Kader vorsorglich "aufpimpen" soll. Ihr argumentiert also gegen etwas, was niemand behauptet hat.

Es geht vielmehr um die Frage, ob man aktiv gegen eine EC-Teilnahme ist, weil man es für etwas Schlechtes hält. Das ist die Einstellung, die viele haben - für mich völlig unverständlich.


Wenn man es schafft, in einen euruoäischen Wettbwerb zu kommen, soll man die Einnahmen als Bonus mitnehmen.


Na schau. Um mehr ging's gar nicht. zwinker
Und natürlich ist die Zielsetzung immer, dass man so gut abschneidet wie möglich. Alles andere macht keinen Sinn. Nochmal: Es ist ja nicht nur die eine EC-Teilnahme, sondern jahrelang verbesserte Einnahmen (durch normale TV-Rangliste + EC-Bonus).
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