Allgemeine Kaderdiskussion
23.07.2020 - 16:33 Uhr
31.08.2020 - 16:49 Uhr
Einen Abgang von Kühlwetter könnte ich aktuell problemlos verkraften. Von der Spielanlage ist Pourie da nahe dran, aber besser.
Pick dürfte dagegen kaum 1:1 zu ersetzen sein. Mit viel Glück bekommt man einen ähnlich starken Spieler, aber der wird eine andere Spielanlage haben.
Beste Grüße
Lullaby
Pick dürfte dagegen kaum 1:1 zu ersetzen sein. Mit viel Glück bekommt man einen ähnlich starken Spieler, aber der wird eine andere Spielanlage haben.
Beste Grüße
Lullaby
31.08.2020 - 16:50 Uhr
Zitat von FCK-Tribun
https://treffpunkt-betze.de/article/1111-transferpolitik-sinnvolle-transfers-und-viel-potenzial/
Lesenswerter Artikel, finde ich.
Wer weiteren Diskussionsbedarf hat:
Auf Abgangsseite werden hier die Namen Matuwila, Jonjic, Starke und neuerdings Zuck (zum FCS) gehandelt.
Auch wird Sickingers Verbleib als fraglicher bewertet als es hier im Forum der Fall ist.
https://treffpunkt-betze.de/article/1111-transferpolitik-sinnvolle-transfers-und-viel-potenzial/
Lesenswerter Artikel, finde ich.
Wer weiteren Diskussionsbedarf hat:
Auf Abgangsseite werden hier die Namen Matuwila, Jonjic, Starke und neuerdings Zuck (zum FCS) gehandelt.
Auch wird Sickingers Verbleib als fraglicher bewertet als es hier im Forum der Fall ist.
Der Artikel strotzt vor Optimismus bezüglich der Leistungsfähigkeit der Neuzugänge. Da werden Vorschusslorbeeren en masse verteilt. Ich bin da deutlich skeptischer. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Vorfreude auf Starke, Bachmann und Skarlatidis...
Interessant und informativ ist die finanzielle Darstellung und das Gerücht von Zuck.
31.08.2020 - 17:10 Uhr
Also ich habe mal das Spiel der Wunschaufstellung gespielt. Die Neuzugänge sehen auf dem Papier erstmal logisch aus und ich bin auch ganz guter Dinge, dass die Stellrädchen ineinander greifen können.
Ich denke mal, dass Schommers in einem offensiven, ballbesitzenden 4-3-3 spielen wird, indem Rieder die Walz spielt, über Sickinger und Ciftci das spielerische Element kommt und Huth, Pick, Pourie die variablen Stürmer spielen werden.
Allein auf der LV-Position bin ich mit Hercher/Hlousek noch absolut uneins. Der Vorteil Herchers ist sein sehr gut funktionierendes Passspiel mit Pick, da beide einen ähnlichen Riecher besitzen. Hlousek fand ich beim Spiel gegen Waldalgesheim noch zu fehlgeleitet. Für mich hat daher Hercher noch den Vorteil ggü Hlousek, wobei letzterer mit mehr Erfahrung durchaus mehr Stabilität in der Defensive bringen kann.
Würde Schommers jedoch auf ein 4-4-2 setzen, würde ich Ciftci für Bakhat tauschen, da ich diese Formation bei BS defensiver interpretiere und Bakhat mehr die 8 übernehmen kann (quirliger).
Ich denke mal, dass Schommers in einem offensiven, ballbesitzenden 4-3-3 spielen wird, indem Rieder die Walz spielt, über Sickinger und Ciftci das spielerische Element kommt und Huth, Pick, Pourie die variablen Stürmer spielen werden.
Allein auf der LV-Position bin ich mit Hercher/Hlousek noch absolut uneins. Der Vorteil Herchers ist sein sehr gut funktionierendes Passspiel mit Pick, da beide einen ähnlichen Riecher besitzen. Hlousek fand ich beim Spiel gegen Waldalgesheim noch zu fehlgeleitet. Für mich hat daher Hercher noch den Vorteil ggü Hlousek, wobei letzterer mit mehr Erfahrung durchaus mehr Stabilität in der Defensive bringen kann.
Würde Schommers jedoch auf ein 4-4-2 setzen, würde ich Ciftci für Bakhat tauschen, da ich diese Formation bei BS defensiver interpretiere und Bakhat mehr die 8 übernehmen kann (quirliger).
31.08.2020 - 17:36 Uhr
Zitat von FCK-Tribun
https://treffpunkt-betze.de/article/1111-transferpolitik-sinnvolle-transfers-und-viel-potenzial/
Lesenswerter Artikel, finde ich.
Wer weiteren Diskussionsbedarf hat:
Auf Abgangsseite werden hier die Namen Matuwila, Jonjic, Starke und neuerdings Zuck (zum FCS) gehandelt.
Auch wird Sickingers Verbleib als fraglicher bewertet als es hier im Forum der Fall ist.
https://treffpunkt-betze.de/article/1111-transferpolitik-sinnvolle-transfers-und-viel-potenzial/
Lesenswerter Artikel, finde ich.
Wer weiteren Diskussionsbedarf hat:
Auf Abgangsseite werden hier die Namen Matuwila, Jonjic, Starke und neuerdings Zuck (zum FCS) gehandelt.
Auch wird Sickingers Verbleib als fraglicher bewertet als es hier im Forum der Fall ist.
Naja ...
Schon am Anfang überrascht mich der Hinweis auf die Harmonie im Kader in den letzten zwei Jahren - warum wurde dann Hemlein degradiert? Jetzt wird mehr Disharmonie gefordert? Ich persönlich halte Harmonie für wichtig in einem Kader.
Dann hatte das Team wenig Tempo. Pick, Kühlwetter, Schad, Hercher, Thiele - konnten die alle nicht rennen? Gerade gegen Ende letzten Jahres hatte unser Spiel ein hohes Tempo. Und dann wird sich doch gleich im nächsten Satz widersprochen - wie kann ich denn ohne Tempo Kontertore erzielen? Warum wird nur Pick erwähnt? Kühlwetter hat sogar ein Tor mehr geschossen.
Die Defensive dürfte in der Tat besser dastehen - allerdings nur solange Sickinger bleibt. Ansonsten haben wir nur zwei starke IVs.
Skarlatidis kam u.a. auch deshalb nicht zum Zug, weil die Offensive mit Pick, Kühlwetter, Thiele und Zuck zu gut funktionierte. Dass er später, als es nicht mehr lief, trotzdem nicht spielte, steht auf einem anderen Blatt.
Dass ein Pourié wertvoller für die Mannschaft ist als Kühlwetter, muss er erst zeigen. Und was heißt das eigentlich, Kühlwetter wäre 'eindimensional' spielend?
Pourié könnte zuweilen nicht nur für seine Gegenspieler schwierig sein. Aber Schommers hätte mehrfach unter Beweis gestellt, dass er hart durchgreift. Als Beispiele werden dann Ehrmann, Thiele und Hemlein genannt - wobei mir nicht bewusst war, dass Thiele schwierig ist. Jedenfalls was will uns der Autor damit sagen? Dass Schommers auch Pourié aussortiert, wenn er nicht spurt? Das sind ja nicht unbedingt die besten Voraussetzungen - finde ich.
Insgesamt gefällt mir der Artikel deshalb nicht - dieses letzte Saison war alles schlecht und jetzt ist alles gut, auch wenn unsere Toptorjäger gehen, halte ich doch für eher eindimensional ...
31.08.2020 - 18:01 Uhr
@Old_Icebear
Lesenswert bedeutet ja nicht „unstreitig richtig“.
Und als Diskussionsansatz eignet sich der Artikel meines Erachtens durchaus, da er eine andere Perspektive bietet als ich sie bisher im Forum bei uns gelesen habe.
Ich persönlich kann deine Einschätzungen inhaltlich durchaus nachvollziehen, aber über gewisse Punkte kann man sich schon mal Gedanken machen.
Etwa über den, dass die Neuaufstellung der Offensive neben vielen Risiken (die ich sehe und die mir auch nicht so behagen wie etwa die mangelnde Eingespieltheit) auch große Chancen bietet.
Wenn Pourié Schommers‘ Wunschstürmer ist und beide im Gespräch erkannt haben, dass sie zusammenarbeiten wollen und der Transfer wirtschaftlich realisierbar ist, dann kann und muss man bei einem Stürmer zuschlagen, der jüngst zweimal als Stammspieler und Leistungsträger aufgestiegen ist.
Wenn der ähnlich gut verdienende Thiele unter Schommers keine Perspektive mehr hat, sich Schommers für sein gefundenes System intern klar ausgesprochen hat und ein Interessent eine vernünftige Ablöse bietet, muss man sich eben auf eine Trennung verständigen, obwohl Thiele letzte Saison ein wichtiger Spieler war.
Ob Kühlwetter ein eindimensionaler Spieler ist, weiß ich nicht. Meines Erachtens ist das nicht so, er hat unter Hildmann phasenweise einen ordentlichen Achter abgegeben, er kann auch mal über außen kommen und er ist im Strafraum wirklich stark.
Ob er der optimale Stürmer für Schommers ist? Auch das weiß ich nicht, aber es gibt gute Argumente dafür, dass er als körperlich starker Zielstürmer, den man wohl unbedingt will, nicht die allererste Wahl wäre.
Meines Erachtens ist Schommers‘ Wunschprofil in Sachen Stürmer eh ganz schwer auf Drittliganiveau zu erfüllen. Bödvarson war zu „schwerfällig“, Röser ist nicht präsent genug, Thiele technisch nicht stark genug für die Rolle als Außenstürmer und mit dem Rücken zum Tor zu schwach, um als Zentrumsstürmer aufzulaufen.
Kühlwetter hat die Anforderungen noch am besten erfüllt, war aber in der Ballbehauptung und Ballverarbeitung nicht immer sauber genug.
Daher macht es schon Sinn, dass man sich trotz der starken Torausbeuten von Kühlwetter und Thiele um neue, passendere Stürmer bemüht.
Was die Harmonie im Kader angeht: Die Spieler sollen sich nicht kloppen, aber etwas mehr Reibungen mit dem Gegner und eine ehrgeizigere Atmosphäre darf es tatsächlich mal geben. Ich denke, so ist dieser Part zu verstehen.
Lesenswert bedeutet ja nicht „unstreitig richtig“.
Und als Diskussionsansatz eignet sich der Artikel meines Erachtens durchaus, da er eine andere Perspektive bietet als ich sie bisher im Forum bei uns gelesen habe.
Ich persönlich kann deine Einschätzungen inhaltlich durchaus nachvollziehen, aber über gewisse Punkte kann man sich schon mal Gedanken machen.
Etwa über den, dass die Neuaufstellung der Offensive neben vielen Risiken (die ich sehe und die mir auch nicht so behagen wie etwa die mangelnde Eingespieltheit) auch große Chancen bietet.
Wenn Pourié Schommers‘ Wunschstürmer ist und beide im Gespräch erkannt haben, dass sie zusammenarbeiten wollen und der Transfer wirtschaftlich realisierbar ist, dann kann und muss man bei einem Stürmer zuschlagen, der jüngst zweimal als Stammspieler und Leistungsträger aufgestiegen ist.
Wenn der ähnlich gut verdienende Thiele unter Schommers keine Perspektive mehr hat, sich Schommers für sein gefundenes System intern klar ausgesprochen hat und ein Interessent eine vernünftige Ablöse bietet, muss man sich eben auf eine Trennung verständigen, obwohl Thiele letzte Saison ein wichtiger Spieler war.
Ob Kühlwetter ein eindimensionaler Spieler ist, weiß ich nicht. Meines Erachtens ist das nicht so, er hat unter Hildmann phasenweise einen ordentlichen Achter abgegeben, er kann auch mal über außen kommen und er ist im Strafraum wirklich stark.
Ob er der optimale Stürmer für Schommers ist? Auch das weiß ich nicht, aber es gibt gute Argumente dafür, dass er als körperlich starker Zielstürmer, den man wohl unbedingt will, nicht die allererste Wahl wäre.
Meines Erachtens ist Schommers‘ Wunschprofil in Sachen Stürmer eh ganz schwer auf Drittliganiveau zu erfüllen. Bödvarson war zu „schwerfällig“, Röser ist nicht präsent genug, Thiele technisch nicht stark genug für die Rolle als Außenstürmer und mit dem Rücken zum Tor zu schwach, um als Zentrumsstürmer aufzulaufen.
Kühlwetter hat die Anforderungen noch am besten erfüllt, war aber in der Ballbehauptung und Ballverarbeitung nicht immer sauber genug.
Daher macht es schon Sinn, dass man sich trotz der starken Torausbeuten von Kühlwetter und Thiele um neue, passendere Stürmer bemüht.
Was die Harmonie im Kader angeht: Die Spieler sollen sich nicht kloppen, aber etwas mehr Reibungen mit dem Gegner und eine ehrgeizigere Atmosphäre darf es tatsächlich mal geben. Ich denke, so ist dieser Part zu verstehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCK-Tribun am 31.08.2020 um 18:22 Uhr bearbeitet
31.08.2020 - 18:28 Uhr
Da sind fraglos einige Verkürzungen im Artikel drin, aber die Stoßrichtung geht m. E. doch in die richtige Richtung. Wir packen in der Kaderplanung diesmal wirklich die großen Themen an, die bislang unseren Aufstieg verhindert haben: Standardschwäche, Versagen der vorgesehenen Führungsspieler (die jungen Spieler müssen die Kastanien aus dem Feuer holen) und totale Ineffizienz vor der Bude! Also haben wir Abwehr und Mittelfeld gut ergänzt und vollziehen vermutlich den totalen personellen Umbruch in der Offensive. Das ist folgerichtig!
Die neue Mannschaft müsste von der Papierform her deutlich spielstärker sein als die alte. Schommers will intelligenten Ballbesitz-Fußball spielen - und musste eigentlich immer Konterfußball spielen lassen, weil das Offensivpersonal mehr ganz einfach nicht hergab. Mit den neuen Jungs sollte man jetzt eigentlich in der Lage sein, hoch zu stehen und den Gegner effektiv zu bespielen. Einfach weil Du jetzt mal Leute hast, die Flanken schlagen bzw. verwerten können und deren technische Fähigkeiten auch für ein Kombinationsspiel taugen.
Ob dies ganz generell das richtige Konzept für diese Liga ist, steht allerdings auf einem völlig anderen Blatt. Schommers hat eine klare Idee und kriegt dafür jetzt das Personal zur Umsetzung! Wenn sich diese Spielidee aber am Ende des Tages als zu kompliziert erweist und wir mit einfachem Konterfußball ausgehebelt werden, bringt das den Trainer um seinen Job (eine Marginalie), den FCK aber vielleicht um seine Existenz.
Also: Alles auf Coach Kosta, äähhh Boris! Weil wir mit "All in" ja so gute Erfahrungen gemacht haben.
Eine wirkliche Alternative sehe ich allerdings jetzt auch nicht mehr, dafür hätte man sportlich zum Saisonende andere Weichen stellen müssen.
Die neue Mannschaft müsste von der Papierform her deutlich spielstärker sein als die alte. Schommers will intelligenten Ballbesitz-Fußball spielen - und musste eigentlich immer Konterfußball spielen lassen, weil das Offensivpersonal mehr ganz einfach nicht hergab. Mit den neuen Jungs sollte man jetzt eigentlich in der Lage sein, hoch zu stehen und den Gegner effektiv zu bespielen. Einfach weil Du jetzt mal Leute hast, die Flanken schlagen bzw. verwerten können und deren technische Fähigkeiten auch für ein Kombinationsspiel taugen.
Ob dies ganz generell das richtige Konzept für diese Liga ist, steht allerdings auf einem völlig anderen Blatt. Schommers hat eine klare Idee und kriegt dafür jetzt das Personal zur Umsetzung! Wenn sich diese Spielidee aber am Ende des Tages als zu kompliziert erweist und wir mit einfachem Konterfußball ausgehebelt werden, bringt das den Trainer um seinen Job (eine Marginalie), den FCK aber vielleicht um seine Existenz.
Also: Alles auf Coach Kosta, äähhh Boris! Weil wir mit "All in" ja so gute Erfahrungen gemacht haben.
Eine wirkliche Alternative sehe ich allerdings jetzt auch nicht mehr, dafür hätte man sportlich zum Saisonende andere Weichen stellen müssen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 31.08.2020 um 18:32 Uhr bearbeitet
31.08.2020 - 18:46 Uhr
Zitat von Newtrial
Da sind fraglos einige Verkürzungen im Artikel drin, aber die Stoßrichtung geht m. E. doch in die richtige Richtung. Wir packen in der Kaderplanung diesmal wirklich die großen Themen an, die bislang unseren Aufstieg verhindert haben: Standardschwäche ...
Da sind fraglos einige Verkürzungen im Artikel drin, aber die Stoßrichtung geht m. E. doch in die richtige Richtung. Wir packen in der Kaderplanung diesmal wirklich die großen Themen an, die bislang unseren Aufstieg verhindert haben: Standardschwäche ...
Lag die Standardschwäche wirklich am Spielermaterial? Sickinger, Kraus, Hainault, Hercher, Thiele, Kühlwetter - die können alle köpfen ... das lag doch oft defensiv am Stellungsspiel bzw. offensiv an schlecht ausgeführten Standards - da helfen Dir vorne weder Klose noch Hrubesch, wenn die Flanken nicht kommen bzw. hinten weder Briegel noch Hummels, wenn die Gegenspieler freistehen ...
31.08.2020 - 19:07 Uhr
Zitat von Old_Icebear
Lag die Standardschwäche wirklich am Spielermaterial? Sickinger, Kraus, Hainault, Hercher, Thiele, Kühlwetter - die können alle köpfen ... das lag doch oft defensiv am Stellungsspiel bzw. offensiv an schlecht ausgeführten Standards - da helfen Dir vorne weder Klose noch Hrubesch, wenn die Flanken nicht kommen bzw. hinten weder Briegel noch Hummels, wenn die Gegenspieler freistehen ...
Zitat von Newtrial
Da sind fraglos einige Verkürzungen im Artikel drin, aber die Stoßrichtung geht m. E. doch in die richtige Richtung. Wir packen in der Kaderplanung diesmal wirklich die großen Themen an, die bislang unseren Aufstieg verhindert haben: Standardschwäche ...
Da sind fraglos einige Verkürzungen im Artikel drin, aber die Stoßrichtung geht m. E. doch in die richtige Richtung. Wir packen in der Kaderplanung diesmal wirklich die großen Themen an, die bislang unseren Aufstieg verhindert haben: Standardschwäche ...
Lag die Standardschwäche wirklich am Spielermaterial? Sickinger, Kraus, Hainault, Hercher, Thiele, Kühlwetter - die können alle köpfen ... das lag doch oft defensiv am Stellungsspiel bzw. offensiv an schlecht ausgeführten Standards - da helfen Dir vorne weder Klose noch Hrubesch, wenn die Flanken nicht kommen bzw. hinten weder Briegel noch Hummels, wenn die Gegenspieler freistehen ...
Timmy Thiele war ein lausiger Kopfballspieler, Christian Kühlwetter hat da auch nicht von sich reden gemacht. Philipp Hercher hat zwei Mal den Kopf effektiv hingehalten. Carlo Sickinger besitzt zumindest ein gutes Kopfballspiel in der Defensive. Einzig Kevin Kraus und Andre Hainault haben gezeigt, dass sie hinten wie vorne köpfen können.
Alexander Winkler hat in Unterhaching gezeigt, dass er das ebenfalls kann, auch Tim Rieder gilt als kopfballstark. Elias Huth hat in Zwickau Kopfballtore in Mittelstürmermanier erzielt. Bei Marvin Pourie kann ich mich mehr an Tore mit dem Fuß als mit dem Kopf erinnern.
Natürlich müssen Flanken und Standards kommen. Mit Nicolas Sessa wird einer kommen, der das kann. Auch von Pourie habe ich beim KSC einige gute Flanken in Erinnerung. Hercher, Ciftci und Sickinger können das im Übrigen auch.
In Bezug auf Flanken und Standards sehr ich uns schon besser aufgestellt als letzte Saison. Und ein großkalibriger Winger soll ja noch kommen. Ich sehe auch insgesamt eine interessante Kaderplanung, bei der wirklich aus den Fehlern der beiden vergangenen Saisons gelernt wurde.
31.08.2020 - 19:10 Uhr
Zitat von Newtrial
Ob dies ganz generell das richtige Konzept für diese Liga ist, steht allerdings auf einem völlig anderen Blatt. Schommers hat eine klare Idee und kriegt dafür jetzt das Personal zur Umsetzung! Wenn sich diese Spielidee aber am Ende des Tages als zu kompliziert erweist und wir mit einfachem Konterfußball ausgehebelt werden, bringt das den Trainer um seinen Job (eine Marginalie), den FCK aber vielleicht um seine Existenz.
Ob dies ganz generell das richtige Konzept für diese Liga ist, steht allerdings auf einem völlig anderen Blatt. Schommers hat eine klare Idee und kriegt dafür jetzt das Personal zur Umsetzung! Wenn sich diese Spielidee aber am Ende des Tages als zu kompliziert erweist und wir mit einfachem Konterfußball ausgehebelt werden, bringt das den Trainer um seinen Job (eine Marginalie), den FCK aber vielleicht um seine Existenz.
Passt hier vielleicht nicht ganz rein, aber ist wohl besser, als die Diskussion in zwei Threads zu führen:
Ich teile diese Zweifel. Und ich war im Winter auch einer von denen, die mit großem Unverständnis auf die Umstellung vom sehr effizienten 4-4-2 auf 4-3-3 reagiert haben. Einfach, weil das einfachere System zu funktionieren schien und weil ich den Kader nicht für gut genug besetzt hielt, um dieses komplexere System umzusetzen.
Jetzt sind wir meines Erachtens aber an einem anderen Punkt:
Wir müssen(!) aufsteigen. Das ist die Ausgangsposition, an der sich unsere sportlichen Entscheidungen messen lassen müssen.
Also stellt sich die Frage, mit welchem Konzept sich dieses „alternativlose“ Ziel am ehesten erreichen lässt.
Und an dieser Stelle kann ich zumindest gut verstehen, wieso man sich für den Ballbesitzfußball entschieden hat. Wenn man in die Saison geht mit einem hochpreisigen Kader, den man sich durch eine aggressive Transferpolitik gezimmert hat, wird man direkt mal wieder mit der Favoritenrolle konfrontiert sein. Das war auch letztes Jahr und unter Frontzeck der Fall. Ist Hildmanns Strategie des „sicheren Stehens und dann schnell nach vorne Spielens“ aufgegangen? Nein, weil wir die Räume dafür ganz einfach erst nach Führungen bekommen haben, aber über zu wenig Qualität verfügten, diese Situation überhaupt mal herzustellen. In dieser Saison vor allem deshalb, weil die Defensive viel zu anfällig und schwach war, gerade bei Standards.
Ist Frontzecks „Taktik“ der kontrollierten Offensive aufgegangen? Nein! Es war zwar einfacher Fußball, den wir da gespielt haben. Dieser war aber nicht geeignet, tiefstehende Gegner zu knacken, insbesondere, weil die individuelle Qualität fehlte und wir mit Zuck und Hemlein die Art Flügelspieler hatten, die sich gerade nicht im 1:1 durchsetzen konnten, um mit Tempo ins letzte Drittel zu kommen und selbst erfolgreich abzuschließen oder den Zielspieler zu bedienen.
Ich lehne mich jetzt bewusst sehr weit aus dem Fenster und sehe mich nach einem Fehlschlag genau diesen Beitrag wieder auskramen, aber ich denke, dass wir diese Saison diese Fehler vermeiden.
Wir bauen den Kader gerade in dem Bewusstsein auf, einer Favoritenrolle gerecht werden zu müssen und auf gut organisierte Defensiven und schnelle, geradlinige Konterspieler zu treffen.
Wir versuchen, Spieler zu holen, die den Ball im letzen Drittel festmachen können (Pourié, aber auch der gehandelte Boyd) und dort gute Entscheidungen treffen können (Sessa). Wir interessieren uns für Spieler, die den Gegner in seinem Umschaltspiel hindern (Hlousek, Rieder) und die eine gewisse Konstanz in ihren Leistungen haben (Rieder, Pourié, Hlousek, Winkler), um diese merkwürdigen Leistungsschwankungen zu unterbinden.
Wir holen Spieler mit dem persönlichen Anspruch, eine Liga höher zu spielen und sich dort zu beweisen. Und wir fahren eine konsequente Transferpolitik, die sich dem Plan „Schommers“ unterordnet, statt potentiell interessante, aber ganz und gar nicht systemtaugliche Spieler „vom Markt zu nehmen“, weil sie gerade verfügbar sind und unter anderen Umständen ordentlich performt haben.
Ich sage nicht, dass Schommers‘ System der Königsweg ist. Aber ich stelle ernsthaft die Frage, mit welchem Fußball man einer selbst auferlegten Favoritenrolle besser gerecht werden könnte. Mit dem 4-4-2 von vor Weihnachten? Das glaube ich nicht, denn diese Umschaltsituationen bekommen solche Mannschaften seltener, die mit dem Favoritenlabel ins Spiel gehen als solche, die irgendwo im Mittelfeld der Tabelle rumpimmeln und als defensiv super anfällig gelten.
Der Zauber ließ ja auch zusehends nach, als die Gegner merkten, dass dieser FCK nach Ballgewinn im eigenen letzten Drittel sau gefährlich ist.
Vorne einen Zielstürmer reinstellen, Flanken, Flanken, Flanken schlagen und auf Standards bauen? Möglicherweise ist das eine gangbare Lösung, um oben mitzuspielen. Du bist so aber wesentlich eher auf den Faktor „Zufall“ angewiesen und sehr leicht ausrechenbar.
Ich glaube, es gibt hier einige User, die sich zu diesen taktischen Fragen wesentlich substantiierter äußern können und mich würde es ehrlich interessieren, welcher Ansatz erfolgsversprechender wäre.
In Frage kommt wie gesagt sicher ein einfacherer Fußball, aber der lebt dann doch sehr von zwei, drei Einzelspielern wie der FCK 2010/11 von Lakic, Ilicevic und Tiffert. Wenn die ausgeschaltet werden, sieht es mau aus.
So, das ist hier viel länger geworden als geplant, daher belasse ich es mal bei diesem abrupten Ende.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCK-Tribun am 31.08.2020 um 19:14 Uhr bearbeitet
31.08.2020 - 19:14 Uhr
Ich bin da auch eher bei @old_icebear. Vor der letzten Saison hatten wir auch ein super Gefühl nach den Spielertransfers. Bachmann und Bjarnason kamen mit großen Vorschusslorbeeren. Beides übrigens Spieler, die die Standardschwäche beheben sollten. Bachmann sollte darüberhinaus Führungsqualitäten übernehmen.
Dazu kam ein Starke, der den letzten Pass spielen sollte und somit gegen tiefstehende Gegner die Lösung sein.
Ebenfalls kam mit Skarlatidis ein Spieler mit einer Top-Technik der auch gut ins 1 gegen 1 gehen kann oder kombinieren kann.
Matuwila die zweikampfstarke Maschine hinten drin, der resolut dazwischenhaut und auch körperlich dagegen halten sollte.
In der Theorie passt das alles (außer Bachmanns Kopfballschwäche hätten die Scouts erkennen müssen). Aber in der Praxis gab es bei der Umsetzung Probleme. Der Trainerwechsel auf einen Trainer mit anderen Spielvorstellungen passte dazu.
Jetzt werden die Neuzugänge auch wieder in den Himmel gelobt. Rieder ist der neue Heilsbringer, obwohl er keine 50 Drittligaspiele hat.
Nicht falsch verstehen, ich bin aufgrund der Namen auch erstmal zufrieden (war ich grundsätzlich letztes Jahr aber auch). Allerdings warte ich erstmal ab, was wirklich auf dem Platz passiert und ob am Ende alles zusammen passt. Von Namen lass ich mich erstmal nicht mehr blenden. Was zählt ist auf dem Platz.
Dazu kam ein Starke, der den letzten Pass spielen sollte und somit gegen tiefstehende Gegner die Lösung sein.
Ebenfalls kam mit Skarlatidis ein Spieler mit einer Top-Technik der auch gut ins 1 gegen 1 gehen kann oder kombinieren kann.
Matuwila die zweikampfstarke Maschine hinten drin, der resolut dazwischenhaut und auch körperlich dagegen halten sollte.
In der Theorie passt das alles (außer Bachmanns Kopfballschwäche hätten die Scouts erkennen müssen). Aber in der Praxis gab es bei der Umsetzung Probleme. Der Trainerwechsel auf einen Trainer mit anderen Spielvorstellungen passte dazu.
Jetzt werden die Neuzugänge auch wieder in den Himmel gelobt. Rieder ist der neue Heilsbringer, obwohl er keine 50 Drittligaspiele hat.
Nicht falsch verstehen, ich bin aufgrund der Namen auch erstmal zufrieden (war ich grundsätzlich letztes Jahr aber auch). Allerdings warte ich erstmal ab, was wirklich auf dem Platz passiert und ob am Ende alles zusammen passt. Von Namen lass ich mich erstmal nicht mehr blenden. Was zählt ist auf dem Platz.
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