Alles Part II
04.07.2011 - 00:39 Uhr
20.05.2025 - 09:28 Uhr
Zitat von Profussballer
Ich weiß nicht, ob man seine Meinung zu Schwabl hier Kundtun darf, deswegen lass ich das besser. Aber in Erinnerungen schwelgen tut mir besser, als dieser Abstieg.
Natürlich können hier alle ihre persönliche Meinung zu Schwabl(s) kundtun und das passiert auch sehr regelmäßig. Da das für alle gilt, müssen halt auch alle damit rechnen, dass es auch mal Widerspruch / anderslautende Meinungen gibt. Das ist hier in einem Diskussionsforum an der Tagesordnung. Ich weiß nicht, ob man seine Meinung zu Schwabl hier Kundtun darf, deswegen lass ich das besser. Aber in Erinnerungen schwelgen tut mir besser, als dieser Abstieg.
Was hingegen aus gutem Grund nicht gerne gesehen wird, ist Geraune / Beschwerden darüber, man dürfe hier angeblich eine bestimmte Meinung nicht äußern und das passiert meistens sehr zeitnah nachdem eine bestimmte Meinung geäußert wurde. Das kam und kommt immer mal wieder auf und bedeutet in aller Regel nur: "Mimimi, ich habe doch nur meine Meinung gesagt und wenn mir jetzt ein anderer widerspricht, dann will er mir meine Meinung verbieten." oder in Kurzform: "Mir sind die Argumente ausgegangen."
20.05.2025 - 12:14 Uhr
Danke. Genau das.
Auch bei pollikferner viel Wahres dabei. Es gibt einigen Anlass zu Kritik an Manni Schwabl. Wahr ist aber auch, dass - abseits von ebenfalls vorhandenen klaren Managementfehlern - Haching ein strukturelles Problem hat. Das "Business" trägt sich einfach nicht selbst, es braucht immer zusätzliches Cash. Börsengang, Transfers, Präsi-Kohle. Weniger später ist es verpufft (was dann wiederum mit Fehlern zu tun haben kann). Es ist immer nur "one final chance", keine tragfähige Struktur.
Eine wirklich bittere Note ist, dass zuletzt die Zuschauerzahlen nach oben gingen, die FC-Bayern-Koop stabile Einnahmen versprach, die A-Jugend eine sehr vielversprechende Runde spielt... Und just jetzt geht's sportlich komplett vor die Hunde.
Wie schlimm es in der RL wird, muss man abwarten. Aber vielleicht müssen wir (und Manni Schwabl) jetzt auch mal wirklich eine Weile vom Profifußballgedanken ablassen. Das war jetzt wirklich eine herbe Watschn. Manchmal ergeben sich auch gerade neue Chancen, wenn der K(r)ampf mal nachlässt. Siehe Schweinfurt. Auch wenn ich gerade noch nicht das Bild im Kopf hab, wie das aussehen könnte.
Bisschen bremsen würd ich bei Cottbus. Das war die berühmte Aufstiegssaison, die zweite wird schwieriger, das gilt fast immer. Wer wüsste es, wenn nicht wir. Und so ganz sicher bin ich mir auch nicht, ob die da finanziell solide aufgebaut haben, oder nicht doch eher auf Treibsand und "alles auf eine Karte"... Weiß ich aber nicht.
Auch bei pollikferner viel Wahres dabei. Es gibt einigen Anlass zu Kritik an Manni Schwabl. Wahr ist aber auch, dass - abseits von ebenfalls vorhandenen klaren Managementfehlern - Haching ein strukturelles Problem hat. Das "Business" trägt sich einfach nicht selbst, es braucht immer zusätzliches Cash. Börsengang, Transfers, Präsi-Kohle. Weniger später ist es verpufft (was dann wiederum mit Fehlern zu tun haben kann). Es ist immer nur "one final chance", keine tragfähige Struktur.
Eine wirklich bittere Note ist, dass zuletzt die Zuschauerzahlen nach oben gingen, die FC-Bayern-Koop stabile Einnahmen versprach, die A-Jugend eine sehr vielversprechende Runde spielt... Und just jetzt geht's sportlich komplett vor die Hunde.
Wie schlimm es in der RL wird, muss man abwarten. Aber vielleicht müssen wir (und Manni Schwabl) jetzt auch mal wirklich eine Weile vom Profifußballgedanken ablassen. Das war jetzt wirklich eine herbe Watschn. Manchmal ergeben sich auch gerade neue Chancen, wenn der K(r)ampf mal nachlässt. Siehe Schweinfurt. Auch wenn ich gerade noch nicht das Bild im Kopf hab, wie das aussehen könnte.
Bisschen bremsen würd ich bei Cottbus. Das war die berühmte Aufstiegssaison, die zweite wird schwieriger, das gilt fast immer. Wer wüsste es, wenn nicht wir. Und so ganz sicher bin ich mir auch nicht, ob die da finanziell solide aufgebaut haben, oder nicht doch eher auf Treibsand und "alles auf eine Karte"... Weiß ich aber nicht.
20.05.2025 - 13:03 Uhr
Haben wir wirklich ein Strukturproblem? Was ich anerkenne ist lediglich, dass wir in der Region nur die Rangstelle 3 aller ansässigen Fußballklubs einnehmen. Aber reicht das, um nicht mehr am Profifußball teilnehmen zu können? Ich erinnere: der Münchner Raum ist die wirtschaftlich stärkste und am meisten prosperierende Region in ganz Europa. Da sollte es doch möglich sein, einen dritten Profiklub und zwar einen, der ordentlich was zu bieten hat (NLZ, Tradition, ausgezeichnetes Image usw.) finanziell ausreichend auszustatten?
Was ich unserem gesamten Management, also wahrlich nicht nur Manni Schwabl vorwerfe, ist, dass in der Verantwortung stehend Herren es seit einem Jahrzehnt nicht geschafft haben eine ordentliche Finanzstruktur zu etablieren. Dass das nicht einfach ist, kann ich mir vorstellen, aber wurde ausreichend viel unternommen? Haben unsere Herren nicht vielmehr von Träumereien gelebt? "Das NLZ finanziert sich selbst und nebenbei auch noch den Profibetrieb". Wie naiv muss man sein, das glauben zu können? Aber es lebt sich natürlich gut und sorgenfrei damit. Ein fester Glaube an den nächsten Adeyemi ist viel angenehmer als Klinkenputzen bei potentiellen Sponsoren.
Was ich unserem gesamten Management, also wahrlich nicht nur Manni Schwabl vorwerfe, ist, dass in der Verantwortung stehend Herren es seit einem Jahrzehnt nicht geschafft haben eine ordentliche Finanzstruktur zu etablieren. Dass das nicht einfach ist, kann ich mir vorstellen, aber wurde ausreichend viel unternommen? Haben unsere Herren nicht vielmehr von Träumereien gelebt? "Das NLZ finanziert sich selbst und nebenbei auch noch den Profibetrieb". Wie naiv muss man sein, das glauben zu können? Aber es lebt sich natürlich gut und sorgenfrei damit. Ein fester Glaube an den nächsten Adeyemi ist viel angenehmer als Klinkenputzen bei potentiellen Sponsoren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von hachingveteran am 20.05.2025 um 13:08 Uhr bearbeitet
20.05.2025 - 15:01 Uhr
Ich weiß der Vergleich hinkt, aber bzgl. Nr.3 in der Region: In London spielen 7(!) Klubs im Oberhaus, in deren 2.Liga kenne ich den derzeitigen Stand nicht. Ansonsten spielen fast in jeder europäischen Hauptstadt 2 Vereine im Oberhaus, hier spielen nicht mal 2 Vereine in den ersten beiden Ligen.
Nochmal: Der Vergleich hinkt extrem, aber ich denke mit ein paar anderen Entscheidungen in den letzten Jahren hätte man die Einnahmen eventuell besser verwenden können und würde nächste Saison zumindest nicht in Liga 4 spielen. Trotzdem war das für Manni keine leichte Aufgabe und nur wenige hätten es vermutlich besser gelöst.
Nochmal: Der Vergleich hinkt extrem, aber ich denke mit ein paar anderen Entscheidungen in den letzten Jahren hätte man die Einnahmen eventuell besser verwenden können und würde nächste Saison zumindest nicht in Liga 4 spielen. Trotzdem war das für Manni keine leichte Aufgabe und nur wenige hätten es vermutlich besser gelöst.
20.05.2025 - 16:03 Uhr
In anderen Hauptstädten bzw. Metropolen gibt es halt auch nicht den einen Verein, der sportlich und wirtschaftlich alle anderen dermaßen deutlich in den Schatten stellt. In London oder Istanbul sind mehrere Clubs auf Augenhöhe, in Manchester, Glasgow, Madrid, Wien, Rom, Mailand (mehr oder weniger) zwei. Amsterdam und Paris (zumindest bis jetzt) haben seit langem auch nur einen Erstligisten...
Das ist bei genauer Betrachtung scheinbar sogar ein "deutsches" Problem. Denn nach internationalen Maßstäben müsste Berlin eigentlich mindestens drei Erstligisten haben, Hamburg und München dauerhaft zwei, Köln und Frankfurt zumindest zwei Vereine in den ersten zwei Ligen...
Auf dem Papier sollte die Region München wegen ihrer wirtschaftlichen Prosperität tatsächlich zwei bis drei Proficlubs in der 1. und 2. Bundesliga vertragen. In der Praxis sieht es anders aus: Neben dem Sonderfall Sechzig (Potential, aber interne Querelen) ist Türkgücü kläglich gescheitert und Haching (derzeit) ohne wirkliche Perspektive. Andere "Halbprofi-Clubs) wie Heimstetten, Garching, Unterföhring oder Ismaning, die zumindest mal in der Regionalliga vertreten waren, spielen inzwischen tiefer.
Die Probleme in und um München? Fehlende (größere) Stadien für dauerhafte Profi-Ansprüche, zu geringes Zuschauerinteresse, zu wenig zahlungskräftige Sponsoren. Das erste betrifft Haching zumindest nicht, die anderen zwei schon. Ohne Geld ist Profifußball halt auf Dauer nicht möglich. Dass man mit stabilem finanziellem Background auch als kleiner Verein viel erreichen kann (ohne ein zweites Hoffenheim zu sein), beweist aktuell Elversberg - fast wie Haching Ende der 90er.
Das ist bei genauer Betrachtung scheinbar sogar ein "deutsches" Problem. Denn nach internationalen Maßstäben müsste Berlin eigentlich mindestens drei Erstligisten haben, Hamburg und München dauerhaft zwei, Köln und Frankfurt zumindest zwei Vereine in den ersten zwei Ligen...
Auf dem Papier sollte die Region München wegen ihrer wirtschaftlichen Prosperität tatsächlich zwei bis drei Proficlubs in der 1. und 2. Bundesliga vertragen. In der Praxis sieht es anders aus: Neben dem Sonderfall Sechzig (Potential, aber interne Querelen) ist Türkgücü kläglich gescheitert und Haching (derzeit) ohne wirkliche Perspektive. Andere "Halbprofi-Clubs) wie Heimstetten, Garching, Unterföhring oder Ismaning, die zumindest mal in der Regionalliga vertreten waren, spielen inzwischen tiefer.
Die Probleme in und um München? Fehlende (größere) Stadien für dauerhafte Profi-Ansprüche, zu geringes Zuschauerinteresse, zu wenig zahlungskräftige Sponsoren. Das erste betrifft Haching zumindest nicht, die anderen zwei schon. Ohne Geld ist Profifußball halt auf Dauer nicht möglich. Dass man mit stabilem finanziellem Background auch als kleiner Verein viel erreichen kann (ohne ein zweites Hoffenheim zu sein), beweist aktuell Elversberg - fast wie Haching Ende der 90er.
20.05.2025 - 17:56 Uhr
Bei Elversberg kommt hinzu, dass die vor knapp 10 Jahren sogar einen herben Rückschlag erlitten haben, als sie gegen uns die Relegation verloren haben. Vielleicht sollte Haching auch mal in der Relegation scheitern, hatte Cottbus auch nicht groß geschadet.
Ein interessanter Punkt ist das Thema Stadion. In München und Umland gibt es tatsächlich neben der Arena im Norden kein zweites "großes" Stadion. Das würde natürlich keinen Erfolg garantieren (siehe damals 1860), aber vielleicht trotzdem mehr Strahlkraft generieren.
Ein interessanter Punkt ist das Thema Stadion. In München und Umland gibt es tatsächlich neben der Arena im Norden kein zweites "großes" Stadion. Das würde natürlich keinen Erfolg garantieren (siehe damals 1860), aber vielleicht trotzdem mehr Strahlkraft generieren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von der12fcb am 20.05.2025 um 17:58 Uhr bearbeitet
20.05.2025 - 18:01 Uhr
Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie weht hier ein gewisser Geist der Selbstverzwergung. Natürlich ist die Situation schwierig und die finanzielle Decke dünn. Ich will auch gar nicht auf die glorreiche Vergangenheit blicken. Die letzten beiden Gastspieljahre in Liga 3 haben mir gezeigt, dass nicht nur etwas hätte gehen können, sondern, dass sogar etwas gegangen ist.
Nach dem Aufstieg wurde die Regio-Mannschaft nur mit eigenen Talenten verstärkt und Pisot gegen Schifferl getauscht. Wir waren, da waren sich alle Experten einig, vor der Saison der klare Absteiger Nr.1 und eigentlich chancenlos.
Letztendlich wäre mit etwas Glück sogar die Relegation möglich gewesen. Im Pokal wurde Augsburg besiegt und man hatte Düsseldorf am Rande der Niederlage. Der Zuschauerschnitt war mit 5.184 so hoch wie lange nicht mehr und höher als in der letzten Zweitligasaison (4.865).
Über die Gründe des sportlichen Niedergangs in dieser Saison möchte ich mich nicht äußern. Festzustellen ist aber, dass wir als abgeschlagener Tabellenletzter und vorzeitiger Absteiger einen Zuschauerschnitt von 5.737 hatten!
Was will ich sagen?
Wir haben ...
... alles was man für den Erfolg benötigt.
... auch in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass wir erfolgreich sein können.
... erfolgreiche Jugendmannschaften.
... ein NLZ über das immer wieder Talente generiert werden.
... ein Stadion, welches zumindest für Liga 3 absolut ausreichend ist.
... ein nachhaltiges und steigendes Zuschauerinteresse, welches mittelfristig auch Sponsoreninteressen eröffnen sollte.
In meinen Augen war und ist Haching dabei eine Marke zu werden!
Warum sollte ein Zuschauerschnitt von ca. 10.000 oder mehr in Haching mittelfristig nicht möglich sein?
Voraussetzung: man muss durchhalten und das mittelfristig!
Im übrigen wurde auch so in die Bundesliga aufgestiegen. Eintagsfliegen leben bekanntlich kürzer.
Die Basis ist in jedem Fall der sportlicher Erfolg und das wird immer so sein!
Dieses wurde leider bei der Kaderzusammenstellung nicht nur in dieser Saison nicht immer priorisiert. Eine Vereinspolitik, die nach dem Motto verfährt die Milchkuh zu schlachten, wird zwangsläufig nach kurzer Zeit vor dem Nichts stehen.
Ich denke, wir können das besser und haben es auch schon gezeigt.
Nach dem Aufstieg wurde die Regio-Mannschaft nur mit eigenen Talenten verstärkt und Pisot gegen Schifferl getauscht. Wir waren, da waren sich alle Experten einig, vor der Saison der klare Absteiger Nr.1 und eigentlich chancenlos.
Letztendlich wäre mit etwas Glück sogar die Relegation möglich gewesen. Im Pokal wurde Augsburg besiegt und man hatte Düsseldorf am Rande der Niederlage. Der Zuschauerschnitt war mit 5.184 so hoch wie lange nicht mehr und höher als in der letzten Zweitligasaison (4.865).
Über die Gründe des sportlichen Niedergangs in dieser Saison möchte ich mich nicht äußern. Festzustellen ist aber, dass wir als abgeschlagener Tabellenletzter und vorzeitiger Absteiger einen Zuschauerschnitt von 5.737 hatten!
Was will ich sagen?
Wir haben ...
... alles was man für den Erfolg benötigt.
... auch in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass wir erfolgreich sein können.
... erfolgreiche Jugendmannschaften.
... ein NLZ über das immer wieder Talente generiert werden.
... ein Stadion, welches zumindest für Liga 3 absolut ausreichend ist.
... ein nachhaltiges und steigendes Zuschauerinteresse, welches mittelfristig auch Sponsoreninteressen eröffnen sollte.
In meinen Augen war und ist Haching dabei eine Marke zu werden!
Warum sollte ein Zuschauerschnitt von ca. 10.000 oder mehr in Haching mittelfristig nicht möglich sein?
Voraussetzung: man muss durchhalten und das mittelfristig!
Im übrigen wurde auch so in die Bundesliga aufgestiegen. Eintagsfliegen leben bekanntlich kürzer.
Die Basis ist in jedem Fall der sportlicher Erfolg und das wird immer so sein!
Dieses wurde leider bei der Kaderzusammenstellung nicht nur in dieser Saison nicht immer priorisiert. Eine Vereinspolitik, die nach dem Motto verfährt die Milchkuh zu schlachten, wird zwangsläufig nach kurzer Zeit vor dem Nichts stehen.
Ich denke, wir können das besser und haben es auch schon gezeigt.
20.05.2025 - 18:06 Uhr
Was ich mich vor allem in Bezug auf die Regio jetzt frage ist:
Wer will da überhaupt hoch (in die zugegebenermaßen blöde Relegation die nächsten 2-3? Jahre)
Eigentlich nur Würzburg und Bayern II
Bayreuth ist da schon ein großes Fragezeichen.
In Bezug auf Konkurrenz jetzt keine absolut Schwierige Situation
Wer will da überhaupt hoch (in die zugegebenermaßen blöde Relegation die nächsten 2-3? Jahre)
Eigentlich nur Würzburg und Bayern II
Bayreuth ist da schon ein großes Fragezeichen.
In Bezug auf Konkurrenz jetzt keine absolut Schwierige Situation
20.05.2025 - 18:12 Uhr
@der12fcb hat's ja schon geschrieben: Der Vergleich hinkt. Aus meiner Sicht robbt er sogar nur noch mit drohendem Verlust beider Beine.
München: ca. 1,6 Mio Einwohner
London: ca. 9 Mio Einwohner
Istanbul: ca 13 Mio Einwohner
Bei den Zahlen (5-8fache Größe gibt es dann natürlich auch dementsprechend mehr Vereine) gibt es natürlich dann auch potentiell ein vielfaches an Vereinen. In London kommt dann noch dazu, dass gebürtige Londoner in aller Regel den Verein ihres Stadtviertels unterstützen. In der dritten Liga (als Vergleichspunkt für uns in dieser Saison) gibt es momentan meines Wissens drei Londoner Vereine: Charlton, Leyton O. und Crawley Town. Charlton ist deutlich prestigeträchtiger als Haching - mehrfache Ausflüge nach ganz oben - hat im Schnitt ca. 15 000 Zuschauer und fährt - nach schneller Googlesuche - ein Minus von ca. 8 Mio. Pfund pro Saison ein. Das ist auch nix, was auf Dauer funktioniert.
In Spanien und Italien fällt mir bis auf Madrid (drei Vereine) auch keine Stadt ein, die dauerhaft mehr als zwei Vereine in den ersten beiden Ligen etabliert hat. Ich finde ehrlich gesagt, dass wir es vom Publikumsinteresse her im Moment echt gut machen. Klar war da einiges an Freikarten dabei aber wir haben den höchsten Zuschauerschnitt der Vereinsgeschichte außerhalb der Erstligajahre erreicht und wenn es dann finanziell nicht läuft, liegt es halt auch daran, dass es in Deutschland in den unteren Ligen wahnsinnig schwer ist, wenn man kein absoluter Traditionsverein ist. Die laufenden Kosten - Energiepreise etc. pp. - sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, die Eintrittspreise - zumindest bei uns - nur moderat. Dazu kommen die vergleichsweise geringen Einnahmen aus der TV-Vermarktung, wenn man das mit den ersten beiden Ligen vergleicht. Die Topspieler machen die Hände natürlich trotzdem ganz weit auf.
Ein Club wie Haching braucht dann halt einen Lauf mit extrem wenig Reibungsverlusten, um mithalten zu können. Eine Portion Glück kommt auch noch dazu. Weder das eine, noch das andere hatten wir in den letzten knapp 10 Jahren in Kombination. Teile davon kann man natürlich dem Management ankreiden aber ich tue mich auch schwer, ein Patentrezept zu beschreiben, das nicht unterkomplex auf Anstoß 3-Niveau liegt und mit dem es sicher besser gelaufen wäre. Konstanz auf der/den Trainerpositionen und im Management und der Presseabteilung wäre sicher hilfreich aber das liegt halt auch nicht immer nur in der Macht des Präsidiums.
München: ca. 1,6 Mio Einwohner
London: ca. 9 Mio Einwohner
Istanbul: ca 13 Mio Einwohner
Bei den Zahlen (5-8fache Größe gibt es dann natürlich auch dementsprechend mehr Vereine) gibt es natürlich dann auch potentiell ein vielfaches an Vereinen. In London kommt dann noch dazu, dass gebürtige Londoner in aller Regel den Verein ihres Stadtviertels unterstützen. In der dritten Liga (als Vergleichspunkt für uns in dieser Saison) gibt es momentan meines Wissens drei Londoner Vereine: Charlton, Leyton O. und Crawley Town. Charlton ist deutlich prestigeträchtiger als Haching - mehrfache Ausflüge nach ganz oben - hat im Schnitt ca. 15 000 Zuschauer und fährt - nach schneller Googlesuche - ein Minus von ca. 8 Mio. Pfund pro Saison ein. Das ist auch nix, was auf Dauer funktioniert.
In Spanien und Italien fällt mir bis auf Madrid (drei Vereine) auch keine Stadt ein, die dauerhaft mehr als zwei Vereine in den ersten beiden Ligen etabliert hat. Ich finde ehrlich gesagt, dass wir es vom Publikumsinteresse her im Moment echt gut machen. Klar war da einiges an Freikarten dabei aber wir haben den höchsten Zuschauerschnitt der Vereinsgeschichte außerhalb der Erstligajahre erreicht und wenn es dann finanziell nicht läuft, liegt es halt auch daran, dass es in Deutschland in den unteren Ligen wahnsinnig schwer ist, wenn man kein absoluter Traditionsverein ist. Die laufenden Kosten - Energiepreise etc. pp. - sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, die Eintrittspreise - zumindest bei uns - nur moderat. Dazu kommen die vergleichsweise geringen Einnahmen aus der TV-Vermarktung, wenn man das mit den ersten beiden Ligen vergleicht. Die Topspieler machen die Hände natürlich trotzdem ganz weit auf.
Ein Club wie Haching braucht dann halt einen Lauf mit extrem wenig Reibungsverlusten, um mithalten zu können. Eine Portion Glück kommt auch noch dazu. Weder das eine, noch das andere hatten wir in den letzten knapp 10 Jahren in Kombination. Teile davon kann man natürlich dem Management ankreiden aber ich tue mich auch schwer, ein Patentrezept zu beschreiben, das nicht unterkomplex auf Anstoß 3-Niveau liegt und mit dem es sicher besser gelaufen wäre. Konstanz auf der/den Trainerpositionen und im Management und der Presseabteilung wäre sicher hilfreich aber das liegt halt auch nicht immer nur in der Macht des Präsidiums.
20.05.2025 - 21:02 Uhr
Zitat von Nordlicht-UHG
Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie weht hier ein gewisser Geist der Selbstverzwergung. Natürlich ist die Situation schwierig und die finanzielle Decke dünn. Ich will auch gar nicht auf die glorreiche Vergangenheit blicken. Die letzten beiden Gastspieljahre in Liga 3 haben mir gezeigt, dass nicht nur etwas hätte gehen können, sondern, dass sogar etwas gegangen ist.
Nach dem Aufstieg wurde die Regio-Mannschaft nur mit eigenen Talenten verstärkt und Pisot gegen Schifferl getauscht. Wir waren, da waren sich alle Experten einig, vor der Saison der klare Absteiger Nr.1 und eigentlich chancenlos.
Letztendlich wäre mit etwas Glück sogar die Relegation möglich gewesen. Im Pokal wurde Augsburg besiegt und man hatte Düsseldorf am Rande der Niederlage. Der Zuschauerschnitt war mit 5.184 so hoch wie lange nicht mehr und höher als in der letzten Zweitligasaison (4.865).
Über die Gründe des sportlichen Niedergangs in dieser Saison möchte ich mich nicht äußern. Festzustellen ist aber, dass wir als abgeschlagener Tabellenletzter und vorzeitiger Absteiger einen Zuschauerschnitt von 5.737 hatten!
Was will ich sagen?
Wir haben ...
... alles was man für den Erfolg benötigt.
... auch in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass wir erfolgreich sein können.
... erfolgreiche Jugendmannschaften.
... ein NLZ über das immer wieder Talente generiert werden.
... ein Stadion, welches zumindest für Liga 3 absolut ausreichend ist.
... ein nachhaltiges und steigendes Zuschauerinteresse, welches mittelfristig auch Sponsoreninteressen eröffnen sollte.
In meinen Augen war und ist Haching dabei eine Marke zu werden!
Warum sollte ein Zuschauerschnitt von ca. 10.000 oder mehr in Haching mittelfristig nicht möglich sein?
Voraussetzung: man muss durchhalten und das mittelfristig!
Im übrigen wurde auch so in die Bundesliga aufgestiegen. Eintagsfliegen leben bekanntlich kürzer.
Die Basis ist in jedem Fall der sportlicher Erfolg und das wird immer so sein!
Dieses wurde leider bei der Kaderzusammenstellung nicht nur in dieser Saison nicht immer priorisiert. Eine Vereinspolitik, die nach dem Motto verfährt die Milchkuh zu schlachten, wird zwangsläufig nach kurzer Zeit vor dem Nichts stehen.
Ich denke, wir können das besser und haben es auch schon gezeigt.
Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie weht hier ein gewisser Geist der Selbstverzwergung. Natürlich ist die Situation schwierig und die finanzielle Decke dünn. Ich will auch gar nicht auf die glorreiche Vergangenheit blicken. Die letzten beiden Gastspieljahre in Liga 3 haben mir gezeigt, dass nicht nur etwas hätte gehen können, sondern, dass sogar etwas gegangen ist.
Nach dem Aufstieg wurde die Regio-Mannschaft nur mit eigenen Talenten verstärkt und Pisot gegen Schifferl getauscht. Wir waren, da waren sich alle Experten einig, vor der Saison der klare Absteiger Nr.1 und eigentlich chancenlos.
Letztendlich wäre mit etwas Glück sogar die Relegation möglich gewesen. Im Pokal wurde Augsburg besiegt und man hatte Düsseldorf am Rande der Niederlage. Der Zuschauerschnitt war mit 5.184 so hoch wie lange nicht mehr und höher als in der letzten Zweitligasaison (4.865).
Über die Gründe des sportlichen Niedergangs in dieser Saison möchte ich mich nicht äußern. Festzustellen ist aber, dass wir als abgeschlagener Tabellenletzter und vorzeitiger Absteiger einen Zuschauerschnitt von 5.737 hatten!
Was will ich sagen?
Wir haben ...
... alles was man für den Erfolg benötigt.
... auch in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass wir erfolgreich sein können.
... erfolgreiche Jugendmannschaften.
... ein NLZ über das immer wieder Talente generiert werden.
... ein Stadion, welches zumindest für Liga 3 absolut ausreichend ist.
... ein nachhaltiges und steigendes Zuschauerinteresse, welches mittelfristig auch Sponsoreninteressen eröffnen sollte.
In meinen Augen war und ist Haching dabei eine Marke zu werden!
Warum sollte ein Zuschauerschnitt von ca. 10.000 oder mehr in Haching mittelfristig nicht möglich sein?
Voraussetzung: man muss durchhalten und das mittelfristig!
Im übrigen wurde auch so in die Bundesliga aufgestiegen. Eintagsfliegen leben bekanntlich kürzer.
Die Basis ist in jedem Fall der sportlicher Erfolg und das wird immer so sein!
Dieses wurde leider bei der Kaderzusammenstellung nicht nur in dieser Saison nicht immer priorisiert. Eine Vereinspolitik, die nach dem Motto verfährt die Milchkuh zu schlachten, wird zwangsläufig nach kurzer Zeit vor dem Nichts stehen.
Ich denke, wir können das besser und haben es auch schon gezeigt.
Das Problem ist halt nur: Wenn selbst sportliche Erfolge (Aufstiege, Klassenerhalt, Pokalüberraschungen), das Hervorbringen von Top-Talenten auf Spielfeld (Adeyemi, Krattenmacher, Heide) und Trainerbank (Wagner), ein ordentlicher Zuschauerschnitt sowie soziales Engagement (Haching schaut hin) keinen großen oder mehrere mittelgroße Sponsoren anlocken, was dann?
Mit etwas mehr finanzieller Sicherheit wäre in Haching vermutlich mindestens eine Rolle wie Verl oder Viktoria Köln möglich, theoretisch sogar wie Heidenheim oder Elversberg. Aber die haben - bei aller guter bis herausragender Arbeit - halt mehr Geld im Rücken. Und müssen nicht jedes Jahr um die Lizenz zittern oder ein Talent möglichst teuer verkaufen.
Ich denke, dass halt in Haching leider inzwischen die Negativschlagzeilen überwiegen und da keine seriöse Firma ihr Geld reinstecken will. Veränderte Bedingungen wie Pandemie und Ukraine-Krieg haben ihr übriges getan. Dazu noch der Clinch mit der Gemeinde wegen des Stadions - einfach keine gute Basis.
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