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Perspektive der Eintracht

15.02.2009 - 01:30 Uhr
Perspektive der Eintracht |#4671
04.09.2026 - 11:19 Uhr
Zitat von Ridikulus
Zitat von Siakari

Zitat von B_a_u_e_r

Danke @{rollo158}. Sehr interessant, was ich in den letzten Tagen hier von dir gelesen habe.
Kann man in etwa sagen, wie viel Prozent einer Ablöse an "Nebenkosten" abgehen?


Das kann man pauschal nicht sagen, weil es von mehreren Faktoren abhängt und daher stark schwanken kann. Da ich selbst Laie in der Angelegenheit bin, möchte ich das mit meinem Halbwissen nicht weiter aufdröseln.

Für mich selbst habe ich mir angewöhnt, um zumindest einen ganz, ganz groben Richtwert zu haben, davon auszugehen das im Schnitt etwa 40% Ablöse der abgehen. Mal mehr, mal weniger. Nur um nicht von der eigentlichen Bruttoablösesumme "geblendet" zu werden die z.B hier auf Transfermarkt angebeben ist.

Wäre auch für mich spannend zu erfahren wenn da jemand eine genauere Herleitung bzw. besseren Pi mal Daumen Wert hat.


Das wird nicht möglich sein. Das fängt ja bereits bei einem oftmals falsch verstanden Punkt an - den Steuern. Oftmals wird argumentiert (zumindest habe ich das hier schon häufiger gelesen), bei einem Transfer bleibt weniger hängen, da Steuern anfallen. Das ist nur bedingt korrekt, da die Steuer ja nicht auf Grundlage eines Transfers oder eines Transferüberschusses gerechnet wird, sondern auf das Jahresergebnis. Das bedeutet beispielsweise, erzielst du mit einem Transfer einen Gewinn, dein Jahresergebnis ist dennoch negativ, dann fällt auch keine Steuer auf den Transfergewinn an.

Auch muss man beachten, der Transfererlös ist nicht gleich Transfergewinn. Mal angenommen, wir kaufen einen Spieler für 10 Millionen, 5 Jahre Vertragslaufzeit. Nach einem Jahr wird der Spieler verkauft. Restbuchwert des Spielers nach einem Jahr sind 8 Millionen. Verkaufst du den Spieler nun für 10 Millionen ergibt sich sogar in Gewinn aus der Veräußerung in Höhe von 2 Millionen, da Verkaufspreis - Restbuchwert. Die 2 Millionen musst du dann auch versteuern, wenn in dem Jahr ein positives Jahresergebnis verzeichnet wurde. Gleichzeitig hast du mit dem Spieler im Jahr des Kaufs auch 2 Millionen Aufwand mittels Abschreibung verursacht, welches im Jahr der Anschaffung dein zu versteuerndes Ergebnis wiederum um 2 Millionen gemindert hat.

Es ist also kompliziert grins


Ist mir bewusst das es kompliziert ist. Nur wenn man Einblick in die Verträge hat, kann man genau rechnen. Und die Punkte die du aufführst sind noch nicht mal alle die da reinspielen.

Grundsätzlich falsch ist es halt wenn leider immer noch zu viele Leute so rechnen, dass sie am Ende zu dem Schluss kommen: "Wir haben 100 Millionen für Spieler X und Y bekommen, warum können wir uns nur Spieler für 50 Millionen leisten?". Und dann voller Empörung hinterher: "Wo ist die ganze Kohle hin?"
Perspektive der Eintracht |#4672
04.09.2026 - 12:02 Uhr
Zitat von Siakari

Zitat von B_a_u_e_r

Danke @{rollo158}. Sehr interessant, was ich in den letzten Tagen hier von dir gelesen habe.
Kann man in etwa sagen, wie viel Prozent einer Ablöse an "Nebenkosten" abgehen?


Das kann man pauschal nicht sagen, weil es von mehreren Faktoren abhängt und daher stark schwanken kann. Da ich selbst Laie in der Angelegenheit bin, möchte ich das mit meinem Halbwissen nicht weiter aufdröseln.

Für mich selbst habe ich mir angewöhnt, um zumindest einen ganz, ganz groben Richtwert zu haben, davon auszugehen das im Schnitt etwa 40% Ablöse der abgehen. Mal mehr, mal weniger. Nur um nicht von der eigentlichen Bruttoablösesumme "geblendet" zu werden die z.B hier auf Transfermarkt angebeben ist.

Wäre auch für mich spannend zu erfahren wenn da jemand eine genauere Herleitung bzw. besseren Pi mal Daumen Wert hat.


  • Tatsächlich müsste man da in die Einzelverbuchung jedes einzelnen Spielers gehen. Fängt schon damit an, festzustellen, ob hier auf Transfermarkt Brutto- oder Nettozahlungen vermerkt sind. Das wäre mal eine Frage an die Moderatoren hier, ich gehe aber von Nettowerten aus. Die Gebühren für die Nutzung des Transfersystems sollten sich rauskriegen lassen, aber das dürfte den geringsten Anteil ausmachen. Was die Restbuchwerte angeht, sollte sich das für jeden Einzeltransfer auf der Basis Zugangsdatum (bei Leihen natürlich erst das Jahr, in dem die Kaufoption gezogen wird), Vertragsdauer und Abgangdatum feststellen lassen. Ich nehme da mal Ekitike, Zugang mit 31,5 Mio in 24/25, Abgang in 25/26, Vertragsdauer war damals, wenn ich nicht falsch liege, bis 30.6.30, jährlich Abschreibung also 1/6 von 31,5, also wurde beim Transfer 5/6 der Transfersumme direkt abgeschrieben und landeten im sonsigen betrieblichen Aufwand, mithin irgendwas um 25 Mio. EUR.
  • Damit reduziert sich der Veräusserungsgewinn von 95 Mio. schonmal auf ca. 70 Mio., wenn Du dann noch Weiterverkaufsbeteiligungen abziehst, die wahrscheinlich auch in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen landen, dann reduzieren die den Veräusserungsgewinn weiter. Da dann noch die Transaktionsgebühren, Berater- und sonstige Provisionen ab und Steuern (u. a. für geldwerten Vorteil des Spielers für seinen Berater, weil das wie eine zusätzliche Gehaltszahlung gilt), und dann landest Du bei der Summe, mit der sich Dein Eigenkapital aus dieser einzelnen Kapitalbewegung aufstockt.
  • Theoretisch ließe sich für die Transaktionsnebenkosten statistisch ein Grundwert bilden, aber ich vermute, dass die Schwankungsbreite so groß ist, dass das wenig Sinn macht. Ich vermute mal: je höher die Transfersumme, umso größer wird der Anteil dieser Transaktionskosten, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen landen, sein.
  • Euch wird aber eher die Summe der Beraterkosten interessieren. Die findet ihr in den Finanzkennzahlen bei der DFL: für 2024/25 hier: https://report.bundesliga.de/2425/de/_assets/downloads/clubs-der-bundesliga-2026-2027-geschaeftsjahresende-2025.pdffür 2023/24 hier: https://report.bundesliga.de/2425/de/_assets/downloads/clubs-der-bundesliga-2025-2026-geschaeftsjahresende-2024.pdfund zwar in der allerletzten grau unterlegten Zeile auf dem Tabellenblatt.
  • Wenn man dann wissen will, was der einzelne Verein bei den sbA drin hat, dann hilft ein Blick auf den Einzeljahresabschluss. Bei AGs sind die in der Regel im Jahresabschluss nochmal untergliedert und erläutert.


Da diese Einzelbewegungen so komplex sind, ist es fruchtbarer, sich auf der Ebene der Kennzahlen zu bewegen. Und da sind schon die Finanzkennzahlen der DFL aufschlussreich, wenn man sie mal mit weiteren verfügbaren Zahlen zusammenbringt. Ich mach das mal für Frankfurt und Stuttgart.

  • Frankfurt hatte seit 2021, also seit Coronatief ohne Zuschauer, einen Transferüberschuss laut TM von ca. 150 Mio., eine Kapitalerhöhung in Höhe von 22,5 Mio in 2021 und eine von 25,7 Mio in 2025, global also einen Kapitalzufluss von ca. 200 Mio. Mit dem hat sie den Kaderwert um 100 Mio. gesteigert, Geld ins Stadion gesteckt (IT), in die digitalen Prozesse (bargeldloser Spieltagszahlungsverkehr), ins NLZ (wurde vom Verein in eine eigene Gesellschaft ausgegründet), in den Wiederaufbau der U23 und in 2023/24 und 24/25 einen Gesamtumsatz von um 390 Mio. generiert. Bilanzsumme stieg seit 2022 von 180 auf 334 Mio, Eigenkapital von 28 auf 69 Mio.
  • Stuttgart hatte im selben Zeitraum einen Transferüberschuss von ca. 100 Mio. und aus der Kapitalerhöhung bei der Einbindung von Porsche 50 Mio, sowie nochmal Sponsoringgelder von Porsche über 50 Mio, die u. a. ins NLZ flossen und zur Ablösung von KfW-Darlehen aus Coronazeiten sowie für den Stadionumbau genutzt wurden. Der Kapitalzufluss liegt also in etwa in derselben Größenordnung. Den Kaderwert hat man um ca. 53 Mio. auf ca. 101 Mio erhöht und den Gesamtumsatz auf ca. 360 Mio. gebracht. Eigenkapital stieg von 11 Mio. auf 90 Mio.


Zwei aufstrebende Vereine, die mit ähnlichen Mitteln Kapital generieren, sie in Spielerkader und Geschäftsausstattung stecken, um nachhaltig auf einen Umsatz zu kommen, der ermöglicht, nicht nur zufällig mal sondern nachhaltig um die ersten 6 Tabellenplätze mit zu spielen. Auch die diesjährigen Anstrengungen bei der Kaderbereinigung und beim Transfererlös von Frankfurt würden mir bei diesem Blick keine Sorgen bereiten.

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Nicht jeder Kontakt ist ein Foul, schon gar nicht im Strafraum.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von rollo158 am 04.09.2026 um 12:32 Uhr bearbeitet
Perspektive der Eintracht |#4673
04.09.2026 - 12:22 Uhr
Ich möchte mich mal bei rollo158 bedanken, dass man man einen wirklichen Einblick von Außen (okay mit Eintracht Affinität) zu bekommen. Es ist immer schwierig sich in seinen Meinungen zu suhlen und dabei zu vergessen, dass man nicht neutral ist. Von daher finde ich einen so angenehmen und wirklich großen Beitrag außergewöhnlich. Es ist schön zu sehen, dass man auch so miteinander umgehen kann, was nach einem Transferfenster natürlich noch mehr auffällt.

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Tradition kann man nicht kaufen!
Perspektive der Eintracht |#4674
04.09.2026 - 12:54 Uhr
Zitat von Jochen-Wetterau
Ich möchte mich mal bei rollo158 bedanken, dass man man einen wirklichen Einblick von Außen (okay mit Eintracht Affinität) zu bekommen. Es ist immer schwierig sich in seinen Meinungen zu suhlen und dabei zu vergessen, dass man nicht neutral ist. Von daher finde ich einen so angenehmen und wirklich großen Beitrag außergewöhnlich. Es ist schön zu sehen, dass man auch so miteinander umgehen kann, was nach einem Transferfenster natürlich noch mehr auffällt.


Danke für die Blumen!

Ich will da mal bei diesen beiden Vereinen bleiben, um auf die andere Seite im Geschäft aufmerksam zu machen. Frankfurts Aufschwung kam ja mit dem Trainerwechsel zu Kovac und der bestandenen Relegation. Da kam dann 2018 unerwartet (und dann noch durch den höchst umstrittenen Nichtelfer nach Videoreview) der Pokalsieg gegen ein übermächtiges Bayern. Bei Stuttgart hat die jetzige Entwicklung der Wechsel zu Hoeneß, mit dem die Relegation gewonnen wurde und im Folgejahr der 2. Platz erreicht wurde, eingesetzt. Und dann bei beiden die billigen bzw. ablösefreien Wechsel Kolo-Muani (noch ein Treffer von Ben Manga und Bobic, verhandelt dann von Krösche) und Woltemade mit Transfererlösen, die beim Wechsel nicht zu erwarten waren. Der Euroleaguegewinn ist dann auch in hohem Maße Glasner, den Krösche geholt hat, zu verdanken. Der hat das aus einem Kader herausgeholt, der von allem anderen als der platten sportlichen Qualität getragen war, nämlich der Umfeldbegeisterung und der Motivation, die Glasner in die Spieler brachte. Genausowenig hätte man dem VfB nach der Relegation den zweiten Platz zugetraut. Und mit einer schlechten Entscheidung, letzte Saison bei Frankfurt Riera, bringt man schnell Sand ins Getriebe. Umso wichtiger deshalb eine Gesamtgeschäftsführung, die sich nicht auf einen fragilen schnellen Erfolg ausrichtet, sondern darauf, Umstände herzustellen, die diesen Erfolg wahrscheinlicher machen. Garantieren kann sie ihn aber eben nicht, genausowenig, dass es nicht wieder nach unten geht.

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Nicht jeder Kontakt ist ein Foul, schon gar nicht im Strafraum.
Perspektive der Eintracht |#4675
04.09.2026 - 15:58 Uhr
Auch von mir nochmals ein herzliches DANKE an @rollo158!

Es wird zwar weiterhin den einen oder anderen geben hier, der einem erzählen möchte, dass wir wirtschaftlich seeehr knapp dastehen, aber dem ist halt nicht so und wenn das nun immer noch nicht geglaubt bzw. verstanden wird, dann sei dem eben so.

Ich hatte es hier lange Wochen versucht klar zu machen, andere User auch; es wurde immer wieder auf Hellmanns Aussagen und auch auf Zamberks Aussagen verwiesen und nun hast Du die letzten Tage vieles nochmals wunderbar aufgedröselt wie es besser kein Prof an der Uni könnte. 😉☺️

Der Eintracht gehts gut, die Eintracht agiert und handelt weitsichtig und daher ist unsere Perspektive weiterhin gut bis sehr gut (je nach persönlicher Erwartungshaltung).
Perspektive der Eintracht |#4676
04.09.2026 - 16:08 Uhr
Zitat von eagle1978
Auch von mir nochmals ein herzliches DANKE an @rollo158!

Es wird zwar weiterhin den einen oder anderen geben hier, der einem erzählen möchte, dass wir wirtschaftlich seeehr knapp dastehen, aber dem ist halt nicht so und wenn das nun immer noch nicht geglaubt bzw. verstanden wird, dann sei dem eben so.

Ich hatte es hier lange Wochen versucht klar zu machen, andere User auch; es wurde immer wieder auf Hellmanns Aussagen und auch auf Zamberks Aussagen verwiesen und nun hast Du die letzten Tage vieles nochmals wunderbar aufgedröselt wie es besser kein Prof an der Uni könnte. 😉☺️

Der Eintracht gehts gut, die Eintracht agiert und handelt weitsichtig und daher ist unsere Perspektive weiterhin gut bis sehr gut (je nach persönlicher Erwartungshaltung).


Ich bin keiner der denkt, dass die Eintracht in ärgsten finanziellen Nöten ist. Meine Frage ist nur immer wieder ob dieser Kader zum Budget passt. Das ist für mich der springende Punkt in der Bewertung wo wir stehen, vielleicht kann man das auch erst im Laufe der Saison einschätzen.

Aber auf dem Papier eine solide Arbeit zu bescheinigen, wenn der Kader so unausgewogen ist, halt ich für viel zu unkritisch. Es sei denn wir sind jetzt auf ein Budget Platz 9-11 zurückgeschrumpft, dann sehe ich es ein.

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Liverpool, Eintracht Frankfurt, Falkirk FC, Atletico Madrid
Perspektive der Eintracht |#4677
04.09.2026 - 16:18 Uhr
Nochmal zu den Gehaltskosten und dem Argwohn, dass die Aussagen, dass man die höheren Gehälter der Kaderverbesserung vornehmlich über variable leistungsbezogene Prämien gestalten will, Schönfärberei gewesen seien und man jetzt Notverkäufe machen muss. Der stützt sich ja auf die Steigerung der Kaderkosten von 23/24 von 141 Mio. auf 177 Mio., also rund 25%, und den kolportierten Gehältern von Koch und Doan.

  • In 24/25 hat man den Kaderwert um ca. 50 Mio gesteigert. Das lief einmal in sportliche Qualität (Ekitike nach Leihe gekauft, Ellye Wahi, Arthur Theate, Rasmus Kristensen), zum anderen in die Breite (zu Bsp. Mo Dahoud, Michi Batshuayi). Kaderverbreiterung und Erhöhung der sportlichen Qualität bringt per se eine Erhöhung der Kaderkosten auch bei den Fixgehältern.
  • In 23/24 hat man in der Conference League gespielt und ist dort in den Playoffs ausgeschieden. Da wurden also die Prämien für die 8 Conference-League-Spiele, DFB-Pokal und Bundesliga mit Prämie für das Erreichen der EL gezahlt und mündeten in insgesamt 141 Mio. EUR Personalkosten.
  • In der Folgesaison 24/25 hat man erstmal schon den Effekt der Kaderwertsteigerung und -verbreiterung in den Fixgehältern als zusätzliche Personalkosten. Dazu kommen die Spieltagsprämien für 8 EL-Spiele, die pro Spiel sicher höher lagen, als für die Conference-League. Dazu dann noch die gegenüber dem Vorjahr zusätzlichen Prämien für das direkte Erreichen des Achtelfinales und des Viertelfinales und für die 4 zusätzlichen EL-Spiele. Und letztendlich in der Bundesliga die höheren Prämien für den dritten Platz mit Qualifikation für die CL, die sicher auch nochmal spürbar höher lagen, als die für das Erreichen der EL.
  • Da ist aus meiner Sicht die Erhöhung der Personalkosten um 25% durchaus kein Widerspruch zur Aussage, dass man darauf achtet, die Erhöhung der Gehälter möglichst mit Leistungsbestandteilen zu verbinden. Gegenüber 23/24 gibt es eben die Kaderwertsteigerung, die höheren Prämien durch eine höhere internationale Spielklasse und den Einzug ins Viertelfinale (gegenüber Ausscheiden Playoffs Conference-L.) und dem dritten Platz mit Qualifikation CL gegenüber 6. Platz mit Qualifikation für die EL in der Bundesliga. Fängt ja schonmal damit an, dass man 60 Punkte statt nur 47 Punkte erreicht hat und 6 Siegprämien mehr alleine in der Bundesliga ausschütten musste.


Das ist jetzt eine rekursive Herleitung aus den Umständen, da Spielergehälter aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht werden dürfen. Schön wäre es natürlich, wenn die DFL für die Transparenz die Vereine verpflichten würde, ihre Personalkosten in fixe und variable Kosten gesplittet auszuweisen, weil das durchaus eine Rolle spielt. Damit könnte man auch solcherlei Mutmassungen zerstreuen (oder begründen).

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Nicht jeder Kontakt ist ein Foul, schon gar nicht im Strafraum.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von rollo158 am 04.09.2026 um 16:24 Uhr bearbeitet
Perspektive der Eintracht |#4678
04.09.2026 - 16:24 Uhr
Zitat von SGE_Adler_94
Zitat von eagle1978

Auch von mir nochmals ein herzliches DANKE an @rollo158!

Es wird zwar weiterhin den einen oder anderen geben hier, der einem erzählen möchte, dass wir wirtschaftlich seeehr knapp dastehen, aber dem ist halt nicht so und wenn das nun immer noch nicht geglaubt bzw. verstanden wird, dann sei dem eben so.

Ich hatte es hier lange Wochen versucht klar zu machen, andere User auch; es wurde immer wieder auf Hellmanns Aussagen und auch auf Zamberks Aussagen verwiesen und nun hast Du die letzten Tage vieles nochmals wunderbar aufgedröselt wie es besser kein Prof an der Uni könnte. 😉☺️

Der Eintracht gehts gut, die Eintracht agiert und handelt weitsichtig und daher ist unsere Perspektive weiterhin gut bis sehr gut (je nach persönlicher Erwartungshaltung).


Ich bin keiner der denkt, dass die Eintracht in ärgsten finanziellen Nöten ist. Meine Frage ist nur immer wieder ob dieser Kader zum Budget passt. Das ist für mich der springende Punkt in der Bewertung wo wir stehen, vielleicht kann man das auch erst im Laufe der Saison einschätzen.

Aber auf dem Papier eine solide Arbeit zu bescheinigen, wenn der Kader so unausgewogen ist, halt ich für viel zu unkritisch. Es sei denn wir sind jetzt auf ein Budget Platz 9-11 zurückgeschrumpft, dann sehe ich es ein.


Ich mag an der einen oder anderen Stelle durchaus etwas zu kritisch gewesen sein, aber die Situation stellt sich für mich auch weiterhin nicht derart rosig dar, wie einige darlegen. Dafür ist mir der Kader weiterhin zu unrund.

Ich zitiere hier an der Stelle nochmal die Aussage von Beck nach der AR-Sitzung:

„Wir haben die sportliche und wirtschaftliche Situation sowie die Entscheidungen der zurückliegenden Transferperiode im Aufsichtsrat sehr ausführlich und konstruktiv erörtert. Dabei bestand Einigkeit darüber, dass wir die vor uns liegenden Aufgaben weiter mit großer Geschlossenheit angehen wollen. Unser Fokus richtete sich in den letzten Wochen darauf, die bestmöglichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison zu schaffen. Das ist der sportlichen Führung gelungen.“

Diese hervorgehobene Aussage ist für mich besonders entscheidend, denn daraus leite ich zwei Möglichkeiten ab:

1. Es ist eine Floskel, mit der man versucht, nach den letzten Tagen Krösche den Rücken zu stärken, weiß aber, dass es nicht stimmt. Bestmögliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison sind das schlichtweg nicht - die Kaderlücken sind ausreichend diskutiert.

2. Der Aussage fehlt ein Zusatz, etwa "unter den gegebenen Umständen" o. Ä. Damit wäre die Aussage glaubhaft gewesen, man würde damit aber eben auch den Schluss zulassen, dass man aufgrund der finanziellen Situation Abstriche machen musste (was per se auch nicht unplausibel ist). Allerdings erachte ich die Abstriche als zu groß, um finanziellen Sonnenschein anzunehmen.
Perspektive der Eintracht |#4679
04.09.2026 - 16:38 Uhr
Wenn es einem wirtschaftlich gut geht, dann bedeutet das nicht "finanzieller Sonnenschein" oder man schwimmt im Becken voller Geld - das bedeutet, dass man jederzeit liquide war, ist und bleibt, die Lizenzierungs-Vorgaben problemlos umsetzt/erfüllt und eben (genau DAS zeigte die grade in der Sommerpause erfolgte Reaktion im Kaderumbau!) auch daher sehr zielgerichtet auf neue Situationen reagieren kann.

Früher hätten wir einige Ladenhüter vermutlich gar nicht mehr abgeben können und die hätten dann mindestens bis zum Winter hier auf der Tribüne gesessen - heute konnte man am Ende alle transferieren.

Natürlich nicht jeden so wie bestenfalls erhofft, aber das ist liegt in der Natur der Sache. Auch die Freiburger hätten sich vor einigen Wochen noch was gaaanz anderes für einen Atubolu vorgestellt, usw. usw.

Ich hatte und habe noch niemals mit Problemen mit Posts von anderen, die etwas vermuten oder sinngemäß Aussagen von unseren Offiziellen anzweifeln, das ist jedermanns gutes Recht und daher auch noch nie ein Problem.

Aber sich hinzustellen über Wochen und in nahezu jedem Thread den eigenen Verein bzw. deren handelnden Personen schlecht zu reden und auch Unwahrheiten (weil wie schon mehrmals gesagt wurde, diverse User neben mir in den letzten Wochen schon auf belegbare Infos und Aussagen von Hellmann und besonders Zamberk verwiesen!) dann letztlich zu verbreiten - das ist schon "großes Kino".
Perspektive der Eintracht |#4680
04.09.2026 - 17:05 Uhr
Zitat von eagle1978
Wenn es einem wirtschaftlich gut geht, dann bedeutet das nicht "finanzieller Sonnenschein" oder man schwimmt im Becken voller Geld - das bedeutet, dass man jederzeit liquide war, ist und bleibt, die Lizenzierungs-Vorgaben problemlos umsetzt/erfüllt und eben (genau DAS zeigte die grade in der Sommerpause erfolgte Reaktion im Kaderumbau!) auch daher sehr zielgerichtet auf neue Situationen reagieren kann.

Früher hätten wir einige Ladenhüter vermutlich gar nicht mehr abgeben können und die hätten dann mindestens bis zum Winter hier auf der Tribüne gesessen - heute konnte man am Ende alle transferieren.

Natürlich nicht jeden so wie bestenfalls erhofft, aber das ist liegt in der Natur der Sache. Auch die Freiburger hätten sich vor einigen Wochen noch was gaaanz anderes für einen Atubolu vorgestellt, usw. usw.

Ich hatte und habe noch niemals mit Problemen mit Posts von anderen, die etwas vermuten oder sinngemäß Aussagen von unseren Offiziellen anzweifeln, das ist jedermanns gutes Recht und daher auch noch nie ein Problem.

Aber sich hinzustellen über Wochen und in nahezu jedem Thread den eigenen Verein bzw. deren handelnden Personen schlecht zu reden und auch Unwahrheiten (weil wie schon mehrmals gesagt wurde, diverse User neben mir in den letzten Wochen schon auf belegbare Infos und Aussagen von Hellmann und besonders Zamberk verwiesen!) dann letztlich zu verbreiten - das ist schon "großes Kino".


Also, "dass man jederzeit liquide war, ist und bleibt, die Lizenzierungs-Vorgaben problemlos umsetzt/erfüllt" stand für mich auch nie außer Frage, ich hoffe mal, meine Posts haben nichts anderes suggeriert. Wenn doch, sorry, das war nicht meine Absicht.

Allerdings ist eben das für mich auch eine absolute Selbstverständlichkeit nach den letzten Jahren. Wenn wir hier von Illiquidität oder Lizenzproblemen sprechen müssten, wäre das ja kompletter Irrsinn. Ich habe aber auch die Aussagen der Median nicht derart gedeutet.

Dass wir nun allerdings mit einem derart großen Transferüberschuss und gleichzeitig zwei aus meiner Sicht eklatanten Kaderlücken in die Saison gehen, zeigt mir, dass es finanziell nicht so gut, wie (für mich) anzunehmen, aussieht. Wie gesagt, hier geht es nicht um Insolvenz o. Ä., sondern darum, dass man nach einer schwachen Saison nicht ausreichend Mittel hat, um einen Kader mit realistischen Chancen auf Platz 6 zusammenzustellen.
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