Perspektive der Eintracht
15.02.2009 - 01:30 Uhr
02.09.2026 - 12:00 Uhr
Zitat von Kohlrabi85
Also wenn du dir den Deadline Day (und nicht nur diesen, sondern das gesamte Transferfenster) genauer anschauen würdest, würde dir auffallen, dass enorm viele Spielertransfers mittlerweile Leihen mit Kaufoption/-pflicht sind. Nicht nur bei uns. Dieses Geschäftsmodell hat sich einfach etabliert. Gefällt mir ehrlich gesagt auch nicht, aber ist nun mal so.
Und wer sagt denn, dass uns dieses Modell in Bezug auf Bahoya und Larsson nicht auch entgegenkommt? Vielleicht wollten wir nicht noch mehr sofortige Einnahmen generieren, sondern diese vielmehr ins nächste Geschäftsjahr schieben. Kann ja theoretisch alles auch bilanzielle Gründe haben. Ich habe keine Ahnung. Aber genau deshalb steht es mir nicht zu, diese Praxis derart zu kritisieren, als wären unsere Verantwortlichen die größten Amateure.
Zitat von Ridikulus
Ja, man kann weiterhin Durchhalteparolen predigen und sich ständig wiederholen, man kann aber auch einfach mal schauen, was sich hier die letzten Wochen zugetragen hat und was das für Konsequenzen hat.
Für mich war das kein gewollter Umbruch, das war ein Sommerschlussverkauf. Wobei Verkauf gar übertrieben ist, es war im Grunde ein Sommerschlussverleih.
Man hat es geschafft, das Gehaltsgefüge deutlich zu entlasten - per se erstmal positiv. Dass es derart notwendig ist, überrascht dahingegen sehr - buzzwords: variable Gehälter, 1-2 Jahre ohne internationales Geschäft no problemo.
Es geht hierbei nicht darum, dass man nach verpasstem internationalen Geschäft nicht auch sparen sollte, das ist für jeden logisch. Es geht hierbei um das WIE. Die Art von Deals, die wir in großen Teilen eingegangen sind, das ist kein normales Transfergebaren, das ist außergewöhnlich - oder hat das jemand von Euch jemals in der Art bei der SGE oder einem Bundesligisten gesehen?
Nicht umsonst wird hier ja regelmäßig von Fans anderer Vereine gefragt, was bei uns eigentlich abgeht und wo das Geld ist. Ich sag mal so, man kann dafür sehr rosige Umschreibungen finden und sicherlich auch toll klingende Argumente bringen, wieso und weshalb... Wenn Du am Ende dann trotzdem mit unserem jetzigen Kader dastehst (insbes. im Vgl. zum Vorjahr), spricht das für mich die deutlichere Sprache. Manchmal ist dann eben doch die offensichtlichste Antwort die richtige.
Mir fällt kein logischer Grund ein, weshalb man z. B. gestern noch Bahoya verleiht - nennt mir gerne einen, ich bin offen dafür.
Für mich gibt es aktuell nur eine logische Erklärung: unsere Gehälter sind komplett eskaliert und wir mussten nun derart dagegensteuern, um keine Bruchlandung hinzulegen und um zumindest mit nur einem blauen Auge aus der Sache rauszukommen.
Ja, man kann weiterhin Durchhalteparolen predigen und sich ständig wiederholen, man kann aber auch einfach mal schauen, was sich hier die letzten Wochen zugetragen hat und was das für Konsequenzen hat.
Für mich war das kein gewollter Umbruch, das war ein Sommerschlussverkauf. Wobei Verkauf gar übertrieben ist, es war im Grunde ein Sommerschlussverleih.
Man hat es geschafft, das Gehaltsgefüge deutlich zu entlasten - per se erstmal positiv. Dass es derart notwendig ist, überrascht dahingegen sehr - buzzwords: variable Gehälter, 1-2 Jahre ohne internationales Geschäft no problemo.
Es geht hierbei nicht darum, dass man nach verpasstem internationalen Geschäft nicht auch sparen sollte, das ist für jeden logisch. Es geht hierbei um das WIE. Die Art von Deals, die wir in großen Teilen eingegangen sind, das ist kein normales Transfergebaren, das ist außergewöhnlich - oder hat das jemand von Euch jemals in der Art bei der SGE oder einem Bundesligisten gesehen?
Nicht umsonst wird hier ja regelmäßig von Fans anderer Vereine gefragt, was bei uns eigentlich abgeht und wo das Geld ist. Ich sag mal so, man kann dafür sehr rosige Umschreibungen finden und sicherlich auch toll klingende Argumente bringen, wieso und weshalb... Wenn Du am Ende dann trotzdem mit unserem jetzigen Kader dastehst (insbes. im Vgl. zum Vorjahr), spricht das für mich die deutlichere Sprache. Manchmal ist dann eben doch die offensichtlichste Antwort die richtige.
Mir fällt kein logischer Grund ein, weshalb man z. B. gestern noch Bahoya verleiht - nennt mir gerne einen, ich bin offen dafür.
Für mich gibt es aktuell nur eine logische Erklärung: unsere Gehälter sind komplett eskaliert und wir mussten nun derart dagegensteuern, um keine Bruchlandung hinzulegen und um zumindest mit nur einem blauen Auge aus der Sache rauszukommen.
Also wenn du dir den Deadline Day (und nicht nur diesen, sondern das gesamte Transferfenster) genauer anschauen würdest, würde dir auffallen, dass enorm viele Spielertransfers mittlerweile Leihen mit Kaufoption/-pflicht sind. Nicht nur bei uns. Dieses Geschäftsmodell hat sich einfach etabliert. Gefällt mir ehrlich gesagt auch nicht, aber ist nun mal so.
Und wer sagt denn, dass uns dieses Modell in Bezug auf Bahoya und Larsson nicht auch entgegenkommt? Vielleicht wollten wir nicht noch mehr sofortige Einnahmen generieren, sondern diese vielmehr ins nächste Geschäftsjahr schieben. Kann ja theoretisch alles auch bilanzielle Gründe haben. Ich habe keine Ahnung. Aber genau deshalb steht es mir nicht zu, diese Praxis derart zu kritisieren, als wären unsere Verantwortlichen die größten Amateure.
Das passt nicht in den Horizont von Ridikulus das unsere Verantwortlichen diese Einnahmen ins nächste Jahr verschieben wollen, da man dieses Jahr genug eingenommen hat.
02.09.2026 - 12:01 Uhr
Zitat von eagle1978
Zum gefühlt 20x die letzten Tage einfach nur top erklärt und vor allem absolut an der Realität.
Leider verstehen (daher bin ich mir mittlerweile zu 101% sicher, diese wollen es auch gar nicht verstehen obwohl sie wahrscheinlich sehr gut genau so verstehen, was Du ausführlich erläutert hast) es einige nicht und behaupten noch immer, dass wir sinngemäß pleite sind bzw. kurz davor, usw. (alles hanebüchen!).
Was uns in dieser (vorher klar angekündigten!) Transferphase absolut von manchen der negativ Beispiele der Vergangenheit unterscheidet, ist, dass man nach einer sportlich nicht so guten vorherigen Saison "einfach so" weiter macht oder gar (was dann hanebüchen hoch drei wäre!!) noch mehr Gelder in einen ohne diese Maßnahmen sehr teuren Kader stecken würde, in der Hoffnung "das muss ja wieder besser werden".
Klaro, kann gut gehen, aber auch eben nicht und wenns dann wieder nicht klappt, dann wäre in der Tat einigs im Argen.
Aber da ist es wie bei Don Quijote.... für einige sind wir halt am Ende, egal was man schon alles gehört hat von den zuständigen Leuten des Vereins oder auch hier mit solchen fundierten Posts wie u.a. von rollo.😊
Zum gefühlt 20x die letzten Tage einfach nur top erklärt und vor allem absolut an der Realität.
Leider verstehen (daher bin ich mir mittlerweile zu 101% sicher, diese wollen es auch gar nicht verstehen obwohl sie wahrscheinlich sehr gut genau so verstehen, was Du ausführlich erläutert hast) es einige nicht und behaupten noch immer, dass wir sinngemäß pleite sind bzw. kurz davor, usw. (alles hanebüchen!).
Was uns in dieser (vorher klar angekündigten!) Transferphase absolut von manchen der negativ Beispiele der Vergangenheit unterscheidet, ist, dass man nach einer sportlich nicht so guten vorherigen Saison "einfach so" weiter macht oder gar (was dann hanebüchen hoch drei wäre!!) noch mehr Gelder in einen ohne diese Maßnahmen sehr teuren Kader stecken würde, in der Hoffnung "das muss ja wieder besser werden".
Klaro, kann gut gehen, aber auch eben nicht und wenns dann wieder nicht klappt, dann wäre in der Tat einigs im Argen.
Aber da ist es wie bei Don Quijote.... für einige sind wir halt am Ende, egal was man schon alles gehört hat von den zuständigen Leuten des Vereins oder auch hier mit solchen fundierten Posts wie u.a. von rollo.😊
Ich muss sagen, dass erstmal zu viele Dinge aus einer Situation geschrieben wird, die aus einem Gemisch der Enttäuschung zum Transferfenster, falschen Erwartungen und den Schlagzeilen der letzten Tage. Deswegen will ich mich da auch erstmal allgemein halten.
Ich finde es richtig, den Kader zu ändern, weil da im letzten Jahr einiges falsch gelaufen ist. Es gab Spieler, welche ich bei uns nicht mehr sehen wollte, obwohl diese Qualität hatten, unabhängig vom Ersatz. Andere Spieler sind jetzt imho auch gegangen, weil man weis, dass sie wenig Spielzeit bekommen und deshalb eine Wertsteigerung eher negativ erfolgen wird. Ich finde sogar den Kalimuendo Transfer nicht so wichtig, weil wir Offensiv einfach Optionen haben, reagieren zu können. Ich glaube auch, dass der Schritt notwendig wurde, weil sich der Transfermarkt scheinbar ändert. Die Engländer setzen vielmehr auf gleiche Quellen und vermeiden große Summen zu bezahlen, sodass unser System zumindest nicht ohne Anpassung funktioniert. Wir haben nach Bobic erlebt, dass die Gehälter zu hoch waren und müssen diesmal zu einem schmerzlicheren Zeitpunkt Änderungen einleiten. Wenn ich die Spieler nicht so leicht verkaufen kann, kann ich die Kosten eben darüber nicht mehr so ausgleichen.
Es bleibt aber bei mir trotzdem ein Eindruck, dass wir wenig handlungsfähig waren. Der Eindruck ist bei mir ebenso durch die Eindrücke der letzten Tage beeinflusst. Ich freue mich auf Sonntag, um erstmal ein Gefühl zu kriegen, wie das aussehen kann. Dabei sehe ich Offensiv viele Optionen, auch wenn ich Kalimuendo als perfekte Option sehe, der eben nicht nur der Mittelstürmer, sondern auch nahezu alle anderen Positionen einnehmen kann.
ZM ist Qualitativ gut besetzt, auch defensiv stärker, IV ist gut. Kosugi und Baum die Chance zu geben ist richtig und wurde von vielen gefordert. Am Ende fehlt mir dort aber die Alternative. Hoch gepokert oder von mir nicht richtig gesehen. Auch den Leader hätte ich gerne gesehen, wobei auch dort muss ich sagen, vielleicht ist er ja da.
Ich sehe eine gute erste Elf, die Europa erreichen kann, auch weil die Belastung nicht da ist. Ich glaube, da sehen wir uns zu negativ, dass Problem ist vielmehr, dass Außen nichts passieren sollte.
Dieses Gefühl, dass wir finanziell einiges stemmen mussten, ist aber natürlich ein großes Fragezeichen, weshalb ich auch die Berichte zu Krösche schwierig einordnen kann. Wenn meine Gedanken so stimmen, dürfte es eigentlich keine so laute Kritik geben, weil sich die Situation einfach geändert hat.
Ich hoffe das Gefühl wird sich die Tage ändern, auch weil die AR Sitzung ist und das Thema Krösche im Raum stehen soll. Das erinnert mich derzeit an Bobic mit dem VfB, der Gelder einnehmen sollte und dann sportlich an der Erwartungshaltung gescheitert ist. Ich hoffe da wird noch etwas klargestellt.
Dieses bewusst Schießen gegen Krösche und das lancieren von Infos muss als erstes gestoppt werden, damit mein Gefühl wieder besser wird.
02.09.2026 - 12:18 Uhr
Zitat von nurdiesge
Das passt nicht in den Horizont von Ridikulus das unsere Verantwortlichen diese Einnahmen ins nächste Jahr verschieben wollen, da man dieses Jahr genug eingenommen hat.
Zitat von Kohlrabi85
Also wenn du dir den Deadline Day (und nicht nur diesen, sondern das gesamte Transferfenster) genauer anschauen würdest, würde dir auffallen, dass enorm viele Spielertransfers mittlerweile Leihen mit Kaufoption/-pflicht sind. Nicht nur bei uns. Dieses Geschäftsmodell hat sich einfach etabliert. Gefällt mir ehrlich gesagt auch nicht, aber ist nun mal so.
Und wer sagt denn, dass uns dieses Modell in Bezug auf Bahoya und Larsson nicht auch entgegenkommt? Vielleicht wollten wir nicht noch mehr sofortige Einnahmen generieren, sondern diese vielmehr ins nächste Geschäftsjahr schieben. Kann ja theoretisch alles auch bilanzielle Gründe haben. Ich habe keine Ahnung. Aber genau deshalb steht es mir nicht zu, diese Praxis derart zu kritisieren, als wären unsere Verantwortlichen die größten Amateure.
Zitat von Ridikulus
Ja, man kann weiterhin Durchhalteparolen predigen und sich ständig wiederholen, man kann aber auch einfach mal schauen, was sich hier die letzten Wochen zugetragen hat und was das für Konsequenzen hat.
Für mich war das kein gewollter Umbruch, das war ein Sommerschlussverkauf. Wobei Verkauf gar übertrieben ist, es war im Grunde ein Sommerschlussverleih.
Man hat es geschafft, das Gehaltsgefüge deutlich zu entlasten - per se erstmal positiv. Dass es derart notwendig ist, überrascht dahingegen sehr - buzzwords: variable Gehälter, 1-2 Jahre ohne internationales Geschäft no problemo.
Es geht hierbei nicht darum, dass man nach verpasstem internationalen Geschäft nicht auch sparen sollte, das ist für jeden logisch. Es geht hierbei um das WIE. Die Art von Deals, die wir in großen Teilen eingegangen sind, das ist kein normales Transfergebaren, das ist außergewöhnlich - oder hat das jemand von Euch jemals in der Art bei der SGE oder einem Bundesligisten gesehen?
Nicht umsonst wird hier ja regelmäßig von Fans anderer Vereine gefragt, was bei uns eigentlich abgeht und wo das Geld ist. Ich sag mal so, man kann dafür sehr rosige Umschreibungen finden und sicherlich auch toll klingende Argumente bringen, wieso und weshalb... Wenn Du am Ende dann trotzdem mit unserem jetzigen Kader dastehst (insbes. im Vgl. zum Vorjahr), spricht das für mich die deutlichere Sprache. Manchmal ist dann eben doch die offensichtlichste Antwort die richtige.
Mir fällt kein logischer Grund ein, weshalb man z. B. gestern noch Bahoya verleiht - nennt mir gerne einen, ich bin offen dafür.
Für mich gibt es aktuell nur eine logische Erklärung: unsere Gehälter sind komplett eskaliert und wir mussten nun derart dagegensteuern, um keine Bruchlandung hinzulegen und um zumindest mit nur einem blauen Auge aus der Sache rauszukommen.
Ja, man kann weiterhin Durchhalteparolen predigen und sich ständig wiederholen, man kann aber auch einfach mal schauen, was sich hier die letzten Wochen zugetragen hat und was das für Konsequenzen hat.
Für mich war das kein gewollter Umbruch, das war ein Sommerschlussverkauf. Wobei Verkauf gar übertrieben ist, es war im Grunde ein Sommerschlussverleih.
Man hat es geschafft, das Gehaltsgefüge deutlich zu entlasten - per se erstmal positiv. Dass es derart notwendig ist, überrascht dahingegen sehr - buzzwords: variable Gehälter, 1-2 Jahre ohne internationales Geschäft no problemo.
Es geht hierbei nicht darum, dass man nach verpasstem internationalen Geschäft nicht auch sparen sollte, das ist für jeden logisch. Es geht hierbei um das WIE. Die Art von Deals, die wir in großen Teilen eingegangen sind, das ist kein normales Transfergebaren, das ist außergewöhnlich - oder hat das jemand von Euch jemals in der Art bei der SGE oder einem Bundesligisten gesehen?
Nicht umsonst wird hier ja regelmäßig von Fans anderer Vereine gefragt, was bei uns eigentlich abgeht und wo das Geld ist. Ich sag mal so, man kann dafür sehr rosige Umschreibungen finden und sicherlich auch toll klingende Argumente bringen, wieso und weshalb... Wenn Du am Ende dann trotzdem mit unserem jetzigen Kader dastehst (insbes. im Vgl. zum Vorjahr), spricht das für mich die deutlichere Sprache. Manchmal ist dann eben doch die offensichtlichste Antwort die richtige.
Mir fällt kein logischer Grund ein, weshalb man z. B. gestern noch Bahoya verleiht - nennt mir gerne einen, ich bin offen dafür.
Für mich gibt es aktuell nur eine logische Erklärung: unsere Gehälter sind komplett eskaliert und wir mussten nun derart dagegensteuern, um keine Bruchlandung hinzulegen und um zumindest mit nur einem blauen Auge aus der Sache rauszukommen.
Also wenn du dir den Deadline Day (und nicht nur diesen, sondern das gesamte Transferfenster) genauer anschauen würdest, würde dir auffallen, dass enorm viele Spielertransfers mittlerweile Leihen mit Kaufoption/-pflicht sind. Nicht nur bei uns. Dieses Geschäftsmodell hat sich einfach etabliert. Gefällt mir ehrlich gesagt auch nicht, aber ist nun mal so.
Und wer sagt denn, dass uns dieses Modell in Bezug auf Bahoya und Larsson nicht auch entgegenkommt? Vielleicht wollten wir nicht noch mehr sofortige Einnahmen generieren, sondern diese vielmehr ins nächste Geschäftsjahr schieben. Kann ja theoretisch alles auch bilanzielle Gründe haben. Ich habe keine Ahnung. Aber genau deshalb steht es mir nicht zu, diese Praxis derart zu kritisieren, als wären unsere Verantwortlichen die größten Amateure.
Das passt nicht in den Horizont von Ridikulus das unsere Verantwortlichen diese Einnahmen ins nächste Jahr verschieben wollen, da man dieses Jahr genug eingenommen hat.
Klar, in einer Transferperiode, in welcher dir aufgrund mangelnder finanzieller Mittel die Daumenschrauben angelegt sind, ist der erste Gedanke die steuerliche Optimierung, indem man Einnahmen in die Zukunft schiebt
02.09.2026 - 12:24 Uhr
Zitat von Ridikulus
Ja, man kann weiterhin Durchhalteparolen predigen und sich ständig wiederholen, man kann aber auch einfach mal schauen, was sich hier die letzten Wochen zugetragen hat und was das für Konsequenzen hat.
Für mich war das kein gewollter Umbruch, das war ein Sommerschlussverkauf. Wobei Verkauf gar übertrieben ist, es war im Grunde ein Sommerschlussverleih.
Man hat es geschafft, das Gehaltsgefüge deutlich zu entlasten - per se erstmal positiv. Dass es derart notwendig ist, überrascht dahingegen sehr - buzzwords: variable Gehälter, 1-2 Jahre ohne internationales Geschäft no problemo.
Es geht hierbei nicht darum, dass man nach verpasstem internationalen Geschäft nicht auch sparen sollte, das ist für jeden logisch. Es geht hierbei um das WIE. Die Art von Deals, die wir in großen Teilen eingegangen sind, das ist kein normales Transfergebaren, das ist außergewöhnlich - oder hat das jemand von Euch jemals in der Art bei der SGE oder einem Bundesligisten gesehen?
Nicht umsonst wird hier ja regelmäßig von Fans anderer Vereine gefragt, was bei uns eigentlich abgeht und wo das Geld ist. Ich sag mal so, man kann dafür sehr rosige Umschreibungen finden und sicherlich auch toll klingende Argumente bringen, wieso und weshalb... Wenn Du am Ende dann trotzdem mit unserem jetzigen Kader dastehst (insbes. im Vgl. zum Vorjahr), spricht das für mich die deutlichere Sprache. Manchmal ist dann eben doch die offensichtlichste Antwort die richtige.
Mir fällt kein logischer Grund ein, weshalb man z. B. gestern noch Bahoya verleiht - nennt mir gerne einen, ich bin offen dafür.
Für mich gibt es aktuell nur eine logische Erklärung: unsere Gehälter sind komplett eskaliert und wir mussten nun derart dagegensteuern, um keine Bruchlandung hinzulegen und um zumindest mit nur einem blauen Auge aus der Sache rauszukommen.
Ja, man kann weiterhin Durchhalteparolen predigen und sich ständig wiederholen, man kann aber auch einfach mal schauen, was sich hier die letzten Wochen zugetragen hat und was das für Konsequenzen hat.
Für mich war das kein gewollter Umbruch, das war ein Sommerschlussverkauf. Wobei Verkauf gar übertrieben ist, es war im Grunde ein Sommerschlussverleih.
Man hat es geschafft, das Gehaltsgefüge deutlich zu entlasten - per se erstmal positiv. Dass es derart notwendig ist, überrascht dahingegen sehr - buzzwords: variable Gehälter, 1-2 Jahre ohne internationales Geschäft no problemo.
Es geht hierbei nicht darum, dass man nach verpasstem internationalen Geschäft nicht auch sparen sollte, das ist für jeden logisch. Es geht hierbei um das WIE. Die Art von Deals, die wir in großen Teilen eingegangen sind, das ist kein normales Transfergebaren, das ist außergewöhnlich - oder hat das jemand von Euch jemals in der Art bei der SGE oder einem Bundesligisten gesehen?
Nicht umsonst wird hier ja regelmäßig von Fans anderer Vereine gefragt, was bei uns eigentlich abgeht und wo das Geld ist. Ich sag mal so, man kann dafür sehr rosige Umschreibungen finden und sicherlich auch toll klingende Argumente bringen, wieso und weshalb... Wenn Du am Ende dann trotzdem mit unserem jetzigen Kader dastehst (insbes. im Vgl. zum Vorjahr), spricht das für mich die deutlichere Sprache. Manchmal ist dann eben doch die offensichtlichste Antwort die richtige.
Mir fällt kein logischer Grund ein, weshalb man z. B. gestern noch Bahoya verleiht - nennt mir gerne einen, ich bin offen dafür.
Für mich gibt es aktuell nur eine logische Erklärung: unsere Gehälter sind komplett eskaliert und wir mussten nun derart dagegensteuern, um keine Bruchlandung hinzulegen und um zumindest mit nur einem blauen Auge aus der Sache rauszukommen.
Bezüglich Bahoya und Larson: vielleicht möchte Hütter gerne mit einem 24er-Kader arbeiten und nicht mit einem 30er-Kader? Hat er nicht davon gesprochen, dass er zu viele ZM und OM-Spieler hat? Munkelt man nicht, dass sein Spielsystem keine reinen offensiven Aussenspieler vorsieht?
Bezüglich Leihe: Haushaltsplanung? Man braucht den Veräußerungsgewinn bei Bahoya und Larson nicht mehr für den diesjährigen Haushalt, weil man in Bezug auf die Kaderkosten seine Hausaufgaben übererfüllt hat und schafft sich Planungsspielraum für die übernächste Saison? Hätte man Theate, Wahi und Nkounku lieber auf die Tribüne setzen sollen, weil sich kein Käufer fand und Nizza nur leihen will?
Bezüglich Kader und Kaderkosten: War der letztjährige Kader für eine Saison ohne internationale Einnahmen zusammengestellt? Hat der diesjährige Kader sich schon beweisen können? Hat Ebnoutalib am ersten Spieltag nicht getroffen? Hat man Uzun nicht losgekriegt und ist jetzt gezwungen, eine Mannschaft um ihn herum zu bauen, dass sein Marktwert nicht sinkt? Sind die Haupteinkäufe des letzten Jahres Burkhardt und Doan gegangen? Hat man aufgrund der Leistungen der letztjährigen Saison versäumt, die Defensive zu erneuern? Hätte man Kalimuendo für 30 Mio. kaufen sollen? Hat man Hütters Wunsch nach einem soliden Torwart ignoriert? Liefen die Transfers komplett an Hütters Wünschen vorbei?
Wenn Du die Fragen ganz ehrlich beantwortest, dann findest Du eine Menge höchst logischer Erklärungen, die genauso offensichtlich sind, wie Deine alles andere ignorierende, dass die Kaderkosten dramatisch explodiert sind und in eine solche Notlage geführt haben, dass man jetzt das Tafelsilber verschleudern musste.
Die dramatische Erklärung ist natürlich ergötzlicher. Deshalb wird sie ja von den Medien befeuert, sie verschafft Aufmerksamkeit. Zum Beispiel Dir meine. Jedem halt, wie's ihm gefällt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von rollo158 am 02.09.2026 um 12:50 Uhr bearbeitet
02.09.2026 - 13:01 Uhr
Durch die Abgänge von Larsson, Bahoya und Nkounkou am Deadline Day und das Ausbleiben irgendwelcher Neuzugänge hat sich das befürchtete Worst Case Szenario in Sachen Kaderplanung ereignet.
Der Kader hat rund 90 Millionen Euro an Marktwert verloren, realisiert wurde aber lediglich ein Transferüberschuss von etwa 45 Millionen. Das einzig Gute ist, dass man für Bahoya und Larsson definitiv nochmal 50 Millionen bekommt und bei Theate und Wahi unter bestimmten Bedingungen Kaufpflichten entstehen, die nochmal 30 Millionen einbringen würden. Selbst wenn man Atubolus Kaufpflicht gegenrechnet, müsste im Sommer 27 bereits ein Transferüberschusss von rund 70 Millionen stehen. So habe ich jedenfalls die letzten Meldungen verstanden.
Dadurch, dass man zahlreiche Großverdiener abgegeben hat, müsste man also zur nächsten Saison wieder einigermaßen handlungsfähig sein.
Was bleibt?
Ein wesentliches To-Do ist, die benötigten Transferüberschüsse deutlich runterzufahren. Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Wir haben in den letzten 8 Jahren über 200 Millionen Transferüberschüsse erzielt, irgendwann muss Geld in die Mannschaft zurück fließen.
Die finanzielle Konsolidierung dieser Transferperiode führt zu einem massiven Qualitätsverlust, vor allem in der Kaderbreite.
Wir haben 14 gestandene Profis abgegeben und nur 6 verpflichtet. Das sagt eigentlich alles, zumal bei den Neuverpflichtungen auch bisherige Kaderbaustellen wie im Tor und auf der 6 angegangen wurden. Umso größer sind die Abgänge in anderen Bereichen.
Gerade in der Abwehr (Kristensen, Brown, Theate und Amenda wurden durch Brassier, Otavio und Maluze ersetzt) kann man nicht zufrieden sein. Im Angriff ist man auch viel zu dünn besetzt, weil man mit Burkardt und Ebnoutalib nur zwei namhafte Angreifer für zwei Positionen hat.
Knauff kann sich vermutlich aussuchen, auf welche Position er demnächst rotiert, vom Außenverteidiger bis zum Angreifer wird er überall gebraucht werden.
Im Mittelfeld ist man tendenziell überbesetzt, jedenfalls im Vergleich zu anderen Mannschaftsteilen. Das spricht sehr für eine Unstellung auf ein 4-2-3-1, zumal dann Uzun (der wahrscheinlich beste Spieler im Kader) auf seiner Idealposition wirken kann und Burkardt sich die Spielzeiten mit Ebnoutalib einteilen kann. Auch Doan, Amaimouni und Knauff würde diese Umstellung zugute kommen, weil sie auf dem Flügel spielen könnten.
Wenn man mit etwas Abstand unseren Kader mit denen von Freiburg, Hoffenheim, Köln, Augsburg oder dem HSV vergleicht, dürften wir uns inzwischen irgendwo dort einreihen.
Bayern, Dortmund, Leverkusen, Leipzig und Stuttgart sind erstmal weit enteilt. Das ist bitter, weil unsere Ausgangsposition nach dem dritten Platz in 2025 eigentlich überragend war, aber weder sportlich gute Entscheidungen getroffen wurden noch wirtschaftlich ein solides Fundament geschaffen wurde. Es wird allerhöchste Zeit, den Fokus wieder auf den Lizenzspielerbereich zu legen.
Der Kader hat rund 90 Millionen Euro an Marktwert verloren, realisiert wurde aber lediglich ein Transferüberschuss von etwa 45 Millionen. Das einzig Gute ist, dass man für Bahoya und Larsson definitiv nochmal 50 Millionen bekommt und bei Theate und Wahi unter bestimmten Bedingungen Kaufpflichten entstehen, die nochmal 30 Millionen einbringen würden. Selbst wenn man Atubolus Kaufpflicht gegenrechnet, müsste im Sommer 27 bereits ein Transferüberschusss von rund 70 Millionen stehen. So habe ich jedenfalls die letzten Meldungen verstanden.
Dadurch, dass man zahlreiche Großverdiener abgegeben hat, müsste man also zur nächsten Saison wieder einigermaßen handlungsfähig sein.
Was bleibt?
Ein wesentliches To-Do ist, die benötigten Transferüberschüsse deutlich runterzufahren. Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Wir haben in den letzten 8 Jahren über 200 Millionen Transferüberschüsse erzielt, irgendwann muss Geld in die Mannschaft zurück fließen.
Die finanzielle Konsolidierung dieser Transferperiode führt zu einem massiven Qualitätsverlust, vor allem in der Kaderbreite.
Wir haben 14 gestandene Profis abgegeben und nur 6 verpflichtet. Das sagt eigentlich alles, zumal bei den Neuverpflichtungen auch bisherige Kaderbaustellen wie im Tor und auf der 6 angegangen wurden. Umso größer sind die Abgänge in anderen Bereichen.
Gerade in der Abwehr (Kristensen, Brown, Theate und Amenda wurden durch Brassier, Otavio und Maluze ersetzt) kann man nicht zufrieden sein. Im Angriff ist man auch viel zu dünn besetzt, weil man mit Burkardt und Ebnoutalib nur zwei namhafte Angreifer für zwei Positionen hat.
Knauff kann sich vermutlich aussuchen, auf welche Position er demnächst rotiert, vom Außenverteidiger bis zum Angreifer wird er überall gebraucht werden.
Im Mittelfeld ist man tendenziell überbesetzt, jedenfalls im Vergleich zu anderen Mannschaftsteilen. Das spricht sehr für eine Unstellung auf ein 4-2-3-1, zumal dann Uzun (der wahrscheinlich beste Spieler im Kader) auf seiner Idealposition wirken kann und Burkardt sich die Spielzeiten mit Ebnoutalib einteilen kann. Auch Doan, Amaimouni und Knauff würde diese Umstellung zugute kommen, weil sie auf dem Flügel spielen könnten.
Wenn man mit etwas Abstand unseren Kader mit denen von Freiburg, Hoffenheim, Köln, Augsburg oder dem HSV vergleicht, dürften wir uns inzwischen irgendwo dort einreihen.
Bayern, Dortmund, Leverkusen, Leipzig und Stuttgart sind erstmal weit enteilt. Das ist bitter, weil unsere Ausgangsposition nach dem dritten Platz in 2025 eigentlich überragend war, aber weder sportlich gute Entscheidungen getroffen wurden noch wirtschaftlich ein solides Fundament geschaffen wurde. Es wird allerhöchste Zeit, den Fokus wieder auf den Lizenzspielerbereich zu legen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Satorius am 02.09.2026 um 13:02 Uhr bearbeitet
02.09.2026 - 14:22 Uhr
Zitat von Satorius
Ein wesentliches To-Do ist, die benötigten Transferüberschüsse deutlich runterzufahren. Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Wir haben in den letzten 8 Jahren über 200 Millionen Transferüberschüsse erzielt, irgendwann muss Geld in die Mannschaft zurück fließen.
Ein wesentliches To-Do ist, die benötigten Transferüberschüsse deutlich runterzufahren. Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Wir haben in den letzten 8 Jahren über 200 Millionen Transferüberschüsse erzielt, irgendwann muss Geld in die Mannschaft zurück fließen.
Ich glaube, genau deshalb wurde diese Transferperiode ja auch so gestaltet. Hört sich vielleicht erstmal widersprüchlich an, aber lass mich erklären.
Die Gewinne der letzten Jahre wurden neben dem was sicher auch an Berater & Gehälter ging (wird ja gerne erwähnt) sowohl in den Kader als auch in die strukturelle Verbesserung gesteckt.
Das ist mein erster wichtiger Punkt. Lasst uns bitte aufhören zu tun, als hätten wir die Erlöse in den letzten Jahren nicht in die Mannschaft gesteckt. Wir haben Transferrekord nach Transferrekord geknackt und mit Doan, Burkardt und Wahi unseren ersten Transfers über 20 Millionen getätigt. Wenn das nicht zurückfließen in den Kader ist, dann was?
Aber du hast Recht, dass es diese Saison nicht so ist.
Man hat ihn den Hochphasen sowohl in den Kader als auch in die Infrastruktur investieren können.
Durch die fehlenden Einnahmen von Europa (mit denen man mMn bspw. die Kali KO gezogen hätte) geht in dieser Saison eben nicht beides. Die Investitionen in Infrakstruktur & strukturelles Wachstum können/sollen eben nicht abgeblasen werden, wegen einer schlechten Saison. Rollo hat da paar Seiten vorher einiges genannt, aber hier mal das aktuellste und greifbarste: die Stadion Erweiterung auf 60.000 (dazu der Bild Artikel).
Was wäre das für eine fatale Meldung, wenn wir sagen, "ja ne, Europa ist nicht, wir investieren lieber in den Kader, Stadionerweiterung passiert erstmal nicht".
Der Verein hat sich meiner Wahrnehmung nach also dieses Mal, wie auch über die letzten Jahre konstant, weiter für den strukturellen Wachstum entschieden (wie Freiburg häufig auch btw). Heißt, ohne die Finanzvorgaben zu missachten, kannst du die Gewinne diese Saison (!) eben nicht in den Kader stecken.
Aber, wie du bereits erwähnt hast, haben wir schon jetzt für die nächste Saison ein Transferplus von knapp 70 Millionen. ich glaube also, dass man sich damit Handlungsspielraum verschafft hat, um nächstes Jahr, wenn die Verbindlichkeiten von Infrastrukturprojekten geringer bzw. fertig sind, wieder investieren zu können.
Erreicht man mit dem aktuellen Kader Europa, umso besser, wenn nicht, hat man dafür geplant & ist trotzdem handlungsfähig. Dann greift man an. Gesund, mit gutem Fundament, ohne das langfristige Wachstum riskiert zu haben.
Das würde auch zu der Aussage passen, dass wir uns 2 Saisons ohne Europa leisten können.
Danach würde es schwierig werden, weil dann immer weniger Tafelsilber vorhanden sein werden und wir dementsprechend auch strukturell nicht viel besser werden können.
Wird das alles so passieren? Keine Ahnung.
Aber für mich klingt das viel vernünftiger, durchdachter und mehr nach bspw. dem Freiburger Weg, als nach den Fehlern von HSV, Bremen, Hertha und Schalke in der Vergangenheit.
02.09.2026 - 14:27 Uhr
Ich kann das irgendwie alles nicht mehr. Egal was gemacht wird es wird gemeckert, gezetert und Köpfe gefordert. Letztes Jahr kam man aus dem meckern nicht raus, warum denn nicht auf Baum und Kosugi gesetzt wird. Jetzt sind beide quasi bessere Amateure und ggf. zweitligatauglich. Egal welcher Name gerüchtet oder verpflichet wird: "Ne das ist nicht das Profil, dass wir suchen, da fehlt die Klasse" während mal wieder die Konkurrenz alles richtig macht. Ob das jetzt alles der Fluch der erfolgreichen Jahre ist? Es hieß mal, der Weg den wir verfolgen soll konsequent durchgeführt werden und auch Rückschläge gehören zu diesem Weg dazu. Kaum kommt mal ein schwaches Jahr, dann ist alles Scheiße, alke sollen entlassen werden und Ding wie Titel, Rekordsaisons, CL Teilnahmen zählen weder als Kredit für den damailigen Trainer und Manager. Es gibt in der Tat einen Verein zu dem ich voller Neid schaue. Der SC Freiburg. Nicht weil dort perfekt gearbeitet wird, nicht weil die Bedingungen dort besser sind, sondern weil sie ein Umfeld haben, dass auch bei Mißerfolg weiter arbeitet und zusammen hält. Das hätte ich mir gewünscht, aber irgendwie sind die stabilen Zeiten die 2018 begonnen haben mit Toppis Entlassung beendet worden.
02.09.2026 - 14:41 Uhr
Zitat von rollo158
Bezüglich Bahoya und Larson: vielleicht möchte Hütter gerne mit einem 24er-Kader arbeiten und nicht mit einem 30er-Kader? Hat er nicht davon gesprochen, dass er zu viele ZM und OM-Spieler hat? Munkelt man nicht, dass sein Spielsystem keine reinen offensiven Aussenspieler vorsieht?
Bezüglich Leihe: Haushaltsplanung? Man braucht den Veräußerungsgewinn bei Bahoya und Larson nicht mehr für den diesjährigen Haushalt, weil man in Bezug auf die Kaderkosten seine Hausaufgaben übererfüllt hat und schafft sich Planungsspielraum für die übernächste Saison? Hätte man Theate, Wahi und Nkounku lieber auf die Tribüne setzen sollen, weil sich kein Käufer fand und Nizza nur leihen will?
Bezüglich Kader und Kaderkosten: War der letztjährige Kader für eine Saison ohne internationale Einnahmen zusammengestellt? Hat der diesjährige Kader sich schon beweisen können? Hat Ebnoutalib am ersten Spieltag nicht getroffen? Hat man Uzun nicht losgekriegt und ist jetzt gezwungen, eine Mannschaft um ihn herum zu bauen, dass sein Marktwert nicht sinkt? Sind die Haupteinkäufe des letzten Jahres Burkhardt und Doan gegangen? Hat man aufgrund der Leistungen der letztjährigen Saison versäumt, die Defensive zu erneuern? Hätte man Kalimuendo für 30 Mio. kaufen sollen? Hat man Hütters Wunsch nach einem soliden Torwart ignoriert? Liefen die Transfers komplett an Hütters Wünschen vorbei?
Wenn Du die Fragen ganz ehrlich beantwortest, dann findest Du eine Menge höchst logischer Erklärungen, die genauso offensichtlich sind, wie Deine alles andere ignorierende, dass die Kaderkosten dramatisch explodiert sind und in eine solche Notlage geführt haben, dass man jetzt das Tafelsilber verschleudern musste.
Die dramatische Erklärung ist natürlich ergötzlicher. Deshalb wird sie ja von den Medien befeuert, sie verschafft Aufmerksamkeit. Zum Beispiel Dir meine. Jedem halt, wie's ihm gefällt.
Zitat von Ridikulus
Ja, man kann weiterhin Durchhalteparolen predigen und sich ständig wiederholen, man kann aber auch einfach mal schauen, was sich hier die letzten Wochen zugetragen hat und was das für Konsequenzen hat.
Für mich war das kein gewollter Umbruch, das war ein Sommerschlussverkauf. Wobei Verkauf gar übertrieben ist, es war im Grunde ein Sommerschlussverleih.
Man hat es geschafft, das Gehaltsgefüge deutlich zu entlasten - per se erstmal positiv. Dass es derart notwendig ist, überrascht dahingegen sehr - buzzwords: variable Gehälter, 1-2 Jahre ohne internationales Geschäft no problemo.
Es geht hierbei nicht darum, dass man nach verpasstem internationalen Geschäft nicht auch sparen sollte, das ist für jeden logisch. Es geht hierbei um das WIE. Die Art von Deals, die wir in großen Teilen eingegangen sind, das ist kein normales Transfergebaren, das ist außergewöhnlich - oder hat das jemand von Euch jemals in der Art bei der SGE oder einem Bundesligisten gesehen?
Nicht umsonst wird hier ja regelmäßig von Fans anderer Vereine gefragt, was bei uns eigentlich abgeht und wo das Geld ist. Ich sag mal so, man kann dafür sehr rosige Umschreibungen finden und sicherlich auch toll klingende Argumente bringen, wieso und weshalb... Wenn Du am Ende dann trotzdem mit unserem jetzigen Kader dastehst (insbes. im Vgl. zum Vorjahr), spricht das für mich die deutlichere Sprache. Manchmal ist dann eben doch die offensichtlichste Antwort die richtige.
Mir fällt kein logischer Grund ein, weshalb man z. B. gestern noch Bahoya verleiht - nennt mir gerne einen, ich bin offen dafür.
Für mich gibt es aktuell nur eine logische Erklärung: unsere Gehälter sind komplett eskaliert und wir mussten nun derart dagegensteuern, um keine Bruchlandung hinzulegen und um zumindest mit nur einem blauen Auge aus der Sache rauszukommen.
Ja, man kann weiterhin Durchhalteparolen predigen und sich ständig wiederholen, man kann aber auch einfach mal schauen, was sich hier die letzten Wochen zugetragen hat und was das für Konsequenzen hat.
Für mich war das kein gewollter Umbruch, das war ein Sommerschlussverkauf. Wobei Verkauf gar übertrieben ist, es war im Grunde ein Sommerschlussverleih.
Man hat es geschafft, das Gehaltsgefüge deutlich zu entlasten - per se erstmal positiv. Dass es derart notwendig ist, überrascht dahingegen sehr - buzzwords: variable Gehälter, 1-2 Jahre ohne internationales Geschäft no problemo.
Es geht hierbei nicht darum, dass man nach verpasstem internationalen Geschäft nicht auch sparen sollte, das ist für jeden logisch. Es geht hierbei um das WIE. Die Art von Deals, die wir in großen Teilen eingegangen sind, das ist kein normales Transfergebaren, das ist außergewöhnlich - oder hat das jemand von Euch jemals in der Art bei der SGE oder einem Bundesligisten gesehen?
Nicht umsonst wird hier ja regelmäßig von Fans anderer Vereine gefragt, was bei uns eigentlich abgeht und wo das Geld ist. Ich sag mal so, man kann dafür sehr rosige Umschreibungen finden und sicherlich auch toll klingende Argumente bringen, wieso und weshalb... Wenn Du am Ende dann trotzdem mit unserem jetzigen Kader dastehst (insbes. im Vgl. zum Vorjahr), spricht das für mich die deutlichere Sprache. Manchmal ist dann eben doch die offensichtlichste Antwort die richtige.
Mir fällt kein logischer Grund ein, weshalb man z. B. gestern noch Bahoya verleiht - nennt mir gerne einen, ich bin offen dafür.
Für mich gibt es aktuell nur eine logische Erklärung: unsere Gehälter sind komplett eskaliert und wir mussten nun derart dagegensteuern, um keine Bruchlandung hinzulegen und um zumindest mit nur einem blauen Auge aus der Sache rauszukommen.
Bezüglich Bahoya und Larson: vielleicht möchte Hütter gerne mit einem 24er-Kader arbeiten und nicht mit einem 30er-Kader? Hat er nicht davon gesprochen, dass er zu viele ZM und OM-Spieler hat? Munkelt man nicht, dass sein Spielsystem keine reinen offensiven Aussenspieler vorsieht?
Bezüglich Leihe: Haushaltsplanung? Man braucht den Veräußerungsgewinn bei Bahoya und Larson nicht mehr für den diesjährigen Haushalt, weil man in Bezug auf die Kaderkosten seine Hausaufgaben übererfüllt hat und schafft sich Planungsspielraum für die übernächste Saison? Hätte man Theate, Wahi und Nkounku lieber auf die Tribüne setzen sollen, weil sich kein Käufer fand und Nizza nur leihen will?
Bezüglich Kader und Kaderkosten: War der letztjährige Kader für eine Saison ohne internationale Einnahmen zusammengestellt? Hat der diesjährige Kader sich schon beweisen können? Hat Ebnoutalib am ersten Spieltag nicht getroffen? Hat man Uzun nicht losgekriegt und ist jetzt gezwungen, eine Mannschaft um ihn herum zu bauen, dass sein Marktwert nicht sinkt? Sind die Haupteinkäufe des letzten Jahres Burkhardt und Doan gegangen? Hat man aufgrund der Leistungen der letztjährigen Saison versäumt, die Defensive zu erneuern? Hätte man Kalimuendo für 30 Mio. kaufen sollen? Hat man Hütters Wunsch nach einem soliden Torwart ignoriert? Liefen die Transfers komplett an Hütters Wünschen vorbei?
Wenn Du die Fragen ganz ehrlich beantwortest, dann findest Du eine Menge höchst logischer Erklärungen, die genauso offensichtlich sind, wie Deine alles andere ignorierende, dass die Kaderkosten dramatisch explodiert sind und in eine solche Notlage geführt haben, dass man jetzt das Tafelsilber verschleudern musste.
Die dramatische Erklärung ist natürlich ergötzlicher. Deshalb wird sie ja von den Medien befeuert, sie verschafft Aufmerksamkeit. Zum Beispiel Dir meine. Jedem halt, wie's ihm gefällt.
Ja, Hütter möchte einen kleinen Kader haben - ob er damit allerdings einen Kader gemeint hat, bei dem vielleicht eine gute Hand voll Spieler einen Leistungsnachweis in der Bundesliga erbracht hat? Weiß nicht.
Hinsichtlich des Spielsystems ist Hütter spätestens zu Änderungen gezwungen, sobald sich einer unserer Stürmer verletzt. Am naheliegendsten wäre dann ein 4-2-3-1. Mit Bahoya wurde nun der beste LA verliehen.
Wenn ich die Erlöse von Bahoya und Larson nicht mehr für den diesjährigen Haushalt, benötige, weil ich in Bezug auf die Kaderkosten meine Hausaufgaben gemacht habe, wieso gebe ich sie dann per Leihe ab (mit der Ungewissheit, ob die KP eintritt) und beraube mich damit zweier wichtiger (Wechsel-)Optionen?
Hast Du gesehen, wer alles gegen Union eingewechselt wurde? Jugendliche, die einer Schlussoffensive von UNION BERLIN (no disrespect) absolut gar nichts entgegenzusetzen hatten.
Ein Fussballverein muss stets den Spagat hinsichtlich sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg meistern. In dieser Transferperiode hat man eindeutig dem wirtschaftlichen Erfolg alles untergeordnet, mit dem Resultat, dass der Kader enorme Qualitätsverluste hinzunehmen hat. Wer das negiert, verschließt seine Augen vor der Realität. Dem Rest bleibt nurmehr die Hoffnung, dass die Rookies in der Defensive das irgendwie gewuppt bekommt und überperformt und vorne im Sturm Wunder geschehen und die Jungs verletzungsfrei bleiben.
Wir haben uns mit unserem Kader komplett verhoben, diese Saison müssen wir es ausbaden und hoffen, dass von unseren Leihspielern möglichst wenige zurückkommen. Ansonsten spielen wir den gleichen Song nochmal, nur dass die verliehenen Spieler vermutlich noch niedrigere Marktwerte haben, ein Jahr weniger Vertrag haben und erneut diese brutalen Gehälter beziehen.
Ich hoffe, man hat im Verein nun auch den Anstand, Transparenz walten zu lassen und uns aufzuklären, was hier gerade abgeht und wie schlecht es um die Finanzen tatsächlich bestellt ist.
02.09.2026 - 14:45 Uhr
Zitat von Lofwyr79
Ich kann das irgendwie alles nicht mehr. Egal was gemacht wird es wird gemeckert, gezetert und Köpfe gefordert. Letztes Jahr kam man aus dem meckern nicht raus, warum denn nicht auf Baum und Kosugi gesetzt wird. Jetzt sind beide quasi bessere Amateure und ggf. zweitligatauglich. Egal welcher Name gerüchtet oder verpflichet wird: "Ne das ist nicht das Profil, dass wir suchen, da fehlt die Klasse" während mal wieder die Konkurrenz alles richtig macht. Ob das jetzt alles der Fluch der erfolgreichen Jahre ist? Es hieß mal, der Weg den wir verfolgen soll konsequent durchgeführt werden und auch Rückschläge gehören zu diesem Weg dazu. Kaum kommt mal ein schwaches Jahr, dann ist alles Scheiße, alke sollen entlassen werden und Ding wie Titel, Rekordsaisons, CL Teilnahmen zählen weder als Kredit für den damailigen Trainer und Manager. Es gibt in der Tat einen Verein zu dem ich voller Neid schaue. Der SC Freiburg. Nicht weil dort perfekt gearbeitet wird, nicht weil die Bedingungen dort besser sind, sondern weil sie ein Umfeld haben, dass auch bei Mißerfolg weiter arbeitet und zusammen hält. Das hätte ich mir gewünscht, aber irgendwie sind die stabilen Zeiten die 2018 begonnen haben mit Toppis Entlassung beendet worden.
Ich kann das irgendwie alles nicht mehr. Egal was gemacht wird es wird gemeckert, gezetert und Köpfe gefordert. Letztes Jahr kam man aus dem meckern nicht raus, warum denn nicht auf Baum und Kosugi gesetzt wird. Jetzt sind beide quasi bessere Amateure und ggf. zweitligatauglich. Egal welcher Name gerüchtet oder verpflichet wird: "Ne das ist nicht das Profil, dass wir suchen, da fehlt die Klasse" während mal wieder die Konkurrenz alles richtig macht. Ob das jetzt alles der Fluch der erfolgreichen Jahre ist? Es hieß mal, der Weg den wir verfolgen soll konsequent durchgeführt werden und auch Rückschläge gehören zu diesem Weg dazu. Kaum kommt mal ein schwaches Jahr, dann ist alles Scheiße, alke sollen entlassen werden und Ding wie Titel, Rekordsaisons, CL Teilnahmen zählen weder als Kredit für den damailigen Trainer und Manager. Es gibt in der Tat einen Verein zu dem ich voller Neid schaue. Der SC Freiburg. Nicht weil dort perfekt gearbeitet wird, nicht weil die Bedingungen dort besser sind, sondern weil sie ein Umfeld haben, dass auch bei Mißerfolg weiter arbeitet und zusammen hält. Das hätte ich mir gewünscht, aber irgendwie sind die stabilen Zeiten die 2018 begonnen haben mit Toppis Entlassung beendet worden.
Das Gefühl habe ich auch und habe mich mehrmals gefragt woran das liegt.
Meine Antworten aktuell:
1. Ich bin mehr auf Transfermarkt unterwegs als früher und dementsprechend sieht man mehr Meinungen. Dazu kommt mMn, dass es ein bisschen so ist, wie bei Bewertungen. Ist jemand glücklich, schreibt man eher nichts, freut sich über die Eintracht und macht weiter mit dem Leben. Ist aber man frustriert, enttäuscht etc. hat man einen größeren Drang seine Meinung hier zu lassen. Dann findet man andere, die das auch so sehen, wird bestärkt und es wird zu einer kleinen Echo Kammer.
2. Die Berichterstattung der Medien hat sich geändert. Im Englisch sagt man "they build you up to tear you down". Jahrelange waren wir das Aushängeschild der Bundesliga. Europa League Sieger, International Fan Feste, Hohe Transfererlöse und wurden ja am Ende bis zum Bayernjäger #1 gehyped (das war vor genau einem Jahr). Da macht es umso mehr Spaß, wenn dort, wo alles top ist, dann eben mal Fehler passieren. Der gleiche Grund warum sich manche an den Fehler von Stars so ergötzen. Ein gutes Beispiel ist nach dem Bobic & Hütter Abgang, wo uns auch ein Ende vorausgesagt wurde, aber eben mit viel weniger Tam Tam und Schärfe. Heute sind alle an Board und trotzdem sind wir laut Medien gefühlt am Untergehen.
Was mich beruhigt bei all dem ist mein Gefühl, dass sich unsere Führungsriege davon nicht aus der Ruhe bringen lässt. Wir sind zwar nicht Freiburg, aber doch immer noch konstant und auch wenn die Fans & Medien vielleicht den Teufel an die Wand malen, wirkt der Verein für mich nicht so.
Das zeigt sich für mich daran, dass Gerüchte nicht kommentiert werden, öffentlich geschlossen und ruhig aufgetreten wird und eben wie vorher erwähnt finanziell nachhaltig gearbeitet wird.
02.09.2026 - 14:47 Uhr
@ridikulus: Sei mir nicht böse - aber da Du schlichtweg belehrungs-resistent bist, hat das gar keinen Sinn mehr..... ich finde es mittlerweile wirklich anmaßend von Dir, was Du hier immer wieder von Dir gibst in Bezug auf unsere Finanzen OHNE darauf Bezug zu nehmen, was Dir von speziell einem User seit Tagen versucht wird, klar zu machen.
So was ist wirklich dermaßen anmaßend, alle Achtung.
Warum wurden gegen Union diese Spieler eingewechselt? Weil u.a. mit Knauff und Doan zwei sehr wertvolle Spieler, die eher offensiv unterwegs sind, leider noch gefehlt hatten.
Die stehen aber wieder bzw. bald zur Verfügung und dürften auch immerzu im Kader stehen und damit kann Hütter auch wieder mehr reagieren als in Berlin.
So was ist wirklich dermaßen anmaßend, alle Achtung.
Warum wurden gegen Union diese Spieler eingewechselt? Weil u.a. mit Knauff und Doan zwei sehr wertvolle Spieler, die eher offensiv unterwegs sind, leider noch gefehlt hatten.
Die stehen aber wieder bzw. bald zur Verfügung und dürften auch immerzu im Kader stehen und damit kann Hütter auch wieder mehr reagieren als in Berlin.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von eagle1978 am 02.09.2026 um 14:50 Uhr bearbeitet
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