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Merlin Polzin
Geburtsdatum 07.11.1990
Alter 35
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Hamburger SV

Merlin Polzin [Trainer]

12.02.2024 - 14:22 Uhr
Merlin Polzin [Trainer] |#5921
18.09.2026 - 12:10 Uhr
Zitat von DerJogi

Wann hat zuletzt mal die Vertragsverlängerung eines Trainers in einer Krise etwas positives bewirkt?
Autorität und Erfolg kommt nicht von der Vertragslänge.


Dazu muss man erstmal deine Frage klären.

Hat eine Verweigerung einer Verlängerung in einer Krise denn jemals etwas positives bewirkt?
Wenn nicht, dann scheint es keinen Einfluss auf die kommenden Spiele zu haben und wäre dann auch von der "Krise" entkoppelt, oder?

Befinden wir uns überhaupt in einer Krise? Niederlagen gegen Dortmund und Leipzig als Krise zu bezeichnen, könnte man auch Überhöhung eines selbst nennen. Und dann eine zu hohe Niederlage gegen einen dennoch deutlich solideren Konkurrenen als Maßstab zu nehmen? Dann sind wir an einem Punkt, an welchem man nach jedem Spiel vom aktuellen Ergebnis zur Prognose kommt.

Und wenn es eine Krise ist, war die überhaupt vermeidbar? Auch hier spielt die Qualität der Gegner und die eigene Sortierung/Umstrukturierung/Risiko durchaus eine entscheidene Rolle. Von einer Krise unabhängig der Gründe für Niederlagen kann man bei nur 3 Spielen gewiss nicht sprechen. Dazu bedarf es schon ein paar mehr Spiele, sodass erklärbare Gründe für Niederlagen unwichtig werden, weil die Summe zählt.

Zudem er erklärende Satz Autorität und Erfolg kommen nicht von der Vertragslänge?
Entlarvt dieser Satz nicht? Die Vertragslänge ist egal, aber die Verlängerung sollte aufgrund der sportlichen Situation ausgesetzt werden? Das passt zusammen?

Und Autorität ist wieder so ein 90er Fußballwort - nach dem Motto "Die Spieler hören nicht auf den Trainer und laufen nicht für ihn." Langsam müsste doch mal klar sein, dass dies ein reiner Fanmythos ist und Spieler nicht besser/schlechter werden, nur weil sie einen Trainer mögen oder nicht mögen. Entweder sie verstehen ihn oder eben nicht - sie können seinen Anweisungen folgen oder nicht - seine Anweisungen sind das Problem oder nicht. Aber nichts davon tritt plötzlich auf oder kann plötzlich beendet werden.

Fazit:
Ich verstehe die Frage also in den Einzelteilen bereits nicht. Da die Frage selbst bereits viele Annahmen trifft, sodass man sie keineswegs gewinnbringend beantworten kann.

•     •     •

"Jatta trifft manchmal die Maschen und manchmal den Maschsee."
(Tim Walter 26.08.2023)

"Wenn du weißt, wie nicht aufsteigen geht, dann ändere es doch und steig auf."
(Steffen Baumgart)
Merlin Polzin [Trainer] |#5922
18.09.2026 - 12:49 Uhr
Zitat von WillyWinzig04

Zitat von DerJogi

Wann hat zuletzt mal die Vertragsverlängerung eines Trainers in einer Krise etwas positives bewirkt?
Autorität und Erfolg kommt nicht von der Vertragslänge.



Befinden wir uns überhaupt in einer Krise? Niederlagen gegen Dortmund und Leipzig als Krise zu bezeichnen, könnte man auch Überhöhung eines selbst nennen. Und dann eine zu hohe Niederlage gegen einen dennoch deutlich solideren Konkurrenen als Maßstab zu nehmen? Dann sind wir an einem Punkt, an welchem man nach jedem Spiel vom aktuellen Ergebnis zur Prognose kommt.

Und wenn es eine Krise ist, war die überhaupt vermeidbar? Auch hier spielt die Qualität der Gegner und die eigene Sortierung/Umstrukturierung/Risiko durchaus eine entscheidene Rolle. Von einer Krise unabhängig der Gründe für Niederlagen kann man bei nur 3 Spielen gewiss nicht sprechen. Dazu bedarf es schon ein paar mehr Spiele, sodass erklärbare Gründe für Niederlagen unwichtig werden, weil die Summe zählt.


Und Autorität ist wieder so ein 90er Fußballwort - nach dem Motto "Die Spieler hören nicht auf den Trainer und laufen nicht für ihn." Langsam müsste doch mal klar sein, dass dies ein reiner Fanmythos ist und Spieler nicht besser/schlechter werden, nur weil sie einen Trainer mögen oder nicht mögen. Entweder sie verstehen ihn oder eben nicht - sie können seinen Anweisungen folgen oder nicht - seine Anweisungen sind das Problem oder nicht. Aber nichts davon tritt plötzlich auf oder kann plötzlich beendet werden.

Fazit:
Ich verstehe die Frage also in den Einzelteilen bereits nicht. Da die Frage selbst bereits viele Annahmen trifft, sodass man sie keineswegs gewinnbringend beantworten kann.


Ja wir befinden uns in einer Krise. Wenn auch nur in einer - stand jetzt - kurzen aber dafür sehr intensiven. 2 Spiele und zwei mal war man sowohl vom Ergebnis als auch von der eigenen Leistung sehr viel schwächer als im Jahr zuvor gegen die gleichen Gegner, die sich für andere Teams als durchaus schlagbar präsentiert haben. Leipzig und Mainz waren spiele die einen Maßstab setzten. Das sind Gegner die in der gleichen Liga spielen wie wir, Mainz war sogar in der gleichen Tabellenregion wie wir. Leztes Jahr waren wir gegen Leipzig jeweils ein Tor von einem Punkt entfernt, gegen Mainz haben wir 4 Punkte geholt. Jetzt waren wir chancenlos. Das ist eine Leistungskrise die sich im Ergebnis widerspiegelt und damit meiner Meinung nach die Aussagekräftigste aller Krise.

Autorität ist vielleicht das falsche Wort, dass die Spieler besser/schlechter oder überhaupt spielen je nachdem wie ihre Beziehung zum Trainer ist, ist aber sicherlich kein Mythos. Gleiches gilt für das Standing des Trainers in der Mannschaft, seine Beziehung zu anderen Spielern und den Glauben daran, dass die Anweisungen des Trainers noch die richtigen sind.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von TopFalcon am 18.09.2026 um 12:55 Uhr bearbeitet
Merlin Polzin [Trainer] |#5923
18.09.2026 - 13:22 Uhr
Zitat von TopFalcon

Ja wir befinden uns in einer Krise. Wenn auch nur in einer - stand jetzt - kurzen aber dafür sehr intensiven. 2 Spiele und zwei mal war man sowohl vom Ergebnis als auch von der eigenen Leistung sehr viel schwächer als im Jahr zuvor gegen die gleichen Gegner, die sich für andere Teams als durchaus schlagbar präsentiert haben. Leipzig und Mainz waren spiele die einen Maßstab setzten. Das sind Gegner die in der gleichen Liga spielen wie wir, Mainz war sogar in der gleichen Tabellenregion wie wir. Leztes Jahr waren wir gegen Leipzig jeweils ein Tor von einem Punkt entfernt, gegen Mainz haben wir 4 Punkte geholt. Jetzt waren wir chancenlos. Das ist eine Leistungskrise die sich im Ergebnis widerspiegelt und damit meiner Meinung nach die Aussagekräftigste aller Krise.


Diese Einordnung finde ich auch nicht sinnig. Wir trafen nicht zu Saisonbeginn nach dem Umbruch/Aufstieg auf Leipzig und Mainz sondern nach unser Konsolidierung. Vor allem trafen wir auf ein Mainz im Abwärtsgang in der Hinrunde.

Jetzt stehen wir am Saisonbeginn mit gleichen Problemen/Ursachen wie letzten Sommer.
Letztes Jahr gab es Geheule wegen 1 Punkt aus 3 Spielen und einer Niederlage gegen Pauli und Klatsche gegen Bayern. Jetzt gibt es wieder Geheule, obwohl die Gegner ganz andere Qualität hatten als Gladbach, Pauli und Bayern in der Vorsaison als Paket.

Und wie groß die Krise letzte Saison war, sah man ab Spieltag 4.
Ob eine jetzt existiert, wird man in den nächsten Spielen ebenso sehen.

Wir sind kein Titelanwärter. Insofern haben wir, wenn man wirklich die ersten 3 Spieltage als Maßstab nehmen möchte, genau 3 Punkte zu wenig.

Gerade auch letzte Saison haben unsere Leistungen durchaus gezeigt, dass es enorm wichtig ist, wann in der Saison wir auf welchem Gegner trafen.
Während unsere "bessere" Hinrunde (Fans) punktemäßig deutlich hinter der "schlechteren" Rückrunde (Fans) stand.

Und dann nimmt man den FC - jedes Jahr in den ersten Spielen bejubelt, ebenso Pauli. Und danach?
Und bei uns - jedes Jahr das Gejammer nach den ersten Spielen und danach?

Ich bleibe dabei - es ist Spieltag 3 vorbei -für mich mehr als nur albern.

•     •     •

"Jatta trifft manchmal die Maschen und manchmal den Maschsee."
(Tim Walter 26.08.2023)

"Wenn du weißt, wie nicht aufsteigen geht, dann ändere es doch und steig auf."
(Steffen Baumgart)
Merlin Polzin [Trainer] |#5924
18.09.2026 - 13:47 Uhr
Zitat von WillyWinzig04

Zitat von TopFalcon

Ja wir befinden uns in einer Krise. Wenn auch nur in einer - stand jetzt - kurzen aber dafür sehr intensiven. 2 Spiele und zwei mal war man sowohl vom Ergebnis als auch von der eigenen Leistung sehr viel schwächer als im Jahr zuvor gegen die gleichen Gegner, die sich für andere Teams als durchaus schlagbar präsentiert haben. Leipzig und Mainz waren spiele die einen Maßstab setzten. Das sind Gegner die in der gleichen Liga spielen wie wir, Mainz war sogar in der gleichen Tabellenregion wie wir. Leztes Jahr waren wir gegen Leipzig jeweils ein Tor von einem Punkt entfernt, gegen Mainz haben wir 4 Punkte geholt. Jetzt waren wir chancenlos. Das ist eine Leistungskrise die sich im Ergebnis widerspiegelt und damit meiner Meinung nach die Aussagekräftigste aller Krise.


Diese Einordnung finde ich auch nicht sinnig. Wir trafen nicht zu Saisonbeginn nach dem Umbruch/Aufstieg auf Leipzig und Mainz sondern nach unser Konsolidierung. Vor allem trafen wir auf ein Mainz im Abwärtsgang in der Hinrunde.

Jetzt stehen wir am Saisonbeginn mit gleichen Problemen/Ursachen wie letzten Sommer.
Letztes Jahr gab es Geheule wegen 1 Punkt aus 3 Spielen und einer Niederlage gegen Pauli und Klatsche gegen Bayern. Jetzt gibt es wieder Geheule, obwohl die Gegner ganz andere Qualität hatten als Gladbach, Pauli und Bayern in der Vorsaison als Paket.

Und wie groß die Krise letzte Saison war, sah man ab Spieltag 4.
Ob eine jetzt existiert, wird man in den nächsten Spielen ebenso sehen.

Wir sind kein Titelanwärter. Insofern haben wir, wenn man wirklich die ersten 3 Spieltage als Maßstab nehmen möchte, genau 3 Punkte zu wenig.

Gerade auch letzte Saison haben unsere Leistungen durchaus gezeigt, dass es enorm wichtig ist, wann in der Saison wir auf welchem Gegner trafen.
Während unsere "bessere" Hinrunde (Fans) punktemäßig deutlich hinter der "schlechteren" Rückrunde (Fans) stand.

Und dann nimmt man den FC - jedes Jahr in den ersten Spielen bejubelt, ebenso Pauli. Und danach?
Und bei uns - jedes Jahr das Gejammer nach den ersten Spielen und danach?

Ich bleibe dabei - es ist Spieltag 3 vorbei -für mich mehr als nur albern.


Ich finde die Einordnung sehr wohl als sinnig. Die Konsolidierung war mit Ende der letzten Saison abgeschlossen und wir hatten die gleichen Voraussetzungen wie Mainz und Leipzig um in die neue Saison zu gehen.
Letzte Saison war letzte Saison, diese Saison ist diese Saison. Das man letzte Saison schlecht gestartet ist keine Ausrede dafür, dass es dieses Jahr wieder so ist. Im Gegenteil hätte man erwarten dürfen, dass die eigene Leistung weniger unzureichend sind. Wir haben gegen das gleiche Mainz 1:1 gespielt, dass uns jetzt abgeschossen hat und gegen ein formstärkeres Leipzig ohne Europaleague woche 2:1 verloren. Wir spielen gegen vergleichbare Gegner schwächer als letztes Jahr und das ist sehr bitter.

Die Leistungskrise ging letztes Jahr am 4. Spieltag weiter weil man gegen ein ebenfalls punktloses Heidenheim defensiv erneut komplett überfordert war. Lediglich das Ergebnis hat gestimmt.

Ja man kann gut starten und nachlassen. Man kann auch schlecht starten und sich steigern. Man kann auch gut starten und gut weiter machen. Oder schlecht starten und schlecht weiter machen. Oder schlecht starten und ok weiter machen usw.. Historisch schlecht starten und mit dem gleichen Trainer die Klassehalten ist zumindest in den letzten 20 Jahren allerdings sehr unwahrscheinlich .


Fakt ist, dass wir die 3 Spiele die wir gespielt haben nicht wiederbekommen und 2 davon sehr schlecht waren. Wie es hier nach weiter geht ist vollkommen offen aber das Konto geht ins Dispo und die Zinsen muss man sich erstmal wieder reinholen. Das kann schon am Wochenende passieren wenn man einen guten Job macht oder man vom Geißböck einen goldenen Köttel geschenkt bekommt aber damit hält man sich dann erstmal über Wasser.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von TopFalcon am 18.09.2026 um 13:51 Uhr bearbeitet
Merlin Polzin [Trainer] |#5925
18.09.2026 - 14:15 Uhr
Zitat von TopFalcon
Zitat von DermitderRaute

Zitat von Mnemosyne

Zitat von DerJogi

Wann hat zuletzt mal die Vertragsverlängerung eines Trainers in einer Krise etwas positives bewirkt?
Autorität und Erfolg kommt nicht von der Vertragslänge.


Ich erinnere mich a gar keine Vertragsverlängerung in einer Krise, jedenfalls nicht beim HSV. Fällt dir ein Beispiel ein? Ich glaube so ein Vorgang is selten.


Christian Streich SC Freiburg 2015.
Volker Finke 2 Abstiege in den 1990gern SC Freiburg.
Otto Rehagel Werder BRemen
Thomas Schaaf Werder Bremen



Streich hat Freiburg auf Platz 17 übernommen und innerhalb von 1,5 Jahren in die Euroleague gebracht. Darüber hinaus ist Streich dann 2015 auch Abgestiegen. Er hatte sich davor aber eben auch einen großen Kredit verdient.

Finke ist das erste Mal mit Freiburg in die Bundesliga aufgestiegen und hatte die 6 besten Jahre in der Vereinsgeschichte bevor er das erste Mal abgestiegen ist.

Ich weiß nicht welche Krise du bei Rehhagel meinst. Nach Aufstieg, Platz 5, Platz 2 in den ersten 3 Jahren ist allerdings klar wo die unterschiede zu unserer Situation liegen.

Schaaf hat im ersten Jahr den DfB Pokal gewonnen, war im nächsten Jahr 4 Plätze besser und ist wieder ins Pokalfinale gekommen, war im Jahr drauf trotz UEFA Cup 2 Plätze besser, im nächsten Jahr wieder ein Platz besser.

Keiner davon ist auch nur Ansatzweise so schlecht in die Saison gestartet wie wir.

Die einzigen Trainer die in den letzten Jahren einen ähnlich schlechten Start hatten und die ganze Saison bleiben durften waren Lieberknecht & marcel Rapp aber selbst da war der Start noch ein ganzes Stück besser.

Bremen, Mainz x2, Bochum & Hannover konnten durch Trainerwechsel noch die Klassehalten während es bei Schalke nicht geklappt hat (was sicherlich aber auch an der schlechten Wahl der neuen Trainer lag)


Polzin hat ja eigentlich ähnliches geschafft. In der zweiten Liga im oberen Mittelfeld übernommen, zum Aufstieg geführt und dann die Klasse gehalten. Finde ich in der Tendenz und wenn man die Ausgangslagen halt verschiebt, eine ähnliche Leistung.

Der HSV hat halt unter Polzin sehr oft sehr geballte Phasen. Entweder man hat eine Phase von 5-8 Spielen wo kan konstant gut punktet, darauf folgt eine Phase wo man 5-8 Spiele konstant schwach punktet.

Es ist sehr wellenartig, aber er hat halt auch schon mehrere Krisen überstanden und gerade, dass KK von ihm überzeugt ist, die ja Trainerteams erlebt hat als Spielerin und Teammanagerin, die aber auch einen sehr engen Draht zur Mannschaft hatte und auch als Assistenz der Geschäftsführung unter Nerlinger. Das heißt sie hat aus 3 Perspektiven Trainerteams erlebt und bewertet und hat auch noch die moderne männliche Star-Spielerperspektive zusätzlich mitbekommen.

Sie hat von 2012-2024 als Teammanagerin mindestens: Jupp, Pep, Ancelotti, Jupp, Kovac, Flick, Nagelsmann, Tuchel und zum Schluss jetzt auch noch etwas entfernter Kompany erlebt.

Da sind viel gute - sehr gute Trainer mit unterschiedlichen zwischenmenschlichen Fähigkeiten, taktischen Ansätzen und Gesamtpaketen dabei gewesen, die unterschiedlich gut funktioniert haben.

Das finde ich schon ein absolut außergewöhnliches Set an Erfahrungswerten aus so vielen Perspektiven, dass man ihr die Beurteilung von Funktionalität, Fragilität und Teamführungsfähigkeiten schon sehr sehr stark unterstellen kann, in meinen Augen.

Wenn sie, mit diesem Satz an Erfahrungen, sas Trainerteam für gut beurteilt und verlängern will und Huwer den Vertrag macht, bin ich sehr überzeugt davon, dass das sowohl eine teampsychologisch, sportlich, fußballerisch und finanziell, vertragsrechtlich sehr durchdachte Verlängerung ist.
Merlin Polzin [Trainer] |#5926
18.09.2026 - 14:30 Uhr
Zitat von TopFalcon
Zitat von DermitderRaute

Zitat von Mnemosyne

Zitat von DerJogi

Wann hat zuletzt mal die Vertragsverlängerung eines Trainers in einer Krise etwas positives bewirkt?
Autorität und Erfolg kommt nicht von der Vertragslänge.


Ich erinnere mich a gar keine Vertragsverlängerung in einer Krise, jedenfalls nicht beim HSV. Fällt dir ein Beispiel ein? Ich glaube so ein Vorgang is selten.


Christian Streich SC Freiburg 2015.
Volker Finke 2 Abstiege in den 1990gern SC Freiburg.
Otto Rehagel Werder BRemen
Thomas Schaaf Werder Bremen



Streich hat Freiburg auf Platz 17 übernommen und innerhalb von 1,5 Jahren in die Euroleague gebracht. Darüber hinaus ist Streich dann 2015 auch Abgestiegen. Er hatte sich davor aber eben auch einen großen Kredit verdient.

Finke ist das erste Mal mit Freiburg in die Bundesliga aufgestiegen und hatte die 6 besten Jahre in der Vereinsgeschichte bevor er das erste Mal abgestiegen ist.

Ich weiß nicht welche Krise du bei Rehhagel meinst. Nach Aufstieg, Platz 5, Platz 2 in den ersten 3 Jahren ist allerdings klar wo die unterschiede zu unserer Situation liegen.

Schaaf hat im ersten Jahr den DfB Pokal gewonnen, war im nächsten Jahr 4 Plätze besser und ist wieder ins Pokalfinale gekommen, war im Jahr drauf trotz UEFA Cup 2 Plätze besser, im nächsten Jahr wieder ein Platz besser.

Keiner davon ist auch nur Ansatzweise so schlecht in die Saison gestartet wie wir.

Die einzigen Trainer die in den letzten Jahren einen ähnlich schlechten Start hatten und die ganze Saison bleiben durften waren Lieberknecht & marcel Rapp aber selbst da war der Start noch ein ganzes Stück besser.

Bremen, Mainz x2, Bochum & Hannover konnten durch Trainerwechsel noch die Klassehalten während es bei Schalke nicht geklappt hat (was sicherlich aber auch an der schlechten Wahl der neuen Trainer lag)


Und dennoch wurden die Verträge der Trainer bei Ergebniskrisen nicht direkt gekündigt.

Merlin Polzin war letztlich der Trainer, der es geschafft hat mit dem HSV aufzusteigen und allein schon deshalb hat er sich den Kredit verdient, mittelfristig etwas aufzubauen und nicht nach drei (zugegeben heftigen) Pleiten gleich vom Hof gejagt zu werden.
Die vier genannten Trainer haben sich alle über Jahre gehalten. Die Verantwortlichen der beiden Vereine haben die Ruhe bewahrt und damit nicht nur reichlich Gehälter gespart, sie haben erreicht, dass sich etwas entwickeln konnte.
Das wünsche ich mir auch für uns.

•     •     •

„Wenn Atouba den Ball hat, weiß Atouba selbst nicht, was Atouba macht. Wie soll es dann der Gegner wissen?“
DermitderRaute - Fan des unberechenbaren Fußballs. 🟦⬜⬛
Merlin Polzin [Trainer] |#5927
18.09.2026 - 14:36 Uhr
Zitat von FireCrackerHSv
Zitat von TopFalcon

Zitat von DermitderRaute

Zitat von Mnemosyne

Zitat von DerJogi

Wann hat zuletzt mal die Vertragsverlängerung eines Trainers in einer Krise etwas positives bewirkt?
Autorität und Erfolg kommt nicht von der Vertragslänge.


Ich erinnere mich a gar keine Vertragsverlängerung in einer Krise, jedenfalls nicht beim HSV. Fällt dir ein Beispiel ein? Ich glaube so ein Vorgang is selten.


Christian Streich SC Freiburg 2015.
Volker Finke 2 Abstiege in den 1990gern SC Freiburg.
Otto Rehagel Werder BRemen
Thomas Schaaf Werder Bremen



Streich hat Freiburg auf Platz 17 übernommen und innerhalb von 1,5 Jahren in die Euroleague gebracht. Darüber hinaus ist Streich dann 2015 auch Abgestiegen. Er hatte sich davor aber eben auch einen großen Kredit verdient.

Finke ist das erste Mal mit Freiburg in die Bundesliga aufgestiegen und hatte die 6 besten Jahre in der Vereinsgeschichte bevor er das erste Mal abgestiegen ist.

Ich weiß nicht welche Krise du bei Rehhagel meinst. Nach Aufstieg, Platz 5, Platz 2 in den ersten 3 Jahren ist allerdings klar wo die unterschiede zu unserer Situation liegen.

Schaaf hat im ersten Jahr den DfB Pokal gewonnen, war im nächsten Jahr 4 Plätze besser und ist wieder ins Pokalfinale gekommen, war im Jahr drauf trotz UEFA Cup 2 Plätze besser, im nächsten Jahr wieder ein Platz besser.

Keiner davon ist auch nur Ansatzweise so schlecht in die Saison gestartet wie wir.

Die einzigen Trainer die in den letzten Jahren einen ähnlich schlechten Start hatten und die ganze Saison bleiben durften waren Lieberknecht & marcel Rapp aber selbst da war der Start noch ein ganzes Stück besser.

Bremen, Mainz x2, Bochum & Hannover konnten durch Trainerwechsel noch die Klassehalten während es bei Schalke nicht geklappt hat (was sicherlich aber auch an der schlechten Wahl der neuen Trainer lag)


Polzin hat ja eigentlich ähnliches geschafft. In der zweiten Liga im oberen Mittelfeld übernommen, zum Aufstieg geführt und dann die Klasse gehalten. Finde ich in der Tendenz und wenn man die Ausgangslagen halt verschiebt, eine ähnliche Leistung.

Der HSV hat halt unter Polzin sehr oft sehr geballte Phasen. Entweder man hat eine Phase von 5-8 Spielen wo kan konstant gut punktet, darauf folgt eine Phase wo man 5-8 Spiele konstant schwach punktet.

Es ist sehr wellenartig, aber er hat halt auch schon mehrere Krisen überstanden und gerade, dass KK von ihm überzeugt ist, die ja Trainerteams erlebt hat als Spielerin und Teammanagerin, die aber auch einen sehr engen Draht zur Mannschaft hatte und auch als Assistenz der Geschäftsführung unter Nerlinger. Das heißt sie hat aus 3 Perspektiven Trainerteams erlebt und bewertet und hat auch noch die moderne männliche Star-Spielerperspektive zusätzlich mitbekommen.

Sie hat von 2012-2024 als Teammanagerin mindestens: Jupp, Pep, Ancelotti, Jupp, Kovac, Flick, Nagelsmann, Tuchel und zum Schluss jetzt auch noch etwas entfernter Kompany erlebt.

Da sind viel gute - sehr gute Trainer mit unterschiedlichen zwischenmenschlichen Fähigkeiten, taktischen Ansätzen und Gesamtpaketen dabei gewesen, die unterschiedlich gut funktioniert haben.

Das finde ich schon ein absolut außergewöhnliches Set an Erfahrungswerten aus so vielen Perspektiven, dass man ihr die Beurteilung von Funktionalität, Fragilität und Teamführungsfähigkeiten schon sehr sehr stark unterstellen kann, in meinen Augen.

Wenn sie, mit diesem Satz an Erfahrungen, sas Trainerteam für gut beurteilt und verlängern will und Huwer den Vertrag macht, bin ich sehr überzeugt davon, dass das sowohl eine teampsychologisch, sportlich, fußballerisch und finanziell, vertragsrechtlich sehr durchdachte Verlängerung ist.


Das sehe ich eben nicht. Es fehlt erstens, dass deutliche übertreffen der Erwartungen und zweitens die langfristigkeit zum jetzigen Zeitpunkt. Bei den genannten Trainern konnte man sich zum Zeitpunkt der Krise sehr sicher sein. Die vergleichbarste Personalie in den letzten Jahren ist Pellegrino Matterazzo unter dem der Weg vom VfB sehr ähnlich zu unserem war. Hier war schlussendlich die Trainerentlassung die richtige Entscheidung es kam nur erst der falsche.

Krüger hat noch keine Erfahrung im Abstiegskampf und auf dieser Entscheidungsebene mal gucken ob es jetzt sehr schwierig wird eine Entscheidung zu fällen oder ob sich die Probleme von selbst lösen.
Merlin Polzin [Trainer] |#5928
18.09.2026 - 14:54 Uhr
Zitat von DermitderRaute
Zitat von Mnemosyne

Zitat von DerJogi

Wann hat zuletzt mal die Vertragsverlängerung eines Trainers in einer Krise etwas positives bewirkt?
Autorität und Erfolg kommt nicht von der Vertragslänge.


Ich erinnere mich a gar keine Vertragsverlängerung in einer Krise, jedenfalls nicht beim HSV. Fällt dir ein Beispiel ein? Ich glaube so ein Vorgang is selten.


Christian Streich SC Freiburg 2015.
Volker Finke 2 Abstiege in den 1990gern SC Freiburg.
Otto Rehagel Werder BRemen
Thomas Schaaf Werder Bremen

Ich bin nach wie vor überzeugt davon, dass wir letztlich das Richtige tun. Wir haben uns entschieden anders zu sein und eben nicht kurzfristige und rein ergebnisorientierte Entscheidungen zu treffen.
Mit KK haben wir eine Vorständin geholt, die den Verein nachhaltig und auf die Zukunft gerichtet gestalten helfen soll. Sie hat das Trainerteam beobachtet und anhand ihrer Eindrücke, in Absprache mit den Vorstandskollegen und dem Sportdirektor die grundsätzliche Entscheidung getroffen, mit und auf dem Trainerteam etwas aufzubauen, das Bestand hat.
Dass es auf dem Weg Rückschläge geben kann, nimmt sie für den neuen HSV in Kauf. Und das kann ich mitgehen. Insbesondere deshalb, weil ich nicht nur rein sportlich von Merlin Polzin und seinem Team überzeugt bin, sondern weil es unserem Verein eine Identität gibt.
Wir haben nahezu den gesamten Kader aus der Zweitliga-Zeit ausgetauscht. Wir haben momentan relativ wenige Hamburger/deutsche Spieler in unserem Kader über die wir Fans uns mit dem Verein identifizieren können.
Unsere Konstante ist die Raute, das Stadion, der Finanzvorstand und der Sportdirektor. Die meisten anderen handelnden Akteure sind beliebiger und in der Verbindung zum Fan weniger relevant.
Wenn die Mannschaft in weiten Teilen beliebig ist und wegen eines voreiligen Wechsels auf Grund einer Ergebniskrise der Plan etwas aufzubauen und eine neue Identität zu entwickeln, den Mechanismen des Geschäftes folgend in Frage gestellt wird, dann bleibt leider nicht mehr viel übrig. Ein neuer Trainer wird dann mit einem Kader arbeiten müssen, den er nicht zu verantworten hat. Er wird Nachforderungen stellen, die den altbekannten Kreislauf in Gang setzen und uns wirtschaftlich in Schwierigkeiten bringt. Dabei ist nicht abzusehen, ob ein neuer, anderer Coach in Hamburg funktioniert
Wie schon vorher geschrieben, ist der Kader auf das Trainerteam zugeschnitten. Das Team ist so zusammengesetzt, dass es die Vorstellungen des Trainerteams umzusetzen vermag.
Ich freue mich, wenn wir anders sein wollen und vielleicht den Freiburger Weg nachgehen wollen. Wie erfolgreich man sein kann, wenn man sich nicht treiben lässt, machen uns die Breisgauer vor. Das schliesst Rückschläge nicht aus.
Wenn zudem in den Trainerverträgen eine Beschränkung für die Bundesliga verankert ist, ist auch das finanzielle Risiko im Falle einer vorzeitigen Demission überschaubar.

Ich freue mich, wenn es uns gelingt, eine neue Ära in die Wege zu leiten. Und ich fände es großartig, wenn mit Polzin und Fave etwas vergleichbares möglich ist, wie wir es in Freiburg derzeit beobachten dürfen. Dass wir ein seriös geführte und langfristig etablierter und erfolgreicher Bundesligist werden. So wir früher Anfang der 80ger. Dafür braucht es Kontinuität und eine Strategie. Und die traue ich uns zu unter der derzeitigen sportlichen Führung, mit dem aktuellen Trainerteam.


Ich verstehe Deine Sichtweise. Natürlich ist Freiburg in Sachen Kontinuität ein Vorbild. Ist aber auch ein etwas anderes Umfeld. Einen dicken Einwand hätte ich aber: Was wir gerade haben ist keine Ergebniskrise. Um es etwas überspitzt in das Gegenteil zu formulieren: es ist eher ein kompletter Gesamtschaden, der da auf dem Platz zu sehen ist. Kein Plan, keine Intensität. Wildes umherirren. Und besonders interessant: nahezu alle Stammkräfte der letzten Saison sind komplett von der Rolle. Die Vermutung, dass Polzin da irgendwie zu viel will anstatt das Machbare zu machen hatte ich schon geäußert. Und nach wie vor: ratlos!
Merlin Polzin [Trainer] |#5929
18.09.2026 - 14:57 Uhr
Zitat von Volbeer
Zitat von DermitderRaute

Zitat von Mnemosyne

Zitat von DerJogi

Wann hat zuletzt mal die Vertragsverlängerung eines Trainers in einer Krise etwas positives bewirkt?
Autorität und Erfolg kommt nicht von der Vertragslänge.


Ich erinnere mich a gar keine Vertragsverlängerung in einer Krise, jedenfalls nicht beim HSV. Fällt dir ein Beispiel ein? Ich glaube so ein Vorgang is selten.


Christian Streich SC Freiburg 2015.
Volker Finke 2 Abstiege in den 1990gern SC Freiburg.
Otto Rehagel Werder BRemen
Thomas Schaaf Werder Bremen

Ich bin nach wie vor überzeugt davon, dass wir letztlich das Richtige tun. Wir haben uns entschieden anders zu sein und eben nicht kurzfristige und rein ergebnisorientierte Entscheidungen zu treffen.
Mit KK haben wir eine Vorständin geholt, die den Verein nachhaltig und auf die Zukunft gerichtet gestalten helfen soll. Sie hat das Trainerteam beobachtet und anhand ihrer Eindrücke, in Absprache mit den Vorstandskollegen und dem Sportdirektor die grundsätzliche Entscheidung getroffen, mit und auf dem Trainerteam etwas aufzubauen, das Bestand hat.
Dass es auf dem Weg Rückschläge geben kann, nimmt sie für den neuen HSV in Kauf. Und das kann ich mitgehen. Insbesondere deshalb, weil ich nicht nur rein sportlich von Merlin Polzin und seinem Team überzeugt bin, sondern weil es unserem Verein eine Identität gibt.
Wir haben nahezu den gesamten Kader aus der Zweitliga-Zeit ausgetauscht. Wir haben momentan relativ wenige Hamburger/deutsche Spieler in unserem Kader über die wir Fans uns mit dem Verein identifizieren können.
Unsere Konstante ist die Raute, das Stadion, der Finanzvorstand und der Sportdirektor. Die meisten anderen handelnden Akteure sind beliebiger und in der Verbindung zum Fan weniger relevant.
Wenn die Mannschaft in weiten Teilen beliebig ist und wegen eines voreiligen Wechsels auf Grund einer Ergebniskrise der Plan etwas aufzubauen und eine neue Identität zu entwickeln, den Mechanismen des Geschäftes folgend in Frage gestellt wird, dann bleibt leider nicht mehr viel übrig. Ein neuer Trainer wird dann mit einem Kader arbeiten müssen, den er nicht zu verantworten hat. Er wird Nachforderungen stellen, die den altbekannten Kreislauf in Gang setzen und uns wirtschaftlich in Schwierigkeiten bringt. Dabei ist nicht abzusehen, ob ein neuer, anderer Coach in Hamburg funktioniert
Wie schon vorher geschrieben, ist der Kader auf das Trainerteam zugeschnitten. Das Team ist so zusammengesetzt, dass es die Vorstellungen des Trainerteams umzusetzen vermag.
Ich freue mich, wenn wir anders sein wollen und vielleicht den Freiburger Weg nachgehen wollen. Wie erfolgreich man sein kann, wenn man sich nicht treiben lässt, machen uns die Breisgauer vor. Das schliesst Rückschläge nicht aus.
Wenn zudem in den Trainerverträgen eine Beschränkung für die Bundesliga verankert ist, ist auch das finanzielle Risiko im Falle einer vorzeitigen Demission überschaubar.

Ich freue mich, wenn es uns gelingt, eine neue Ära in die Wege zu leiten. Und ich fände es großartig, wenn mit Polzin und Fave etwas vergleichbares möglich ist, wie wir es in Freiburg derzeit beobachten dürfen. Dass wir ein seriös geführte und langfristig etablierter und erfolgreicher Bundesligist werden. So wir früher Anfang der 80ger. Dafür braucht es Kontinuität und eine Strategie. Und die traue ich uns zu unter der derzeitigen sportlichen Führung, mit dem aktuellen Trainerteam.


Ich verstehe Deine Sichtweise. Natürlich ist Freiburg in Sachen Kontinuität ein Vorbild. Ist aber auch ein etwas anderes Umfeld. Einen dicken Einwand hätte ich aber: Was wir gerade haben ist keine Ergebniskrise. Um es etwas überspitzt in das Gegenteil zu formulieren: es ist eher ein kompletter Gesamtschaden, der da auf dem Platz zu sehen ist. Kein Plan, keine Intensität. Wildes umherirren. Und besonders interessant: nahezu alle Stammkräfte der letzten Saison sind komplett von der Rolle. Die Vermutung, dass Polzin da irgendwie zu viel will anstatt das Machbare zu machen hatte ich schon geäußert. Und nach wie vor: ratlos!


Dieses Urteil würde ich gerne erst nach dem Spiel 2 oder 3 nach der Länderspielpause fällen. Mir ist es dafür einfach noch viel zu früh.

•     •     •

„Wenn Atouba den Ball hat, weiß Atouba selbst nicht, was Atouba macht. Wie soll es dann der Gegner wissen?“
DermitderRaute - Fan des unberechenbaren Fußballs. 🟦⬜⬛
Merlin Polzin [Trainer] |#5930
18.09.2026 - 15:02 Uhr
Zitat von DermitderRaute
Zitat von TopFalcon

Zitat von DermitderRaute

Zitat von Mnemosyne

Zitat von DerJogi

Wann hat zuletzt mal die Vertragsverlängerung eines Trainers in einer Krise etwas positives bewirkt?
Autorität und Erfolg kommt nicht von der Vertragslänge.


Ich erinnere mich a gar keine Vertragsverlängerung in einer Krise, jedenfalls nicht beim HSV. Fällt dir ein Beispiel ein? Ich glaube so ein Vorgang is selten.


Christian Streich SC Freiburg 2015.
Volker Finke 2 Abstiege in den 1990gern SC Freiburg.
Otto Rehagel Werder BRemen
Thomas Schaaf Werder Bremen



Streich hat Freiburg auf Platz 17 übernommen und innerhalb von 1,5 Jahren in die Euroleague gebracht. Darüber hinaus ist Streich dann 2015 auch Abgestiegen. Er hatte sich davor aber eben auch einen großen Kredit verdient.

Finke ist das erste Mal mit Freiburg in die Bundesliga aufgestiegen und hatte die 6 besten Jahre in der Vereinsgeschichte bevor er das erste Mal abgestiegen ist.

Ich weiß nicht welche Krise du bei Rehhagel meinst. Nach Aufstieg, Platz 5, Platz 2 in den ersten 3 Jahren ist allerdings klar wo die unterschiede zu unserer Situation liegen.

Schaaf hat im ersten Jahr den DfB Pokal gewonnen, war im nächsten Jahr 4 Plätze besser und ist wieder ins Pokalfinale gekommen, war im Jahr drauf trotz UEFA Cup 2 Plätze besser, im nächsten Jahr wieder ein Platz besser.

Keiner davon ist auch nur Ansatzweise so schlecht in die Saison gestartet wie wir.

Die einzigen Trainer die in den letzten Jahren einen ähnlich schlechten Start hatten und die ganze Saison bleiben durften waren Lieberknecht & marcel Rapp aber selbst da war der Start noch ein ganzes Stück besser.

Bremen, Mainz x2, Bochum & Hannover konnten durch Trainerwechsel noch die Klassehalten während es bei Schalke nicht geklappt hat (was sicherlich aber auch an der schlechten Wahl der neuen Trainer lag)


Und dennoch wurden die Verträge der Trainer bei Ergebniskrisen nicht direkt gekündigt.

Merlin Polzin war letztlich der Trainer, der es geschafft hat mit dem HSV aufzusteigen und allein schon deshalb hat er sich den Kredit verdient, mittelfristig etwas aufzubauen und nicht nach drei (zugegeben heftigen) Pleiten gleich vom Hof gejagt zu werden.
Die vier genannten Trainer haben sich alle über Jahre gehalten. Die Verantwortlichen der beiden Vereine haben die Ruhe bewahrt und damit nicht nur reichlich Gehälter gespart, sie haben erreicht, dass sich etwas entwickeln konnte.
Das wünsche ich mir auch für uns.


Die Unterschiede habe ich ja erklärt.

Den Kredit hat er auch bekommen und ich sage nicht, dass er diese Woche gefeuert werden soll. Er steht nur grade kurz davor ihn eben verzockt zu haben. Woran das liegt kann man streiten aber am Ende zählt was auf dem Platz kommt und da wird es von Woche zu Woche wichtiger, dass Ergebnisse und Leistung stimmen.
Die genannten Trainer sind bisher einfach überhaupt kein Vergleich zu Polzin. Ich wünsche uns, dass wir einen Trainer finden der es durch seine Leistungen und die Leistungen der Mannschaft ermöglicht langfristig zu planen. Ob das Polzin oder Mr. X ist, ist mir relativ egal.
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