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Merlin Polzin
Geburtsdatum 07.11.1990
Alter 35
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Hamburger SV

Merlin Polzin [Trainer]

12.02.2024 - 14:22 Uhr
Merlin Polzin [Trainer] |#6011
20.09.2026 - 14:50 Uhr
Zitat von FireCrackerHSv
Zitat von E_Happel2

Ich glaube, dass Merlin große Ambitionen für diese Saison hatte (was ja gut ist) - aber sich (bzw. die Mannschaft) damit doch ein Stück überfordert hat.

Man sieht an den Verpflichtungen, dass wir deutlich offensiver spielen wollten als letzte Saison. Aber man hat in den ersten Spielen auch gesehen, dass wir leider noch nicht soweit sind.

Die Erkenntnis ist also sehr klar: Wir müssen in erster Linie defensiv gut stehen und dann vorne auf unser Glück hoffen. Ein Standard kann immer mal zu einem Tor führen - ein Viera kann immer mal ein gefährliche Situation kreieren. So war es letztes Jahr - so wird es dieses Jahr wieder sein.

Ich glaube, dass das Team und auch der Trainer begriffen hat wie wir spielen müssen. Wir müssen so griffig wie im letzten Jahr spielen - dann können wir auch ohne Luka den Abstieg erneut verhindern.

Wenn wir aber glauben, dass wir die halbe Liga spielerisch schlagen können - dann werden wir nächste Saison wieder in der 2. Liga auflaufen. Die Fans haben das nach 4 Spielen sicher zum größten Teil erkannt und Merlin hat das ebenfalls erkannt, denn gegen Köln wollte er nicht spielerisch gewinnen - sondern "nur" gut stehen.

Standen wir gegen Köln denn gut? Jedenfalls war es OK! Die rechte Seite mit "El Calpo" sieht jedenfalls schon gut aus! Links und Mitte ist noch nicht sattelfest.


Ich finde Jordan war im Zentrum deutlich besser, als auf LIV, obwohl er eigentlich die spielerischen und athletischen Voraussetzungen hat, um optimaler LIV zu sein. Er ist schnell, phyisch, kann lange Bälle in Halbräume schlagen und hat eigentlich ein gutes Timing in Zweikämpfen, aber er hat eine schwache Balance und scheißt sich regelmäßig ein. Die fehlende mentale Stärke ist seine größte Schwäche, sonst wäre er mindestens ein Euro League Innenverteidiger.

Das Trainerteam wird jetzt wahrscheinlich versuchen, erstmal eine Eingespieltheit im simpleren System zu erschaffen und dann Stück für Stück die neueren Elemente einbauen. Hoffentlich klappt das.


Mir hat Jordan gestern zwar besser gefallen als in den ersten 3 Spielen, aber da waren noch wirklich viele Unsicherheiten. Ich denke auch, dass Omari ihn auf die Bank verdrängen wird.

Beide haben gut nach vorne verteidigt und ohne jetzt zu wissen wieviele Kopfballduelle Jordan wirklich gewonnen hat, hatte ich das Gefühl, dass seine Ausbeute relativ in Ordnung war. Was mir bei Jordan aktuell nicht gefällt, ist seine Körpersprache bei 1 gg 1 Duelle und seine hektischen Befreiungsschläge. Beides Sachen die was mit Selbstvertrauen und Ruhe zu tun haben.

Warum ich denke, dass Omari die Nase vorn hat (wenn Bornauw wieder in die Mitte rutscht) ist weil er andribbelt und deutlich mehr Ruhe am Ball hat. Teilweise hatte Omari auch riskante aber sehr gute Läufe um Lemke bei Konter zu unterstützen. Ähnlich wie Capaldo.

Wenn Omari aber mal einen richtigen 9er decken muss, wenn es Gefährlich ist wird, gewinnt er durch körperlichkeit den Zweikampf wohl eher nicht.
Merlin Polzin [Trainer] |#6012
20.09.2026 - 14:51 Uhr
Ich stehe nach dem Spiel zwischen riesiger Erleichterung über unfassbar wichtige drei Punkte und der Erkenntnis, dass unter der Haube weiterhin exakt dasselbe passiert und man scheinbar selbst diesen Saisonstart nicht zum Anlass nimmt, gewisse Dinge zu überdenken. Mit der Art und Weise wird man in der Bundesliga nicht viele Spiele gewinnen können.

Dass man nach drei Niederlagen und mit dem brennenden Baum, der schon herrscht, irgendwie Sicherheit suchen will, ist im Grundsatz völlig verständlich. Und es erfordert auch Mut, entgegen der Vorzeichen im eigenen Stadion gegen Köln in bester Pokal-Underdog-Manier den Bus zu parken und zu sagen "macht ihr doch". Insofern habe ich mit der grundsätzlichen Idee, dem Gegner das Spiel zu überlassen, erstmal gar kein Thema.

Was man in der ersten Hälfte aber wieder eindrucksvoll sehen konnte: Man hat in diesem 5-4-1 überhaupt keine Sicherheit. Köln hätte führen müssen. Wir stehen regelmäßig so extrem tief und werden innerhalb dieses Blocks so statisch, dass das selbst für eine Mannschaft wie Köln immer wieder zu knacken ist. Du fängst an zu stehen, und wenn der Gegner Räume gut beläuft und gegen diesen statischen Block Tiefe findet, tut dir das doppelt weh. Du opferst durch diese tiefste Positionierung einen kürzeren Weg zum Tor, der unserem Spiel extrem gut tun würde, hast aber trotzdem keine defensive Stabilität. Das ist eine reine Lose-Lose-Situation - und es ist nicht neu.

Sicherheit findet aber nicht nur in der Defensive statt, sondern kann auch und gerade mit dem Ball gewonnen werden. Gestern wieder ein Muster, dass sich sein einem Jahr personalunabhängig durchzieht:
Wir stehen in der eigenen Hälfte in Gleichzahl oder sogar Unterzahl, weil so viele Spieler extrem früh und weit in die gegnerische Hälfte aufschieben. Diejenigen, die hinten flach aufbauen sollen, sind auf Deutsch gesagt die ärmsten S**e und haben oftmals die Wahl zwischen enormem Risiko oder am Ende doch dem langen Ball.
In mehreren Situationen sieht man gestern in der eigenen Hälfte mehr Blaue als Weiße im Bild und irgendwann gibt einer das Signal "egal, hau weg".

Irgendwelche Chipbälle oder lange Schläge auf Moffi, Gronbaek, Vieira oder wer auch immer da vorne parkt, kommen postwendend zurück und das Anlaufen bzw. bespielen des Gegners meines Blocks geht von vorne los. Auch das baut Druck auf und so wenig kontrollierten Ballbesitz zu mit Lösungen zu haben, gibt eben keine Sicherheit - im Gegenteil.

Ich habe Gronbaek, Vieira, Sambi und Remberg auf dem Feld - meine Bestbesetzung im Zentrum. Auf den Schienen sind super Kicker dazu gekommen, gerade El Ouahdi am Ball top, den man mit einbeziehen kann, aber ich kann/will keinen Fußball spielen oder ein Spiel aufziehen, bei dem diese Spieler den Ball möglichst viel im Fuß haben. Costa hat unsere Zentrale als "Prunkstück" bezeichnet, aber wir trauen uns nicht - und oder es den Spielern nicht zu - gegen eine Mannschaft wie Köln das Mittelfeld zu kontrollieren? Ich finde das auch eine interessante Message an die Spieler.

Für mich stecken in unserem Spiel einfach viele Widersprüche.
Ich will Umschaltfußballspielen, habe da meine aktuell besten Abläufe, spiele dann aber mit einem tiefen, statischen Block statt bspw. - wie Mainz es gegen uns erfolgreich gezeigt hat - Ball gewinne 40m vor dem eigenen Tor zu haben. Mein Spiel geht dann auf, wenn ich führe, Räume bekomme und Gegner Risiken eingehen müssen, ich habe aber keine Lösungen, bei Gleichstand gegen einen geordneten Gegner auch nur ansatzweise entsprechend gefährliche Spielsituationen herzustellen (außer einem Standard), weil meine Staffelung das überhaupt nicht her gibt usw.

Enttäuschend ist einfach: Entgegen all der Ankündigungen einer inhaltlichen Weiterentwicklung und der hinzugeholten Qualität sind exakt dieselben Problemzonen vorhanden wie letzte Saison – manche sogar schlimmer. Bei Abschlägen gegen Gegner, die sowieso nicht unbedingt flach herausspielen wollen, steht man im 5-1-3-1, deckt mit großem Abstand zum Rest vorne Gegenspieler, die eh raus sind und steht dann im Zentrum mit Remberg in Unterzahl, der dann völlig alt aussieht. So kriegt man diese Saison Gegentore nach Abschlägen des Gegners, die in der Dynamik aussehen, als wäre man ein einen Konter gelaufen.

Ich frage mich ernsthaft: Was genau hat man im Sommer gemacht und wo will man mit dieser Mannschaft jetzt inhaltlich hin ? Man muss sich aktuell eigentlich - und das trotz einer vollmundigen Startelf - bei Steffen Baumgart für die "Terrorball" Nummer entschuldigen. Was wir momentan spielen, ist schlimmer.

Man spielt alles ein bisschen aber nichts wirklich gut und kann/will sich scheinbar auch nicht zu einer Idee committen. Dass die Idee von Variabilität sich toll anhört, verstehe ich - de facto haben wir die aber schlichtweg nicht und dann hilft es der Mannschaft vllt. - egal ob das dem Spielermaterial gerecht wird oder nicht - sich auf eine Sache festzulegen. Wenn wir mauern und Kick and Rush spielen wollen, dann gehört Poulsen mit Daka in die Startelf und dann wäre ein echter Wandspieler im Sommer die schlauere Alternative zu Moffi gewesen. Wenn wir uns fußballerisch emanzipieren wollen, Sambi, Zaka, Fabio und Co. zocken lassen wollen, müssen wir grundlegende Dinge anpassen. Was darfs sein?

So viel zu den Inhalten, nun zu dem Umgang damit:
Man kommt an einen Punkt, an dem es für den Kopf vielleicht einfacher ist, sich damit abzufinden was die Ideen des Trainerteams sind und bleiben. Dass man keine wesentliche Entwicklung mehr erwartet, seinen Ärger abwendet und die Erwartungen runterschraubt. Dass man sich nur noch darauf konzentriert, dass die Mannschaft zumindest die Grundtugenden wie Lauf- und Zweikampfbereitschaft bringt, um gegen Teams wie Köln, Paderborn oder Schalke die notwendigen Punkte zu holen und über Energieleistungen dem einen oder anderen Favoriten auch mal Punkte klaut. Dann geht man vllt. auch dem Forum nicht mit etwaigen Wiederholungen zu den Themen auf den Zeiger, deren Wiederholung einen selber wahnsinnig macht.

Vielleicht muss man einfach konsequent das Ergebnis von der Art und Weise trennen, auch wenn das angesichts des angekündigten "HSV 2.0" ziemlich ernüchternd ist. Über der Zustimmung für Personal, deren Arbeitsweise oder Außenwirkung steht am Ende nämlich immer der Verein und die Ergebnisse, die er erzielt.
Merlin Polzin [Trainer] |#6013
20.09.2026 - 16:21 Uhr
Wieder überragend geschrieben. Am meisten schätze ich an deinen Beiträgen, dass du einfach analytisch bleibst. Viele hier schreiben lieber über das Verhalten anderer User, als über den HSV selbst, daher lese ich gerade deine Beiträge echt am liebsten hier.

Das deckt sich übrigens auch 1:1 mit meinen Beobachtungen. Und trotzdem würde ich mich fast noch mehr über Beiträge freuen, die andere Standpunkte einnehmen und trotzdem einfach analytisch bleiben.

Ich habe für mich den Versuch der Verplausibilisierung gestern unternommen. Polzin möchte die Spiele in der zweiten Halbzeit gewinnen, daher sehen wir in der ersten HZ diesen tiefen Block (den wir schon vom letzten Jahr kennen)
Ich kann dieser Vision eigentlich auch ziemlich viel abgewinnen, weil viele Teams a) schon sehr unkreativ sind, wenn man ihnen den Ball gibt und b) ziemlich gefährlich sind, wenn man selbst ein Spiel aufbauen muss.

Also die Vision ist ok und effizient, aber die Exekution nicht. Und genau hier hätte ich mir Weiterentwicklung gewünscht, vor allem im Spiel gegen den Ball. Irgendwann erreicht der Gegner eine fiktive Linie am Fussballfeld, entweder durch Raumgewinn oder Schlampigkeitenn, der einen kollektiven Pressingmoment auslöst, den man dann auch fertigspielt. Das sind die Spielsituationen, in denen es sich lohnt, ins Risiko zu gehen, weil Risiko/Chance irgendwie paritätisch sind.
Aber das fehlt noch komplett, wir sind da viel zu oft auf das Unvermögen der Gegner angewiesen. Weil wenn sie Platz bekommen, zweite Bälle gewinnen, Flanken in den 16er schlagen, Distanzschüsse losfeuern, dann bekommen sie Selbstbewusstsein.

Die vergebenen Chancen von Dallinga und Moore waren trotz individueller top Defensivarbeit Glück. Und das sollte einfach kein Faktor sein. Ein Faktor den wir brauchen, ja, aber nicht einer, auf den wir uns verlassen müssen.

Was mir aber gefällt ist unser Auftreten nach Führungen, das sind wirklich sehr häufig Brustlöser. Und da habe ich dann schon einige Dinge gesehen, die mir gefallen und rein HZ2 betrachtet waren wir ein besseres Bundesligateam als Köln, die aus meiner Sicht nicht absteigen werden.

Zu deinem letzten Absatz, akzeptieren muss man es vielleicht. Aber Platz für kritische Analyse soll weiterhin sein.
Merlin Polzin [Trainer] |#6014
20.09.2026 - 16:27 Uhr
Zitat von RoyalOak
...

Was man in der ersten Hälfte aber wieder eindrucksvoll sehen konnte: Man hat in diesem 5-4-1 überhaupt keine Sicherheit. Köln hätte führen müssen. Wir stehen regelmäßig so extrem tief und werden innerhalb dieses Blocks so statisch, dass das selbst für eine Mannschaft wie Köln immer wieder zu knacken ist.

...


Ich weiß nicht. Dies ist und soll keine abschließende Analyse sein, aber spricht oberflächlich gesehen dafür, dass Köln aktuell offensiv eine konstant gefährliche Mannschaft ist. Warum es also überraschend sein soll, dass "selbst Köln" Chancen gegen uns hat verstehe ich nicht.

xG-Werte von Köln laut Kicker:
Köln - Hoffenheim 1,95
Stuttgart - Köln 2,79
Köln - Bremen 1,65
HSV - Köln 1,41


Zu den Fehlern, die sich deiner Ansicht nach ständig in unserem Spiel erkennbar sind.

Es ist für mich langsam sehr irritierend, in welchem Umfang du ein Thema ansprichst, dass häufig behandelt wurde und auch relativ unstrittig sein sollte.

Kann es sein, dass darunter viele Fehler sind, die auch bei anderen Mannschaften in unserer Tabellenregion wiederholt zu sehen sind?

•     •     •



Merlin Polzin [Trainer] |#6015
20.09.2026 - 19:15 Uhr
@RauteStrikesBa

Danke dir, das weiß ich zu schätzen.

Wo es irgendwie wirklich schade wird, ist, wenn Leute sich dermaßen auf der persönlichen Ebene festgefahren haben, dass die Reziprozität qua User-Name verweigert wird.

Wie man auch jetzt wieder sehen kann, ist inhaltliches Contra scheinbar nur mit persönlicher oder wertender Note möglich. Der Beitrag war am Ende auch ein Versuch der Reflexion bzgl. wiederkehrend geäußerten Unmuts über wiederkehrende Themen im HSV-Spiel, die man aber nunmal nicht verändern kann.
Anstatt das anzunehmen, ist die erste Reaktion persönliche "Irritation" über einen Punkt, den ich davor selber anspreche. So viel dann zu den "Motiven", die einige hier ständig gerne diskutieren wollen.

Dabei hätte man durchaus über meine Aussagen und den xG Wert von Köln als potenzielles Gegenargument diskutieren können. Denn die Idee, dass ein xG Wert der Aussage, dass "selbst" Köln den tiefen Block immer wieder erfolgreich bespielen konnte, widersprechen würde, greift natürlich inhaltlich deutlich zu kurz bzw. verfehlt das Thema.

Die Auflösung dafür ist relativ einfach: Gerne mal schauen, gegen wen Köln diese xG Werte produziert hat, wie da die jeweilige Anlage des Gegners war, wer wie viel Ballbesitz hatte und dann überlegen, inwiefern das mit der Partie gegen den HSV mit 70+ % Ballbesitz in der ersten Hälfte und der dortigen Aufgabenstellung vergleichbar ist. Nämlich gar nicht.

Was die Frage danach, welche Probleme andere Mannschaften in ihrem Spiel haben genau zur Sache tut, ist mir genauso schleierhaft. Ich hab in der Schulzeit gerne darauf verwiesen, dass der Notenschnitt insgesamt schlecht war - hat meine Note nur leider nicht besser gemacht und war am Ende für Versetzungen auch nicht relevant.

Ich habe über Dinge gesprochen, die sich beim HSV hartnäckig halten und die unabhängig von Spielerqualität mMn taktisch gelöst werden können. Die Dinge, von deren Wiederholung man so irritiert ist.
Man könnte ja widersprechen und erklären, warum man die Staffelung von der ich spreche nicht anpassen kann, oder warum man seinen Aufbau, die Restverteidigung o.Ä. nicht anpassen kann bzw. welche Nachteile das wiederum hätte. Das passiert aber nicht.
Stattdessen stellt man einfach mal die Idee in den Raum, dass hier Dinge verlangt werden, die schlichtweg von vielen Mannschaften nicht zu leisten seien - was im Umkehrschluss bedeuten würde, dass meine "Forderungen" schlichtweg völlig überzogen sind und von einem HSV nicht zu leisten.

Bequem ist das allemal, weil man dafür selber weder Belege noch inhaltlich nachvollziehbare Argumente braucht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RoyalOak am 20.09.2026 um 19:25 Uhr bearbeitet
Merlin Polzin [Trainer] |#6016
20.09.2026 - 19:34 Uhr
Zitat von RoyalOak
@RauteStrikesBa

...

Wo es irgendwie wirklich schade wird, ist, wenn Leute sich dermaßen auf der persönlichen Ebene festgefahren haben, dass die Reziprozität qua User-Name verweigert wird.

Wie man auch jetzt wieder sehen kann, ist inhaltliches Contra scheinbar nur mit persönlicher oder wertender Note möglich. Der Beitrag war am Ende auch ein Versuch der Reflexion bzgl. wiederkehrend geäußerten Unmuts über wiederkehrende Themen im HSV-Spiel, die man aber nunmal nicht verändern kann.
Anstatt das anzunehmen, ist die erste Reaktion persönliche "Irritation" über einen Punkt, den ich davor selber anspreche. So viel dann zu den "Motiven", die einige hier ständig gerne diskutieren wollen.
...


Du willst mir erzählen, dass ich mich auf Grund deines User-Namens nicht inhaltlich mit deinen Beiträgen auseinandersetze?

Komplett lächerliche Aussage.

Du schreibst viele richtige Dinge. Solche Aussagen ziehen sich allerdings regelmäßig durch deine Beiträge. Deine Schlussfolgerungen basieren auf falschen und einseitigen Annahmen. Dass du das nicht erkennen willst, macht für mich eine weitere Auseinandersetzung mit deinen "Argumenten" völlig sinnlos.

Wir machen Fehler, wenn wir verteidigen?
Wow, da hast du ja mal, etwas komplett Neues in die Diskussion gebracht.

Wir machen dieselben Fehler, die auch 10 andere Mannschaften machen?
Wie kann das denn sein?

Super "Analyse"!

•     •     •



Merlin Polzin [Trainer] |#6017
20.09.2026 - 21:00 Uhr
Zitat von totaalvoetbal_1887
Zitat von RoyalOak

@RauteStrikesBa

...

Wo es irgendwie wirklich schade wird, ist, wenn Leute sich dermaßen auf der persönlichen Ebene festgefahren haben, dass die Reziprozität qua User-Name verweigert wird.

Wie man auch jetzt wieder sehen kann, ist inhaltliches Contra scheinbar nur mit persönlicher oder wertender Note möglich. Der Beitrag war am Ende auch ein Versuch der Reflexion bzgl. wiederkehrend geäußerten Unmuts über wiederkehrende Themen im HSV-Spiel, die man aber nunmal nicht verändern kann.
Anstatt das anzunehmen, ist die erste Reaktion persönliche "Irritation" über einen Punkt, den ich davor selber anspreche. So viel dann zu den "Motiven", die einige hier ständig gerne diskutieren wollen.
...


Du willst mir erzählen, dass ich mich auf Grund deines User-Namens nicht inhaltlich mit deinen Beiträgen auseinandersetze?

Komplett lächerliche Aussage.

Du schreibst viele richtige Dinge. Solche Aussagen ziehen sich allerdings regelmäßig durch deine Beiträge. Deine Schlussfolgerungen basieren auf falschen und einseitigen Annahmen. Dass du das nicht erkennen willst, macht für mich eine weitere Auseinandersetzung mit deinen "Argumenten" völlig sinnlos.

Wir machen Fehler, wenn wir verteidigen?
Wow, da hast du ja mal, etwas komplett Neues in die Diskussion gebracht.

Wir machen dieselben Fehler, die auch 10 andere Mannschaften machen?
Wie kann das denn sein?

Super "Analyse"!


Ich glaube die sehr negativen Schlussfolgerungen resultieren aus einer hohen Erwartungshaltung. Einige User haben uns ja im gesicherten Mittelfeld oder gar besser gesehen. Wenn man glaubt unser Kader sei so gut, ist Enttäuschung über das Gebotene vorprogrammiert.

Ich bin bekanntlich davon überzeugt, dass wir auch dieses Jahr nur um das Erreichen von Platz 15 kämpfen werden, weil sich die Substanz im Kader nicht so schnell steigern lässt, wenn der Verein keinen Goldesel hat.

Das dann die Sache gerade am Anfang wacklig ist, habe ich für mich eingepreist. Und für mich war das Spiel in Dortmund ok, Mainz System Zusammenbruch, Leipzig zu mutig und dadurch klar zu hoch geschlagen, Köln erst zittrig und dann befreit. Insgesamt nicht super aber vertretbar.

Andere Teams in unserer Kategorie machen es nicht besser.

Und das wird so weitergehen, wir werden kaum zu Punkten durch überlegenes Spiel kommen, Disziplin, Kampf, Standards und verbesserte Konter werden es richten müssen. Wie man das einordnet hängt von der Erwartung ab, ist ja auch normal.

•     •     •

Von allen Unglücklichen ist jener am unglücklichsten, der dereinst Glück gekannt hat
Merlin Polzin [Trainer] |#6018
20.09.2026 - 23:20 Uhr
Zitat von RoyalOak
Ich stehe nach dem Spiel zwischen riesiger Erleichterung über unfassbar wichtige drei Punkte und der Erkenntnis, dass unter der Haube weiterhin exakt dasselbe passiert und man scheinbar selbst diesen Saisonstart nicht zum Anlass nimmt, gewisse Dinge zu überdenken. Mit der Art und Weise wird man in der Bundesliga nicht viele Spiele gewinnen können.

Dass man nach drei Niederlagen und mit dem brennenden Baum, der schon herrscht, irgendwie Sicherheit suchen will, ist im Grundsatz völlig verständlich. (…)

Sicherheit findet aber nicht nur in der Defensive statt, sondern kann auch und gerade mit dem Ball gewonnen werden.

(…) Costa hat unsere Zentrale als "Prunkstück" bezeichnet, aber wir trauen uns nicht - und oder es den Spielern nicht zu - gegen eine Mannschaft wie Köln das Mittelfeld zu kontrollieren? (…)


Ich habe mal ein bisschen gekürzt, auf die für mich zentralen Punkte.

Ich persönlich fand das Auftreten gegen Köln konsequent dem folgend, was davor angekündigt wurde: Back to the Basics, erstmal die einfachen Dinge wieder richtig machen. Besonders auffällig fand ich dies in der ersten Halbzeit bei unseren Innenverteidigern: Immer wenn es (auch nur ein bisschen) knapp wurde, wurde der Ball nach vorne geschlagen anstatt es spielerisch zu lösen.

Für mich hat Polzin hier ein sehr gutes Gefühl dafür bewiesen, was nach dem Saisonstart möglich war - und was nicht. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich das Spiel gegen Mainz nicht gesehen habe. Aber irgendwas muss hier passiert sein, gegen Leipzig habe ich eine sehr verunsicherte Mannschaft gesehen, die ich gegen Dortmund noch nicht gesehen hatte. Pässe über 5 Meter gingen unbedrängt ins Aus. Kontersituationen wurden miserabel ausgespielt. Zwei (!!!) Tore in einem Spiel fallen, weil der jeweilige IV als letzter Mann den Ball verliert. Das hat mich in dem Spiel verwirrt/irritiert, weil das ja nichts mit der individuellen Qualität zu tun hat, sondern man sonst eher so vom 30. Spieltag bei Mannschaften aus dem Tabellenkeller kennt. Die Mannschaft war irgendwie innerhalb von 3 Spielen von der guten und selbstbewussten Vorbereitung in den vollen Krisenmodus mit maximaler Verunsicherung gekommen.

Ich rechne Polzin hoch an, dass er das direkt gespürt hat: Nach Leipzig hat er sich 100% vor die Mannschaft gestellt und wollte trotz 0:5 ein deutlich besseres Spiel gesehen haben, als es (aus meiner Sicht) in Wirklichkeit war. In Köln hat er seine bisherige Idee über den Haufen geworfen und der vorherrschenden Verunsicherung angepasst. Kein hohes Pressing, wenig Räume zulassen, Safety first. Rückblickend genau das richtige, wobei uns der Spielverlauf natürlich auch in die Hände gespielt hat und wir auch das Spielglück hatten, das man in solchen Situationen braucht. In der zweiten Halbzeit war das Selbstvertrauen dann wieder mehr da und plötzlich konnte man wieder Dinge machen/spielerisch lösen, die so in der ersten Halbzeit niemals möglich gewesen wären. Oder im blödesten Fall wieder dazu geführt hätten, dass wir uns quasi selber mind. 2 Tore einschenken.

Wichtig ist daher für mich nicht, wie wir gegen Köln gespielt haben. Wichtig ist, dass wir gewonnen haben und das Selbstvertrauen teilweise wieder zurückgekommen ist. Für mich geht es jetzt darum, es gegen Hoffenheim und Stuttgart nicht direkt wieder kaputt zu machen, sondern über Kampf und die Grundtugenden die Gemeinschaft und das Selbstverständnis aufzubauen, das uns letzte Saison stark gemacht hat. Das muss nicht schön sein, wichtiger wäre, dass 1-2 Punkte dabei herausspringen und man mithalten kann (also kein 0:5).

Danach kann es dann auf diesem Fundament aufbauend darum gehen, sich spielerisch weiterzuentwickeln und hier auch besser als letzte Saison zu werden. Daran werde ich Polzin messen und das ist auch mein Anspruch an ihn und den HSV. Und nicht, dass wir jetzt unter maximaler Verunsicherung teilweise keinen guten Fußball gespielt haben.

Ich glaube, der unerwartet schlechte Saisonstart hat alle verunsichert und überrascht: Das Trainerteam, die Mannschaft und nicht zuletzt uns Fans. Alle haben uns für weiter und stabiler gehalten, als wir offensichtlich in Wirklichkeit waren. Nun geht es darum, daraus keine ausgewachsene Krise entstehen zu lassen, sondern sich alle gemeinsam wieder Sicherheit zu holen. Die Fans sind nach dem Spiel gegen Leipzig und gegen Köln hier in Vorleistung gegangen. Das hat der Mannschaft gegen Köln sichtbar geholfen und in der zweiten Halbzeit konnte sie es in Ansätzen schon zurückzahlen.

Hoffentlich geht es so weiter. Dann werden wir mittelfristig auch eine spielerische Weiterentwicklung sehen, da bin ich mir sicher.

•     •     •

"Wenn die Tür offen steht, rennt der HSV mit Wucht gegen den Rahmen" - Hamburger Morgenpost
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