| Geburtsdatum | 29.07.2003 |
|---|---|
| Alter | 23 |
| Nat. |
Südkorea |
| Größe | 1,78m |
| Vertrag bis | 30.06.2029 |
| Position | Zentrales Mittelfeld |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | Borussia Mönchengladbach |
Leistungsdaten: 25/26
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 28 | 3 | 1 | ||
![]() | Bundesliga | 26 | 3 | 1 | |
![]() | DFB-Pokal | 2 | - | - | |
Jens Castrop [17]
18.05.2025 - 13:47 Uhr
29.04.2026 - 07:54 Uhr
Castrop gilt als Wiederholungstäter, die 2. Rote in der Saison wegen groben Foulspiels, da sind 3 Spiele Sperre schon mal drin. Saison gelaufen, denke das Ullrich bzw. Hack nun ran dürfen.
29.04.2026 - 07:56 Uhr
Zitat von Doktor_Dree
Ob es der 1. oder der 32. Spieltag ist, ist für das Strafmaß aber egal bzw. _darf_ da keine Rolle spielen.
Auch wenn es @Pumuckel65 ja schon bestens erklärt hat, noch mal die Gründe, warum sowohl die rote Karte als auch das Strafmaß völlig korrekt sind. Und das Strafmaß für Kohr damals auch BTW.
Damit eine Rote wegen groben Foulspiels ("rohes Spiel") gerechtfertigt ist, müssen zwei von drei Punkte erfüllt sein. a) Ball nicht erreichbar; b) Trefferbild oberhalb des Knöchels bzw. von hinten etc. - und damit potenziell sehr hohes Verletzungsrisiko; c) hohe Dynamik und damit potenziell höheres Verletzungsrisiko.
a) und c) sind bei Castrops Foul ganz klar erfüllt, daher griff auch der VAR nicht ein. Da hilft auch die Vereinsbrille nicht, der Ball ist meilenweit weg und Castrop kommt im Full-Speed-Modus von hinten reingerauscht.
b) ist nicht erfüllt, der Treffer war ganz klar "softer" als es zunächst aussah. Das hilft aber nix, das macht a) und c) nicht wett. Oder anders gesagt: Wäre der Ball in der Nähe gewesen, wäre es nur gelb gewesen. Wäre das Foul quasi im Stand passiert, wäre es auch nur gelb gewesen - selbst wenn der Ball schon im Toraus gewesen wäre. Oder andersrum: Hätte Castrop Kumbedi im Stand und im Kampf um den Ball voll aufs Knie gehämmert, wäre es _nicht_ rot. Es ist eben die Kombination aus zwei der drei Punkte.
Von daher: rote Karte 100 % richtig. Und dann beträgt das Mindeststrafmaß zwei Spiele, auch da gibt es null Verhandlungsspielraum. Reduziert werden auf ein Spiel kann es nur, wenn im Nachhinein einer der drei genannten Punkte doch nicht zutraf. Wäre hingegen auch das Trefferbild zu Lasten von Castrop gegangen (so wie beim Foul von Kohr an Moerstedt) wären es drei Spiele als "Standard" gewesen. Käme noch eine Verletzung mit Ausfall des gefoulten Spielers hinzu, hätte das Schiedsgericht weiter erhöhen können. Das war aber bei Castrops Foul nicht der Fall. Und bei Kohrs Foul auch nicht. Moerstedt kam ja mit Schrammen davon. Dass das eher ein Wunder war, hat das Schiedsgericht nicht zu bewerten bzw. auch da wieder: Es _darf_ nicht.
Warum bekam Castrop jetzt dennoch drei statt zwei Spiele obwohl das Trefferbild so "soft" war? Weil er für das selbe Vergehen in der selben Saison bereits rot sah. Damit ist er zweifelsfrei Wiederholungstäter und damit ist ein Spiel "plus" auch wieder die ganz normale Folge. Und das war auch das Minimum, wäre bei den beiden Roten das Trefferbild "hart", wäre die Zusatzsperre noch einmal verschärft worden. Dann wären es im ersten Fall schon drei Spiele gewesen, jetzt wieder drei plus dann zwei wegen Wiederholung.
Und warum bekam Kohr dann um Gottes Willen nur drei Spiele? Weil er allen Unkenrufen zum trotz _kein_ Wiederholungstäter war! Es war erst Kohrs dritte Rote. Und die beiden anderen waren wegen einer Notbremse und eines Trikotzupfers (die war übrigens völlig albern, war aber noch vor VAR meine ich). Kohr konnte also gar nicht schärfer bestraft werden. Da kann der Stammtisch noch so schreien inkl. sogenannter Experten wie Olaf Thon ("12 Spiele Sperre !!!"), ein Gericht muss sich an die eigenen Gesetze (=Regeln) halten, sonst sind wir wieder bei den Gladiatoren, wo das Volk den Daumen senkt.
BTW: Dass bei Kohrs sechs gelb-roten Karten vorher auch mindestens zwei eigentlich (dunkel)rot waren, darf vor dem Schiedsgericht auch wieder keine Rolle spielen. Gelb wird (noch!) weder vom VAR geprüft noch im Nachhinein verhandelt. Das waren (teils falsche) Tatsachentscheidungen, die eben nicht mehr der Gerichtsbarkeit unterliegen.
Also alles eigentlich ganz einfach
Zitat von JohnnyTest91
Drei Spiele finde ich hart... zwei hätte ich jetzt vermutet und auch für okay befunden.
Man greift da doch ein bisschen sehr krass in den Abstiegskampf ein mMn.
Drei Spiele finde ich hart... zwei hätte ich jetzt vermutet und auch für okay befunden.
Man greift da doch ein bisschen sehr krass in den Abstiegskampf ein mMn.
Ob es der 1. oder der 32. Spieltag ist, ist für das Strafmaß aber egal bzw. _darf_ da keine Rolle spielen.
Auch wenn es @Pumuckel65 ja schon bestens erklärt hat, noch mal die Gründe, warum sowohl die rote Karte als auch das Strafmaß völlig korrekt sind. Und das Strafmaß für Kohr damals auch BTW.
Damit eine Rote wegen groben Foulspiels ("rohes Spiel") gerechtfertigt ist, müssen zwei von drei Punkte erfüllt sein. a) Ball nicht erreichbar; b) Trefferbild oberhalb des Knöchels bzw. von hinten etc. - und damit potenziell sehr hohes Verletzungsrisiko; c) hohe Dynamik und damit potenziell höheres Verletzungsrisiko.
a) und c) sind bei Castrops Foul ganz klar erfüllt, daher griff auch der VAR nicht ein. Da hilft auch die Vereinsbrille nicht, der Ball ist meilenweit weg und Castrop kommt im Full-Speed-Modus von hinten reingerauscht.
b) ist nicht erfüllt, der Treffer war ganz klar "softer" als es zunächst aussah. Das hilft aber nix, das macht a) und c) nicht wett. Oder anders gesagt: Wäre der Ball in der Nähe gewesen, wäre es nur gelb gewesen. Wäre das Foul quasi im Stand passiert, wäre es auch nur gelb gewesen - selbst wenn der Ball schon im Toraus gewesen wäre. Oder andersrum: Hätte Castrop Kumbedi im Stand und im Kampf um den Ball voll aufs Knie gehämmert, wäre es _nicht_ rot. Es ist eben die Kombination aus zwei der drei Punkte.
Von daher: rote Karte 100 % richtig. Und dann beträgt das Mindeststrafmaß zwei Spiele, auch da gibt es null Verhandlungsspielraum. Reduziert werden auf ein Spiel kann es nur, wenn im Nachhinein einer der drei genannten Punkte doch nicht zutraf. Wäre hingegen auch das Trefferbild zu Lasten von Castrop gegangen (so wie beim Foul von Kohr an Moerstedt) wären es drei Spiele als "Standard" gewesen. Käme noch eine Verletzung mit Ausfall des gefoulten Spielers hinzu, hätte das Schiedsgericht weiter erhöhen können. Das war aber bei Castrops Foul nicht der Fall. Und bei Kohrs Foul auch nicht. Moerstedt kam ja mit Schrammen davon. Dass das eher ein Wunder war, hat das Schiedsgericht nicht zu bewerten bzw. auch da wieder: Es _darf_ nicht.
Warum bekam Castrop jetzt dennoch drei statt zwei Spiele obwohl das Trefferbild so "soft" war? Weil er für das selbe Vergehen in der selben Saison bereits rot sah. Damit ist er zweifelsfrei Wiederholungstäter und damit ist ein Spiel "plus" auch wieder die ganz normale Folge. Und das war auch das Minimum, wäre bei den beiden Roten das Trefferbild "hart", wäre die Zusatzsperre noch einmal verschärft worden. Dann wären es im ersten Fall schon drei Spiele gewesen, jetzt wieder drei plus dann zwei wegen Wiederholung.
Und warum bekam Kohr dann um Gottes Willen nur drei Spiele? Weil er allen Unkenrufen zum trotz _kein_ Wiederholungstäter war! Es war erst Kohrs dritte Rote. Und die beiden anderen waren wegen einer Notbremse und eines Trikotzupfers (die war übrigens völlig albern, war aber noch vor VAR meine ich). Kohr konnte also gar nicht schärfer bestraft werden. Da kann der Stammtisch noch so schreien inkl. sogenannter Experten wie Olaf Thon ("12 Spiele Sperre !!!"), ein Gericht muss sich an die eigenen Gesetze (=Regeln) halten, sonst sind wir wieder bei den Gladiatoren, wo das Volk den Daumen senkt.
BTW: Dass bei Kohrs sechs gelb-roten Karten vorher auch mindestens zwei eigentlich (dunkel)rot waren, darf vor dem Schiedsgericht auch wieder keine Rolle spielen. Gelb wird (noch!) weder vom VAR geprüft noch im Nachhinein verhandelt. Das waren (teils falsche) Tatsachentscheidungen, die eben nicht mehr der Gerichtsbarkeit unterliegen.
Also alles eigentlich ganz einfach

Ist das wirklich so, dass der VAR nicht bei Gelb oder Rot einschreitet?
Ich dachte dass der die Farbe in Frage stellen kann ,dh den Schiri an den Fernseher schicken kann ...
29.04.2026 - 10:22 Uhr
Zitat von Dasmeintalles
Ist das wirklich so, dass der VAR nicht bei Gelb oder Rot einschreitet?
Ich dachte dass der die Farbe in Frage stellen kann ,dh den Schiri an den Fernseher schicken kann ...
Zitat von Doktor_Dree
Ob es der 1. oder der 32. Spieltag ist, ist für das Strafmaß aber egal bzw. _darf_ da keine Rolle spielen.
Auch wenn es @Pumuckel65 ja schon bestens erklärt hat, noch mal die Gründe, warum sowohl die rote Karte als auch das Strafmaß völlig korrekt sind. Und das Strafmaß für Kohr damals auch BTW.
Damit eine Rote wegen groben Foulspiels ("rohes Spiel") gerechtfertigt ist, müssen zwei von drei Punkte erfüllt sein. a) Ball nicht erreichbar; b) Trefferbild oberhalb des Knöchels bzw. von hinten etc. - und damit potenziell sehr hohes Verletzungsrisiko; c) hohe Dynamik und damit potenziell höheres Verletzungsrisiko.
a) und c) sind bei Castrops Foul ganz klar erfüllt, daher griff auch der VAR nicht ein. Da hilft auch die Vereinsbrille nicht, der Ball ist meilenweit weg und Castrop kommt im Full-Speed-Modus von hinten reingerauscht.
b) ist nicht erfüllt, der Treffer war ganz klar "softer" als es zunächst aussah. Das hilft aber nix, das macht a) und c) nicht wett. Oder anders gesagt: Wäre der Ball in der Nähe gewesen, wäre es nur gelb gewesen. Wäre das Foul quasi im Stand passiert, wäre es auch nur gelb gewesen - selbst wenn der Ball schon im Toraus gewesen wäre. Oder andersrum: Hätte Castrop Kumbedi im Stand und im Kampf um den Ball voll aufs Knie gehämmert, wäre es _nicht_ rot. Es ist eben die Kombination aus zwei der drei Punkte.
Von daher: rote Karte 100 % richtig. Und dann beträgt das Mindeststrafmaß zwei Spiele, auch da gibt es null Verhandlungsspielraum. Reduziert werden auf ein Spiel kann es nur, wenn im Nachhinein einer der drei genannten Punkte doch nicht zutraf. Wäre hingegen auch das Trefferbild zu Lasten von Castrop gegangen (so wie beim Foul von Kohr an Moerstedt) wären es drei Spiele als "Standard" gewesen. Käme noch eine Verletzung mit Ausfall des gefoulten Spielers hinzu, hätte das Schiedsgericht weiter erhöhen können. Das war aber bei Castrops Foul nicht der Fall. Und bei Kohrs Foul auch nicht. Moerstedt kam ja mit Schrammen davon. Dass das eher ein Wunder war, hat das Schiedsgericht nicht zu bewerten bzw. auch da wieder: Es _darf_ nicht.
Warum bekam Castrop jetzt dennoch drei statt zwei Spiele obwohl das Trefferbild so "soft" war? Weil er für das selbe Vergehen in der selben Saison bereits rot sah. Damit ist er zweifelsfrei Wiederholungstäter und damit ist ein Spiel "plus" auch wieder die ganz normale Folge. Und das war auch das Minimum, wäre bei den beiden Roten das Trefferbild "hart", wäre die Zusatzsperre noch einmal verschärft worden. Dann wären es im ersten Fall schon drei Spiele gewesen, jetzt wieder drei plus dann zwei wegen Wiederholung.
Und warum bekam Kohr dann um Gottes Willen nur drei Spiele? Weil er allen Unkenrufen zum trotz _kein_ Wiederholungstäter war! Es war erst Kohrs dritte Rote. Und die beiden anderen waren wegen einer Notbremse und eines Trikotzupfers (die war übrigens völlig albern, war aber noch vor VAR meine ich). Kohr konnte also gar nicht schärfer bestraft werden. Da kann der Stammtisch noch so schreien inkl. sogenannter Experten wie Olaf Thon ("12 Spiele Sperre !!!"), ein Gericht muss sich an die eigenen Gesetze (=Regeln) halten, sonst sind wir wieder bei den Gladiatoren, wo das Volk den Daumen senkt.
BTW: Dass bei Kohrs sechs gelb-roten Karten vorher auch mindestens zwei eigentlich (dunkel)rot waren, darf vor dem Schiedsgericht auch wieder keine Rolle spielen. Gelb wird (noch!) weder vom VAR geprüft noch im Nachhinein verhandelt. Das waren (teils falsche) Tatsachentscheidungen, die eben nicht mehr der Gerichtsbarkeit unterliegen.
Also alles eigentlich ganz einfach
Zitat von JohnnyTest91
Drei Spiele finde ich hart... zwei hätte ich jetzt vermutet und auch für okay befunden.
Man greift da doch ein bisschen sehr krass in den Abstiegskampf ein mMn.
Drei Spiele finde ich hart... zwei hätte ich jetzt vermutet und auch für okay befunden.
Man greift da doch ein bisschen sehr krass in den Abstiegskampf ein mMn.
Ob es der 1. oder der 32. Spieltag ist, ist für das Strafmaß aber egal bzw. _darf_ da keine Rolle spielen.
Auch wenn es @Pumuckel65 ja schon bestens erklärt hat, noch mal die Gründe, warum sowohl die rote Karte als auch das Strafmaß völlig korrekt sind. Und das Strafmaß für Kohr damals auch BTW.
Damit eine Rote wegen groben Foulspiels ("rohes Spiel") gerechtfertigt ist, müssen zwei von drei Punkte erfüllt sein. a) Ball nicht erreichbar; b) Trefferbild oberhalb des Knöchels bzw. von hinten etc. - und damit potenziell sehr hohes Verletzungsrisiko; c) hohe Dynamik und damit potenziell höheres Verletzungsrisiko.
a) und c) sind bei Castrops Foul ganz klar erfüllt, daher griff auch der VAR nicht ein. Da hilft auch die Vereinsbrille nicht, der Ball ist meilenweit weg und Castrop kommt im Full-Speed-Modus von hinten reingerauscht.
b) ist nicht erfüllt, der Treffer war ganz klar "softer" als es zunächst aussah. Das hilft aber nix, das macht a) und c) nicht wett. Oder anders gesagt: Wäre der Ball in der Nähe gewesen, wäre es nur gelb gewesen. Wäre das Foul quasi im Stand passiert, wäre es auch nur gelb gewesen - selbst wenn der Ball schon im Toraus gewesen wäre. Oder andersrum: Hätte Castrop Kumbedi im Stand und im Kampf um den Ball voll aufs Knie gehämmert, wäre es _nicht_ rot. Es ist eben die Kombination aus zwei der drei Punkte.
Von daher: rote Karte 100 % richtig. Und dann beträgt das Mindeststrafmaß zwei Spiele, auch da gibt es null Verhandlungsspielraum. Reduziert werden auf ein Spiel kann es nur, wenn im Nachhinein einer der drei genannten Punkte doch nicht zutraf. Wäre hingegen auch das Trefferbild zu Lasten von Castrop gegangen (so wie beim Foul von Kohr an Moerstedt) wären es drei Spiele als "Standard" gewesen. Käme noch eine Verletzung mit Ausfall des gefoulten Spielers hinzu, hätte das Schiedsgericht weiter erhöhen können. Das war aber bei Castrops Foul nicht der Fall. Und bei Kohrs Foul auch nicht. Moerstedt kam ja mit Schrammen davon. Dass das eher ein Wunder war, hat das Schiedsgericht nicht zu bewerten bzw. auch da wieder: Es _darf_ nicht.
Warum bekam Castrop jetzt dennoch drei statt zwei Spiele obwohl das Trefferbild so "soft" war? Weil er für das selbe Vergehen in der selben Saison bereits rot sah. Damit ist er zweifelsfrei Wiederholungstäter und damit ist ein Spiel "plus" auch wieder die ganz normale Folge. Und das war auch das Minimum, wäre bei den beiden Roten das Trefferbild "hart", wäre die Zusatzsperre noch einmal verschärft worden. Dann wären es im ersten Fall schon drei Spiele gewesen, jetzt wieder drei plus dann zwei wegen Wiederholung.
Und warum bekam Kohr dann um Gottes Willen nur drei Spiele? Weil er allen Unkenrufen zum trotz _kein_ Wiederholungstäter war! Es war erst Kohrs dritte Rote. Und die beiden anderen waren wegen einer Notbremse und eines Trikotzupfers (die war übrigens völlig albern, war aber noch vor VAR meine ich). Kohr konnte also gar nicht schärfer bestraft werden. Da kann der Stammtisch noch so schreien inkl. sogenannter Experten wie Olaf Thon ("12 Spiele Sperre !!!"), ein Gericht muss sich an die eigenen Gesetze (=Regeln) halten, sonst sind wir wieder bei den Gladiatoren, wo das Volk den Daumen senkt.
BTW: Dass bei Kohrs sechs gelb-roten Karten vorher auch mindestens zwei eigentlich (dunkel)rot waren, darf vor dem Schiedsgericht auch wieder keine Rolle spielen. Gelb wird (noch!) weder vom VAR geprüft noch im Nachhinein verhandelt. Das waren (teils falsche) Tatsachentscheidungen, die eben nicht mehr der Gerichtsbarkeit unterliegen.
Also alles eigentlich ganz einfach

Ist das wirklich so, dass der VAR nicht bei Gelb oder Rot einschreitet?
Ich dachte dass der die Farbe in Frage stellen kann ,dh den Schiri an den Fernseher schicken kann ...
Bei Rot: Ja.
Bei Gelb: Nein.
Bei Geld-Rot: Nein (da es zwei gelbe sind)*
Aus IFAB: Der Video-Assistent (VAR) greift grundsätzlich nicht bei einfachen Gelben Karten ein, da diese nicht als „klare Fehlentscheidung“ im Rahmen der vier Interventionsbereiche (Tor, Elfmeter, Rote Karte, Verwechslung) gelten.
Das heißt, der VAR darf bei einer unberechtigten roten Karte den Schiri darauf hinweisen, sodass der u. U. die Rote zurückzieht und Gelb gibt. Oder auch gar nichts gibt. Umgekehrt geht es nicht. Zieht der Schiri gelb ist es gelb (außer bei Verwechslung, dann muss der VAR sogar eingreifen).
(*) Dies wird zur WM 2026 zumindest auf FIFA-Ebene geändert.
29.04.2026 - 12:28 Uhr
Zitat von Doktor_Dree
Bei Rot: Ja.
Bei Gelb: Nein.
Bei Geld-Rot: Nein (da es zwei gelbe sind)*
Aus IFAB: Der Video-Assistent (VAR) greift grundsätzlich nicht bei einfachen Gelben Karten ein, da diese nicht als „klare Fehlentscheidung“ im Rahmen der vier Interventionsbereiche (Tor, Elfmeter, Rote Karte, Verwechslung) gelten.
Das heißt, der VAR darf bei einer unberechtigten roten Karte den Schiri darauf hinweisen, sodass der u. U. die Rote zurückzieht und Gelb gibt. Oder auch gar nichts gibt. Umgekehrt geht es nicht. Zieht der Schiri gelb ist es gelb (außer bei Verwechslung, dann muss der VAR sogar eingreifen).
(*) Dies wird zur WM 2026 zumindest auf FIFA-Ebene geändert.
Zitat von Dasmeintalles
Ist das wirklich so, dass der VAR nicht bei Gelb oder Rot einschreitet?
Ich dachte dass der die Farbe in Frage stellen kann ,dh den Schiri an den Fernseher schicken kann ...
Zitat von Doktor_Dree
Ob es der 1. oder der 32. Spieltag ist, ist für das Strafmaß aber egal bzw. _darf_ da keine Rolle spielen.
Auch wenn es @Pumuckel65 ja schon bestens erklärt hat, noch mal die Gründe, warum sowohl die rote Karte als auch das Strafmaß völlig korrekt sind. Und das Strafmaß für Kohr damals auch BTW.
Damit eine Rote wegen groben Foulspiels ("rohes Spiel") gerechtfertigt ist, müssen zwei von drei Punkte erfüllt sein. a) Ball nicht erreichbar; b) Trefferbild oberhalb des Knöchels bzw. von hinten etc. - und damit potenziell sehr hohes Verletzungsrisiko; c) hohe Dynamik und damit potenziell höheres Verletzungsrisiko.
a) und c) sind bei Castrops Foul ganz klar erfüllt, daher griff auch der VAR nicht ein. Da hilft auch die Vereinsbrille nicht, der Ball ist meilenweit weg und Castrop kommt im Full-Speed-Modus von hinten reingerauscht.
b) ist nicht erfüllt, der Treffer war ganz klar "softer" als es zunächst aussah. Das hilft aber nix, das macht a) und c) nicht wett. Oder anders gesagt: Wäre der Ball in der Nähe gewesen, wäre es nur gelb gewesen. Wäre das Foul quasi im Stand passiert, wäre es auch nur gelb gewesen - selbst wenn der Ball schon im Toraus gewesen wäre. Oder andersrum: Hätte Castrop Kumbedi im Stand und im Kampf um den Ball voll aufs Knie gehämmert, wäre es _nicht_ rot. Es ist eben die Kombination aus zwei der drei Punkte.
Von daher: rote Karte 100 % richtig. Und dann beträgt das Mindeststrafmaß zwei Spiele, auch da gibt es null Verhandlungsspielraum. Reduziert werden auf ein Spiel kann es nur, wenn im Nachhinein einer der drei genannten Punkte doch nicht zutraf. Wäre hingegen auch das Trefferbild zu Lasten von Castrop gegangen (so wie beim Foul von Kohr an Moerstedt) wären es drei Spiele als "Standard" gewesen. Käme noch eine Verletzung mit Ausfall des gefoulten Spielers hinzu, hätte das Schiedsgericht weiter erhöhen können. Das war aber bei Castrops Foul nicht der Fall. Und bei Kohrs Foul auch nicht. Moerstedt kam ja mit Schrammen davon. Dass das eher ein Wunder war, hat das Schiedsgericht nicht zu bewerten bzw. auch da wieder: Es _darf_ nicht.
Warum bekam Castrop jetzt dennoch drei statt zwei Spiele obwohl das Trefferbild so "soft" war? Weil er für das selbe Vergehen in der selben Saison bereits rot sah. Damit ist er zweifelsfrei Wiederholungstäter und damit ist ein Spiel "plus" auch wieder die ganz normale Folge. Und das war auch das Minimum, wäre bei den beiden Roten das Trefferbild "hart", wäre die Zusatzsperre noch einmal verschärft worden. Dann wären es im ersten Fall schon drei Spiele gewesen, jetzt wieder drei plus dann zwei wegen Wiederholung.
Und warum bekam Kohr dann um Gottes Willen nur drei Spiele? Weil er allen Unkenrufen zum trotz _kein_ Wiederholungstäter war! Es war erst Kohrs dritte Rote. Und die beiden anderen waren wegen einer Notbremse und eines Trikotzupfers (die war übrigens völlig albern, war aber noch vor VAR meine ich). Kohr konnte also gar nicht schärfer bestraft werden. Da kann der Stammtisch noch so schreien inkl. sogenannter Experten wie Olaf Thon ("12 Spiele Sperre !!!"), ein Gericht muss sich an die eigenen Gesetze (=Regeln) halten, sonst sind wir wieder bei den Gladiatoren, wo das Volk den Daumen senkt.
BTW: Dass bei Kohrs sechs gelb-roten Karten vorher auch mindestens zwei eigentlich (dunkel)rot waren, darf vor dem Schiedsgericht auch wieder keine Rolle spielen. Gelb wird (noch!) weder vom VAR geprüft noch im Nachhinein verhandelt. Das waren (teils falsche) Tatsachentscheidungen, die eben nicht mehr der Gerichtsbarkeit unterliegen.
Also alles eigentlich ganz einfach
Zitat von JohnnyTest91
Drei Spiele finde ich hart... zwei hätte ich jetzt vermutet und auch für okay befunden.
Man greift da doch ein bisschen sehr krass in den Abstiegskampf ein mMn.
Drei Spiele finde ich hart... zwei hätte ich jetzt vermutet und auch für okay befunden.
Man greift da doch ein bisschen sehr krass in den Abstiegskampf ein mMn.
Ob es der 1. oder der 32. Spieltag ist, ist für das Strafmaß aber egal bzw. _darf_ da keine Rolle spielen.
Auch wenn es @Pumuckel65 ja schon bestens erklärt hat, noch mal die Gründe, warum sowohl die rote Karte als auch das Strafmaß völlig korrekt sind. Und das Strafmaß für Kohr damals auch BTW.
Damit eine Rote wegen groben Foulspiels ("rohes Spiel") gerechtfertigt ist, müssen zwei von drei Punkte erfüllt sein. a) Ball nicht erreichbar; b) Trefferbild oberhalb des Knöchels bzw. von hinten etc. - und damit potenziell sehr hohes Verletzungsrisiko; c) hohe Dynamik und damit potenziell höheres Verletzungsrisiko.
a) und c) sind bei Castrops Foul ganz klar erfüllt, daher griff auch der VAR nicht ein. Da hilft auch die Vereinsbrille nicht, der Ball ist meilenweit weg und Castrop kommt im Full-Speed-Modus von hinten reingerauscht.
b) ist nicht erfüllt, der Treffer war ganz klar "softer" als es zunächst aussah. Das hilft aber nix, das macht a) und c) nicht wett. Oder anders gesagt: Wäre der Ball in der Nähe gewesen, wäre es nur gelb gewesen. Wäre das Foul quasi im Stand passiert, wäre es auch nur gelb gewesen - selbst wenn der Ball schon im Toraus gewesen wäre. Oder andersrum: Hätte Castrop Kumbedi im Stand und im Kampf um den Ball voll aufs Knie gehämmert, wäre es _nicht_ rot. Es ist eben die Kombination aus zwei der drei Punkte.
Von daher: rote Karte 100 % richtig. Und dann beträgt das Mindeststrafmaß zwei Spiele, auch da gibt es null Verhandlungsspielraum. Reduziert werden auf ein Spiel kann es nur, wenn im Nachhinein einer der drei genannten Punkte doch nicht zutraf. Wäre hingegen auch das Trefferbild zu Lasten von Castrop gegangen (so wie beim Foul von Kohr an Moerstedt) wären es drei Spiele als "Standard" gewesen. Käme noch eine Verletzung mit Ausfall des gefoulten Spielers hinzu, hätte das Schiedsgericht weiter erhöhen können. Das war aber bei Castrops Foul nicht der Fall. Und bei Kohrs Foul auch nicht. Moerstedt kam ja mit Schrammen davon. Dass das eher ein Wunder war, hat das Schiedsgericht nicht zu bewerten bzw. auch da wieder: Es _darf_ nicht.
Warum bekam Castrop jetzt dennoch drei statt zwei Spiele obwohl das Trefferbild so "soft" war? Weil er für das selbe Vergehen in der selben Saison bereits rot sah. Damit ist er zweifelsfrei Wiederholungstäter und damit ist ein Spiel "plus" auch wieder die ganz normale Folge. Und das war auch das Minimum, wäre bei den beiden Roten das Trefferbild "hart", wäre die Zusatzsperre noch einmal verschärft worden. Dann wären es im ersten Fall schon drei Spiele gewesen, jetzt wieder drei plus dann zwei wegen Wiederholung.
Und warum bekam Kohr dann um Gottes Willen nur drei Spiele? Weil er allen Unkenrufen zum trotz _kein_ Wiederholungstäter war! Es war erst Kohrs dritte Rote. Und die beiden anderen waren wegen einer Notbremse und eines Trikotzupfers (die war übrigens völlig albern, war aber noch vor VAR meine ich). Kohr konnte also gar nicht schärfer bestraft werden. Da kann der Stammtisch noch so schreien inkl. sogenannter Experten wie Olaf Thon ("12 Spiele Sperre !!!"), ein Gericht muss sich an die eigenen Gesetze (=Regeln) halten, sonst sind wir wieder bei den Gladiatoren, wo das Volk den Daumen senkt.
BTW: Dass bei Kohrs sechs gelb-roten Karten vorher auch mindestens zwei eigentlich (dunkel)rot waren, darf vor dem Schiedsgericht auch wieder keine Rolle spielen. Gelb wird (noch!) weder vom VAR geprüft noch im Nachhinein verhandelt. Das waren (teils falsche) Tatsachentscheidungen, die eben nicht mehr der Gerichtsbarkeit unterliegen.
Also alles eigentlich ganz einfach

Ist das wirklich so, dass der VAR nicht bei Gelb oder Rot einschreitet?
Ich dachte dass der die Farbe in Frage stellen kann ,dh den Schiri an den Fernseher schicken kann ...
Bei Rot: Ja.
Bei Gelb: Nein.
Bei Geld-Rot: Nein (da es zwei gelbe sind)*
Aus IFAB: Der Video-Assistent (VAR) greift grundsätzlich nicht bei einfachen Gelben Karten ein, da diese nicht als „klare Fehlentscheidung“ im Rahmen der vier Interventionsbereiche (Tor, Elfmeter, Rote Karte, Verwechslung) gelten.
Das heißt, der VAR darf bei einer unberechtigten roten Karte den Schiri darauf hinweisen, sodass der u. U. die Rote zurückzieht und Gelb gibt. Oder auch gar nichts gibt. Umgekehrt geht es nicht. Zieht der Schiri gelb ist es gelb (außer bei Verwechslung, dann muss der VAR sogar eingreifen).
(*) Dies wird zur WM 2026 zumindest auf FIFA-Ebene geändert.
Danke, so detailliert wusste ich das nicht.
Ich bin ja eh gegen den VAR, dass er nur strafmildernd in das Kartenspiel eingreifen kann ist auch komisch.
29.04.2026 - 14:05 Uhr
Zitat von Dasmeintalles
Danke, so detailliert wusste ich das nicht.
Ich bin ja eh gegen den VAR, dass er nur strafmildernd in das Kartenspiel eingreifen kann ist auch komisch.
Zitat von Doktor_Dree
Bei Rot: Ja.
Bei Gelb: Nein.
Bei Geld-Rot: Nein (da es zwei gelbe sind)*
Aus IFAB: Der Video-Assistent (VAR) greift grundsätzlich nicht bei einfachen Gelben Karten ein, da diese nicht als „klare Fehlentscheidung“ im Rahmen der vier Interventionsbereiche (Tor, Elfmeter, Rote Karte, Verwechslung) gelten.
Das heißt, der VAR darf bei einer unberechtigten roten Karte den Schiri darauf hinweisen, sodass der u. U. die Rote zurückzieht und Gelb gibt. Oder auch gar nichts gibt. Umgekehrt geht es nicht. Zieht der Schiri gelb ist es gelb (außer bei Verwechslung, dann muss der VAR sogar eingreifen).
(*) Dies wird zur WM 2026 zumindest auf FIFA-Ebene geändert.
Zitat von Dasmeintalles
Ist das wirklich so, dass der VAR nicht bei Gelb oder Rot einschreitet?
Ich dachte dass der die Farbe in Frage stellen kann ,dh den Schiri an den Fernseher schicken kann ...
Zitat von Doktor_Dree
Ob es der 1. oder der 32. Spieltag ist, ist für das Strafmaß aber egal bzw. _darf_ da keine Rolle spielen.
Auch wenn es @Pumuckel65 ja schon bestens erklärt hat, noch mal die Gründe, warum sowohl die rote Karte als auch das Strafmaß völlig korrekt sind. Und das Strafmaß für Kohr damals auch BTW.
Damit eine Rote wegen groben Foulspiels ("rohes Spiel") gerechtfertigt ist, müssen zwei von drei Punkte erfüllt sein. a) Ball nicht erreichbar; b) Trefferbild oberhalb des Knöchels bzw. von hinten etc. - und damit potenziell sehr hohes Verletzungsrisiko; c) hohe Dynamik und damit potenziell höheres Verletzungsrisiko.
a) und c) sind bei Castrops Foul ganz klar erfüllt, daher griff auch der VAR nicht ein. Da hilft auch die Vereinsbrille nicht, der Ball ist meilenweit weg und Castrop kommt im Full-Speed-Modus von hinten reingerauscht.
b) ist nicht erfüllt, der Treffer war ganz klar "softer" als es zunächst aussah. Das hilft aber nix, das macht a) und c) nicht wett. Oder anders gesagt: Wäre der Ball in der Nähe gewesen, wäre es nur gelb gewesen. Wäre das Foul quasi im Stand passiert, wäre es auch nur gelb gewesen - selbst wenn der Ball schon im Toraus gewesen wäre. Oder andersrum: Hätte Castrop Kumbedi im Stand und im Kampf um den Ball voll aufs Knie gehämmert, wäre es _nicht_ rot. Es ist eben die Kombination aus zwei der drei Punkte.
Von daher: rote Karte 100 % richtig. Und dann beträgt das Mindeststrafmaß zwei Spiele, auch da gibt es null Verhandlungsspielraum. Reduziert werden auf ein Spiel kann es nur, wenn im Nachhinein einer der drei genannten Punkte doch nicht zutraf. Wäre hingegen auch das Trefferbild zu Lasten von Castrop gegangen (so wie beim Foul von Kohr an Moerstedt) wären es drei Spiele als "Standard" gewesen. Käme noch eine Verletzung mit Ausfall des gefoulten Spielers hinzu, hätte das Schiedsgericht weiter erhöhen können. Das war aber bei Castrops Foul nicht der Fall. Und bei Kohrs Foul auch nicht. Moerstedt kam ja mit Schrammen davon. Dass das eher ein Wunder war, hat das Schiedsgericht nicht zu bewerten bzw. auch da wieder: Es _darf_ nicht.
Warum bekam Castrop jetzt dennoch drei statt zwei Spiele obwohl das Trefferbild so "soft" war? Weil er für das selbe Vergehen in der selben Saison bereits rot sah. Damit ist er zweifelsfrei Wiederholungstäter und damit ist ein Spiel "plus" auch wieder die ganz normale Folge. Und das war auch das Minimum, wäre bei den beiden Roten das Trefferbild "hart", wäre die Zusatzsperre noch einmal verschärft worden. Dann wären es im ersten Fall schon drei Spiele gewesen, jetzt wieder drei plus dann zwei wegen Wiederholung.
Und warum bekam Kohr dann um Gottes Willen nur drei Spiele? Weil er allen Unkenrufen zum trotz _kein_ Wiederholungstäter war! Es war erst Kohrs dritte Rote. Und die beiden anderen waren wegen einer Notbremse und eines Trikotzupfers (die war übrigens völlig albern, war aber noch vor VAR meine ich). Kohr konnte also gar nicht schärfer bestraft werden. Da kann der Stammtisch noch so schreien inkl. sogenannter Experten wie Olaf Thon ("12 Spiele Sperre !!!"), ein Gericht muss sich an die eigenen Gesetze (=Regeln) halten, sonst sind wir wieder bei den Gladiatoren, wo das Volk den Daumen senkt.
BTW: Dass bei Kohrs sechs gelb-roten Karten vorher auch mindestens zwei eigentlich (dunkel)rot waren, darf vor dem Schiedsgericht auch wieder keine Rolle spielen. Gelb wird (noch!) weder vom VAR geprüft noch im Nachhinein verhandelt. Das waren (teils falsche) Tatsachentscheidungen, die eben nicht mehr der Gerichtsbarkeit unterliegen.
Also alles eigentlich ganz einfach
Zitat von JohnnyTest91
Drei Spiele finde ich hart... zwei hätte ich jetzt vermutet und auch für okay befunden.
Man greift da doch ein bisschen sehr krass in den Abstiegskampf ein mMn.
Drei Spiele finde ich hart... zwei hätte ich jetzt vermutet und auch für okay befunden.
Man greift da doch ein bisschen sehr krass in den Abstiegskampf ein mMn.
Ob es der 1. oder der 32. Spieltag ist, ist für das Strafmaß aber egal bzw. _darf_ da keine Rolle spielen.
Auch wenn es @Pumuckel65 ja schon bestens erklärt hat, noch mal die Gründe, warum sowohl die rote Karte als auch das Strafmaß völlig korrekt sind. Und das Strafmaß für Kohr damals auch BTW.
Damit eine Rote wegen groben Foulspiels ("rohes Spiel") gerechtfertigt ist, müssen zwei von drei Punkte erfüllt sein. a) Ball nicht erreichbar; b) Trefferbild oberhalb des Knöchels bzw. von hinten etc. - und damit potenziell sehr hohes Verletzungsrisiko; c) hohe Dynamik und damit potenziell höheres Verletzungsrisiko.
a) und c) sind bei Castrops Foul ganz klar erfüllt, daher griff auch der VAR nicht ein. Da hilft auch die Vereinsbrille nicht, der Ball ist meilenweit weg und Castrop kommt im Full-Speed-Modus von hinten reingerauscht.
b) ist nicht erfüllt, der Treffer war ganz klar "softer" als es zunächst aussah. Das hilft aber nix, das macht a) und c) nicht wett. Oder anders gesagt: Wäre der Ball in der Nähe gewesen, wäre es nur gelb gewesen. Wäre das Foul quasi im Stand passiert, wäre es auch nur gelb gewesen - selbst wenn der Ball schon im Toraus gewesen wäre. Oder andersrum: Hätte Castrop Kumbedi im Stand und im Kampf um den Ball voll aufs Knie gehämmert, wäre es _nicht_ rot. Es ist eben die Kombination aus zwei der drei Punkte.
Von daher: rote Karte 100 % richtig. Und dann beträgt das Mindeststrafmaß zwei Spiele, auch da gibt es null Verhandlungsspielraum. Reduziert werden auf ein Spiel kann es nur, wenn im Nachhinein einer der drei genannten Punkte doch nicht zutraf. Wäre hingegen auch das Trefferbild zu Lasten von Castrop gegangen (so wie beim Foul von Kohr an Moerstedt) wären es drei Spiele als "Standard" gewesen. Käme noch eine Verletzung mit Ausfall des gefoulten Spielers hinzu, hätte das Schiedsgericht weiter erhöhen können. Das war aber bei Castrops Foul nicht der Fall. Und bei Kohrs Foul auch nicht. Moerstedt kam ja mit Schrammen davon. Dass das eher ein Wunder war, hat das Schiedsgericht nicht zu bewerten bzw. auch da wieder: Es _darf_ nicht.
Warum bekam Castrop jetzt dennoch drei statt zwei Spiele obwohl das Trefferbild so "soft" war? Weil er für das selbe Vergehen in der selben Saison bereits rot sah. Damit ist er zweifelsfrei Wiederholungstäter und damit ist ein Spiel "plus" auch wieder die ganz normale Folge. Und das war auch das Minimum, wäre bei den beiden Roten das Trefferbild "hart", wäre die Zusatzsperre noch einmal verschärft worden. Dann wären es im ersten Fall schon drei Spiele gewesen, jetzt wieder drei plus dann zwei wegen Wiederholung.
Und warum bekam Kohr dann um Gottes Willen nur drei Spiele? Weil er allen Unkenrufen zum trotz _kein_ Wiederholungstäter war! Es war erst Kohrs dritte Rote. Und die beiden anderen waren wegen einer Notbremse und eines Trikotzupfers (die war übrigens völlig albern, war aber noch vor VAR meine ich). Kohr konnte also gar nicht schärfer bestraft werden. Da kann der Stammtisch noch so schreien inkl. sogenannter Experten wie Olaf Thon ("12 Spiele Sperre !!!"), ein Gericht muss sich an die eigenen Gesetze (=Regeln) halten, sonst sind wir wieder bei den Gladiatoren, wo das Volk den Daumen senkt.
BTW: Dass bei Kohrs sechs gelb-roten Karten vorher auch mindestens zwei eigentlich (dunkel)rot waren, darf vor dem Schiedsgericht auch wieder keine Rolle spielen. Gelb wird (noch!) weder vom VAR geprüft noch im Nachhinein verhandelt. Das waren (teils falsche) Tatsachentscheidungen, die eben nicht mehr der Gerichtsbarkeit unterliegen.
Also alles eigentlich ganz einfach

Ist das wirklich so, dass der VAR nicht bei Gelb oder Rot einschreitet?
Ich dachte dass der die Farbe in Frage stellen kann ,dh den Schiri an den Fernseher schicken kann ...
Bei Rot: Ja.
Bei Gelb: Nein.
Bei Geld-Rot: Nein (da es zwei gelbe sind)*
Aus IFAB: Der Video-Assistent (VAR) greift grundsätzlich nicht bei einfachen Gelben Karten ein, da diese nicht als „klare Fehlentscheidung“ im Rahmen der vier Interventionsbereiche (Tor, Elfmeter, Rote Karte, Verwechslung) gelten.
Das heißt, der VAR darf bei einer unberechtigten roten Karte den Schiri darauf hinweisen, sodass der u. U. die Rote zurückzieht und Gelb gibt. Oder auch gar nichts gibt. Umgekehrt geht es nicht. Zieht der Schiri gelb ist es gelb (außer bei Verwechslung, dann muss der VAR sogar eingreifen).
(*) Dies wird zur WM 2026 zumindest auf FIFA-Ebene geändert.
Danke, so detailliert wusste ich das nicht.
Ich bin ja eh gegen den VAR, dass er nur strafmildernd in das Kartenspiel eingreifen kann ist auch komisch.
Ich muss mich etwas korrigieren
Sieht der VAR ein Foul/Vergehen, das "direkt Rot" nach sich ziehen müsste, darf er den Schiri rausschicken. Auch wenn dieser bereits Gelb gezogen hat. Das gilt auch bei der zweiten Gelben, aber eben nur wenn es nach VAR-Sicht ganz klar "glatt Rot" ist. Im Nachhinein, also vor dem Schiedsgericht, geht natürlich keine Verschärfung mehr (siehe Kohr). Was der VAR nicht darf, ist eine "normale Gelbe" überprüfen. Also keine falsch gegebene zurücknehmen lassen. Und er darf auch nicht auf eine "verpasste" Gelbe hinweisen. Das geht nur bei Rot (s. o.).
Das ändert sich teils zur WM. Dann darf er bei Gelb-Rot (und nur dann) die zweite Gelbe überprüfen und sie ggf. zurücknehmen lassen. Aber eben nur die zweite. Heißt: War die erste gelbe Karte falsch, die zweite aber korrekt, bleibt es bei Gelb-Rot. War die erste korrekt, aber die zweite unbegründet, wird Gelb-Rot zurückgenommen.
Hat aber jetzt auch alles nix mehr mit Castrop zu tun. Wobei es da spannend gewesen wäre, ob der VAR eingegriffen hätte falls Stieler nur Gelb gezeigt hätte. Ich tippe, dass es dann durchgelaufen wäre.
03.05.2026 - 18:37 Uhr
Sehr angenehmes Interview mit ihm in der HZ Pause.,👍
11.05.2026 - 16:41 Uhr
Ich finde das Strafmaß des DFB interessant
Brekalo kriegt in 5 Wochen zweimal rot und wird 1 Spiel gesperrt
Jens als Wiederholungstäter 3 Spiele
Brekalo kriegt in 5 Wochen zweimal rot und wird 1 Spiel gesperrt
Jens als Wiederholungstäter 3 Spiele
11.05.2026 - 17:16 Uhr
Der DFB gab bekannt, dass Brekalo für nur ein Spiel "wegen eines unsportlichen Verhaltens" gesperrt wurde ... Castrop hingegen wurde 2x aufgrund von "rohem Spiel" gesperrt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Pumuckel65 am 11.05.2026 um 17:18 Uhr bearbeitet
11.05.2026 - 18:13 Uhr
Zitat von Piwinho2
Ich finde das Strafmaß des DFB interessant
Brekalo kriegt in 5 Wochen zweimal rot und wird 1 Spiel gesperrt
Jens als Wiederholungstäter 3 Spiele
Ich finde das Strafmaß des DFB interessant
Brekalo kriegt in 5 Wochen zweimal rot und wird 1 Spiel gesperrt
Jens als Wiederholungstäter 3 Spiele
Wie bitte?
Wie lange lagen denn die roten Karten von Castrop auseinander....ist das vielleicht ein Ansatz?
Ansonsten wird ja der 🐕️ in der Pfanne verrückt!
11.05.2026 - 18:22 Uhr
Beide 2 mal in einer Saison
Bei Castrop sind es dann 3 Spiele
Die Logik entzieht sich mir warum das bei einem
Relevant ist und beim anderen nicht
Bei Castrop sind es dann 3 Spiele
Die Logik entzieht sich mir warum das bei einem
Relevant ist und beim anderen nicht
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