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I Diavoli - Allgemeiner Milan Thread

30.06.2019 - 13:20 Uhr
Zitat von Milan_1
Zitat von chimaira2

Zitat von ante1899

Zitat von Milan_1

Eine Lösung wäre es, dass jeden Spieltag 4 Italiener auf dem Feld starten müssen (als Feldspieler).
Und über die gesamte Saison U21 Spieler auf x Spielminuten kommen müssen.
Ansonsten radikal Punkte abziehen und Geldstrafen.

Freiwillig wird sich keiner dieser senilen, alten Säcke Kritik aussetzen, also muss man sie dazu zwingen.


Ich weiß nicht ob das wirklich die Lösung wäre (dass ein Acerbi bei Inter teils noch Stamm spielt/gespielt hat, ist Teil des Problems). Das Problem liegt sehr tief, und wie so oft wird keiner zu Reformen bereit sein wenn das für ihn selbst womöglich nachteilige Auswirkungen hätte. Natürlich ist Nachwuchsarbeit ein Aspekt, genauso wie die Trainerausbildung. Es ist ein Prozess der schon deutlich länger geht und durch gelegentliche Ausreißer (leicht) beschönigt werden konnte. Gab es wirklich tiefgreifende Diskussionen in Italien als Milan von Feyenoord und Juve von PSV in der CL hergespielt wurde? Dass Brügge den Ball deutlich besser laufen lassen kann als jede Mannschaft in der Serie A?

Hätte ich nicht mitbekommen. In Italien (nicht nur dort) wird gerne schnell und früh gehypt aber danach nicht mehr wirklich weiter entwickelt. Mit Ausnahme von Donnarumma hat Italien keinen einzigen internationalen top Spieler. Bastoni ist keiner, Calafiori ist keiner, Keane ist keiner, etc. - alles sehr gute Spieler aber teils auf ein Podest gehoben, dass ihnen nicht gerecht wird.

Ich kann mich an Interviews von Sacchi von vor Jahren erinnern, wo er auf der größer werdende spielerische Lücke zu anderen Nationen hingewiesen hat. Änderungen in der Trainer- und Nachwuchsausbildung gefordert hat. Weiter wie bisher ist halt bequem. Ich würde meinen, dass die gestrige Niederlage eine Chance für die Reformkräfte im italienischen Verband ist. Hätte man sich qualifiziert (gegen Bosnien! - bei allem Respekt), wäre mit Sicherheit alles geblieben wir bisher ...


sehe ich auch so.
Neben dem Verband ist auch einfach die Denke in den Profiliegen zu altbacken. Es ist ja nicht nur Gattuso, der in klassischer, italienischer Manier, die Mannschaft selbst aus dem Spiel taktiert. Bei uns sieht es ja jedes WE auch nicht besser aus. Sobald man führt -> Bus parken, spielen einstellen.
Da war doch gestern jedem der die Serie A kennt klar, was passiert, wenn man ab Mitte 2te HZ alle etatmäßigen Schützen auswechselt, nur Defensivspieler bringt und nach vorne einen Mann aufstellt. Das hätte Allegri, Chivu und Co. nicht anders gemacht und genau da liegt seit 20 Jahren das Problem in Italien insgesamt.

Wie sollen sich junge Spieler da auch großartig entwickeln, insb. was das Offensivspiel angeht?


Von mir aus, kann man meine Idee gerne noch weiter verschärfen:

- Maximal 2 Ü32 Spieler dürfen registriert werden
- Mindestens 4 Italiener in der Startelf (ohne TW)
- Mindestens 3 U23 Spieler in der Startelf (ohne TW)
- Mindestens 2000 Spielminuten müssen kumuliert durch U21 Italiener über die gesamte Saison gesammelt werden
- Wird der Trainer entlassen, dann muss der Verein statt 4 mit mindestens 6 Italienern in der Startelf spielen
- Vereine dürfen maximal 1x den Trainer pro Saison wechseln und ein neuer Trainer muss immer mindestens 20 Spiele im Amt bleiben (oder bis Saisonende)...

Gerade letztere Punkte dürfte damit den Druck auf einige Trainer weg nehmen und die Möglichkeit bieten, dass man über einen gewissen Zeitraum seine Idee durchsetzen kann ohne ständig den Druck zu haben gefeuert zu werden.


Das traurige ist ja, dass wir über harte Regeln sprechen müssen. Real, Barca, Bayern, Dortmund, Arsenal, City, Utd, PSG und wie sie alle heißen - die laufen alle regelmäßig mit einigen U23 Spielern auf.

•     •     •

per sempre rossoneri
Auch wenn ich mich den Meinungen anschließen kann , fällt mir hier die Analyse etwas zu plastisch aus .

Ich glaube niemand kann ernsthaft behaupten, dass der Sqa die spielerische Qualität fehlt um sich für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Wir haben gegen Bosnien verloren , die haben doch nicht mehr Qualität ?

Unsere Mentalität ist das Problem .

Gattuso mag ein Fehler gewesen sein , aber er hatte immer ein richtig starkes mental .

Ist jetzt nicht als Häme gemeint aber bastonis Aktion war hier der Grund für die Niederlage

Donna benimmt sich auch immer wie die Axt im Wald .

Was ist das für ein Verhalten und eine Einstellung der Spieler?
Bevor wir auf Reformen etc. setzen müssen wir das Selbstvertrauen der Spieler aufbauen.
Das mit der Qualität ist doch ein Punkt bei dem man sich gerne in die Tasche lügt. Ja, am Papier hat Italien mehr Qualität als Bosnien, aber was hilft es wenn man nicht in der Lage ist den Ball gepflegt laufen zu lassen? Das Qualitäts-Argument ist derart abgedroschen und wenn es stimmen würde, dann würden italienische Teams nicht von Mannschaften aus Holland oder Belgien vorgeführt werden.

Es gibt zwei Spieler in der Squadra denen ich hohe Qualität attestieren würde: (1) Donnarumma - mMn der Einzige der wirklich international top ist; (2) Tonali - der einzige Italiener der wenigstens Stamm spielt in der PL, das aber fairerweise bei keinem der absoluten top Clubs. That's it. Bastoni, Calafiori und Co., ich sehe da viel Potential aber auch noch viel Hype, aber bei weitem keinen neuen Maldini/Baresi/Samuel etc. - der Rest gut, aber ehrlicherweise technisch nicht viel besser als die Bosnier.

Man darf sich nicht in die Tasche lügen. Es war eigentlich nie so leicht sich für die WM zu qualifizieren - 16 statt 13 Teams aus Europa. Das Fazit ist, dass Italien aktuell nicht nur nicht eine top Nation in Europa ist, sie sind nicht einmal unter den besten 16. Und das Los für die K.O.-Spiele hätte ebenfalls deutlich schwerer ausfallen können. Jetzt so zu tun als läge es am Selbstvertrauen und man hätte ja die Qualität, ist mMn falsch, weil das Ergebnis etwas anderes sagt (ohne den Fehler der Bosnier geht man vielleicht gar nicht in Führung, viel Zwingendes habe ich nicht gesehen).

Alles bei den Spielern oder beim Trainer abzuladen bzw. beim Verband wäre aber auch zu kurz gegriffen. Auch die Vereine haben ihre Aktien an dieser Entwicklung. Ich verstehe grundsätzlich, dass man die Konkurrenz nicht stärken will. Gleichzeitig nimmt man damit aber teils in Kauf, dass gute/sehr gute Spieler die Liga verlassen und dann teils erst spät Erfahrung auf internationalem Niveau sammeln - sprich nicht diese Entwicklung nehmen die sich vielleicht nehmen könnten. Ein Beispiel: Alajbegovic hat mit seinen 18 Lenzen mehr Liga- und internationale Spiele in seinen Beinen als das große italienische Stürmertalent Esposito, der 2 Jahre älter ist. Letzterer kommt auf weniger CL-Minuten und hat insgesamt weniger internationale Spiele absolviert als der junge Bosnier. Jetzt kann man sagen, gut der eine spielt in Salzburg der andere bei Inter - mMn ein falscher Reflex. Esposito hat hier einen mehr als doppelt so hohen Marktwert - gerechtfertigt? Ich habe am Dienstag nichts gesehen was das rechtfertigt ...

Und das ist nur ein Beispiel, da haben wir noch nicht einmal über die Spielanlage zu reden begonnen. Also mit Selbstvertrauen hat das mMn wenig zu tun. Man steht sportlich dort wo es der Leistung der Squadra in den letzten Jahren entspricht - auch wenn die Qualität am Papier etwas anderes suggeriert.

Letzter Satz: Ich als Österreicher würde meinen, dass unsere Nationalmannschaft Italien in 10 Spielen auch öfter besiegen würde als umgekehrt. Und auch wir haben nicht einmal ein Drittel des Marktwerts der Squadra.
Ich denke, am Ende sind es alles Gründe, die dafür verantwortlich sind, dass die SA und der italienische (Klub-)Fußball steht, wo er steht.

Meiner Meinung nach sind es in erster Linie wirklich die internen maroden und veralterten Strukturen, die eine moderne und frische Jugendarbeit gefühlt nicht möglich machen. Dann die Philosophie, die immer die gleiche alte bleibt, frei nach dem Motto: das haben wir schon immer so gemacht. Diese zieht sich halt von der Jugendarbeit im Kleinen bis hin in die strategische Ausrichtung im Großen durch. Das i-Tüpfelchen war dann die Einstellung von Gattuso, der bislang überall gescheitert ist und 0 Ahnung von Spielkonzept, etc hat. Darüber hinaus ein falsches Denken, wenn man denkt, schaut, wir sind doch eine große Fußballnation, schaut, was wir alles erreicht und geleistet haben. Dieses Ausruhen auf alte Erfolge ist fatal.

Individuelle Qualität hat die SA durchaus. Nur geprägt von diesem alten, nennen wir es mal "Catenaccio-Denken", und das beziehe ich wie gesagt auf alles, von den kleinsten Strukturen bis hin zu N11 aufm Platz, wird die SA und der italienische Klubfußball auf keinen grünen Zweig kommen. Es muss ein exorbitanter Umbruch in Denken und Struktur bzw strategischer Ausrichtung her.

Ich frage mich diesbezüglich auch immer, ob die führenden Personen im Verband das auch sehen oder wirklich weiter denken "wir sind eine große Nation und wir haben das immer schon so gemacht und das ist auch gut so". Wieso schaut man nicht bei anderen Nationen/Vereinen, wie die den "Generationswechsel" angehen? Gerade Spanien und Barcelona (La Masia) fallen mir da ein. Natürlich muss man da auch Glück haben und individuelle Ausnahmekönner (L. Yamal) irgendwie in den eigenen Reihen haben, aber dazu gehört eben auch die passende Förderung der Jungtalente.
Bin gespannt, wer Gattuso beerben wird. Conte und Allegri sind im Gespräch. Tippe da eher auf Conte statt Allegri, da Conte eher nicht dafür bekannt ist lange bei seinen Vereinen zu bleiben und darüber hinaus auch schnell bockig wird, wenn etwas nicht nach seiner Nase geht.

Spannend würde es werden, wenn Conte aber kein Bock auf Nationaltrainer hat, aber Allegri schon, dann könnte es für uns heiß werden. Für diesen Fall würde ich es sehr schade finden, dass De Zerbi schon wieder vergeben ist...
Zitat von Unbekannt187
Bin gespannt, wer Gattuso beerben wird. Conte und Allegri sind im Gespräch. Tippe da eher auf Conte statt Allegri, da Conte eher nicht dafür bekannt ist lange bei seinen Vereinen zu bleiben und darüber hinaus auch schnell bockig wird, wenn etwas nicht nach seiner Nase geht.

Spannend würde es werden, wenn Conte aber kein Bock auf Nationaltrainer hat, aber Allegri schon, dann könnte es für uns heiß werden. Für diesen Fall würde ich es sehr schade finden, dass De Zerbi schon wieder vergeben ist...


Wenn's denn unbedingt ein Italiener sein muss, wäre Maresco ohnehin der spannendere Name (mMn).

@Conte/Allegri - Schlägt voll in die Kerbe wie rückwärtsgerichtet man in Italien ist. Conte war bereits am Ruder, und Allegri steht fussballerisch für das was man mit am meisten (zurecht) kritisiert. Wie soll das die Lösung sein?

Mir soll's aber recht sein. Am Ende kommt man noch auf die Idee mit Rangnick wirklich strukturelle Reformen anzugehen. Dann lieber weiter so wie bisher, und Rangnick darf unseren Verband modernisieren zwinker
Zitat von ante1899

Zitat von Unbekannt187

Bin gespannt, wer Gattuso beerben wird. Conte und Allegri sind im Gespräch. Tippe da eher auf Conte statt Allegri, da Conte eher nicht dafür bekannt ist lange bei seinen Vereinen zu bleiben und darüber hinaus auch schnell bockig wird, wenn etwas nicht nach seiner Nase geht.

Spannend würde es werden, wenn Conte aber kein Bock auf Nationaltrainer hat, aber Allegri schon, dann könnte es für uns heiß werden. Für diesen Fall würde ich es sehr schade finden, dass De Zerbi schon wieder vergeben ist...


Wenn's denn unbedingt ein Italiener sein muss, wäre Maresco ohnehin der spannendere Name (mMn).

@Conte/Allegri - Schlägt voll in die Kerbe wie rückwärtsgerichtet man in Italien ist. Conte war bereits am Ruder, und Allegri steht fussballerisch für das was man mit am meisten (zurecht) kritisiert. Wie soll das die Lösung sein?

Mir soll's aber recht sein. Am Ende kommt man noch auf die Idee mit Rangnick wirklich strukturelle Reformen anzugehen. Dann lieber weiter so wie bisher, und Rangnick darf unseren Verband modernisieren zwinker


Absolut. Man scheint nicht zu lernen. ;D Conte/Allegri würde in exakt die gleiche Kerbe einschlagen. Wobei ich denke, dass wenn man auf Vereinsebene die Probleme erfolgreich beheben würde, die SA davon automatisch profitieren würde und man dann, auch mit Conte zB (Allegri weniger, weil ich den Eindruck habe, dass Allegri ein Ticken festgefahrener ist als Conte), erfolgreich(er) sein würde.

Ja, Maresca wäre auch ein spannender Name. Und nein, ein Italiener muss es mMn natürlich nicht zwangsläufig sein. Da sich aber wohl scheinbar nie was ändert in Italien, muss man Wünsche und Tipps ja realistischer Weise auf Italiener begrenzen. ^^

Edit: mal angenommen Allegri würde unbedingt die SA machen wollen und wir lassen ihn im Sommer gewähren. Dann wären mit Xabi Alonso und Felipe Luis zwei spannende Trainerkandidaten, Stand jetzt, zur Verfügung. Bei Alonso muss man natürlich sehen, ob er nicht zu LFC geht, sofern die sich von Slot trennen sollten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Unbekannt187 am 02.04.2026 um 12:28 Uhr bearbeitet
Aus meiner Sicht sollte sich die Squadra Azzurra um Carlo Ancelotti bemühen. Den könnte man nach der WM eventuell aus Brasilien loseisen. Wenn er bei der WM nicht mindestens ins Halbfinale/Finale kommt, kann ich mir nicht vorstellen, dass er dort weiterhin Trainer bleiben wird. Und auch wenn er die WM gewinnen sollte, macht es aus seiner Sicht Sinn, weiterzuziehen und seinem Heimatland zu helfen.
Seht es positiv:

Allegri zur Squadra würde bedeuten, dass wir nächste Saison diesen Schrott Fußball nicht mehr ertragen müssen.
Eventuell sagen Tare die ersten 5 Trainer auch ab und er landet not gedrungen bei Fabregas als Nachfolger...
Warum die Serie B der letzte Ort ist wo man Talente hinverleihen sollte:

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