Finanzthread
08.05.2016 - 14:09 Uhr
02.09.2026 - 10:26 Uhr
Zitat von nurleser
Habe gerade im Konkurrenzthread was dazu geschrieben. Der HSV hatte letzte Saison noch größtenteils einen Kader von Zweitligaspielern, der entsprechend günstig war. Deswegen konnte man jetzt entsprechend investieren. Als wir 2024/25 das erste Mal in die CL kamen konnten wir auch ziemlich ins Minus gehen, weil die Kaderkosten noch relativ überschaubar waren. Jetzt haben die Kaderkosten aufgrund der ganzen Verlängerungen nachgezogen und wir sind wieder auf strukturelle Transfererlöse angewiesen, genau wie die anderen nicht finanzgedopten Kandidaten fürs internationale Geschäft wie Frankfurt oder Freiburg.
Zitat von DATAOK
Nachdem die Transferphase jetzt erst mal zum Großteil durch ist stellen sich mir schon ein paar Fragen.
Hatte Alexander Wehrle nicht gesagt das er den VfB so aufstellt das wir auch Transfer (ich meine in der Größenordnung 10Mio€) tätigen können sollten wir mal kein internationales Geschäft erreichen.
Jetzt mussten wir trotz CL einen "mittleren 2 stelligen Betrag Transfererlöse" erzielen.
Wie passt das bitte zusammen?
Und wieso bekommt es der HSV hin? (Sprich ist nicht unmöglich)
War das nicht auch schon einer der Kritikpunkte von seiner Zeit bei Köln?
Seh ich das zu schwarz?
Nachdem die Transferphase jetzt erst mal zum Großteil durch ist stellen sich mir schon ein paar Fragen.
Hatte Alexander Wehrle nicht gesagt das er den VfB so aufstellt das wir auch Transfer (ich meine in der Größenordnung 10Mio€) tätigen können sollten wir mal kein internationales Geschäft erreichen.
Jetzt mussten wir trotz CL einen "mittleren 2 stelligen Betrag Transfererlöse" erzielen.
Wie passt das bitte zusammen?
Und wieso bekommt es der HSV hin? (Sprich ist nicht unmöglich)
War das nicht auch schon einer der Kritikpunkte von seiner Zeit bei Köln?
Seh ich das zu schwarz?
Habe gerade im Konkurrenzthread was dazu geschrieben. Der HSV hatte letzte Saison noch größtenteils einen Kader von Zweitligaspielern, der entsprechend günstig war. Deswegen konnte man jetzt entsprechend investieren. Als wir 2024/25 das erste Mal in die CL kamen konnten wir auch ziemlich ins Minus gehen, weil die Kaderkosten noch relativ überschaubar waren. Jetzt haben die Kaderkosten aufgrund der ganzen Verlängerungen nachgezogen und wir sind wieder auf strukturelle Transfererlöse angewiesen, genau wie die anderen nicht finanzgedopten Kandidaten fürs internationale Geschäft wie Frankfurt oder Freiburg.
Ich will nicht unken, aber ich glaube, dass uns die teuren Verträge irgendwann auf die Füße fallen, vor allem, wenn wir keinen internationalen Wettbewerb erreichen sollten.
Ich bin kein Fan von diesen überdotierten Verträgen, auch auf die Gefahr hin, dass wir Spieler wie Deniz Undav dann verlieren. Auf Biegen und Brechen in die Phalanx der Top 4 einzubrechen Bedarf es Jahre und ich empfinde es als sehr risikoreichen Weg. Der VfB war eigentlich immer der Ausbildungs- und Entwicklungsverein. Immer wenn wir nach Stars und teuren Verträgen gestrebt haben, ging es in die Hose.
München, Dortmund, Leipzig und Leverkusen sind eigentlich immer CL Aspiranten.
Unser Ziel sollte zwar immer das internationale Geschäft sein, aber die finanzielle Struktur zu gefährden, ähnlich wie Frankfurt, wenn wir dieses verpassen, finde ich sehr gefährlich. In naher Zukunft werden auch alte Traditionsvereine wie der HSV, S04, Gladbach wieder Konkurrenten ums internationale Geschäft sein, früher oder später.
Jeder weiß, wie gefährlich es ist die Gehaltsstruktur zu sprengen und an der Spirale zu drehen. Wie weit soll das gehen ?
02.09.2026 - 10:32 Uhr
Mal ein kurzer (Milchmädchen-)Blick auf die Zahlen des VfB seit Hoeneß sportlich übernommen hat (03.04.2023) - nota bene - seit 01.07.2024 verantwortet FW die Transfers:
SAISON TRANSFERSUMMEN-SALDO
23/24 +25 Mio. €
24/25 -15 Mio. €
25/26 +55 Mio. €
26/27 -17 Mio. €
SUMME +48 Mio.€
WEITERE (UNGEPLANTE) EINNAHMEN
+ 2x CL
+ Pokalsieg
+ Stadion abbezahlt
+ gesteigerte Einnahmen aus Sponsoring etc.
--> WO GEHT DAS GELD HIN?!
SAISON TRANSFERSUMMEN-SALDO
23/24 +25 Mio. €
24/25 -15 Mio. €
25/26 +55 Mio. €
26/27 -17 Mio. €
SUMME +48 Mio.€
WEITERE (UNGEPLANTE) EINNAHMEN
+ 2x CL
+ Pokalsieg
+ Stadion abbezahlt
+ gesteigerte Einnahmen aus Sponsoring etc.
--> WO GEHT DAS GELD HIN?!
02.09.2026 - 10:36 Uhr
Gestern war ich während der heißen Phase des Deadline days seit langem wieder auf Twitter und bin dabei auf Beiträge vom Brustringblog gestoßen. Er schreibt über die Notwendigkeit auch weiterhin auf Spielerverkäufe angewiesen zu sein:
"Der VfB hat in der wenig sportlich erfolgreichen Episode Mitte bis Ende der 2010er Jahre durch das Fahren auf Verschleiß (Infrastruktur, Investitionen) einen teuren Kostenapparat aufrecht erhalten, in dem guten Glauben, dass man das Ruder rumreißen könnte.
Einfach formuliert hat sich der VfB einen teuren Personalapparat im Lizenzspielerbereich geleistet, obwohl die proportional sinkenden Erträge eigentlich eine Konsolidierung erforderlich gemacht hätten.
Nach dem Abstieg 2016 hat man im Folgejahr alles auf die vermeintlich "alternativlose" Ausgliederung in eine AG gesetzt, hierbei konnte durch die knapp 40 Mio Euro von Daimler eine stärkere Schieflage verhindert werden.
Der Abstieg 2019 konnte zu einem Teil durch Spielerverkäufe ausgeglichen werden, hier ist vor allem der Transfer von Pavard zu Bayern zu nennen.
Nach dem erneuten Aufstieg kam 2021/2022 die Corona-Lücke dazu, welche für den Club eine massive finanzielle Bedrohung darstellte.
Nach Jahren konnte der Verein im Jahr 2023 eine schwarze Null vorweisen, wobei zusätzlich im Jahr 2024 die Aufwendungen für die Modernisierung des Neckarstadions eine massive Belastung darstellten. Dennoch konnten in den Jahren 2024 und 2025 15 bzw. 22 Mio Gewinn erzielt werden.
Auffällig: Trotz eines starken Umsatzzuwachses im Jahr 2025 konnte der Verein die Rentabilität des Umsatzes nur um 0,8% steigern, obwohl der Umsatz um knapp 25% angewachsen ist. Auch wenn subjektiv der warme Geldregen kommt, sieht man dadurch auch den steigenden Kostenapparat.
Wenn man sich diese letzten 10 Jahre anschaut fällt einem auf, dass hier immer wieder jongliert werden musste, um den Spielbetrieb auf einem einigermaßen hohen Niveau zu halten.
Die Ankündigung, dass man leistungsbezogene Vergütungsmodelle bei der Vertragsgestaltung bevorzugen will, klingt im ersten Moment positiv, allerdings kostet dieses Modell im Erfolg auch sehr viel Geld.
Aktuell befindet sich der VfB an einem wirtschaftlichen Scheideweg, denn dieser ist durch die 5-Jahres-Wertung bei der Mittelvergabe bedingt. Entweder ist man bereit das Risiko einzugehen und man hofft auf eine Etablierung in den Top 4, oder man versucht zu konsolidieren.
Egal wie man sich entscheidet, der Sanierungsstau in jeglicher Hinsicht wurde in den letzten 10 Jahren nicht in einem ausreichenden Maße abgebaut. Somit wird es für den VfB auch weiterhin zu einer Normalität gehören Leistungsträger abzugeben.
Wer dies nicht möchte, das kann ich übrigens verstehen, muss aber gleichzeitig anhand der Jahresabschlüsse erklären wie er dann die Konsolidierung umsetzen will. Der Verweis auf vermeintliche Transferüberschüsse reicht nachweislich nicht aus."
https://x.com/brustringblog/status/2094492808425922607
Ich weiß nicht wie tief der Autor vom Brustringblog in den Finanzen des VfB drin ist und ob er evtl. auch interne Quellen hat oder ob er nur spekuliert. Denke das wird der ein oder andere hier im Forum besser einschätzen können als ich, was und ob an dem Post was dran ist.
Hört sich nach dem überfliegen aber schwer danach an, als würden uns die Jahre der Misswirtschaft, trotz dem sportlichen Erfolg, bis heute und auch noch ein Stück in die Zukunft begleiten. Da kann man nur hoffen, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden und sich glücklich schätzen, dass der sportliche Erfolg, verbunden mit dem internationalen Geschäft und den damit einhergehenden Mehreinnahmen, mehr oder weniger zum genau richtigen Zeitpunkt gekommen sind.
"Der VfB hat in der wenig sportlich erfolgreichen Episode Mitte bis Ende der 2010er Jahre durch das Fahren auf Verschleiß (Infrastruktur, Investitionen) einen teuren Kostenapparat aufrecht erhalten, in dem guten Glauben, dass man das Ruder rumreißen könnte.
Einfach formuliert hat sich der VfB einen teuren Personalapparat im Lizenzspielerbereich geleistet, obwohl die proportional sinkenden Erträge eigentlich eine Konsolidierung erforderlich gemacht hätten.
Nach dem Abstieg 2016 hat man im Folgejahr alles auf die vermeintlich "alternativlose" Ausgliederung in eine AG gesetzt, hierbei konnte durch die knapp 40 Mio Euro von Daimler eine stärkere Schieflage verhindert werden.
Der Abstieg 2019 konnte zu einem Teil durch Spielerverkäufe ausgeglichen werden, hier ist vor allem der Transfer von Pavard zu Bayern zu nennen.
Nach dem erneuten Aufstieg kam 2021/2022 die Corona-Lücke dazu, welche für den Club eine massive finanzielle Bedrohung darstellte.
Nach Jahren konnte der Verein im Jahr 2023 eine schwarze Null vorweisen, wobei zusätzlich im Jahr 2024 die Aufwendungen für die Modernisierung des Neckarstadions eine massive Belastung darstellten. Dennoch konnten in den Jahren 2024 und 2025 15 bzw. 22 Mio Gewinn erzielt werden.
Auffällig: Trotz eines starken Umsatzzuwachses im Jahr 2025 konnte der Verein die Rentabilität des Umsatzes nur um 0,8% steigern, obwohl der Umsatz um knapp 25% angewachsen ist. Auch wenn subjektiv der warme Geldregen kommt, sieht man dadurch auch den steigenden Kostenapparat.
Wenn man sich diese letzten 10 Jahre anschaut fällt einem auf, dass hier immer wieder jongliert werden musste, um den Spielbetrieb auf einem einigermaßen hohen Niveau zu halten.
Die Ankündigung, dass man leistungsbezogene Vergütungsmodelle bei der Vertragsgestaltung bevorzugen will, klingt im ersten Moment positiv, allerdings kostet dieses Modell im Erfolg auch sehr viel Geld.
Aktuell befindet sich der VfB an einem wirtschaftlichen Scheideweg, denn dieser ist durch die 5-Jahres-Wertung bei der Mittelvergabe bedingt. Entweder ist man bereit das Risiko einzugehen und man hofft auf eine Etablierung in den Top 4, oder man versucht zu konsolidieren.
Egal wie man sich entscheidet, der Sanierungsstau in jeglicher Hinsicht wurde in den letzten 10 Jahren nicht in einem ausreichenden Maße abgebaut. Somit wird es für den VfB auch weiterhin zu einer Normalität gehören Leistungsträger abzugeben.
Wer dies nicht möchte, das kann ich übrigens verstehen, muss aber gleichzeitig anhand der Jahresabschlüsse erklären wie er dann die Konsolidierung umsetzen will. Der Verweis auf vermeintliche Transferüberschüsse reicht nachweislich nicht aus."
https://x.com/brustringblog/status/2094492808425922607
Ich weiß nicht wie tief der Autor vom Brustringblog in den Finanzen des VfB drin ist und ob er evtl. auch interne Quellen hat oder ob er nur spekuliert. Denke das wird der ein oder andere hier im Forum besser einschätzen können als ich, was und ob an dem Post was dran ist.
Hört sich nach dem überfliegen aber schwer danach an, als würden uns die Jahre der Misswirtschaft, trotz dem sportlichen Erfolg, bis heute und auch noch ein Stück in die Zukunft begleiten. Da kann man nur hoffen, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden und sich glücklich schätzen, dass der sportliche Erfolg, verbunden mit dem internationalen Geschäft und den damit einhergehenden Mehreinnahmen, mehr oder weniger zum genau richtigen Zeitpunkt gekommen sind.
02.09.2026 - 10:38 Uhr
Zitat von VfB_Supporter
Mal ein kurzer (Milchmädchen-)Blick auf die Zahlen des VfB seit Hoeneß sportlich übernommen hat (03.04.2023) - nota bene - seit 01.07.2024 verantwortet FW die Transfers:
SAISON TRANSFERSUMMEN-SALDO
23/24 +25 Mio. €
24/25 -15 Mio. €
25/26 +55 Mio. €
26/27 -17 Mio. €
SUMME +48 Mio.€
WEITERE (UNGEPLANTE) EINNAHMEN
+ 2x CL
+ Pokalsieg
+ Stadion abbezahlt
+ gesteigerte Einnahmen aus Sponsoring etc.
--> WO GEHT DAS GELD HIN?!
Mal ein kurzer (Milchmädchen-)Blick auf die Zahlen des VfB seit Hoeneß sportlich übernommen hat (03.04.2023) - nota bene - seit 01.07.2024 verantwortet FW die Transfers:
SAISON TRANSFERSUMMEN-SALDO
23/24 +25 Mio. €
24/25 -15 Mio. €
25/26 +55 Mio. €
26/27 -17 Mio. €
SUMME +48 Mio.€
WEITERE (UNGEPLANTE) EINNAHMEN
+ 2x CL
+ Pokalsieg
+ Stadion abbezahlt
+ gesteigerte Einnahmen aus Sponsoring etc.
--> WO GEHT DAS GELD HIN?!
Unter Berücksichtigung von Beraterkosten und WVB anderer Clubs (aktuell Chema) ist das Saldo wohl kleiner. Dazu sind die Personalkosten deutlich gestiegen. Ich schätze, da hat man überdreht und es wird zu Anpassungen kommen. Und dann ist halt die Frage, wie gut die Nachrücker für die Spieler sind, ob man sich weiter oben festsetzen kann oder wieder etwas abrutscht.
02.09.2026 - 10:39 Uhr
Zitat von VfB_Supporter
Mal ein kurzer (Milchmädchen-)Blick auf die Zahlen des VfB seit Hoeneß sportlich übernommen hat (03.04.2023) - nota bene - seit 01.07.2024 verantwortet FW die Transfers:
SAISON TRANSFERSUMMEN-SALDO
23/24 +25 Mio. €
24/25 -15 Mio. €
25/26 +55 Mio. €
26/27 -17 Mio. €
SUMME +48 Mio.€
WEITERE (UNGEPLANTE) EINNAHMEN
+ 2x CL
+ Pokalsieg
+ Stadion abbezahlt
+ gesteigerte Einnahmen aus Sponsoring etc.
--> WO GEHT DAS GELD HIN?!
Mal ein kurzer (Milchmädchen-)Blick auf die Zahlen des VfB seit Hoeneß sportlich übernommen hat (03.04.2023) - nota bene - seit 01.07.2024 verantwortet FW die Transfers:
SAISON TRANSFERSUMMEN-SALDO
23/24 +25 Mio. €
24/25 -15 Mio. €
25/26 +55 Mio. €
26/27 -17 Mio. €
SUMME +48 Mio.€
WEITERE (UNGEPLANTE) EINNAHMEN
+ 2x CL
+ Pokalsieg
+ Stadion abbezahlt
+ gesteigerte Einnahmen aus Sponsoring etc.
--> WO GEHT DAS GELD HIN?!
Mein Take dazu:
Ein Teil wird abgezweigt für Geschichten wie das Carl-Benz-Center (auch wenn es hieß, das würde nicht so sein) Uns wurde beim VfB schon viel erzählt, was ich im Nachgang anders rausgestellt hat z.B. die Ausgliederung mit "Steine statt Beine" "Anschubfinanzierung" etc., dennoch wird jetzt Geld für nötige Infrastrukturmaßnahmen benötigt, weil das vernachlässigt wurde.
Der Rest wird von den CL-Gehältern bzw. generell gestiegenen Kosten ("Wasserkopf") und dem toten Kapital auf der Tribüne gefressen. Und darin liegt das größte Problem, vor allem wenn wir es dann nicht hinbekommen das durch Abgänge zu regeln.
Weitergehend vermute ich darauf basierend (Disclaimer für die Wattebausch-Fraktion: ja, das ist reine Spekulation) dass der enorme Verkaufsdruck daher rührt, dass wir einen finanziellen Engpass zwischen CL-Gehälter auszahlen (seit 01.07. der Fall) und CL-Gelder einnehmen (die kommen erst noch) haben. Also ein temporäres Loch, das gefüllt werden musste.
Temporär ist gut. Dass es überhaupt so weit kommt ist sehr sehr schlecht.
Edith ergänzt noch: Es stehen auch noch einige teure Unterschriften aus.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hozzo am 02.09.2026 um 10:43 Uhr bearbeitet
02.09.2026 - 10:59 Uhr
Zitat von vfb1893yo
Gestern war ich während der heißen Phase des Deadline days seit langem wieder auf Twitter und bin dabei auf Beiträge vom Brustringblog gestoßen. Er schreibt über die Notwendigkeit auch weiterhin auf Spielerverkäufe angewiesen zu sein:
"Der VfB hat in der wenig sportlich erfolgreichen Episode Mitte bis Ende der 2010er Jahre durch das Fahren auf Verschleiß (Infrastruktur, Investitionen) einen teuren Kostenapparat aufrecht erhalten, in dem guten Glauben, dass man das Ruder rumreißen könnte.
Einfach formuliert hat sich der VfB einen teuren Personalapparat im Lizenzspielerbereich geleistet, obwohl die proportional sinkenden Erträge eigentlich eine Konsolidierung erforderlich gemacht hätten.
Nach dem Abstieg 2016 hat man im Folgejahr alles auf die vermeintlich "alternativlose" Ausgliederung in eine AG gesetzt, hierbei konnte durch die knapp 40 Mio Euro von Daimler eine stärkere Schieflage verhindert werden.
Der Abstieg 2019 konnte zu einem Teil durch Spielerverkäufe ausgeglichen werden, hier ist vor allem der Transfer von Pavard zu Bayern zu nennen.
Nach dem erneuten Aufstieg kam 2021/2022 die Corona-Lücke dazu, welche für den Club eine massive finanzielle Bedrohung darstellte.
Nach Jahren konnte der Verein im Jahr 2023 eine schwarze Null vorweisen, wobei zusätzlich im Jahr 2024 die Aufwendungen für die Modernisierung des Neckarstadions eine massive Belastung darstellten. Dennoch konnten in den Jahren 2024 und 2025 15 bzw. 22 Mio Gewinn erzielt werden.
Auffällig: Trotz eines starken Umsatzzuwachses im Jahr 2025 konnte der Verein die Rentabilität des Umsatzes nur um 0,8% steigern, obwohl der Umsatz um knapp 25% angewachsen ist. Auch wenn subjektiv der warme Geldregen kommt, sieht man dadurch auch den steigenden Kostenapparat.
Wenn man sich diese letzten 10 Jahre anschaut fällt einem auf, dass hier immer wieder jongliert werden musste, um den Spielbetrieb auf einem einigermaßen hohen Niveau zu halten.
Die Ankündigung, dass man leistungsbezogene Vergütungsmodelle bei der Vertragsgestaltung bevorzugen will, klingt im ersten Moment positiv, allerdings kostet dieses Modell im Erfolg auch sehr viel Geld.
Aktuell befindet sich der VfB an einem wirtschaftlichen Scheideweg, denn dieser ist durch die 5-Jahres-Wertung bei der Mittelvergabe bedingt. Entweder ist man bereit das Risiko einzugehen und man hofft auf eine Etablierung in den Top 4, oder man versucht zu konsolidieren.
Egal wie man sich entscheidet, der Sanierungsstau in jeglicher Hinsicht wurde in den letzten 10 Jahren nicht in einem ausreichenden Maße abgebaut. Somit wird es für den VfB auch weiterhin zu einer Normalität gehören Leistungsträger abzugeben.
Wer dies nicht möchte, das kann ich übrigens verstehen, muss aber gleichzeitig anhand der Jahresabschlüsse erklären wie er dann die Konsolidierung umsetzen will. Der Verweis auf vermeintliche Transferüberschüsse reicht nachweislich nicht aus."
a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://x.com/brustringblog/status/2094492808425922607
Ich weiß nicht wie tief der Autor vom Brustringblog in den Finanzen des VfB drin ist und ob er evtl. auch interne Quellen hat oder ob er nur spekuliert. Denke das wird der ein oder andere hier im Forum besser einschätzen können als ich, was und ob an dem Post was dran ist.
Hört sich nach dem überfliegen aber schwer danach an, als würden uns die Jahre der Misswirtschaft, trotz dem sportlichen Erfolg, bis heute und auch noch ein Stück in die Zukunft begleiten. Da kann man nur hoffen, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden und sich glücklich schätzen, dass der sportliche Erfolg, verbunden mit dem internationalen Geschäft und den damit einhergehenden Mehreinnahmen, mehr oder weniger zum genau richtigen Zeitpunkt gekommen sind.
Gestern war ich während der heißen Phase des Deadline days seit langem wieder auf Twitter und bin dabei auf Beiträge vom Brustringblog gestoßen. Er schreibt über die Notwendigkeit auch weiterhin auf Spielerverkäufe angewiesen zu sein:
"Der VfB hat in der wenig sportlich erfolgreichen Episode Mitte bis Ende der 2010er Jahre durch das Fahren auf Verschleiß (Infrastruktur, Investitionen) einen teuren Kostenapparat aufrecht erhalten, in dem guten Glauben, dass man das Ruder rumreißen könnte.
Einfach formuliert hat sich der VfB einen teuren Personalapparat im Lizenzspielerbereich geleistet, obwohl die proportional sinkenden Erträge eigentlich eine Konsolidierung erforderlich gemacht hätten.
Nach dem Abstieg 2016 hat man im Folgejahr alles auf die vermeintlich "alternativlose" Ausgliederung in eine AG gesetzt, hierbei konnte durch die knapp 40 Mio Euro von Daimler eine stärkere Schieflage verhindert werden.
Der Abstieg 2019 konnte zu einem Teil durch Spielerverkäufe ausgeglichen werden, hier ist vor allem der Transfer von Pavard zu Bayern zu nennen.
Nach dem erneuten Aufstieg kam 2021/2022 die Corona-Lücke dazu, welche für den Club eine massive finanzielle Bedrohung darstellte.
Nach Jahren konnte der Verein im Jahr 2023 eine schwarze Null vorweisen, wobei zusätzlich im Jahr 2024 die Aufwendungen für die Modernisierung des Neckarstadions eine massive Belastung darstellten. Dennoch konnten in den Jahren 2024 und 2025 15 bzw. 22 Mio Gewinn erzielt werden.
Auffällig: Trotz eines starken Umsatzzuwachses im Jahr 2025 konnte der Verein die Rentabilität des Umsatzes nur um 0,8% steigern, obwohl der Umsatz um knapp 25% angewachsen ist. Auch wenn subjektiv der warme Geldregen kommt, sieht man dadurch auch den steigenden Kostenapparat.
Wenn man sich diese letzten 10 Jahre anschaut fällt einem auf, dass hier immer wieder jongliert werden musste, um den Spielbetrieb auf einem einigermaßen hohen Niveau zu halten.
Die Ankündigung, dass man leistungsbezogene Vergütungsmodelle bei der Vertragsgestaltung bevorzugen will, klingt im ersten Moment positiv, allerdings kostet dieses Modell im Erfolg auch sehr viel Geld.
Aktuell befindet sich der VfB an einem wirtschaftlichen Scheideweg, denn dieser ist durch die 5-Jahres-Wertung bei der Mittelvergabe bedingt. Entweder ist man bereit das Risiko einzugehen und man hofft auf eine Etablierung in den Top 4, oder man versucht zu konsolidieren.
Egal wie man sich entscheidet, der Sanierungsstau in jeglicher Hinsicht wurde in den letzten 10 Jahren nicht in einem ausreichenden Maße abgebaut. Somit wird es für den VfB auch weiterhin zu einer Normalität gehören Leistungsträger abzugeben.
Wer dies nicht möchte, das kann ich übrigens verstehen, muss aber gleichzeitig anhand der Jahresabschlüsse erklären wie er dann die Konsolidierung umsetzen will. Der Verweis auf vermeintliche Transferüberschüsse reicht nachweislich nicht aus."
a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://x.com/brustringblog/status/2094492808425922607
Ich weiß nicht wie tief der Autor vom Brustringblog in den Finanzen des VfB drin ist und ob er evtl. auch interne Quellen hat oder ob er nur spekuliert. Denke das wird der ein oder andere hier im Forum besser einschätzen können als ich, was und ob an dem Post was dran ist.
Hört sich nach dem überfliegen aber schwer danach an, als würden uns die Jahre der Misswirtschaft, trotz dem sportlichen Erfolg, bis heute und auch noch ein Stück in die Zukunft begleiten. Da kann man nur hoffen, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden und sich glücklich schätzen, dass der sportliche Erfolg, verbunden mit dem internationalen Geschäft und den damit einhergehenden Mehreinnahmen, mehr oder weniger zum genau richtigen Zeitpunkt gekommen sind.
Das ist alles denke ich schon richtig, was der Kollege schreibt. Die Frage ist aber mMn doch nicht ob der VfB "mehr Geld" braucht aus dem sportlichen. Die zusätzlichen 10 -15 Millionen durch Chema sind da ja auch nicht entscheidend, sondern ob der VfB die richtigen Prioritäten setzt.
- Der VfB investiert brutal viel ins NLZ
-Der VfB hält eine zweite Mannschaft in Liga 3 was viele Millionen mehr kostet als Mittelmaß Regionalliga
- Der VfB subventioniert die Frauen quer (was vollkommen ok ist auch aus gesellschaftlicher und langfristig wirtschaftlicher Sicht)
- Der VfB tätigt viele (teure) Talenttransfers für die 1.
- Der VfB leistet sich viele teure VVLs von Leistungsträgern an deren Peak/Prime die tlw. länger laufen als diese dauern wird
- Der VfB leistet sich einen enormen Personalapparat und hat diesen auch gezielt aufgebaut in Wachstumsfeldern (digital, social media)
-...
Hier könnte man fast endlos weiter machen. Fazit: Wir machen im Prinzip alles und werfen Geld auf alles. Ein Thema auf das ich immer wieder (leider )zurückkommen muss: Wo ist die Strategie der Plan? Die dazu vom VfB kommunizierten Zielbilder/Visionen/Werte sind wie ich am Beispiel NLZ aufgezeigt habe nicht ernst gemeint sondern ein Feigenblatt, ein Witz. Der VfB hat brutal viel Geld zur Verfügung, mehr als man je hätte sich vorstellen können Anfang der 2020er. Das Stadion ist eine Geldruckmaschine, die Leute reißen einem den Merch aus der Hand
Der Punkt der mMn deshalb diskutiert werden muss und nicht nur bei Wohlgemuth/den Transferaktivitäten weil das nur ein Teil (vllt ein Drittel oder Viertel) des gesamten Bildes ist: Warum geht der VfB so mit seinem Geld um? Für mich riecht das danach, dass wir in 3-4 Jahren richtig die Quittung kassieren könnten, wenn man nach der Hoeness Ära sportlich nicht bei mindestens das Einnahmenniveau verteidigen auf dem wir jetzt sind in Sachen Fixeinnahmen (TV-Gelder, Sponsoring).
Das Thema mit dem Carl-Benz-Center und dem zweiten Stadion ist zum Beispiel auch so ne Sache. Da sind 10 Millionen Einnahmen durch Chema doch komplett wurscht ob man das am Ende machen kann/sollte oder nicht. Was ist denn die Vision und das Ziel dahinter? Warum müssen wir das kaufen, wo ist der langfristig positive Business Case? ist es nicht lohnender die Frauen schneller ins große Stadion zu bringen oder ist das auf die nächsten 10 Jahre nie rentabel?
Fragen über Fragen. Mein Bauchgefühl sagt einfach man ist hier Entscheidungsschwach und hat den brutalen Überschuss der letzten jahre einfach per Kärcher nicht Gießkanne einfach auf alles draufgeschmissen und so will mans jetzt auch mit der Infrastruktur machen.
Wir sind erfolgreich aber das ist kein Zukunftsplan. Es fehlt offensichtlich an einem klaren Bild was der VfB sein soll und das merkt man von Infrastrukturentscheidungen bis in den Kader. Das holt uns langfristig genau so ein wie nach 2010 und das liegt dann nicht alleine an der CL-Falle.
02.09.2026 - 11:02 Uhr
Zitat von Hozzo
Mein Take dazu:
Ein Teil wird abgezweigt für Geschichten wie das Carl-Benz-Center (auch wenn es hieß, das würde nicht so sein) Uns wurde beim VfB schon viel erzählt, was ich im Nachgang anders rausgestellt hat z.B. die Ausgliederung mit "Steine statt Beine" "Anschubfinanzierung" etc., dennoch wird jetzt Geld für nötige Infrastrukturmaßnahmen benötigt, weil das vernachlässigt wurde.
Der Rest wird von den CL-Gehältern bzw. generell gestiegenen Kosten ("Wasserkopf") und dem toten Kapital auf der Tribüne gefressen. Und darin liegt das größte Problem, vor allem wenn wir es dann nicht hinbekommen das durch Abgänge zu regeln.
Weitergehend vermute ich darauf basierend (Disclaimer für die Wattebausch-Fraktion: ja, das ist reine Spekulation) dass der enorme Verkaufsdruck daher rührt, dass wir einen finanziellen Engpass zwischen CL-Gehälter auszahlen (seit 01.07. der Fall) und CL-Gelder einnehmen (die kommen erst noch) haben. Also ein temporäres Loch, das gefüllt werden musste.
Temporär ist gut. Dass es überhaupt so weit kommt ist sehr sehr schlecht.
Edith ergänzt noch: Es stehen auch noch einige teure Unterschriften aus.
Zitat von VfB_Supporter
Mal ein kurzer (Milchmädchen-)Blick auf die Zahlen des VfB seit Hoeneß sportlich übernommen hat (03.04.2023) - nota bene - seit 01.07.2024 verantwortet FW die Transfers:
SAISON TRANSFERSUMMEN-SALDO
23/24 +25 Mio. €
24/25 -15 Mio. €
25/26 +55 Mio. €
26/27 -17 Mio. €
SUMME +48 Mio.€
WEITERE (UNGEPLANTE) EINNAHMEN
+ 2x CL
+ Pokalsieg
+ Stadion abbezahlt
+ gesteigerte Einnahmen aus Sponsoring etc.
--> WO GEHT DAS GELD HIN?!
Mal ein kurzer (Milchmädchen-)Blick auf die Zahlen des VfB seit Hoeneß sportlich übernommen hat (03.04.2023) - nota bene - seit 01.07.2024 verantwortet FW die Transfers:
SAISON TRANSFERSUMMEN-SALDO
23/24 +25 Mio. €
24/25 -15 Mio. €
25/26 +55 Mio. €
26/27 -17 Mio. €
SUMME +48 Mio.€
WEITERE (UNGEPLANTE) EINNAHMEN
+ 2x CL
+ Pokalsieg
+ Stadion abbezahlt
+ gesteigerte Einnahmen aus Sponsoring etc.
--> WO GEHT DAS GELD HIN?!
Mein Take dazu:
Ein Teil wird abgezweigt für Geschichten wie das Carl-Benz-Center (auch wenn es hieß, das würde nicht so sein) Uns wurde beim VfB schon viel erzählt, was ich im Nachgang anders rausgestellt hat z.B. die Ausgliederung mit "Steine statt Beine" "Anschubfinanzierung" etc., dennoch wird jetzt Geld für nötige Infrastrukturmaßnahmen benötigt, weil das vernachlässigt wurde.
Der Rest wird von den CL-Gehältern bzw. generell gestiegenen Kosten ("Wasserkopf") und dem toten Kapital auf der Tribüne gefressen. Und darin liegt das größte Problem, vor allem wenn wir es dann nicht hinbekommen das durch Abgänge zu regeln.
Weitergehend vermute ich darauf basierend (Disclaimer für die Wattebausch-Fraktion: ja, das ist reine Spekulation) dass der enorme Verkaufsdruck daher rührt, dass wir einen finanziellen Engpass zwischen CL-Gehälter auszahlen (seit 01.07. der Fall) und CL-Gelder einnehmen (die kommen erst noch) haben. Also ein temporäres Loch, das gefüllt werden musste.
Temporär ist gut. Dass es überhaupt so weit kommt ist sehr sehr schlecht.
Edith ergänzt noch: Es stehen auch noch einige teure Unterschriften aus.
Beraterkosten sind halt noch ein brutaler Punkt, wo du mittlerweile vermutlich direkt mal locker 15% dazurechnen kannst auf jede Ablöse.
Ich würde mal noch den Frauen-Fußball reinnehmen, der die letzten Jahre sicher auch mit der ein oder anderen Millionen quersubventioniert werden musste (und auch weiter wird, da muss man sich nichts vormachen).
Sicher ist durch die CL-Teilnahme auch die ein oder andere Boni geflossen, die hier nicht eingerechnet ist (Tomas, Assignon, Bouanani).
Wenn du siehst wie ein (recht gut) vergleichbarer Standort mit Frankfurt nach einem Jahr Nicht-Europäisch seine Spieler verhökern muss, da darf man schon etwas nervös werden.
02.09.2026 - 11:25 Uhr
Zitat von Der-Tor-im-zm
Beraterkosten sind halt noch ein brutaler Punkt, wo du mittlerweile vermutlich direkt mal locker 15% dazurechnen kannst auf jede Ablöse.
Ich würde mal noch den Frauen-Fußball reinnehmen, der die letzten Jahre sicher auch mit der ein oder anderen Millionen quersubventioniert werden musste (und auch weiter wird, da muss man sich nichts vormachen).
Sicher ist durch die CL-Teilnahme auch die ein oder andere Boni geflossen, die hier nicht eingerechnet ist (Tomas, Assignon, Bouanani).
Wenn du siehst wie ein (recht gut) vergleichbarer Standort mit Frankfurt nach einem Jahr Nicht-Europäisch seine Spieler verhökern muss, da darf man schon etwas nervös werden.
Zitat von Hozzo
Mein Take dazu:
Ein Teil wird abgezweigt für Geschichten wie das Carl-Benz-Center (auch wenn es hieß, das würde nicht so sein) Uns wurde beim VfB schon viel erzählt, was ich im Nachgang anders rausgestellt hat z.B. die Ausgliederung mit "Steine statt Beine" "Anschubfinanzierung" etc., dennoch wird jetzt Geld für nötige Infrastrukturmaßnahmen benötigt, weil das vernachlässigt wurde.
Der Rest wird von den CL-Gehältern bzw. generell gestiegenen Kosten ("Wasserkopf") und dem toten Kapital auf der Tribüne gefressen. Und darin liegt das größte Problem, vor allem wenn wir es dann nicht hinbekommen das durch Abgänge zu regeln.
Weitergehend vermute ich darauf basierend (Disclaimer für die Wattebausch-Fraktion: ja, das ist reine Spekulation) dass der enorme Verkaufsdruck daher rührt, dass wir einen finanziellen Engpass zwischen CL-Gehälter auszahlen (seit 01.07. der Fall) und CL-Gelder einnehmen (die kommen erst noch) haben. Also ein temporäres Loch, das gefüllt werden musste.
Temporär ist gut. Dass es überhaupt so weit kommt ist sehr sehr schlecht.
Edith ergänzt noch: Es stehen auch noch einige teure Unterschriften aus.
Zitat von VfB_Supporter
Mal ein kurzer (Milchmädchen-)Blick auf die Zahlen des VfB seit Hoeneß sportlich übernommen hat (03.04.2023) - nota bene - seit 01.07.2024 verantwortet FW die Transfers:
SAISON TRANSFERSUMMEN-SALDO
23/24 +25 Mio. €
24/25 -15 Mio. €
25/26 +55 Mio. €
26/27 -17 Mio. €
SUMME +48 Mio.€
WEITERE (UNGEPLANTE) EINNAHMEN
+ 2x CL
+ Pokalsieg
+ Stadion abbezahlt
+ gesteigerte Einnahmen aus Sponsoring etc.
--> WO GEHT DAS GELD HIN?!
Mal ein kurzer (Milchmädchen-)Blick auf die Zahlen des VfB seit Hoeneß sportlich übernommen hat (03.04.2023) - nota bene - seit 01.07.2024 verantwortet FW die Transfers:
SAISON TRANSFERSUMMEN-SALDO
23/24 +25 Mio. €
24/25 -15 Mio. €
25/26 +55 Mio. €
26/27 -17 Mio. €
SUMME +48 Mio.€
WEITERE (UNGEPLANTE) EINNAHMEN
+ 2x CL
+ Pokalsieg
+ Stadion abbezahlt
+ gesteigerte Einnahmen aus Sponsoring etc.
--> WO GEHT DAS GELD HIN?!
Mein Take dazu:
Ein Teil wird abgezweigt für Geschichten wie das Carl-Benz-Center (auch wenn es hieß, das würde nicht so sein) Uns wurde beim VfB schon viel erzählt, was ich im Nachgang anders rausgestellt hat z.B. die Ausgliederung mit "Steine statt Beine" "Anschubfinanzierung" etc., dennoch wird jetzt Geld für nötige Infrastrukturmaßnahmen benötigt, weil das vernachlässigt wurde.
Der Rest wird von den CL-Gehältern bzw. generell gestiegenen Kosten ("Wasserkopf") und dem toten Kapital auf der Tribüne gefressen. Und darin liegt das größte Problem, vor allem wenn wir es dann nicht hinbekommen das durch Abgänge zu regeln.
Weitergehend vermute ich darauf basierend (Disclaimer für die Wattebausch-Fraktion: ja, das ist reine Spekulation) dass der enorme Verkaufsdruck daher rührt, dass wir einen finanziellen Engpass zwischen CL-Gehälter auszahlen (seit 01.07. der Fall) und CL-Gelder einnehmen (die kommen erst noch) haben. Also ein temporäres Loch, das gefüllt werden musste.
Temporär ist gut. Dass es überhaupt so weit kommt ist sehr sehr schlecht.
Edith ergänzt noch: Es stehen auch noch einige teure Unterschriften aus.
Beraterkosten sind halt noch ein brutaler Punkt, wo du mittlerweile vermutlich direkt mal locker 15% dazurechnen kannst auf jede Ablöse.
Ich würde mal noch den Frauen-Fußball reinnehmen, der die letzten Jahre sicher auch mit der ein oder anderen Millionen quersubventioniert werden musste (und auch weiter wird, da muss man sich nichts vormachen).
Sicher ist durch die CL-Teilnahme auch die ein oder andere Boni geflossen, die hier nicht eingerechnet ist (Tomas, Assignon, Bouanani).
Wenn du siehst wie ein (recht gut) vergleichbarer Standort mit Frankfurt nach einem Jahr Nicht-Europäisch seine Spieler verhökern muss, da darf man schon etwas nervös werden.
Die temporäre Liquiditätslücke, die @Hozzo beschreibt, falls es sie denn gibt, kann unmöglich der Grund dafür sein, dass man Spieler VERKAUFEN muss. Dafür gibt es andere Finanzierungsmöglichkeiten - eine simple Kreditlinie bei einer Bank reicht komplett aus. Diese bekommt man mit 80 Mio. € EK auch zu sehr fairen Konditionen, wenn man das EK nicht direkt einsetzen will.
Dass Gehälter und Beraterhonorare Positionen sind, ist klar.
ABER: Der VfB hat sich dieses Problem auch selbst eingebrockt. Indem man Spieler geholt hat, die es nicht braucht - die kosten alle Gehalt und kosteten Beraterhonorar!
Das ist dann genau der Punkt, den ich mit „bündeln mehrerer kleinerer Transfers für einen großen“ meine. Ein Spieler, der den Kader in der Spitze und/oder Breite wirklich verstärkt - wie Pejcinovic - kostet ähnlich viel Ablöse wie 2-3 der Kategorie Arevalo, Jovanovic, Bouanani, spielt aber sportlich eine echte Rolle und wird im unterhalt günstiger sein als die Summe der anderen Gehälter.
Was das Thema CL-Gehälter und teure Verlängerungen angeht: DAS sind Kostensteigerungen, die durch die erhöhten Einnahmen aus Sponsoring, Ticketing etc. getragen werden sollten. Wenn Teile der CL-Einnahmen dafür verwendet werden, dann lediglich die variablen Anteile, die exakt an die Teilnahme in diesem Wettbewerb geknüpft sind. SO kommt man in kein unruhiges Fahrwasser und vermeidet Druck.
Die Wurzel des Ganzen sind aber zu viele Transfers ohne echten Mehrwert.
Man kann viel öfter mit Leihen agieren - gerade für die BU-Positionen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von VfB_Supporter am 02.09.2026 um 11:30 Uhr bearbeitet
02.09.2026 - 11:29 Uhr
D'accord.
02.09.2026 - 11:39 Uhr
Zitat von Gironimo86
Die Begründung wäre für mich nachvollziehbar, wenn wir nicht international vertreten wären.
Es muss doch eine Finanzplanung geben, die ein sportliches abschneiden zugrundelegt.
Das könnte so sein:
Bundesliga: Platz 6
DFB Pokal: Viertelfinale
Wenn diese Ziele erreicht werden, müssen die Ausgaben durch die Einnahmen gedeckt sein.
Zitat von nurleser
Habe gerade im Konkurrenzthread was dazu geschrieben. Der HSV hatte letzte Saison noch größtenteils einen Kader von Zweitligaspielern, der entsprechend günstig war. Deswegen konnte man jetzt entsprechend investieren. Als wir 2024/25 das erste Mal in die CL kamen konnten wir auch ziemlich ins Minus gehen, weil die Kaderkosten noch relativ überschaubar waren. Jetzt haben die Kaderkosten aufgrund der ganzen Verlängerungen nachgezogen und wir sind wieder auf strukturelle Transfererlöse angewiesen, genau wie die anderen nicht finanzgedopten Kandidaten fürs internationale Geschäft wie Frankfurt oder Freiburg.
Habe gerade im Konkurrenzthread was dazu geschrieben. Der HSV hatte letzte Saison noch größtenteils einen Kader von Zweitligaspielern, der entsprechend günstig war. Deswegen konnte man jetzt entsprechend investieren. Als wir 2024/25 das erste Mal in die CL kamen konnten wir auch ziemlich ins Minus gehen, weil die Kaderkosten noch relativ überschaubar waren. Jetzt haben die Kaderkosten aufgrund der ganzen Verlängerungen nachgezogen und wir sind wieder auf strukturelle Transfererlöse angewiesen, genau wie die anderen nicht finanzgedopten Kandidaten fürs internationale Geschäft wie Frankfurt oder Freiburg.
Die Begründung wäre für mich nachvollziehbar, wenn wir nicht international vertreten wären.
Es muss doch eine Finanzplanung geben, die ein sportliches abschneiden zugrundelegt.
Das könnte so sein:
Bundesliga: Platz 6
DFB Pokal: Viertelfinale
Wenn diese Ziele erreicht werden, müssen die Ausgaben durch die Einnahmen gedeckt sein.
Nein, das müssen sie nicht und sollten sie auch nicht. Gehen wir einmal von einem nicht finanzgedopten etablierten Bundesligisten in der Mitte der Nahrungskette aus. Der wird mit einer gewissen Regelmäßigkeit Spieler haben die ihm entwachsen sind und größere Fische im Teich auf den Plan rufen. Also kommt es zu einem Abgang mit hoher Ablösesumme. Was macht man mit den Einnahmen? 1:1 für Ersatz geht nicht, weil dann müsste man Gehälter zahlen wie der größere Fisch, wird also nicht passieren. Auf mehrere Spieler aufteilen ist auch schlecht, weil man dann zwangsläufig eine gigantische Loan Army aufbaut. Also ist es zu einem gewissen Grad sinnvoll, Transferüberschüsse einzuplanen und damit Spieler zu halten, die man ansonsten abgeben müsste (was noch mehr Transferüberschüsse erzeugen würde und das Problem nicht kleiner macht). Wenn man das Spiel nicht spielt, wird man sportlich gegen Vereine den kürzeren ziehen, welche das Risiko der kalkulierten Überschüsse eingehen, weil die bessere Spieler länger halten können.
Deswegen machen das alle Bundesligisten in der Range des VfB so. Wirklich alle. Die sind nicht alle dumm, sie machen das was wirtschaftlich und sportlich sinnvoll ist.
Allerdings muss man denke ich schon die grundsätzliche Notwendigkeit von strukturellen Transferüberschüssen von der Bewertung einzelner Transfers trennen. Wenn man Sauer holt und deswegen Chema verkaufen muss, dann ist das schon ziemlich dumm, das kann man nicht anders sagen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von nurleser am 02.09.2026 um 11:40 Uhr bearbeitet
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