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Das Präsidium

14.10.2011 - 18:27 Uhr
Das Präsidium |#3201
23.09.2025 - 08:59 Uhr
Zitat von xN1c0
Euch ist aber bewusst, dass ein Bonhof, Kraft oder wer auch immer aus dem Vorstand gar nichts bzw. nur eingeschränkt etwas zu sagen haben im Profigeschäft?

Die drei Geschäftsführer sind nämlich Stegemann, Aretz und Virkus und diese drei Herren leiten die GmbH.

Klar müssen die Geschäftsführer den Gesellschaftern (sprich dem eV) folge leisten aber ganz so einfach, wie es gerne hier dargestellt wird, ist es eben nicht.


Laut der Vereinssatzung hätte das Präsidium die Möglichkeit einzugreifen, genauso ist der Aufsichtsrat dazu verpflichtet das Präsidium und die Geschäftsführung zu überwachen.

Ansonsten haben aber die einzelnen Geschäftsführer die größte Entscheidungsgewalt. Roland Virkus ist die wichtigste Person im Bereich Sport. Rainer Bonhof hat keine Weisungsbefugnis, das stimmt.

Ich halte es ehrlicherweise für problematisch, dass wir kaum sportliche Kompetenz in der höchsten Ebene haben. Hannelore Kraft kommt aus der Politik und ist Ökonomin. Roger Brandts kommt aus einer Unternehmerfamilie, Uwe Kamps ist - wenn ich das so sagen darf - ein Torhüter-Nerd.

Es ist wirklich überschaubar, was den Erfahrungsschatz auf höchster Ebene im Profifußball anbelangt. Seit Hans Meyer das Präsidium verlassen hat, hat man sich auch dazu entschieden, diese Stelle nicht mehr zu besetzen. Ich würde mir schon wünschen, dass man a) sportliche Kompetenzen aufbaut und b) zumindest mehr sportliche Kompetenz in die Vereinsgremien einbringt.

Auf der wirtschaftlichen Ebene scheinen wir gut aufgestellt zu sein und ich habe auch per se nichts gegen die einzelnen Mitglieder, aber es wirkt nicht ausgewogen aufgestellt.

•     •     •

"Es ist nicht wichtig, was die Leute über dich denken, wenn du kommst. Es ist wichtig, was die Leute von dir denken, wenn du gehst."
Das Präsidium |#3202
23.09.2025 - 09:06 Uhr
Zitat von denis_zaki
Zitat von xN1c0

Euch ist aber bewusst, dass ein Bonhof, Kraft oder wer auch immer aus dem Vorstand gar nichts bzw. nur eingeschränkt etwas zu sagen haben im Profigeschäft?

Die drei Geschäftsführer sind nämlich Stegemann, Aretz und Virkus und diese drei Herren leiten die GmbH.

Klar müssen die Geschäftsführer den Gesellschaftern (sprich dem eV) folge leisten aber ganz so einfach, wie es gerne hier dargestellt wird, ist es eben nicht.


Laut der Vereinssatzung hätte das Präsidium die Möglichkeit einzugreifen, genauso ist der Aufsichtsrat dazu verpflichtet das Präsidium und die Geschäftsführung zu überwachen.

Ansonsten haben aber die einzelnen Geschäftsführer die größte Entscheidungsgewalt. Roland Virkus ist die wichtigste Person im Bereich Sport. Rainer Bonhof hat keine Weisungsbefugnis, das stimmt.

Ich halte es ehrlicherweise für problematisch, dass wir kaum sportliche Kompetenz in der höchsten Ebene haben. Hannelore Kraft kommt aus der Politik und ist Ökonomin. Roger Brandts kommt aus einer Unternehmerfamilie, Uwe Kamps ist - wenn ich das so sagen darf - ein Torhüter-Nerd.

Es ist wirklich überschaubar, was den Erfahrungsschatz auf höchster Ebene im Profifußball anbelangt. Seit Hans Meyer das Präsidium verlassen hat, hat man sich auch dazu entschieden, diese Stelle nicht mehr zu besetzen. Ich würde mir schon wünschen, dass man a) sportliche Kompetenzen aufbaut und b) zumindest mehr sportliche Kompetenz in die Vereinsgremien einbringt.

Auf der wirtschaftlichen Ebene scheinen wir gut aufgestellt zu sein und ich habe auch per se nichts gegen die einzelnen Mitglieder, aber es wirkt nicht ausgewogen aufgestellt.


Ich bin mir nicht sicher ob es die fehlende sportliche Kompetenz ist, meines Erachtens ist es der fehlende starke Mann/Frau im Präsidium. Ja, Königs war problematisch bis er sportliche Kompetenz zu sich ins Präsidium geholt hat, aber es ist davon auszugehen, dass er denen dann nicht die Bewertung "überlassen" hat, sondern sie eben "einforderte". Sprich, der wird bei Misserfolg Antworten und Strategien gefordert haben um diese dann wiederum zu bewerten. Sicher dann mehr im Hintergrund, aber zu glauben der hätte sich da "zurückgezogen" halte ich für naiv. Strategien einfordern, KPIs mit den verantwortlichen festlegen und daran die Verantwortlichen dann auch zu bewerten, dazu braucht man kein Experte im jeweiligen gebiet sein, man muss aber ein professioneller Manager sein. Das sind weder Virkus noch Bonhof, und da liegt das Kernproblem in meinen Augen.
Das Präsidium |#3203
23.09.2025 - 09:13 Uhr
Zitat von BenyS
Zitat von effe2007

Zitat von xN1c0

Euch ist aber bewusst, dass ein Bonhof, Kraft oder wer auch immer aus dem Vorstand gar nichts bzw. nur eingeschränkt etwas zu sagen haben im Profigeschäft?

Die drei Geschäftsführer sind nämlich Stegemann, Aretz und Virkus und diese drei Herren leiten die GmbH.

Klar müssen die Geschäftsführer den Gesellschaftern (sprich dem eV) folge leisten aber ganz so einfach, wie es gerne hier dargestellt wird, ist es eben nicht.


Das ist nicht ganz richtig. Bonhof & Co nennt man Präsidium, weil es beim Verein, sprich e.V., eben Präsidenten gibt. In der GmbH, da sind es die Geschäftsführer und da der Gesellschafter der GmbH der Verein ist, ist das Präsidium auch gleichzeitig der Gesellschafter. Oder bei einer AG ist es der Vorstand.

Unter den Geschäftsführern gibt es einen Vorsitzenden und das ist Stegemann. Das Wort Vorsitzender sagt ja bereits, dass Stegemann „vor“ den anderen beiden steht. Keine Verträge, keine Transfers, keine Entlassungen usw. ohne Zustimmung Stegemann. Da Bonhof & Co auch wie Vorstände sind, gibt es Entscheidungen, welche von denen abgesegnet werden müssen. Es gibt Dinge, welche nur vom Präsidium entschieden werden, z.b. die Absetzung (Kündigung) von Geschäftsführern. Da gibt es noch den Aufsichtsrat, der in gewissen Entscheidungen ebenso was zum sagen hat, aber ich möchte es jetzt nicht kompliziert machen.

Die Absetzung, Freistellung oder Kündigung von Virkus obliegt im Gesellschaftsrecht eindeutig dem Präsidium in Form des Gesellschafters. Selbst bei der Trainerentlassung läuft da nichts ohne Präsidium.

Es gab da mal Zoff zwischen Favre und Rüssmann. Es ging um Transfers, soweit ich mich dunkel daran erinnere. Da hat das Präsidium Rüssmann entlassen und nicht Favre. Oder bei Bayern, wobei da Flick von sich aus den Weggang forcierte und die Geschäftsführer erst danach gekündigt wurden.

So lange das Präsidium hinter Virkus steht, ist er unkündbar. Der einzige, der da seine Macht einbringen könnte, ist bzw. wäre Stegemann. Aber auch er bräuchte die Zustimmung vom Präsidium.

Wo ich noch anmerken möchte, dass intern und extern zwei sehr unterschiedliche Aussagen sind. Als das Präsidium verkündet hat, dass Virkus jetzt einen unbefristeten Vertrag bekommen hat, dachte ich, das kann nicht sein. Aber als die Medien berichteten, dass es da eine Art Option gibt, erfolgsabhängig, macht es wieder Sinn. Das Problem ist, was versteht das Präsidium unter „Erfolg“ ?

Extern tut Bonhof so, als würde Virkus erfolgreich arbeiten. Da würde mich interessieren, was Bonhof unter erfolgreich versteht. Ich denke, er hat da eine ganz andere Auffassung als ich oder einige andere hier. In einer Amtszeit von 3,5 Jahren 3 Trainer kündigen, tabellarisch mittelmäßigen Fußball bieten und Investitionen im Kader getätigt, wo wir keinen Spieler mehr haben, der 20 + x Mio bringen wird, zumindest aktuell, da kann man nicht von erfolgreich reden.


Prinzipiell erläuterst du viel richtiges, aber Rüssmann war schon 13 Jahre weg als Favre kam zwinker


Hast Recht, es war Hoeneß.

Favre hatte schon immer seine Vorstellungen zum Kader bzw. Transfers. Wenn man das so zurück liegend betrachtet, wäre das mit Virkus/Favre nicht gut gegangen. Genauso wie die Beziehung Brazo/Flick nicht gutgehen konnte. Oder Ten Hag/Rolfes, noch deutlicher Rangnick/Hopp.

So lange bei uns Jobs vergeben werden, in dem es egal ist, wie erfolgreich man arbeitet bzw. Die Definition Erfolg so krass unterschiedlich sieht wie das Umfeld, wird sich nicht viel ändern. Polanski ist m.E. zu frisch, um das zu ändern. Er wird ein Trainer sein, der sich fügt und kein Rebell, der Dinge bei uns verändern kann. Favre hatte die Macht und hätte diese nach einer erfolgreichen Saison auch wieder bekommen. Klappte warum auch immer nicht, leider. Meine Hoffnung ist da eher Stegemann. Bei Bonhof wird sich nichts ändern, zumindest meine Meinung. Stegemann hätte die Macht.

•     •     •

Man ist nicht enttäuscht von den Dingen die jemand tut, oder auch nicht tut. Sondern von der eigenen Dummheit etwas anderes erwartet zu haben !
Das Präsidium |#3204
23.09.2025 - 09:45 Uhr
Zitat von effe2007

Zitat von BenyS

Zitat von effe2007

Zitat von xN1c0

Euch ist aber bewusst, dass ein Bonhof, Kraft oder wer auch immer aus dem Vorstand gar nichts bzw. nur eingeschränkt etwas zu sagen haben im Profigeschäft?

Die drei Geschäftsführer sind nämlich Stegemann, Aretz und Virkus und diese drei Herren leiten die GmbH.

Klar müssen die Geschäftsführer den Gesellschaftern (sprich dem eV) folge leisten aber ganz so einfach, wie es gerne hier dargestellt wird, ist es eben nicht.


Das ist nicht ganz richtig. Bonhof & Co nennt man Präsidium, weil es beim Verein, sprich e.V., eben Präsidenten gibt. In der GmbH, da sind es die Geschäftsführer und da der Gesellschafter der GmbH der Verein ist, ist das Präsidium auch gleichzeitig der Gesellschafter. Oder bei einer AG ist es der Vorstand.

Unter den Geschäftsführern gibt es einen Vorsitzenden und das ist Stegemann. Das Wort Vorsitzender sagt ja bereits, dass Stegemann „vor“ den anderen beiden steht. Keine Verträge, keine Transfers, keine Entlassungen usw. ohne Zustimmung Stegemann. Da Bonhof & Co auch wie Vorstände sind, gibt es Entscheidungen, welche von denen abgesegnet werden müssen. Es gibt Dinge, welche nur vom Präsidium entschieden werden, z.b. die Absetzung (Kündigung) von Geschäftsführern. Da gibt es noch den Aufsichtsrat, der in gewissen Entscheidungen ebenso was zum sagen hat, aber ich möchte es jetzt nicht kompliziert machen.

Die Absetzung, Freistellung oder Kündigung von Virkus obliegt im Gesellschaftsrecht eindeutig dem Präsidium in Form des Gesellschafters. Selbst bei der Trainerentlassung läuft da nichts ohne Präsidium.

Es gab da mal Zoff zwischen Favre und Rüssmann. Es ging um Transfers, soweit ich mich dunkel daran erinnere. Da hat das Präsidium Rüssmann entlassen und nicht Favre. Oder bei Bayern, wobei da Flick von sich aus den Weggang forcierte und die Geschäftsführer erst danach gekündigt wurden.

So lange das Präsidium hinter Virkus steht, ist er unkündbar. Der einzige, der da seine Macht einbringen könnte, ist bzw. wäre Stegemann. Aber auch er bräuchte die Zustimmung vom Präsidium.

Wo ich noch anmerken möchte, dass intern und extern zwei sehr unterschiedliche Aussagen sind. Als das Präsidium verkündet hat, dass Virkus jetzt einen unbefristeten Vertrag bekommen hat, dachte ich, das kann nicht sein. Aber als die Medien berichteten, dass es da eine Art Option gibt, erfolgsabhängig, macht es wieder Sinn. Das Problem ist, was versteht das Präsidium unter „Erfolg“ ?

Extern tut Bonhof so, als würde Virkus erfolgreich arbeiten. Da würde mich interessieren, was Bonhof unter erfolgreich versteht. Ich denke, er hat da eine ganz andere Auffassung als ich oder einige andere hier. In einer Amtszeit von 3,5 Jahren 3 Trainer kündigen, tabellarisch mittelmäßigen Fußball bieten und Investitionen im Kader getätigt, wo wir keinen Spieler mehr haben, der 20 + x Mio bringen wird, zumindest aktuell, da kann man nicht von erfolgreich reden.


Prinzipiell erläuterst du viel richtiges, aber Rüssmann war schon 13 Jahre weg als Favre kam zwinker


Hast Recht, es war Hoeneß.

Favre hatte schon immer seine Vorstellungen zum Kader bzw. Transfers. Wenn man das so zurück liegend betrachtet, wäre das mit Virkus/Favre nicht gut gegangen. Genauso wie die Beziehung Brazo/Flick nicht gutgehen konnte. Oder Ten Hag/Rolfes, noch deutlicher Rangnick/Hopp.

So lange bei uns Jobs vergeben werden, in dem es egal ist, wie erfolgreich man arbeitet bzw. Die Definition Erfolg so krass unterschiedlich sieht wie das Umfeld, wird sich nicht viel ändern. Polanski ist m.E. zu frisch, um das zu ändern. Er wird ein Trainer sein, der sich fügt und kein Rebell, der Dinge bei uns verändern kann. Favre hatte die Macht und hätte diese nach einer erfolgreichen Saison auch wieder bekommen. Klappte warum auch immer nicht, leider. Meine Hoffnung ist da eher Stegemann. Bei Bonhof wird sich nichts ändern, zumindest meine Meinung. Stegemann hätte die Macht.
Hier nochmal ein Hinweis auf den Rasenfunk-Podcast mit Jannik Sorgatz.
Jannik Sorgatz vermittelt da ziemlich unmissverständlich seine Kenntnisse über die Machtverhältnisse bei Borussia.
Ich hatte ja gestern schon hier darauf verwiesen.
Meine Anregung, sich diesen Podcast einmal bewußt anzuhören, bleibt bestehen 😉

•     •     •

„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.“ (Bertolt Brecht)
„Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel“ (Jan Böhmermann - Parodie auf Lukas Podolski, dem seither fälschlich dieses Zitat zugeschrieben wird).
„Die Berühmtheit manches Zeitgenossen ist unmittelbar mit der Dummheit seiner Bewunderer verbunden.“ (Heiner Geißler)
„Für die Diktatur ist Klugheit, für die Demokratie Dummheit die größte Gefahr.“ (Thomas Berger)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hexer am 23.09.2025 um 09:46 Uhr bearbeitet
Das Präsidium |#3205
23.09.2025 - 10:29 Uhr
Ja, der Podcast ist interessant. Man sollte ihn aber gänzlich hören, sich nicht auf Extracts verlassen. Sorgatz ist da diplomatisch kritisch. Weit kritischer als zB ein Kellermann, der da uU eine grössere Nähe zu den Verantwortlichen hat.
Das Präsidium |#3206
23.09.2025 - 11:13 Uhr
Zitat von Dasmeintalles
Unser Präsidium macht einen wirklich guten Job!

Sie verfolgen eine klare Strategie mit Konsequenz und verfallen nicht wie viele der in den letzten Jahren und Jahrzehnten gescheiterten Ex-Bundeligisten (von S04 bis 1860) der Versuchung durch Taten und schnellen Entscheidungen ihre Ratlosigkeit zu kaschieren.

Sie verfolgen den seit etlichen Jahrzehnten beschrittenen Gladbacher Weg, der spätestens von Helmut Grashoff begonnen wurde. Und schaffen es trotzdem, durch sehr gute Personalentscheidungen ( Stegemann und Kraft) modern zu sein. Und halten auch schwierige Phasen stand.

Zusammen gefasst: Stolzer Blick zurück, volle Kraft nach vorn



Die von dir erwähnte Ratlosigkeit erfasst auch mich, wenn ich mir deinen wohl
ernst gemeinten Beitrag durchlese.
Fassungslosigkeit trifft es aber wohl besser..
Das Präsidium |#3207
23.09.2025 - 11:14 Uhr
Zitat von Borussenblut
Zitat von Dasmeintalles

Unser Präsidium macht einen wirklich guten Job!

Sie verfolgen eine klare Strategie mit Konsequenz und verfallen nicht wie viele der in den letzten Jahren und Jahrzehnten gescheiterten Ex-Bundeligisten (von S04 bis 1860) der Versuchung durch Taten und schnellen Entscheidungen ihre Ratlosigkeit zu kaschieren.

Sie verfolgen den seit etlichen Jahrzehnten beschrittenen Gladbacher Weg, der spätestens von Helmut Grashoff begonnen wurde. Und schaffen es trotzdem, durch sehr gute Personalentscheidungen ( Stegemann und Kraft) modern zu sein. Und halten auch schwierige Phasen stand.

Zusammen gefasst: Stolzer Blick zurück, volle Kraft nach vorn



Die von dir erwähnte Ratlosigkeit erfasst auch mich, wenn ich mir deinen wohl
ernst gemeinten Beitrag durchlese.
Fassungslosigkeit trifft es aber wohl besser..


Das ist Satire, da bin ich ziemlich sicher. Es muss Satire sein. Die Frage ist, was darf Satire? 😅
Das Präsidium |#3208
23.09.2025 - 11:25 Uhr
Zitat von Hexer
Hier nochmal ein Hinweis auf den Rasenfunk-Podcast mit Jannik Sorgatz.
Jannik Sorgatz vermittelt da ziemlich unmissverständlich seine Kenntnisse über die Machtverhältnisse bei Borussia.
Ich hatte ja gestern schon hier darauf verwiesen.
Meine Anregung, sich diesen Podcast einmal bewußt anzuhören, bleibt bestehen 😉


Thx für den Hinweis.

Hat Sorgatz entsprechende Kenntnisse innerhalb Borussia ?

Dass Stegemann als CEO viel Macht hat, dürfte sehr sicher sein. Königs hat Stegemann eigentlich als seinen Nachfolger geholt. Es hat in und um Borussia viele überrascht, dass nicht Stegemann, sondern Bonhof Präsident wurde. Wobei Bonhof als Berater von Königs auch schon viel Einfluß hatte. Der Präsident wir aber vom Aufsichtsrat gewählt.

Ich habe auch den Eindruck, dass Stegemann da um einiges mehr in Entscheidungen eingreift als Schippers, in Bezug Bereich Sport. Seine Interviews deuten das für mich an. Virkus redet immer von „Vorgaben des Vereins erfüllen“ in Bezug Geld für Transfers, Einsparung Gehälter usw. Diese Vorgaben kommen mMn. sicher von Stegemann.

Die Macht die Königs hatte, hat Bonhof sicher nicht. Ich könnte mir vorstellen, ohne interne Einblicke zu haben, so vom Sofa aus, dass Stegemann der mächtigste bei uns ist. Die Bedeutung von CEO wir hier oft unterschätzt bzw. der Einfluß von Virkus überschätzt. Dabei braucht man nur den Worten von ihm zuhören.

Stegemann gab der letzten Saison eine 3, also befriedigend. Er ist kein Schönredner, sagt auch, das Ziel sollte eine 2 sein, an dem man arbeiten muß. Er sagt auch, klar und deutlich, von Spieler los lassen, auch wenn es sportlich weh tut. Er drängt auf Verkäufe, weil er genauso wie Schippers weiß, dass wir ohne diese Verkäufe nicht überleben können. Ebenso sagt er ebenso sehr deutlich „Mut zur Jugend“. Jeder hier weiß, wenn sich die Jugend bei uns durchsetzt, entsprechende Einnahmen bringen werden. Lasse einen Mohya einschlagen, jeder hier weiß, dass der ein Vermögen bringen wird. Auch was die Gehälter angeht, da setzt er ein Limit. Solche VVL wie vor ihm, wird es unter ihm nicht mehr geben. Bestes Beispiel aktuell Ullrich.

Von daher ist Bonhof sicher nicht die treibende Kraft. Aber es wird auch keine gewichtige Entscheidung ohne der Zustimmung vom Präsidium geben. Interessant fand ich, dass der Aufsichtsrat aktiv mit eingebunden war bei der Nachfolge Eberl. Das erklärt aber auch, dass es bei Virkus wenig Gegenwehr gab. Zu der Zeit war Virkus noch im Ehrenrat tätig.

Warten wir mal ab, was sich in der Abteilung Sport verändert. Book ? Welche Rolle spielt da Stegemann ? Das dürfte die entscheidende Frage sein. Von daher beruhigt es mich, dass er bei uns ist. Fakt ist aber auch, dass Virkus von Bonhof und zumindest Teile des Aufsichtsrats Rückendeckung hat. Sonst wäre er auch nicht der Nachfolger von Eberl geworden.

•     •     •

Man ist nicht enttäuscht von den Dingen die jemand tut, oder auch nicht tut. Sondern von der eigenen Dummheit etwas anderes erwartet zu haben !
Das Präsidium |#3209
23.09.2025 - 13:49 Uhr
Zitat von BenyS
Zitat von denis_zaki

Zitat von xN1c0

Euch ist aber bewusst, dass ein Bonhof, Kraft oder wer auch immer aus dem Vorstand gar nichts bzw. nur eingeschränkt etwas zu sagen haben im Profigeschäft?

Die drei Geschäftsführer sind nämlich Stegemann, Aretz und Virkus und diese drei Herren leiten die GmbH.

Klar müssen die Geschäftsführer den Gesellschaftern (sprich dem eV) folge leisten aber ganz so einfach, wie es gerne hier dargestellt wird, ist es eben nicht.


Laut der Vereinssatzung hätte das Präsidium die Möglichkeit einzugreifen, genauso ist der Aufsichtsrat dazu verpflichtet das Präsidium und die Geschäftsführung zu überwachen.

Ansonsten haben aber die einzelnen Geschäftsführer die größte Entscheidungsgewalt. Roland Virkus ist die wichtigste Person im Bereich Sport. Rainer Bonhof hat keine Weisungsbefugnis, das stimmt.

Ich halte es ehrlicherweise für problematisch, dass wir kaum sportliche Kompetenz in der höchsten Ebene haben. Hannelore Kraft kommt aus der Politik und ist Ökonomin. Roger Brandts kommt aus einer Unternehmerfamilie, Uwe Kamps ist - wenn ich das so sagen darf - ein Torhüter-Nerd.

Es ist wirklich überschaubar, was den Erfahrungsschatz auf höchster Ebene im Profifußball anbelangt. Seit Hans Meyer das Präsidium verlassen hat, hat man sich auch dazu entschieden, diese Stelle nicht mehr zu besetzen. Ich würde mir schon wünschen, dass man a) sportliche Kompetenzen aufbaut und b) zumindest mehr sportliche Kompetenz in die Vereinsgremien einbringt.

Auf der wirtschaftlichen Ebene scheinen wir gut aufgestellt zu sein und ich habe auch per se nichts gegen die einzelnen Mitglieder, aber es wirkt nicht ausgewogen aufgestellt.


Ich bin mir nicht sicher ob es die fehlende sportliche Kompetenz ist, meines Erachtens ist es der fehlende starke Mann/Frau im Präsidium. Ja, Königs war problematisch bis er sportliche Kompetenz zu sich ins Präsidium geholt hat, aber es ist davon auszugehen, dass er denen dann nicht die Bewertung "überlassen" hat, sondern sie eben "einforderte". Sprich, der wird bei Misserfolg Antworten und Strategien gefordert haben um diese dann wiederum zu bewerten. Sicher dann mehr im Hintergrund, aber zu glauben der hätte sich da "zurückgezogen" halte ich für naiv. Strategien einfordern, KPIs mit den verantwortlichen festlegen und daran die Verantwortlichen dann auch zu bewerten, dazu braucht man kein Experte im jeweiligen gebiet sein, man muss aber ein professioneller Manager sein. Das sind weder Virkus noch Bonhof, und da liegt das Kernproblem in meinen Augen.


Es ist doch letztlich wie ein Spieler Transfer. Man sollte immer die Besten holen. Liverpool macht das aktuell, die holen die Besten. Natürlich für uns utopisch, aber auch mit geringeren finanziellen Mitteln, immer versuchen, den Hesen zu holen. Aussage Eberl auf der PK, er sagte, er verdiente bei uns mehr als bei Bayern.

Also sind die finanziellen Bedingungen bei uns nicht schlecht. Jetzt hat man mit Virkus einen aus der 3. Liga geholt. Das soll nicht abwertend sein, nur als Vergleich. Mehr gibt sein Werdegang auch nicht her. Es gibt da auch CL Manager, wie Overmars, Krösche, Freund oder Rangnick. Dieser Family und Stallgeruch Schmarrn bei uns, so lange sich das nicht ändert, sehe ich da keine Chance auf Änderung. Schaut mal, was Rangnick aus dem kleinen AUT schon umgesetzt hat. Von der Trainer Ausbildung, NLZ, aktuell eine Multifunktionshalle bzw. Stadion, er hat die gesamten Strukturen verändert und genau das ist auch der Grund, warum wir bei Borussia nie einen CL Manager bekommen werden. Die fangen an Dinge zu verändern, z.b. Scouting Abteilung, welche bei uns nicht gewollt sind. Lieber einen aus der 3. Liga als einen Vollprofi zu holen.

Beim CEO ist das anders, da holt man einen Vollprofi extern. Schippers und auch stegemann sind Profis. Externe. Beim SpoDi pfeift man drauf. Wir sollten froh sein, dass man Sandmöller freie Hand gelassen hat und er gewisse Veränderungen durchführen durfte. Er hat eine eigene Scouting Abteilung geschaffen und versucht, die Besen Talente zu uns zu holen, was ihm teilweise auch gelingt. Vor ihm undenkbar, dass wir Talente vom BVB oder von Bayer abwerben konnten.

Wir waren vor Virkus an Huiberts von Alkmaar dran. Ob das Gericht stimmt, weiß man nicht, aber Königs bestätigte, ohne Namen zu nennen, dass es zweinAbsagen bekam und dass diese beiden noch unter Vertrag standen. Er soll uns abgesagt haben, weil er in der laufenden Saison nicht wechseln wollte. Anstatt 3-4 Monate zu warten, was man bei Stegemann ja auch machte, nein, man holte Virkus. Positiv, unsere Jugend/Junioren Abteilung profitierte davon. Negativ, wir sind Mittelmaß und kommen da nicht höher im Moment. Ich hoffe, man macht bei Huiberts einen neuen Anlauf. Der spielt aber nicht die Zweite Geige, genauso wie ich bei Book es ebenso denke. Man muß Virkus nicht absägen, warum auch. Man muß nur einen Profi SpoDi finden, dem man auch gewisse Kompetenzen gibt. Freund und Eberl funktionieren auch, warum soll das bei uns nicht funktionieren. Die beiden haben mit Rumenigge und Hoeneß noch zwei „Diktatoren“ im Rücken, die das arbeiten erschweren.

Ich persönlich wäre schon längst in München gewesen und hätte das Gespräch mit Freund gesucht. Eberl wollte Korell bei uns abwerben, warum nicht bei denen wildern ? Wobei ich Overmars geholt hätte, 100% sicher. Möchte da aber keine Diskussionen entfachen in Bezug auf dem, was vorgefallen ist. Immer nach dem Motto, die Besten zu holen.

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Man ist nicht enttäuscht von den Dingen die jemand tut, oder auch nicht tut. Sondern von der eigenen Dummheit etwas anderes erwartet zu haben !
Das Präsidium |#3210
23.09.2025 - 20:39 Uhr
https://rp-online.de/sport/fussball/borussia/bonhof-tut-gladbach-mit-seoane-aussagen-keinen-gefallen_aid-135504121

schon gepostet, wenn ja sorry. Leider RP+
Sorgatz kritisiert in einem Meinungsartikel das Interview von Bonhof.
"Mit seinen Aussagen zu Gerardo Seoane hat Präsident Rainer Bonhof dem Klub keinen Gefallen getan. Ohnehin sollte Borussia Mönchengladbach beherzigen: Schwierige Umstände klaglos zu akzeptieren, darf kein entscheidendes Qualitätsmerkmal sein."
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