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Daniel Farke
Geburtsdatum 30.10.1976
Alter 49
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Leeds United

Daniel Farke [Trainer]

04.06.2022 - 16:10 Uhr
Daniel Farke [Trainer] |#1881
27.01.2023 - 08:00 Uhr
Zitat von ToBorusse
Farke passt, er kann auch alles gut "schönreden" !
Er hat in den letzten Spielen ein offensives Nichts gesehen !
Super, das hat sich doch in den Vorbereitungsspielen gezeigt, dass da wenig ist.
Oldenburg nehme ich mal raus.
Selbst gegen Bielefeld fielen die Tore spät.
Aber gegen St. Pauli haben wir die richtige Borussia gesehen.
So hat sie sich dann auch gegen Leverkusen und Augsburg gezeigt !
Jetzt hat Farke ein offensives Nichts gesehen !!!
Ich wünsche Kramer gute Besserung, aber danach belegt er bestimmt wieder
das offensive Nichts.
Ich zum Beispiel habe ein tacktisches Nichts vom Trainer gesehen.
Vielleicht sollte er endlich mal ein Spielsystem anwenden in dem die Spieler
ihre Stärken einbringen können.


daumen-hoch stimme dir bei allem zu. Zwinkernd
Daniel Farke [Trainer] |#1882
27.01.2023 - 09:37 Uhr
Zitat von ElHuracan
Zitat von StephanD

Zitat von ElHuracan

Zitat von CrackEgg

Zitat von ElHuracan

Zitat von CrackEgg

Zitat von Treze82

Ich würde persönlich an ihm festhalten, befürchte dass es echt eine mentale Geschichte ist "bloss jetzt keinen Fehler machen", die sich bei vielleicht zu vielen Spielern im Kopf verfestigt hat.


Ich bin auch voll bei der Analyse von @ElHuracan und sehe zudem ebenso, dass es kein rein formelles Problem ist, was man mit einem Systemwechsel oder Spielerwechseln (außer Neuzugänge) beheben kann.

Ich hatte ja schon angemerkt, dass ich viel auf den laufenden Umbruch und die damit verbundene Unsicherheit bei einigen Spielern schiebe.

Insofern müssen wir auf Farkes Fähigkeit als "Redner" hoffen bzw vertrauen.


Gerade dadurch, dass es kein Problem des Systems ist, ist es jedoch nochmal gefährlicher.
Es macht es umso schwerer für den Trainer dort anzusetzen, schließlich liegt das Problem zum größten Teil in den Köpfen der Spieler.
Mit Rose hat es der Kumpeltyp-Trainer nicht geschafft, dieses Problem zu beheben, mit Hütter nicht der harte, autoritäre Typ.
Farke versucht als Trainer das Maximum an Vertrauen aufzubauen, den Jungs Spielraum für Fehler zu geben, eben damit sie ohne Angst und mit Selbstvertrauen auftreten können.
Ich schätze ihn jedoch durchaus so ein, dass er in einer solchen Phase etwas fordernder und autoritärer werden kann. Einem Perfektionisten wie Farke dürften diese fehlende Präzision und diese katastrophale Entscheidungsfindung neben dem bekannten Fokusproblem der Mannschaft aber mal so richtig auf den Sack gehen.

Wenn jedoch auch er dieses Problem nicht gelöst bekommt, als nochmal anderer Typ als seine Vorgänger, zudem mit dem Spielstil, der am ehesten zur Mannschaft passt. Dann dürfte es ein Problem sein, dass wirklich kein Trainer in den Griff bekommt.

Bis zur Winterpause konnte man klare Verbesserungen und eine klare Entwicklung sehen, auch wenn negative Ausreißer dabei waren. Fällt diese Mannschaft nun wieder in so ein Loch, wie in der letzten Saison, vor allem ohne nachvollziehbare Gründe, schließlich war das letzte Spiel vor der Winterpause wirklich herausragend, dann sehe ich keine andere Option als einem großen Umbruch. Und dann ist es zwar erstmal bitter, dass Thuram und Bensebaini ablösefrei gehen, jedoch am Ende des Tages vermutlich besser als mit ihnen zu verlängern und das tiefsitzende Problem weiter mit sich herumzutragen.


Ich denke, die Verantwortlichen sehen einen Umbruch auch als alternativlos an. Deshalb reden sie ja die ganze Zeit davon...

Ansonsten vollste Zustimmung! Fußball ist immer mehr Kopf- als Skillsache. Die Verunsicherung bei Elvedi, Lainer, Koné und anderen ist förmlich greifbar. Geht halt auch um deren Zukunft. Bei Thuram und Bensebaini kann man hingegen von soviel Lockerheit und Gleichgültigkeit ausgehen, wie man gestern anhand der Entscheidungen, der Hackenpässe oder des Einsatzes sehen durfte.

Klar ist das alles menschlich, aber deshalb ja nicht weniger proboematisch. Ich hätte mir auch aufgrund dessen einen Verkauf der beiden im Winter gewünscht.

So haben wir jetzt einen millionenschwer "bezahlten" Thuram für ein halbes Jahr, wo man hoffen muss, dass ausgerechnet er die restlichen Verunsicherten mitreißen kann. Gewagt...


In meinen Augen wäre ein Winterverkauf der beiden nach dem Spiel gestern nötig und ideal.
Die beiden dürften nach gestern und der sich dementsprechend hier entwickelten Situation doch selber merken, dass es hier keinen Blumentopf diese Saison zu holen gibt. Mit solchen Leistungen wird Thuram zudem ganz sicher kein Torschützenkönig.

Im Gegensatz zur Zeit unter Hütter haben wir aktuell ein funktionierendes System mit einem Stil, der zur Mannschaft passt. Wieso also nicht den Umbruch vorziehen, zwei Spieler mit Kopfproblem früher abgeben und sie mit frischen Neuzugängen ersetzen?

Da das vermutlich nicht passieren wird können wir nun hoffen, dass Farke das nun schon über Jahre existierende Kopfproblem irgendwie gelöst bekommt.
Zudem baue ich darauf, dass unsere Führungsspieler um Stindl und auch Weigl, der gestern als einiger der ganz wenigen zu jedem Zeitpunkt Kommandos gegeben hat, produktive Lösungen suchte und sich wirklich gegen diesen Katastrophenauftritt gestemmt hat, Impulse setzen können, die das Ruder herumreißen.


Wir haben ein "funktionierendes System"??? Das kannst Du - bei aller Wertschätzung für Deine sehr guten Beiträge hier - doch nicht wirklich ernst meinen......


Dass wir ein funktionierendes System haben, haben wir diese Saison schon mehrfach gezeigt. Wie gut und vor allem dominant das System sein kann, sieht man jedoch nur dann, wenn jeder auf dem Platz konzentriert und wach genug, vor allem sich seiner selbst bewusst.
Wenn ich vom funktionierenden System rede, dann geht es dabei um dessen Stärke bei richtiger Ausführung.

Dass es natürlich ganz schwer wird, wenn die Jungs auf dem Feld eine solche Verfassung an den Tag legen, das ist klar. Aber dann wird es innerhalb jeden Systems schwierig.
Was derzeit schief läuft und weshalb man sich so schwer tut, das hab ich zuvor schon ausgeführt. Sei es das fehlende Andribbeln aus der letzten Reihe heraus, das Freilaufen in allen Dritteln, die fehlende Bewegung generell oder die Entscheidungsfindung im besonders letzten Drittel. Es scheitert derzeit nicht am System, es scheitert an den absoluten Basics.

Ich empfehle da vor allem sich das ReLive nochmal anzuschauen, dabei jedoch bei unserem Spiel mit dem Ball gar nicht auf den ballführenden Spieler zu achten, sondern auf die Mitspieler. Mit welcher Lethargie man da agiert hat, das war katastrophal.
Ähnlich übrigens bei dem Ausspielen unserer Angriffe im letzten Drittel in HZ1, als man zumindest noch das Gefühl hatte, mit etwas mehr Präzision sollte man treffen können. Wenn man da ausschließlich auf die Spieler abseits des Balles schaut, sieht man wie oft die richtigen Momente verpasst oder verpennt wurden, Pässe unpräzise oder völlig falsche Entscheidungen getroffen wurden.
Das sind keine Probleme des Systems, das sind individuelle Probleme.


Ich stimme Dir absolut zu, dass bei uns in der Umsetzung viele individuelle Probleme bestehen, deren Gründe für mich von außen betrachtet schwer zu beurteilen sind. Dass die Spieler aber nicht die grundsätzliche Qualität besitzen, bessere Leistungen zu zeigen, so wie es Farke und Virkus in den PK`s zumindest suggerieren ("wenn alles super läuft, könnte ganz vielleicht Platz 7 drin sein"), halte ich für einen Witz. Es stehen ja fast ausschließlich Nationalspieler (ehemalige und aktuelle) auf dem Feld!

Und das einzige Spiel, in dem ich eine Dominanz von uns gesehen habe, war das Spiel gegen Leipzig, welches wirklich super war! Mit Abstrichen noch das Spiel gegen Freiburg. Die anderen Spiele, die gewonnen wurden, waren zum Großteil gegen Mannschaften, die lange zu Zehnt gespielt haben, und wurden auch erst ab diesem Zeitpunkt dominant geführt (Hoffenheim, Berlin, Köln). Gegen Dortmund (hier hat Farke in seiner PK ja erwähnt, dass das ein gefühltes "7 oder 8:2" gewesen sei augen-zuhalten ), hatten wir in der 1. Hz einfach nur Glück, dass wir nicht mit 2 oder 3 Toren zurückgelegen haben. Am Ende stand ein XGoal Wert von 2.64 zu 3.68....

Insgesamt habe ich zunehmend den Eindruck, dass dieses postulierte "Wir sind ab sofort eine Ballbesitzmannschaft", vorhandene Tendenzen in der Mannschaft (die sicherlich mit den Einzelcharakteren zusammenhängt) zu lethargisch und passiv zu werden, nur noch mehr unterstützt und fördert. In den Köpfen scheint sich festzusetzen "Ballkontrolle, Pässe, Sicherheit" und leider nicht "Aktivität, Aggressivität, Risiko, schnelles Handeln" und das sieht man dann auch auf dem Platz. Die besten Spiele haben wir in der Regel gemacht, wenn wir im Sinne einer Umschaltmannschaft agieren und aus einer tieferen Positionierung aggressiv die richtigen Momente nutzen (DAS ist in meinen Augen auch die DNA der "Fohlenelf"). Das hat in der letzten Saison im übrigen Hütter dann auch irgendwann gecheckt und in der 2. Saisonhälfte zunehmend so agieren lassen.

Erfolgreichen Ballbesitzfußball im heutigen Spitzenbereich durchzubringen ist unfassbar schwer und das können eigentlich nur wenige Mannschaften, die ausschließlich mit Spitzenleuten besetzt sind und über die nötigen finanziellen Mittel verfügen (ManCity, Barcelona). Ich glaube, dass dieser Weg eine Sackgasse ist, in die sich der Verein im unbedingten Willen, eine Abgrenzung von den traumatischen Ereignissen rund um die Abgänge von Rose und Eberl vorzunehmen, manövriert hat.

•     •     •

Dimsel69#
Daniel Farke [Trainer] |#1883
27.01.2023 - 10:19 Uhr
Zitat von StephanD
Zitat von ElHuracan

Zitat von StephanD

Zitat von ElHuracan

Zitat von CrackEgg

Zitat von ElHuracan

Zitat von CrackEgg

Zitat von Treze82

Ich würde persönlich an ihm festhalten, befürchte dass es echt eine mentale Geschichte ist "bloss jetzt keinen Fehler machen", die sich bei vielleicht zu vielen Spielern im Kopf verfestigt hat.


Ich bin auch voll bei der Analyse von @ElHuracan und sehe zudem ebenso, dass es kein rein formelles Problem ist, was man mit einem Systemwechsel oder Spielerwechseln (außer Neuzugänge) beheben kann.

Ich hatte ja schon angemerkt, dass ich viel auf den laufenden Umbruch und die damit verbundene Unsicherheit bei einigen Spielern schiebe.

Insofern müssen wir auf Farkes Fähigkeit als "Redner" hoffen bzw vertrauen.


Gerade dadurch, dass es kein Problem des Systems ist, ist es jedoch nochmal gefährlicher.
Es macht es umso schwerer für den Trainer dort anzusetzen, schließlich liegt das Problem zum größten Teil in den Köpfen der Spieler.
Mit Rose hat es der Kumpeltyp-Trainer nicht geschafft, dieses Problem zu beheben, mit Hütter nicht der harte, autoritäre Typ.
Farke versucht als Trainer das Maximum an Vertrauen aufzubauen, den Jungs Spielraum für Fehler zu geben, eben damit sie ohne Angst und mit Selbstvertrauen auftreten können.
Ich schätze ihn jedoch durchaus so ein, dass er in einer solchen Phase etwas fordernder und autoritärer werden kann. Einem Perfektionisten wie Farke dürften diese fehlende Präzision und diese katastrophale Entscheidungsfindung neben dem bekannten Fokusproblem der Mannschaft aber mal so richtig auf den Sack gehen.

Wenn jedoch auch er dieses Problem nicht gelöst bekommt, als nochmal anderer Typ als seine Vorgänger, zudem mit dem Spielstil, der am ehesten zur Mannschaft passt. Dann dürfte es ein Problem sein, dass wirklich kein Trainer in den Griff bekommt.

Bis zur Winterpause konnte man klare Verbesserungen und eine klare Entwicklung sehen, auch wenn negative Ausreißer dabei waren. Fällt diese Mannschaft nun wieder in so ein Loch, wie in der letzten Saison, vor allem ohne nachvollziehbare Gründe, schließlich war das letzte Spiel vor der Winterpause wirklich herausragend, dann sehe ich keine andere Option als einem großen Umbruch. Und dann ist es zwar erstmal bitter, dass Thuram und Bensebaini ablösefrei gehen, jedoch am Ende des Tages vermutlich besser als mit ihnen zu verlängern und das tiefsitzende Problem weiter mit sich herumzutragen.


Ich denke, die Verantwortlichen sehen einen Umbruch auch als alternativlos an. Deshalb reden sie ja die ganze Zeit davon...

Ansonsten vollste Zustimmung! Fußball ist immer mehr Kopf- als Skillsache. Die Verunsicherung bei Elvedi, Lainer, Koné und anderen ist förmlich greifbar. Geht halt auch um deren Zukunft. Bei Thuram und Bensebaini kann man hingegen von soviel Lockerheit und Gleichgültigkeit ausgehen, wie man gestern anhand der Entscheidungen, der Hackenpässe oder des Einsatzes sehen durfte.

Klar ist das alles menschlich, aber deshalb ja nicht weniger proboematisch. Ich hätte mir auch aufgrund dessen einen Verkauf der beiden im Winter gewünscht.

So haben wir jetzt einen millionenschwer "bezahlten" Thuram für ein halbes Jahr, wo man hoffen muss, dass ausgerechnet er die restlichen Verunsicherten mitreißen kann. Gewagt...


In meinen Augen wäre ein Winterverkauf der beiden nach dem Spiel gestern nötig und ideal.
Die beiden dürften nach gestern und der sich dementsprechend hier entwickelten Situation doch selber merken, dass es hier keinen Blumentopf diese Saison zu holen gibt. Mit solchen Leistungen wird Thuram zudem ganz sicher kein Torschützenkönig.

Im Gegensatz zur Zeit unter Hütter haben wir aktuell ein funktionierendes System mit einem Stil, der zur Mannschaft passt. Wieso also nicht den Umbruch vorziehen, zwei Spieler mit Kopfproblem früher abgeben und sie mit frischen Neuzugängen ersetzen?

Da das vermutlich nicht passieren wird können wir nun hoffen, dass Farke das nun schon über Jahre existierende Kopfproblem irgendwie gelöst bekommt.
Zudem baue ich darauf, dass unsere Führungsspieler um Stindl und auch Weigl, der gestern als einiger der ganz wenigen zu jedem Zeitpunkt Kommandos gegeben hat, produktive Lösungen suchte und sich wirklich gegen diesen Katastrophenauftritt gestemmt hat, Impulse setzen können, die das Ruder herumreißen.


Wir haben ein "funktionierendes System"??? Das kannst Du - bei aller Wertschätzung für Deine sehr guten Beiträge hier - doch nicht wirklich ernst meinen......


Dass wir ein funktionierendes System haben, haben wir diese Saison schon mehrfach gezeigt. Wie gut und vor allem dominant das System sein kann, sieht man jedoch nur dann, wenn jeder auf dem Platz konzentriert und wach genug, vor allem sich seiner selbst bewusst.
Wenn ich vom funktionierenden System rede, dann geht es dabei um dessen Stärke bei richtiger Ausführung.

Dass es natürlich ganz schwer wird, wenn die Jungs auf dem Feld eine solche Verfassung an den Tag legen, das ist klar. Aber dann wird es innerhalb jeden Systems schwierig.
Was derzeit schief läuft und weshalb man sich so schwer tut, das hab ich zuvor schon ausgeführt. Sei es das fehlende Andribbeln aus der letzten Reihe heraus, das Freilaufen in allen Dritteln, die fehlende Bewegung generell oder die Entscheidungsfindung im besonders letzten Drittel. Es scheitert derzeit nicht am System, es scheitert an den absoluten Basics.

Ich empfehle da vor allem sich das ReLive nochmal anzuschauen, dabei jedoch bei unserem Spiel mit dem Ball gar nicht auf den ballführenden Spieler zu achten, sondern auf die Mitspieler. Mit welcher Lethargie man da agiert hat, das war katastrophal.
Ähnlich übrigens bei dem Ausspielen unserer Angriffe im letzten Drittel in HZ1, als man zumindest noch das Gefühl hatte, mit etwas mehr Präzision sollte man treffen können. Wenn man da ausschließlich auf die Spieler abseits des Balles schaut, sieht man wie oft die richtigen Momente verpasst oder verpennt wurden, Pässe unpräzise oder völlig falsche Entscheidungen getroffen wurden.
Das sind keine Probleme des Systems, das sind individuelle Probleme.


Ich stimme Dir absolut zu, dass bei uns in der Umsetzung viele individuelle Probleme bestehen, deren Gründe für mich von außen betrachtet schwer zu beurteilen sind. Dass die Spieler aber nicht die grundsätzliche Qualität besitzen, bessere Leistungen zu zeigen, so wie es Farke und Virkus in den PK`s zumindest suggerieren ("wenn alles super läuft, könnte ganz vielleicht Platz 7 drin sein"), halte ich für einen Witz. Es stehen ja fast ausschließlich Nationalspieler (ehemalige und aktuelle) auf dem Feld!

Und das einzige Spiel, in dem ich eine Dominanz von uns gesehen habe, war das Spiel gegen Leipzig, welches wirklich super war! Mit Abstrichen noch das Spiel gegen Freiburg. Die anderen Spiele, die gewonnen wurden, waren zum Großteil gegen Mannschaften, die lange zu Zehnt gespielt haben, und wurden auch erst ab diesem Zeitpunkt dominant geführt (Hoffenheim, Berlin, Köln). Gegen Dortmund (hier hat Farke in seiner PK ja erwähnt, dass das ein gefühltes "7 oder 8:2" gewesen sei augen-zuhalten ), hatten wir in der 1. Hz einfach nur Glück, dass wir nicht mit 2 oder 3 Toren zurückgelegen haben. Am Ende stand ein XGoal Wert von 2.64 zu 3.68....

Insgesamt habe ich zunehmend den Eindruck, dass dieses postulierte "Wir sind ab sofort eine Ballbesitzmannschaft", vorhandene Tendenzen in der Mannschaft (die sicherlich mit den Einzelcharakteren zusammenhängt) zu lethargisch und passiv zu werden, nur noch mehr unterstützt und fördert. In den Köpfen scheint sich festzusetzen "Ballkontrolle, Pässe, Sicherheit" und leider nicht "Aktivität, Aggressivität, Risiko, schnelles Handeln" und das sieht man dann auch auf dem Platz. Die besten Spiele haben wir in der Regel gemacht, wenn wir im Sinne einer Umschaltmannschaft agieren und aus einer tieferen Positionierung aggressiv die richtigen Momente nutzen (DAS ist in meinen Augen auch die DNA der "Fohlenelf"). Das hat in der letzten Saison im übrigen Hütter dann auch irgendwann gecheckt und in der 2. Saisonhälfte zunehmend so agieren lassen.

Erfolgreichen Ballbesitzfußball im heutigen Spitzenbereich durchzubringen ist unfassbar schwer und das können eigentlich nur wenige Mannschaften, die ausschließlich mit Spitzenleuten besetzt sind und über die nötigen finanziellen Mittel verfügen (ManCity, Barcelona). Ich glaube, dass dieser Weg eine Sackgasse ist, in die sich der Verein im unbedingten Willen, eine Abgrenzung von den traumatischen Ereignissen rund um die Abgänge von Rose und Eberl vorzunehmen, manövriert hat.


Nur schließt Ballbesitzfußball die Umschaltmomente nicht aus.
Exakt darauf ist unser Gegenpressing ja aus: Hohe Ballgewinnen und danach sofort gegen den ungeordneten Gegner umschalten. Ebenso versuchen wir aus dem Ballbesitz ja durchaus Umschaltmomente zu kreieren. Oft versuchen wir den Gegner ins Pressing zu locken, spielen dann über die IVs oder den Torwart den langen Ball auf Thuram. Ab dem Moment, wo Thuram ihn festmachen oder ablegen kann, stehen wir meist 1vs1 und können sofort mit dem Umschalten Gefahr kreieren.
Ebenso ziehen Thuram und Ngoumou/Hofmann immer wieder tiefe Läufe an. Gerade gegen Augsburg waren davon einige zu sehen. Thuram übersah man komplett, zu Ngoumou waren alle Bälle zu unpräzise. Was gerade bei Letzterem schon richtig bitter ist, schließlich wird der dir jedes Laufduell gewinnen.

Auch gehst du ja selbst auf die Köpfe der Spieler ein. Weshalb das Problem so ist wie es ist, das ist erstmal nebensächlich. Ich muss von einem Profi erwarten, dass er die Grundtugenden und die Professionalität im jedem Spiel an den Tag legt.
Wenn du eine solche Lethargie an den Tag legst, dann ist das präferierte System egal, damit kann keines erfolgreich sein. Ob du dann im Umschaltmoment den idealen Moment für den langen Ball verpennst oder dich zwar über zig Stationen an den gegnerischen Sechzehner kombinierst, dort dann aber das Abspiel zum freien Mann verpennst, am Ende bricht uns diese Lethargie das Genick.

Wenn man dann von Dominanz redet, kann man sich die erste Hälfte gegen Augsburg anschauen: Die haben offensiv nahezu nichts hinbekommen. Wenn mal irgendeine Gefahr entstand, dann durch Zufall. Deren offensiver Gameplan war komplett abgemeldet.
Wir wiederum konnten uns kontinuierlich ins letzte Drittel spielen, haben Augsburg laufen lassen. Das ist Dominanz. Was wir dann mit dieser angestellt haben, ja, das war dann erbärmlich. Da kann man das Kind beim Namen nennen.

Am Ende ist es nun mal so, dass die Spieler über 34x90min nicht gut genug sind. Sicher sind sie das individuell. Aber es gehört mehr dazu. Wenn du über Jahre hinweg ständig die gleichen Probleme hast, unter dem dritten Trainer, dann bist du nicht gut genug. Ich erwarte nicht, dass wir 30 mal in der Saison die Gegner wegschweißen, es wird immer auch schlechte Spiele geben. Nur ist es nun das dritte Jahr so, dass das bei uns nicht nur schlechte Spiele sind, sondern richtig schlechte, leider auch längere Phasen in einer Saison. Phasen, in denen wir jegliche Basics, ohne die du kein Spiel gewinnen kannst, vermissen lassen.
Und dann muss man am Ende einfach sagen: Die Mannschaft ist nicht gut genug.
Daniel Farke [Trainer] |#1884
27.01.2023 - 10:34 Uhr
Zitat von Arango7

Zitat von NurEineBorussia

Finde die Statistik von der Frontpage sehr interessant.

Wenn man nur das Ergebnis der 1. Halbzeit zählt, wären wir auf dem 4. Platz (31 Punkte).
Wenn man nur das Ergebnis der 2. Halbzeit zählt, wären wir auf dem... 4. Platz (26 Punkte).
Gemeinsam: 9. Platz (22 Punkte).

"Die Mannschaft einer Halbzeit"?


Nur HZ1 = 26 Punkte
Nur HZ2= 31 Punkte

Die Statistik belegt eindeutig wie konditionsstark wir sind. grins


Stimmt, ich habe die Punkte der Halbzeiten vertauscht. Danke für den Hinweis!

Ich würde das ganze gerne noch um eine weitere Statistik ergänzen - diejenigen, die diese hier fehl am Platz empfinden mögen es mir nachsehen. Mit geht es auch nicht darum stumpf anhand von Ballbesitz und Sprintwerten die Leistung der Mannschaft zu beurteilen, sondern darum Werte zu finden, die die intuitiv gefühlte Situation greifbarer bzw vergleichbar machen ("Kontrollorgane" @gbcthh).

- Stand Spieltag 17 / Ende der Hinrunde -

Spiele ohne eigenen Treffer: 3 (Augsburg war das erste Spiel ohne eigenen Treffer seit dem 6. Spieltag)
Spiele ohne gegnerischen Treffer: 3 (Zuletzt am 7. Spieltag)

In den letzten 9 Spielen vor Augsburg haben immer beide Mannschaften mindestens ein Tor geschossen. Mit anderen Worten die Spielsituation sollte sich in diesen 9 Spielen häufig geändert haben. Zum Vergleich: Wenn nur eine Mannschaft Tore schießt, dann läuft das Spiel nur von Unentschieden bei Anpfiff zu Sieg bei Abpfiff. Wenn beide Mannschaften Tore schießen kann es zu Verlust einer Führung bzw Führungswechsel kommen.
Gucken wir ins Detail:

08. ST - Werder vs Gladbach 5:1. U->N
09. ST - Gladbach vs Köln 5:2. U->S->U->S
10. ST - Wolfsburg vs Gladbach 2:2. U->S->U->S->U
11. ST - Gladbach vs Frankfurt 1:3. U->N
12. ST - Union vs Gladbach 1:2. U->S->U->N
13. ST - Gladbach vs Stuttgart 3:1. U->S
14. ST - Bochum vs Gladbach 2:1. U->N
15. ST - Gladbach vs Dortmund 4:2. U->S->U->S
16. ST - Leverkusen vs Gladbach 3:2. U->N

Dies sind alle 9 Spiele, in denen zuletzt immer beide Mannschaften getroffen haben. Dahinter steht der Spielverlauf: Das Spiel beginnt bei Unentschieden (U) und wird dann entweder zu einer Siegposition (S) oder Niederlage (N).
Was fällt auf?
Es gibt wie erwartet einige Wechsel im Spielverlauf. Aber: Es gibt eine Position im Spielverlauf der NIE geändert wurde, und das ist die Niederlage (N). Das bestätigt sich auch in den restlichen Spielen der Hinrunde; nur an den ersten beiden Spieltagen haben wir die verlierende Position verändern können und haben schlussendlich in beiden Spielen auch Punkte geholt. Aber zurück zu unserer Statistik heißt das, dass der Schlagabtausch nicht in Spielen stattfindet, die wir dabei sind zu verlieren, sondern in den Spielen, die wir dabei sind zu gewinnen. Mit anderen Worten es sind nicht wir, die kämpfen, es sind die Gegner. Das soll nicht heißen, dass wir keine Tore schießen, wenn wir zurück liegen, aber sie sind am Ende alle brotlose Kunst, da sie seit dem 2. Spieltag in keinem einzigen Fall etwas am Ergebnis ändern! Umgekehrt sind wir eine Mannschaft, die sich stolz den Ballbesitz auf die Stirn schreibt, aber nicht in der Lage ist ein Spiel zu Ende zu kontrollieren indem wir den Pressingwillen des Gegners zermürben.

Was hat das mit Farke zu tun? Ganz einfach: Eines von beidem gilt es zu ändern. Die Ansprüche sind nicht, dass wir dieses Jahr CL spielen. Selbst Europa wird schon schwierig. Aber wenn Farke der Mann ist, mit dem wir uns über die nächsten Jahre weiter entwickeln (und das hoffe ich!), so muss es Fortschritt geben. Entweder müssen wir Gewinnpositionen lernen zu halten oder wir müssen Niederlagenpositionen lernen zu brechen. Andernfalls stecken wir wieder im Abstiegskampf. Und daher wäre es auch gut, wenn die nächsten Spiele bereits zeigen an welcher Seite der Hebel angesetzt wird, denn der von Farke als wichtigster Spieler angesehene Kramer ist derjenige der sagt, dass sich Fußball schon an der Einstellung entscheidet, mit der man auf den Platz geht. Und unabhängig davon ob das allgemein stimmt oder nicht: wenn dein wichtigster Spieler so denkt, musst du dies berücksichtigen und im besten Fall verstärken und verwenden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von NurEineBorussia am 27.01.2023 um 10:36 Uhr bearbeitet
Daniel Farke [Trainer] |#1885
27.01.2023 - 10:37 Uhr
Zitat von StephanD

...
Erfolgreichen Ballbesitzfußball im heutigen Spitzenbereich durchzubringen ist unfassbar schwer und das können eigentlich nur wenige Mannschaften, die ausschließlich mit Spitzenleuten besetzt sind und über die nötigen finanziellen Mittel verfügen (ManCity, Barcelona). Ich glaube, dass dieser Weg eine Sackgasse ist, in die sich der Verein im unbedingten Willen, eine Abgrenzung von den traumatischen Ereignissen rund um die Abgänge von Rose und Eberl vorzunehmen, manövriert hat.


Das glaube ich als sehr interessierter "Laie" (keine Trainerlizenz o.ä.) allerdings auch.

Selbst Bayern hat gelegentlich Mühe diesen "Ballbesitzfußball" durchzudrücken bzw. mit einem Sieg zu vollenden.

Da braucht es 11 hervorragende Techniker auf dem Platz, die sich auch zum Laufen und für den letzten Meter 95 min. nicht zu schade sind. ... und ganz schnelle Verteidiger wie z.B. Upamecano oder Davies (da hat uns übrigens Zakaria früher manchmal den A... gerettet. Der einzige bei uns, der z.B. T. Werner noch ablaufen konnte).

...aber selbst gegen so eine Top 11 gelingt es einem Köln, Mainz, Southampton, Aston Villa o.ä. immer mal die "Ballbesitzmannschaft" auszukontern bzw. punktemäßig zu düpieren.
Auf Dauer setzt sich in der Liga dann aber die überragende Qualität von ManCity, Barcelona und auch Bayern durch.

Dafür sind wir m.E. (aus mehreren Gründen, insbes. finanziellen) aber nicht gut genug aufgestellt.
Selbst Leverkusen spielt gegen uns erstmal abwartend, um uns dann mit ihren schnellen Leuten zu filetieren. Gegen Köln, Mainz, Augsburg, Hertha und Co. würden sie das nie tun bzw. versuchen diese Gegner entsprechend ihrer Stärken bzw. Schwächen gegen Leverkusen erst gar nicht über Ballbesitz zu kommen.

Andererseits finde ich diese Kategorisierung "Ballbesitzmannshaft", "Konter-, Umschaltmannschaft", "Pressingmannschaft" o.ä. viel zu stereotyp. Letztlich muss man je nach Gegner und Spielverlauf sowie Spielstand eigentlich alles können.
Aber ich sehe es tatsächlich auch so, dass wir zu sehr auf Ballbesitz fokussiert sind. Leider ist der Ballbesitz zwischenzeitlich zu "langsam" und auch zu fehlerbehaftet, vielleicht auch gerade weil sich jeder Gegner gegen uns darauf eingestellt hat.

Leider hat man in der 2. HZ in Augsburg gesehen, dass Kontern aus "massiver" Verteidigung ebenfalls nicht funktioniert hat bzw. war weder von Ballbesitz oder stabiler Defensive noch von Kontern etwas zu sehen, weil einfach kein Ball nach vorne ankommt. Entweder wird zwischen den IV quer gespielt oder der Torwart spielt "englisch" ("kick and rush"). Das ist in der Tat für die Gegner derzeit einfach.
Für Omnlin ist das natürlich im Kaltstart auch nicht einfach, aber mit Sommer war es in der Hinrunde ja zum Teil nicht besser.

Ich verstehe z.B. auch nicht, wieso Thuram, Hofmann, Ngoumou nicht mal einen scharfen Ball nach vorne in den Fuß gespielt bekommen. Das versucht der Gegner selbstverständlich permanent zu verhindern, aber 3-4 mal pro Spiel muss so etwas mindestens mit anschließend "großer" Torchance auch mal klappen.
Entweder laufen die vorne nicht richtig oder die dahinter spielen nicht richtig oder das ist nicht richtig trainiert/eingespielt, ... oder?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Juenter1900 am 27.01.2023 um 10:45 Uhr bearbeitet
Daniel Farke [Trainer] |#1886
27.01.2023 - 10:48 Uhr
Zitat von Juenter1900
Zitat von StephanD

...
Erfolgreichen Ballbesitzfußball im heutigen Spitzenbereich durchzubringen ist unfassbar schwer und das können eigentlich nur wenige Mannschaften, die ausschließlich mit Spitzenleuten besetzt sind und über die nötigen finanziellen Mittel verfügen (ManCity, Barcelona). Ich glaube, dass dieser Weg eine Sackgasse ist, in die sich der Verein im unbedingten Willen, eine Abgrenzung von den traumatischen Ereignissen rund um die Abgänge von Rose und Eberl vorzunehmen, manövriert hat.


Das glaube ich als sehr interessierter "Laie" (keine Trainerlizenz o.ä.) allerdings auch.

Selbst Bayern hat gelegentlich Mühe diesen "Ballbesitzfußball" durchzudrücken bzw. mit einem Sieg zu vollenden.

Da braucht es 11 hervorragende Techniker auf dem Platz, die sich auch zum Laufen und für den letzten Meter 95 min. nicht zu schade sind. ... und ganz schnelle Verteidiger wie z.B. Upamecano oder Davies (da hat uns übrigens Zakaria früher manchmal den A... gerettet. Der einzige bei uns, der z.B. T. Werner noch ablaufen konnte).

...aber selbst gegen so eine Top 11 gelingt es einem Köln, Mainz, Southampton, Aston Villa o.ä. immer mal die "Ballbesitzmannschaft" auszukontern bzw. punktemäßig zu düpieren.
Auf Dauer setzt sich in der Liga dann aber die überragende Qualität von ManCity, Barcelona und auch Bayern durch.

Dafür sind wir m.E. (aus mehreren Gründen, insbes. finanziellen) aber nicht gut genug aufgestellt.
Selbst Leverkusen spielt gegen uns erstmal abwartend, um uns dann mit ihren schnellen Leuten zu filetieren. Gegen Köln, Mainz, Augsburg, Hertha und Co. würden sie das nie tun bzw. versuchen diese Gegner entsprechend ihrer Stärken bzw. Schwächen gegen Leverkusen erst gar nicht über Ballbesitz zu kommen.

Andererseits finde ich diese Kategorisierung "Ballbesitzmannshaft", "Konter-, Umschaltmannschaft", "Pressingmannschaft" o.ä. viel zu stereotyp. Letztlich muss man je nach Gegner und Spielverlauf sowie Spielstand eigentlich alles können.
Aber ich sehe es tatsächlich auch so, dass wir zu sehr auf Ballbesitz fokussiert sind. Leider ist der Ballbesitz zwischenzeitlich zu "langsam" und auch zu fehlerbehaftet, vielleicht auch gerade weil sich jeder Gegner gegen uns darauf eingestellt hat.

Leider hat man in der 2. HZ in Augsburg gesehen, dass Kontern aus "massiver" Verteidigung ebenfalls nicht funktioniert hat bzw. war weder von Ballbesitz oder stabiler Defensive noch von Kontern etwas zu sehen, weil einfach kein Ball nach vorne ankommt. Entweder wird zwischen den IV quer gespielt oder der Torwart spielt "englisch" ("kick and rush"). Das ist in der Tat für die Gegner derzeit einfach.
Für Omnlin ist das natürlich im Kaltstart auch nicht einfach, aber mit Sommer war es in der Hinrunde ja zum Teil nicht besser.

Ich verstehe z.B. auch nicht, wieso Thuram, Hofmann, Ngoumou nicht mal einen scharfen Ball nach vorne in den Fuß gespielt bekommen. Das versucht der Gegner selbstverständlich permanent zu verhindern, aber 3-4 mal pro Spiel muss so etwas mindestens mit anschließend "großer" Torchance auch mal klappen.
Entweder laufen die vorne nicht richtig oder die dahinter spielen nicht richtig oder das ist nicht richtig trainiert/eingespielt, ... oder?


Das wäre doch mal eine Aufgabe für Farke dies herauszufinden.
Dann kann er auch gleichmal eine stabile Defensive ausprobieren.
Daniel Farke [Trainer] |#1887
27.01.2023 - 10:53 Uhr
Zitat von hotschilly
Zitat von ToBorusse

Farke passt, er kann auch alles gut "schönreden" !
Er hat in den letzten Spielen ein offensives Nichts gesehen !
Super, das hat sich doch in den Vorbereitungsspielen gezeigt, dass da wenig ist.
Oldenburg nehme ich mal raus.
Selbst gegen Bielefeld fielen die Tore spät.
Aber gegen St. Pauli haben wir die richtige Borussia gesehen.
So hat sie sich dann auch gegen Leverkusen und Augsburg gezeigt !
Jetzt hat Farke ein offensives Nichts gesehen !!!
Ich wünsche Kramer gute Besserung, aber danach belegt er bestimmt wieder
das offensive Nichts.
Ich zum Beispiel habe ein tacktisches Nichts vom Trainer gesehen.
Vielleicht sollte er endlich mal ein Spielsystem anwenden in dem die Spieler
ihre Stärken einbringen können.


daumen-hoch stimme dir bei allem zu. Zwinkernd


Farke redet "alles schön" und spricht zeitgleich von einem "offensiven Nichts"? Das ist leider unvereinbar.

Was wäre denn deiner Ansicht nach ein Spielsystem, in welchem die Spieler ihre Stärken einbringen können? Bzw was sindbin deinen Augen die Stärken der Spieler?

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Borussia 2023/24 - ich hab richtig Bock!
Daniel Farke [Trainer] |#1888
27.01.2023 - 10:55 Uhr
Zitat von ElHuracan
Zitat von StephanD

Zitat von ElHuracan

Zitat von StephanD

Zitat von ElHuracan

Zitat von CrackEgg

Zitat von ElHuracan

Zitat von CrackEgg

Zitat von Treze82

Ich würde persönlich an ihm festhalten, befürchte dass es echt eine mentale Geschichte ist "bloss jetzt keinen Fehler machen", die sich bei vielleicht zu vielen Spielern im Kopf verfestigt hat.


Ich bin auch voll bei der Analyse von @ElHuracan und sehe zudem ebenso, dass es kein rein formelles Problem ist, was man mit einem Systemwechsel oder Spielerwechseln (außer Neuzugänge) beheben kann.

Ich hatte ja schon angemerkt, dass ich viel auf den laufenden Umbruch und die damit verbundene Unsicherheit bei einigen Spielern schiebe.

Insofern müssen wir auf Farkes Fähigkeit als "Redner" hoffen bzw vertrauen.


Gerade dadurch, dass es kein Problem des Systems ist, ist es jedoch nochmal gefährlicher.
Es macht es umso schwerer für den Trainer dort anzusetzen, schließlich liegt das Problem zum größten Teil in den Köpfen der Spieler.
Mit Rose hat es der Kumpeltyp-Trainer nicht geschafft, dieses Problem zu beheben, mit Hütter nicht der harte, autoritäre Typ.
Farke versucht als Trainer das Maximum an Vertrauen aufzubauen, den Jungs Spielraum für Fehler zu geben, eben damit sie ohne Angst und mit Selbstvertrauen auftreten können.
Ich schätze ihn jedoch durchaus so ein, dass er in einer solchen Phase etwas fordernder und autoritärer werden kann. Einem Perfektionisten wie Farke dürften diese fehlende Präzision und diese katastrophale Entscheidungsfindung neben dem bekannten Fokusproblem der Mannschaft aber mal so richtig auf den Sack gehen.

Wenn jedoch auch er dieses Problem nicht gelöst bekommt, als nochmal anderer Typ als seine Vorgänger, zudem mit dem Spielstil, der am ehesten zur Mannschaft passt. Dann dürfte es ein Problem sein, dass wirklich kein Trainer in den Griff bekommt.

Bis zur Winterpause konnte man klare Verbesserungen und eine klare Entwicklung sehen, auch wenn negative Ausreißer dabei waren. Fällt diese Mannschaft nun wieder in so ein Loch, wie in der letzten Saison, vor allem ohne nachvollziehbare Gründe, schließlich war das letzte Spiel vor der Winterpause wirklich herausragend, dann sehe ich keine andere Option als einem großen Umbruch. Und dann ist es zwar erstmal bitter, dass Thuram und Bensebaini ablösefrei gehen, jedoch am Ende des Tages vermutlich besser als mit ihnen zu verlängern und das tiefsitzende Problem weiter mit sich herumzutragen.


Ich denke, die Verantwortlichen sehen einen Umbruch auch als alternativlos an. Deshalb reden sie ja die ganze Zeit davon...

Ansonsten vollste Zustimmung! Fußball ist immer mehr Kopf- als Skillsache. Die Verunsicherung bei Elvedi, Lainer, Koné und anderen ist förmlich greifbar. Geht halt auch um deren Zukunft. Bei Thuram und Bensebaini kann man hingegen von soviel Lockerheit und Gleichgültigkeit ausgehen, wie man gestern anhand der Entscheidungen, der Hackenpässe oder des Einsatzes sehen durfte.

Klar ist das alles menschlich, aber deshalb ja nicht weniger proboematisch. Ich hätte mir auch aufgrund dessen einen Verkauf der beiden im Winter gewünscht.

So haben wir jetzt einen millionenschwer "bezahlten" Thuram für ein halbes Jahr, wo man hoffen muss, dass ausgerechnet er die restlichen Verunsicherten mitreißen kann. Gewagt...


In meinen Augen wäre ein Winterverkauf der beiden nach dem Spiel gestern nötig und ideal.
Die beiden dürften nach gestern und der sich dementsprechend hier entwickelten Situation doch selber merken, dass es hier keinen Blumentopf diese Saison zu holen gibt. Mit solchen Leistungen wird Thuram zudem ganz sicher kein Torschützenkönig.

Im Gegensatz zur Zeit unter Hütter haben wir aktuell ein funktionierendes System mit einem Stil, der zur Mannschaft passt. Wieso also nicht den Umbruch vorziehen, zwei Spieler mit Kopfproblem früher abgeben und sie mit frischen Neuzugängen ersetzen?

Da das vermutlich nicht passieren wird können wir nun hoffen, dass Farke das nun schon über Jahre existierende Kopfproblem irgendwie gelöst bekommt.
Zudem baue ich darauf, dass unsere Führungsspieler um Stindl und auch Weigl, der gestern als einiger der ganz wenigen zu jedem Zeitpunkt Kommandos gegeben hat, produktive Lösungen suchte und sich wirklich gegen diesen Katastrophenauftritt gestemmt hat, Impulse setzen können, die das Ruder herumreißen.


Wir haben ein "funktionierendes System"??? Das kannst Du - bei aller Wertschätzung für Deine sehr guten Beiträge hier - doch nicht wirklich ernst meinen......


Dass wir ein funktionierendes System haben, haben wir diese Saison schon mehrfach gezeigt. Wie gut und vor allem dominant das System sein kann, sieht man jedoch nur dann, wenn jeder auf dem Platz konzentriert und wach genug, vor allem sich seiner selbst bewusst.
Wenn ich vom funktionierenden System rede, dann geht es dabei um dessen Stärke bei richtiger Ausführung.

Dass es natürlich ganz schwer wird, wenn die Jungs auf dem Feld eine solche Verfassung an den Tag legen, das ist klar. Aber dann wird es innerhalb jeden Systems schwierig.
Was derzeit schief läuft und weshalb man sich so schwer tut, das hab ich zuvor schon ausgeführt. Sei es das fehlende Andribbeln aus der letzten Reihe heraus, das Freilaufen in allen Dritteln, die fehlende Bewegung generell oder die Entscheidungsfindung im besonders letzten Drittel. Es scheitert derzeit nicht am System, es scheitert an den absoluten Basics.

Ich empfehle da vor allem sich das ReLive nochmal anzuschauen, dabei jedoch bei unserem Spiel mit dem Ball gar nicht auf den ballführenden Spieler zu achten, sondern auf die Mitspieler. Mit welcher Lethargie man da agiert hat, das war katastrophal.
Ähnlich übrigens bei dem Ausspielen unserer Angriffe im letzten Drittel in HZ1, als man zumindest noch das Gefühl hatte, mit etwas mehr Präzision sollte man treffen können. Wenn man da ausschließlich auf die Spieler abseits des Balles schaut, sieht man wie oft die richtigen Momente verpasst oder verpennt wurden, Pässe unpräzise oder völlig falsche Entscheidungen getroffen wurden.
Das sind keine Probleme des Systems, das sind individuelle Probleme.


Ich stimme Dir absolut zu, dass bei uns in der Umsetzung viele individuelle Probleme bestehen, deren Gründe für mich von außen betrachtet schwer zu beurteilen sind. Dass die Spieler aber nicht die grundsätzliche Qualität besitzen, bessere Leistungen zu zeigen, so wie es Farke und Virkus in den PK`s zumindest suggerieren ("wenn alles super läuft, könnte ganz vielleicht Platz 7 drin sein"), halte ich für einen Witz. Es stehen ja fast ausschließlich Nationalspieler (ehemalige und aktuelle) auf dem Feld!

Und das einzige Spiel, in dem ich eine Dominanz von uns gesehen habe, war das Spiel gegen Leipzig, welches wirklich super war! Mit Abstrichen noch das Spiel gegen Freiburg. Die anderen Spiele, die gewonnen wurden, waren zum Großteil gegen Mannschaften, die lange zu Zehnt gespielt haben, und wurden auch erst ab diesem Zeitpunkt dominant geführt (Hoffenheim, Berlin, Köln). Gegen Dortmund (hier hat Farke in seiner PK ja erwähnt, dass das ein gefühltes "7 oder 8:2" gewesen sei augen-zuhalten ), hatten wir in der 1. Hz einfach nur Glück, dass wir nicht mit 2 oder 3 Toren zurückgelegen haben. Am Ende stand ein XGoal Wert von 2.64 zu 3.68....

Insgesamt habe ich zunehmend den Eindruck, dass dieses postulierte "Wir sind ab sofort eine Ballbesitzmannschaft", vorhandene Tendenzen in der Mannschaft (die sicherlich mit den Einzelcharakteren zusammenhängt) zu lethargisch und passiv zu werden, nur noch mehr unterstützt und fördert. In den Köpfen scheint sich festzusetzen "Ballkontrolle, Pässe, Sicherheit" und leider nicht "Aktivität, Aggressivität, Risiko, schnelles Handeln" und das sieht man dann auch auf dem Platz. Die besten Spiele haben wir in der Regel gemacht, wenn wir im Sinne einer Umschaltmannschaft agieren und aus einer tieferen Positionierung aggressiv die richtigen Momente nutzen (DAS ist in meinen Augen auch die DNA der "Fohlenelf"). Das hat in der letzten Saison im übrigen Hütter dann auch irgendwann gecheckt und in der 2. Saisonhälfte zunehmend so agieren lassen.

Erfolgreichen Ballbesitzfußball im heutigen Spitzenbereich durchzubringen ist unfassbar schwer und das können eigentlich nur wenige Mannschaften, die ausschließlich mit Spitzenleuten besetzt sind und über die nötigen finanziellen Mittel verfügen (ManCity, Barcelona). Ich glaube, dass dieser Weg eine Sackgasse ist, in die sich der Verein im unbedingten Willen, eine Abgrenzung von den traumatischen Ereignissen rund um die Abgänge von Rose und Eberl vorzunehmen, manövriert hat.


Nur schließt Ballbesitzfußball die Umschaltmomente nicht aus.
Exakt darauf ist unser Gegenpressing ja aus: Hohe Ballgewinnen und danach sofort gegen den ungeordneten Gegner umschalten. Ebenso versuchen wir aus dem Ballbesitz ja durchaus Umschaltmomente zu kreieren. Oft versuchen wir den Gegner ins Pressing zu locken, spielen dann über die IVs oder den Torwart den langen Ball auf Thuram. Ab dem Moment, wo Thuram ihn festmachen oder ablegen kann, stehen wir meist 1vs1 und können sofort mit dem Umschalten Gefahr kreieren.
Ebenso ziehen Thuram und Ngoumou/Hofmann immer wieder tiefe Läufe an. Gerade gegen Augsburg waren davon einige zu sehen. Thuram übersah man komplett, zu Ngoumou waren alle Bälle zu unpräzise. Was gerade bei Letzterem schon richtig bitter ist, schließlich wird der dir jedes Laufduell gewinnen.

Auch gehst du ja selbst auf die Köpfe der Spieler ein. Weshalb das Problem so ist wie es ist, das ist erstmal nebensächlich. Ich muss von einem Profi erwarten, dass er die Grundtugenden und die Professionalität im jedem Spiel an den Tag legt.
Wenn du eine solche Lethargie an den Tag legst, dann ist das präferierte System egal, damit kann keines erfolgreich sein. Ob du dann im Umschaltmoment den idealen Moment für den langen Ball verpennst oder dich zwar über zig Stationen an den gegnerischen Sechzehner kombinierst, dort dann aber das Abspiel zum freien Mann verpennst, am Ende bricht uns diese Lethargie das Genick.

Wenn man dann von Dominanz redet, kann man sich die erste Hälfte gegen Augsburg anschauen: Die haben offensiv nahezu nichts hinbekommen. Wenn mal irgendeine Gefahr entstand, dann durch Zufall. Deren offensiver Gameplan war komplett abgemeldet.
Wir wiederum konnten uns kontinuierlich ins letzte Drittel spielen, haben Augsburg laufen lassen. Das ist Dominanz. Was wir dann mit dieser angestellt haben, ja, das war dann erbärmlich. Da kann man das Kind beim Namen nennen.

Am Ende ist es nun mal so, dass die Spieler über 34x90min nicht gut genug sind. Sicher sind sie das individuell. Aber es gehört mehr dazu. Wenn du über Jahre hinweg ständig die gleichen Probleme hast, unter dem dritten Trainer, dann bist du nicht gut genug. Ich erwarte nicht, dass wir 30 mal in der Saison die Gegner wegschweißen, es wird immer auch schlechte Spiele geben. Nur ist es nun das dritte Jahr so, dass das bei uns nicht nur schlechte Spiele sind, sondern richtig schlechte, leider auch längere Phasen in einer Saison. Phasen, in denen wir jegliche Basics, ohne die du kein Spiel gewinnen kannst, vermissen lassen.
Und dann muss man am Ende einfach sagen: Die Mannschaft ist nicht gut genug.


In der Analyse sind wir nicht weit auseinander, es sind eher Details, die wir anders sehen. So würde ich nicht sagen, dass 3 Trainer dieselben Probleme haben, denn unter Rose liefen 1 1/2 Saisons für unsere Verhältnisse sehr gut! Dann kam die Wechselankündigung und danach erst zwei richtig schlechte Halbserien, ehe Hütter in der letzten Rückserie wieder zumindest solide 26 Punkte geliefert hat.

Die Grundmentalität der Mannschaft ist definitiv auch in meinen Augen so wie von Dir skizziert und genau da glaube ich, dass die Ankündigung ab jetzt "Ballbesitzmannschaft" sein zu wollen und die sehr defensive Herangehensweise an Saisonziele die vorhandenen Probleme verstärkt, weil dies genau die abwartende, vorsichtige, eher passive oder teils auch bequeme Grundhaltung vieler Spieler in der Mannschaft in unguter Weise verstärkt.

Und natürlich widersprechen sich Ballbesitzfußball und Umschaltmomente nicht wirklich, ich halte aber die Gesamtpositionierung auf dem Feld für durchschnittlich zu hoch. In meinen Augen muss unser Ziel sein, selber mehr Umschaltmomente als der Gegner zu kreieren - vor allem, weil wir im Defensivbereich im Vergleich ziemlich "langsam" sind-, es ist aber meistens genau umgekehrt. Ich finde die Gesamtstaffelung nicht optimal, aber was weiß ich schon.....

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Dimsel69#
Daniel Farke [Trainer] |#1889
27.01.2023 - 11:27 Uhr
Ich weiß, es ist nach den Analysen eher Stammtischniveau, aber bevor man so detailliert in die taktischen Defizite geht, sollte man erstmal die Basics bzw. die sogenannten Tugenden wieder heraufbeschwören. Wenn ich sehe wie Bense liegen bleibt, lamentiert und dann zuguckt oder ein Weigl die ekeligen Meter einfach verweigert, wird mir anders. Das Ding ist, dass das Leistungsprinzip nur sehr bedingt gilt. Aktuell spielt ein Bensebaini nur, weil er Bensebaini ist und Netz wird sich fragen wie schlecht der noch spielen muss, damit er mal dran ist. Unsere Spieler sind zu schnell zufrieden. Wenn sie neu sind oder ein neuer Trainer kommt, dann werden 100 Prozent gegeben, aber sobald der Stammplatz sicher ist, dann wird sich darauf ausgeruht. Weigl, Bensebaini, Elvedi, Kramer auf der 10 ugly können machen, was sie wollen, sie spielen trotzdem.

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Wenn dich einer fragt, woher du kommst, dann sag "Borussia"!
Und er wird dich lächelnd ansehen, denn die Antwort ist dann klar.
Die Seele brennt!
Für unseren einzig wahren Star!
Die Seele brennt!
Für Mönchengladbach VfL Borussia!

User 11.552 - seit 15.07.2006
Daniel Farke [Trainer] |#1890
27.01.2023 - 15:30 Uhr
Ich würde ja sagen, dass ich am Mittwochabend am liebsten in den Fernseher gebissen hätte, aber es ist weitaus schlimmer: Vielmehr habe ich das Spiel ab einem gewissen Punkt völlig emotionslos über mich ergehen lassen. Quasi nur noch zu Ende geschaut, weil es eben ein Spiel der Borussia ist und ich eben die Spiele unserer Borussia alle von Anfang bis Ende verfolge... aber Spaß hatte ich wirklich überhaupt keinen. Und das ist in den letzten 2-3 Spielzeiten leider immer öfters der Fall.

Die Frage lautet doch: Woran liegt es, dass unsere Mannschaft immer wieder derart unattraktiv spielt, sodass es nahezu wie eine Lustlosigkeit wirkt?

Sind es die taktischen Vorgaben? Mir fällt auf, dass der Ball immer wieder in der hinteren Reihe verlagert wird, ohne dass wir auch mal die erste Pressinglinie überspielen. Das stoppt unser Tempo total und unsere Offensivspieler bekommen so wenig interessante Ballkontakte. Oft bekommen sie den Ball in den Fuß, um ihn wieder nach hinten prallen zu lassen. Statt vorne in interessante Situationen zu kommen, erscheint es mir oft so, als würden wir uns im Defensivbereich quasi selbst Risikosituationen schaffen. Für mich ist das Paradebeispiel die erste Pokalrunde. Da konnte uns zunächst auch ein unterklassiger Verein pressen und es sah ziemlich mau aus. Als wir dann angefangen haben, deren erste Pressinglinie zu überspielen, hagelte es plötzlich Tore und alle unsere Offensivspieler waren plötzlich ins Spiel eingebunden. Aber nun haben wir die Probleme eben schon mit drei verschiedenen Trainern, sodass es schwierig ist, das Ganze auf taktische Vorgaben zu schieben.

Liegt es daher eher im mentalen Bereich? Für mich ist es zumindest auffällig, wie mutlos wir in manchen Spielen agieren. Da wird nie versucht, mal Tempo in eine Aktion zu bringen oder mal den Abschluss zu suchen. Einzig positiv aufgefallen ist mir da Stindl gegen Leverkusen. Er suchte den Abschluss und wurde prompt belohnt. Davor sind wir eigentlich durch keinerlei Offensivaktionen aufgefallen. Wir müssen unbedingt mal diese Passivität und Mutlosigkeit wieder ablegen. In Spielen wie gegen Dortmund, Köln oder Leipzig haben wir doch gezeigt, dass etwas geht, wenn wir es überhaupt erst versuchen. Gegen Augsburg hatte ich hingegen den Eindruck, dass wir es überhaupt wagen. Niemand suchte mal im Offensivbereich das 1 gegen 1, spielte den schnellen Pass nach vorne, schlug eine scharfe Flanke in den Strafraum oder suchte den Torabschluss. Ist da die Angst zu groß, einen Fehler zu machen? Ich weiß es nicht. Aber der Eindruck entsteht manchmal schon, wenn wir selbst so überhaupt nix investieren, um ein Spiel zu gewinnen.

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Wer noch nie in eine Hotellobby gepinkelt hat, der werfe den ersten Döner!
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