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André Schubert
Geburtsdatum 24.07.1971
Alter 55
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Interimstrainer
Akt. Verein Vereinslos

André Schubert [Trainer]

18.10.2016 - 07:40 Uhr
André Schubert [Trainer] |#321
29.10.2016 - 13:17 Uhr
Coach Schubert versucht, die Situation zu erklären. Gegenüber "Sky" sagt der Borussen-Trainer: "Wir können im Moment einfach nicht kreativer sein, wir haben keine offensive Struktur. Durch kleinere technische Fehler kommt auch kein richtiger Spielfluss zustande."
Kritisiert der 45-Jährige damit Spieler wie André Hahn, Kapitän Lars Stindl oder Fabian Johnson? Mitnichten! Schubert macht vielmehr erneut auf die Verletzungssorgen und die Vielzahl an Spielen (vier in den vergangenen zehn Tagen) für die Tormisere verantwortlich: "Alle zwei, drei Tage müssen sie derzeit absolut am Limit agieren, weil wir auch einige Verletzte haben und deswegen nicht durchwechseln können. Und trotzdem rennen und kämpfen sie. Allerdings wird es dann kreativ irgendwann ein bisschen eng - weil eben ein Raffael, ein Thorgan Hazard oder ein Ibrahima Traoré fehlen, die auf engen Räumen gut zurechtkommen."
So kommt der Trainer zu dem Ergebnis, dass wir "zu diesem Zeitpunkt absolut zufrieden sein müssen, auch wenn das viele nicht verstehen - also diejenigen, die ständig ein Feuerwerk sehen wollen. Das können wir nicht immer liefern. Heute musst du einfach mit dem Punkt leben, das ist okay." Eine Krise erkennt Schubert trotz der mittelprächtigen Tabellenlage (nur zwölf Punkte nach neun Partien) aber nicht: "Es ist doch keine kritische Phase, in der wir stecken. Wir sind im Pokal eine Runde weiter, wir stehen in der Champions League gut da. Nur in der Liga tun wir uns eben gerade schwer."

Zitiert aus dem Kicker Artikel von heute.

Stimmt, wir sind im DFB Pokal weiter. Drochtensdingsda und Heimspiel VfB jetzt aber als Gradmesser zu nennen, sollen wir jetzt unsere Ansprüche schon so weit herunter schrauben ?

Stimmt, wir haben ein Endspiel um Platz 3. Selbst ein 0:0 würde uns höchstwahrscheinlich den Platz 3 sichern. Ich möchte da jetzt aber nicht weiter eingehen, weil das Spiel gegen Glasgow erst überstanden werden muss und ich noch keine ungelegten Eier verzehren möchte.

Stimmt, nur in der Liga tun wir uns schwer. Die Definition mit "nur" finde ich da aber bereits als Verniedlichung.

Zum Thema Verletzte haben wir bereits zur genüge diskutiert und die mehrfachbelastung, die haben mehrere Vereine.

Aber sein "wir können im Moment nicht kreativer sein" ist da schon der Wahnsinn. Aber ok, ich versuche mich künftig in Erinnerung der letzten 5 Jahre zu schwelgen, so lange Schubert an Bord ist und hoffe doch sehr, dass er mir nicht das Weiterkommen in EL oder CL noch versaut, weil dieser Big Point gegen Celtic dürfen wir uns definitiv nicht entgehen lassen. Gut wäre auch Platz 2, weil es gegen ManC noch ein Endspiel geben könnte. Dann sollte aber Schippers und Eberl diese Mio Reserven ganz sicher auf ein Sparbuch legen, für den Zeitpunkt, wenn wir wieder mit einem anderen Trainer angreifen um ins obere Drittel zu kommen.

Edit: hier der gesamte Artikel, weil da noch mehr steht:

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/663528/artikel_kramers-einfache-und-auch-plausible-ausrede.html

•     •     •

Man ist nicht enttäuscht von den Dingen die jemand tut, oder auch nicht tut. Sondern von der eigenen Dummheit etwas anderes erwartet zu haben !

Dieser Beitrag wurde zuletzt von effe2007 am 29.10.2016 um 13:19 Uhr bearbeitet
André Schubert [Trainer] |#322
29.10.2016 - 13:24 Uhr
Zitat von Falcon77

Zitat von Fohlenweide

Bei Favre war sicherlich einiges an Rasenschacht, aber da würden Chancen mit kreiert und die Pässe kamen an. Gestern fehlten die Basics, Verletzte hin, verletzte her. Das hat auch was mit der Arbeit des Trainers zu tun, das kann man nicht ignorieren.


oh, Verklärung der Vergangenheit rolleyes

und nein, nicht "die Verletzten hin oder her" - uns fehlen mit Rafael, Hazard, Christensen, Traoré und Dominguez satte 5 potentielle Stammspieler, von denen 3 vorne für Gefahr sorgen können. Von Spielern wie Drmic oder Docoure abgesehen, die auch noch fehlen. Plus Spieler wie Hermann oder Schulz, die nach langer Verletzung immer noch Comeback-Modus sind plus Dahoud, der einfach eine klassische Formkrise hat oder ein Hofmann, bei dem es scheinbar iwie nicht reicht. Dazu 2 Spiele die Woche mit quasi immer denselen Spielern - das zu ignorien und was von "fehlendes Basics und Trainerhandschrift" zu erzählen ist schon fast dreist

Das hat nichts mit Verklärung der Vergangenheit zu tun, das sind Fakten. Ich könnte genausogut sagen, dass es zur gleichen Zeit in der letzten Hinrunde vorhanden war und das waren, wie sich nun herausstellt, Voraussetzungen, die Favre geschaffen hatte.
Hier einen Domingez für Angriffsschwäche in die Gleichung zu nehmen, das ist eher dreist. Der spielte im vergangenen Jahr auch keine entscheidende Rolle. Hazard war erst ab dem Rückspiel gegen Hertha eine planbare Größe ist also auch keine tragende Begründung für fehlende Qualität. Christensen wird in meinen Augen derzeit adäquat ersetzt, zumal er weit von seiner Form im vergangenen Jahr entfernt ist. Einzig Rafael und Xakka sind Spieler die man nicht gleichwertig ersetzen kann bzw. hat.
Dass soviel Spieler, die ihre Qualität in der Vergangenheit nachgewiesen haben, schwächeln, das muss man schon der Trainigsarbeit von Schubert zuordnen, das als dreist zu bezeichnen ist blinde Ignoranz.
Dass es Phasen gibt, wo etwas anstrengender ist und es nicht optimal läuft ist klar und war zu erwarten. Das muss man in der Vorbereitung entsprechend in die Trainingsplanung einbauen und in der Saison einbinden. Dass dann mal einzelne Spiele nicht laufen ok, aber wir sehen hier seit sechs Spielen spielerische Grütze und mit Ausnahem des Celtic-Spiels stimmte nicht die Einstellung und die kämpferische Präsenz, auch das ist ein Bestandteil des Trainerzugriffs auf die Mannschaft. Wenn ich dann die nichtssagenden und hilflosen Interviews von Schubert sehe, dann schwillt mir der Kamm. Ich finde schon, dass man das alles kritisieren und ansprechen muss, das ist nicht dreist. Ich distanziere mich aber auch bewußt von den Forderungen ihn zu entlassen, nur muss Schubert eben jetzt auch mal die Kurve bekommen und Mannschaftsentwicklung und Eigenentwicklung nachweisen, das sehe ich derzeit nicht. Sich nur in hilflose Phrasen und Entschuldigungen zu flüchten hilft in dieser Situation nicht weiter, ansonsten landen wir im Abstiegskampf und als offensichtlicher Schuberbefürworter tust du dir keinen Gefallen, die gegenwärtige Entwicklung mit Rahmenbedingungen zu entschuldigten. Das ist zu einfach und hilft der Borussia nicht weiter. Die ist mir wichtiger als Schubidu und wenn das am Ende bedeutet, dass man den Trainer hinterfragt und auch mal auf das hinweist, was in der Vergangenheit möglich war, dann ist das nicht verklärter Historismus, sondern die Orinetierung an Möglichkeiten, die derzeit verpasst werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Fohlenweide am 29.10.2016 um 13:32 Uhr bearbeitet
André Schubert [Trainer] |#323
29.10.2016 - 13:53 Uhr
Zitat von Falcon77
Zitat von Fohlenweide

Bei Favre war sicherlich einiges an Rasenschacht, aber da würden Chancen mit kreiert und die Pässe kamen an. Gestern fehlten die Basics, Verletzte hin, verletzte her. Das hat auch was mit der Arbeit des Trainers zu tun, das kann man nicht ignorieren.


oh, Verklärung der Vergangenheit rolleyes

und nein, nicht "die Verletzten hin oder her" - uns fehlen mit Rafael, Hazard, Christensen, Traoré und Dominguez satte 5 potentielle Stammspieler, von denen 3 vorne für Gefahr sorgen können. Von Spielern wie Drmic oder Docoure abgesehen, die auch noch fehlen. Plus Spieler wie Hermann oder Schulz, die nach langer Verletzung immer noch Comeback-Modus sind plus Dahoud, der einfach eine klassische Formkrise hat oder ein Hofmann, bei dem es scheinbar iwie nicht reicht. Dazu 2 Spiele die Woche mit quasi immer denselen Spielern - das zu ignorien und was von "fehlendes Basics und Trainerhandschrift" zu erzählen ist schon fast dreist

Armer, armer Antré, hat keine Alternativen weil der plöde Eberl zu geizig war. Ter Jonaz Hofmann izt leider auch nicht zo gut. Menzch ist daz draurig mir kommen kleich die Tränchen, wie treist die Fäns alle sind. WeinendWeinend Plöde Fäns, werdet alle Payern Münschen Fan!!

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1860-Allstars

------------- Volland ------------ Mlapa ---------------
------------------------- Leitner -------------------------
- Johnson ----------------------------------- M.Wolf -
---------------- L.Bender - Neuhaus -----------------
----- Uduokhai ---------------------- Pongracic -----
----------------------- S.Bender -------------------------
------------------------- Ortega --------------------------
André Schubert [Trainer] |#324
29.10.2016 - 13:57 Uhr
Zitat von Fohlenweide
Zitat von Falcon77

Zitat von Fohlenweide

Bei Favre war sicherlich einiges an Rasenschacht, aber da würden Chancen mit kreiert und die Pässe kamen an. Gestern fehlten die Basics, Verletzte hin, verletzte her. Das hat auch was mit der Arbeit des Trainers zu tun, das kann man nicht ignorieren.


oh, Verklärung der Vergangenheit rolleyes

und nein, nicht "die Verletzten hin oder her" - uns fehlen mit Rafael, Hazard, Christensen, Traoré und Dominguez satte 5 potentielle Stammspieler, von denen 3 vorne für Gefahr sorgen können. Von Spielern wie Drmic oder Docoure abgesehen, die auch noch fehlen. Plus Spieler wie Hermann oder Schulz, die nach langer Verletzung immer noch Comeback-Modus sind plus Dahoud, der einfach eine klassische Formkrise hat oder ein Hofmann, bei dem es scheinbar iwie nicht reicht. Dazu 2 Spiele die Woche mit quasi immer denselen Spielern - das zu ignorien und was von "fehlendes Basics und Trainerhandschrift" zu erzählen ist schon fast dreist

Das hat nichts mit Verklärung der Vergangenheit zu tun, das sind Fakten. Ich könnte genausogut sagen, dass es zur gleichen Zeit in der letzten Hinrunde vorhanden war und das waren, wie sich nun herausstellt, Voraussetzungen, die Favre geschaffen hatte.
Hier einen Domingez für Angriffsschwäche in die Gleichung zu nehmen, das ist eher dreist. Der spielte im vergangenen Jahr auch keine entscheidende Rolle. Hazard war erst ab dem Rückspiel gegen Hertha eine planbare Größe ist also auch keine tragende Begründung für fehlende Qualität. Christensen wird in meinen Augen derzeit adäquat ersetzt, zumal er weit von seiner Form im vergangenen Jahr entfernt ist. Einzig Rafael und Xakka sind Spieler die man nicht gleichwertig ersetzen kann bzw. hat.
Dass soviel Spieler, die ihre Qualität in der Vergangenheit nachgewiesen haben, schwächeln, das muss man schon der Trainigsarbeit von Schubert zuordnen, das als dreist zu bezeichnen ist blinde Ignoranz.
Dass es Phasen gibt, wo etwas anstrengender ist und es nicht optimal läuft ist klar und war zu erwarten. Das muss man in der Vorbereitung entsprechend in die Trainingsplanung einbauen und in der Saison einbinden. Dass dann mal einzelne Spiele nicht laufen ok, aber wir sehen hier seit sechs Spielen spielerische Grütze und mit Ausnahem des Celtic-Spiels stimmte nicht die Einstellung und die kämpferische Präsenz, auch das ist ein Bestandteil des Trainerzugriffs auf die Mannschaft. Wenn ich dann die nichtssagenden und hilflosen Interviews von Schubert sehe, dann schwillt mir der Kamm. Ich finde schon, dass man das alles kritisieren und ansprechen muss, das ist nicht dreist. Ich distanziere mich aber auch bewußt von den Forderungen ihn zu entlassen, nur muss Schubert eben jetzt auch mal die Kurve bekommen und Mannschaftsentwicklung und Eigenentwicklung nachweisen, das sehe ich derzeit nicht. Sich nur in hilflose Phrasen und Entschuldigungen zu flüchten hilft in dieser Situation nicht weiter, ansonsten landen wir im Abstiegskampf und als offensichtlicher Schuberbefürworter tust du dir keinen Gefallen, die gegenwärtige Entwicklung mit Rahmenbedingungen zu entschuldigten. Das ist zu einfach und hilft der Borussia nicht weiter. Die ist mir wichtiger als Schubidu und wenn das am Ende bedeutet, dass man den Trainer hinterfragt und auch mal auf das hinweist, was in der Vergangenheit möglich war, dann ist das nicht verklärter Historismus, sondern die Orinetierung an Möglichkeiten, die derzeit verpasst werden.


Deckt sich zu 100% mit meiner Einschätzung der derzeitigen Situation ...

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"Politik rettet die Welt wohl nicht."
Reinhold Messner
André Schubert [Trainer] |#325
29.10.2016 - 14:15 Uhr
Ich ziehe es mal hierüber, weil es mittlerweile mehr um Schubert geht als um das gestrige Spiel.

Zitat von DiOspeo
Zitat von zerocool76

Desweiteren fand ich gestern auch einiges zu bemängeln, nur geht mir diese platte Trainer raus Debatte oder alles was Schubert sagt und macht ist doof, so dermaßen gegen den Strich, das kann sich keiner vorstellen. Jeder darf herne alles und jeden kritisieren, dann aber bitte auch gleich mit Lösungsvorschlägen kommen bzw wie man es sich selbst besser vorstellen würde. Was genau hätte Schubert gestern anders machen können / sollen / müssen? Darauf habe ich immer noch keine Antwort erhalten.


Es ist meiner Meinung nach keine "Trainer raus"-Debatte. Nur ist es eben offensichtlich, dass das Spiel nach vorne aktuell enorm ins Stocken geraten ist. Klar fehlt Raffael, natürlich auch Hazard. Meinetwegen auch ein Traore. Dennoch macht es doch einen guten Trainer aus, dass er es schafft, einen Spielstil zu entwickeln, der auch trotz Verletzungssorgen von den Spielern 12, 13, 14 etc. übernommen werden kann. Individuelle Klasse ist natürlich durch nichts zu ersetzen. Aber es fängt meiner Meinung nach viel früher an. Schon der Spielaufbau dauert Ewigkeiten. Da könnte wohl auch ein Raffael, der normalerweise 30-40 Meter weiter vorne steht, wenig dran ändern.

Es geht um Automatismen, die einfach nicht vorhanden zu sein scheinen. Ich will nicht wieder mit dem leidigen Favre-Thema anfangen. Aber da wusste eben jeder, was er zu tun hat, wenn er reinkommt. Das waren dann positionsbezogene Wechsel zugunsten eines konsequenten Spielstils, an den auch die Einwechselspieler anknüpfen können. Herrmann für Dahoud- das ist ein Wechsel, den ich einfach nicht nachvollziehen kann.

Das Problem am System, mit dem Schubert seine Mannschaft in ein Spiel schickt, wird meiner Meinung nach durch Auswechslungen zwangsläufig gesprengt. Wäre es nicht in der aktuellen Situation angebracht, zu den Basics zurückzukehren und eine Formation zu spielen, in der jeden seinen Platz hat? Jedes online-Portal zeigt mit den 11 zur Verfügung stehenden Gladbacher Spielernamen eine andere Formation an. Und jetzt kommt mir bitte keiner mit "schwer auszurechnen". Frankfurt hatte ab der ersten Minute unser Spiel gelesen. Scheinbar gelingt das den Gegnern aktuell einfacher als den eigenen Spielern.

Ich weiß, dass das mit dem One-Touch-Fußball Geschichte ist. Aber für ein schnelles Spiel nach vorne ist es doch elementar, dass man auch mal einen Pass auf Verdacht spielen kann, wenn man schon technisch nicht so beschlagen ist, dass einem der Ball am Fuß klebt. Auch andere Teams haben/hatten Personalsorgen (fragt mal in Berlin nach). Doch da gelingt es trotzdem über das Kollektiv, einen erfolgreichen und zudem noch ansehnlichen Fußball zu kreieren. Dass wir die Dreifachbelastung haben, wusste man doch vorher. Dass es Ausfälle geben kann, muss man vielleicht auch mal einkalkulieren. In so einer Situation dann aber genau diese Gründe für die Einfallslosigkeit im Offensivspiel anzubringen, finde ich zu plump.


Das ist doch schon mal eine vernünftige Grundlage um Dinge auszudiskutieren, daher sag ich einfach mal Danke für den Beitrag, auch wenn ich die meisten Dinge anders sehe.

Meiner Meinung nach hat es sich durchaus zu einer "Trainer-Raus-Debatte" entwickelt, nur nicht jeder schreibt dies so forsch wie JessiBerger gestern abend. Überspitzt gesagt wird Schubert von manch einem für das schlechte Wetter gestern verantwortlich gemacht und deren Argument ist dann auch noch dass es doch geregnet habe.

Einen guten Trainer macht es aus, aus dem vorhandenen Personal das Optimum rauszuholen, gestern war das leider ein mageres 0:0. Auch wenn ich es ungern mache, ich muss jetzt mal den Vergleich mit dem Vorgänger heranziehen und erinnere in dem Zusammenhang an die Saison 12/13 und vor allem an den Fußball den man dort ertragen musste. Das Gedächtnis vieler Fans ist aber diesbezüglich kurz und man erinnert sich lieber nur an die positiven Dinge. Ich würde Favre aber nicht absprechen wollen ein guter Trainer zu sein, frage mich in dem Zusammenhang allerdings was sich herausgenommen wird bei Schubert. Natürlich macht dieser Fehler und teilweise gibt er das sogar offen zu, wie nach dem Schalkespiel. Für mich macht ihn das sympathisch, weil menschlich.

Teilweise will Schubert zu viel beweisen, weswegen er im Spiel häufiger Taktikwechsel vorgibt die nicht zwingend notwendig sind und so auch mal den eigenen Rythmus bricht. Ich vermute mal das liegt daran das er manchmal einfach zu viel, zu schnell beweisen will und das ist meistens kontraproduktiv. Nur woher kommt das Bedürfnis? Wahrscheinlich weil von außen so viel spekuliert und reininterpretiert wird, dass ein Novize doch keinen nationalen Top6-Club coachen kann. Das betrifft sowohl Medienvertreter, wie auch verschiedene Foren, denen er damit sein Fachwissen beweisen will.

Das Automatismen fehlen ist für mich nur logisch zum derzeitigen Zeitpunkt. Es wird so getan, als ob man einfach einen Sow für einen Raffael bringen könnte und Dank der Trainingseinheiten ist so gut wie kein Qualitätseinbruch zu bemerken. Jeder normal denkende Mensch weiß, dass es Spieler gibt die nicht 1:1 zu ersetzen sind und wenn dann noch der Spieler ausfällt der dies am ehesten bewerkstelligen kann, nämlich Hazard, dann helfen irgendwann auch keine Automatismen. Im Übrigen können die anderen Teams auch ein wenig kontrolliert gegen den Ball treten und Räume zustellen, das aber nur am Rande.

Das One-Touch-Argument ist für mich auch schwer nachvollziehbar. Es wird so getan als ob wir in der Zeit vor Schubert nur mit einem Kontakt gespielt hätten, das ist aber nicht der Fall. Zwischendurch gab es mal schnelle Ballstafetten, vielleicht sogar häufiger als in dieser Saison, ich kann mich aber auch an genügend zähe Angelegenheiten erinnern. Da sind wir aber wieder beim Gedächtnis. Das Berlinargument finde ich auch spannend, so ist die Hertha in der EL-Quali rausgeflogen und ich möchte nicht wissen was hier losgewesen wäre, wenn wir an den YoungBoys gescheitert wären. Oder meinst du die Rückrunde der Hertha in der letzten Saison? Da belegt man den 16.Platz und verspielte die gute Ausgangslage der Hinrunde.

Wieviele und vor allem welche Spieler hätte man denn noch holen sollen für etwaige Verletzungen?
Man darf nicht nur den worst-case einkalkulieren man muss auch den besten Fall miteinbeziehen und davon ausgehen, dass z.B. Raffael und Hazard ohne Verletzung(en) durch die Saison kommen. Dementsprechend müsste man einen Topspieler mindestens auf die Bank setzen, wenn nicht sogar auf die Tribüne. Das konnten die Bayern mit einem Pizarro machen, bei uns sieht das finanziell und sportlich aber mal ganz anders aus.
André Schubert [Trainer] |#326
29.10.2016 - 14:51 Uhr
Zitat von zerocool76
Ich ziehe es mal hierüber, weil es mittlerweile mehr um Schubert geht als um das gestrige Spiel.

Zitat von DiOspeo

Zitat von zerocool76

Desweiteren fand ich gestern auch einiges zu bemängeln, nur geht mir diese platte Trainer raus Debatte oder alles was Schubert sagt und macht ist doof, so dermaßen gegen den Strich, das kann sich keiner vorstellen. Jeder darf herne alles und jeden kritisieren, dann aber bitte auch gleich mit Lösungsvorschlägen kommen bzw wie man es sich selbst besser vorstellen würde. Was genau hätte Schubert gestern anders machen können / sollen / müssen? Darauf habe ich immer noch keine Antwort erhalten.


Es ist meiner Meinung nach keine "Trainer raus"-Debatte. Nur ist es eben offensichtlich, dass das Spiel nach vorne aktuell enorm ins Stocken geraten ist. Klar fehlt Raffael, natürlich auch Hazard. Meinetwegen auch ein Traore. Dennoch macht es doch einen guten Trainer aus, dass er es schafft, einen Spielstil zu entwickeln, der auch trotz Verletzungssorgen von den Spielern 12, 13, 14 etc. übernommen werden kann. Individuelle Klasse ist natürlich durch nichts zu ersetzen. Aber es fängt meiner Meinung nach viel früher an. Schon der Spielaufbau dauert Ewigkeiten. Da könnte wohl auch ein Raffael, der normalerweise 30-40 Meter weiter vorne steht, wenig dran ändern.

Es geht um Automatismen, die einfach nicht vorhanden zu sein scheinen. Ich will nicht wieder mit dem leidigen Favre-Thema anfangen. Aber da wusste eben jeder, was er zu tun hat, wenn er reinkommt. Das waren dann positionsbezogene Wechsel zugunsten eines konsequenten Spielstils, an den auch die Einwechselspieler anknüpfen können. Herrmann für Dahoud- das ist ein Wechsel, den ich einfach nicht nachvollziehen kann.

Das Problem am System, mit dem Schubert seine Mannschaft in ein Spiel schickt, wird meiner Meinung nach durch Auswechslungen zwangsläufig gesprengt. Wäre es nicht in der aktuellen Situation angebracht, zu den Basics zurückzukehren und eine Formation zu spielen, in der jeden seinen Platz hat? Jedes online-Portal zeigt mit den 11 zur Verfügung stehenden Gladbacher Spielernamen eine andere Formation an. Und jetzt kommt mir bitte keiner mit "schwer auszurechnen". Frankfurt hatte ab der ersten Minute unser Spiel gelesen. Scheinbar gelingt das den Gegnern aktuell einfacher als den eigenen Spielern.

Ich weiß, dass das mit dem One-Touch-Fußball Geschichte ist. Aber für ein schnelles Spiel nach vorne ist es doch elementar, dass man auch mal einen Pass auf Verdacht spielen kann, wenn man schon technisch nicht so beschlagen ist, dass einem der Ball am Fuß klebt. Auch andere Teams haben/hatten Personalsorgen (fragt mal in Berlin nach). Doch da gelingt es trotzdem über das Kollektiv, einen erfolgreichen und zudem noch ansehnlichen Fußball zu kreieren. Dass wir die Dreifachbelastung haben, wusste man doch vorher. Dass es Ausfälle geben kann, muss man vielleicht auch mal einkalkulieren. In so einer Situation dann aber genau diese Gründe für die Einfallslosigkeit im Offensivspiel anzubringen, finde ich zu plump.


Das ist doch schon mal eine vernünftige Grundlage um Dinge auszudiskutieren, daher sag ich einfach mal Danke für den Beitrag, auch wenn ich die meisten Dinge anders sehe.

Meiner Meinung nach hat es sich durchaus zu einer "Trainer-Raus-Debatte" entwickelt, nur nicht jeder schreibt dies so forsch wie JessiBerger gestern abend. Überspitzt gesagt wird Schubert von manch einem für das schlechte Wetter gestern verantwortlich gemacht und deren Argument ist dann auch noch dass es doch geregnet habe.

Einen guten Trainer macht es aus, aus dem vorhandenen Personal das Optimum rauszuholen, gestern war das leider ein mageres 0:0. Auch wenn ich es ungern mache, ich muss jetzt mal den Vergleich mit dem Vorgänger heranziehen und erinnere in dem Zusammenhang an die Saison 12/13 und vor allem an den Fußball den man dort ertragen musste. Das Gedächtnis vieler Fans ist aber diesbezüglich kurz und man erinnert sich lieber nur an die positiven Dinge. Ich würde Favre aber nicht absprechen wollen ein guter Trainer zu sein, frage mich in dem Zusammenhang allerdings was sich herausgenommen wird bei Schubert. Natürlich macht dieser Fehler und teilweise gibt er das sogar offen zu, wie nach dem Schalkespiel. Für mich macht ihn das sympathisch, weil menschlich.

Teilweise will Schubert zu viel beweisen, weswegen er im Spiel häufiger Taktikwechsel vorgibt die nicht zwingend notwendig sind und so auch mal den eigenen Rythmus bricht. Ich vermute mal das liegt daran das er manchmal einfach zu viel, zu schnell beweisen will und das ist meistens kontraproduktiv. Nur woher kommt das Bedürfnis? Wahrscheinlich weil von außen so viel spekuliert und reininterpretiert wird, dass ein Novize doch keinen nationalen Top6-Club coachen kann. Das betrifft sowohl Medienvertreter, wie auch verschiedene Foren, denen er damit sein Fachwissen beweisen will.

Das Automatismen fehlen ist für mich nur logisch zum derzeitigen Zeitpunkt. Es wird so getan, als ob man einfach einen Sow für einen Raffael bringen könnte und Dank der Trainingseinheiten ist so gut wie kein Qualitätseinbruch zu bemerken. Jeder normal denkende Mensch weiß, dass es Spieler gibt die nicht 1:1 zu ersetzen sind und wenn dann noch der Spieler ausfällt der dies am ehesten bewerkstelligen kann, nämlich Hazard, dann helfen irgendwann auch keine Automatismen. Im Übrigen können die anderen Teams auch ein wenig kontrolliert gegen den Ball treten und Räume zustellen, das aber nur am Rande.

Das One-Touch-Argument ist für mich auch schwer nachvollziehbar. Es wird so getan als ob wir in der Zeit vor Schubert nur mit einem Kontakt gespielt hätten, das ist aber nicht der Fall. Zwischendurch gab es mal schnelle Ballstafetten, vielleicht sogar häufiger als in dieser Saison, ich kann mich aber auch an genügend zähe Angelegenheiten erinnern. Da sind wir aber wieder beim Gedächtnis. Das Berlinargument finde ich auch spannend, so ist die Hertha in der EL-Quali rausgeflogen und ich möchte nicht wissen was hier losgewesen wäre, wenn wir an den YoungBoys gescheitert wären. Oder meinst du die Rückrunde der Hertha in der letzten Saison? Da belegt man den 16.Platz und verspielte die gute Ausgangslage der Hinrunde.

Wieviele und vor allem welche Spieler hätte man denn noch holen sollen für etwaige Verletzungen?
Man darf nicht nur den worst-case einkalkulieren man muss auch den besten Fall miteinbeziehen und davon ausgehen, dass z.B. Raffael und Hazard ohne Verletzung(en) durch die Saison kommen. Dementsprechend müsste man einen Topspieler mindestens auf die Bank setzen, wenn nicht sogar auf die Tribüne. Das konnten die Bayern mit einem Pizarro machen, bei uns sieht das finanziell und sportlich aber mal ganz anders aus.


Ich bin sicher kein Schubert hater, jedoch sollte man auch den Trainer kritisieren dürfen, wenn man den Verdacht hegt, durch andere Maßnahmen könnte man vlt. erfolgreicher sein. Deine Argumente sind nachvollziehbar, jedoch auch nicht ganz korrekt. Warum war es Schubert nicht möglich die Ausfälle positionsgetrteu zu kompensieren? Ein Beispiel:

Raffael fällt aus, Hazard ersetzt ihn. Logisch. Raffael, Hazard fallen aus und Hofmann ersetzt ihn. Logisch.
Wir haben also diese Spieler, die den verletzten ersetzen können. Vestergaard ersetzt Christensen. Strobl wird durch Jantschke ersetzt. Korb durch Elvedi oder umgekehrt. So könnte man auch Strobl mal für Kramer bringen. Hermann als halb 9er für Hahn. Wir haben genug Variablen und Alternativen.

Das Problem ist, dass Schubert das System (auf Druck der Öffentlichkeit, Vorstand?) verändert hat. So sind plötzlich alle Mechanismen auseinander gebrochen. Was die vielen Fehlpässe erklärt. Diese Fragen hätte ich z.B als Jornalist oder Reporter Schubert gestellt, gern auch den Max.

Ich bin weit davon entfernt eine Entlassung des Trainers zu fordern, jedoch gehört es im Leben dazu,
dass man auf mögliche Fehler hingewiesen wird. Dies würde zum konstruktiven Miteinander führen und
höchstwahrscheinlich den Erfolg wiederherstellen. Als wir noch Raffael und Co gesund im Kader hatten, hatte er zuviel experimentiert, was zu Punktverlusten führte. Viele Systemumstellungen während der 90 Minuten. Der FC Bayern wechselt immer Positionsgettreu. So bleibt das System funktionierend. Ein guter Pass veringert die sehr hohe Laufleistung (Philosoph Lucien Favre).

Bewertung Schubert (nach Punkten):
Stand heute:

DFB Pokal weiter - gut

C-League - 3 Punkte, alles noch möglich - gut

Liga: 12 Punkte aus 9 Spielen - befriedigend minus

Berechnung:

12 geteilt durch 9 gleich 1,3333 Punkte pro Spiel.
auf die Saison gerechnet macht es 45 Punkte.
Dies dürfte Platz 8-9 bedeuten.

Fazit:

Zeugnis unter Zugrundelegung der versch. Wettbewerbe:

Gut und gut minus befriedigend minus ergibt

eine Zwei minusdaumen-hochdaumen-hochdaumen-hochdaumen-hoch

Darf weitemrachen.tongue
André Schubert [Trainer] |#327
29.10.2016 - 15:13 Uhr
Zitat von effe2007
Jetzt nur mal angenommen, ohne jetzt auf Pro oder Contra Schubert einzugehen, auch ohne jetzt Schubert zu kritisieren, einfach mal eine Annahme:

Nach dem Rücktritt Favre hätten wir letzte Saison bis zum 15. Spieltag in 10 Spielen unglaubliche 8 Siege und 2 Unentschieden. 26 Punkte von 30 möglichen geholt.

Was ist, wenn diese Serie dem "Trainer weg Effekt" zuzuschreiben ist ?

Das kann man doch weder mit ja oder nein belegen. Kann sein, kann aber auch nicht sein. Nehmen wir aber mal an, dass es so ist, würde doch die Bilanz von Schubert recht schlecht aussehen. Meiner Meinung nach würde dann doch die Bilanz, ohne diese gigantische Serie, exakt so aussehen wie das, was wir aktuell sehen. Oder irre ich mich da ?

Ich habe letzte Saison bereits mehrfach gesagt, dass ich Schubert in dieser Saison ersteinmal sehen möchte. Eine Saison ohne "Trainer weg Effekt", eine Saison die Schubert selbst vorbereitet hat, eine Saison wo er gewisse Transfers selbst mitbestimmen kann, wenn auch nur im kleinen Umfang. Nun, jetzt sehe ich da halt, dass die Laufwege nicht im geringsten stimmen, Stellungsspiel eine Katastrophe, Pässe die nicht ankommen und eine beängstigende Harmlosigkeit in der Offensive.

Internationale Festspiele werden wir uns abschminken können, so lange Schubert unser Trainer ist und da er noch Vertrag bis 2019 hat, sollten wir uns mit Mittelmaß begnügen. Diese Vertragsverlängerung war m.E. eine Schnapsidee. Aber ok, was solls, wir hatten 5 geile Jahre und da müssen wir halt durch und uns damit abfinden.


Genau so kommt es mir auch vor, das mit dem Effekt. Die Favre'sche Basis ist komplett aufgebraucht, und jetzt bleibt die Essenz die Schubert zu leisten imstande ist. Er kann motivieren um wichtige Spiele mit der Maximaleinstellung abliefern lassen, aber auf dem Platz herrscht zunehmend mehr Unordnung und Planlosigkeit.

Die Schlussfolgerung, dass wir jetzt schon dringend einen neuen Trainer bräuchten, möchte ich aber nicht zulassen, sondern vielmehr Geduld einfordern. Zumindest bis zum Ende der Saison bleibt abzuwarten, ob AS Lösungen findet.
Bleibt das aus, muß zügig reagiert werden.
André Schubert [Trainer] |#328
29.10.2016 - 15:37 Uhr
Denke man müsste nur handeln, wenn wir komplett abstürzen...nur dann ist guter Rat & Trainer teuer. Ansonsten bin ich dergleichen Meinung. Bis zum Saisonende und dann sehen...anders würde der Club auch etwas das Gesicht verlieren mit der kürzlichen Verlängerung und den Statements dazu.
André Schubert [Trainer] |#329
29.10.2016 - 17:54 Uhr
1. Veränderungen sieht man, wenn man Cheftrainer wird.

2. Veränderungen sieht man, wenn man einen Vertrag verlängert.

Was sich da ändert, sieht man.

Verletzungen hin oder her, der Kader ist breit und der beste.............

Wenn es zu hause auch nicht läuft, dann wars das.

Lichtblicke Pokal und CL. Alle drei Wettbewerbe mit einem breiten und bestem Kader sind nicht möglich.

Bei ME klingelt es bereits.. Wo wir herkommen? Kann man weiter in die Vergangenheit gehen und bei den 70er mal anfangen... Egal, ME-Thread...

Bei AS hab ich immer noch 0 Plan. Ist er gut, die Mannschaft aber nicht auf der Höhe? Oder umgekehrt.... Immerhin: Man kann sich nicht mehr jedes Spiel 90 Minuten anschauen. Das gab es unter Favre sehr oft. Aber war trotzdem erfolgreich.

Hoffe, das bald die Offensive wieder rollt. Dann sieht es wieder besser aus
André Schubert [Trainer] |#330
29.10.2016 - 19:15 Uhr
Zitat von CobraColautti
Zitat von Vanlent

Das war - offensiv - die armseligste Vorstellung bei einem HS, die ich live gesehen habe, seit Frontzeck. Und die Schockstarre ist so groß, dass ich immer noch nicht glauben will, dass das gestern wirklich real war.

Zufall, langer Hafer, und dann nur Stückwerk. Es wurden extrem wenige Chancen kreiert. System oder Trainerhandschrift war für mich nicht zu erkennen.

Die eine offensichtliche Begründung war der nicht vorhandene Spielaufbau aus der Abwehr. Keine Ideen oder Präsenz im ZM (wie bei einem schlecht besetzten Abstiegskandidaten). Und ganz vorne keine Torgefahr, bis auf lächerlich wenige Gelegenheiten.

Was mich dann letztlich total ratlos zurück gelassen hat, war die Tatsache, dass Schubert a) ultraspät b) nur zweimal gewechselt hat. Und sich dann bei der PK mit der Begründung herauszureden, man ginge auf dem Zahnfleisch. Vor lauter Kopfschütteln habe ich jetzt beim Physiotherapeuten einen Termin gemacht, um meinen Nacken massieren zu lassen.

Der Traum "oberes Tabellendrittel" ist ausgeträumt, weil die Truppe zunehmend ihr Selbstverständnis verliert. So gewinnen wir auswärts kein Spiel mehr. Und auch Zuhause wird's immer düsterer.

Dass wir - zufällig - einen Toptrainer als Favre-Nachfolger in unseren Reihen hatten, war nur eine Illusion. Seit gestern habe ich diese Option zu den Akten gelegt.


Ich war ebenfalls enttäuscht nach dem Spiel und ab spätestens der 60. Minute auch sehr frustriert, ob der Unfähigkeit der Mannschaft den Ball auch nur in die Nähe des gegnerischen Strafraums zu bringen. Das sollte für einen Fan des Teams aber normal sein, vor allem wenn man weiß, dass es die Truppe besser kann.

Man sollte die Dinge doch aber mal deutlich relativieren.
Das Gerede vom Ende einer Ära und dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit kann ich nicht mehr lesen.
Dramatisierung nennt man sowas.

Wir hätten unter Favre gestern genau SO gespielt, wie wir es getan haben.
Mit dem Unterschied, dass wir weniger Bälle nach vorn gehauen hätten. Dafür hätten wir den Ball noch etwa 4 Milliarden mal in der Abwehr zirkulieren lassen.
Nach vorne wäre genau so wenig gegangen ohne Raffael.

Frankfurt ist einfach enorm gut organisiert diese Saison. Vor allem der Junge von Real hat ein wahnsinniges Stellungsspiel und hatte gefühlt bei jedem unserer letzten Pässe das Bein dazwischen.

Wir hatten schon immer Probleme mit Mannschaft die diszipliniert verschoben haben und tief standen.
Auch nichts was man Schubert ankreiden muss.

Erinnert euch vielleicht mal daran, dass es unter Favre ebenfalls in so ziemlich jeder Saison Phasen gab in der wir 4-5 Spiele keinen Sieg geholt haben.

Momentan haben wir unsere Herbstdepression, die wir eigentlich immer hatten und überwintern dennoch im Pokal und sind auf nem guten Weg das auch international zu tun. Also beruhigt euch bitte.

Nur um es vorwegzunehmen: Ich war und bin großer Favresupporter, finde es genial und nicht überraschend, was er gerade mit Nizza bewerkstelligt.
Er ist einer der weniger Trainer, die ein klares Konzept haben, sich davon nicht abbringen lassen und trotzdem immer Erfolg haben.

Er war für uns ein Glücksfall.
Aber er ist weg und er wird nicht wiederkommen.
Also hört damit auf ihm nachzutrauern und alles was Schubert macht als Untergang des Vereins zu betiteln.

Für mich ist diese Saison eine Übergangssaison wie 2012/13. Wir haben nicht die spielerische Klasse verloren, wie damals, aber die Hierarchie ist entschieden getroffen worden und darin sehe ich unser Kernproblem. Das braucht aber einfach Zeit um sich neu zu formieren.


Ein wahrlich wohltuender, angenehm sachlicher und objektiver Beitrag.....
....würde gerne 2x werten, aber eine hast Du von mir.daumen-hoch

Auch ich bin wahrlich nicht begeistert von dem, was da teilweise in letzter Zeit auf dem Platz dargeboten wird. Meine Wunschvorstellung war da sicherlich auch eine andere.

Tatsache aber für mich ist, dass es auch unter Favrè unzählig viele Spiele gegeben hat, die fast identisch zum gestrigen Spiel abgelaufen sind.

Defensiv nicht viel zugelassen, Mittelfeldgeplänkel und Ballgeschiebe ohne Ende, kein Zug zum Tor und am gegnerischen Strafraum war man (Favrè) mit seinem Latein am Ende.

Zähes, unansehliches und gähnend langweiliges Gekicke mit bestenfalls einem glücklichen Dreier, meist aber nur einem Punkt.

Möchte da gerne mal an die Saison 14/15 zurückerinnern, in der der letztlich überragende 3. Platz mMn. nur auf Grund der letzten 10 Spiele erreicht wurde, in denen 25 von 30 möglichen Punkten geholt wurden.

Die Spiele insbesondere in der Hinrunde waren doch oftmals von spielerischer Armut begleitet, vor allem offensiv. Die Devise lautete ja immer, geduldig auf die Lücke warten und auf den Lucky-Punsch hoffen.

Nur dank der klaren Siege gg. Schalke (4:1), in Hannover (0:3), und gg. Bremen (4:1) hatte man ein positives Torverhältnis von +9.
Vielleicht erinnern sich ja einige User noch an die anderen Spiele.

Klar, entscheidend ist in der Nachbetrachtung nur die Endplatzierung…und die spricht eine klare Sprache.

Meine Erinnerung spült mir da aber etliche Spiele wieder hoch, die wie das gestrige abgelaufen sind. Nicht zu vergessen, dass da ein Gegner auf dem Platz stand, der einen Lauf hat und 9 seiner 15 Punkte gg. Mannschaften wie Bayern, Schalke, Leverkusen, Hertha und uns holte.
Wie mein Vorredner schon schrieb, der defensiv sehr gut stand und mMn. nicht mehr viel mit den letzten Saisons zu tun hat. Nico Kovac leistete da offensichtlich sehr gute Arbeit.

Ähnliches gilt doch in dieser Saison auch für Vereine wie Hertha, Köln und Hoffenheim, die sich mMn. eher punktuell verstärkt haben ohne Verlust wichtiger Führungsspieler. Hier wird auf die vergangene Saison aufgebaut und die Automatismen greifen mehr und mehr.

Dazu gesellt sich ein Aufsteiger mit Leipzig, der mal eben aus der Hüfte und ohne mit der Wimper zu zucken 50 Milliönchen in den Kader investiert hat. Dies gepaart mit dem vorhandenen Spielermaterial, jung und gierig nach Erfolg, sich insbesondere in der 1. Liga mit einer großen Aufstiegseuphorie etablieren zu wollen. Ist doch nichts neues, dass die Aufsteiger zu Beginn einer Saison gut performen…..bis die ersten Dellen kommen. Auch hier wird aber erst am 34. Spieltag abgerechnet.

Hingegen haben aber doch fast ausnahmslos alle vermeintlich etablierten Vereine arge Probleme, ihre zweifelsohne vorhandenen Qualitäten überzeugend auf den Platz zu bekommen.

Leverkusen als Bayernjäger Nr. 1 ausgerufen, ohne nennenswerte Abgänge aber mit einer gehörigen, qualitativen Verstärkung des Kaders durch Volland, Dragovic und Baumgartlinger müht sich auch gerade mit einer keinesfalls überzeugenden Leistung zu einem eher glücklichem 2:1 Sieg gegen ein Wolfsburg, dass nichts…..aber auch gar nichts mehr mit dem vor 2-3 Jahren zu tun hat…..trotz einer noch immer hohen Qualität einzelner Spieler.

Ein BvB, das unbestritten mit dem Verlust wichtiger Führungsspieler wie Hummels, Gündogan und Mikhytarian und verletzungsbedingten, teils langfristiger Ausfällen von Reus, Schmelzer, Bender, Durm und Subotic weit hinter den eigenen Ansprüchen und Erwartungen zurückbleibt…..
…….. trotz namhafter Zugänge wie Götze, Schürrle, Rode, Batra und hoffnungsvoller Talente wie Dembèlè, Gueirrero, Mor und Merino. Die bereits vorhandenen Qualitäten muss ich wohl nicht extra erwähnen.

Ähnliches gilt immer noch für Schalke, der Rest ist doch selbsterklärend.
Bin ja mal gespannt auf das Spiel gleich.

Zurück zu uns…..
Schubert versucht aktuell das, was hier im Forum, teils massiv aber auch berechtigt, gefordert wurde.

Stabilisierung der Defensive, die trotz Einsatz unterschiedlicher Spieler -mitunter bedingt durch notwendige Rotation und Fehlen mMn. wichtiger Spieler wie Christensen (in Form der letzten Saison) sowie Dominguez und einem Strobl als DM, der gerade erst aus einer Verletzung zurückgekehrt ist und möglicherweise für das Spiel gg. Celtic geschont wurde- doch mehr und mehr eine Einheit bildet und sich findet, belegbar durch 5 der letzten 7 Spiele, in denen die Null stand.

Dies ist doch die Basis, auf derer dann peu à peu die Mannschaft entwickelt und verbessert werden muss.

Das defensive Mittelfeld, welches auch zur Stabilität beiträgt (trotz unterschiedlicher Spieler) hat leider Defizite, das Spiel aufzubauen und weiter nach vorne in die Offensive zu tragen, in der momentan Stindl mehr oder weniger den Alleinunterhalter spielt, da ihm so wichtige Mitspieler wie Raffael und Hazard fehlen…
....ein Hahn das spielt was er kann (mehr leider auch nicht)….und ein Dahoud (als einzig verbliebener Kreativspieler aktuell neben Stindl) sowie Herrmann,Traorè und Hofmann weit von ihrer Normalform entfernt sind, gleiches gilt für Wendt, Korb offensiv noch nie (selbst zu Favrè-Zeiten) wirklich ein Faktor war, Johnson mitunter auf einer ihm nicht wirklich liegenden Position spielen muss, Drmic sowie Doucourè keine Faktoren sind und die jungen Wilden wie Sow, Bènès und evtl. Ndenge keine Garantie darstellen es besser zu machen.

Gut, der Schrei danach ist möglicherweise nachvollziehbar (nicht für mich) und berechtigt, ebenso wie der nach Nico Schulz…..allerdings möchte ich den Shit-Storm nicht lesen möchte, der hier losgetreten wird, wenn das in die Hose geht. Wie kann Schubert nur…….


Aus meiner Sicht erleben wir derzeit eine Saison bzw. eine Saisonphase, wie wir sie selbst unter Favrè mehrfach erleben durften und ertragen mussten, insbesondere nach dem Verlust elementar wichtiger Führungs- und Ausnahmespieler.

Für mich alles schon dagewesen in den mittlerweile vergangenen 5,5 Jahren, mit dem einzigen Unterschied, dass der Trainer Schubert heißt…..
....und nicht Favrè, der immerhin davon 4,5 Jahre Zeit bekam, an den Mechanismen, Automatismen und….am Kader zu feilen, mit Höhen und Tiefen.

Da ich ja ein relativ spätes Mädchen bin, dauert`s bei mir mitunter ein wenig länger, gewisse Dinge/Realitäten wahrzunehmen bzw. zu akzeptieren, insbesondere weigere ich mich vehement gegen die schon häufig ausgerufenen, vielfachen Weltuntergänge – ob insgesamt oder auf unsere Borussia bezogen – die schon so häufig heraufbeschworen wurden.

Soll ich euch was sagen, ihr Lieben……

……meine Borussia und auch ich…..wir leben immer noch….starkdaumen-hoch

….und soll ich euch noch etwas sagen…..

…..sogar um ein vielfach besseres und glücklicheres, als ich lange Zeit jemals zu träumen gewagt habe.Zunge raus

Tja, manchmal ist Verweigerung enorm wichtig, heilsam und hilfreich.

In diesem Sinne wünsche ich Allen ein hoffentlich doch noch schönes, verlängertes Wochenende.

Einfach mal den Puls runterfahren, entspannen und am Dienstagabend das internationale überwintern richtig schön und dolle feiern.

Beste Grüße von der Michi
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