Alles Part II
04.07.2011 - 00:39 Uhr
11.04.2025 - 10:32 Uhr
Zitat von hachingveteran
Heute vor 25 Jahren gewann Haching im Signal-Iduna-Park in Dortmund mit 3:1. Für mich war das der absolute Höhepunkt als Fan. Ein unbeschreibliches Erlebnis, die gegenüberliegende gelbe Wand nach und nach verstummen zu hören und vorzeitig die Plätze verlassen zu sehen. Der Sieg hat für mich auch heute noch einen höheren Stellenwert als jeder andere, steht sogar über dem legendären gegen Leverkusen.
Heute vor 25 Jahren gewann Haching im Signal-Iduna-Park in Dortmund mit 3:1. Für mich war das der absolute Höhepunkt als Fan. Ein unbeschreibliches Erlebnis, die gegenüberliegende gelbe Wand nach und nach verstummen zu hören und vorzeitig die Plätze verlassen zu sehen. Der Sieg hat für mich auch heute noch einen höheren Stellenwert als jeder andere, steht sogar über dem legendären gegen Leverkusen.
Kann ich verstehen, da war ich leider nicht dabei.
Für mich ist , neben dem Spiel gegeg Leverkusen, vor allem der DFB Pokalsieg gegen Leipzig unvergessen.
Sowie die beiden Aufstiegsspiele daheim gegen Elversberg und Cottbus.
Und..trotz Niederlage und Abstieg... das unvergessen Erlebnis im Parkstadion zu Schalke mit dem "Meister der Herzen" Finale auf dem Rasen des Stadions
11.04.2025 - 16:06 Uhr
Die von dir genannten Spiele stehen auch auf meiner Hitliste ganz oben.
Und natürlich das Spiel auf Schalke. Es war an Emotionalität nicht zu überbieten. Schon der Spielverlauf mitsamt den Einblendungen der Spielstände aus anderen Stadien, ließ die Gefühlswelt von "himmelhoch jauchzend" bis "zu Tode getrübt" auf- und abstürzen.
Und am Schluss, die größte aller möglichen Grausamkeiten. Nach einem leidenschaftlichen, aber stets fair geführten Spiel stehen beide Vereine als Verlierer da, und keiner kann auch nur in Ansätzen einen Grund finden, warum das verdient sein soll.
Ob wir jemals noch mal eine Emotionalität dieses Ausmaßes erleben dürfen?
Und natürlich das Spiel auf Schalke. Es war an Emotionalität nicht zu überbieten. Schon der Spielverlauf mitsamt den Einblendungen der Spielstände aus anderen Stadien, ließ die Gefühlswelt von "himmelhoch jauchzend" bis "zu Tode getrübt" auf- und abstürzen.
Und am Schluss, die größte aller möglichen Grausamkeiten. Nach einem leidenschaftlichen, aber stets fair geführten Spiel stehen beide Vereine als Verlierer da, und keiner kann auch nur in Ansätzen einen Grund finden, warum das verdient sein soll.
Ob wir jemals noch mal eine Emotionalität dieses Ausmaßes erleben dürfen?
15.04.2025 - 11:21 Uhr
https://www.kicker.de/haching-spiel-hansa-zieht-vor-das-staendige-schiedsgericht-1111431/artikel
Was soll das Theater?
Das Sicherheitskonzept ist genau wegen solcher "Fans" im laufenden Wettbewerb für nicht mehr aktuell erachtet wurden. Da würde ich mal schön die Klappe halten und vor der eigenen Tür kehren. Wer gegen Rostock daheim gewinnt, darf sich mindestens auf die Sanierung der Sanitäreinrichtungen gefasst machen. Jeder Gegner leidet, weil die sich nicht benehmen können und müssen viel Geld für Sicherheit in die Hand nehmen.
Das da kein gutes Licht auf Haching fällt ist längst klar, warum der FC Hansa von dem schlechten Licht auch was abhaben will, versteh ich nicht. Herfahren auf den Lapsus von Haching warten, Punkte einpacken, fertig.
Was soll das Theater?
Das Sicherheitskonzept ist genau wegen solcher "Fans" im laufenden Wettbewerb für nicht mehr aktuell erachtet wurden. Da würde ich mal schön die Klappe halten und vor der eigenen Tür kehren. Wer gegen Rostock daheim gewinnt, darf sich mindestens auf die Sanierung der Sanitäreinrichtungen gefasst machen. Jeder Gegner leidet, weil die sich nicht benehmen können und müssen viel Geld für Sicherheit in die Hand nehmen.
Das da kein gutes Licht auf Haching fällt ist längst klar, warum der FC Hansa von dem schlechten Licht auch was abhaben will, versteh ich nicht. Herfahren auf den Lapsus von Haching warten, Punkte einpacken, fertig.
15.04.2025 - 14:16 Uhr
Zitat von coolioll
https://www.kicker.de/haching-spiel-hansa-zieht-vor-das-staendige-schiedsgericht-1111431/artikel
Was soll das Theater?
Das Sicherheitskonzept ist genau wegen solcher "Fans" im laufenden Wettbewerb für nicht mehr aktuell erachtet wurden. Da würde ich mal schön die Klappe halten und vor der eigenen Tür kehren. Wer gegen Rostock daheim gewinnt, darf sich mindestens auf die Sanierung der Sanitäreinrichtungen gefasst machen. Jeder Gegner leidet, weil die sich nicht benehmen können und müssen viel Geld für Sicherheit in die Hand nehmen.
Das da kein gutes Licht auf Haching fällt ist längst klar, warum der FC Hansa von dem schlechten Licht auch was abhaben will, versteh ich nicht. Herfahren auf den Lapsus von Haching warten, Punkte einpacken, fertig.
Es geht aber nun mal darum, dass wir dadurch innerhalb von 5 Tagen 3 Auswärtsspiele (29.04. + 01.05. + 03.05) austragen sollen/müssen.
https://www.kicker.de/haching-spiel-hansa-zieht-vor-das-staendige-schiedsgericht-1111431/artikel
Was soll das Theater?
Das Sicherheitskonzept ist genau wegen solcher "Fans" im laufenden Wettbewerb für nicht mehr aktuell erachtet wurden. Da würde ich mal schön die Klappe halten und vor der eigenen Tür kehren. Wer gegen Rostock daheim gewinnt, darf sich mindestens auf die Sanierung der Sanitäreinrichtungen gefasst machen. Jeder Gegner leidet, weil die sich nicht benehmen können und müssen viel Geld für Sicherheit in die Hand nehmen.
Das da kein gutes Licht auf Haching fällt ist längst klar, warum der FC Hansa von dem schlechten Licht auch was abhaben will, versteh ich nicht. Herfahren auf den Lapsus von Haching warten, Punkte einpacken, fertig.
15.04.2025 - 14:31 Uhr
Zitat von hachingveteran
Heute vor 25 Jahren gewann Haching im Signal-Iduna-Park in Dortmund mit 3:1. Für mich war das der absolute Höhepunkt als Fan. Ein unbeschreibliches Erlebnis, die gegenüberliegende gelbe Wand nach und nach verstummen zu hören und vorzeitig die Plätze verlassen zu sehen. Der Sieg hat für mich auch heute noch einen höheren Stellenwert als jeder andere, steht sogar über dem legendären gegen Leverkusen.
Heute vor 25 Jahren gewann Haching im Signal-Iduna-Park in Dortmund mit 3:1. Für mich war das der absolute Höhepunkt als Fan. Ein unbeschreibliches Erlebnis, die gegenüberliegende gelbe Wand nach und nach verstummen zu hören und vorzeitig die Plätze verlassen zu sehen. Der Sieg hat für mich auch heute noch einen höheren Stellenwert als jeder andere, steht sogar über dem legendären gegen Leverkusen.
Alles gute Spiele, wobei mich das Leverkusen-Spiel eigentlich nur noch ankotzt und belastet: Die Leverkusener Meisterschaft war eine Befreiung (warum sollte man bekannt dafür sein einem anderen Verein ein Trauma zu verpassen?).
Die frühen Spiele waren großartig (3:0 gegen Bielefeld 1996), aber ich würde noch das 1:1 gegen auswärts gegen TeBe (Frühling 1999) erwähnen. Alexander Strehmel mit dem Ausgleich per Kopf in der 87. Minute gegen einen Aufstiegsrivalen der den Aufstieg fast garantiert hat.
3:0 Elversberg war auch groß, aber auch zahlreiche überraschende Auswärtssiege (z.B. gegen Halle in ihrer ersten Drittligasaison).
2:4 in Kaiserslautern 1999 (erstes Bundesligaauswärtstor und Djorkaeff als Gegner...!) würde ich auch noch erwähnen.
15.04.2025 - 18:21 Uhr
Zitat von AlfonsoUHG
Alles gute Spiele, wobei mich das Leverkusen-Spiel eigentlich nur noch ankotzt und belastet: Die Leverkusener Meisterschaft war eine Befreiung (warum sollte man bekannt dafür sein einem anderen Verein ein Trauma zu verpassen?).
Alles gute Spiele, wobei mich das Leverkusen-Spiel eigentlich nur noch ankotzt und belastet: Die Leverkusener Meisterschaft war eine Befreiung (warum sollte man bekannt dafür sein einem anderen Verein ein Trauma zu verpassen?).
Nicht dafür, einem anderen Verein ein Traume zu verpassen (für Leverkusen tat's mir auch eher leid - wobei das bis heute dadurch gemildert wird, dass sich mir am Ostbahnhof ein Bayer-Fan in den Weg stellte und fragte, ob ich mich nicht schäme, Hachinger zu sein...) - sondern dafür, als Dorfclub und in einem 10.000-Zuschauer-Stadion aus eigener Kraft die Deutsche Meisterschaft mitentschieden zu haben.
Sicher nicht das größte aller Spiele. Aber die Mischung aus fast mit Händen zu greifender Aufmerksamkeit der ganzen Nation und dem Gefühl, dass Haching grad einen Großen des europäischen Fußballs aushebelt - war schon stark.
Ansonsten denk ich auch gern an die Derbysiege; 2:0 im Olympiastadion (mein 14-jähriges Ich ist im Kameraschwenk in der Tagesschau im Gästeblock zu sehen ^^) 3:2 zu Hause in der BL, 5:1 in der 2. Liga u.a., an DFB-Pokal-Partien (RB, Mainz, 2x Leverkusen, auch wenn Niederlagen darunter waren), die Relegationen. Das 5:4 gegen Würzburg war auch mächtig - vielleicht gerade, weil danach viel Quatsch kam.
Aus irgendeinem Grunde nie vergessen werde ich auch, wie an meinem Geburtstag Miro Spizak in der Nachspielzeit den 2:1 Siegtreffer gegen den HSV in den Winkel des Südtribünentores dreht. Auch nicht das größte Spiel aller Zeiten, aber ein ziemlich phänomenaler Moment. Seh ich bis heute in Zeitlupe aus Südperspektive vor mir.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von VorstadtFlo am 15.04.2025 um 18:22 Uhr bearbeitet
16.04.2025 - 00:13 Uhr
Zitat von VorstadtFlo
Nicht dafür, einem anderen Verein ein Traume zu verpassen (für Leverkusen tat's mir auch eher leid - wobei das bis heute dadurch gemildert wird, dass sich mir am Ostbahnhof ein Bayer-Fan in den Weg stellte und fragte, ob ich mich nicht schäme, Hachinger zu sein...) - sondern dafür, als Dorfclub und in einem 10.000-Zuschauer-Stadion aus eigener Kraft die Deutsche Meisterschaft mitentschieden zu haben.
Sicher nicht das größte aller Spiele. Aber die Mischung aus fast mit Händen zu greifender Aufmerksamkeit der ganzen Nation und dem Gefühl, dass Haching grad einen Großen des europäischen Fußballs aushebelt - war schon stark.
Ansonsten denk ich auch gern an die Derbysiege; 2:0 im Olympiastadion (mein 14-jähriges Ich ist im Kameraschwenk in der Tagesschau im Gästeblock zu sehen ^^) 3:2 zu Hause in der BL, 5:1 in der 2. Liga u.a., an DFB-Pokal-Partien (RB, Mainz, 2x Leverkusen, auch wenn Niederlagen darunter waren), die Relegationen. Das 5:4 gegen Würzburg war auch mächtig - vielleicht gerade, weil danach viel Quatsch kam.
Aus irgendeinem Grunde nie vergessen werde ich auch, wie an meinem Geburtstag Miro Spizak in der Nachspielzeit den 2:1 Siegtreffer gegen den HSV in den Winkel des Südtribünentores dreht. Auch nicht das größte Spiel aller Zeiten, aber ein ziemlich phänomenaler Moment. Seh ich bis heute in Zeitlupe aus Südperspektive vor mir.
Zitat von AlfonsoUHG
Alles gute Spiele, wobei mich das Leverkusen-Spiel eigentlich nur noch ankotzt und belastet: Die Leverkusener Meisterschaft war eine Befreiung (warum sollte man bekannt dafür sein einem anderen Verein ein Trauma zu verpassen?).
Alles gute Spiele, wobei mich das Leverkusen-Spiel eigentlich nur noch ankotzt und belastet: Die Leverkusener Meisterschaft war eine Befreiung (warum sollte man bekannt dafür sein einem anderen Verein ein Trauma zu verpassen?).
Nicht dafür, einem anderen Verein ein Traume zu verpassen (für Leverkusen tat's mir auch eher leid - wobei das bis heute dadurch gemildert wird, dass sich mir am Ostbahnhof ein Bayer-Fan in den Weg stellte und fragte, ob ich mich nicht schäme, Hachinger zu sein...) - sondern dafür, als Dorfclub und in einem 10.000-Zuschauer-Stadion aus eigener Kraft die Deutsche Meisterschaft mitentschieden zu haben.
Sicher nicht das größte aller Spiele. Aber die Mischung aus fast mit Händen zu greifender Aufmerksamkeit der ganzen Nation und dem Gefühl, dass Haching grad einen Großen des europäischen Fußballs aushebelt - war schon stark.
Ansonsten denk ich auch gern an die Derbysiege; 2:0 im Olympiastadion (mein 14-jähriges Ich ist im Kameraschwenk in der Tagesschau im Gästeblock zu sehen ^^) 3:2 zu Hause in der BL, 5:1 in der 2. Liga u.a., an DFB-Pokal-Partien (RB, Mainz, 2x Leverkusen, auch wenn Niederlagen darunter waren), die Relegationen. Das 5:4 gegen Würzburg war auch mächtig - vielleicht gerade, weil danach viel Quatsch kam.
Aus irgendeinem Grunde nie vergessen werde ich auch, wie an meinem Geburtstag Miro Spizak in der Nachspielzeit den 2:1 Siegtreffer gegen den HSV in den Winkel des Südtribünentores dreht. Auch nicht das größte Spiel aller Zeiten, aber ein ziemlich phänomenaler Moment. Seh ich bis heute in Zeitlupe aus Südperspektive vor mir.
Wo wir gerade bei Miro Spizak sind, fällt mir noch ein anderes Derby ein, das mir durchaus in bleibender Erinnerung ist...
Ansonsten aus BL-Zeiten: der Heimsieg gegen den HSV in der 2. Saison. Spiel in den letzten 5 Minuten gedreht und die Rote Laterne abgegeben.
Einige tolle Pokalspiele gabs natürlich auch noch (Ingolstadt und RB in der Regio Bayern, und eigtl. die kompletten Partien in der Regio Süd vor leider viel zu wenig Publikum).
16.04.2025 - 09:11 Uhr
Weil schon so viel vom Leverkusen-Spiel die Rede war, möchte ich noch ein kleine Geschichte beisteuern.
Es war im Jahr unseres Aufstiegs in die erste Liga, irgendwann im Frühjahr 1999. Ich war in dieser Zeit beruflich viel im Ruhgebiet unterwegs und hatte dort ein Stammhotel. Als ich zum ersten Mal dort ankam, entdeckte ich einen Haching-Wimpel an der Rezeption, der offenbar ein paar Fragezeichen in meinen Augen bewirkte. Der Hotelchef erklärte mir, dass die Hachinger ihr Quartier schon öfter in seinem Hotel aufgeschlagen haben und er sie gerne in seinem Haus beherberge. Ich konnte mich also ruhigen Gewissens als Haching-Fan outen.
Nun kam ich also erneut in meinem Stammhotel an, aber ein anderer Bus stand vor der Tür, der von Bayer Leverkusen. Als ich eincheckte fragte mich der Chef ob ich später noch einmal runterkommen wolle, er würde mir gerne einen anderen Haching-Fan vorstellen.
Und so kam ich nach ein paar Minuten wieder aus meinen Zimmer zurück und wir gingen gemeinsam an die Bar, wo einsam und verlassen Christoph Daum saß, dem ich sodann als der "bekannteste Haching-Fan des Ruhrgebiets" vorgestellt wurde. CD freute sich, grinste breit und bat mich an seiner Seite Platz zu nehmen. Fortan löcherte er mich mit Fragen, zu Haching, vor allem aber zu Lorenz Günther Köstner. Ich konnte sie einigermaßen gut antworten, war ich doch oft bei Trainings und Spielen dabei und hatte immer mal wieder Gelegenheit mit LGK und Harry Deutinger zu sprechen.
Auch CD erzählte mir von der gemeinsamen Zeit mit LGK beim VFB Stuttgart. Stets mit einer gehörigen Hochachtung vor der Leistung seines CO-Trainers. Ich merkte, das war nicht nur gegenseitiger Respekt sondern bereits so etwas wie Freundschaft. Und so erlebte ich nicht nur einen schönen Abend sondern einen überaus sympathischen Christof Daum.
Nun saß ich also auf der Haupttribüne vor unserem legendären Spiel gegen Leverkusen. Nie davor und nie wieder danach habe ich mir so sehr eine Niederlage meiner eigenen Mannschaft gewünscht wie an diesem Tag. Doch am Ende musste ich sogar Häme von einem gewissen Erich Lejeune (er saß drei Jahre auf der selben Platznummer eine Reihe vor mir) über mich ergehen lassen, weil ich meinem Verein keinen Sieg zugetraut hatte. Wo blieb denn das "Du schaffst was Du willst". Dennoch war ich ungemein stolz, was meine Mannschaft da eben geleistet hat. Ein absolutes Tohuwabohu meiner Gefühle war ausgebrochen.
Heute würde ich mir wünschen, ich könnte ein paar mehr Emotionen empfinden, wenn es um meinen Verein geht.
Es war im Jahr unseres Aufstiegs in die erste Liga, irgendwann im Frühjahr 1999. Ich war in dieser Zeit beruflich viel im Ruhgebiet unterwegs und hatte dort ein Stammhotel. Als ich zum ersten Mal dort ankam, entdeckte ich einen Haching-Wimpel an der Rezeption, der offenbar ein paar Fragezeichen in meinen Augen bewirkte. Der Hotelchef erklärte mir, dass die Hachinger ihr Quartier schon öfter in seinem Hotel aufgeschlagen haben und er sie gerne in seinem Haus beherberge. Ich konnte mich also ruhigen Gewissens als Haching-Fan outen.
Nun kam ich also erneut in meinem Stammhotel an, aber ein anderer Bus stand vor der Tür, der von Bayer Leverkusen. Als ich eincheckte fragte mich der Chef ob ich später noch einmal runterkommen wolle, er würde mir gerne einen anderen Haching-Fan vorstellen.
Und so kam ich nach ein paar Minuten wieder aus meinen Zimmer zurück und wir gingen gemeinsam an die Bar, wo einsam und verlassen Christoph Daum saß, dem ich sodann als der "bekannteste Haching-Fan des Ruhrgebiets" vorgestellt wurde. CD freute sich, grinste breit und bat mich an seiner Seite Platz zu nehmen. Fortan löcherte er mich mit Fragen, zu Haching, vor allem aber zu Lorenz Günther Köstner. Ich konnte sie einigermaßen gut antworten, war ich doch oft bei Trainings und Spielen dabei und hatte immer mal wieder Gelegenheit mit LGK und Harry Deutinger zu sprechen.
Auch CD erzählte mir von der gemeinsamen Zeit mit LGK beim VFB Stuttgart. Stets mit einer gehörigen Hochachtung vor der Leistung seines CO-Trainers. Ich merkte, das war nicht nur gegenseitiger Respekt sondern bereits so etwas wie Freundschaft. Und so erlebte ich nicht nur einen schönen Abend sondern einen überaus sympathischen Christof Daum.
Nun saß ich also auf der Haupttribüne vor unserem legendären Spiel gegen Leverkusen. Nie davor und nie wieder danach habe ich mir so sehr eine Niederlage meiner eigenen Mannschaft gewünscht wie an diesem Tag. Doch am Ende musste ich sogar Häme von einem gewissen Erich Lejeune (er saß drei Jahre auf der selben Platznummer eine Reihe vor mir) über mich ergehen lassen, weil ich meinem Verein keinen Sieg zugetraut hatte. Wo blieb denn das "Du schaffst was Du willst". Dennoch war ich ungemein stolz, was meine Mannschaft da eben geleistet hat. Ein absolutes Tohuwabohu meiner Gefühle war ausgebrochen.
Heute würde ich mir wünschen, ich könnte ein paar mehr Emotionen empfinden, wenn es um meinen Verein geht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von hachingveteran am 16.04.2025 um 09:13 Uhr bearbeitet
16.04.2025 - 11:24 Uhr
Sehr schöne Geschichte! Zum Leverkusen-Spiel kann ich noch beisteuern, dass ich - damals Haching-Sympathisant, aber auch noch Bayern-Fan (Jugendsünde...) - in den Wochen zuvor den Mund ziemlich voll genommen und allen prognostiziert habe: "Passt auf, Leverkusen verliert natürlich am letzten Spieltag in Haching und Bayern wird noch Meister." Immerhin hat's gestimmt, wenngleich Leverkusen ebenso wie Schalke ein Jahr später den Titel mehr als verdient gehabt hätte. Na ja, lange ist es her...
Dass mit dem Mangel an Emotionen kann ich absolut unterschreiben. War ich 2015 noch voll mit dabei, beim "Endspiel" in Erfurt vor Ort und danach dementsprechend genickt, hat man den Abstieg 2021 - wegen den Corona-Geisterspielen, aber auch wegen der absoluten Chancenlosigkeit unter Arie van Lent - schon deutlich gleichgültiger hingenommen.
Vier Jahre später bin ich insgeheim froh, wenn Haching nach den diversen Peinlichkeiten aus dem Profifußball verschwindet, um wenigstens von dem Status als bundesweite Lachnummer wegzukommen. 2021 gab es zudem nach dem Abstieg schnell wieder die Euphorie wegen Sandro Wagner. Und diesmal?
Dass mit dem Mangel an Emotionen kann ich absolut unterschreiben. War ich 2015 noch voll mit dabei, beim "Endspiel" in Erfurt vor Ort und danach dementsprechend genickt, hat man den Abstieg 2021 - wegen den Corona-Geisterspielen, aber auch wegen der absoluten Chancenlosigkeit unter Arie van Lent - schon deutlich gleichgültiger hingenommen.
Vier Jahre später bin ich insgeheim froh, wenn Haching nach den diversen Peinlichkeiten aus dem Profifußball verschwindet, um wenigstens von dem Status als bundesweite Lachnummer wegzukommen. 2021 gab es zudem nach dem Abstieg schnell wieder die Euphorie wegen Sandro Wagner. Und diesmal?
16.04.2025 - 12:54 Uhr
Glaub, das geht vielen ähnlich; mir jedenfalls auch. Ein Stück weit ist es aber auch selbsterklärend, oder?
Das "Endspiel" in Erfurt (ich war auch dabei) war halt genau das, ein recht deutlich verlorenes Endspiel (...und 2,5 Tage vorher noch echtes Endspiel in Weiden, wenn ich mich recht entsinne).
2021 und 2025 haben in der Hinsicht halt null Spannung, dafür umso mehr wöchentliche Watschn. Da gibt's emotionale Hornhaut statt Achterbahn der Emotionen...
Grade vorhin hab ich mir auch kurz gedacht: Normalerweise zerbricht gefühlt was beim Abstieg. In diesem Fall ist es längst zerbrochen - und gewissermaßen fühlt sich die Hachinger Fußballwelt ein Stück weit mehr "in Ordnung" an, wenn's offiziell Regionalliga heißt. Da gibt's nix zu hadern, in der derzeitigen Verfassung ist die "Trennung" von Haching und Liga 3 für alle Beteiligten besser.
Das "Endspiel" in Erfurt (ich war auch dabei) war halt genau das, ein recht deutlich verlorenes Endspiel (...und 2,5 Tage vorher noch echtes Endspiel in Weiden, wenn ich mich recht entsinne).
2021 und 2025 haben in der Hinsicht halt null Spannung, dafür umso mehr wöchentliche Watschn. Da gibt's emotionale Hornhaut statt Achterbahn der Emotionen...
Grade vorhin hab ich mir auch kurz gedacht: Normalerweise zerbricht gefühlt was beim Abstieg. In diesem Fall ist es längst zerbrochen - und gewissermaßen fühlt sich die Hachinger Fußballwelt ein Stück weit mehr "in Ordnung" an, wenn's offiziell Regionalliga heißt. Da gibt's nix zu hadern, in der derzeitigen Verfassung ist die "Trennung" von Haching und Liga 3 für alle Beteiligten besser.
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