| Geburtsdatum | 28.05.1973 |
|---|---|
| Alter | 53 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Borussia Mönchengladbach |
Alexander Blessin [Trainer]
22.09.2026 - 14:02 Uhr
22.09.2026 - 19:35 Uhr
Zitat von deenomat81
Kriegt wie jeder andere Trainer auch, eine faire Chance von mir,
Begeistert bin ich nicht.
Aber das ist in den letzten Jahren ja eher selten der Fall gewesen.
Gutes Gelingen. Schlimmer kann es nicht werden.
Kriegt wie jeder andere Trainer auch, eine faire Chance von mir,
Begeistert bin ich nicht.
Aber das ist in den letzten Jahren ja eher selten der Fall gewesen.
Gutes Gelingen. Schlimmer kann es nicht werden.
Würde mich da anschließen, denn seine letzte Saison war, zwar mit einem schwachen Team, doch ziemlich unterirdisch in jeder Beziehung. Alles, was zuvor noch gut lief, stürzte wie ein Kartenhaus in sich zusammen.
Seine Ausbildung und Vita stimmen mich jedoch etwas positiver, als ich zuerst gedacht hatte. Aber für mich haben seine letzten Leistungen als Trainer eben mehr Gewicht, als das, was in den Jahren zuvor war.
Zudem ist die Aufgabe bei uns aktuell für jeden Trainer extrem schwer bei diesem Katastrophen-Start, und den ganzen unguten Begleiterscheinungen, die damit einhergehen (Teamchemie, Unruhe im Umfeld, öffentlicher Druck etc.).
Das ist schon ein ganzes Bündel, was Blessin da zu tragen hat, aber ich schätze ihn von seiner Persönlichkeit her für stabil genug ein, und sympathisch war er mir durch seine Interviews zuvor bei St. Pauli auch schon.
Natürlich wünsche ich mir, dass er bei uns Erfolg hat und alle Bedenken wegen seiner letzten Saison sich in Luft auflösen. Aber die Karre ist bei uns sportlich mittlerweile so tief in den Dreck gefahren, dass es für mich wirklich einer Herkulesaufgabe gleichkommt, diesen Kultverein vom Niederrhein wieder in die Spur zu bekommen.
Hoffen wir, dass es so kommt, viel Glück und Geschick dabei, Herr Blessin! 😇
22.09.2026 - 19:46 Uhr
Sehe ihn und unsere Borussia am Donnerstag im Siegener Leimbach Stadion. Man wird zwar noch keine Handschrift von ihm erkennen (wie auch), bin aber gespannt wie die Spieler, die am Donnerstag auflaufen werden, sich geben.
22.09.2026 - 20:05 Uhr
Zitat von Torpogo
Kann ja jeder sehen wie er will. Selbstverständlich wünsche ich ihm viel Glück. Was ihn aber für die aktuelle Situation prädestiniert ist mir bislang verborgen geblieben. Darum hält sich meine Euphorie auch stark in Grenzen. Aber mehr Punkte als Polanski traue ich ihm schon zu.
Kann ja jeder sehen wie er will. Selbstverständlich wünsche ich ihm viel Glück. Was ihn aber für die aktuelle Situation prädestiniert ist mir bislang verborgen geblieben. Darum hält sich meine Euphorie auch stark in Grenzen. Aber mehr Punkte als Polanski traue ich ihm schon zu.
Jetzt sag doch endlich mal wem du noch mehr zutrauen würdest.
22.09.2026 - 20:09 Uhr
Ersteinmal heiße ich den neuen Trainer herzlich willkommen und wünsche ihm viel Erfolg und ein gutes Gelingen bei unserer Borussia.
Man kann es drehen und wenden wie man will, aber er verdient unsere Unterstützung und Respekt für die schwere Aufgabe uns wieder in bessere Gefilde zu führen.
Die ganzen Statistiken seiner bisherigen Stationen interessieren mich persönlich gar nicht, denn es ist eigentlich immer ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.
Gefühlt sind wir auch die einzigen Fans, die sofort die Vergangenheit neuer Trainer komplett durchleuchten, ohne den Menschen, seine Arbeitsweise und seine Fähigkeiten überhaupt zu kennen und wirklich beurteilen zu können.
Lasst in doch bitte erstmal anfangen, bevor ihr ihm schon das Fell über die Ohren zieht.
Immer diese Vergleiche mit anderen Trainer…das sind alles individuelle Menschen, jeder hat seine Stärken und Schwächen. Entweder es passt oder halt nicht.
Natürlich hat es mir auch imponiert wie ein Favre jede Trainingseinheit immer und immer wieder unterbrochen hat, um Erklärungen zu vermitteln. Und auch ein Rose, der ein Menschenfänger war und alle mitreissen konnte. Und…..letztendlich sind sie alle nicht mehr da und es ist wie es ist.
Blessin wird hoffentlich eine neue Ansprache haben, den Spielern neue Dinge beibringen und hoffentlich damit erfolgreich sein.
Ich bleibe neutral, drücke ihm fest die Daumen und wünsche mir und dem Verein, dass es endlich ein Match ist und wir alle besseren Zeiten entgegen sehen können.
Man kann es drehen und wenden wie man will, aber er verdient unsere Unterstützung und Respekt für die schwere Aufgabe uns wieder in bessere Gefilde zu führen.
Die ganzen Statistiken seiner bisherigen Stationen interessieren mich persönlich gar nicht, denn es ist eigentlich immer ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.
Gefühlt sind wir auch die einzigen Fans, die sofort die Vergangenheit neuer Trainer komplett durchleuchten, ohne den Menschen, seine Arbeitsweise und seine Fähigkeiten überhaupt zu kennen und wirklich beurteilen zu können.
Lasst in doch bitte erstmal anfangen, bevor ihr ihm schon das Fell über die Ohren zieht.
Immer diese Vergleiche mit anderen Trainer…das sind alles individuelle Menschen, jeder hat seine Stärken und Schwächen. Entweder es passt oder halt nicht.
Natürlich hat es mir auch imponiert wie ein Favre jede Trainingseinheit immer und immer wieder unterbrochen hat, um Erklärungen zu vermitteln. Und auch ein Rose, der ein Menschenfänger war und alle mitreissen konnte. Und…..letztendlich sind sie alle nicht mehr da und es ist wie es ist.
Blessin wird hoffentlich eine neue Ansprache haben, den Spielern neue Dinge beibringen und hoffentlich damit erfolgreich sein.
Ich bleibe neutral, drücke ihm fest die Daumen und wünsche mir und dem Verein, dass es endlich ein Match ist und wir alle besseren Zeiten entgegen sehen können.
22.09.2026 - 20:16 Uhr
Ich war bei Alexander Blessin ehrlich gesagt vorsichtig optimistisch. Bin mittlerweile aber doch mir der Personalie ganz zufrieden, je länger ich mich mit ihm beschäftige. Ich traue ihm durchaus zu, Borussia aus dieser Situation herauszuführen. Gleichzeitig ist der Abstieg mit St. Pauli natürlich ein Punkt, den man nicht einfach ignorieren kann.
Was mich allerdings mittlerweile etwas stört, ist, dass Blessin von einigen schon abgeschrieben wird, bevor er überhaupt eine Trainingseinheit mit unserer Mannschaft absolviert hat.
"Ist abgestiegen."
"Hatte einen schlechteren Punkteschnitt als Trainer XY. vor oder nach ihm"
"Offensiv war St. Pauli schlecht."
Ja, mag alles sein. Das kann man alles sachlich anführen und natürlich auch kritisch hinterfragen und sollte man vielleicht auch. Aber daraus schon jetzt abzuleiten, dass das mit Blessin bei Borussia nichts werden kann, hat für mich nichts mit einer fairen Chance zu tun.
Ich finde, man sollte ihm zunächst einmal Respekt dafür entgegenbringen, dass er sich unserer Borussia in dieser Situation überhaupt annimmt. Er weiß schließlich, was ihn hier erwartet. Tabellenletzter, null Punkte, 16 Gegentore, Derby vor der Nase. Das ist kein gemütlicher Einstieg.
Trotzdem hat er sich für diese Aufgabe entschieden.
Und was ich so gehört habe, war Alex Blessin in den Gesprächen mit Rouven Schröder extrem gut vorbereitet. Er soll sich den Kader schon vorab sehr genau angeschaut und sich intensiv mit den einzelnen Spielern beschäftigt haben. Angeblich hat er bereits in den ersten Gesprächen aufgezeigt, welchen Plan er mit der Mannschaft verfolgt und welche Spielerprofile er wie einsetzen könnte.
Wenn das so stimmt, finde ich das durchaus bemerkenswert.
Denn dann kommt da nicht einfach einer, der sagt: "Ich habe Lust auf Bundesliga mit einem großen Traditionsverein und jetzt schauen wir mal."
Da ist offenbar von Anfang an richtig Bock auf diese Aufgabe vorhanden.
Und genau das möchte ich ihm auch zugutehalten.
Natürlich würde ich Blessin trotzdem nicht blind vertrauen. Ich finde seine bisherige Entwicklung als Trainer aber durchaus interessant.
In Oostende stand er für sehr aggressives Pressing und Gegenpressing. In Genua musste er nach dem Abstieg lernen, seine Spielidee stärker an das vorhandene Spielermaterial anzupassen. Bei Union Saint-Gilloise hat er diese Erfahrungen dann miteinander verbunden: intensives Spiel gegen den Ball, aber gleichzeitig mehr Lösungen mit dem Ball.
Auch bei St. Pauli hat man das gesehen. In seiner ersten Bundesliga-Saison hat er die Mannschaft stabilisiert und mit nur 41 Gegentoren die Klasse gehalten. Vergangene Saison ist das Ganze dann gekippt, vor allem offensiv. Am Ende stand der Abstieg. Das ist seine Verantwortung und gehört zu seiner Bilanz.
Aber St. Pauli ist eben nicht Borussia.
Und deshalb finde ich es falsch, seine Vergangenheit einfach eins zu eins auf unsere Situation zu übertragen.
Was mir grundsätzlich an seiner Spielidee gefällt, ist, dass sie zu dem passt, was ich bei Borussia zuletzt vermisst habe: mehr Aktivität.
Ich möchte keinen Schlafwagenfußball sehen, bei dem wir irgendwie Ballbesitz haben, aber kaum Gefahr erzeugen. Ich möchte eine Mannschaft, die den Gegner auch mal früh unter Druck setzt, nach Ballverlust gegen den Ball arbeitet und nach Ballgewinn schnell nach vorne kommt.
Aber Blessin muss dabei auch zeigen, dass er flexibel genug ist. Hohes Pressing ist schön und gut, funktioniert aber nicht gegen jeden Gegner über 90 Minuten. Wenn der Gegner das Pressing überspielt, müssen wir auch andere Lösungen haben.
Und genau darauf bin ich gespannt.
Denn bei Polanski hatte ich zuletzt häufig das Gefühl, dass während eines Spiels zu wenig reagiert wurde. Wenn etwas nicht funktioniert hat, wurde es teilweise trotzdem weitergespielt. Bei Blessin möchte ich sehen, dass er ein Spiel lesen und entsprechend eingreifen kann.
Ich erwarte deshalb nicht, dass unter ihm plötzlich alles perfekt läuft.
Ich möchte aber wieder erkennen, was Borussia eigentlich spielen will.
Und dafür sollte Blessin meiner Meinung nach zunächst einmal eine faire Chance bekommen.
Nicht nach einer Trainingseinheit urteilen.
Nicht nach zehn Minuten des ersten Spiels und vielleicht auch noch nicht nach den ersten ein, zwei oder drei Spielen.
Und auch nicht einfach nur anhand des Punkteschnitts aus seiner Zeit bei St. Pauli.
Natürlich dürfen und müssen seine Arbeit und seine Ergebnisse kritisch bewertet werden. Aber erst einmal sollte er die Möglichkeit bekommen, zu zeigen, was er kann.
Wenn Blessin die Defensive stabilisiert, wieder mehr Mut und Aktivität in unser Spiel bekommt und gleichzeitig seine taktische Flexibilität zeigt, dann traue ich ihm durchaus zu, dass er uns aus dieser Situation herausführt. Und zumal offensiv sind wir bislang nicht so anfällig gewesen wie defensiv.
Der Abstieg mit St. Pauli macht mich vorsichtig. Seine vorherigen Stationen machen mich neugierig.
Und seine offenbar sehr intensive Vorbereitung auf diese Aufgabe macht mir zumindest Hoffnung, dass er richtig Bock auf Borussia hat.
Für mich ist Blessin deshalb weder der große Heilsbringer noch eine Fehlentscheidung, nur weil er gerade abgestiegen ist.
Er bekommt von mir eine faire Chance. Und die sollte meiner Meinung nach jeder bekommen, der sich in unserer jetzigen Situation für Borussia entscheidet.
Dann sehen wir, was daraus wird.
Was mich allerdings mittlerweile etwas stört, ist, dass Blessin von einigen schon abgeschrieben wird, bevor er überhaupt eine Trainingseinheit mit unserer Mannschaft absolviert hat.
"Ist abgestiegen."
"Hatte einen schlechteren Punkteschnitt als Trainer XY. vor oder nach ihm"
"Offensiv war St. Pauli schlecht."
Ja, mag alles sein. Das kann man alles sachlich anführen und natürlich auch kritisch hinterfragen und sollte man vielleicht auch. Aber daraus schon jetzt abzuleiten, dass das mit Blessin bei Borussia nichts werden kann, hat für mich nichts mit einer fairen Chance zu tun.
Ich finde, man sollte ihm zunächst einmal Respekt dafür entgegenbringen, dass er sich unserer Borussia in dieser Situation überhaupt annimmt. Er weiß schließlich, was ihn hier erwartet. Tabellenletzter, null Punkte, 16 Gegentore, Derby vor der Nase. Das ist kein gemütlicher Einstieg.
Trotzdem hat er sich für diese Aufgabe entschieden.
Und was ich so gehört habe, war Alex Blessin in den Gesprächen mit Rouven Schröder extrem gut vorbereitet. Er soll sich den Kader schon vorab sehr genau angeschaut und sich intensiv mit den einzelnen Spielern beschäftigt haben. Angeblich hat er bereits in den ersten Gesprächen aufgezeigt, welchen Plan er mit der Mannschaft verfolgt und welche Spielerprofile er wie einsetzen könnte.
Wenn das so stimmt, finde ich das durchaus bemerkenswert.
Denn dann kommt da nicht einfach einer, der sagt: "Ich habe Lust auf Bundesliga mit einem großen Traditionsverein und jetzt schauen wir mal."
Da ist offenbar von Anfang an richtig Bock auf diese Aufgabe vorhanden.
Und genau das möchte ich ihm auch zugutehalten.
Natürlich würde ich Blessin trotzdem nicht blind vertrauen. Ich finde seine bisherige Entwicklung als Trainer aber durchaus interessant.
In Oostende stand er für sehr aggressives Pressing und Gegenpressing. In Genua musste er nach dem Abstieg lernen, seine Spielidee stärker an das vorhandene Spielermaterial anzupassen. Bei Union Saint-Gilloise hat er diese Erfahrungen dann miteinander verbunden: intensives Spiel gegen den Ball, aber gleichzeitig mehr Lösungen mit dem Ball.
Auch bei St. Pauli hat man das gesehen. In seiner ersten Bundesliga-Saison hat er die Mannschaft stabilisiert und mit nur 41 Gegentoren die Klasse gehalten. Vergangene Saison ist das Ganze dann gekippt, vor allem offensiv. Am Ende stand der Abstieg. Das ist seine Verantwortung und gehört zu seiner Bilanz.
Aber St. Pauli ist eben nicht Borussia.
Und deshalb finde ich es falsch, seine Vergangenheit einfach eins zu eins auf unsere Situation zu übertragen.
Was mir grundsätzlich an seiner Spielidee gefällt, ist, dass sie zu dem passt, was ich bei Borussia zuletzt vermisst habe: mehr Aktivität.
Ich möchte keinen Schlafwagenfußball sehen, bei dem wir irgendwie Ballbesitz haben, aber kaum Gefahr erzeugen. Ich möchte eine Mannschaft, die den Gegner auch mal früh unter Druck setzt, nach Ballverlust gegen den Ball arbeitet und nach Ballgewinn schnell nach vorne kommt.
Aber Blessin muss dabei auch zeigen, dass er flexibel genug ist. Hohes Pressing ist schön und gut, funktioniert aber nicht gegen jeden Gegner über 90 Minuten. Wenn der Gegner das Pressing überspielt, müssen wir auch andere Lösungen haben.
Und genau darauf bin ich gespannt.
Denn bei Polanski hatte ich zuletzt häufig das Gefühl, dass während eines Spiels zu wenig reagiert wurde. Wenn etwas nicht funktioniert hat, wurde es teilweise trotzdem weitergespielt. Bei Blessin möchte ich sehen, dass er ein Spiel lesen und entsprechend eingreifen kann.
Ich erwarte deshalb nicht, dass unter ihm plötzlich alles perfekt läuft.
Ich möchte aber wieder erkennen, was Borussia eigentlich spielen will.
Und dafür sollte Blessin meiner Meinung nach zunächst einmal eine faire Chance bekommen.
Nicht nach einer Trainingseinheit urteilen.
Nicht nach zehn Minuten des ersten Spiels und vielleicht auch noch nicht nach den ersten ein, zwei oder drei Spielen.
Und auch nicht einfach nur anhand des Punkteschnitts aus seiner Zeit bei St. Pauli.
Natürlich dürfen und müssen seine Arbeit und seine Ergebnisse kritisch bewertet werden. Aber erst einmal sollte er die Möglichkeit bekommen, zu zeigen, was er kann.
Wenn Blessin die Defensive stabilisiert, wieder mehr Mut und Aktivität in unser Spiel bekommt und gleichzeitig seine taktische Flexibilität zeigt, dann traue ich ihm durchaus zu, dass er uns aus dieser Situation herausführt. Und zumal offensiv sind wir bislang nicht so anfällig gewesen wie defensiv.
Der Abstieg mit St. Pauli macht mich vorsichtig. Seine vorherigen Stationen machen mich neugierig.
Und seine offenbar sehr intensive Vorbereitung auf diese Aufgabe macht mir zumindest Hoffnung, dass er richtig Bock auf Borussia hat.
Für mich ist Blessin deshalb weder der große Heilsbringer noch eine Fehlentscheidung, nur weil er gerade abgestiegen ist.
Er bekommt von mir eine faire Chance. Und die sollte meiner Meinung nach jeder bekommen, der sich in unserer jetzigen Situation für Borussia entscheidet.
Dann sehen wir, was daraus wird.
22.09.2026 - 20:24 Uhr
Zitat von BorussenUwe
Ich war bei Alexander Blessin ehrlich gesagt vorsichtig optimistisch. Bin mittlerweile aber doch mir der Personalie ganz zufrieden, je länger ich mich mit ihm beschäftige. Ich traue ihm durchaus zu, Borussia aus dieser Situation herauszuführen. Gleichzeitig ist der Abstieg mit St. Pauli natürlich ein Punkt, den man nicht einfach ignorieren kann.
Was mich allerdings mittlerweile etwas stört, ist, dass Blessin von einigen schon abgeschrieben wird, bevor er überhaupt eine Trainingseinheit mit unserer Mannschaft absolviert hat.
"Ist abgestiegen."
"Hatte einen schlechteren Punkteschnitt als Trainer XY. vor oder nach ihm"
"Offensiv war St. Pauli schlecht."
Ja, mag alles sein. Das kann man alles sachlich anführen und natürlich auch kritisch hinterfragen und sollte man vielleicht auch. Aber daraus schon jetzt abzuleiten, dass das mit Blessin bei Borussia nichts werden kann, hat für mich nichts mit einer fairen Chance zu tun.
Ich finde, man sollte ihm zunächst einmal Respekt dafür entgegenbringen, dass er sich unserer Borussia in dieser Situation überhaupt annimmt. Er weiß schließlich, was ihn hier erwartet. Tabellenletzter, null Punkte, 16 Gegentore, Derby vor der Nase. Das ist kein gemütlicher Einstieg.
Trotzdem hat er sich für diese Aufgabe entschieden.
Und was ich so gehört habe, war Alex Blessin in den Gesprächen mit Rouven Schröder extrem gut vorbereitet. Er soll sich den Kader schon vorab sehr genau angeschaut und sich intensiv mit den einzelnen Spielern beschäftigt haben. Angeblich hat er bereits in den ersten Gesprächen aufgezeigt, welchen Plan er mit der Mannschaft verfolgt und welche Spielerprofile er wie einsetzen könnte.
Wenn das so stimmt, finde ich das durchaus bemerkenswert.
Denn dann kommt da nicht einfach einer, der sagt: "Ich habe Lust auf Bundesliga mit einem großen Traditionsverein und jetzt schauen wir mal."
Da ist offenbar von Anfang an richtig Bock auf diese Aufgabe vorhanden.
Und genau das möchte ich ihm auch zugutehalten.
Natürlich würde ich Blessin trotzdem nicht blind vertrauen. Ich finde seine bisherige Entwicklung als Trainer aber durchaus interessant.
In Oostende stand er für sehr aggressives Pressing und Gegenpressing. In Genua musste er nach dem Abstieg lernen, seine Spielidee stärker an das vorhandene Spielermaterial anzupassen. Bei Union Saint-Gilloise hat er diese Erfahrungen dann miteinander verbunden: intensives Spiel gegen den Ball, aber gleichzeitig mehr Lösungen mit dem Ball.
Auch bei St. Pauli hat man das gesehen. In seiner ersten Bundesliga-Saison hat er die Mannschaft stabilisiert und mit nur 41 Gegentoren die Klasse gehalten. Vergangene Saison ist das Ganze dann gekippt, vor allem offensiv. Am Ende stand der Abstieg. Das ist seine Verantwortung und gehört zu seiner Bilanz.
Aber St. Pauli ist eben nicht Borussia.
Und deshalb finde ich es falsch, seine Vergangenheit einfach eins zu eins auf unsere Situation zu übertragen.
Was mir grundsätzlich an seiner Spielidee gefällt, ist, dass sie zu dem passt, was ich bei Borussia zuletzt vermisst habe: mehr Aktivität.
Ich möchte keinen Schlafwagenfußball sehen, bei dem wir irgendwie Ballbesitz haben, aber kaum Gefahr erzeugen. Ich möchte eine Mannschaft, die den Gegner auch mal früh unter Druck setzt, nach Ballverlust gegen den Ball arbeitet und nach Ballgewinn schnell nach vorne kommt.
Aber Blessin muss dabei auch zeigen, dass er flexibel genug ist. Hohes Pressing ist schön und gut, funktioniert aber nicht gegen jeden Gegner über 90 Minuten. Wenn der Gegner das Pressing überspielt, müssen wir auch andere Lösungen haben.
Und genau darauf bin ich gespannt.
Denn bei Polanski hatte ich zuletzt häufig das Gefühl, dass während eines Spiels zu wenig reagiert wurde. Wenn etwas nicht funktioniert hat, wurde es teilweise trotzdem weitergespielt. Bei Blessin möchte ich sehen, dass er ein Spiel lesen und entsprechend eingreifen kann.
Ich erwarte deshalb nicht, dass unter ihm plötzlich alles perfekt läuft.
Ich möchte aber wieder erkennen, was Borussia eigentlich spielen will.
Und dafür sollte Blessin meiner Meinung nach zunächst einmal eine faire Chance bekommen.
Nicht nach einer Trainingseinheit urteilen.
Nicht nach zehn Minuten des ersten Spiels und vielleicht auch noch nicht nach den ersten ein, zwei oder drei Spielen.
Und auch nicht einfach nur anhand des Punkteschnitts aus seiner Zeit bei St. Pauli.
Natürlich dürfen und müssen seine Arbeit und seine Ergebnisse kritisch bewertet werden. Aber erst einmal sollte er die Möglichkeit bekommen, zu zeigen, was er kann.
Wenn Blessin die Defensive stabilisiert, wieder mehr Mut und Aktivität in unser Spiel bekommt und gleichzeitig seine taktische Flexibilität zeigt, dann traue ich ihm durchaus zu, dass er uns aus dieser Situation herausführt. Und zumal offensiv sind wir bislang nicht so anfällig gewesen wie defensiv.
Der Abstieg mit St. Pauli macht mich vorsichtig. Seine vorherigen Stationen machen mich neugierig.
Und seine offenbar sehr intensive Vorbereitung auf diese Aufgabe macht mir zumindest Hoffnung, dass er richtig Bock auf Borussia hat.
Für mich ist Blessin deshalb weder der große Heilsbringer noch eine Fehlentscheidung, nur weil er gerade abgestiegen ist.
Er bekommt von mir eine faire Chance. Und die sollte meiner Meinung nach jeder bekommen, der sich in unserer jetzigen Situation für Borussia entscheidet.
Dann sehen wir, was daraus wird.
Ich war bei Alexander Blessin ehrlich gesagt vorsichtig optimistisch. Bin mittlerweile aber doch mir der Personalie ganz zufrieden, je länger ich mich mit ihm beschäftige. Ich traue ihm durchaus zu, Borussia aus dieser Situation herauszuführen. Gleichzeitig ist der Abstieg mit St. Pauli natürlich ein Punkt, den man nicht einfach ignorieren kann.
Was mich allerdings mittlerweile etwas stört, ist, dass Blessin von einigen schon abgeschrieben wird, bevor er überhaupt eine Trainingseinheit mit unserer Mannschaft absolviert hat.
"Ist abgestiegen."
"Hatte einen schlechteren Punkteschnitt als Trainer XY. vor oder nach ihm"
"Offensiv war St. Pauli schlecht."
Ja, mag alles sein. Das kann man alles sachlich anführen und natürlich auch kritisch hinterfragen und sollte man vielleicht auch. Aber daraus schon jetzt abzuleiten, dass das mit Blessin bei Borussia nichts werden kann, hat für mich nichts mit einer fairen Chance zu tun.
Ich finde, man sollte ihm zunächst einmal Respekt dafür entgegenbringen, dass er sich unserer Borussia in dieser Situation überhaupt annimmt. Er weiß schließlich, was ihn hier erwartet. Tabellenletzter, null Punkte, 16 Gegentore, Derby vor der Nase. Das ist kein gemütlicher Einstieg.
Trotzdem hat er sich für diese Aufgabe entschieden.
Und was ich so gehört habe, war Alex Blessin in den Gesprächen mit Rouven Schröder extrem gut vorbereitet. Er soll sich den Kader schon vorab sehr genau angeschaut und sich intensiv mit den einzelnen Spielern beschäftigt haben. Angeblich hat er bereits in den ersten Gesprächen aufgezeigt, welchen Plan er mit der Mannschaft verfolgt und welche Spielerprofile er wie einsetzen könnte.
Wenn das so stimmt, finde ich das durchaus bemerkenswert.
Denn dann kommt da nicht einfach einer, der sagt: "Ich habe Lust auf Bundesliga mit einem großen Traditionsverein und jetzt schauen wir mal."
Da ist offenbar von Anfang an richtig Bock auf diese Aufgabe vorhanden.
Und genau das möchte ich ihm auch zugutehalten.
Natürlich würde ich Blessin trotzdem nicht blind vertrauen. Ich finde seine bisherige Entwicklung als Trainer aber durchaus interessant.
In Oostende stand er für sehr aggressives Pressing und Gegenpressing. In Genua musste er nach dem Abstieg lernen, seine Spielidee stärker an das vorhandene Spielermaterial anzupassen. Bei Union Saint-Gilloise hat er diese Erfahrungen dann miteinander verbunden: intensives Spiel gegen den Ball, aber gleichzeitig mehr Lösungen mit dem Ball.
Auch bei St. Pauli hat man das gesehen. In seiner ersten Bundesliga-Saison hat er die Mannschaft stabilisiert und mit nur 41 Gegentoren die Klasse gehalten. Vergangene Saison ist das Ganze dann gekippt, vor allem offensiv. Am Ende stand der Abstieg. Das ist seine Verantwortung und gehört zu seiner Bilanz.
Aber St. Pauli ist eben nicht Borussia.
Und deshalb finde ich es falsch, seine Vergangenheit einfach eins zu eins auf unsere Situation zu übertragen.
Was mir grundsätzlich an seiner Spielidee gefällt, ist, dass sie zu dem passt, was ich bei Borussia zuletzt vermisst habe: mehr Aktivität.
Ich möchte keinen Schlafwagenfußball sehen, bei dem wir irgendwie Ballbesitz haben, aber kaum Gefahr erzeugen. Ich möchte eine Mannschaft, die den Gegner auch mal früh unter Druck setzt, nach Ballverlust gegen den Ball arbeitet und nach Ballgewinn schnell nach vorne kommt.
Aber Blessin muss dabei auch zeigen, dass er flexibel genug ist. Hohes Pressing ist schön und gut, funktioniert aber nicht gegen jeden Gegner über 90 Minuten. Wenn der Gegner das Pressing überspielt, müssen wir auch andere Lösungen haben.
Und genau darauf bin ich gespannt.
Denn bei Polanski hatte ich zuletzt häufig das Gefühl, dass während eines Spiels zu wenig reagiert wurde. Wenn etwas nicht funktioniert hat, wurde es teilweise trotzdem weitergespielt. Bei Blessin möchte ich sehen, dass er ein Spiel lesen und entsprechend eingreifen kann.
Ich erwarte deshalb nicht, dass unter ihm plötzlich alles perfekt läuft.
Ich möchte aber wieder erkennen, was Borussia eigentlich spielen will.
Und dafür sollte Blessin meiner Meinung nach zunächst einmal eine faire Chance bekommen.
Nicht nach einer Trainingseinheit urteilen.
Nicht nach zehn Minuten des ersten Spiels und vielleicht auch noch nicht nach den ersten ein, zwei oder drei Spielen.
Und auch nicht einfach nur anhand des Punkteschnitts aus seiner Zeit bei St. Pauli.
Natürlich dürfen und müssen seine Arbeit und seine Ergebnisse kritisch bewertet werden. Aber erst einmal sollte er die Möglichkeit bekommen, zu zeigen, was er kann.
Wenn Blessin die Defensive stabilisiert, wieder mehr Mut und Aktivität in unser Spiel bekommt und gleichzeitig seine taktische Flexibilität zeigt, dann traue ich ihm durchaus zu, dass er uns aus dieser Situation herausführt. Und zumal offensiv sind wir bislang nicht so anfällig gewesen wie defensiv.
Der Abstieg mit St. Pauli macht mich vorsichtig. Seine vorherigen Stationen machen mich neugierig.
Und seine offenbar sehr intensive Vorbereitung auf diese Aufgabe macht mir zumindest Hoffnung, dass er richtig Bock auf Borussia hat.
Für mich ist Blessin deshalb weder der große Heilsbringer noch eine Fehlentscheidung, nur weil er gerade abgestiegen ist.
Er bekommt von mir eine faire Chance. Und die sollte meiner Meinung nach jeder bekommen, der sich in unserer jetzigen Situation für Borussia entscheidet.
Dann sehen wir, was daraus wird.
Super Beitrag, und noch etwas auch für mich echt Wichtiges unter den ganzen richtigen Argumenten....
Respekt dafür, daß er sich unserer Borussia in ihrer Situation annimmt.
Ich kann das alles unterschreiben.
Und ich bin sehr gespannt auf ihn und seine Ideen.
22.09.2026 - 20:30 Uhr
Löst jetzt keine Euphorie in mir aus, aber so kann man auch nicht enttäuscht werden.
Bei Seoane war ich zuversichtlich mit ihm eine erfolgreiche Zeit zu haben, Ergebnis ist bekannt.
In diesem Sinne herzlich willkommen bei Borussia und viel Erfolg!
Bei Seoane war ich zuversichtlich mit ihm eine erfolgreiche Zeit zu haben, Ergebnis ist bekannt.
In diesem Sinne herzlich willkommen bei Borussia und viel Erfolg!
22.09.2026 - 20:49 Uhr
Zitat von iceBMG
Löst jetzt keine Euphorie in mir aus, aber so kann man auch nicht enttäuscht werden.
Bei Seoane war ich zuversichtlich mit ihm eine erfolgreiche Zeit zu haben, Ergebnis ist bekannt.
In diesem Sinne herzlich willkommen bei Borussia und viel Erfolg!
Löst jetzt keine Euphorie in mir aus, aber so kann man auch nicht enttäuscht werden.
Bei Seoane war ich zuversichtlich mit ihm eine erfolgreiche Zeit zu haben, Ergebnis ist bekannt.
In diesem Sinne herzlich willkommen bei Borussia und viel Erfolg!
Kenne ich, ich war für Hütter (heute noch), gegen Farke (lag glaube ich daneben), für Seoane (lag auch daneben) und jetzt bin ich für Blessin. Letztlich kann man alles erst später bewerten. Wir werden sehen, hoffen aber alle das Beste.
Übrigens gäbe es dem Forum Qualität wenn sich alle die vorher urteilen auch nachher ehrlich machen. Finde ich.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BenyS am 22.09.2026 um 20:58 Uhr bearbeitet
22.09.2026 - 21:11 Uhr
Wünsche ihm in seinen Handlungen alles Gute. Um uns in der 1.Liga zu halten muss er schnellsmöglichst die Defenive in Griff bekommen. Und das wird schwer genug. Klappt es nicht ist auch Rouven Schröder gescheitert. Aber wie heißt es so schön: die Hoffnung stirbt zuletzt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borussia24 am 22.09.2026 um 21:13 Uhr bearbeitet
22.09.2026 - 21:50 Uhr
auch ich hatte ursprünglich andere Wünsche als Alex Blessin. Vor genau einem Jahr dachte ich noch, als St. Pauli das Stadtderby gegen den HSV gewann, "wow, was der Trainer da herausholt". Dann kam ja leider der Einbruch. Aber nun gut. Das letzte Mal als ein Trainer so eher gemischte Gefühle bei seiner Verpflichtung auslöste, war es die beste Entscheidung, die dieser Verein in den letzten 20 Jahren treffen konnte. Favre löste ja alles andere als Euphorie aus. Aber schon im ersten Spiel konnte man Favre erkennen.
Das wünsche ich mir nun von Blessin. Was ich mir ebenso wünsche ist ein Coach, der nun das Zepter in die Hand nimmt. Ein neuer externer Coach startet immer auch anders rein als ein Interimscoach. Als Polanski befördert wurde, musste dieser sich beweisen. Musste seine Chefs von sich überzeugen und kämpfte um einen Vertrag. Dann im Anschluss den Turnaround hinzubekommen ist nie ganz einfach, so denke ich. Irgendwie bleibt man dann doch lange Zeit auch der dankbare U23-Coach, der diesen Job bekommen hat. Von einem externen Trainer, mit einem gewissen Selbstvertrauen ausgestattet wie Blessin, wünsche ich mir nun ein knallhartes Vorgehen. Alle Karten werden neu gemischt.
Das wünsche ich mir nun von Blessin. Was ich mir ebenso wünsche ist ein Coach, der nun das Zepter in die Hand nimmt. Ein neuer externer Coach startet immer auch anders rein als ein Interimscoach. Als Polanski befördert wurde, musste dieser sich beweisen. Musste seine Chefs von sich überzeugen und kämpfte um einen Vertrag. Dann im Anschluss den Turnaround hinzubekommen ist nie ganz einfach, so denke ich. Irgendwie bleibt man dann doch lange Zeit auch der dankbare U23-Coach, der diesen Job bekommen hat. Von einem externen Trainer, mit einem gewissen Selbstvertrauen ausgestattet wie Blessin, wünsche ich mir nun ein knallhartes Vorgehen. Alle Karten werden neu gemischt.
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