| Geburtsdatum | 28.05.1973 |
|---|---|
| Alter | 53 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Borussia Mönchengladbach |
Alexander Blessin [Trainer]
22.09.2026 - 14:02 Uhr
Alexander Blessin wird neuer Cheftrainer bei Borussia Mönchengladbach. Der 53-jährige Fußballlehrer erhält einen Vertrag bis 2028.
Herzlich Willkommen und ein gutes gelingen.
Herzlich Willkommen und ein gutes gelingen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BorussenUwe am 22.09.2026 um 14:17 Uhr bearbeitet
22.09.2026 - 15:22 Uhr
Es gibt Trainer, die kommen, um ein System zu installieren. Und es gibt Trainer, die kommen, um einen Verein wieder an sich selbst zu erinnern. Alexander Blessin ist der zweite Typ. Und genau deshalb ist er jetzt der Richtige für unsere Borussia.
Wer am vierten Spieltag punktlos am Tabellenende steht, hat keine Zeit für ein dreijähriges Aufbauprojekt. Der braucht jemanden, der sofort Haltung herstellt. Genau das ist Blessins Handschrift — nicht Taktiktafel-Romantik, sondern eine klare Idee davon, wie man einen Fußballplatz betritt.
Blessin hat nie den bequemen Weg genommen. RB Leipzigs Jugend, dann KV Ostende, CFC Genua, Union Saint-Gilloise, dann St. Pauli: Das ist keine Karriere, die von einem großen Namen getragen wird, sondern eine, die aus Arbeit gebaut ist. Wer in Genua und Ostende überlebt, lernt etwas, das sich nicht antrainieren lässt: unter Druck ruhig zu bleiben, wenn es keine ruhige Minute gibt.
Bei St. Pauli hat er das für mein Dafürhalten bewiesen — auf die schwierigste Art, die es gibt. Als Aufsteiger souverän den Klassenerhalt mit schmalsten Mitteln. Und dann, ein Jahr später, der Abstieg am letzten Spieltag mit einer Mannschaft, die biederer Zweitligadurchschnitt war. Wer nach so einem Moment nicht zerbricht, sondern weiter geradeaus geht, hat mehr mentale Substanz als jede Tabelle je messen kann. Er hat diese Saison nicht verwaltet, er hat sie aufgearbeitet — und er hat nie angefangen, Ausreden zu produzieren. Diese Sorte Trainer tut einem Verein wie unserem gut, in dem gerade viel geredet und wenig geliefert wurde.
Sein Satz aus dieser Zeit sitzt: „Du musst als Trainer immer vorangehen. Wenn du nicht vorangehst, wem sollen die Spieler denn folgen?" Das klingt nach Kalenderspruch, ist für mich aber seine absolute Arbeitsauffassung. Eine Mannschaft, die über Wochen nur Rückschläge sammelt, folgt nicht der besseren Ansprache — sie folgt dem, der im Training vorangeht.
Und noch zu seinem Fußball. Blessins Fußball ist kein Schönheitswettbewerb. Es ist ein Zugriff, Wucht, Mentalität. Sein Fußball tut dem Gegner weh. Seine Herkunft aus der Leipziger Schule ist unübersehbar — hohes Pressing mit klaren Laufwegen, Mittelfeldpressing mit enger Raumdeckung, schnelles Umschalten nach Ballverlust, und vor allem: die Stürmer als erste Verteidigungslinie. Der Angriff ist bei ihm keine Position, an der man sich ausruht, sondern der erste Ort, an dem das Spiel des Gegners zerstört werden soll. Bei St. Pauli war das keine Theorie. Die Datenanalyse zeigt klar, dass sein Ansatz für die Bundesliga belastbar war — und das bei einem Aufsteiger, also mit dem schwächsten Kader der Liga.
Der Unterschied in seinem Fußball ist der seiner Haltung: Statt bei knapper Führung tiefer zu stehen und das Ergebnis zu verwalten, bleiben Blessins Mannschaften nach Möglichkeit aktiv, seine Teams leisten im Regelfall großen Widerstand. Mehr progressive Pässe, mehr Risiko, mehr Spieler, die den Gegner anlocken, um dann Räume zu reißen. Vertikale Kompaktheit, alle Korridore besetzt. Das ist kein Harakiri — das ist ein kalkuliertes Risiko mit einer sehr klaren Ordnung dahinter.
Was ich noch interessant finde, ist sein Ansatz zur Motivation. Seine Motivationsmethode ist im Kern eine Absage an die klassische Kabinenrhetorik. Er glaubt nicht an den großen Anheizer-Moment, sondern an etwas Nüchterneres: Vorbild, Klarheit, Vertrauen — und die Bereitschaft, den Druck auf sich zu nehmen statt auf die Mannschaft. Dieses „Den Druck nehmen“ ist sicherlich in unserer Phase der großen Verunsicherung nicht von Nachteil.
Kurzum - von meiner Seite hat Alexander Blessin jeden möglichen Kredit, um unsere schlingernde Borussia wieder auf Kurs zu bringen.
Wer am vierten Spieltag punktlos am Tabellenende steht, hat keine Zeit für ein dreijähriges Aufbauprojekt. Der braucht jemanden, der sofort Haltung herstellt. Genau das ist Blessins Handschrift — nicht Taktiktafel-Romantik, sondern eine klare Idee davon, wie man einen Fußballplatz betritt.
Blessin hat nie den bequemen Weg genommen. RB Leipzigs Jugend, dann KV Ostende, CFC Genua, Union Saint-Gilloise, dann St. Pauli: Das ist keine Karriere, die von einem großen Namen getragen wird, sondern eine, die aus Arbeit gebaut ist. Wer in Genua und Ostende überlebt, lernt etwas, das sich nicht antrainieren lässt: unter Druck ruhig zu bleiben, wenn es keine ruhige Minute gibt.
Bei St. Pauli hat er das für mein Dafürhalten bewiesen — auf die schwierigste Art, die es gibt. Als Aufsteiger souverän den Klassenerhalt mit schmalsten Mitteln. Und dann, ein Jahr später, der Abstieg am letzten Spieltag mit einer Mannschaft, die biederer Zweitligadurchschnitt war. Wer nach so einem Moment nicht zerbricht, sondern weiter geradeaus geht, hat mehr mentale Substanz als jede Tabelle je messen kann. Er hat diese Saison nicht verwaltet, er hat sie aufgearbeitet — und er hat nie angefangen, Ausreden zu produzieren. Diese Sorte Trainer tut einem Verein wie unserem gut, in dem gerade viel geredet und wenig geliefert wurde.
Sein Satz aus dieser Zeit sitzt: „Du musst als Trainer immer vorangehen. Wenn du nicht vorangehst, wem sollen die Spieler denn folgen?" Das klingt nach Kalenderspruch, ist für mich aber seine absolute Arbeitsauffassung. Eine Mannschaft, die über Wochen nur Rückschläge sammelt, folgt nicht der besseren Ansprache — sie folgt dem, der im Training vorangeht.
Und noch zu seinem Fußball. Blessins Fußball ist kein Schönheitswettbewerb. Es ist ein Zugriff, Wucht, Mentalität. Sein Fußball tut dem Gegner weh. Seine Herkunft aus der Leipziger Schule ist unübersehbar — hohes Pressing mit klaren Laufwegen, Mittelfeldpressing mit enger Raumdeckung, schnelles Umschalten nach Ballverlust, und vor allem: die Stürmer als erste Verteidigungslinie. Der Angriff ist bei ihm keine Position, an der man sich ausruht, sondern der erste Ort, an dem das Spiel des Gegners zerstört werden soll. Bei St. Pauli war das keine Theorie. Die Datenanalyse zeigt klar, dass sein Ansatz für die Bundesliga belastbar war — und das bei einem Aufsteiger, also mit dem schwächsten Kader der Liga.
Der Unterschied in seinem Fußball ist der seiner Haltung: Statt bei knapper Führung tiefer zu stehen und das Ergebnis zu verwalten, bleiben Blessins Mannschaften nach Möglichkeit aktiv, seine Teams leisten im Regelfall großen Widerstand. Mehr progressive Pässe, mehr Risiko, mehr Spieler, die den Gegner anlocken, um dann Räume zu reißen. Vertikale Kompaktheit, alle Korridore besetzt. Das ist kein Harakiri — das ist ein kalkuliertes Risiko mit einer sehr klaren Ordnung dahinter.
Was ich noch interessant finde, ist sein Ansatz zur Motivation. Seine Motivationsmethode ist im Kern eine Absage an die klassische Kabinenrhetorik. Er glaubt nicht an den großen Anheizer-Moment, sondern an etwas Nüchterneres: Vorbild, Klarheit, Vertrauen — und die Bereitschaft, den Druck auf sich zu nehmen statt auf die Mannschaft. Dieses „Den Druck nehmen“ ist sicherlich in unserer Phase der großen Verunsicherung nicht von Nachteil.
Kurzum - von meiner Seite hat Alexander Blessin jeden möglichen Kredit, um unsere schlingernde Borussia wieder auf Kurs zu bringen.
22.09.2026 - 15:23 Uhr
Zitat von Gelöschter User
Kann jemand Auswärtsfahrten in Liga 2 empfehlen? Mit Blessin als Trainer ists ja jetzt quasi offiziell, dass wir da nächste Saison antreten werden.
In beiden Saisons bei St. Pauli weniger als 30 Tore geschossen, letzte Saison mit 26 Punkten als Letzter abgestiegen und dabei auch 60 Gegentore gefressen…
Auch bei St. Gilloise hat der nix besonderes gemacht. Karel Geraerts, ja der Karel Geraerts, hat in der Saison davor mehr Punkte geholt als Blessin und in der Saison nach Blessin ist Pocognoli mit denen Meister geworden. Also selbst da war er schlechter als sein Vorgänger und sein Nachfolger.
Bei Genoa hat er auch kein Jahr überlebt.
Ich verstehe es nicht. Das war die schlechteste Option die mit uns in Verbindung gebracht wurde und genau die wählt Schröder natürlich. Das ist wirklich der absolute Inbegriff einer Schröder-Trainerwahl. Werner, Toppmöller, Streich, Favre, Kühbauer, Titz, Steffen, Eichner, Kniat, ganz egal, gib mir irgendwen von denen. Alles ist besser als Blessin.
Und dann besitzt Schröder echt auch noch die Frechheit zu sagen, dass wir in höhere Regale greifen wollen, um uns dann den Abstiegstrainer von St. Pauli zu präsentieren? Ernsthaft? Auch wenn er von nem Journalisten suggestiv gefragt wurde, kann er da ja wenigstens irgendeine Nicht-Antwort geben anstatt einfach straight-up zu lügen und allen hier Hoffnungen zu machen auf einen Trainer, der auch wirklich was kann.
Bin echt maximal am Ende mit diesem Verein. Vor 5 1/2 Jahren warst du noch im CL Achtelfinale und jetzt steigst du sehenden Auges ab. Wir sehen uns in Fürth.
Kann jemand Auswärtsfahrten in Liga 2 empfehlen? Mit Blessin als Trainer ists ja jetzt quasi offiziell, dass wir da nächste Saison antreten werden.
In beiden Saisons bei St. Pauli weniger als 30 Tore geschossen, letzte Saison mit 26 Punkten als Letzter abgestiegen und dabei auch 60 Gegentore gefressen…
Auch bei St. Gilloise hat der nix besonderes gemacht. Karel Geraerts, ja der Karel Geraerts, hat in der Saison davor mehr Punkte geholt als Blessin und in der Saison nach Blessin ist Pocognoli mit denen Meister geworden. Also selbst da war er schlechter als sein Vorgänger und sein Nachfolger.
Bei Genoa hat er auch kein Jahr überlebt.
Ich verstehe es nicht. Das war die schlechteste Option die mit uns in Verbindung gebracht wurde und genau die wählt Schröder natürlich. Das ist wirklich der absolute Inbegriff einer Schröder-Trainerwahl. Werner, Toppmöller, Streich, Favre, Kühbauer, Titz, Steffen, Eichner, Kniat, ganz egal, gib mir irgendwen von denen. Alles ist besser als Blessin.
Und dann besitzt Schröder echt auch noch die Frechheit zu sagen, dass wir in höhere Regale greifen wollen, um uns dann den Abstiegstrainer von St. Pauli zu präsentieren? Ernsthaft? Auch wenn er von nem Journalisten suggestiv gefragt wurde, kann er da ja wenigstens irgendeine Nicht-Antwort geben anstatt einfach straight-up zu lügen und allen hier Hoffnungen zu machen auf einen Trainer, der auch wirklich was kann.
Bin echt maximal am Ende mit diesem Verein. Vor 5 1/2 Jahren warst du noch im CL Achtelfinale und jetzt steigst du sehenden Auges ab. Wir sehen uns in Fürth.
Ich denke nicht, dass eine Antwort kommt, da FakeAccount für Kritik, aber:
Bei St. Pauli hat er in der ersten Saison überragendes geleistet. So wenig Gegentore mit einem gehobenen Zweitligakader ist ein großer Erfolg.
In der zweiten Saison war er lange in ruhigen Fahrtwassern, da ist es am Ende der Saison gescheitert, was aber trotzdem bei einem Verein wie St. Pauli, den ich by the way sehr schätze, keine Überraschung ist.
Bei St Gilloise sprichst du von besseren Platzierungen, aber entscheidend ist hier doch eher die PPS:
Blessin hatte 2,07 PPS. Sein Vorgänger Geraerts hatte 2,04 PPS und ist danach fast mit Schalke abgestiegen. Sein Nachfolger ist zwar Meister geworden, hatte aber auch nur einen Schnitt von 1,91 PPS. Also beide deutlich schlechter als Blessin in seiner Saison.
Bei Genua hat er in einer Saison genommen, in der sein Vorgänger drastisch gescheitert ist in Schevchenko, er hat das Team stabilisiert und eine Serie von 7 Unentschieden am Stück geschafft, in dem das Team eben nie mehr als ein Tor bekommen hat. Finde ich beachtlich. Letztlich hat es dann nicht gereicht, an ihm lag es mMn nicht.
und deine Wünsch-dir-was Geschichte ist doch auch auf FußballManager Niveau...
Werner hat abgesagt,
Toppmöller ist viel zu offensiv für unsere Probleme und hat, wenn wir deinen Maßstab nehmen, noch weniger erreicht,
Streich wird nirgendwo mehr Trainer auf Vereinsebene, der ist nicht mal verfügbar?!,
Favre hat seine Karriere beendet, auch nicht verfügbar?!,
Kühbauer hat doch außerhalb Österreichs nichts vorzuweisen? Was prädestiniert ihn für den Posten bei uns?,
Titz hat gute Ansätze, hat aber ebenso keine Erfolge vorzuweisen, außer einen Aufstieg aus Liga 3 in 2, das ist aber nicht Bundesliga oder sonst was. Mit Hannover ist er gescheitert,
Steffen hat als Trainer nur in Elversberg funktioniert, die sind aber erst nach ihm in Liga 1 aufgestiegen, vorher und vorallem nachher ist er Sang und klanglos gescheitert, was für einen Mehrwert hätte er ggü Blessin?,
Einzig Eichner und Kniat lass ich gelten, fände ich spannende Alternativen, aber da weiß man nicht, können die Bundesliga? Können die Defensive Stabilität? Sind wir in der Position für solche Experimente? Ich denke aktuell eher nicht...
Als Fan kann ich nur sagen: Wenn du am Ende mit dem Verein bist, dann kein Problem! Tschüss, die Bayern nehmen 65 Euro für die Mitgliedschaft, Erfolge garantiert...
22.09.2026 - 15:56 Uhr
Hier nochmal 3 (positive) Kommentare von St. Pauli Fans zu Alexander Blessin (von X und Reddit):
"Es ist verrückt wie wenig Ansehen Alex hat, unser Abstieg hatte so viel mehr Gründe, das ist taktisch ein super Trainer und dazu ein Typ, der einen emotional mitnimmt. Ich gebe den Gladbachern zwei-drei Monate und dann schwärmen alle von ihm"
"Gladbach Fans haben glaube ich keine Ahnung, was für ein guter Trainer Alex Blessin ist. Hat mit St. Gilloise den belgischen Pokal gewonnen (und ist Vizemeister geworden), war vorher schonmal Trainer des Jahres in Belgien bei Oostende, und hat dann bei uns entgegen jeder Erwartungen die Liga gehalten, mit der 2. besten Abwehr der Liga. Spieler wie Noah Weisshaupt haben davon geschwärmt, wie viel Spaß bei Blessin sogar das verteidigen gemacht hat. Zudem ist er in der Lage, den Ansatz an sein eigenes Spieler Material anzupassen. Bei St. Gilles noch Mit offensivem Fußball, hat er das bei St. Pauli auf den Abstiegskampf angepasst. Gescheitert ist er dann zwar an der fehlenden individuellen Qualität bei uns (vor allem offensiv) und daran, dass er nicht mehr in der Lage war die negativspirale abzuwenden. Trotzdem halte ich ihn für einen Trainer mit internationalem Niveau, der dazu noch ein super Typ ist. PKs mit ihm sind immer 30 min Unterhaltung. Gladbach ist ein super fit für ihn und ich wette, in 2 Monaten sehen dass viele andere auch so"
"Ist leider eine gute Wahl. Nicht dass er nichts hätte besser machen können, aber sein Ruf hat unverhältnismäßig gelitten dafür, wie erwartbar ein Abstieg mit uns war. Einer der schwächsten Kader und dann auch noch absurdes Verletzungspech. Auch dass so getan wird, als wäre das bei uns seine Idealvorstellung von Fußball und nicht Pragmatismus ist absoluter Quatsch."
"Es ist verrückt wie wenig Ansehen Alex hat, unser Abstieg hatte so viel mehr Gründe, das ist taktisch ein super Trainer und dazu ein Typ, der einen emotional mitnimmt. Ich gebe den Gladbachern zwei-drei Monate und dann schwärmen alle von ihm"
"Gladbach Fans haben glaube ich keine Ahnung, was für ein guter Trainer Alex Blessin ist. Hat mit St. Gilloise den belgischen Pokal gewonnen (und ist Vizemeister geworden), war vorher schonmal Trainer des Jahres in Belgien bei Oostende, und hat dann bei uns entgegen jeder Erwartungen die Liga gehalten, mit der 2. besten Abwehr der Liga. Spieler wie Noah Weisshaupt haben davon geschwärmt, wie viel Spaß bei Blessin sogar das verteidigen gemacht hat. Zudem ist er in der Lage, den Ansatz an sein eigenes Spieler Material anzupassen. Bei St. Gilles noch Mit offensivem Fußball, hat er das bei St. Pauli auf den Abstiegskampf angepasst. Gescheitert ist er dann zwar an der fehlenden individuellen Qualität bei uns (vor allem offensiv) und daran, dass er nicht mehr in der Lage war die negativspirale abzuwenden. Trotzdem halte ich ihn für einen Trainer mit internationalem Niveau, der dazu noch ein super Typ ist. PKs mit ihm sind immer 30 min Unterhaltung. Gladbach ist ein super fit für ihn und ich wette, in 2 Monaten sehen dass viele andere auch so"
"Ist leider eine gute Wahl. Nicht dass er nichts hätte besser machen können, aber sein Ruf hat unverhältnismäßig gelitten dafür, wie erwartbar ein Abstieg mit uns war. Einer der schwächsten Kader und dann auch noch absurdes Verletzungspech. Auch dass so getan wird, als wäre das bei uns seine Idealvorstellung von Fußball und nicht Pragmatismus ist absoluter Quatsch."
22.09.2026 - 18:08 Uhr
Ich frage mich ernsthaft @BorussiArgyle mit was für Reaktionen du hier gerechnet hattest, nach deinem eigentlich sehr polemischen Beitrags zum Engagement von Alexander Blessin bei der Borussia.
Du beginnst deinen Post gleich angriffslustig mit...
"Kann jemand Auswärtsfahrten in Liga 2 empfehlen? Mit Blessin als Trainer ists ja jetzt quasi offiziell, dass wir da nächste Saison antreten werden."
Das ist doch von einer sachlichen Kritik sehr weit entfernt und eher provokant zu bewerten.
Dann folgt sofort die nächste, eigentlich nur oberflächlich betrachtete Tätigkeit von Blessin bei Union St. Gilloise...
"Auch bei St. Gilloise hat der nix besonderes gemacht. Karel Geraerts, ja der Karel Geraerts, hat in der Saison davor mehr Punkte geholt als Blessin und in der Saison nach Blessin ist Pocognoli mit denen Meister geworden. Also selbst da war er schlechter als sein Vorgänger und sein Nachfolger."
Wenn dir das ausreicht um einen Trainer Blessin zu bewerten, okay. Mir ist fehlt da Inhalt.
Weil ein anderer Trainer (Geraets) sich mit einem anderen Kader, in einer anderen Spielzeit sich besser geschlagen hat als Blessin, ist für dich ein Kriterium einen Blessin als schlechteren Trainer darzustellen?
Das funktioniert doch noch nicht einmal, wenn sich der Kader von Blessin zu Geraets Null verändert hat und zugleich auch die Kader der jeweiligen Gegner sich nicht verändert haben. Das wären dann doch zumindest relativ gleiche Voraussetzungen für eine Bewertung.
Ach ja, Tuchel holte mit den Bayern in der Saison 2022/23 ganze 71 Punkte. Nagelsmann ein Jahr früher schaffte 77 Punkte...ist Tuchel jetzt automatisch der schlechtere Trainer?
Aber gut, ich will dir deine schlechte Meinung zu Blessin nicht nehmen. Der Bursche war eben nicht deine Wahl, wie man hier ja klar erlesen kann.
Ich warte erst einmal ab wie es sich entwickelt. Für mich liest sich seine Vita erst einmal nicht so negativ.
Mit St. Pauli im ersten Jahr nicht abzusteigen war ein Erfolg. Das Ganze dann auch nur auf "Vasilj" zu reduzieren ist natürlich Unfug.
Fakt ist, Blessin hatte die zweitbeste Defensive nach den Bayern im ersten Jahr. Das war für mich auch der Grundstein für den Klassenerhalt. Auch noch wichtig, man war halt besser als 4 andere Teams. Ganz egal ob er mit der erreichten Punktzahl in früheren Spielzeiten abgestiegen wäre. Das ganze übrigens mit dem drittschlechtesten Kader...
https://www.transfermarkt.de/bundesliga/startseite/wettbewerb/L1/plus/?saison_id=2024
Aber das alles ignorierst du gänzlich und bringst so Fakten wie "Glück" oder "Vasilj".
Für dich war der Klassenerhalt von St. Pauli eben einfach, zitiere dich...
"Auch die erste Saison war auf dem Papier schwach, aber hat mit Glück zum Klassenerhalt gereicht."
Du beginnst deinen Post gleich angriffslustig mit...
"Kann jemand Auswärtsfahrten in Liga 2 empfehlen? Mit Blessin als Trainer ists ja jetzt quasi offiziell, dass wir da nächste Saison antreten werden."
Das ist doch von einer sachlichen Kritik sehr weit entfernt und eher provokant zu bewerten.
Dann folgt sofort die nächste, eigentlich nur oberflächlich betrachtete Tätigkeit von Blessin bei Union St. Gilloise...
"Auch bei St. Gilloise hat der nix besonderes gemacht. Karel Geraerts, ja der Karel Geraerts, hat in der Saison davor mehr Punkte geholt als Blessin und in der Saison nach Blessin ist Pocognoli mit denen Meister geworden. Also selbst da war er schlechter als sein Vorgänger und sein Nachfolger."
Wenn dir das ausreicht um einen Trainer Blessin zu bewerten, okay. Mir ist fehlt da Inhalt.
Weil ein anderer Trainer (Geraets) sich mit einem anderen Kader, in einer anderen Spielzeit sich besser geschlagen hat als Blessin, ist für dich ein Kriterium einen Blessin als schlechteren Trainer darzustellen?
Das funktioniert doch noch nicht einmal, wenn sich der Kader von Blessin zu Geraets Null verändert hat und zugleich auch die Kader der jeweiligen Gegner sich nicht verändert haben. Das wären dann doch zumindest relativ gleiche Voraussetzungen für eine Bewertung.
Ach ja, Tuchel holte mit den Bayern in der Saison 2022/23 ganze 71 Punkte. Nagelsmann ein Jahr früher schaffte 77 Punkte...ist Tuchel jetzt automatisch der schlechtere Trainer?
Aber gut, ich will dir deine schlechte Meinung zu Blessin nicht nehmen. Der Bursche war eben nicht deine Wahl, wie man hier ja klar erlesen kann.
Ich warte erst einmal ab wie es sich entwickelt. Für mich liest sich seine Vita erst einmal nicht so negativ.
Mit St. Pauli im ersten Jahr nicht abzusteigen war ein Erfolg. Das Ganze dann auch nur auf "Vasilj" zu reduzieren ist natürlich Unfug.
Fakt ist, Blessin hatte die zweitbeste Defensive nach den Bayern im ersten Jahr. Das war für mich auch der Grundstein für den Klassenerhalt. Auch noch wichtig, man war halt besser als 4 andere Teams. Ganz egal ob er mit der erreichten Punktzahl in früheren Spielzeiten abgestiegen wäre. Das ganze übrigens mit dem drittschlechtesten Kader...
https://www.transfermarkt.de/bundesliga/startseite/wettbewerb/L1/plus/?saison_id=2024
Aber das alles ignorierst du gänzlich und bringst so Fakten wie "Glück" oder "Vasilj".
Für dich war der Klassenerhalt von St. Pauli eben einfach, zitiere dich...
"Auch die erste Saison war auf dem Papier schwach, aber hat mit Glück zum Klassenerhalt gereicht."
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Keltenborusse am 22.09.2026 um 18:13 Uhr bearbeitet
22.09.2026 - 18:55 Uhr
Herzlich willkommen bei unserer Borussia!
Er wird von mir auf jeden Fall mein vollstes Vertrauen bekommen. Ich glaube, dass die Kombination aus ihm und unserer aktuellen Situation durchaus ein gutes Match sein kann.
Was ich allerdings etwas schade finde: Kaum ist die Entscheidung getroffen, geht bei einigen schon wieder das Nörgeln los und es wird so getan, als hätte man selbst natürlich die bessere Lösung gekannt.
Wir Fans betrachten das Ganze letztlich nur von außen und wir kennen nicht die internen Gespräche, Überlegungen und Entscheidungsprozesse, die zu einer Verpflichtung geführt haben.
Natürlich darf und soll man Entscheidungen kritisch hinterfragen. Aber wir sollten im eine faire Chance geben. Genauso wie wir es uns beispielsweise im beruflichen Kontext bei einem Firmenwechsel auch wünschen würden!!
Er wird von mir auf jeden Fall mein vollstes Vertrauen bekommen. Ich glaube, dass die Kombination aus ihm und unserer aktuellen Situation durchaus ein gutes Match sein kann.
Was ich allerdings etwas schade finde: Kaum ist die Entscheidung getroffen, geht bei einigen schon wieder das Nörgeln los und es wird so getan, als hätte man selbst natürlich die bessere Lösung gekannt.
Wir Fans betrachten das Ganze letztlich nur von außen und wir kennen nicht die internen Gespräche, Überlegungen und Entscheidungsprozesse, die zu einer Verpflichtung geführt haben.
Natürlich darf und soll man Entscheidungen kritisch hinterfragen. Aber wir sollten im eine faire Chance geben. Genauso wie wir es uns beispielsweise im beruflichen Kontext bei einem Firmenwechsel auch wünschen würden!!
22.09.2026 - 20:09 Uhr
Ersteinmal heiße ich den neuen Trainer herzlich willkommen und wünsche ihm viel Erfolg und ein gutes Gelingen bei unserer Borussia.
Man kann es drehen und wenden wie man will, aber er verdient unsere Unterstützung und Respekt für die schwere Aufgabe uns wieder in bessere Gefilde zu führen.
Die ganzen Statistiken seiner bisherigen Stationen interessieren mich persönlich gar nicht, denn es ist eigentlich immer ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.
Gefühlt sind wir auch die einzigen Fans, die sofort die Vergangenheit neuer Trainer komplett durchleuchten, ohne den Menschen, seine Arbeitsweise und seine Fähigkeiten überhaupt zu kennen und wirklich beurteilen zu können.
Lasst in doch bitte erstmal anfangen, bevor ihr ihm schon das Fell über die Ohren zieht.
Immer diese Vergleiche mit anderen Trainer…das sind alles individuelle Menschen, jeder hat seine Stärken und Schwächen. Entweder es passt oder halt nicht.
Natürlich hat es mir auch imponiert wie ein Favre jede Trainingseinheit immer und immer wieder unterbrochen hat, um Erklärungen zu vermitteln. Und auch ein Rose, der ein Menschenfänger war und alle mitreissen konnte. Und…..letztendlich sind sie alle nicht mehr da und es ist wie es ist.
Blessin wird hoffentlich eine neue Ansprache haben, den Spielern neue Dinge beibringen und hoffentlich damit erfolgreich sein.
Ich bleibe neutral, drücke ihm fest die Daumen und wünsche mir und dem Verein, dass es endlich ein Match ist und wir alle besseren Zeiten entgegen sehen können.
Man kann es drehen und wenden wie man will, aber er verdient unsere Unterstützung und Respekt für die schwere Aufgabe uns wieder in bessere Gefilde zu führen.
Die ganzen Statistiken seiner bisherigen Stationen interessieren mich persönlich gar nicht, denn es ist eigentlich immer ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.
Gefühlt sind wir auch die einzigen Fans, die sofort die Vergangenheit neuer Trainer komplett durchleuchten, ohne den Menschen, seine Arbeitsweise und seine Fähigkeiten überhaupt zu kennen und wirklich beurteilen zu können.
Lasst in doch bitte erstmal anfangen, bevor ihr ihm schon das Fell über die Ohren zieht.
Immer diese Vergleiche mit anderen Trainer…das sind alles individuelle Menschen, jeder hat seine Stärken und Schwächen. Entweder es passt oder halt nicht.
Natürlich hat es mir auch imponiert wie ein Favre jede Trainingseinheit immer und immer wieder unterbrochen hat, um Erklärungen zu vermitteln. Und auch ein Rose, der ein Menschenfänger war und alle mitreissen konnte. Und…..letztendlich sind sie alle nicht mehr da und es ist wie es ist.
Blessin wird hoffentlich eine neue Ansprache haben, den Spielern neue Dinge beibringen und hoffentlich damit erfolgreich sein.
Ich bleibe neutral, drücke ihm fest die Daumen und wünsche mir und dem Verein, dass es endlich ein Match ist und wir alle besseren Zeiten entgegen sehen können.
22.09.2026 - 20:16 Uhr
Ich war bei Alexander Blessin ehrlich gesagt vorsichtig optimistisch. Bin mittlerweile aber doch mir der Personalie ganz zufrieden, je länger ich mich mit ihm beschäftige. Ich traue ihm durchaus zu, Borussia aus dieser Situation herauszuführen. Gleichzeitig ist der Abstieg mit St. Pauli natürlich ein Punkt, den man nicht einfach ignorieren kann.
Was mich allerdings mittlerweile etwas stört, ist, dass Blessin von einigen schon abgeschrieben wird, bevor er überhaupt eine Trainingseinheit mit unserer Mannschaft absolviert hat.
"Ist abgestiegen."
"Hatte einen schlechteren Punkteschnitt als Trainer XY. vor oder nach ihm"
"Offensiv war St. Pauli schlecht."
Ja, mag alles sein. Das kann man alles sachlich anführen und natürlich auch kritisch hinterfragen und sollte man vielleicht auch. Aber daraus schon jetzt abzuleiten, dass das mit Blessin bei Borussia nichts werden kann, hat für mich nichts mit einer fairen Chance zu tun.
Ich finde, man sollte ihm zunächst einmal Respekt dafür entgegenbringen, dass er sich unserer Borussia in dieser Situation überhaupt annimmt. Er weiß schließlich, was ihn hier erwartet. Tabellenletzter, null Punkte, 16 Gegentore, Derby vor der Nase. Das ist kein gemütlicher Einstieg.
Trotzdem hat er sich für diese Aufgabe entschieden.
Und was ich so gehört habe, war Alex Blessin in den Gesprächen mit Rouven Schröder extrem gut vorbereitet. Er soll sich den Kader schon vorab sehr genau angeschaut und sich intensiv mit den einzelnen Spielern beschäftigt haben. Angeblich hat er bereits in den ersten Gesprächen aufgezeigt, welchen Plan er mit der Mannschaft verfolgt und welche Spielerprofile er wie einsetzen könnte.
Wenn das so stimmt, finde ich das durchaus bemerkenswert.
Denn dann kommt da nicht einfach einer, der sagt: "Ich habe Lust auf Bundesliga mit einem großen Traditionsverein und jetzt schauen wir mal."
Da ist offenbar von Anfang an richtig Bock auf diese Aufgabe vorhanden.
Und genau das möchte ich ihm auch zugutehalten.
Natürlich würde ich Blessin trotzdem nicht blind vertrauen. Ich finde seine bisherige Entwicklung als Trainer aber durchaus interessant.
In Oostende stand er für sehr aggressives Pressing und Gegenpressing. In Genua musste er nach dem Abstieg lernen, seine Spielidee stärker an das vorhandene Spielermaterial anzupassen. Bei Union Saint-Gilloise hat er diese Erfahrungen dann miteinander verbunden: intensives Spiel gegen den Ball, aber gleichzeitig mehr Lösungen mit dem Ball.
Auch bei St. Pauli hat man das gesehen. In seiner ersten Bundesliga-Saison hat er die Mannschaft stabilisiert und mit nur 41 Gegentoren die Klasse gehalten. Vergangene Saison ist das Ganze dann gekippt, vor allem offensiv. Am Ende stand der Abstieg. Das ist seine Verantwortung und gehört zu seiner Bilanz.
Aber St. Pauli ist eben nicht Borussia.
Und deshalb finde ich es falsch, seine Vergangenheit einfach eins zu eins auf unsere Situation zu übertragen.
Was mir grundsätzlich an seiner Spielidee gefällt, ist, dass sie zu dem passt, was ich bei Borussia zuletzt vermisst habe: mehr Aktivität.
Ich möchte keinen Schlafwagenfußball sehen, bei dem wir irgendwie Ballbesitz haben, aber kaum Gefahr erzeugen. Ich möchte eine Mannschaft, die den Gegner auch mal früh unter Druck setzt, nach Ballverlust gegen den Ball arbeitet und nach Ballgewinn schnell nach vorne kommt.
Aber Blessin muss dabei auch zeigen, dass er flexibel genug ist. Hohes Pressing ist schön und gut, funktioniert aber nicht gegen jeden Gegner über 90 Minuten. Wenn der Gegner das Pressing überspielt, müssen wir auch andere Lösungen haben.
Und genau darauf bin ich gespannt.
Denn bei Polanski hatte ich zuletzt häufig das Gefühl, dass während eines Spiels zu wenig reagiert wurde. Wenn etwas nicht funktioniert hat, wurde es teilweise trotzdem weitergespielt. Bei Blessin möchte ich sehen, dass er ein Spiel lesen und entsprechend eingreifen kann.
Ich erwarte deshalb nicht, dass unter ihm plötzlich alles perfekt läuft.
Ich möchte aber wieder erkennen, was Borussia eigentlich spielen will.
Und dafür sollte Blessin meiner Meinung nach zunächst einmal eine faire Chance bekommen.
Nicht nach einer Trainingseinheit urteilen.
Nicht nach zehn Minuten des ersten Spiels und vielleicht auch noch nicht nach den ersten ein, zwei oder drei Spielen.
Und auch nicht einfach nur anhand des Punkteschnitts aus seiner Zeit bei St. Pauli.
Natürlich dürfen und müssen seine Arbeit und seine Ergebnisse kritisch bewertet werden. Aber erst einmal sollte er die Möglichkeit bekommen, zu zeigen, was er kann.
Wenn Blessin die Defensive stabilisiert, wieder mehr Mut und Aktivität in unser Spiel bekommt und gleichzeitig seine taktische Flexibilität zeigt, dann traue ich ihm durchaus zu, dass er uns aus dieser Situation herausführt. Und zumal offensiv sind wir bislang nicht so anfällig gewesen wie defensiv.
Der Abstieg mit St. Pauli macht mich vorsichtig. Seine vorherigen Stationen machen mich neugierig.
Und seine offenbar sehr intensive Vorbereitung auf diese Aufgabe macht mir zumindest Hoffnung, dass er richtig Bock auf Borussia hat.
Für mich ist Blessin deshalb weder der große Heilsbringer noch eine Fehlentscheidung, nur weil er gerade abgestiegen ist.
Er bekommt von mir eine faire Chance. Und die sollte meiner Meinung nach jeder bekommen, der sich in unserer jetzigen Situation für Borussia entscheidet.
Dann sehen wir, was daraus wird.
Was mich allerdings mittlerweile etwas stört, ist, dass Blessin von einigen schon abgeschrieben wird, bevor er überhaupt eine Trainingseinheit mit unserer Mannschaft absolviert hat.
"Ist abgestiegen."
"Hatte einen schlechteren Punkteschnitt als Trainer XY. vor oder nach ihm"
"Offensiv war St. Pauli schlecht."
Ja, mag alles sein. Das kann man alles sachlich anführen und natürlich auch kritisch hinterfragen und sollte man vielleicht auch. Aber daraus schon jetzt abzuleiten, dass das mit Blessin bei Borussia nichts werden kann, hat für mich nichts mit einer fairen Chance zu tun.
Ich finde, man sollte ihm zunächst einmal Respekt dafür entgegenbringen, dass er sich unserer Borussia in dieser Situation überhaupt annimmt. Er weiß schließlich, was ihn hier erwartet. Tabellenletzter, null Punkte, 16 Gegentore, Derby vor der Nase. Das ist kein gemütlicher Einstieg.
Trotzdem hat er sich für diese Aufgabe entschieden.
Und was ich so gehört habe, war Alex Blessin in den Gesprächen mit Rouven Schröder extrem gut vorbereitet. Er soll sich den Kader schon vorab sehr genau angeschaut und sich intensiv mit den einzelnen Spielern beschäftigt haben. Angeblich hat er bereits in den ersten Gesprächen aufgezeigt, welchen Plan er mit der Mannschaft verfolgt und welche Spielerprofile er wie einsetzen könnte.
Wenn das so stimmt, finde ich das durchaus bemerkenswert.
Denn dann kommt da nicht einfach einer, der sagt: "Ich habe Lust auf Bundesliga mit einem großen Traditionsverein und jetzt schauen wir mal."
Da ist offenbar von Anfang an richtig Bock auf diese Aufgabe vorhanden.
Und genau das möchte ich ihm auch zugutehalten.
Natürlich würde ich Blessin trotzdem nicht blind vertrauen. Ich finde seine bisherige Entwicklung als Trainer aber durchaus interessant.
In Oostende stand er für sehr aggressives Pressing und Gegenpressing. In Genua musste er nach dem Abstieg lernen, seine Spielidee stärker an das vorhandene Spielermaterial anzupassen. Bei Union Saint-Gilloise hat er diese Erfahrungen dann miteinander verbunden: intensives Spiel gegen den Ball, aber gleichzeitig mehr Lösungen mit dem Ball.
Auch bei St. Pauli hat man das gesehen. In seiner ersten Bundesliga-Saison hat er die Mannschaft stabilisiert und mit nur 41 Gegentoren die Klasse gehalten. Vergangene Saison ist das Ganze dann gekippt, vor allem offensiv. Am Ende stand der Abstieg. Das ist seine Verantwortung und gehört zu seiner Bilanz.
Aber St. Pauli ist eben nicht Borussia.
Und deshalb finde ich es falsch, seine Vergangenheit einfach eins zu eins auf unsere Situation zu übertragen.
Was mir grundsätzlich an seiner Spielidee gefällt, ist, dass sie zu dem passt, was ich bei Borussia zuletzt vermisst habe: mehr Aktivität.
Ich möchte keinen Schlafwagenfußball sehen, bei dem wir irgendwie Ballbesitz haben, aber kaum Gefahr erzeugen. Ich möchte eine Mannschaft, die den Gegner auch mal früh unter Druck setzt, nach Ballverlust gegen den Ball arbeitet und nach Ballgewinn schnell nach vorne kommt.
Aber Blessin muss dabei auch zeigen, dass er flexibel genug ist. Hohes Pressing ist schön und gut, funktioniert aber nicht gegen jeden Gegner über 90 Minuten. Wenn der Gegner das Pressing überspielt, müssen wir auch andere Lösungen haben.
Und genau darauf bin ich gespannt.
Denn bei Polanski hatte ich zuletzt häufig das Gefühl, dass während eines Spiels zu wenig reagiert wurde. Wenn etwas nicht funktioniert hat, wurde es teilweise trotzdem weitergespielt. Bei Blessin möchte ich sehen, dass er ein Spiel lesen und entsprechend eingreifen kann.
Ich erwarte deshalb nicht, dass unter ihm plötzlich alles perfekt läuft.
Ich möchte aber wieder erkennen, was Borussia eigentlich spielen will.
Und dafür sollte Blessin meiner Meinung nach zunächst einmal eine faire Chance bekommen.
Nicht nach einer Trainingseinheit urteilen.
Nicht nach zehn Minuten des ersten Spiels und vielleicht auch noch nicht nach den ersten ein, zwei oder drei Spielen.
Und auch nicht einfach nur anhand des Punkteschnitts aus seiner Zeit bei St. Pauli.
Natürlich dürfen und müssen seine Arbeit und seine Ergebnisse kritisch bewertet werden. Aber erst einmal sollte er die Möglichkeit bekommen, zu zeigen, was er kann.
Wenn Blessin die Defensive stabilisiert, wieder mehr Mut und Aktivität in unser Spiel bekommt und gleichzeitig seine taktische Flexibilität zeigt, dann traue ich ihm durchaus zu, dass er uns aus dieser Situation herausführt. Und zumal offensiv sind wir bislang nicht so anfällig gewesen wie defensiv.
Der Abstieg mit St. Pauli macht mich vorsichtig. Seine vorherigen Stationen machen mich neugierig.
Und seine offenbar sehr intensive Vorbereitung auf diese Aufgabe macht mir zumindest Hoffnung, dass er richtig Bock auf Borussia hat.
Für mich ist Blessin deshalb weder der große Heilsbringer noch eine Fehlentscheidung, nur weil er gerade abgestiegen ist.
Er bekommt von mir eine faire Chance. Und die sollte meiner Meinung nach jeder bekommen, der sich in unserer jetzigen Situation für Borussia entscheidet.
Dann sehen wir, was daraus wird.
23.09.2026 - 00:58 Uhr
Schon Krass,was hier alles raus geholt wird um mal so richtig Dampf abzulassen. In unserer Situation, mit dem Rücken zur Wand und manche haben nichts besseres zu tun als hier mit Schnapp Atmung im sich zu beißen.
Ehrlich gesagt ist mir vollkommen egal was Blessin vorher irgendwo welchen Punkteschnitt auch immer gehabt hat. Kann sich gerne jeder dran abarbeiten, hat zum Glück überhaupt nichts mit uns und dem hier und jetzt zu tun.
Mich interessiert lediglich ob Blessin sich mit unserem Kader beschäftigt hat und entschieden hat, dass er mit ihm hier erfolgreich sein kann. Und mich interessiert noch mehr, ob der Verein in seinem Stil etwas sieht was umgesetzt werden kann, ebenfalls erfolgreich, versteht sich.
Ich wünsche ihm und uns viel Erfolg und zunächst drei Punkte im Derby!
Ehrlich gesagt ist mir vollkommen egal was Blessin vorher irgendwo welchen Punkteschnitt auch immer gehabt hat. Kann sich gerne jeder dran abarbeiten, hat zum Glück überhaupt nichts mit uns und dem hier und jetzt zu tun.
Mich interessiert lediglich ob Blessin sich mit unserem Kader beschäftigt hat und entschieden hat, dass er mit ihm hier erfolgreich sein kann. Und mich interessiert noch mehr, ob der Verein in seinem Stil etwas sieht was umgesetzt werden kann, ebenfalls erfolgreich, versteht sich.
Ich wünsche ihm und uns viel Erfolg und zunächst drei Punkte im Derby!
23.09.2026 - 01:00 Uhr
Ich bin doch zufrieden, dass es Blessin wurde. Und nicht Grammozis. Der schien mir hier hinter der dunklen Ecke zu lauern …. auch wenn ich nicht genau abschätzen kann, wie real die Bedrohung war. 😊💢
Na gut, im Ernst : Ich bin offen für Blessin. Ich habe in seiner Saison bei Oostende so einige Spiele gesehen. Nicht eben wegen ihm, sondern viel mehr wegen diesem Spieler mit dem wippenden Pferdeschweif am Kopp … Arthur Theate …. der war da noch jung und höchst interessant …. aber dass da ein deutscher Trainer erfolgreich werkelte, ist mir nicht entgangen. Und er ist bei mir seitdem nie so ganz aus dem Schirm gerutscht ….
Mit ihm haben wir nun (schon wieder) einen neuen Trainer. Dem ich ein richtig goldenes Händchen wünsche. Aber … er trifft auf einen Kader, der keine Zuversicht (bei mir) auslöst. Es ist ein Kader , der Mittelmaß darstellt, durchschnittlich ist. Hoffentlich !
Und was Blessin mit Enrique, Kompany, Gardiola und Co gemeinsam hat : er kann aus Scheizze keine Butter machen.
RS stellt ihm da nun einen Kader hin, der nicht ausgewogen ist. Mit dem Blessin nun aber irgendwie zurecht kommen muss. Defensiv. Offensiv. Hallelujah.
Und wenn am 34. Spieltag dieser Saison ein desaströses Ergebnis stehen sollte, dann wird ein Blessin (auch) dafür verantwortlich sein. Aber ganz sicher nicht allein. Sondern dann ist jeder einzelne Spieler des Kaders mit in der Verlosung. Und ein RS ebenso. Und die Vereinsführung ohnehin.
Es steht Knopf auf Spitz. Es wird spannend. Verdammt.spannend.
Na gut, im Ernst : Ich bin offen für Blessin. Ich habe in seiner Saison bei Oostende so einige Spiele gesehen. Nicht eben wegen ihm, sondern viel mehr wegen diesem Spieler mit dem wippenden Pferdeschweif am Kopp … Arthur Theate …. der war da noch jung und höchst interessant …. aber dass da ein deutscher Trainer erfolgreich werkelte, ist mir nicht entgangen. Und er ist bei mir seitdem nie so ganz aus dem Schirm gerutscht ….
Mit ihm haben wir nun (schon wieder) einen neuen Trainer. Dem ich ein richtig goldenes Händchen wünsche. Aber … er trifft auf einen Kader, der keine Zuversicht (bei mir) auslöst. Es ist ein Kader , der Mittelmaß darstellt, durchschnittlich ist. Hoffentlich !
Und was Blessin mit Enrique, Kompany, Gardiola und Co gemeinsam hat : er kann aus Scheizze keine Butter machen.
RS stellt ihm da nun einen Kader hin, der nicht ausgewogen ist. Mit dem Blessin nun aber irgendwie zurecht kommen muss. Defensiv. Offensiv. Hallelujah.
Und wenn am 34. Spieltag dieser Saison ein desaströses Ergebnis stehen sollte, dann wird ein Blessin (auch) dafür verantwortlich sein. Aber ganz sicher nicht allein. Sondern dann ist jeder einzelne Spieler des Kaders mit in der Verlosung. Und ein RS ebenso. Und die Vereinsführung ohnehin.
Es steht Knopf auf Spitz. Es wird spannend. Verdammt.spannend.
23.09.2026 - 10:54 Uhr
Ich kann Blessin so gar nicht einschätzen,
(alle anderen Trainer aber auch nicht 😄)
Ich denke, wenn es Toppmöller geworden wäre, würden wir nicht mehr 3:4 verlieren, sondern 6:9...
Mit Blessin gewinnen wir vielleicht auch hin und wieder 2:1.
Ich glaube, das wäre mir lieber
Herzlich willkommen und viel Glück
(alle anderen Trainer aber auch nicht 😄)
Ich denke, wenn es Toppmöller geworden wäre, würden wir nicht mehr 3:4 verlieren, sondern 6:9...
Mit Blessin gewinnen wir vielleicht auch hin und wieder 2:1.
Ich glaube, das wäre mir lieber
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