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Wer wird neuer Trainer?

09.05.2019 - 20:35 Uhr
Wer wird neuer Trainer? |#181
09.10.2019 - 15:13 Uhr
Also, ich könnte mit Kauczinski leben. Wenn er mit Stöver gut zusammenarbeitet, dann soll es mir recht sein. Ein gutes Verständnis, bzw. eine gute und vertrauensvolle Beziehung zum Sportchef sind für einen Trainer mit Sicherheit sehr wichtig. Da ist es auch erst einmal egal, wofür Kauczinski als Fussballlehrer eigentlich steht. Der gnadenlose Offensivfussball á la Walter ist sowieso passé und in dieser Situation auch gar nicht mehr angesagt. Mit der Verpflichtung von Stöver ist die Abkehr der Vereinsphilosophie sowieso längst vollzogen. Junge, talentierte Spieler, zu holen und mit Transfergewinn zu verkaufen, war unter Wohlgemuth gestern. Stöver ist dazu nicht der richtige Mann. Er ist eher einer, der den Blick für erfahrene Spieler hat, was auch nicht schlecht ist, und diese auch gerne holt. Das haben wir ja schon bei Peitz gesehen. Möglicherweise ist das in der aktuellen Situation sogar genau richtig. Auch ein Trainer, der eher auf die Defensive setzt, könnte in dieser Situation genau richtig sein, weil das oberste Gebot sein muss, Stabilität reinzubekommen. Fraglich ist bloss, Schubert ist an der Vermittlung dieses Wechsels ja auch mit gescheitert, ob die Mannschaft, die auf flotten und technisch anspruchsvollen Offensivfussball ausgerichtet ist, und auch so spielen will, da mitzieht? Für Veränderungen muss man schliesslich auch offen sein.

Stöver hat definitiv ein Nässchen für gute Transfers. Er hat bei Pauli gute Arbeit geleistet. Er hat Möller Daehli geholt. Er hat Diamantakos geholt. Er hat Veerman geholt.Er hat auch die Sache mit Knoll, den ich sehr gerne bei uns gesehen hätte, klar gemacht und zwar für 250 000 Euro. Da hat er ein gutes Nässchen, bzw. ein gutes Wissen, bezüglich der vertraglichen Situation gehabt. Sowieso zeigt es von Rückrad, dass er, anstatt Kauzcinsiki zu entlassen, was er nicht mitgetragen hat, lieber selbst mitgegangen ist. Er gilt ja als jemand, der an Trainern auch mal festhält. Von daher könnte ich mir vorstellen, dass Kauczinski in der Kombination mit Stöver, trotz der prekären Tabellensituation, nicht abgeneigt wäre, weil er weiss, dass er einen loyalen Partner an seiner Seite hat.

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Freiheit heißt, Leuten Dinge zu sagen, die sie nicht hören wollen.
Wer wird neuer Trainer? |#182
09.10.2019 - 17:25 Uhr
Zitat von henry78
Also, ich könnte mit Kauczinski leben. Wenn er mit Stöver gut zusammenarbeitet, dann soll es mir recht sein. Ein gutes Verständnis, bzw. eine gute und vertrauensvolle Beziehung zum Sportchef sind für einen Trainer mit Sicherheit sehr wichtig. Da ist es auch erst einmal egal, wofür Kauczinski als Fussballlehrer eigentlich steht. Der gnadenlose Offensivfussball á la Walter ist sowieso passé und in dieser Situation auch gar nicht mehr angesagt. Mit der Verpflichtung von Stöver ist die Abkehr der Vereinsphilosophie sowieso längst vollzogen. Junge, talentierte Spieler, zu holen und mit Transfergewinn zu verkaufen, war unter Wohlgemuth gestern. Stöver ist dazu nicht der richtige Mann. Er ist eher einer, der den Blick für erfahrene Spieler hat, was auch nicht schlecht ist, und diese auch gerne holt. Das haben wir ja schon bei Peitz gesehen. Möglicherweise ist das in der aktuellen Situation sogar genau richtig. Auch ein Trainer, der eher auf die Defensive setzt, könnte in dieser Situation genau richtig sein, weil das oberste Gebot sein muss, Stabilität reinzubekommen. Fraglich ist bloss, Schubert ist an der Vermittlung dieses Wechsels ja auch mit gescheitert, ob die Mannschaft, die auf flotten und technisch anspruchsvollen Offensivfussball ausgerichtet ist, und auch so spielen will, da mitzieht? Für Veränderungen muss man schliesslich auch offen sein.

Stöver hat definitiv ein Nässchen für gute Transfers. Er hat bei Pauli gute Arbeit geleistet. Er hat Möller Daehli geholt. Er hat Diamantakos geholt. Er hat Veerman geholt.Er hat auch die Sache mit Knoll, den ich sehr gerne bei uns gesehen hätte, klar gemacht und zwar für 250 000 Euro. Da hat er ein gutes Nässchen, bzw. ein gutes Wissen, bezüglich der vertraglichen Situation gehabt. Sowieso zeigt es von Rückrad, dass er, anstatt Kauzcinsiki zu entlassen, was er nicht mitgetragen hat, lieber selbst mitgegangen ist. Er gilt ja als jemand, der an Trainern auch mal festhält. Von daher könnte ich mir vorstellen, dass Kauczinski in der Kombination mit Stöver, trotz der prekären Tabellensituation, nicht abgeneigt wäre, weil er weiss, dass er einen loyalen Partner an seiner Seite hat.


Ich will die Euphorie ja nicht bremsen, aber wirklich gute Transfers gab es unter Stöver eigentlich nur zwei: Veerman & Knoll. Möller Daehli spielte schon länger bei uns und Diamantakos war ein Wunsch Kauczinskis. Stövers Trefferquote war insofern nicht unbedingt hervorragend zu nennen. Was sein Wirken bei uns ausgezeichnet hat - und das wurde bei uns durchaus kritisch gesehen - war, daß er vor allem auf Kontinuität gesetzt und auch mit (zu diesem Zeitpunkt) Wackelkandidaten langfristig verlängert hat. In Bezug auf sein Vorgehen erklärte er auch einmal explizit, daß seiner Ansicht nach die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Mannschaft darin besteht, daß sie über Jahre zusammenspielen darf.

Ich weiß nicht, inwieweit dies tatsächlich seine tiefe Überzeugung ist, es könnte aber durchaus sein - und m.M.n. auch passen -, daß mit seiner Verpflichtung die Kaderplanung wieder etwas mehr in Richtung Mannschaftsentwicklung statt Ausbildung der einzelnen Spieler tendiert (was ja den Verkauf Einzelner überhaupt nicht ausschließt). Soweit ich dies mit einem Auge aus der Ferne beurteilen kann, war ein Fehler Wohlgemuths, daß er diesen Aspekt der Kaderplanung zu sehr aus den Augen verloren und schlicht gehofft hat, daß Schubert aus den talentierten Jungs plus den Übriggebliebenen zügig eine funktionierende Mannschaft formen kann. Stöver verfolgt demgegenüber den Ansatz, daß sich die Talente in einer gefestigten Mannschaft besser entwickeln können, als wenn man ihnen gleich zu viel Verantwortung zumutet.
Wer wird neuer Trainer? |#183
09.10.2019 - 21:37 Uhr
Zitat von NoNeedToArgue
Zitat von henry78

Also, ich könnte mit Kauczinski leben. Wenn er mit Stöver gut zusammenarbeitet, dann soll es mir recht sein. Ein gutes Verständnis, bzw. eine gute und vertrauensvolle Beziehung zum Sportchef sind für einen Trainer mit Sicherheit sehr wichtig. Da ist es auch erst einmal egal, wofür Kauczinski als Fussballlehrer eigentlich steht. Der gnadenlose Offensivfussball á la Walter ist sowieso passé und in dieser Situation auch gar nicht mehr angesagt. Mit der Verpflichtung von Stöver ist die Abkehr der Vereinsphilosophie sowieso längst vollzogen. Junge, talentierte Spieler, zu holen und mit Transfergewinn zu verkaufen, war unter Wohlgemuth gestern. Stöver ist dazu nicht der richtige Mann. Er ist eher einer, der den Blick für erfahrene Spieler hat, was auch nicht schlecht ist, und diese auch gerne holt. Das haben wir ja schon bei Peitz gesehen. Möglicherweise ist das in der aktuellen Situation sogar genau richtig. Auch ein Trainer, der eher auf die Defensive setzt, könnte in dieser Situation genau richtig sein, weil das oberste Gebot sein muss, Stabilität reinzubekommen. Fraglich ist bloss, Schubert ist an der Vermittlung dieses Wechsels ja auch mit gescheitert, ob die Mannschaft, die auf flotten und technisch anspruchsvollen Offensivfussball ausgerichtet ist, und auch so spielen will, da mitzieht? Für Veränderungen muss man schliesslich auch offen sein.

Stöver hat definitiv ein Nässchen für gute Transfers. Er hat bei Pauli gute Arbeit geleistet. Er hat Möller Daehli geholt. Er hat Diamantakos geholt. Er hat Veerman geholt.Er hat auch die Sache mit Knoll, den ich sehr gerne bei uns gesehen hätte, klar gemacht und zwar für 250 000 Euro. Da hat er ein gutes Nässchen, bzw. ein gutes Wissen, bezüglich der vertraglichen Situation gehabt. Sowieso zeigt es von Rückrad, dass er, anstatt Kauzcinsiki zu entlassen, was er nicht mitgetragen hat, lieber selbst mitgegangen ist. Er gilt ja als jemand, der an Trainern auch mal festhält. Von daher könnte ich mir vorstellen, dass Kauczinski in der Kombination mit Stöver, trotz der prekären Tabellensituation, nicht abgeneigt wäre, weil er weiss, dass er einen loyalen Partner an seiner Seite hat.


Ich will die Euphorie ja nicht bremsen, aber wirklich gute Transfers gab es unter Stöver eigentlich nur zwei: Veerman & Knoll. Möller Daehli spielte schon länger bei uns und Diamantakos war ein Wunsch Kauczinskis. Stövers Trefferquote war insofern nicht unbedingt hervorragend zu nennen. Was sein Wirken bei uns ausgezeichnet hat - und das wurde bei uns durchaus kritisch gesehen - war, daß er vor allem auf Kontinuität gesetzt und auch mit (zu diesem Zeitpunkt) Wackelkandidaten langfristig verlängert hat. In Bezug auf sein Vorgehen erklärte er auch einmal explizit, daß seiner Ansicht nach die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Mannschaft darin besteht, daß sie über Jahre zusammenspielen darf.

Ich weiß nicht, inwieweit dies tatsächlich seine tiefe Überzeugung ist, es könnte aber durchaus sein - und m.M.n. auch passen -, daß mit seiner Verpflichtung die Kaderplanung wieder etwas mehr in Richtung Mannschaftsentwicklung statt Ausbildung der einzelnen Spieler tendiert (was ja den Verkauf Einzelner überhaupt nicht ausschließt). Soweit ich dies mit einem Auge aus der Ferne beurteilen kann, war ein Fehler Wohlgemuths, daß er diesen Aspekt der Kaderplanung zu sehr aus den Augen verloren und schlicht gehofft hat, daß Schubert aus den talentierten Jungs plus den Übriggebliebenen zügig eine funktionierende Mannschaft formen kann. Stöver verfolgt demgegenüber den Ansatz, daß sich die Talente in einer gefestigten Mannschaft besser entwickeln können, als wenn man ihnen gleich zu viel Verantwortung zumutet.


Stöver hat Möller Daehli doch aus einem Vertrag in Freiburg rausgekauft und fest verpflichtet, oder? Dass er vorher schon länger bei Euch war, ist klar. Allerdings war er nur ausgeliehen und hatte einen Vertrag in Freiburg. Jetzt spielt er fest bei Euch. Das ist da Stövers Leistung, dass er einen Leistungsträger aus seinem Vertrag herausgekauft hat. Auch hat er Diamantakos geholt, obwohl Kauczinski ihn eigentlich wollte. Der sportliche Leiter macht dort dann doch die Hauptarbeit in Form von Verhandlungen. Nur, weil der Trainer es will, kommt ein Spieler dann ja noch nicht. Ich finde also schon, dass er gute Transfers getätigt hat. Das hat er bei uns übrigens vorher auch. Er muss also schon ein Gespür haben. Ein blinder Laie ist er bestimmt nicht.

Zitat von NoNeedToArgue
Ich weiß nicht, inwieweit dies tatsächlich seine tiefe Überzeugung ist, es könnte aber durchaus sein - und m.M.n. auch passen -, daß mit seiner Verpflichtung die Kaderplanung wieder etwas mehr in Richtung Mannschaftsentwicklung statt Ausbildung der einzelnen Spieler tendiert (was ja den Verkauf Einzelner überhaupt nicht ausschließt).


Im Prinzip hatte es Dominik Schmidt im Sommer schon angemahnt, dass es das Ziel sein muss, Stammspieler zu halten und nicht jedes Jahr diese Umbrüche zu haben. So ist der Substanzverlust gross und die Aufbauarbeit geht jedes Jahr von Neuem los. Dass das auch für die alten Spieler, die immer wieder viele Mannschaftskollegen neu integrieren müssen, anstrengend ist, kann ich sehr gut nachvollziehen. Schmidt ist sicherlich ein verdienter Spieler, dessen Wort in der Mannschaft und im Verein sicherlich Gewicht hat-Möglicherweise waren ein Teil des Grundes, warum es zur Trennung von Fabian Wohlgemuth gekommen ist, also Differenzen in der sportlichen Ausrichtung. Das kann sein!

Es ist ja auch unbestritten, dass man diese Verkaufsstrategie nur fahren kann, wenn man ständig entsprechenden Nachschub an Spielern besorgt. Das hat er einfach nicht hingekriegt. Es wird ja, in den Kieler Nachrichten zum Beispiel, auch von eventuellen atmosphärischen Störungen geschrieben. Es könnte also sein, zwischen wem soll es in diesem Zusammenhang sonst atmosphärische Störungen geben, dass es zwischen unserem kaufmännischen Geschäftsführer, der ja die Gelder zur Verfügung stellt, und unserem Geschäftsführer Sport Differenzen gab. Möglicherweise, das ist eine Spekulation von mir, ich habe keine weiterführenden Informationen bezüglich der von Andreas Geidel in den Kieler Nachrichten aufgeführten atmosphärischen Störungen, wollte Wohlgemuth andere Spieler verpflichten und hat das Budget dafür nicht genehmigt bekommen? Das könnte ein Grund für die in den KN beschriebenen atmosphärischen Störungen sein. Letzten Endes ist man in dieser Position ja auch von anderen abhängig und wenn die Arbeit im Team nicht so funktioniert, macht das schon etwas aus. Das könnte ein Grund für die relativ unausgewogene Transferpolitik sein. Es sind alles Spekulationen von mir. Ich kann es einfach nicht glauben, dass einer wie Wohlgemuth, jetzt mal etwas überspitzt gesagt, sagt, dass er Spieler über 25 aus Prinzip nicht verpflichtet, letzte Saison hat er auch einen Lee geholt, und sein Motto ist auf einmal ist, dass die Jugend nun einmal forscht und Jugendwahn geil ist. Spieler, die jung sind und keine Erfahrung haben, sind vorallendigen billiger als Spieler, die schon eine gewisse Vita haben. Kann es also sein, dass hier strikt auf den Preis geguckt wurde? Auf jeden Fall sind die Fehler, die zu dieser Situation geführt haben, vielschichtiger und nicht nur beim Trainer zu suchen.

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Freiheit heißt, Leuten Dinge zu sagen, die sie nicht hören wollen.
Wer wird neuer Trainer? |#184
10.10.2019 - 09:44 Uhr
Zitat von henry78

Stöver hat Möller Daehli doch aus einem Vertrag in Freiburg rausgekauft und fest verpflichtet, oder? Dass er vorher schon länger bei Euch war, ist klar. Allerdings war er nur ausgeliehen und hatte einen Vertrag in Freiburg. Jetzt spielt er fest bei Euch. Das ist da Stövers Leistung, dass er einen Leistungsträger aus seinem Vertrag herausgekauft hat. Auch hat er Diamantakos geholt, obwohl Kauczinski ihn eigentlich wollte. Der sportliche Leiter macht dort dann doch die Hauptarbeit in Form von Verhandlungen. Nur, weil der Trainer es will, kommt ein Spieler dann ja noch nicht. Ich finde also schon, dass er gute Transfers getätigt hat. Das hat er bei uns übrigens vorher auch. Er muss also schon ein Gespür haben. Ein blinder Laie ist er bestimmt nicht.


Da muß ich widersprechen... MMD wollte nach seiner ersten Leihe - lang vor Stövers Zeit bei uns - bereits fest zu uns wechseln, da hat sich Streich damals quergestellt, so kam es dann auch "nur" zur erneuten Leihe. Nun ergab sich die Chance auf eine Festverpflichtung, weil MMD keine Rolle mehr bei Streich spielte, er nicht mehr verliehen werden konnte und er weiterhin zu uns wollte. Ob Stöver unter diesen Bedingungen gut verhandelt hat, finde ich nach wie vor fragwürdig: Der Spieler wollte unbedingt zu uns, war von Streich auf die Verkaufsliste gesetzt worden und hatte nur noch ein Jahr Restvertrag. Unter diesen Umständen waren die 600.000 € schon ein sehr hoher Betrag (was nicht heißt, daß er ihn nicht wert ist). Ebenso kam Diamantakos, weil er und Kauczinski sich kannten und schätzen, auch hier ging es nicht darum, den Spieler zu finden und zu überzeugen, sondern bloß um die Ablöseverhandlung (auch hier: die 300.000 waren nicht unbedingt günstig für Diamantakos damalige Situation). Insofern ist es nur in einem formellen Sinne richtig, daß sie aufgrund Stövers Entscheidung bei uns spielen.
Knoll und Veerman waren natürlich extrem starke Transfers, zumal ohne ein großes Budget für Ablösen zu haben.
Aber er hat halt auch Verlinden geholt (0 Spiele), Lankford und Bednarczyk, die beide bisher der Ankündigung Stövers (spätestens ab dieser Saison fester Kaderbestandteil sein zu können) nicht entsprechen. Dazu gibt es noch die Cause "Benatelli", wobei man ihn bisher nicht beurteilen kann und er sicherlich auch unter dem Trainerwechsel leidet.
Alles in allem waren es nicht wahnsinnig viele Transfers, die er bei uns eingetütet hat (wie gesagt, Kontinuität...), die Bilanz dabei war sicherlich nicht schlecht. Problematisch waren vor allem seine Talenteinschätzung und die zig Vertragsverlängerungen, von denen wir einerseits nun profitieren, dank gewaltiger Leistungssteigerungen unter Luhukay (Buballa, Himmelmann), die andererseits aber auch für den aufgeblähten Kader mitverantwortlich sind, teils, weil nicht mehr Leistungsträger extrem gut bezahlte langfristige Verträge haben, teils, weil praktisch jeder U23-Spieler, der unter Kauczinski zum Einsatz kam, nun einen langfristigen Profi-Vertrag hat.

Ich stehe Stövers Leistung bei uns jedenfalls sehr ambivalent gegenüber.
Generell halte ich es allerdings eh für schwierig, den Transferhistorie eines SpoDi bei verschiedenen Vereinen zu vergleichen. Zu unterschiedlich sind oft die finanziellen Gegebenheiten und die Kadersituation, die sie bei Amtsantritt vor finden. Bestes Beispiel dafür ist unser neuer SpoDi Bornemann, der sehr kurzfristig zusammen mit Luhukay sehr starke Transfers eingetütet hat, während die Nürnberger in ihm aufgrund seiner (Nicht-)Transfers immer noch einen Verantwortlichen für den Abstieg aus der ersten Liga sehen.
Wer wird neuer Trainer? |#185
10.10.2019 - 13:15 Uhr
Ich denke, so kann man es stehen lassen. Es muss passen. Das Beispiel Bornemann zeigt dies deutlich.

Was JETZT für Holstein passt, kann ich nicht einschätzen.

Mein persönlicher Favorit wäre Jens Keller. Er hat Erfahrung, hat Erfolge vorzuweisen, kann sich unterschiedlichen Gegebenheiten anpassen, bei Union war die Freistellung nicht unbedingt sportlichen Gründen geschuldet und strahlt Ruhe aus.

Dagegen spricht sicherlich der Punkt Finanzen. Holstein investiert nicht unerhebliche Teile der vorjährigen Überschüsse in das NLZ und in die Infrastruktur. Darüber hinaus sind A. Schubert und F. Wohlgemuth noch auf der Gehaltsliste. Da ist wenig Raum für einen weiteren Toptrainer, sportlichen Geschäftsführer UND die erforderlichen Zugänge in der nächsten Transferperiode.
Das darf dann jedoch nicht dazu führen, aus finanziellen Gründen auf O. Werner zu setzen. Aufgrund der Doppelbelastung, s. auch diese Woche, wäre ein neuer Trainer richtig.

Wird richtig spannend.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Noorpirat am 10.10.2019 um 13:19 Uhr bearbeitet
Wer wird neuer Trainer? |#186
22.10.2019 - 10:18 Uhr
wann trifft Stöver denn die Entscheidung, ob ein neuer Trainer kommt oder Werner bleiben darf?
Wer wird neuer Trainer? |#187
22.10.2019 - 13:08 Uhr
Zitat von Tafelberg

wann trifft Stöver denn die Entscheidung, ob ein neuer Trainer kommt oder Werner bleiben darf?


Es gibt dazu keine Wasserstandsmeldungen. Beide Seiten beteuern, dass man sich im Austausch befinde, um die bestmögliche Lösung für den Verein zu finden. Die Mannschaft hat sich inzwischen, in Form von Kapitän Hauke Wahl, nach dem Sieg in Stuttgart klar positioniert und gesagt, dass es keine Argumente mehr gegen Ole gäbe. Sie hat sich also klar für Werner ausgesprochen und damit auch Stöver signalisiert, dass sie eine Entscheidung möchte. Dass es sich hierbei um einen Alleingang von Wahl handelt, er sein Vorgehen also nicht mit den Führungsspielern und dem Mannschaftsrat abgesprochen hat, kann man wohl ausschliessen. Nach diesem Statement ist es auch zweifelhaft, ob die Mannschaft einem neuen Trainer sowieso (sofort) folgen würde, um nicht zu sagen, dass sie sich von Anfang an komplett gegen ihn stellen würde. Daran sieht man, dass Stöver etwas in der Zwickmühle steckt, weil niemand weiß, wie Ole Werner die Kombination von Abstiegskampf und Prüfungsstress im nächsten Frühjahr wegsteckt. Das ist sicherlich der Knackpunkt. Da möchte man nicht in Stövers Haut stecken.

Ich persönlich denke inzwischen, dass es das Beste wäre, gerade jetzt wo sich die Mannschaft in Form von Hauke Wahl so klar positioniert hat, dass man Werner bis zur Winterpause das Vertrauen ausspricht und dann sieht, wie es sportlich aussieht. Wenn die sportliche Situation dann angespannt ist, könnte man der Mannschaft einen Trainerwechsel sicherlich besser vermitteln. Wenn die Mannschaft sich bis dahin durch eine Siegesserie freigeschwommen hat, würde die Entscheidung pro Werner, trotz der verständlichen Einwände, sicherlich leichter fallen. So könnte man Zeit gewinnen. Im Falle der Fälle hätte ein neuer Trainer dann, je nach Situation, auch die ganze Vorbereitung Zeit, um mit der Mannschaft zu arbeiten und neue Ideen zu vermitteln.

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Freiheit heißt, Leuten Dinge zu sagen, die sie nicht hören wollen.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von henry78 am 22.10.2019 um 16:07 Uhr bearbeitet
Wer wird neuer Trainer? |#188
22.10.2019 - 17:13 Uhr
Vertrag für Ole Werner bis 31.12., nachträgliche Anpassung seiner Bezüge und die Mannschaft entsprechend der öffentlichen Äußerungen in die Pflicht nehmen. Wenn Sie ihn wollen, dann sollen Sie liefern. Bis dato ist Ruhe und wir warten die Entwicklung ab.
Damit kann ich heute gut leben.
Wer wird neuer Trainer? |#189
23.10.2019 - 20:09 Uhr
Ich weiß ja nicht wie ihr das seht, aber ich habe mich schon ein wenig gewundert wie deutlich sich die Mannschaft in der Öffentlichkeit positioniert hat. Letztendlich hat Stöver bzw. die Vereins Führung keine andere Wahl als Werner mindestens bis zum Winter das Vertrauen zu geben. Finde ich ja auch richtig, aber das hat schon was von Pistole auf die Brust. Ich kann mir gut vorstellen das die Nummer nicht so gut angekommen ist.
In letzter Zeit macht Holstein eine nicht so gute Figur, wirkt etwas chaotisch nach außen zu mindest. Das die Mannschaft sich da jetzt auch noch einreiht finde ich nicht so klug. Irgendwie denke ich das alles etwas Geräuschloser ablaufen könnte. Das würde allen besser stehen, meine ich.
Wer wird neuer Trainer? |#190
23.10.2019 - 21:39 Uhr
Zitat von Nordic75

Ich weiß ja nicht wie ihr das seht, aber ich habe mich schon ein wenig gewundert wie deutlich sich die Mannschaft in der Öffentlichkeit positioniert hat. Letztendlich hat Stöver bzw. die Vereins Führung keine andere Wahl als Werner mindestens bis zum Winter das Vertrauen zu geben. Finde ich ja auch richtig, aber das hat schon was von Pistole auf die Brust. Ich kann mir gut vorstellen das die Nummer nicht so gut angekommen ist.
In letzter Zeit macht Holstein eine nicht so gute Figur, wirkt etwas chaotisch nach außen zu mindest. Das die Mannschaft sich da jetzt auch noch einreiht finde ich nicht so klug. Irgendwie denke ich das alles etwas Geräuschloser ablaufen könnte. Das würde allen besser stehen, meine ich.


Ich habe mir in dieser Hinsicht auch schon Gedanken gemacht. Auch ich werde mal versuchen, meine Gedanken diesbezüglich niederzuschreiben. Ich betone dabei, dass es sich um meine Gedanken und Interpretierungen handelt und ich dafür keine Beweise in Form von Hintergrundinformationen habe. Es sind einfach Dinge, die ich interpretiere, bzw. ich nehme sie so auf. Das sage ich gleich mal zu Beginn. Nicht, dass jemand das in den falschen Hals bekommt.

Ich fand das Verhalten Wahls in zweierlei Hinsicht nicht gut. Erst einmal war sein Verweis auf die Verdienste Wohlgemuths, meiner Meinung nach, nicht angebracht, weil er damit interne Prozesse öffentlich macht. Er sagt, dass Wohlgemuth massgeblich Werners Installierung durchgesetzt hat, was bedeutet, dass es eine Gegenposition gab. Das wiederrum heisst, dass es einen Machtkampf gab, weil man ohne Gegenwehr auch nichts durchsetzen braucht. Wohlgemuth war der Sieger dieses Machtkampfes. Das hat in der Öffentlichkeit wirklich nichts zu suchen. Das sind Internas, die auch intern bleiben sollten, aber unser Kapitän plaudert sie über die Zeitung aus. Das kann und darf nicht sein und es darf eigentlich von Vereinsseite auch nicht toleriert werden. Das müsste eigentlich Konsequenzen haben. Das ist die eine Sache.

Die andere Sache ist, dass sich sich die Mannschaft, meiner Meinung nach, oder sind es eventuell nur einige Spieler, in der Art und Weise, wie sie sich zudem noch öffentlich verhält, zuviel rausnimmt. Die Spieler sind alle Angstellte des Vereins und haben sich in seinem Sinne zu verhalten. Sportpolitische Strömungen und Vereinsentscheidungen haben die Mannschaft nicht zu interessieren. Sie hat auf dem Platz Leistung zu bringen. Nicht mehr und nicht weniger, denn dafür werden die Spieler bezahlt. Durch ihr Vorgehen, indem sie den Weg über die Zeitung wählt, nimmt die Mannschaft hier eine fordernde, ich würde fast schon sagen aufmüpfige, Position ein. Sie übt auf die Verantwortlichen der sportlichen Geschäftsführung und der Vereinsführung regelrecht massiven Druch aus und nimmt dadurch eine Machtposition ein, die ihr eigentlich nicht zusteht, bzw. stellt das, was sie will, über das Wohl des Vereins. Ich frage mich da echt, was hinter dieser Vorgehensweise steckt? Gibt es also möglicheweise Interessen von Einzelspielern, die dahinterstehen? Für Eitelkeiten und persönliche Animositäten, wenn es sie denn gibt, darf es eigentlich keinen Platz geben. Irgendwas muss ja dahinter stecken. Auch das ist in keinster Weise hinnehmbar. Auch das kann und darf eigentlich nicht sein und es darf eigentlich von Vereinsseite auch nicht toleriert werden. Auch das müsste eigentlich von Vereinsseite Konsequenzen haben.

Eine weitere zentrale Frage, die sich mir stellt, wenn ich mir diese Art der regelrechten Inszenierung ins Gedächtnis rufe, ist, ob es hier vielleicht sogar Rädelsführer in der Mannschaft, um nicht zu sagen Stinkstiefel, gibt? Wenn ich den Eindruck habe, dass es Wortführer gibt, in diesem Sinne tritt Hauke Wahl als einer auf, dann denke ich auch gleich immer, dass es Leute, in diesem Falle Spieler, gibt, die dahinterstehen. Wenn dem so ist, müssten wir die Entlassung Schuberts möglicherweise ganz neu bewerten, da dies heissen würde, dass er möglicherweise von diesen abgesägt wurde. Auf den Charakter der Mannschaft würde dies kein gutes Licht werfen. Es soll jetzt auch keine Unterstellung sein, aber wenn ich mir dieses fordernde Bild, was die Mannschaft so abgibt, du sagst zurecht, dass sie, in Form vom Kapitän Hauke Wahl, der sportlichen Führung die Pistole auf die Brust setzt, so ins Gedächnis rufe, dann kommen mir diese Gedankengänge unweigerlich. Ob sie jetzt gerechtfertigt sind oder nicht, ist dabei eine ganz andere Frage.

Für mich ergibt sich dabei ein klares Bild. Stöver muss die Interessen des Vereins gegenüber der Mannschaft knallhart vertreten. Er darf sich durch diese öffentlichen Manöver nicht erpressen lassen und er darf auch nicht einknicken. Wenn er es für nötig hält, einen neuen Trainer zu installieren, dann muss er das tun. Es kann sein, dass sich die Mannschaft, bei diesem Bild, das ich im Moment von ihr habe, traue ich ihr das leider absolut zu, bei einem neuen Trainer mit Absicht von Anfang an gegen diesen stellt. Stöver muss dann ausfindig machen, wie die Sache gelagert ist, ob es sich wirklich um die ganze Mannschaft handelt oder ob es, wie gesagt Rädelsführer gibt, und dann muss Stöver den Stall zum Winter hin knallhart ausmisten. Rädelsführer müssten zum Beispiel knallhart entsorgt werden und dabei darf keine Rücksicht auf Namen genommen werden. Stöver muss also mit eisnerner Hand durchgekehren. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass Stöver vor einer Mammutaufgabe steht, um die er nicht zu beneiden ist. Vom Gefühl her braucht es viel mehr als nur eine gute Entscheidung auf der Trainerposition.

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Freiheit heißt, Leuten Dinge zu sagen, die sie nicht hören wollen.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von henry78 am 23.10.2019 um 22:07 Uhr bearbeitet
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