Transferdiskussionen
20.03.2020 - 17:10 Uhr
01.09.2026 - 21:54 Uhr
Zum Thema Fans und Vorstand sage ich nur:
Meinen Berechnungen nach, hatte das Team 21/22 einen Wert von rund 112 Mio - unsere teuersten Spieler waren Kerem A. mit 16,5, Marcao mit 14 und Nelsson mit 12 Mio. Wir hatten ein Transfersaldo von minus 30 Mio - wobei die beste langfristige Investition die 2 Mio für BAY waren.
Jetzt 5 Jahre später haben wir einen Kader mit einem Wet von über 400 Mio - wenn Leipzigs IV zu uns kommt. 13 Spieler mit jeweils mindestens einen Wert von mehr als 10 Mio. Man ist vier Mal Meister geworden.
In den Jahren 2011 bis 2023 hatten wir diese Europa-Bilanz: 68 Spiele (davon 14 Quali), 16-22-30 mit 67-111 Toren.
In den letzten vier Jahren: 38 Spiele (davon 8 Quali), 15-9-14 mit 67-70 Toren.
Ja, wir haben eine desolate Auswärtsbilanz in Europa.
Ja, die Niederlagen gegen Prag, Alkmaar, Ajax, Bern, Frankfurt, Monaco habe ich nicht vergessen.
Ja, die späten Transfers gehen mir voll auf den Senkel.
Ja, ich habe Angst, dass unsere Ausgaben irgendwann unüberschaubar werden.
Ja, ich hätte gerne vier türkischen Nationalspieler aus der Gala-Jugend
Ja, ich wünschte unser Trainer würde auch mal Systemwechsel betreiben und mal was wagen.
Dann denke ich aber auch an die 145 Liga-Spiele mit 115 (!!) Siegen, 18 Unentscheiden und einem Punktedurchschnitt von 2,50 (!!)
Jammern wir hier nicht auf einem sehr hohen Niveau?
Sind wir als Fans nicht auch ein wenig undankbar und haben ein Kurzzeit-Gedächtnis?
Ich warte jetzt die nächsten 25 Stunden bis zur UEFA-Liste ab und hoffe darauf, dass unsere Key-Player bei uns bleiben. In zwei Stunden schließen das Fenster in England und Spanien, so dass es soweit gut aussieht. Dann wünsche ich mir, dass alle gesund bleiben und wir nicht nur eine Mannschaft, sondern eine gute Truppe haben.
Meinen Berechnungen nach, hatte das Team 21/22 einen Wert von rund 112 Mio - unsere teuersten Spieler waren Kerem A. mit 16,5, Marcao mit 14 und Nelsson mit 12 Mio. Wir hatten ein Transfersaldo von minus 30 Mio - wobei die beste langfristige Investition die 2 Mio für BAY waren.
Jetzt 5 Jahre später haben wir einen Kader mit einem Wet von über 400 Mio - wenn Leipzigs IV zu uns kommt. 13 Spieler mit jeweils mindestens einen Wert von mehr als 10 Mio. Man ist vier Mal Meister geworden.
In den Jahren 2011 bis 2023 hatten wir diese Europa-Bilanz: 68 Spiele (davon 14 Quali), 16-22-30 mit 67-111 Toren.
In den letzten vier Jahren: 38 Spiele (davon 8 Quali), 15-9-14 mit 67-70 Toren.
Ja, wir haben eine desolate Auswärtsbilanz in Europa.
Ja, die Niederlagen gegen Prag, Alkmaar, Ajax, Bern, Frankfurt, Monaco habe ich nicht vergessen.
Ja, die späten Transfers gehen mir voll auf den Senkel.
Ja, ich habe Angst, dass unsere Ausgaben irgendwann unüberschaubar werden.
Ja, ich hätte gerne vier türkischen Nationalspieler aus der Gala-Jugend
Ja, ich wünschte unser Trainer würde auch mal Systemwechsel betreiben und mal was wagen.
Dann denke ich aber auch an die 145 Liga-Spiele mit 115 (!!) Siegen, 18 Unentscheiden und einem Punktedurchschnitt von 2,50 (!!)
Jammern wir hier nicht auf einem sehr hohen Niveau?
Sind wir als Fans nicht auch ein wenig undankbar und haben ein Kurzzeit-Gedächtnis?
Ich warte jetzt die nächsten 25 Stunden bis zur UEFA-Liste ab und hoffe darauf, dass unsere Key-Player bei uns bleiben. In zwei Stunden schließen das Fenster in England und Spanien, so dass es soweit gut aussieht. Dann wünsche ich mir, dass alle gesund bleiben und wir nicht nur eine Mannschaft, sondern eine gute Truppe haben.
01.09.2026 - 22:09 Uhr
Guter Beitrag!
Natürlich hat der Vorstand auch gute Arbeit geleistet, das bestreitet hier Keiner. Und auch Okan hat trotz seiner Kritik seinen Beitrag dazu geleistet, dass wir viermal hintereinander Meister geworden sind.
Und einige der Kritikpunkte hast du ja auch aufgezählt.
Das Problem ist nicht nur die Kritik die du aufzählst, sondern das sich auch in Zukunft nichts daran ändern wird. Und das darf nicht sein, wenn man seit 4 Saisons den Verein leitet.
Mal gucken was die letzten 25h noch bringen....ein Mittelfeldspieler ist mMn Pflicht weiterhin.
Natürlich hat der Vorstand auch gute Arbeit geleistet, das bestreitet hier Keiner. Und auch Okan hat trotz seiner Kritik seinen Beitrag dazu geleistet, dass wir viermal hintereinander Meister geworden sind.
Und einige der Kritikpunkte hast du ja auch aufgezählt.
Das Problem ist nicht nur die Kritik die du aufzählst, sondern das sich auch in Zukunft nichts daran ändern wird. Und das darf nicht sein, wenn man seit 4 Saisons den Verein leitet.
Mal gucken was die letzten 25h noch bringen....ein Mittelfeldspieler ist mMn Pflicht weiterhin.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MuSa1905 am 01.09.2026 um 22:17 Uhr bearbeitet
01.09.2026 - 22:29 Uhr
Für Deniz Gül finde ich die Konditionen insgesamt ziemlich gut. Natürlich wirken rund 10 Millionen Euro für einen Spieler dieses Profils erst einmal üppig, aber das ist mittlerweile schlicht das Resultat eines komplett aufgeblähten Marktes und zusätzlich der besonderen AR-Situation. Spieler, die diese Voraussetzungen erfüllen und gleichzeitig sportlich interessant sind, lässt sich der abgebende Verein entsprechend bezahlen. Was vor einigen Jahren vielleicht noch für zwei bis vier Millionen machbar gewesen wäre, kostet heute schnell das Vier- oder Fünffache. Schön ist das nicht, aber romantische Preisvorstellungen aus vergangenen Transferperioden helfen bei der aktuellen Kaderplanung leider auch nicht weiter.
Der entscheidende Vorteil bei Deniz ist ohnehin nicht nur das Sportliche. Er belegt keinen zusätzlichen Ausländerplatz und verschafft uns damit genau die Flexibilität, die angesichts der aktuellen Kaderkonstellation enorm wertvoll ist. Gerade weil die Registrierung inzwischen teilweise komplizierter wirkt als der eigentliche Transfer, muss man solche Faktoren zwangsläufig in die Bewertung einbeziehen.
Ich freue mich deshalb auf Deniz, würde aber gleichzeitig davor warnen, ihn jetzt zum „Icardi-Nachfolger“ hochzuschreiben. Das ist er nicht, und diese Erwartung sollte man ihm auch gar nicht erst aufladen. Er kommt nicht, um Icardi eins zu eins zu ersetzen, sondern erweitert unsere Möglichkeiten.
Du bekommst einen Stürmer, den du problemlos für die letzten 20 oder 30 Minuten bringen kannst, wenn du vorne noch einmal ein anderes Profil benötigst. Gleichzeitig kannst du in bestimmten Konstellationen BAY als Mittelstürmer einsetzen oder Rafael dort Minuten geben. Deniz muss also nicht sofort eine tragende Rolle übernehmen, damit dieser Transfer Sinn ergibt.
Gerade in den Pokalspielen ist so ein Spieler Gold wert. Da kannst du ihn ohne Bauchschmerzen von Beginn an bringen, Belastung verteilen und Spielern, die normalerweise alle drei oder vier Tage ranmüssen, eine Pause verschaffen. Über eine Saison betrachtet ist genau diese Kadertiefe irgendwann wichtiger als die Frage, ob der neue Stürmer am ersten Spieltag direkt 90 Minuten spielen könnte.
Auch die Konditionen gefallen mir. Ich bin normalerweise wirklich kein großer Freund von Weiterverkaufsbeteiligungen, weil man damit bei einer positiven Entwicklung einen Teil des zukünftigen Upsides abgibt. In diesem Fall kann ich es aber nachvollziehen. Ohne WVB wäre entweder die fixe Ablöse höher gewesen oder der Deal womöglich gar nicht zu diesen Bedingungen zustande gekommen. Dann nehme ich lieber die niedrigere Einstiegssumme und teile mir im Erfolgsfall einen Teil des späteren Gewinns. Wenn die Weiterverkaufsbeteiligung irgendwann richtig wehtut, ist im Umkehrschluss zumindest einiges mit dem Spieler richtig gelaufen.
Generell finde ich, dass der Vorstand aktuell einen sehr ordentlichen Job macht. Wenn ich dafür unbedingt eine Schulnote vergeben müsste, wäre ich ungefähr bei einer 2. Nicht jeder Transfer muss mir gefallen und nicht jede Entscheidung muss sich im Nachhinein als Volltreffer herausstellen. Entscheidend ist für mich, ob hinter den Entscheidungen eine nachvollziehbare Kaderlogik steckt. Und die erkenne ich momentan durchaus.
Die ständigen Vergleiche mit dem BVB würde ich dagegen tunlichst vermeiden. Dort herrschen völlig andere Strukturen, Hierarchien und Voraussetzungen. Man kann deren Modell besser finden, man kann unseres besser finden – darüber kann man wunderbar diskutieren. Was ich für Humbug halte, ist diese starre Vorstellung, es gäbe im Fußball genau eine funktionierende Organisationsstruktur und jeder Verein müsse sie kopieren.
Mir ist ehrlich gesagt ziemlich egal, welche Berufsbezeichnung am Ende auf der Visitenkarte desjenigen steht, der einen Transfer federführend abwickelt. Wenn Galatasaray Gardi mit bestimmten Verhandlungen beauftragt und das funktioniert, habe ich damit überhaupt kein Problem. Genauso wenig hätte ich ein Problem damit, wenn ein klassischer Sportdirektor diese Aufgaben übernimmt. Entscheidend ist nicht, ob jemand „Sportdirektor“, „Berater“ oder sonst wie heißt. Entscheidend ist, welche Qualität am Ende im Kader landet, zu welchen Konditionen sie kommt und ob das Ganze in eine übergeordnete Planung passt.
Galatasaray geht hier schlicht einen anderen Weg. Anders bedeutet aber nicht automatisch schlechter.
In diesem Zusammenhang wird beispielsweise häufig Nwaneri beim BVB genannt und darauf verwiesen, wie schnell Dortmund diesen Transfer abgewickelt habe. Das klingt natürlich hervorragend, wenn man ausschließlich die Anzahl der Tage zwischen Gerücht und Vollzug betrachtet. Nur sagt die Geschwindigkeit eines Transfers ohne dessen Ausgangslage relativ wenig über die Qualität der handelnden Personen aus.
Wenn ein Spieler bei Arsenal ohnehin keine wirkliche Perspektive mehr besitzt und der Verein grundsätzlich bereit ist, ihn abzugeben, hast du eine völlig andere Verhandlungsposition. Arsenal muss nicht wochenlang davon überzeugt werden, überhaupt über einen Abgang zu sprechen. Der Spieler muss nicht aus einer zentralen sportlichen Rolle herausgelöst werden und der abgebende Klub hat wenig Interesse daran, den Vorgang künstlich zu erschweren.
Wenn in dieser Situation mit Dortmund dann auch noch die Nummer zwei aus Deutschland anklopft, sprechen wir für den Spieler sportlich und finanziell über eine völlig andere Ausgangslage als bei vielen Angeboten aus der Türkei. Arsenal bekommt eine Lösung für einen Spieler, mit dem man ohnehin nicht mehr plant, der Spieler bleibt auf einem sehr hohen europäischen Niveau und Dortmund bekommt einen interessanten Neuzugang. Natürlich kann so etwas innerhalb weniger Tage gehen.
Das kannst du aber kaum mit einem Transfer wie Leão vergleichen. Dort musst du zunächst überhaupt den Spieler von deinem Projekt, der Liga, dem sportlichen Plan und wahrscheinlich auch vom Gesamtpaket überzeugen. Anschließend verhandelst du mit einem Klub, dessen Ausgangsposition eine völlig andere ist. Solche Deals werden nicht plötzlich besser geführt, nur weil sie drei Tage dauern, und sie werden auch nicht automatisch schlecht geführt, weil man mehrere Wochen dafür benötigt.
Transfergeschwindigkeit ist kein Qualitätsmerkmal an sich. Einen Spieler zu verpflichten, den sein Verein ohnehin abgeben möchte, ist eine völlig andere Disziplin, als einen Spieler aus einer Situation herauszulösen, in der weder Klub noch Spieler ursprünglich zwingend einen Wechsel benötigen.
Deshalb würde ich weniger darauf schauen, welcher Verein seine Pressemitteilung drei Wochen früher veröffentlicht, und mehr darauf, was am Ende des Fensters tatsächlich im Kader steht. Dann kann man immer noch beurteilen, welche Strategie funktioniert hat. Der Transfermarkt ist schließlich kein Speedrun.
Der entscheidende Vorteil bei Deniz ist ohnehin nicht nur das Sportliche. Er belegt keinen zusätzlichen Ausländerplatz und verschafft uns damit genau die Flexibilität, die angesichts der aktuellen Kaderkonstellation enorm wertvoll ist. Gerade weil die Registrierung inzwischen teilweise komplizierter wirkt als der eigentliche Transfer, muss man solche Faktoren zwangsläufig in die Bewertung einbeziehen.
Ich freue mich deshalb auf Deniz, würde aber gleichzeitig davor warnen, ihn jetzt zum „Icardi-Nachfolger“ hochzuschreiben. Das ist er nicht, und diese Erwartung sollte man ihm auch gar nicht erst aufladen. Er kommt nicht, um Icardi eins zu eins zu ersetzen, sondern erweitert unsere Möglichkeiten.
Du bekommst einen Stürmer, den du problemlos für die letzten 20 oder 30 Minuten bringen kannst, wenn du vorne noch einmal ein anderes Profil benötigst. Gleichzeitig kannst du in bestimmten Konstellationen BAY als Mittelstürmer einsetzen oder Rafael dort Minuten geben. Deniz muss also nicht sofort eine tragende Rolle übernehmen, damit dieser Transfer Sinn ergibt.
Gerade in den Pokalspielen ist so ein Spieler Gold wert. Da kannst du ihn ohne Bauchschmerzen von Beginn an bringen, Belastung verteilen und Spielern, die normalerweise alle drei oder vier Tage ranmüssen, eine Pause verschaffen. Über eine Saison betrachtet ist genau diese Kadertiefe irgendwann wichtiger als die Frage, ob der neue Stürmer am ersten Spieltag direkt 90 Minuten spielen könnte.
Auch die Konditionen gefallen mir. Ich bin normalerweise wirklich kein großer Freund von Weiterverkaufsbeteiligungen, weil man damit bei einer positiven Entwicklung einen Teil des zukünftigen Upsides abgibt. In diesem Fall kann ich es aber nachvollziehen. Ohne WVB wäre entweder die fixe Ablöse höher gewesen oder der Deal womöglich gar nicht zu diesen Bedingungen zustande gekommen. Dann nehme ich lieber die niedrigere Einstiegssumme und teile mir im Erfolgsfall einen Teil des späteren Gewinns. Wenn die Weiterverkaufsbeteiligung irgendwann richtig wehtut, ist im Umkehrschluss zumindest einiges mit dem Spieler richtig gelaufen.
Generell finde ich, dass der Vorstand aktuell einen sehr ordentlichen Job macht. Wenn ich dafür unbedingt eine Schulnote vergeben müsste, wäre ich ungefähr bei einer 2. Nicht jeder Transfer muss mir gefallen und nicht jede Entscheidung muss sich im Nachhinein als Volltreffer herausstellen. Entscheidend ist für mich, ob hinter den Entscheidungen eine nachvollziehbare Kaderlogik steckt. Und die erkenne ich momentan durchaus.
Die ständigen Vergleiche mit dem BVB würde ich dagegen tunlichst vermeiden. Dort herrschen völlig andere Strukturen, Hierarchien und Voraussetzungen. Man kann deren Modell besser finden, man kann unseres besser finden – darüber kann man wunderbar diskutieren. Was ich für Humbug halte, ist diese starre Vorstellung, es gäbe im Fußball genau eine funktionierende Organisationsstruktur und jeder Verein müsse sie kopieren.
Mir ist ehrlich gesagt ziemlich egal, welche Berufsbezeichnung am Ende auf der Visitenkarte desjenigen steht, der einen Transfer federführend abwickelt. Wenn Galatasaray Gardi mit bestimmten Verhandlungen beauftragt und das funktioniert, habe ich damit überhaupt kein Problem. Genauso wenig hätte ich ein Problem damit, wenn ein klassischer Sportdirektor diese Aufgaben übernimmt. Entscheidend ist nicht, ob jemand „Sportdirektor“, „Berater“ oder sonst wie heißt. Entscheidend ist, welche Qualität am Ende im Kader landet, zu welchen Konditionen sie kommt und ob das Ganze in eine übergeordnete Planung passt.
Galatasaray geht hier schlicht einen anderen Weg. Anders bedeutet aber nicht automatisch schlechter.
In diesem Zusammenhang wird beispielsweise häufig Nwaneri beim BVB genannt und darauf verwiesen, wie schnell Dortmund diesen Transfer abgewickelt habe. Das klingt natürlich hervorragend, wenn man ausschließlich die Anzahl der Tage zwischen Gerücht und Vollzug betrachtet. Nur sagt die Geschwindigkeit eines Transfers ohne dessen Ausgangslage relativ wenig über die Qualität der handelnden Personen aus.
Wenn ein Spieler bei Arsenal ohnehin keine wirkliche Perspektive mehr besitzt und der Verein grundsätzlich bereit ist, ihn abzugeben, hast du eine völlig andere Verhandlungsposition. Arsenal muss nicht wochenlang davon überzeugt werden, überhaupt über einen Abgang zu sprechen. Der Spieler muss nicht aus einer zentralen sportlichen Rolle herausgelöst werden und der abgebende Klub hat wenig Interesse daran, den Vorgang künstlich zu erschweren.
Wenn in dieser Situation mit Dortmund dann auch noch die Nummer zwei aus Deutschland anklopft, sprechen wir für den Spieler sportlich und finanziell über eine völlig andere Ausgangslage als bei vielen Angeboten aus der Türkei. Arsenal bekommt eine Lösung für einen Spieler, mit dem man ohnehin nicht mehr plant, der Spieler bleibt auf einem sehr hohen europäischen Niveau und Dortmund bekommt einen interessanten Neuzugang. Natürlich kann so etwas innerhalb weniger Tage gehen.
Das kannst du aber kaum mit einem Transfer wie Leão vergleichen. Dort musst du zunächst überhaupt den Spieler von deinem Projekt, der Liga, dem sportlichen Plan und wahrscheinlich auch vom Gesamtpaket überzeugen. Anschließend verhandelst du mit einem Klub, dessen Ausgangsposition eine völlig andere ist. Solche Deals werden nicht plötzlich besser geführt, nur weil sie drei Tage dauern, und sie werden auch nicht automatisch schlecht geführt, weil man mehrere Wochen dafür benötigt.
Transfergeschwindigkeit ist kein Qualitätsmerkmal an sich. Einen Spieler zu verpflichten, den sein Verein ohnehin abgeben möchte, ist eine völlig andere Disziplin, als einen Spieler aus einer Situation herauszulösen, in der weder Klub noch Spieler ursprünglich zwingend einen Wechsel benötigen.
Deshalb würde ich weniger darauf schauen, welcher Verein seine Pressemitteilung drei Wochen früher veröffentlicht, und mehr darauf, was am Ende des Fensters tatsächlich im Kader steht. Dann kann man immer noch beurteilen, welche Strategie funktioniert hat. Der Transfermarkt ist schließlich kein Speedrun.
01.09.2026 - 22:31 Uhr
Es kursieren Gerüchte, dass Nhaga ausgeliehen werden könnte an Göztepe.
Ich würde es bevorzugen, weil der Junge verdient definitiv Spielpraxis, die er bei uns unter Okan Buruk nicht bekommen wird.
Bestenfalls kriegen wir einen besseren Nhaga nächste Saison zurück.
Ich würde es bevorzugen, weil der Junge verdient definitiv Spielpraxis, die er bei uns unter Okan Buruk nicht bekommen wird.
Bestenfalls kriegen wir einen besseren Nhaga nächste Saison zurück.
01.09.2026 - 22:34 Uhr
Zitat von MuSa1905
Es kursieren Gerüchte, dass Nhaga ausgeliehen werden könnte an Göztepe.
Ich würde es bevorzugen, weil der Junge verdient definitiv Spielpraxis, die er bei uns unter Okan Buruk nicht bekommen wird.
Bestenfalls kriegen wir einen besseren Nhaga nächste Saison zurück.
Es kursieren Gerüchte, dass Nhaga ausgeliehen werden könnte an Göztepe.
Ich würde es bevorzugen, weil der Junge verdient definitiv Spielpraxis, die er bei uns unter Okan Buruk nicht bekommen wird.
Bestenfalls kriegen wir einen besseren Nhaga nächste Saison zurück.
Zur Anfang der Saison, fand ich das total sinnlos & jetzt auch, außer man holt sich einen U23 Spieler der bei uns wirklich Stamm spielen kann!
01.09.2026 - 22:35 Uhr
Zitat von MuSa1905
Okay dann formuliere ich es anders. Sie arbeiten zwar, sind aber nur bedingt erfolgreich in dem was sie tun und machen viele Fehler.
Das hat man in dieser und in der letzten Transferphase mehrfach gesehen.
__________________________________________________________
Bitshiabu wird heute um 23:45 türkischer Zeit in Istanbul sein.
Zitat von Aslankiral
Nur weil man vermutet, dass sie nicht arbeiten heißt es nicht, dass das stimmt. Denke nicht das sie jedes Jahr es schaffen, unser Team zu verstärken, wenn sie nicht arbeiten. Anstatt sie das Team jedes Jahr zu wechseln, tauschen sie punktuell.
Nur weil man vermutet, dass sie nicht arbeiten heißt es nicht, dass das stimmt. Denke nicht das sie jedes Jahr es schaffen, unser Team zu verstärken, wenn sie nicht arbeiten. Anstatt sie das Team jedes Jahr zu wechseln, tauschen sie punktuell.
Okay dann formuliere ich es anders. Sie arbeiten zwar, sind aber nur bedingt erfolgreich in dem was sie tun und machen viele Fehler.
Das hat man in dieser und in der letzten Transferphase mehrfach gesehen.
__________________________________________________________
Bitshiabu wird heute um 23:45 türkischer Zeit in Istanbul sein.
Ok kann ich dir sagen. Letztes Jahr haben wir:
1. Osimhen gekauft mit 26 Jahren und sie haben es geschafft die Finanzen dafür auf zu bringen.
2.Sane den Bayern im Verein behalten wollte mit 29 ablösefrei geholt.
3.sich gegen Ederson entschieden und Ugurcan geholt. (Im gesamt packet günstiger und wie wir alle gesehen haben besser! Dazu Türke)
4. im Winter lang geholt, der uns das 1/8 Finale gebracht hat.
5. Singo, eigentlich kein schlechter, aber die Umstände sind schlecht. (Zugegeben mMn zu viel Gehalt)
Diese Saison:
1. Leao geholt mit 27 für SAGE UND SCHREIBE 38 mio!!!
2. Batrakov geholt! Die Wichtigkeit wird sich noch zeigen. Denke das es ein sehr guter Transfer war.
3. einen nati Stürmer geholt. Der größte Unterschied zwischen uns und den Rivalen, sind die türkischen Spieler, welche uns eine bessere Breite sichern.
——————————————————————-
Sie haben die Einnahmen so erhöht, dass wir uns diese Mannschaft leisten können!!!
Sie haben genau in diesen 2 Fenstern diese Offensive erbaut.
Leao-osi-Sane
Dahinter Batrakov der in Europa noch einschlagen wird. Das ist meine Überzeugung.
Sie haben es geschafft die gesamte Mannschaft zu halten, die 1/8 Finale gespielt hat zu halten und punktuell sogar unglaublich zu verstärken.
Haben ein Team aufgebaut, welches einen Marktwert von über 400 mio hat!!! Und es ist noch etwas Zeit. Mal gucken.
Nur in den 2 transferphasen! Davor noch mehr. Natürlich gibt es auch schlechtes, aber unter dem stricht ist das übrig geblieben. Da nehme ich die schlechten Sachen gerne in Kauf!
01.09.2026 - 22:53 Uhr
Zitat von SizinCocuklar
Für Deniz Gül finde ich die Konditionen insgesamt ziemlich gut. Natürlich wirken rund 10 Millionen Euro für einen Spieler dieses Profils erst einmal üppig, aber das ist mittlerweile schlicht das Resultat eines komplett aufgeblähten Marktes und zusätzlich der besonderen AR-Situation. Spieler, die diese Voraussetzungen erfüllen und gleichzeitig sportlich interessant sind, lässt sich der abgebende Verein entsprechend bezahlen. Was vor einigen Jahren vielleicht noch für zwei bis vier Millionen machbar gewesen wäre, kostet heute schnell das Vier- oder Fünffache. Schön ist das nicht, aber romantische Preisvorstellungen aus vergangenen Transferperioden helfen bei der aktuellen Kaderplanung leider auch nicht weiter.
Der entscheidende Vorteil bei Deniz ist ohnehin nicht nur das Sportliche. Er belegt keinen zusätzlichen Ausländerplatz und verschafft uns damit genau die Flexibilität, die angesichts der aktuellen Kaderkonstellation enorm wertvoll ist. Gerade weil die Registrierung inzwischen teilweise komplizierter wirkt als der eigentliche Transfer, muss man solche Faktoren zwangsläufig in die Bewertung einbeziehen.
Ich freue mich deshalb auf Deniz, würde aber gleichzeitig davor warnen, ihn jetzt zum „Icardi-Nachfolger“ hochzuschreiben. Das ist er nicht, und diese Erwartung sollte man ihm auch gar nicht erst aufladen. Er kommt nicht, um Icardi eins zu eins zu ersetzen, sondern erweitert unsere Möglichkeiten.
Du bekommst einen Stürmer, den du problemlos für die letzten 20 oder 30 Minuten bringen kannst, wenn du vorne noch einmal ein anderes Profil benötigst. Gleichzeitig kannst du in bestimmten Konstellationen BAY als Mittelstürmer einsetzen oder Rafael dort Minuten geben. Deniz muss also nicht sofort eine tragende Rolle übernehmen, damit dieser Transfer Sinn ergibt.
Gerade in den Pokalspielen ist so ein Spieler Gold wert. Da kannst du ihn ohne Bauchschmerzen von Beginn an bringen, Belastung verteilen und Spielern, die normalerweise alle drei oder vier Tage ranmüssen, eine Pause verschaffen. Über eine Saison betrachtet ist genau diese Kadertiefe irgendwann wichtiger als die Frage, ob der neue Stürmer am ersten Spieltag direkt 90 Minuten spielen könnte.
Auch die Konditionen gefallen mir. Ich bin normalerweise wirklich kein großer Freund von Weiterverkaufsbeteiligungen, weil man damit bei einer positiven Entwicklung einen Teil des zukünftigen Upsides abgibt. In diesem Fall kann ich es aber nachvollziehen. Ohne WVB wäre entweder die fixe Ablöse höher gewesen oder der Deal womöglich gar nicht zu diesen Bedingungen zustande gekommen. Dann nehme ich lieber die niedrigere Einstiegssumme und teile mir im Erfolgsfall einen Teil des späteren Gewinns. Wenn die Weiterverkaufsbeteiligung irgendwann richtig wehtut, ist im Umkehrschluss zumindest einiges mit dem Spieler richtig gelaufen.
Generell finde ich, dass der Vorstand aktuell einen sehr ordentlichen Job macht. Wenn ich dafür unbedingt eine Schulnote vergeben müsste, wäre ich ungefähr bei einer 2. Nicht jeder Transfer muss mir gefallen und nicht jede Entscheidung muss sich im Nachhinein als Volltreffer herausstellen. Entscheidend ist für mich, ob hinter den Entscheidungen eine nachvollziehbare Kaderlogik steckt. Und die erkenne ich momentan durchaus.
Die ständigen Vergleiche mit dem BVB würde ich dagegen tunlichst vermeiden. Dort herrschen völlig andere Strukturen, Hierarchien und Voraussetzungen. Man kann deren Modell besser finden, man kann unseres besser finden – darüber kann man wunderbar diskutieren. Was ich für Humbug halte, ist diese starre Vorstellung, es gäbe im Fußball genau eine funktionierende Organisationsstruktur und jeder Verein müsse sie kopieren.
Mir ist ehrlich gesagt ziemlich egal, welche Berufsbezeichnung am Ende auf der Visitenkarte desjenigen steht, der einen Transfer federführend abwickelt. Wenn Galatasaray Gardi mit bestimmten Verhandlungen beauftragt und das funktioniert, habe ich damit überhaupt kein Problem. Genauso wenig hätte ich ein Problem damit, wenn ein klassischer Sportdirektor diese Aufgaben übernimmt. Entscheidend ist nicht, ob jemand „Sportdirektor“, „Berater“ oder sonst wie heißt. Entscheidend ist, welche Qualität am Ende im Kader landet, zu welchen Konditionen sie kommt und ob das Ganze in eine übergeordnete Planung passt.
Galatasaray geht hier schlicht einen anderen Weg. Anders bedeutet aber nicht automatisch schlechter.
In diesem Zusammenhang wird beispielsweise häufig Nwaneri beim BVB genannt und darauf verwiesen, wie schnell Dortmund diesen Transfer abgewickelt habe. Das klingt natürlich hervorragend, wenn man ausschließlich die Anzahl der Tage zwischen Gerücht und Vollzug betrachtet. Nur sagt die Geschwindigkeit eines Transfers ohne dessen Ausgangslage relativ wenig über die Qualität der handelnden Personen aus.
Wenn ein Spieler bei Arsenal ohnehin keine wirkliche Perspektive mehr besitzt und der Verein grundsätzlich bereit ist, ihn abzugeben, hast du eine völlig andere Verhandlungsposition. Arsenal muss nicht wochenlang davon überzeugt werden, überhaupt über einen Abgang zu sprechen. Der Spieler muss nicht aus einer zentralen sportlichen Rolle herausgelöst werden und der abgebende Klub hat wenig Interesse daran, den Vorgang künstlich zu erschweren.
Wenn in dieser Situation mit Dortmund dann auch noch die Nummer zwei aus Deutschland anklopft, sprechen wir für den Spieler sportlich und finanziell über eine völlig andere Ausgangslage als bei vielen Angeboten aus der Türkei. Arsenal bekommt eine Lösung für einen Spieler, mit dem man ohnehin nicht mehr plant, der Spieler bleibt auf einem sehr hohen europäischen Niveau und Dortmund bekommt einen interessanten Neuzugang. Natürlich kann so etwas innerhalb weniger Tage gehen.
Das kannst du aber kaum mit einem Transfer wie Leão vergleichen. Dort musst du zunächst überhaupt den Spieler von deinem Projekt, der Liga, dem sportlichen Plan und wahrscheinlich auch vom Gesamtpaket überzeugen. Anschließend verhandelst du mit einem Klub, dessen Ausgangsposition eine völlig andere ist. Solche Deals werden nicht plötzlich besser geführt, nur weil sie drei Tage dauern, und sie werden auch nicht automatisch schlecht geführt, weil man mehrere Wochen dafür benötigt.
Transfergeschwindigkeit ist kein Qualitätsmerkmal an sich. Einen Spieler zu verpflichten, den sein Verein ohnehin abgeben möchte, ist eine völlig andere Disziplin, als einen Spieler aus einer Situation herauszulösen, in der weder Klub noch Spieler ursprünglich zwingend einen Wechsel benötigen.
Deshalb würde ich weniger darauf schauen, welcher Verein seine Pressemitteilung drei Wochen früher veröffentlicht, und mehr darauf, was am Ende des Fensters tatsächlich im Kader steht. Dann kann man immer noch beurteilen, welche Strategie funktioniert hat. Der Transfermarkt ist schließlich kein Speedrun.
Für Deniz Gül finde ich die Konditionen insgesamt ziemlich gut. Natürlich wirken rund 10 Millionen Euro für einen Spieler dieses Profils erst einmal üppig, aber das ist mittlerweile schlicht das Resultat eines komplett aufgeblähten Marktes und zusätzlich der besonderen AR-Situation. Spieler, die diese Voraussetzungen erfüllen und gleichzeitig sportlich interessant sind, lässt sich der abgebende Verein entsprechend bezahlen. Was vor einigen Jahren vielleicht noch für zwei bis vier Millionen machbar gewesen wäre, kostet heute schnell das Vier- oder Fünffache. Schön ist das nicht, aber romantische Preisvorstellungen aus vergangenen Transferperioden helfen bei der aktuellen Kaderplanung leider auch nicht weiter.
Der entscheidende Vorteil bei Deniz ist ohnehin nicht nur das Sportliche. Er belegt keinen zusätzlichen Ausländerplatz und verschafft uns damit genau die Flexibilität, die angesichts der aktuellen Kaderkonstellation enorm wertvoll ist. Gerade weil die Registrierung inzwischen teilweise komplizierter wirkt als der eigentliche Transfer, muss man solche Faktoren zwangsläufig in die Bewertung einbeziehen.
Ich freue mich deshalb auf Deniz, würde aber gleichzeitig davor warnen, ihn jetzt zum „Icardi-Nachfolger“ hochzuschreiben. Das ist er nicht, und diese Erwartung sollte man ihm auch gar nicht erst aufladen. Er kommt nicht, um Icardi eins zu eins zu ersetzen, sondern erweitert unsere Möglichkeiten.
Du bekommst einen Stürmer, den du problemlos für die letzten 20 oder 30 Minuten bringen kannst, wenn du vorne noch einmal ein anderes Profil benötigst. Gleichzeitig kannst du in bestimmten Konstellationen BAY als Mittelstürmer einsetzen oder Rafael dort Minuten geben. Deniz muss also nicht sofort eine tragende Rolle übernehmen, damit dieser Transfer Sinn ergibt.
Gerade in den Pokalspielen ist so ein Spieler Gold wert. Da kannst du ihn ohne Bauchschmerzen von Beginn an bringen, Belastung verteilen und Spielern, die normalerweise alle drei oder vier Tage ranmüssen, eine Pause verschaffen. Über eine Saison betrachtet ist genau diese Kadertiefe irgendwann wichtiger als die Frage, ob der neue Stürmer am ersten Spieltag direkt 90 Minuten spielen könnte.
Auch die Konditionen gefallen mir. Ich bin normalerweise wirklich kein großer Freund von Weiterverkaufsbeteiligungen, weil man damit bei einer positiven Entwicklung einen Teil des zukünftigen Upsides abgibt. In diesem Fall kann ich es aber nachvollziehen. Ohne WVB wäre entweder die fixe Ablöse höher gewesen oder der Deal womöglich gar nicht zu diesen Bedingungen zustande gekommen. Dann nehme ich lieber die niedrigere Einstiegssumme und teile mir im Erfolgsfall einen Teil des späteren Gewinns. Wenn die Weiterverkaufsbeteiligung irgendwann richtig wehtut, ist im Umkehrschluss zumindest einiges mit dem Spieler richtig gelaufen.
Generell finde ich, dass der Vorstand aktuell einen sehr ordentlichen Job macht. Wenn ich dafür unbedingt eine Schulnote vergeben müsste, wäre ich ungefähr bei einer 2. Nicht jeder Transfer muss mir gefallen und nicht jede Entscheidung muss sich im Nachhinein als Volltreffer herausstellen. Entscheidend ist für mich, ob hinter den Entscheidungen eine nachvollziehbare Kaderlogik steckt. Und die erkenne ich momentan durchaus.
Die ständigen Vergleiche mit dem BVB würde ich dagegen tunlichst vermeiden. Dort herrschen völlig andere Strukturen, Hierarchien und Voraussetzungen. Man kann deren Modell besser finden, man kann unseres besser finden – darüber kann man wunderbar diskutieren. Was ich für Humbug halte, ist diese starre Vorstellung, es gäbe im Fußball genau eine funktionierende Organisationsstruktur und jeder Verein müsse sie kopieren.
Mir ist ehrlich gesagt ziemlich egal, welche Berufsbezeichnung am Ende auf der Visitenkarte desjenigen steht, der einen Transfer federführend abwickelt. Wenn Galatasaray Gardi mit bestimmten Verhandlungen beauftragt und das funktioniert, habe ich damit überhaupt kein Problem. Genauso wenig hätte ich ein Problem damit, wenn ein klassischer Sportdirektor diese Aufgaben übernimmt. Entscheidend ist nicht, ob jemand „Sportdirektor“, „Berater“ oder sonst wie heißt. Entscheidend ist, welche Qualität am Ende im Kader landet, zu welchen Konditionen sie kommt und ob das Ganze in eine übergeordnete Planung passt.
Galatasaray geht hier schlicht einen anderen Weg. Anders bedeutet aber nicht automatisch schlechter.
In diesem Zusammenhang wird beispielsweise häufig Nwaneri beim BVB genannt und darauf verwiesen, wie schnell Dortmund diesen Transfer abgewickelt habe. Das klingt natürlich hervorragend, wenn man ausschließlich die Anzahl der Tage zwischen Gerücht und Vollzug betrachtet. Nur sagt die Geschwindigkeit eines Transfers ohne dessen Ausgangslage relativ wenig über die Qualität der handelnden Personen aus.
Wenn ein Spieler bei Arsenal ohnehin keine wirkliche Perspektive mehr besitzt und der Verein grundsätzlich bereit ist, ihn abzugeben, hast du eine völlig andere Verhandlungsposition. Arsenal muss nicht wochenlang davon überzeugt werden, überhaupt über einen Abgang zu sprechen. Der Spieler muss nicht aus einer zentralen sportlichen Rolle herausgelöst werden und der abgebende Klub hat wenig Interesse daran, den Vorgang künstlich zu erschweren.
Wenn in dieser Situation mit Dortmund dann auch noch die Nummer zwei aus Deutschland anklopft, sprechen wir für den Spieler sportlich und finanziell über eine völlig andere Ausgangslage als bei vielen Angeboten aus der Türkei. Arsenal bekommt eine Lösung für einen Spieler, mit dem man ohnehin nicht mehr plant, der Spieler bleibt auf einem sehr hohen europäischen Niveau und Dortmund bekommt einen interessanten Neuzugang. Natürlich kann so etwas innerhalb weniger Tage gehen.
Das kannst du aber kaum mit einem Transfer wie Leão vergleichen. Dort musst du zunächst überhaupt den Spieler von deinem Projekt, der Liga, dem sportlichen Plan und wahrscheinlich auch vom Gesamtpaket überzeugen. Anschließend verhandelst du mit einem Klub, dessen Ausgangsposition eine völlig andere ist. Solche Deals werden nicht plötzlich besser geführt, nur weil sie drei Tage dauern, und sie werden auch nicht automatisch schlecht geführt, weil man mehrere Wochen dafür benötigt.
Transfergeschwindigkeit ist kein Qualitätsmerkmal an sich. Einen Spieler zu verpflichten, den sein Verein ohnehin abgeben möchte, ist eine völlig andere Disziplin, als einen Spieler aus einer Situation herauszulösen, in der weder Klub noch Spieler ursprünglich zwingend einen Wechsel benötigen.
Deshalb würde ich weniger darauf schauen, welcher Verein seine Pressemitteilung drei Wochen früher veröffentlicht, und mehr darauf, was am Ende des Fensters tatsächlich im Kader steht. Dann kann man immer noch beurteilen, welche Strategie funktioniert hat. Der Transfermarkt ist schließlich kein Speedrun.
Sehr guter Beitrag, gefällt mir sehr. Möchte sogar behaupten, jemanden schnell zu holen ist eine schlechtere Arbeit. Weil wie funktioniert das? Du gehst und fragst einen Verein und den Manager, wieviel und was die verlangen. Die Antwort kommt, „xyz‘! Du sagst ok hier und hast ihn! Nur weil man sich nun schnell geeinigt hat, heißt das nicht das man gut gearbeitet hat.
Wenn wir am Anfang Leao für sagen wir irgendwas zwischen 50-55 mio geholt hätte, würden einige denken „Tolle Arbeit innerhalb einer Woche Leao für 55 geholt und das noch vor august“ aber wenn man ihn jetzt für 38 mio holt, haben die Leute einen bitteren Beigeschmack, nur weil sie selber kein Geduld haben.
01.09.2026 - 23:37 Uhr
Zitat von SarIYer
Zur Anfang der Saison, fand ich das total sinnlos & jetzt auch, außer man holt sich einen U23 Spieler der bei uns wirklich Stamm spielen kann!
Zitat von MuSa1905
Es kursieren Gerüchte, dass Nhaga ausgeliehen werden könnte an Göztepe.
Ich würde es bevorzugen, weil der Junge verdient definitiv Spielpraxis, die er bei uns unter Okan Buruk nicht bekommen wird.
Bestenfalls kriegen wir einen besseren Nhaga nächste Saison zurück.
Es kursieren Gerüchte, dass Nhaga ausgeliehen werden könnte an Göztepe.
Ich würde es bevorzugen, weil der Junge verdient definitiv Spielpraxis, die er bei uns unter Okan Buruk nicht bekommen wird.
Bestenfalls kriegen wir einen besseren Nhaga nächste Saison zurück.
Zur Anfang der Saison, fand ich das total sinnlos & jetzt auch, außer man holt sich einen U23 Spieler der bei uns wirklich Stamm spielen kann!
Wieso?
Ist doch besser wenn er bei uns kaum Spielpraxis bekommt.
01.09.2026 - 23:51 Uhr
Zitat von MuSa1905
Wieso?
Ist doch besser wenn er bei uns kaum Spielpraxis bekommt.
Zitat von SarIYer
Zur Anfang der Saison, fand ich das total sinnlos & jetzt auch, außer man holt sich einen U23 Spieler der bei uns wirklich Stamm spielen kann!
Zitat von MuSa1905
Es kursieren Gerüchte, dass Nhaga ausgeliehen werden könnte an Göztepe.
Ich würde es bevorzugen, weil der Junge verdient definitiv Spielpraxis, die er bei uns unter Okan Buruk nicht bekommen wird.
Bestenfalls kriegen wir einen besseren Nhaga nächste Saison zurück.
Es kursieren Gerüchte, dass Nhaga ausgeliehen werden könnte an Göztepe.
Ich würde es bevorzugen, weil der Junge verdient definitiv Spielpraxis, die er bei uns unter Okan Buruk nicht bekommen wird.
Bestenfalls kriegen wir einen besseren Nhaga nächste Saison zurück.
Zur Anfang der Saison, fand ich das total sinnlos & jetzt auch, außer man holt sich einen U23 Spieler der bei uns wirklich Stamm spielen kann!
Wieso?
Ist doch besser wenn er bei uns kaum Spielpraxis bekommt.
Muhsa, lieber hab ich Nhaga für diese Saison zur Verfügung, wenn einige 6/8er von uns Cöp sind, dass er dann zum Einsatz kommt als keinen neuen U23 6/8er…
Seni bi Siqqqqqiummmmi 🤪🤪🤪🤪 Spaß hab dich lieb
01.09.2026 - 23:55 Uhr
Man löst mit Nelsson den Vertrag auf und er wechselt ablösefrei zum FC Nordsjælland.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MuSa1905 am 01.09.2026 um 23:55 Uhr bearbeitet
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