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Tomas Cvancara
Geburtsdatum 13.08.2000
Alter 26
Nat. Tschechien  Tschechien
Größe 1,90m
Leihende 30.06.2027
Position Mittelstürmer
Fuß rechts
Akt. Verein FC Hradec Kralove

Leistungsdaten: 26/27

Wettbewerbwettbewerb
Insgesamt 511
411
1--
---
---

Tomas Cvancara [31]

14.07.2023 - 17:01 Uhr
Tomas Cvancara [31] |#2621
04.09.2026 - 12:14 Uhr
und im Grunde ist das ja auch total gut so. Cvancara will spielen und nicht nur auf der Bank versauern. Schon die Leihe in die Türkei war ja irgendwie ernüchternd, also allein von der Wahl des Vereins. Einfach, weil er spielen wollte und nicht hinter Kleindienst hinten anstehen wollte. Im Grunde ist also Cvancaras Einstellung insofern genau die richtige. Und ich denke, es ist letztlich ein schmaler Grad zwischen Ehrgeiz und Selbstvertrauen der beste Stürmer zu sein und fehlender Akzeptanz, aktuell eben nicht der beste Stürmer im Kader zu sein.

Diese Personalie ist schon eine sehr traurige. Ich war damals überhaupt nicht so begeistert, da ich seine Bilanz von vorher nicht sooo atemberaubend fand und na klar, tschechische Liga usw. Aber als er dann in den Testspielen sich derart stark präsentierte, bekam ich auch eine leichte Euphorie. Dann war ja auch sein Start bei uns in die Bundesliga unglaublich. 2 Tore in diesem wilden Spiel in Augsburg. Noch vielsagender fand ich aber, dass er sich traut, in Minute 95 dann den Elfmeter zum Remis zu schießen. Der Kerl platzte nur so vor Selbstvertrauen. Leider hatten wir dann auch das Pech unter Seoane mit dem neuen Kader ohne Thuram, Stindl, Hofmann etc. dann nach Augsburg Spiel nicht zu Hause gegen Heidenheim oder Wolfsburg zu spielen, nein sondern gegen das später so übermächtige Leverkusen und direkt darauf Bayern, ebenso zu Hause. Das war schon auch ein schlechtes Momentum. Zweimal zu Hause verloren. Einmal chancenlos, einmal mit Pech. Doch selbst dann traf er in Darmstadt daraufhin erneut. Eigentlich alles gut soweit. Es kamen die ersten kleinen Verletzungen, dann sogar noch ein Tor gegen Wolfsburg. vier Tore in 11 Bundesligaspielen, klingt erstmal alles nicht so schlecht. Dann aber folgte die Verletzungspause, die dann ja bis in den März hineinging. Im Anschluss ging bei uns ja auch nahezu nichts mehr zusammen und so ging man dann in die Sommerpause. Irgendwie hatte man aber hier das Gefühl, dass er eigentlich richtig gut ist, aber der Rhythmus fehlte.

Mit der Verpflichtung von Kleindienst änderte sich dann natürlich vieles. Cvancara war klarer Back-Up, kam höchstens für wenige Minuten als Joker oder auch als RA. Dann hatte er es aber irgendwie noch gut angenommen und dann kam das Tor gegen Union. Da habe ich mich wahnsinnig für ihn gefreut, schien die Geduld doch belohnt zu werden.

Und dann muss man auch Seoane mit reinnehmen. Er stellte ihn zwar im nächsten Spiel - unglücklicherweise ausgerechnet in Augsburg(!), wo wir nie etwas holen - auf, wir verlieren und das ganze Momentum ist wieder weg. im Anschluss sitzt er wieder draußen, bekommt nie mehr als 18 Minuten. Das fand ich von Seoane nicht so gut gelöst. Da hätte man ihm mehr Spielzeit geben müssen, um diesen Moment nutzen zu können. stattdessen sieht er dann gegen den BVB diese unsägliche gelb-rote-Karte. Kann passieren. Aber es war aus meiner Sicht nur Zeugnis der Wochen davor. Statt des Brustlösers mit dem Tor gegen Union, war es wieder nur eine Enttäuschung, weil er eigentlich kaum eine Chance erhielt. Er hätte nicht für Kleindienst spielen sollen, aber evtl. mal 30 Minuten oder eine Halbzeit bekommen. in meinen Augen. Die Rote Karte gegen Dortmund war dann sicherlich der Wendepunkt. Da war er mit sich unzufrieden, mit seiner Situation, sauer auf den Trainer, sauer auf den Verein, sauer auf alles in der Welt. und da trennt sich dann sicherlich auch die Spreu vom Weizen. Hier gehen manche Spieler gut mit um und manche weniger gut. Das ist auch eine Sache weiterer Faktoren. Wie integriert bist du in eine Mannschaft. Wie gut ist dein privates Umfeld, wie gut dein Berater als Ansprechpartner. Oder auch wie geht der Trainer damit um. Da muss ich Seoane loben. Diese Szene ist ja in der Sky-Doku wunderbar detailliert nachzuschauen. Cvancara stapft in die Kabine, ist wütend und wirft alles umher, schimpft über sich und die Welt. und Seoane (!) ist der erste Mensch, der in der Kabine ist. Ich weiß gar nicht, wie das ging. War Seoane dann direkt nach Spielende sofort in die Kabine gegangen. Das fand ich herausragend. Er hat nicht mit der Mannschaft den Punktgewinn gefeiert, nein, er ging zu Cvancara. Das zeigte mit, dass Seoane schon ein Gespür dafür hatte, welch wichtiger Moment in der Karriere von Cvancara dies war und vor allem, aus der damaligen Perspektive, werden könnte. Seoane sagte sinngemäß zu Cvancara dass es schwierig ist und hart, aber er es akzeptieren muss. Sehr gute Worte, sehr gute Stimmung und Klarheit in Seoanes Worten. Für mich der stärkste Momente Seoanes, den man überhaupt so mitbekommen konnte von ihm. im Anschluss verlief die Saison aber ja weiterhin sehr wellenartig, dann dieses Überwürfnis mit der Mannschaft und dann auch unser mieser Saisonendspurt. Cvancara hat diese Situation für sich nicht lösen können. und deshalb bin ich weitehrin davon überzeugt, dass es primär ein Kopfproblem ist. Der Kerl braucht ein Umfeld, wo er nun der absolute Topstürmer ist, wo er auch nach schwachen Spielen nicht auf der Bank sitzt, wo alles auf ihn zugeschnitten ist. Dann wird er auch, in einem realistischen Rahmen, ein guter Stürmer sein können. Bei uns hat es nun leider nicht mehr funktioniert, wobei doch eigentlich alle Voraussetzungen da waren. Diese Größe, diese Schnelligkeit, die Abschlussqualität. Aber es muss auch mental passen.

Das beste, was uns und ihm nun passieren könnte, wäre eine funktionierende Leihe in einem bekannten Umfeld, 10 Tore+ in Tschechien und dann auch wieder ein gewisser Marktwert.

Dass auch Polanski und Schröder in Cvancara keine Verwendung finden, spricht dafür, dass Cvancaras Tischtuch mit der Mannschaft komplett zerschnitten war/ist.
Tomas Cvancara [31] |#2622
04.09.2026 - 15:56 Uhr
Zitat von spawn888
und im Grunde ist das ja auch total gut so. Cvancara will spielen und nicht nur auf der Bank versauern. Schon die Leihe in die Türkei war ja irgendwie ernüchternd, also allein von der Wahl des Vereins. Einfach, weil er spielen wollte und nicht hinter Kleindienst hinten anstehen wollte. Im Grunde ist also Cvancaras Einstellung insofern genau die richtige. Und ich denke, es ist letztlich ein schmaler Grad zwischen Ehrgeiz und Selbstvertrauen der beste Stürmer zu sein und fehlender Akzeptanz, aktuell eben nicht der beste Stürmer im Kader zu sein.

Diese Personalie ist schon eine sehr traurige. Ich war damals überhaupt nicht so begeistert, da ich seine Bilanz von vorher nicht sooo atemberaubend fand und na klar, tschechische Liga usw. Aber als er dann in den Testspielen sich derart stark präsentierte, bekam ich auch eine leichte Euphorie. Dann war ja auch sein Start bei uns in die Bundesliga unglaublich. 2 Tore in diesem wilden Spiel in Augsburg. Noch vielsagender fand ich aber, dass er sich traut, in Minute 95 dann den Elfmeter zum Remis zu schießen. Der Kerl platzte nur so vor Selbstvertrauen. Leider hatten wir dann auch das Pech unter Seoane mit dem neuen Kader ohne Thuram, Stindl, Hofmann etc. dann nach Augsburg Spiel nicht zu Hause gegen Heidenheim oder Wolfsburg zu spielen, nein sondern gegen das später so übermächtige Leverkusen und direkt darauf Bayern, ebenso zu Hause. Das war schon auch ein schlechtes Momentum. Zweimal zu Hause verloren. Einmal chancenlos, einmal mit Pech. Doch selbst dann traf er in Darmstadt daraufhin erneut. Eigentlich alles gut soweit. Es kamen die ersten kleinen Verletzungen, dann sogar noch ein Tor gegen Wolfsburg. vier Tore in 11 Bundesligaspielen, klingt erstmal alles nicht so schlecht. Dann aber folgte die Verletzungspause, die dann ja bis in den März hineinging. Im Anschluss ging bei uns ja auch nahezu nichts mehr zusammen und so ging man dann in die Sommerpause. Irgendwie hatte man aber hier das Gefühl, dass er eigentlich richtig gut ist, aber der Rhythmus fehlte.

Mit der Verpflichtung von Kleindienst änderte sich dann natürlich vieles. Cvancara war klarer Back-Up, kam höchstens für wenige Minuten als Joker oder auch als RA. Dann hatte er es aber irgendwie noch gut angenommen und dann kam das Tor gegen Union. Da habe ich mich wahnsinnig für ihn gefreut, schien die Geduld doch belohnt zu werden.

Und dann muss man auch Seoane mit reinnehmen. Er stellte ihn zwar im nächsten Spiel - unglücklicherweise ausgerechnet in Augsburg(!), wo wir nie etwas holen - auf, wir verlieren und das ganze Momentum ist wieder weg. im Anschluss sitzt er wieder draußen, bekommt nie mehr als 18 Minuten. Das fand ich von Seoane nicht so gut gelöst. Da hätte man ihm mehr Spielzeit geben müssen, um diesen Moment nutzen zu können. stattdessen sieht er dann gegen den BVB diese unsägliche gelb-rote-Karte. Kann passieren. Aber es war aus meiner Sicht nur Zeugnis der Wochen davor. Statt des Brustlösers mit dem Tor gegen Union, war es wieder nur eine Enttäuschung, weil er eigentlich kaum eine Chance erhielt. Er hätte nicht für Kleindienst spielen sollen, aber evtl. mal 30 Minuten oder eine Halbzeit bekommen. in meinen Augen. Die Rote Karte gegen Dortmund war dann sicherlich der Wendepunkt. Da war er mit sich unzufrieden, mit seiner Situation, sauer auf den Trainer, sauer auf den Verein, sauer auf alles in der Welt. und da trennt sich dann sicherlich auch die Spreu vom Weizen. Hier gehen manche Spieler gut mit um und manche weniger gut. Das ist auch eine Sache weiterer Faktoren. Wie integriert bist du in eine Mannschaft. Wie gut ist dein privates Umfeld, wie gut dein Berater als Ansprechpartner. Oder auch wie geht der Trainer damit um. Da muss ich Seoane loben. Diese Szene ist ja in der Sky-Doku wunderbar detailliert nachzuschauen. Cvancara stapft in die Kabine, ist wütend und wirft alles umher, schimpft über sich und die Welt. und Seoane (!) ist der erste Mensch, der in der Kabine ist. Ich weiß gar nicht, wie das ging. War Seoane dann direkt nach Spielende sofort in die Kabine gegangen. Das fand ich herausragend. Er hat nicht mit der Mannschaft den Punktgewinn gefeiert, nein, er ging zu Cvancara. Das zeigte mit, dass Seoane schon ein Gespür dafür hatte, welch wichtiger Moment in der Karriere von Cvancara dies war und vor allem, aus der damaligen Perspektive, werden könnte. Seoane sagte sinngemäß zu Cvancara dass es schwierig ist und hart, aber er es akzeptieren muss. Sehr gute Worte, sehr gute Stimmung und Klarheit in Seoanes Worten. Für mich der stärkste Momente Seoanes, den man überhaupt so mitbekommen konnte von ihm. im Anschluss verlief die Saison aber ja weiterhin sehr wellenartig, dann dieses Überwürfnis mit der Mannschaft und dann auch unser mieser Saisonendspurt. Cvancara hat diese Situation für sich nicht lösen können. und deshalb bin ich weitehrin davon überzeugt, dass es primär ein Kopfproblem ist. Der Kerl braucht ein Umfeld, wo er nun der absolute Topstürmer ist, wo er auch nach schwachen Spielen nicht auf der Bank sitzt, wo alles auf ihn zugeschnitten ist. Dann wird er auch, in einem realistischen Rahmen, ein guter Stürmer sein können. Bei uns hat es nun leider nicht mehr funktioniert, wobei doch eigentlich alle Voraussetzungen da waren. Diese Größe, diese Schnelligkeit, die Abschlussqualität. Aber es muss auch mental passen.

Das beste, was uns und ihm nun passieren könnte, wäre eine funktionierende Leihe in einem bekannten Umfeld, 10 Tore+ in Tschechien und dann auch wieder ein gewisser Marktwert.

Dass auch Polanski und Schröder in Cvancara keine Verwendung finden, spricht dafür, dass Cvancaras Tischtuch mit der Mannschaft komplett zerschnitten war/ist.


Ja, das hatte mich auch unglaublich beeindruckt, wie er da in der Kabine seinen frustrierten Stürmer auf Englisch tröstete, ihm aber auch Mut zusprach, Verständnis zeigte, jedoch auch aufzeigte, er müsse damit umgehen.

In einem Artikel war einmal zu lesen, daß Cvancara sich selbst ( und womöglich auch Andere?) danach beurteilt, ob er etwas verdient oder nicht verdient hat.
Wenn ich in einer solchen Kategorie denke, ist das in einem Teamsport mit Berücksichtigung oder Nichtberücksichtigung, mit Trainer und Kollegen potentiell etwas explosiv behaftet....das sollte er ändern, davon muß er sich unbedingt etwas lösen, meiner Meinung nach.

•     •     •

Die höchste Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweiflung. (Albert Camus)
Tomas Cvancara [31] |#2623
04.09.2026 - 21:55 Uhr
Zitat von MissBarnaby
Zitat von spawn888

und im Grunde ist das ja auch total gut so. Cvancara will spielen und nicht nur auf der Bank versauern. Schon die Leihe in die Türkei war ja irgendwie ernüchternd, also allein von der Wahl des Vereins. Einfach, weil er spielen wollte und nicht hinter Kleindienst hinten anstehen wollte. Im Grunde ist also Cvancaras Einstellung insofern genau die richtige. Und ich denke, es ist letztlich ein schmaler Grad zwischen Ehrgeiz und Selbstvertrauen der beste Stürmer zu sein und fehlender Akzeptanz, aktuell eben nicht der beste Stürmer im Kader zu sein.

Diese Personalie ist schon eine sehr traurige. Ich war damals überhaupt nicht so begeistert, da ich seine Bilanz von vorher nicht sooo atemberaubend fand und na klar, tschechische Liga usw. Aber als er dann in den Testspielen sich derart stark präsentierte, bekam ich auch eine leichte Euphorie. Dann war ja auch sein Start bei uns in die Bundesliga unglaublich. 2 Tore in diesem wilden Spiel in Augsburg. Noch vielsagender fand ich aber, dass er sich traut, in Minute 95 dann den Elfmeter zum Remis zu schießen. Der Kerl platzte nur so vor Selbstvertrauen. Leider hatten wir dann auch das Pech unter Seoane mit dem neuen Kader ohne Thuram, Stindl, Hofmann etc. dann nach Augsburg Spiel nicht zu Hause gegen Heidenheim oder Wolfsburg zu spielen, nein sondern gegen das später so übermächtige Leverkusen und direkt darauf Bayern, ebenso zu Hause. Das war schon auch ein schlechtes Momentum. Zweimal zu Hause verloren. Einmal chancenlos, einmal mit Pech. Doch selbst dann traf er in Darmstadt daraufhin erneut. Eigentlich alles gut soweit. Es kamen die ersten kleinen Verletzungen, dann sogar noch ein Tor gegen Wolfsburg. vier Tore in 11 Bundesligaspielen, klingt erstmal alles nicht so schlecht. Dann aber folgte die Verletzungspause, die dann ja bis in den März hineinging. Im Anschluss ging bei uns ja auch nahezu nichts mehr zusammen und so ging man dann in die Sommerpause. Irgendwie hatte man aber hier das Gefühl, dass er eigentlich richtig gut ist, aber der Rhythmus fehlte.

Mit der Verpflichtung von Kleindienst änderte sich dann natürlich vieles. Cvancara war klarer Back-Up, kam höchstens für wenige Minuten als Joker oder auch als RA. Dann hatte er es aber irgendwie noch gut angenommen und dann kam das Tor gegen Union. Da habe ich mich wahnsinnig für ihn gefreut, schien die Geduld doch belohnt zu werden.

Und dann muss man auch Seoane mit reinnehmen. Er stellte ihn zwar im nächsten Spiel - unglücklicherweise ausgerechnet in Augsburg(!), wo wir nie etwas holen - auf, wir verlieren und das ganze Momentum ist wieder weg. im Anschluss sitzt er wieder draußen, bekommt nie mehr als 18 Minuten. Das fand ich von Seoane nicht so gut gelöst. Da hätte man ihm mehr Spielzeit geben müssen, um diesen Moment nutzen zu können. stattdessen sieht er dann gegen den BVB diese unsägliche gelb-rote-Karte. Kann passieren. Aber es war aus meiner Sicht nur Zeugnis der Wochen davor. Statt des Brustlösers mit dem Tor gegen Union, war es wieder nur eine Enttäuschung, weil er eigentlich kaum eine Chance erhielt. Er hätte nicht für Kleindienst spielen sollen, aber evtl. mal 30 Minuten oder eine Halbzeit bekommen. in meinen Augen. Die Rote Karte gegen Dortmund war dann sicherlich der Wendepunkt. Da war er mit sich unzufrieden, mit seiner Situation, sauer auf den Trainer, sauer auf den Verein, sauer auf alles in der Welt. und da trennt sich dann sicherlich auch die Spreu vom Weizen. Hier gehen manche Spieler gut mit um und manche weniger gut. Das ist auch eine Sache weiterer Faktoren. Wie integriert bist du in eine Mannschaft. Wie gut ist dein privates Umfeld, wie gut dein Berater als Ansprechpartner. Oder auch wie geht der Trainer damit um. Da muss ich Seoane loben. Diese Szene ist ja in der Sky-Doku wunderbar detailliert nachzuschauen. Cvancara stapft in die Kabine, ist wütend und wirft alles umher, schimpft über sich und die Welt. und Seoane (!) ist der erste Mensch, der in der Kabine ist. Ich weiß gar nicht, wie das ging. War Seoane dann direkt nach Spielende sofort in die Kabine gegangen. Das fand ich herausragend. Er hat nicht mit der Mannschaft den Punktgewinn gefeiert, nein, er ging zu Cvancara. Das zeigte mit, dass Seoane schon ein Gespür dafür hatte, welch wichtiger Moment in der Karriere von Cvancara dies war und vor allem, aus der damaligen Perspektive, werden könnte. Seoane sagte sinngemäß zu Cvancara dass es schwierig ist und hart, aber er es akzeptieren muss. Sehr gute Worte, sehr gute Stimmung und Klarheit in Seoanes Worten. Für mich der stärkste Momente Seoanes, den man überhaupt so mitbekommen konnte von ihm. im Anschluss verlief die Saison aber ja weiterhin sehr wellenartig, dann dieses Überwürfnis mit der Mannschaft und dann auch unser mieser Saisonendspurt. Cvancara hat diese Situation für sich nicht lösen können. und deshalb bin ich weitehrin davon überzeugt, dass es primär ein Kopfproblem ist. Der Kerl braucht ein Umfeld, wo er nun der absolute Topstürmer ist, wo er auch nach schwachen Spielen nicht auf der Bank sitzt, wo alles auf ihn zugeschnitten ist. Dann wird er auch, in einem realistischen Rahmen, ein guter Stürmer sein können. Bei uns hat es nun leider nicht mehr funktioniert, wobei doch eigentlich alle Voraussetzungen da waren. Diese Größe, diese Schnelligkeit, die Abschlussqualität. Aber es muss auch mental passen.

Das beste, was uns und ihm nun passieren könnte, wäre eine funktionierende Leihe in einem bekannten Umfeld, 10 Tore+ in Tschechien und dann auch wieder ein gewisser Marktwert.

Dass auch Polanski und Schröder in Cvancara keine Verwendung finden, spricht dafür, dass Cvancaras Tischtuch mit der Mannschaft komplett zerschnitten war/ist.


Ja, das hatte mich auch unglaublich beeindruckt, wie er da in der Kabine seinen frustrierten Stürmer auf Englisch tröstete, ihm aber auch Mut zusprach, Verständnis zeigte, jedoch auch aufzeigte, er müsse damit umgehen.

In einem Artikel war einmal zu lesen, daß Cvancara sich selbst ( und womöglich auch Andere?) danach beurteilt, ob er etwas verdient oder nicht verdient hat.
Wenn ich in einer solchen Kategorie denke, ist das in einem Teamsport mit Berücksichtigung oder Nichtberücksichtigung, mit Trainer und Kollegen potentiell etwas explosiv behaftet....das sollte er ändern, davon muß er sich unbedingt etwas lösen, meiner Meinung nach.


Danke euch für die Ergänzungen und Einschätzungen die ich auch fast komplett teile. Die Verletzungen, Krankheiten, die dazwischen kamen - das kann halt keiner voraussehen. Ein Spieler, der irgendwie ein Pulverfass ist. Ein Seoane, der das meisterhaft abfängt usw.

Das belegt für mich einmal mehr, dass nicht alles Schwarz und Weiß ist. Man hat damals sicher Fehler gemacht. Eben, dass man Heidenheim und deren Entscheidungsgewalt unterschätzte. Dass man dann keinen Plan C hatte und für Cvancara weit über MW "all in" gehen musste. Da hätte man spätestens bei 8 Mio "no" sagen müssen. Aber auch da wieder: Was, wenn er dann bei Wolfsburg durch die Decke gegangen wäre? Dann wären wir wieder die kleine Maus gewesen, sie sich nix traut. Bei Boteli reitet jetzt die obligatorische Forums-"Fraktion" darauf rum, dass ihn ja mal Juve wollte. Jo. War bei Cvancara aber auch so. Vielleicht war es nicht Juve, aber da war ansonsten wohl die halbe Serie A interessiert. Deswegen wurde er ja so teuer.

Ich mag grundsätzlich nicht aus der Ferne über Charaktere urteilen. Für mich ist Tomas daher erstmal ein guter Kerl. Jetzt formt sich natürlich dennoch ein Bild eines Spielers, der ganz viel will, auch viel kann, aber dann auch ganz schnell implodiert, wenn es nicht läuft. Vielleicht haben wir uns damals nicht in den Skills geirrt ...

Ich schaue mir bei so etwas oft gerne die Agenturen dahinter an. Weil die am Ende (oft, nicht immer!) entscheiden, die Spieler eh nur Verhandlungsmasse sind. Bei Cvancara ist es "Nehoda Sports". Das ist quasi eine "Local-Agentur". Die habe nur Tschechen unter Vertrag. On top ein Vitik bei Bologna, dann wird es dünn. Sadilek und Czerny haben schon nicht mehr den realen MW, der hier ausgegeben wird. Da war Cvancara mal eine heiße Aktie, vielleicht sogar die heißeste.

Das macht dann auch wieder viel mit einem Spieler. Wenn dein Berater dir jeden Tag sagt, dass du der nächste Lewa wirst - und du im Nordpark auf der Bank sitzt.

Von daher wünsche ich Cvancara jetzt mal "Ruhe in den Karton" zu bekommen.
Tomas Cvancara [31] |#2624
05.09.2026 - 09:08 Uhr
Zitat von Doktor_Dree
Zitat von MissBarnaby

Zitat von spawn888

und im Grunde ist das ja auch total gut so. Cvancara will spielen und nicht nur auf der Bank versauern. Schon die Leihe in die Türkei war ja irgendwie ernüchternd, also allein von der Wahl des Vereins. Einfach, weil er spielen wollte und nicht hinter Kleindienst hinten anstehen wollte. Im Grunde ist also Cvancaras Einstellung insofern genau die richtige. Und ich denke, es ist letztlich ein schmaler Grad zwischen Ehrgeiz und Selbstvertrauen der beste Stürmer zu sein und fehlender Akzeptanz, aktuell eben nicht der beste Stürmer im Kader zu sein.

Diese Personalie ist schon eine sehr traurige. Ich war damals überhaupt nicht so begeistert, da ich seine Bilanz von vorher nicht sooo atemberaubend fand und na klar, tschechische Liga usw. Aber als er dann in den Testspielen sich derart stark präsentierte, bekam ich auch eine leichte Euphorie. Dann war ja auch sein Start bei uns in die Bundesliga unglaublich. 2 Tore in diesem wilden Spiel in Augsburg. Noch vielsagender fand ich aber, dass er sich traut, in Minute 95 dann den Elfmeter zum Remis zu schießen. Der Kerl platzte nur so vor Selbstvertrauen. Leider hatten wir dann auch das Pech unter Seoane mit dem neuen Kader ohne Thuram, Stindl, Hofmann etc. dann nach Augsburg Spiel nicht zu Hause gegen Heidenheim oder Wolfsburg zu spielen, nein sondern gegen das später so übermächtige Leverkusen und direkt darauf Bayern, ebenso zu Hause. Das war schon auch ein schlechtes Momentum. Zweimal zu Hause verloren. Einmal chancenlos, einmal mit Pech. Doch selbst dann traf er in Darmstadt daraufhin erneut. Eigentlich alles gut soweit. Es kamen die ersten kleinen Verletzungen, dann sogar noch ein Tor gegen Wolfsburg. vier Tore in 11 Bundesligaspielen, klingt erstmal alles nicht so schlecht. Dann aber folgte die Verletzungspause, die dann ja bis in den März hineinging. Im Anschluss ging bei uns ja auch nahezu nichts mehr zusammen und so ging man dann in die Sommerpause. Irgendwie hatte man aber hier das Gefühl, dass er eigentlich richtig gut ist, aber der Rhythmus fehlte.

Mit der Verpflichtung von Kleindienst änderte sich dann natürlich vieles. Cvancara war klarer Back-Up, kam höchstens für wenige Minuten als Joker oder auch als RA. Dann hatte er es aber irgendwie noch gut angenommen und dann kam das Tor gegen Union. Da habe ich mich wahnsinnig für ihn gefreut, schien die Geduld doch belohnt zu werden.

Und dann muss man auch Seoane mit reinnehmen. Er stellte ihn zwar im nächsten Spiel - unglücklicherweise ausgerechnet in Augsburg(!), wo wir nie etwas holen - auf, wir verlieren und das ganze Momentum ist wieder weg. im Anschluss sitzt er wieder draußen, bekommt nie mehr als 18 Minuten. Das fand ich von Seoane nicht so gut gelöst. Da hätte man ihm mehr Spielzeit geben müssen, um diesen Moment nutzen zu können. stattdessen sieht er dann gegen den BVB diese unsägliche gelb-rote-Karte. Kann passieren. Aber es war aus meiner Sicht nur Zeugnis der Wochen davor. Statt des Brustlösers mit dem Tor gegen Union, war es wieder nur eine Enttäuschung, weil er eigentlich kaum eine Chance erhielt. Er hätte nicht für Kleindienst spielen sollen, aber evtl. mal 30 Minuten oder eine Halbzeit bekommen. in meinen Augen. Die Rote Karte gegen Dortmund war dann sicherlich der Wendepunkt. Da war er mit sich unzufrieden, mit seiner Situation, sauer auf den Trainer, sauer auf den Verein, sauer auf alles in der Welt. und da trennt sich dann sicherlich auch die Spreu vom Weizen. Hier gehen manche Spieler gut mit um und manche weniger gut. Das ist auch eine Sache weiterer Faktoren. Wie integriert bist du in eine Mannschaft. Wie gut ist dein privates Umfeld, wie gut dein Berater als Ansprechpartner. Oder auch wie geht der Trainer damit um. Da muss ich Seoane loben. Diese Szene ist ja in der Sky-Doku wunderbar detailliert nachzuschauen. Cvancara stapft in die Kabine, ist wütend und wirft alles umher, schimpft über sich und die Welt. und Seoane (!) ist der erste Mensch, der in der Kabine ist. Ich weiß gar nicht, wie das ging. War Seoane dann direkt nach Spielende sofort in die Kabine gegangen. Das fand ich herausragend. Er hat nicht mit der Mannschaft den Punktgewinn gefeiert, nein, er ging zu Cvancara. Das zeigte mit, dass Seoane schon ein Gespür dafür hatte, welch wichtiger Moment in der Karriere von Cvancara dies war und vor allem, aus der damaligen Perspektive, werden könnte. Seoane sagte sinngemäß zu Cvancara dass es schwierig ist und hart, aber er es akzeptieren muss. Sehr gute Worte, sehr gute Stimmung und Klarheit in Seoanes Worten. Für mich der stärkste Momente Seoanes, den man überhaupt so mitbekommen konnte von ihm. im Anschluss verlief die Saison aber ja weiterhin sehr wellenartig, dann dieses Überwürfnis mit der Mannschaft und dann auch unser mieser Saisonendspurt. Cvancara hat diese Situation für sich nicht lösen können. und deshalb bin ich weitehrin davon überzeugt, dass es primär ein Kopfproblem ist. Der Kerl braucht ein Umfeld, wo er nun der absolute Topstürmer ist, wo er auch nach schwachen Spielen nicht auf der Bank sitzt, wo alles auf ihn zugeschnitten ist. Dann wird er auch, in einem realistischen Rahmen, ein guter Stürmer sein können. Bei uns hat es nun leider nicht mehr funktioniert, wobei doch eigentlich alle Voraussetzungen da waren. Diese Größe, diese Schnelligkeit, die Abschlussqualität. Aber es muss auch mental passen.

Das beste, was uns und ihm nun passieren könnte, wäre eine funktionierende Leihe in einem bekannten Umfeld, 10 Tore+ in Tschechien und dann auch wieder ein gewisser Marktwert.

Dass auch Polanski und Schröder in Cvancara keine Verwendung finden, spricht dafür, dass Cvancaras Tischtuch mit der Mannschaft komplett zerschnitten war/ist.


Ja, das hatte mich auch unglaublich beeindruckt, wie er da in der Kabine seinen frustrierten Stürmer auf Englisch tröstete, ihm aber auch Mut zusprach, Verständnis zeigte, jedoch auch aufzeigte, er müsse damit umgehen.

In einem Artikel war einmal zu lesen, daß Cvancara sich selbst ( und womöglich auch Andere?) danach beurteilt, ob er etwas verdient oder nicht verdient hat.
Wenn ich in einer solchen Kategorie denke, ist das in einem Teamsport mit Berücksichtigung oder Nichtberücksichtigung, mit Trainer und Kollegen potentiell etwas explosiv behaftet....das sollte er ändern, davon muß er sich unbedingt etwas lösen, meiner Meinung nach.


Danke euch für die Ergänzungen und Einschätzungen die ich auch fast komplett teile. Die Verletzungen, Krankheiten, die dazwischen kamen - das kann halt keiner voraussehen. Ein Spieler, der irgendwie ein Pulverfass ist. Ein Seoane, der das meisterhaft abfängt usw.

Das belegt für mich einmal mehr, dass nicht alles Schwarz und Weiß ist. Man hat damals sicher Fehler gemacht. Eben, dass man Heidenheim und deren Entscheidungsgewalt unterschätzte. Dass man dann keinen Plan C hatte und für Cvancara weit über MW "all in" gehen musste. Da hätte man spätestens bei 8 Mio "no" sagen müssen. Aber auch da wieder: Was, wenn er dann bei Wolfsburg durch die Decke gegangen wäre? Dann wären wir wieder die kleine Maus gewesen, sie sich nix traut. Bei Boteli reitet jetzt die obligatorische Forums-"Fraktion" darauf rum, dass ihn ja mal Juve wollte. Jo. War bei Cvancara aber auch so. Vielleicht war es nicht Juve, aber da war ansonsten wohl die halbe Serie A interessiert. Deswegen wurde er ja so teuer.

Ich mag grundsätzlich nicht aus der Ferne über Charaktere urteilen. Für mich ist Tomas daher erstmal ein guter Kerl. Jetzt formt sich natürlich dennoch ein Bild eines Spielers, der ganz viel will, auch viel kann, aber dann auch ganz schnell implodiert, wenn es nicht läuft. Vielleicht haben wir uns damals nicht in den Skills geirrt ...

Ich schaue mir bei so etwas oft gerne die Agenturen dahinter an. Weil die am Ende (oft, nicht immer!) entscheiden, die Spieler eh nur Verhandlungsmasse sind. Bei Cvancara ist es "Nehoda Sports". Das ist quasi eine "Local-Agentur". Die habe nur Tschechen unter Vertrag. On top ein Vitik bei Bologna, dann wird es dünn. Sadilek und Czerny haben schon nicht mehr den realen MW, der hier ausgegeben wird. Da war Cvancara mal eine heiße Aktie, vielleicht sogar die heißeste.

Das macht dann auch wieder viel mit einem Spieler. Wenn dein Berater dir jeden Tag sagt, dass du der nächste Lewa wirst - und du im Nordpark auf der Bank sitzt.

Von daher wünsche ich Cvancara jetzt mal "Ruhe in den Karton" zu bekommen.
Nur noch zur Ablöse... ich glaube, es gab kein "No" bei 8 Millionen, weil Borussia einfach die erste Ablöseforderung von Sparta direkt erfüllt hat. Es gab keine Verhandlungen über die Höhe usw. So habe ich es zumindest im Hinterkopf. Würde ja auch erklären, warum Rosicky damals so überrascht war, wie schnell das dann alles über die Bühne ging.

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