| Geburtsdatum | 16.04.1979 |
|---|---|
| Alter | 47 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | FC St. Pauli |
Marcel Rapp [Trainer]
01.10.2021 - 18:36 Uhr
24.04.2023 - 21:05 Uhr
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von henry78 am 24.04.2023 um 21:56 Uhr bearbeitet
25.04.2023 - 00:13 Uhr
Zitat von henry78
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Rapp hat taktische Fehler gemacht über die ich mich auch geärgert habe aber die machen auch erfahrene Trainer siehe Bielefeld, Nürnberg, Hannover u.s.w. die mit viel besserem Spielermaterial mehrfach den Trainer wechselten aber tabellenmäßig deutlich schlechter als Holstein stehen.
Nächste Saison muss sich Rapp allerdings beweisen ob er mit einer von ihm und Stöver zusammengestellten Mannschaft den größten Umbruch seit dem Aufstieg schaffen kann. 8-10 neue Spieler zu inetegrieren wird eine Mammutaufgabe ohne entsprechende Qualitätspieler in der Abwehr im def. Mittelfeld und im Angriff wird es eine schwere Saison werden. hter als Holstein in der Tabelle stehen.
25.04.2023 - 01:24 Uhr
Zitat von Kieler
Rapp hat taktische Fehler gemacht über die ich mich auch geärgert habe aber die machen auch erfahrene Trainer siehe Bielefeld, Nürnberg, Hannover u.s.w. die mit viel besserem Spielermaterial mehrfach den Trainer wechselten aber tabellenmäßig deutlich schlechter als Holstein stehen.
Nächste Saison muss sich Rapp allerdings beweisen ob er mit einer von ihm und Stöver zusammengestellten Mannschaft den größten Umbruch seit dem Aufstieg schaffen kann. 8-10 neue Spieler zu inetegrieren wird eine Mammutaufgabe ohne entsprechende Qualitätspieler in der Abwehr im def. Mittelfeld und im Angriff wird es eine schwere Saison werden. hter als Holstein in der Tabelle stehen.
Zitat von henry78
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Rapp hat taktische Fehler gemacht über die ich mich auch geärgert habe aber die machen auch erfahrene Trainer siehe Bielefeld, Nürnberg, Hannover u.s.w. die mit viel besserem Spielermaterial mehrfach den Trainer wechselten aber tabellenmäßig deutlich schlechter als Holstein stehen.
Nächste Saison muss sich Rapp allerdings beweisen ob er mit einer von ihm und Stöver zusammengestellten Mannschaft den größten Umbruch seit dem Aufstieg schaffen kann. 8-10 neue Spieler zu inetegrieren wird eine Mammutaufgabe ohne entsprechende Qualitätspieler in der Abwehr im def. Mittelfeld und im Angriff wird es eine schwere Saison werden. hter als Holstein in der Tabelle stehen.
Das denke ich auch. Ich sage ja, dass er die Zeit bekommen soll, dann mit seinem Kader zu arbeiten, bzw. diesen erst einmal nach seinen Vorstellungen zusammenzustellen. Wie du richtig sagst, muss er sich da dann beweisen. Dann kann er seinen Fussball, hoffentlich, spielen lassen und es gibt keine Ausreden mehr. Ich hoffe, dass wir dann attraktiven und erfolgreichen Fussball sehen. Wenn nicht, dann müssen wir zwangsläufig über den Trainer, und dann auch über Stöver, reden. Bis dahin sollten wir Rapp diese Chance geben.
25.04.2023 - 12:50 Uhr
Ich komme bei Rapp immernoch zu keinem abschließenden Urteil. Einerseits stagniert die Mannschaft seit seinem Amtsantritt etwas und mir fehlen auch etwas die Weiterentwicklungen von Spielern, andererseits kann man auch nicht sagen, dass sie deutlich unterperformen würde. Insgesamt stimmen Kader und Leistung/Tabellenplatz im Mittel für mich ungefähr überein. Dazu muss man vielleicht auch noch sagen, dass Rapp das Team in der letzten Saison nach dem chaotischen Start und mit einem unglücklich zu Stande gekommenen Kader, für den er nichts konnte, sportlich stabilisiert hat. Hätte man sich damals mit dem Trainer richtig vergriffen so wie damals mit Schubert, wurde die KSV möglicherweise nicht mehr in Liga 2 spielen.
Wesentlich mehr sehe ich da in der nächsten Saison noch Stöver in der Bringschuld. Bei diesem Maximalumbruch muss er wirklich liefern. Diesmal hat er auch die nötige Zeit dazu, da die Weichen, was Abgänge und Ligaverbleib angehen schon jetzt gestellt sind.
Aber für Rapp gilt das natürlich letztlich dann auch.
Wesentlich mehr sehe ich da in der nächsten Saison noch Stöver in der Bringschuld. Bei diesem Maximalumbruch muss er wirklich liefern. Diesmal hat er auch die nötige Zeit dazu, da die Weichen, was Abgänge und Ligaverbleib angehen schon jetzt gestellt sind.
Aber für Rapp gilt das natürlich letztlich dann auch.
25.04.2023 - 13:26 Uhr
Zitat von henry78
Das denke ich auch. Ich sage ja, dass er die Zeit bekommen soll, dann mit seinem Kader zu arbeiten, bzw. diesen erst einmal nach seinen Vorstellungen zusammenzustellen. Wie du richtig sagst, muss er sich da dann beweisen. Dann kann er seinen Fussball, hoffentlich, spielen lassen und es gibt keine Ausreden mehr. Ich hoffe, dass wir dann attraktiven und erfolgreichen Fussball sehen. Wenn nicht, dann müssen wir zwangsläufig über den Trainer, und dann auch über Stöver, reden. Bis dahin sollten wir Rapp diese Chance geben.
Ich bin auch der Meinung, dass man gegen Nürnberg den Fußball gesehen hat, der Rapp am ehesten vorschwebt. Das habe ich ja auch in meinen Beitrag nach dem Spiel in den Spieltagsthread geschrieben. Es war auch schon die ganze Zeit ersichtlich, dass Rapp den Pressingfußball spielen lassen will, den er in Hoffenheim gelernt hat. Hoffenheim ist ja für seinen Pressingfußball bekannt. Auch das habe ich schon mal irgendwo hier reingeschrieben. Insofern ist es nicht so, dass ich keine Idee hatte, was „Rapp-Fußball“ ist. Zitat von Kieler
Rapp hat taktische Fehler gemacht über die ich mich auch geärgert habe aber die machen auch erfahrene Trainer siehe Bielefeld, Nürnberg, Hannover u.s.w. die mit viel besserem Spielermaterial mehrfach den Trainer wechselten aber tabellenmäßig deutlich schlechter als Holstein stehen.
Nächste Saison muss sich Rapp allerdings beweisen ob er mit einer von ihm und Stöver zusammengestellten Mannschaft den größten Umbruch seit dem Aufstieg schaffen kann. 8-10 neue Spieler zu inetegrieren wird eine Mammutaufgabe ohne entsprechende Qualitätspieler in der Abwehr im def. Mittelfeld und im Angriff wird es eine schwere Saison werden. hter als Holstein in der Tabelle stehen.
Zitat von henry78
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Rapp hat taktische Fehler gemacht über die ich mich auch geärgert habe aber die machen auch erfahrene Trainer siehe Bielefeld, Nürnberg, Hannover u.s.w. die mit viel besserem Spielermaterial mehrfach den Trainer wechselten aber tabellenmäßig deutlich schlechter als Holstein stehen.
Nächste Saison muss sich Rapp allerdings beweisen ob er mit einer von ihm und Stöver zusammengestellten Mannschaft den größten Umbruch seit dem Aufstieg schaffen kann. 8-10 neue Spieler zu inetegrieren wird eine Mammutaufgabe ohne entsprechende Qualitätspieler in der Abwehr im def. Mittelfeld und im Angriff wird es eine schwere Saison werden. hter als Holstein in der Tabelle stehen.
Das denke ich auch. Ich sage ja, dass er die Zeit bekommen soll, dann mit seinem Kader zu arbeiten, bzw. diesen erst einmal nach seinen Vorstellungen zusammenzustellen. Wie du richtig sagst, muss er sich da dann beweisen. Dann kann er seinen Fussball, hoffentlich, spielen lassen und es gibt keine Ausreden mehr. Ich hoffe, dass wir dann attraktiven und erfolgreichen Fussball sehen. Wenn nicht, dann müssen wir zwangsläufig über den Trainer, und dann auch über Stöver, reden. Bis dahin sollten wir Rapp diese Chance geben.
Meine Bemerkung bezog sich eher darauf, dass man nicht wirklich erkennen konnte, wie Rapp das Spiel bei eigenem Ballbesitz aufziehen will. Daran hat sich aus meiner Sicht auch nicht viel geändert. Gerade gegen tiefstehende Gegner, auf die wir vor allem zu Hause treffen, tun wir uns schwer. Unter Rapp finden wir keine Antwort darauf, kreieren wir keine Situationen, die eine tiefstehende Defensive in Bewegung bringen und auseinanderflechten. Das ist etwas, was wir unter den anderen Trainern oftmals geschafft haben und auch dementsprechend heimstark waren. Selbst gegen Teams wie Sandhausen, die ihr Heil oftmals in einer kompakten Defensive suchen, ist in diesen Spielen irgendwann der Knoten geplatzt. Die Gegner konnten sich dem Druck irgendwann nicht mehr erwehren. Unter Anfang war es ein viel umjubeltes 2:2, unter Walter ein 2:1 und unter Werner ein 2:0. Aber unter Rapp beißen wir uns an diesen Mannschaften die Zähne aus, lassen uns dann auskontern und verlieren im schlimmsten Fall sogar. War in der Rückrunde mehrfach zu sehen. Ich denke dabei vor allem an unsere gruselige Serie gegen die Tabellenletzten.
Auswärts hingegen präsentieren wir uns unter Rapp sehr stark. Auch das liegt meiner Meinung nach daran, dass Rapps System auswärts besser funktioniert. Die meisten Mannschaften präsentieren sich in ihren Heimspielen nämlich Forscher als in ihren Auswärtsspielen. Man fühlt sich zu Hause sicherer, möchte zudem den eigenen Fans etwas bieten und kommt dementsprechend offensiver daher. Das spielt uns mit unserem Pressingfußball insofern in die Karten, dass die Heimmannschaft durch ihre offensive Ausrichtung hinten mehr aufmacht und sich dadurch für uns mehr Räume im letzten Drittel ergeben. Gerade bei schneller Balleroberung durch hohes Pressing ist der Weg zum gegnerischen Tor dann auch sehr kurz. Diese Umstände erhöhen die Chance auf ein Tor massiv und waren in dieser Saison bei uns auch häufig zu beobachten.
Das Problem beim Pressingfußball ist, dass man sich mit dieser Art von Fußball von der Spielweise des Gegners abhängig macht. Wenn der Gegner nicht die Initiative nicht übernimmt, steht man dumm da. Dann muss man nämlich selbst die Initiative übernehmen und das ist etwas, was Rapp aus meiner Sicht noch nicht geschafft hat. Ich weiß auch gar nicht, ob er das kann. Unter Rapp reagieren wir zu viel auf das, was der Gegner macht. Und auf das Nürnberg-Beispiel bezogen, greife ich nochmal eine andere Passage aus meinem Post-Match-Beitrag auf. Hecking hatte schon vor dem Spiel befürchtet, dass die Nürnberger Spielweise mit viel Ballbesitz und Eigeninitiative unserer Mannschaft sehr entgegenkommt. Und genau so ist es dann auch gekommen. Wir haben uns gegen Nürnberg aufs Pressing verlegt und sind damit zum Erfolg gekommen.
Das Problem ist nur, dass die wenigsten Mannschaften in dieser Liga Ballbesitzfußball spielen. Die meisten Teams stellen sich hinten rein und lauern auf Konter. Und das ist genau die Spielweise, die uns nicht liegt. Da mussten in den vergangenen Jahren immer wieder Lösungen gefunden werden, wie man solche Mannschaften bespielen kann. Und das hat bei Anfang, Walter und Werner gut bis sehr gut funktioniert. Rapp hat eine solche Lösung noch nicht gefunden, obwohl er schon seine zweite Saison bestreitet. Anfang und Walter haben vom Start weg ihre Idee auf die Mannschaft übertragen können. Werner hat es nach seiner ersten Saison geschafft, indem er in der Sommerpause was richtig gutes zusammengetüftelt hat. Bei Rapp funktioniert seine Grundidee nicht uneingeschränkt wie bei Anfang und Walter und er scheint im Gegensatz zu Werner im vergangenen Sommer auch keine Lösung ermittelt zu haben, wie man mit dem vorhandenen Spielermaterial erfolgreichen Ballbesitzfußball spielen lassen kann. Das war das, was ich mir für diese Saison von ihm erhofft habe und das Ergebnis ist ziemlich enttäuschend. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit stellt sich mir eben auch die Frage, ob Rapp überhaupt Ballbesitzfußball spielen lassen kann, oder ob er davon einfach keinen Plan hat. Er erscheint mir nämlich durchaus als Trainer, der seinen Stil an gegenerische Mannschaften anpassen kann und so auch „auscoacht“. Aber das bewegt sich nur im Rahmen seines geliebten Pressingfußballs. Den Ballbesitzfußball vergangener Tage hat Rapp bisher nur in Ansätzen zu Beginn seiner Amtszeit versucht, die wenig erfolgreich waren.
Dementsprechend bin ich schon länger zu dem Schluss gekommen, dass Rapp hervorragenden Pressingfußball spielen lassen kann, weil er das in Hoffenheim gelernt hat. Aber die Art von Ballbesitzfußball à la Anfang und Werner, die Holstein Kiel in den vergangenen Jahren so erfolgreich gemacht hat, scheint Rapp nicht im Repertoire zu haben. Er sagt zwar immer, dass er Ballbesitzfußball spielen lassen will, aber sein Ballbesitzfußball zeichnet sich nur dadurch aus, dass wir viel Ballbesitz haben. Man muss aber aus dem Ballbesitz heraus auch genug offensive Gefahr entwickeln und darf gleichzeitig auch die defensive Stabilität nicht unbeachtet lassen. Beides sind Punkte, bei denen Rapp erheblichen Nachholbedarf hat, wenn er es denn überhaupt kann.
25.04.2023 - 14:30 Uhr
Zitat von Kieler_Storch
Meine Bemerkung bezog sich eher darauf, dass man nicht wirklich erkennen konnte, wie Rapp das Spiel bei eigenem Ballbesitz aufziehen will. Daran hat sich aus meiner Sicht auch nicht viel geändert. Gerade gegen tiefstehende Gegner, auf die wir vor allem zu Hause treffen, tun wir uns schwer. Unter Rapp finden wir keine Antwort darauf, kreieren wir keine Situationen, die eine tiefstehende Defensive in Bewegung bringen und auseinanderflechten. Das ist etwas, was wir unter den anderen Trainern oftmals geschafft haben und auch dementsprechend heimstark waren. Selbst gegen Teams wie Sandhausen, die ihr Heil oftmals in einer kompakten Defensive suchen, ist in diesen Spielen irgendwann der Knoten geplatzt. Die Gegner konnten sich dem Druck irgendwann nicht mehr erwehren. Unter Anfang war es ein viel umjubeltes 2:2, unter Walter ein 2:1 und unter Werner ein 2:0. Aber unter Rapp beißen wir uns an diesen Mannschaften die Zähne aus, lassen uns dann auskontern und verlieren im schlimmsten Fall sogar. War in der Rückrunde mehrfach zu sehen. Ich denke dabei vor allem an unsere gruselige Serie gegen die Tabellenletzten.
Auswärts hingegen präsentieren wir uns unter Rapp sehr stark. Auch das liegt meiner Meinung nach daran, dass Rapps System auswärts besser funktioniert. Die meisten Mannschaften präsentieren sich in ihren Heimspielen nämlich Forscher als in ihren Auswärtsspielen. Man fühlt sich zu Hause sicherer, möchte zudem den eigenen Fans etwas bieten und kommt dementsprechend offensiver daher. Das spielt uns mit unserem Pressingfußball insofern in die Karten, dass die Heimmannschaft durch ihre offensive Ausrichtung hinten mehr aufmacht und sich dadurch für uns mehr Räume im letzten Drittel ergeben. Gerade bei schneller Balleroberung durch hohes Pressing ist der Weg zum gegnerischen Tor dann auch sehr kurz. Diese Umstände erhöhen die Chance auf ein Tor massiv und waren in dieser Saison bei uns auch häufig zu beobachten.
Das Problem beim Pressingfußball ist, dass man sich mit dieser Art von Fußball von der Spielweise des Gegners abhängig macht. Wenn der Gegner nicht die Initiative nicht übernimmt, steht man dumm da. Dann muss man nämlich selbst die Initiative übernehmen und das ist etwas, was Rapp aus meiner Sicht noch nicht geschafft hat. Ich weiß auch gar nicht, ob er das kann. Unter Rapp reagieren wir zu viel auf das, was der Gegner macht. Und auf das Nürnberg-Beispiel bezogen, greife ich nochmal eine andere Passage aus meinem Post-Match-Beitrag auf. Hecking hatte schon vor dem Spiel befürchtet, dass die Nürnberger Spielweise mit viel Ballbesitz und Eigeninitiative unserer Mannschaft sehr entgegenkommt. Und genau so ist es dann auch gekommen. Wir haben uns gegen Nürnberg aufs Pressing verlegt und sind damit zum Erfolg gekommen.
Das Problem ist nur, dass die wenigsten Mannschaften in dieser Liga Ballbesitzfußball spielen. Die meisten Teams stellen sich hinten rein und lauern auf Konter. Und das ist genau die Spielweise, die uns nicht liegt. Da mussten in den vergangenen Jahren immer wieder Lösungen gefunden werden, wie man solche Mannschaften bespielen kann. Und das hat bei Anfang, Walter und Werner gut bis sehr gut funktioniert. Rapp hat eine solche Lösung noch nicht gefunden, obwohl er schon seine zweite Saison bestreitet. Anfang und Walter haben vom Start weg ihre Idee auf die Mannschaft übertragen können. Werner hat es nach seiner ersten Saison geschafft, indem er in der Sommerpause was richtig gutes zusammengetüftelt hat. Bei Rapp funktioniert seine Grundidee nicht uneingeschränkt wie bei Anfang und Walter und er scheint im Gegensatz zu Werner im vergangenen Sommer auch keine Lösung ermittelt zu haben, wie man mit dem vorhandenen Spielermaterial erfolgreichen Ballbesitzfußball spielen lassen kann. Das war das, was ich mir für diese Saison von ihm erhofft habe und das Ergebnis ist ziemlich enttäuschend. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit stellt sich mir eben auch die Frage, ob Rapp überhaupt Ballbesitzfußball spielen lassen kann, oder ob er davon einfach keinen Plan hat. Er erscheint mir nämlich durchaus als Trainer, der seinen Stil an gegenerische Mannschaften anpassen kann und so auch „auscoacht“. Aber das bewegt sich nur im Rahmen seines geliebten Pressingfußballs. Den Ballbesitzfußball vergangener Tage hat Rapp bisher nur in Ansätzen zu Beginn seiner Amtszeit versucht, die wenig erfolgreich waren.
Dementsprechend bin ich schon länger zu dem Schluss gekommen, dass Rapp hervorragenden Pressingfußball spielen lassen kann, weil er das in Hoffenheim gelernt hat. Aber die Art von Ballbesitzfußball à la Anfang und Werner, die Holstein Kiel in den vergangenen Jahren so erfolgreich gemacht hat, scheint Rapp nicht im Repertoire zu haben. Er sagt zwar immer, dass er Ballbesitzfußball spielen lassen will, aber sein Ballbesitzfußball zeichnet sich nur dadurch aus, dass wir viel Ballbesitz haben. Man muss aber aus dem Ballbesitz heraus auch genug offensive Gefahr entwickeln und darf gleichzeitig auch die defensive Stabilität nicht unbeachtet lassen. Beides sind Punkte, bei denen Rapp erheblichen Nachholbedarf hat, wenn er es denn überhaupt kann.
Zitat von henry78
Das denke ich auch. Ich sage ja, dass er die Zeit bekommen soll, dann mit seinem Kader zu arbeiten, bzw. diesen erst einmal nach seinen Vorstellungen zusammenzustellen. Wie du richtig sagst, muss er sich da dann beweisen. Dann kann er seinen Fussball, hoffentlich, spielen lassen und es gibt keine Ausreden mehr. Ich hoffe, dass wir dann attraktiven und erfolgreichen Fussball sehen. Wenn nicht, dann müssen wir zwangsläufig über den Trainer, und dann auch über Stöver, reden. Bis dahin sollten wir Rapp diese Chance geben.
Ich bin auch der Meinung, dass man gegen Nürnberg den Fußball gesehen hat, der Rapp am ehesten vorschwebt. Das habe ich ja auch in meinen Beitrag nach dem Spiel in den Spieltagsthread geschrieben. Es war auch schon die ganze Zeit ersichtlich, dass Rapp den Pressingfußball spielen lassen will, den er in Hoffenheim gelernt hat. Hoffenheim ist ja für seinen Pressingfußball bekannt. Auch das habe ich schon mal irgendwo hier reingeschrieben. Insofern ist es nicht so, dass ich keine Idee hatte, was „Rapp-Fußball“ ist. Zitat von Kieler
Rapp hat taktische Fehler gemacht über die ich mich auch geärgert habe aber die machen auch erfahrene Trainer siehe Bielefeld, Nürnberg, Hannover u.s.w. die mit viel besserem Spielermaterial mehrfach den Trainer wechselten aber tabellenmäßig deutlich schlechter als Holstein stehen.
Nächste Saison muss sich Rapp allerdings beweisen ob er mit einer von ihm und Stöver zusammengestellten Mannschaft den größten Umbruch seit dem Aufstieg schaffen kann. 8-10 neue Spieler zu inetegrieren wird eine Mammutaufgabe ohne entsprechende Qualitätspieler in der Abwehr im def. Mittelfeld und im Angriff wird es eine schwere Saison werden. hter als Holstein in der Tabelle stehen.
Zitat von henry78
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Rapp hat taktische Fehler gemacht über die ich mich auch geärgert habe aber die machen auch erfahrene Trainer siehe Bielefeld, Nürnberg, Hannover u.s.w. die mit viel besserem Spielermaterial mehrfach den Trainer wechselten aber tabellenmäßig deutlich schlechter als Holstein stehen.
Nächste Saison muss sich Rapp allerdings beweisen ob er mit einer von ihm und Stöver zusammengestellten Mannschaft den größten Umbruch seit dem Aufstieg schaffen kann. 8-10 neue Spieler zu inetegrieren wird eine Mammutaufgabe ohne entsprechende Qualitätspieler in der Abwehr im def. Mittelfeld und im Angriff wird es eine schwere Saison werden. hter als Holstein in der Tabelle stehen.
Das denke ich auch. Ich sage ja, dass er die Zeit bekommen soll, dann mit seinem Kader zu arbeiten, bzw. diesen erst einmal nach seinen Vorstellungen zusammenzustellen. Wie du richtig sagst, muss er sich da dann beweisen. Dann kann er seinen Fussball, hoffentlich, spielen lassen und es gibt keine Ausreden mehr. Ich hoffe, dass wir dann attraktiven und erfolgreichen Fussball sehen. Wenn nicht, dann müssen wir zwangsläufig über den Trainer, und dann auch über Stöver, reden. Bis dahin sollten wir Rapp diese Chance geben.
Meine Bemerkung bezog sich eher darauf, dass man nicht wirklich erkennen konnte, wie Rapp das Spiel bei eigenem Ballbesitz aufziehen will. Daran hat sich aus meiner Sicht auch nicht viel geändert. Gerade gegen tiefstehende Gegner, auf die wir vor allem zu Hause treffen, tun wir uns schwer. Unter Rapp finden wir keine Antwort darauf, kreieren wir keine Situationen, die eine tiefstehende Defensive in Bewegung bringen und auseinanderflechten. Das ist etwas, was wir unter den anderen Trainern oftmals geschafft haben und auch dementsprechend heimstark waren. Selbst gegen Teams wie Sandhausen, die ihr Heil oftmals in einer kompakten Defensive suchen, ist in diesen Spielen irgendwann der Knoten geplatzt. Die Gegner konnten sich dem Druck irgendwann nicht mehr erwehren. Unter Anfang war es ein viel umjubeltes 2:2, unter Walter ein 2:1 und unter Werner ein 2:0. Aber unter Rapp beißen wir uns an diesen Mannschaften die Zähne aus, lassen uns dann auskontern und verlieren im schlimmsten Fall sogar. War in der Rückrunde mehrfach zu sehen. Ich denke dabei vor allem an unsere gruselige Serie gegen die Tabellenletzten.
Auswärts hingegen präsentieren wir uns unter Rapp sehr stark. Auch das liegt meiner Meinung nach daran, dass Rapps System auswärts besser funktioniert. Die meisten Mannschaften präsentieren sich in ihren Heimspielen nämlich Forscher als in ihren Auswärtsspielen. Man fühlt sich zu Hause sicherer, möchte zudem den eigenen Fans etwas bieten und kommt dementsprechend offensiver daher. Das spielt uns mit unserem Pressingfußball insofern in die Karten, dass die Heimmannschaft durch ihre offensive Ausrichtung hinten mehr aufmacht und sich dadurch für uns mehr Räume im letzten Drittel ergeben. Gerade bei schneller Balleroberung durch hohes Pressing ist der Weg zum gegnerischen Tor dann auch sehr kurz. Diese Umstände erhöhen die Chance auf ein Tor massiv und waren in dieser Saison bei uns auch häufig zu beobachten.
Das Problem beim Pressingfußball ist, dass man sich mit dieser Art von Fußball von der Spielweise des Gegners abhängig macht. Wenn der Gegner nicht die Initiative nicht übernimmt, steht man dumm da. Dann muss man nämlich selbst die Initiative übernehmen und das ist etwas, was Rapp aus meiner Sicht noch nicht geschafft hat. Ich weiß auch gar nicht, ob er das kann. Unter Rapp reagieren wir zu viel auf das, was der Gegner macht. Und auf das Nürnberg-Beispiel bezogen, greife ich nochmal eine andere Passage aus meinem Post-Match-Beitrag auf. Hecking hatte schon vor dem Spiel befürchtet, dass die Nürnberger Spielweise mit viel Ballbesitz und Eigeninitiative unserer Mannschaft sehr entgegenkommt. Und genau so ist es dann auch gekommen. Wir haben uns gegen Nürnberg aufs Pressing verlegt und sind damit zum Erfolg gekommen.
Das Problem ist nur, dass die wenigsten Mannschaften in dieser Liga Ballbesitzfußball spielen. Die meisten Teams stellen sich hinten rein und lauern auf Konter. Und das ist genau die Spielweise, die uns nicht liegt. Da mussten in den vergangenen Jahren immer wieder Lösungen gefunden werden, wie man solche Mannschaften bespielen kann. Und das hat bei Anfang, Walter und Werner gut bis sehr gut funktioniert. Rapp hat eine solche Lösung noch nicht gefunden, obwohl er schon seine zweite Saison bestreitet. Anfang und Walter haben vom Start weg ihre Idee auf die Mannschaft übertragen können. Werner hat es nach seiner ersten Saison geschafft, indem er in der Sommerpause was richtig gutes zusammengetüftelt hat. Bei Rapp funktioniert seine Grundidee nicht uneingeschränkt wie bei Anfang und Walter und er scheint im Gegensatz zu Werner im vergangenen Sommer auch keine Lösung ermittelt zu haben, wie man mit dem vorhandenen Spielermaterial erfolgreichen Ballbesitzfußball spielen lassen kann. Das war das, was ich mir für diese Saison von ihm erhofft habe und das Ergebnis ist ziemlich enttäuschend. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit stellt sich mir eben auch die Frage, ob Rapp überhaupt Ballbesitzfußball spielen lassen kann, oder ob er davon einfach keinen Plan hat. Er erscheint mir nämlich durchaus als Trainer, der seinen Stil an gegenerische Mannschaften anpassen kann und so auch „auscoacht“. Aber das bewegt sich nur im Rahmen seines geliebten Pressingfußballs. Den Ballbesitzfußball vergangener Tage hat Rapp bisher nur in Ansätzen zu Beginn seiner Amtszeit versucht, die wenig erfolgreich waren.
Dementsprechend bin ich schon länger zu dem Schluss gekommen, dass Rapp hervorragenden Pressingfußball spielen lassen kann, weil er das in Hoffenheim gelernt hat. Aber die Art von Ballbesitzfußball à la Anfang und Werner, die Holstein Kiel in den vergangenen Jahren so erfolgreich gemacht hat, scheint Rapp nicht im Repertoire zu haben. Er sagt zwar immer, dass er Ballbesitzfußball spielen lassen will, aber sein Ballbesitzfußball zeichnet sich nur dadurch aus, dass wir viel Ballbesitz haben. Man muss aber aus dem Ballbesitz heraus auch genug offensive Gefahr entwickeln und darf gleichzeitig auch die defensive Stabilität nicht unbeachtet lassen. Beides sind Punkte, bei denen Rapp erheblichen Nachholbedarf hat, wenn er es denn überhaupt kann.
Also, ich denke schon, dass ersichtlich ist, wie Rapp den Gegner offensiv bespielen will. Das Stilmittel der Wahl ist ein schnelles Überbrücken des Mittelfeldes, genau wie es bei Anfang der Fall war. Der Unterschied ist, dass es bei Anfang festgelegte Ballträger und Passspieler gab. Bei Rapp ist der Pass selbst mehr Mittel zum Zweck. Es soll schnell und vertikal nach vorne gespielt werden. Natürlich kannst du damit, mit hoher Passgenauigkeit und Passschärfe auch tiefstehende Gegner knacken. Man sagt dazu, dass man den Gegner siziert und ihn sich zurecht legt. Das A und O ist meiner Meinung nach übrigens eine entsprechende Dominanz im Mittelfeld. Meiner Meinung nach ist dass das größte Problem. Unter Walter und Werner hatten wir die. Wenn wir ein überlegenes Mittelfeld hätten könnten wir uns auch defensive Gegner entsprechend zurechtlegen. Dann ist es egal, wie der Gegner steht. Wir haben diese Dominanz nur, wenn man uns im Mittelfeld Platz gibt, weil wir eben technisch und spielerisch nicht überlegen genug sind. Es ist also nicht so, dass Rapp das nicht hinbekommt. Er hat nicht die richtigen Spieler. Ole Werner ist übrigens genau deswegen gegangen. Er hätte das also auch nicht hinbekommen. Von daher muss man differenzieren, ob Rapp es wirklich nicht kann oder ob schlicht die Mittel fehlen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von henry78 am 25.04.2023 um 14:50 Uhr bearbeitet
25.04.2023 - 18:13 Uhr
Zitat von henry78
Also, ich denke schon, dass ersichtlich ist, wie Rapp den Gegner offensiv bespielen will. Das Stilmittel der Wahl ist ein schnelles Überbrücken des Mittelfeldes, genau wie es bei Anfang der Fall war. Der Unterschied ist, dass es bei Anfang festgelegte Ballträger und Passspieler gab. Bei Rapp ist der Pass selbst mehr Mittel zum Zweck. Es soll schnell und vertikal nach vorne gespielt werden. Natürlich kannst du damit, mit hoher Passgenauigkeit und Passschärfe auch tiefstehende Gegner knacken. Man sagt dazu, dass man den Gegner siziert und ihn sich zurecht legt. Das A und O ist meiner Meinung nach übrigens eine entsprechende Dominanz im Mittelfeld. Meiner Meinung nach ist dass das größte Problem. Unter Walter und Werner hatten wir die. Wenn wir ein überlegenes Mittelfeld hätten könnten wir uns auch defensive Gegner entsprechend zurechtlegen. Dann ist es egal, wie der Gegner steht. Wir haben diese Dominanz nur, wenn man uns im Mittelfeld Platz gibt, weil wir eben technisch und spielerisch nicht überlegen genug sind. Es ist also nicht so, dass Rapp das nicht hinbekommt. Er hat nicht die richtigen Spieler. Ole Werner ist übrigens genau deswegen gegangen. Er hätte das also auch nicht hinbekommen. Von daher muss man differenzieren, ob Rapp es wirklich nicht kann oder ob schlicht die Mittel fehlen.
Zitat von Kieler_Storch
Meine Bemerkung bezog sich eher darauf, dass man nicht wirklich erkennen konnte, wie Rapp das Spiel bei eigenem Ballbesitz aufziehen will. Daran hat sich aus meiner Sicht auch nicht viel geändert. Gerade gegen tiefstehende Gegner, auf die wir vor allem zu Hause treffen, tun wir uns schwer. Unter Rapp finden wir keine Antwort darauf, kreieren wir keine Situationen, die eine tiefstehende Defensive in Bewegung bringen und auseinanderflechten. Das ist etwas, was wir unter den anderen Trainern oftmals geschafft haben und auch dementsprechend heimstark waren. Selbst gegen Teams wie Sandhausen, die ihr Heil oftmals in einer kompakten Defensive suchen, ist in diesen Spielen irgendwann der Knoten geplatzt. Die Gegner konnten sich dem Druck irgendwann nicht mehr erwehren. Unter Anfang war es ein viel umjubeltes 2:2, unter Walter ein 2:1 und unter Werner ein 2:0. Aber unter Rapp beißen wir uns an diesen Mannschaften die Zähne aus, lassen uns dann auskontern und verlieren im schlimmsten Fall sogar. War in der Rückrunde mehrfach zu sehen. Ich denke dabei vor allem an unsere gruselige Serie gegen die Tabellenletzten.
Auswärts hingegen präsentieren wir uns unter Rapp sehr stark. Auch das liegt meiner Meinung nach daran, dass Rapps System auswärts besser funktioniert. Die meisten Mannschaften präsentieren sich in ihren Heimspielen nämlich Forscher als in ihren Auswärtsspielen. Man fühlt sich zu Hause sicherer, möchte zudem den eigenen Fans etwas bieten und kommt dementsprechend offensiver daher. Das spielt uns mit unserem Pressingfußball insofern in die Karten, dass die Heimmannschaft durch ihre offensive Ausrichtung hinten mehr aufmacht und sich dadurch für uns mehr Räume im letzten Drittel ergeben. Gerade bei schneller Balleroberung durch hohes Pressing ist der Weg zum gegnerischen Tor dann auch sehr kurz. Diese Umstände erhöhen die Chance auf ein Tor massiv und waren in dieser Saison bei uns auch häufig zu beobachten.
Das Problem beim Pressingfußball ist, dass man sich mit dieser Art von Fußball von der Spielweise des Gegners abhängig macht. Wenn der Gegner nicht die Initiative nicht übernimmt, steht man dumm da. Dann muss man nämlich selbst die Initiative übernehmen und das ist etwas, was Rapp aus meiner Sicht noch nicht geschafft hat. Ich weiß auch gar nicht, ob er das kann. Unter Rapp reagieren wir zu viel auf das, was der Gegner macht. Und auf das Nürnberg-Beispiel bezogen, greife ich nochmal eine andere Passage aus meinem Post-Match-Beitrag auf. Hecking hatte schon vor dem Spiel befürchtet, dass die Nürnberger Spielweise mit viel Ballbesitz und Eigeninitiative unserer Mannschaft sehr entgegenkommt. Und genau so ist es dann auch gekommen. Wir haben uns gegen Nürnberg aufs Pressing verlegt und sind damit zum Erfolg gekommen.
Das Problem ist nur, dass die wenigsten Mannschaften in dieser Liga Ballbesitzfußball spielen. Die meisten Teams stellen sich hinten rein und lauern auf Konter. Und das ist genau die Spielweise, die uns nicht liegt. Da mussten in den vergangenen Jahren immer wieder Lösungen gefunden werden, wie man solche Mannschaften bespielen kann. Und das hat bei Anfang, Walter und Werner gut bis sehr gut funktioniert. Rapp hat eine solche Lösung noch nicht gefunden, obwohl er schon seine zweite Saison bestreitet. Anfang und Walter haben vom Start weg ihre Idee auf die Mannschaft übertragen können. Werner hat es nach seiner ersten Saison geschafft, indem er in der Sommerpause was richtig gutes zusammengetüftelt hat. Bei Rapp funktioniert seine Grundidee nicht uneingeschränkt wie bei Anfang und Walter und er scheint im Gegensatz zu Werner im vergangenen Sommer auch keine Lösung ermittelt zu haben, wie man mit dem vorhandenen Spielermaterial erfolgreichen Ballbesitzfußball spielen lassen kann. Das war das, was ich mir für diese Saison von ihm erhofft habe und das Ergebnis ist ziemlich enttäuschend. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit stellt sich mir eben auch die Frage, ob Rapp überhaupt Ballbesitzfußball spielen lassen kann, oder ob er davon einfach keinen Plan hat. Er erscheint mir nämlich durchaus als Trainer, der seinen Stil an gegenerische Mannschaften anpassen kann und so auch „auscoacht“. Aber das bewegt sich nur im Rahmen seines geliebten Pressingfußballs. Den Ballbesitzfußball vergangener Tage hat Rapp bisher nur in Ansätzen zu Beginn seiner Amtszeit versucht, die wenig erfolgreich waren.
Dementsprechend bin ich schon länger zu dem Schluss gekommen, dass Rapp hervorragenden Pressingfußball spielen lassen kann, weil er das in Hoffenheim gelernt hat. Aber die Art von Ballbesitzfußball à la Anfang und Werner, die Holstein Kiel in den vergangenen Jahren so erfolgreich gemacht hat, scheint Rapp nicht im Repertoire zu haben. Er sagt zwar immer, dass er Ballbesitzfußball spielen lassen will, aber sein Ballbesitzfußball zeichnet sich nur dadurch aus, dass wir viel Ballbesitz haben. Man muss aber aus dem Ballbesitz heraus auch genug offensive Gefahr entwickeln und darf gleichzeitig auch die defensive Stabilität nicht unbeachtet lassen. Beides sind Punkte, bei denen Rapp erheblichen Nachholbedarf hat, wenn er es denn überhaupt kann.
Zitat von henry78
Das denke ich auch. Ich sage ja, dass er die Zeit bekommen soll, dann mit seinem Kader zu arbeiten, bzw. diesen erst einmal nach seinen Vorstellungen zusammenzustellen. Wie du richtig sagst, muss er sich da dann beweisen. Dann kann er seinen Fussball, hoffentlich, spielen lassen und es gibt keine Ausreden mehr. Ich hoffe, dass wir dann attraktiven und erfolgreichen Fussball sehen. Wenn nicht, dann müssen wir zwangsläufig über den Trainer, und dann auch über Stöver, reden. Bis dahin sollten wir Rapp diese Chance geben.
Ich bin auch der Meinung, dass man gegen Nürnberg den Fußball gesehen hat, der Rapp am ehesten vorschwebt. Das habe ich ja auch in meinen Beitrag nach dem Spiel in den Spieltagsthread geschrieben. Es war auch schon die ganze Zeit ersichtlich, dass Rapp den Pressingfußball spielen lassen will, den er in Hoffenheim gelernt hat. Hoffenheim ist ja für seinen Pressingfußball bekannt. Auch das habe ich schon mal irgendwo hier reingeschrieben. Insofern ist es nicht so, dass ich keine Idee hatte, was „Rapp-Fußball“ ist. Zitat von Kieler
Rapp hat taktische Fehler gemacht über die ich mich auch geärgert habe aber die machen auch erfahrene Trainer siehe Bielefeld, Nürnberg, Hannover u.s.w. die mit viel besserem Spielermaterial mehrfach den Trainer wechselten aber tabellenmäßig deutlich schlechter als Holstein stehen.
Nächste Saison muss sich Rapp allerdings beweisen ob er mit einer von ihm und Stöver zusammengestellten Mannschaft den größten Umbruch seit dem Aufstieg schaffen kann. 8-10 neue Spieler zu inetegrieren wird eine Mammutaufgabe ohne entsprechende Qualitätspieler in der Abwehr im def. Mittelfeld und im Angriff wird es eine schwere Saison werden. hter als Holstein in der Tabelle stehen.
Zitat von henry78
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Rapp hat taktische Fehler gemacht über die ich mich auch geärgert habe aber die machen auch erfahrene Trainer siehe Bielefeld, Nürnberg, Hannover u.s.w. die mit viel besserem Spielermaterial mehrfach den Trainer wechselten aber tabellenmäßig deutlich schlechter als Holstein stehen.
Nächste Saison muss sich Rapp allerdings beweisen ob er mit einer von ihm und Stöver zusammengestellten Mannschaft den größten Umbruch seit dem Aufstieg schaffen kann. 8-10 neue Spieler zu inetegrieren wird eine Mammutaufgabe ohne entsprechende Qualitätspieler in der Abwehr im def. Mittelfeld und im Angriff wird es eine schwere Saison werden. hter als Holstein in der Tabelle stehen.
Das denke ich auch. Ich sage ja, dass er die Zeit bekommen soll, dann mit seinem Kader zu arbeiten, bzw. diesen erst einmal nach seinen Vorstellungen zusammenzustellen. Wie du richtig sagst, muss er sich da dann beweisen. Dann kann er seinen Fussball, hoffentlich, spielen lassen und es gibt keine Ausreden mehr. Ich hoffe, dass wir dann attraktiven und erfolgreichen Fussball sehen. Wenn nicht, dann müssen wir zwangsläufig über den Trainer, und dann auch über Stöver, reden. Bis dahin sollten wir Rapp diese Chance geben.
Meine Bemerkung bezog sich eher darauf, dass man nicht wirklich erkennen konnte, wie Rapp das Spiel bei eigenem Ballbesitz aufziehen will. Daran hat sich aus meiner Sicht auch nicht viel geändert. Gerade gegen tiefstehende Gegner, auf die wir vor allem zu Hause treffen, tun wir uns schwer. Unter Rapp finden wir keine Antwort darauf, kreieren wir keine Situationen, die eine tiefstehende Defensive in Bewegung bringen und auseinanderflechten. Das ist etwas, was wir unter den anderen Trainern oftmals geschafft haben und auch dementsprechend heimstark waren. Selbst gegen Teams wie Sandhausen, die ihr Heil oftmals in einer kompakten Defensive suchen, ist in diesen Spielen irgendwann der Knoten geplatzt. Die Gegner konnten sich dem Druck irgendwann nicht mehr erwehren. Unter Anfang war es ein viel umjubeltes 2:2, unter Walter ein 2:1 und unter Werner ein 2:0. Aber unter Rapp beißen wir uns an diesen Mannschaften die Zähne aus, lassen uns dann auskontern und verlieren im schlimmsten Fall sogar. War in der Rückrunde mehrfach zu sehen. Ich denke dabei vor allem an unsere gruselige Serie gegen die Tabellenletzten.
Auswärts hingegen präsentieren wir uns unter Rapp sehr stark. Auch das liegt meiner Meinung nach daran, dass Rapps System auswärts besser funktioniert. Die meisten Mannschaften präsentieren sich in ihren Heimspielen nämlich Forscher als in ihren Auswärtsspielen. Man fühlt sich zu Hause sicherer, möchte zudem den eigenen Fans etwas bieten und kommt dementsprechend offensiver daher. Das spielt uns mit unserem Pressingfußball insofern in die Karten, dass die Heimmannschaft durch ihre offensive Ausrichtung hinten mehr aufmacht und sich dadurch für uns mehr Räume im letzten Drittel ergeben. Gerade bei schneller Balleroberung durch hohes Pressing ist der Weg zum gegnerischen Tor dann auch sehr kurz. Diese Umstände erhöhen die Chance auf ein Tor massiv und waren in dieser Saison bei uns auch häufig zu beobachten.
Das Problem beim Pressingfußball ist, dass man sich mit dieser Art von Fußball von der Spielweise des Gegners abhängig macht. Wenn der Gegner nicht die Initiative nicht übernimmt, steht man dumm da. Dann muss man nämlich selbst die Initiative übernehmen und das ist etwas, was Rapp aus meiner Sicht noch nicht geschafft hat. Ich weiß auch gar nicht, ob er das kann. Unter Rapp reagieren wir zu viel auf das, was der Gegner macht. Und auf das Nürnberg-Beispiel bezogen, greife ich nochmal eine andere Passage aus meinem Post-Match-Beitrag auf. Hecking hatte schon vor dem Spiel befürchtet, dass die Nürnberger Spielweise mit viel Ballbesitz und Eigeninitiative unserer Mannschaft sehr entgegenkommt. Und genau so ist es dann auch gekommen. Wir haben uns gegen Nürnberg aufs Pressing verlegt und sind damit zum Erfolg gekommen.
Das Problem ist nur, dass die wenigsten Mannschaften in dieser Liga Ballbesitzfußball spielen. Die meisten Teams stellen sich hinten rein und lauern auf Konter. Und das ist genau die Spielweise, die uns nicht liegt. Da mussten in den vergangenen Jahren immer wieder Lösungen gefunden werden, wie man solche Mannschaften bespielen kann. Und das hat bei Anfang, Walter und Werner gut bis sehr gut funktioniert. Rapp hat eine solche Lösung noch nicht gefunden, obwohl er schon seine zweite Saison bestreitet. Anfang und Walter haben vom Start weg ihre Idee auf die Mannschaft übertragen können. Werner hat es nach seiner ersten Saison geschafft, indem er in der Sommerpause was richtig gutes zusammengetüftelt hat. Bei Rapp funktioniert seine Grundidee nicht uneingeschränkt wie bei Anfang und Walter und er scheint im Gegensatz zu Werner im vergangenen Sommer auch keine Lösung ermittelt zu haben, wie man mit dem vorhandenen Spielermaterial erfolgreichen Ballbesitzfußball spielen lassen kann. Das war das, was ich mir für diese Saison von ihm erhofft habe und das Ergebnis ist ziemlich enttäuschend. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit stellt sich mir eben auch die Frage, ob Rapp überhaupt Ballbesitzfußball spielen lassen kann, oder ob er davon einfach keinen Plan hat. Er erscheint mir nämlich durchaus als Trainer, der seinen Stil an gegenerische Mannschaften anpassen kann und so auch „auscoacht“. Aber das bewegt sich nur im Rahmen seines geliebten Pressingfußballs. Den Ballbesitzfußball vergangener Tage hat Rapp bisher nur in Ansätzen zu Beginn seiner Amtszeit versucht, die wenig erfolgreich waren.
Dementsprechend bin ich schon länger zu dem Schluss gekommen, dass Rapp hervorragenden Pressingfußball spielen lassen kann, weil er das in Hoffenheim gelernt hat. Aber die Art von Ballbesitzfußball à la Anfang und Werner, die Holstein Kiel in den vergangenen Jahren so erfolgreich gemacht hat, scheint Rapp nicht im Repertoire zu haben. Er sagt zwar immer, dass er Ballbesitzfußball spielen lassen will, aber sein Ballbesitzfußball zeichnet sich nur dadurch aus, dass wir viel Ballbesitz haben. Man muss aber aus dem Ballbesitz heraus auch genug offensive Gefahr entwickeln und darf gleichzeitig auch die defensive Stabilität nicht unbeachtet lassen. Beides sind Punkte, bei denen Rapp erheblichen Nachholbedarf hat, wenn er es denn überhaupt kann.
Also, ich denke schon, dass ersichtlich ist, wie Rapp den Gegner offensiv bespielen will. Das Stilmittel der Wahl ist ein schnelles Überbrücken des Mittelfeldes, genau wie es bei Anfang der Fall war. Der Unterschied ist, dass es bei Anfang festgelegte Ballträger und Passspieler gab. Bei Rapp ist der Pass selbst mehr Mittel zum Zweck. Es soll schnell und vertikal nach vorne gespielt werden. Natürlich kannst du damit, mit hoher Passgenauigkeit und Passschärfe auch tiefstehende Gegner knacken. Man sagt dazu, dass man den Gegner siziert und ihn sich zurecht legt. Das A und O ist meiner Meinung nach übrigens eine entsprechende Dominanz im Mittelfeld. Meiner Meinung nach ist dass das größte Problem. Unter Walter und Werner hatten wir die. Wenn wir ein überlegenes Mittelfeld hätten könnten wir uns auch defensive Gegner entsprechend zurechtlegen. Dann ist es egal, wie der Gegner steht. Wir haben diese Dominanz nur, wenn man uns im Mittelfeld Platz gibt, weil wir eben technisch und spielerisch nicht überlegen genug sind. Es ist also nicht so, dass Rapp das nicht hinbekommt. Er hat nicht die richtigen Spieler. Ole Werner ist übrigens genau deswegen gegangen. Er hätte das also auch nicht hinbekommen. Von daher muss man differenzieren, ob Rapp es wirklich nicht kann oder ob schlicht die Mittel fehlen.
Von daher warten wir einfach mal die Transferperiode ab und sehen dann mal, wie er sich mit seinem Kader schlägt. Dann können wir bei Zeiten sicherlich zielgerichtetere Aussagen treffen. Wir sollten ihm diese Chance geben.
25.04.2023 - 19:59 Uhr
Zitat von henry78
Von daher warten wir einfach mal die Transferperiode ab und sehen dann mal, wie er sich mit seinem Kader schlägt. Dann können wir bei Zeiten sicherlich zielgerichtetere Aussagen treffen. Wir sollten ihm diese Chance geben.
Ich sage ja auch gar nicht, dass ich ihm die Chance nicht geben will. Ich sage nur, dass er meine Erwartungen in dieser Saison nicht erfüllt hat. Gerade im spielerischen Bereich wäre mehr drin gewesen. Trotzdem muss man ihm zugute halten, dass er mit dem ältesten Kader der Liga arbeiten musste, was selten ein gutes Zeichen ist. Wobei man schon sagen muss, dass die erste Elf eine gute Qualität für Zweitligaverhältnisse hat. Insofern sehe ich bei Rapp definitiv noch Luft nach oben. Kann natürlich auch nicht jeder so ein Wundertrainer sein, aber es gab auch einige Auftritte in dieser Saison, die mich nachdenklich gestimmt haben. Wir haben spielerisch im Vergleich zu den vorherigen Trainern einen Rückschritt gemacht. Ich kann mich aber noch damit arrangieren, dass Rapp unser Trainer bleibt, denn durch die starken Auswärtsauftritte wurde der Klassenerhalt gesichert und das ist das wichtigste. Allerdings schließe ich mich an, bezüglich der Oktober-Deadline. Bis dahin sollte spielerisch schon mehr gehen, als in den beiden bisherigen Spielzeiten unter Rapp. Zitat von henry78
Also, ich denke schon, dass ersichtlich ist, wie Rapp den Gegner offensiv bespielen will. Das Stilmittel der Wahl ist ein schnelles Überbrücken des Mittelfeldes, genau wie es bei Anfang der Fall war. Der Unterschied ist, dass es bei Anfang festgelegte Ballträger und Passspieler gab. Bei Rapp ist der Pass selbst mehr Mittel zum Zweck. Es soll schnell und vertikal nach vorne gespielt werden. Natürlich kannst du damit, mit hoher Passgenauigkeit und Passschärfe auch tiefstehende Gegner knacken. Man sagt dazu, dass man den Gegner siziert und ihn sich zurecht legt. Das A und O ist meiner Meinung nach übrigens eine entsprechende Dominanz im Mittelfeld. Meiner Meinung nach ist dass das größte Problem. Unter Walter und Werner hatten wir die. Wenn wir ein überlegenes Mittelfeld hätten könnten wir uns auch defensive Gegner entsprechend zurechtlegen. Dann ist es egal, wie der Gegner steht. Wir haben diese Dominanz nur, wenn man uns im Mittelfeld Platz gibt, weil wir eben technisch und spielerisch nicht überlegen genug sind. Es ist also nicht so, dass Rapp das nicht hinbekommt. Er hat nicht die richtigen Spieler. Ole Werner ist übrigens genau deswegen gegangen. Er hätte das also auch nicht hinbekommen. Von daher muss man differenzieren, ob Rapp es wirklich nicht kann oder ob schlicht die Mittel fehlen.
Zitat von Kieler_Storch
Meine Bemerkung bezog sich eher darauf, dass man nicht wirklich erkennen konnte, wie Rapp das Spiel bei eigenem Ballbesitz aufziehen will. Daran hat sich aus meiner Sicht auch nicht viel geändert. Gerade gegen tiefstehende Gegner, auf die wir vor allem zu Hause treffen, tun wir uns schwer. Unter Rapp finden wir keine Antwort darauf, kreieren wir keine Situationen, die eine tiefstehende Defensive in Bewegung bringen und auseinanderflechten. Das ist etwas, was wir unter den anderen Trainern oftmals geschafft haben und auch dementsprechend heimstark waren. Selbst gegen Teams wie Sandhausen, die ihr Heil oftmals in einer kompakten Defensive suchen, ist in diesen Spielen irgendwann der Knoten geplatzt. Die Gegner konnten sich dem Druck irgendwann nicht mehr erwehren. Unter Anfang war es ein viel umjubeltes 2:2, unter Walter ein 2:1 und unter Werner ein 2:0. Aber unter Rapp beißen wir uns an diesen Mannschaften die Zähne aus, lassen uns dann auskontern und verlieren im schlimmsten Fall sogar. War in der Rückrunde mehrfach zu sehen. Ich denke dabei vor allem an unsere gruselige Serie gegen die Tabellenletzten.
Auswärts hingegen präsentieren wir uns unter Rapp sehr stark. Auch das liegt meiner Meinung nach daran, dass Rapps System auswärts besser funktioniert. Die meisten Mannschaften präsentieren sich in ihren Heimspielen nämlich Forscher als in ihren Auswärtsspielen. Man fühlt sich zu Hause sicherer, möchte zudem den eigenen Fans etwas bieten und kommt dementsprechend offensiver daher. Das spielt uns mit unserem Pressingfußball insofern in die Karten, dass die Heimmannschaft durch ihre offensive Ausrichtung hinten mehr aufmacht und sich dadurch für uns mehr Räume im letzten Drittel ergeben. Gerade bei schneller Balleroberung durch hohes Pressing ist der Weg zum gegnerischen Tor dann auch sehr kurz. Diese Umstände erhöhen die Chance auf ein Tor massiv und waren in dieser Saison bei uns auch häufig zu beobachten.
Das Problem beim Pressingfußball ist, dass man sich mit dieser Art von Fußball von der Spielweise des Gegners abhängig macht. Wenn der Gegner nicht die Initiative nicht übernimmt, steht man dumm da. Dann muss man nämlich selbst die Initiative übernehmen und das ist etwas, was Rapp aus meiner Sicht noch nicht geschafft hat. Ich weiß auch gar nicht, ob er das kann. Unter Rapp reagieren wir zu viel auf das, was der Gegner macht. Und auf das Nürnberg-Beispiel bezogen, greife ich nochmal eine andere Passage aus meinem Post-Match-Beitrag auf. Hecking hatte schon vor dem Spiel befürchtet, dass die Nürnberger Spielweise mit viel Ballbesitz und Eigeninitiative unserer Mannschaft sehr entgegenkommt. Und genau so ist es dann auch gekommen. Wir haben uns gegen Nürnberg aufs Pressing verlegt und sind damit zum Erfolg gekommen.
Das Problem ist nur, dass die wenigsten Mannschaften in dieser Liga Ballbesitzfußball spielen. Die meisten Teams stellen sich hinten rein und lauern auf Konter. Und das ist genau die Spielweise, die uns nicht liegt. Da mussten in den vergangenen Jahren immer wieder Lösungen gefunden werden, wie man solche Mannschaften bespielen kann. Und das hat bei Anfang, Walter und Werner gut bis sehr gut funktioniert. Rapp hat eine solche Lösung noch nicht gefunden, obwohl er schon seine zweite Saison bestreitet. Anfang und Walter haben vom Start weg ihre Idee auf die Mannschaft übertragen können. Werner hat es nach seiner ersten Saison geschafft, indem er in der Sommerpause was richtig gutes zusammengetüftelt hat. Bei Rapp funktioniert seine Grundidee nicht uneingeschränkt wie bei Anfang und Walter und er scheint im Gegensatz zu Werner im vergangenen Sommer auch keine Lösung ermittelt zu haben, wie man mit dem vorhandenen Spielermaterial erfolgreichen Ballbesitzfußball spielen lassen kann. Das war das, was ich mir für diese Saison von ihm erhofft habe und das Ergebnis ist ziemlich enttäuschend. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit stellt sich mir eben auch die Frage, ob Rapp überhaupt Ballbesitzfußball spielen lassen kann, oder ob er davon einfach keinen Plan hat. Er erscheint mir nämlich durchaus als Trainer, der seinen Stil an gegenerische Mannschaften anpassen kann und so auch „auscoacht“. Aber das bewegt sich nur im Rahmen seines geliebten Pressingfußballs. Den Ballbesitzfußball vergangener Tage hat Rapp bisher nur in Ansätzen zu Beginn seiner Amtszeit versucht, die wenig erfolgreich waren.
Dementsprechend bin ich schon länger zu dem Schluss gekommen, dass Rapp hervorragenden Pressingfußball spielen lassen kann, weil er das in Hoffenheim gelernt hat. Aber die Art von Ballbesitzfußball à la Anfang und Werner, die Holstein Kiel in den vergangenen Jahren so erfolgreich gemacht hat, scheint Rapp nicht im Repertoire zu haben. Er sagt zwar immer, dass er Ballbesitzfußball spielen lassen will, aber sein Ballbesitzfußball zeichnet sich nur dadurch aus, dass wir viel Ballbesitz haben. Man muss aber aus dem Ballbesitz heraus auch genug offensive Gefahr entwickeln und darf gleichzeitig auch die defensive Stabilität nicht unbeachtet lassen. Beides sind Punkte, bei denen Rapp erheblichen Nachholbedarf hat, wenn er es denn überhaupt kann.
Zitat von henry78
Das denke ich auch. Ich sage ja, dass er die Zeit bekommen soll, dann mit seinem Kader zu arbeiten, bzw. diesen erst einmal nach seinen Vorstellungen zusammenzustellen. Wie du richtig sagst, muss er sich da dann beweisen. Dann kann er seinen Fussball, hoffentlich, spielen lassen und es gibt keine Ausreden mehr. Ich hoffe, dass wir dann attraktiven und erfolgreichen Fussball sehen. Wenn nicht, dann müssen wir zwangsläufig über den Trainer, und dann auch über Stöver, reden. Bis dahin sollten wir Rapp diese Chance geben.
Ich bin auch der Meinung, dass man gegen Nürnberg den Fußball gesehen hat, der Rapp am ehesten vorschwebt. Das habe ich ja auch in meinen Beitrag nach dem Spiel in den Spieltagsthread geschrieben. Es war auch schon die ganze Zeit ersichtlich, dass Rapp den Pressingfußball spielen lassen will, den er in Hoffenheim gelernt hat. Hoffenheim ist ja für seinen Pressingfußball bekannt. Auch das habe ich schon mal irgendwo hier reingeschrieben. Insofern ist es nicht so, dass ich keine Idee hatte, was „Rapp-Fußball“ ist. Zitat von Kieler
Rapp hat taktische Fehler gemacht über die ich mich auch geärgert habe aber die machen auch erfahrene Trainer siehe Bielefeld, Nürnberg, Hannover u.s.w. die mit viel besserem Spielermaterial mehrfach den Trainer wechselten aber tabellenmäßig deutlich schlechter als Holstein stehen.
Nächste Saison muss sich Rapp allerdings beweisen ob er mit einer von ihm und Stöver zusammengestellten Mannschaft den größten Umbruch seit dem Aufstieg schaffen kann. 8-10 neue Spieler zu inetegrieren wird eine Mammutaufgabe ohne entsprechende Qualitätspieler in der Abwehr im def. Mittelfeld und im Angriff wird es eine schwere Saison werden. hter als Holstein in der Tabelle stehen.
Zitat von henry78
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Rapp hat taktische Fehler gemacht über die ich mich auch geärgert habe aber die machen auch erfahrene Trainer siehe Bielefeld, Nürnberg, Hannover u.s.w. die mit viel besserem Spielermaterial mehrfach den Trainer wechselten aber tabellenmäßig deutlich schlechter als Holstein stehen.
Nächste Saison muss sich Rapp allerdings beweisen ob er mit einer von ihm und Stöver zusammengestellten Mannschaft den größten Umbruch seit dem Aufstieg schaffen kann. 8-10 neue Spieler zu inetegrieren wird eine Mammutaufgabe ohne entsprechende Qualitätspieler in der Abwehr im def. Mittelfeld und im Angriff wird es eine schwere Saison werden. hter als Holstein in der Tabelle stehen.
Das denke ich auch. Ich sage ja, dass er die Zeit bekommen soll, dann mit seinem Kader zu arbeiten, bzw. diesen erst einmal nach seinen Vorstellungen zusammenzustellen. Wie du richtig sagst, muss er sich da dann beweisen. Dann kann er seinen Fussball, hoffentlich, spielen lassen und es gibt keine Ausreden mehr. Ich hoffe, dass wir dann attraktiven und erfolgreichen Fussball sehen. Wenn nicht, dann müssen wir zwangsläufig über den Trainer, und dann auch über Stöver, reden. Bis dahin sollten wir Rapp diese Chance geben.
Meine Bemerkung bezog sich eher darauf, dass man nicht wirklich erkennen konnte, wie Rapp das Spiel bei eigenem Ballbesitz aufziehen will. Daran hat sich aus meiner Sicht auch nicht viel geändert. Gerade gegen tiefstehende Gegner, auf die wir vor allem zu Hause treffen, tun wir uns schwer. Unter Rapp finden wir keine Antwort darauf, kreieren wir keine Situationen, die eine tiefstehende Defensive in Bewegung bringen und auseinanderflechten. Das ist etwas, was wir unter den anderen Trainern oftmals geschafft haben und auch dementsprechend heimstark waren. Selbst gegen Teams wie Sandhausen, die ihr Heil oftmals in einer kompakten Defensive suchen, ist in diesen Spielen irgendwann der Knoten geplatzt. Die Gegner konnten sich dem Druck irgendwann nicht mehr erwehren. Unter Anfang war es ein viel umjubeltes 2:2, unter Walter ein 2:1 und unter Werner ein 2:0. Aber unter Rapp beißen wir uns an diesen Mannschaften die Zähne aus, lassen uns dann auskontern und verlieren im schlimmsten Fall sogar. War in der Rückrunde mehrfach zu sehen. Ich denke dabei vor allem an unsere gruselige Serie gegen die Tabellenletzten.
Auswärts hingegen präsentieren wir uns unter Rapp sehr stark. Auch das liegt meiner Meinung nach daran, dass Rapps System auswärts besser funktioniert. Die meisten Mannschaften präsentieren sich in ihren Heimspielen nämlich Forscher als in ihren Auswärtsspielen. Man fühlt sich zu Hause sicherer, möchte zudem den eigenen Fans etwas bieten und kommt dementsprechend offensiver daher. Das spielt uns mit unserem Pressingfußball insofern in die Karten, dass die Heimmannschaft durch ihre offensive Ausrichtung hinten mehr aufmacht und sich dadurch für uns mehr Räume im letzten Drittel ergeben. Gerade bei schneller Balleroberung durch hohes Pressing ist der Weg zum gegnerischen Tor dann auch sehr kurz. Diese Umstände erhöhen die Chance auf ein Tor massiv und waren in dieser Saison bei uns auch häufig zu beobachten.
Das Problem beim Pressingfußball ist, dass man sich mit dieser Art von Fußball von der Spielweise des Gegners abhängig macht. Wenn der Gegner nicht die Initiative nicht übernimmt, steht man dumm da. Dann muss man nämlich selbst die Initiative übernehmen und das ist etwas, was Rapp aus meiner Sicht noch nicht geschafft hat. Ich weiß auch gar nicht, ob er das kann. Unter Rapp reagieren wir zu viel auf das, was der Gegner macht. Und auf das Nürnberg-Beispiel bezogen, greife ich nochmal eine andere Passage aus meinem Post-Match-Beitrag auf. Hecking hatte schon vor dem Spiel befürchtet, dass die Nürnberger Spielweise mit viel Ballbesitz und Eigeninitiative unserer Mannschaft sehr entgegenkommt. Und genau so ist es dann auch gekommen. Wir haben uns gegen Nürnberg aufs Pressing verlegt und sind damit zum Erfolg gekommen.
Das Problem ist nur, dass die wenigsten Mannschaften in dieser Liga Ballbesitzfußball spielen. Die meisten Teams stellen sich hinten rein und lauern auf Konter. Und das ist genau die Spielweise, die uns nicht liegt. Da mussten in den vergangenen Jahren immer wieder Lösungen gefunden werden, wie man solche Mannschaften bespielen kann. Und das hat bei Anfang, Walter und Werner gut bis sehr gut funktioniert. Rapp hat eine solche Lösung noch nicht gefunden, obwohl er schon seine zweite Saison bestreitet. Anfang und Walter haben vom Start weg ihre Idee auf die Mannschaft übertragen können. Werner hat es nach seiner ersten Saison geschafft, indem er in der Sommerpause was richtig gutes zusammengetüftelt hat. Bei Rapp funktioniert seine Grundidee nicht uneingeschränkt wie bei Anfang und Walter und er scheint im Gegensatz zu Werner im vergangenen Sommer auch keine Lösung ermittelt zu haben, wie man mit dem vorhandenen Spielermaterial erfolgreichen Ballbesitzfußball spielen lassen kann. Das war das, was ich mir für diese Saison von ihm erhofft habe und das Ergebnis ist ziemlich enttäuschend. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit stellt sich mir eben auch die Frage, ob Rapp überhaupt Ballbesitzfußball spielen lassen kann, oder ob er davon einfach keinen Plan hat. Er erscheint mir nämlich durchaus als Trainer, der seinen Stil an gegenerische Mannschaften anpassen kann und so auch „auscoacht“. Aber das bewegt sich nur im Rahmen seines geliebten Pressingfußballs. Den Ballbesitzfußball vergangener Tage hat Rapp bisher nur in Ansätzen zu Beginn seiner Amtszeit versucht, die wenig erfolgreich waren.
Dementsprechend bin ich schon länger zu dem Schluss gekommen, dass Rapp hervorragenden Pressingfußball spielen lassen kann, weil er das in Hoffenheim gelernt hat. Aber die Art von Ballbesitzfußball à la Anfang und Werner, die Holstein Kiel in den vergangenen Jahren so erfolgreich gemacht hat, scheint Rapp nicht im Repertoire zu haben. Er sagt zwar immer, dass er Ballbesitzfußball spielen lassen will, aber sein Ballbesitzfußball zeichnet sich nur dadurch aus, dass wir viel Ballbesitz haben. Man muss aber aus dem Ballbesitz heraus auch genug offensive Gefahr entwickeln und darf gleichzeitig auch die defensive Stabilität nicht unbeachtet lassen. Beides sind Punkte, bei denen Rapp erheblichen Nachholbedarf hat, wenn er es denn überhaupt kann.
Also, ich denke schon, dass ersichtlich ist, wie Rapp den Gegner offensiv bespielen will. Das Stilmittel der Wahl ist ein schnelles Überbrücken des Mittelfeldes, genau wie es bei Anfang der Fall war. Der Unterschied ist, dass es bei Anfang festgelegte Ballträger und Passspieler gab. Bei Rapp ist der Pass selbst mehr Mittel zum Zweck. Es soll schnell und vertikal nach vorne gespielt werden. Natürlich kannst du damit, mit hoher Passgenauigkeit und Passschärfe auch tiefstehende Gegner knacken. Man sagt dazu, dass man den Gegner siziert und ihn sich zurecht legt. Das A und O ist meiner Meinung nach übrigens eine entsprechende Dominanz im Mittelfeld. Meiner Meinung nach ist dass das größte Problem. Unter Walter und Werner hatten wir die. Wenn wir ein überlegenes Mittelfeld hätten könnten wir uns auch defensive Gegner entsprechend zurechtlegen. Dann ist es egal, wie der Gegner steht. Wir haben diese Dominanz nur, wenn man uns im Mittelfeld Platz gibt, weil wir eben technisch und spielerisch nicht überlegen genug sind. Es ist also nicht so, dass Rapp das nicht hinbekommt. Er hat nicht die richtigen Spieler. Ole Werner ist übrigens genau deswegen gegangen. Er hätte das also auch nicht hinbekommen. Von daher muss man differenzieren, ob Rapp es wirklich nicht kann oder ob schlicht die Mittel fehlen.
Von daher warten wir einfach mal die Transferperiode ab und sehen dann mal, wie er sich mit seinem Kader schlägt. Dann können wir bei Zeiten sicherlich zielgerichtetere Aussagen treffen. Wir sollten ihm diese Chance geben.
Das Problem sind genau diese Vertikalbälle. Die kommen nämlich meistens hoch auf die Außen, die dann Flanken, aber in der Mitte keinen Abnehmer finden. Das starke Passspiel in der Offensive war unter allen vorherigen Trainern, die länger als 6 Spiele da waren, ein Markenzeichen von Holstein Kiel. Das war ein elementares Puzzlestück für unseren Erfolg. Diese hohen Vertikalbälle nach vorne auf die Außen sind zu uninspiriert. Die Überzahl im Mittelfeld war auch immer klar ersichtlich. Gerade bei Werner konnte man den Unterschied zu seiner ersten Saison deutlich erkennen, die Offensivkraft ging aus Überlastung der Offensive aus einer gesicherten Defensive hervor. Das ist der Spielstil, den dieser Verein braucht und da muss Rapp einen Weg finde, wie er diesen Stil in seine Vorstellungen implementiert.
26.04.2023 - 09:37 Uhr
Quervergleiche zur Zeit unter Werner finde ich etwas schwierig, wenn man die Zeit nimmt, in der Werner auf Meffert (jetzt Schlüsselspieler im individuell stärksten Kader der Liga), Lee (dessen Qualität man am Wochenende mal wieder gut sehen konnte), Serra, der bei uns viele Bälle ablegen und teils spektakulär selbst treffen konnte und größtenteils auch noch auf einen Bartels in überragender Form zurückgreifen konnte. Ein System kann ja letztlich auch nur so gut sein, wie seine individuellen Komponenten und mit dem Kader der letzten Saison hat Werner bekanntlich einen krachenden Fehlstart hingelegt.
Der aktuelle Kader ist natürlich kein schlechter, auch wenn es ihm an etwas an Perspektive mangelt, aber ich glaube man kann nicht abstreiten, dass der Kader aus 2020/21 grade in der Spitze im Nachhinein individuell eine andere Hausnummer war.
Der aktuelle Kader ist natürlich kein schlechter, auch wenn es ihm an etwas an Perspektive mangelt, aber ich glaube man kann nicht abstreiten, dass der Kader aus 2020/21 grade in der Spitze im Nachhinein individuell eine andere Hausnummer war.
26.04.2023 - 12:34 Uhr
Zitat von Gulasch
Quervergleiche zur Zeit unter Werner finde ich etwas schwierig, wenn man die Zeit nimmt, in der Werner auf Meffert (jetzt Schlüsselspieler im individuell stärksten Kader der Liga), Lee (dessen Qualität man am Wochenende mal wieder gut sehen konnte), Serra, der bei uns viele Bälle ablegen und teils spektakulär selbst treffen konnte und größtenteils auch noch auf einen Bartels in überragender Form zurückgreifen konnte. Ein System kann ja letztlich auch nur so gut sein, wie seine individuellen Komponenten und mit dem Kader der letzten Saison hat Werner bekanntlich einen krachenden Fehlstart hingelegt.
Der aktuelle Kader ist natürlich kein schlechter, auch wenn es ihm an etwas an Perspektive mangelt, aber ich glaube man kann nicht abstreiten, dass der Kader aus 2020/21 grade in der Spitze im Nachhinein individuell eine andere Hausnummer war.
Quervergleiche zur Zeit unter Werner finde ich etwas schwierig, wenn man die Zeit nimmt, in der Werner auf Meffert (jetzt Schlüsselspieler im individuell stärksten Kader der Liga), Lee (dessen Qualität man am Wochenende mal wieder gut sehen konnte), Serra, der bei uns viele Bälle ablegen und teils spektakulär selbst treffen konnte und größtenteils auch noch auf einen Bartels in überragender Form zurückgreifen konnte. Ein System kann ja letztlich auch nur so gut sein, wie seine individuellen Komponenten und mit dem Kader der letzten Saison hat Werner bekanntlich einen krachenden Fehlstart hingelegt.
Der aktuelle Kader ist natürlich kein schlechter, auch wenn es ihm an etwas an Perspektive mangelt, aber ich glaube man kann nicht abstreiten, dass der Kader aus 2020/21 grade in der Spitze im Nachhinein individuell eine andere Hausnummer war.
Absolut richtig, aber das zeigt auch das der Sportdirektor/Trainer der Mannschaft nur Mist einkauft.
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