| Geburtsdatum | 16.04.1979 |
|---|---|
| Alter | 47 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | FC St. Pauli |
Marcel Rapp [Trainer]
01.10.2021 - 18:36 Uhr
12.02.2023 - 15:39 Uhr
Ich möchte mich nochmal zu der Pressekonferenz nach dem Spiel äußern.
Während es Titz fast schon peinlich war, gegen Kiel gewonnen zu haben und von einem "Sieg über die Zeit retten" gesprochen hat, kam von Rapp einfach nicht die angemessene Reaktion nach einer Niederlage zu Hause gegen den Tabellenletzten. Wenn man überraschend gegen den - dazu noch komplett verletzungsdezimierten - Tabellenletzten verliert, dann erwarte ich einfach mehr kritische Selbstreflexion. Unzufriedenheit mit dem Ergebnis. Und eine Ansage an die Fans, z.B. dass man dieses Spiel als Warnsignal begreift und nochmal jeden Stein umdreht und sich selbst kritisch hinterfragt. Stattdessen gab es business as usual.
Rapp beklagt, dass sie nicht genug der zahlreichen Chancen reingemacht haben. Aber die Spieler schössen ja auch nicht absichtlich daneben. Von Chancenwucher war die Rede. Ich will gar nicht darauf eingehen, dass diese Leier fast jede Woche wieder zu hören ist. (Das hat sogar ein Journalist angesprochen. Antwort Rapp: Besser viele verdaddelte als gar keine Chancen im Spiel zu haben!)
Die Abwehr ist dagegen kein Thema. Auch nicht die letzten 30 Minuten, die uns hinten in der Abwehr das Spiel gekostet haben. Mannschaft spielt offensiv mit der Brechstange und lässt hinten riesige Räume. So gut wie kein Wort dazu. Und ich denke, dass ist auch Ursache unserer Abwehrschwäche. Rapp will offensiv spielen, ihn interessiert die Abwehr nicht sonderlich. Die muss halt - irgendwie - funktionieren. Rapp geht es nur um die Offensive, deswegen holt er ja auch möglichst viele Spieler nach vorne und lässt mit Dreierkette spielen. Aber wer ausschließlich nur auf die Offensive schaut, der kann kein erfolgreiches System entwickeln. Schaut euch die Pressekonferenz nochmal an. Es geht die ganze Zeit bei Rapp nur um Offensive und verpasste Chancen. Über die Abwehr nur ein Halbsatz "da müssen wir noch weniger Chancen zulassen als bisher". Die Gegentore werden fast fatalistisch als unabwendbares Naturereignis hingenommen, "da hat man mal 5 Minuten schlecht gespielt". Das ist schon Realitätsverweigerung, wenn ab der 60. Minute unser Strafraum nicht nur in Flammen steht, sondern komplett abbrennt.
Die absolute Höhe ist jedoch die Aussage zum Ende der PK, als Rapp auf Nachfrage sagt, die 2. Liga ist so ausgeglichen, alle Mannschaften sind fast ebenbürtig, fast alle Spiele sind 50:50 Spiele, sieht man ja auch an den Punkten in der Tabelle. Sowas kann man einfach nicht sagen, wenn man gerade zu Hause gegen den Tabellenletzten verloren hat. Das regt mich noch einen Tag später auf. SO NICHT!
Mangelndes Problembewusstsein und Realitätsverzerrung. Für mich hat Rapp mit so einer Reaktion einen Haufen Porzellan zerschlagen.
Während es Titz fast schon peinlich war, gegen Kiel gewonnen zu haben und von einem "Sieg über die Zeit retten" gesprochen hat, kam von Rapp einfach nicht die angemessene Reaktion nach einer Niederlage zu Hause gegen den Tabellenletzten. Wenn man überraschend gegen den - dazu noch komplett verletzungsdezimierten - Tabellenletzten verliert, dann erwarte ich einfach mehr kritische Selbstreflexion. Unzufriedenheit mit dem Ergebnis. Und eine Ansage an die Fans, z.B. dass man dieses Spiel als Warnsignal begreift und nochmal jeden Stein umdreht und sich selbst kritisch hinterfragt. Stattdessen gab es business as usual.
Rapp beklagt, dass sie nicht genug der zahlreichen Chancen reingemacht haben. Aber die Spieler schössen ja auch nicht absichtlich daneben. Von Chancenwucher war die Rede. Ich will gar nicht darauf eingehen, dass diese Leier fast jede Woche wieder zu hören ist. (Das hat sogar ein Journalist angesprochen. Antwort Rapp: Besser viele verdaddelte als gar keine Chancen im Spiel zu haben!)
Die Abwehr ist dagegen kein Thema. Auch nicht die letzten 30 Minuten, die uns hinten in der Abwehr das Spiel gekostet haben. Mannschaft spielt offensiv mit der Brechstange und lässt hinten riesige Räume. So gut wie kein Wort dazu. Und ich denke, dass ist auch Ursache unserer Abwehrschwäche. Rapp will offensiv spielen, ihn interessiert die Abwehr nicht sonderlich. Die muss halt - irgendwie - funktionieren. Rapp geht es nur um die Offensive, deswegen holt er ja auch möglichst viele Spieler nach vorne und lässt mit Dreierkette spielen. Aber wer ausschließlich nur auf die Offensive schaut, der kann kein erfolgreiches System entwickeln. Schaut euch die Pressekonferenz nochmal an. Es geht die ganze Zeit bei Rapp nur um Offensive und verpasste Chancen. Über die Abwehr nur ein Halbsatz "da müssen wir noch weniger Chancen zulassen als bisher". Die Gegentore werden fast fatalistisch als unabwendbares Naturereignis hingenommen, "da hat man mal 5 Minuten schlecht gespielt". Das ist schon Realitätsverweigerung, wenn ab der 60. Minute unser Strafraum nicht nur in Flammen steht, sondern komplett abbrennt.
Die absolute Höhe ist jedoch die Aussage zum Ende der PK, als Rapp auf Nachfrage sagt, die 2. Liga ist so ausgeglichen, alle Mannschaften sind fast ebenbürtig, fast alle Spiele sind 50:50 Spiele, sieht man ja auch an den Punkten in der Tabelle. Sowas kann man einfach nicht sagen, wenn man gerade zu Hause gegen den Tabellenletzten verloren hat. Das regt mich noch einen Tag später auf. SO NICHT!
Mangelndes Problembewusstsein und Realitätsverzerrung. Für mich hat Rapp mit so einer Reaktion einen Haufen Porzellan zerschlagen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Holstein86 am 12.02.2023 um 15:50 Uhr bearbeitet
12.02.2023 - 17:39 Uhr
Zitat von Holstein86
Ich möchte mich nochmal zu der Pressekonferenz nach dem Spiel äußern.
Während es Titz fast schon peinlich war, gegen Kiel gewonnen zu haben und von einem "Sieg über die Zeit retten" gesprochen hat, kam von Rapp einfach nicht die angemessene Reaktion nach einer Niederlage zu Hause gegen den Tabellenletzten. Wenn man überraschend gegen den - dazu noch komplett verletzungsdezimierten - Tabellenletzten verliert, dann erwarte ich einfach mehr kritische Selbstreflexion. Unzufriedenheit mit dem Ergebnis. Und eine Ansage an die Fans, z.B. dass man dieses Spiel als Warnsignal begreift und nochmal jeden Stein umdreht und sich selbst kritisch hinterfragt. Stattdessen gab es business as usual.
Rapp beklagt, dass sie nicht genug der zahlreichen Chancen reingemacht haben. Aber die Spieler schössen ja auch nicht absichtlich daneben. Von Chancenwucher war die Rede. Ich will gar nicht darauf eingehen, dass diese Leier fast jede Woche wieder zu hören ist. (Das hat sogar ein Journalist angesprochen. Antwort Rapp: Besser viele verdaddelte als gar keine Chancen im Spiel zu haben!)
Die Abwehr ist dagegen kein Thema. Auch nicht die letzten 30 Minuten, die uns hinten in der Abwehr das Spiel gekostet haben. Mannschaft spielt offensiv mit der Brechstange und lässt hinten riesige Räume. So gut wie kein Wort dazu. Und ich denke, dass ist auch Ursache unserer Abwehrschwäche. Rapp will offensiv spielen, ihn interessiert die Abwehr nicht sonderlich. Die muss halt - irgendwie - funktionieren. Rapp geht es nur um die Offensive, deswegen holt er ja auch möglichst viele Spieler nach vorne und lässt mit Dreierkette spielen. Aber wer ausschließlich nur auf die Offensive schaut, der kann kein erfolgreiches System entwickeln. Schaut euch die Pressekonferenz nochmal an. Es geht die ganze Zeit bei Rapp nur um Offensive und verpasste Chancen. Über die Abwehr nur ein Halbsatz "da müssen wir noch weniger Chancen zulassen als bisher". Die Gegentore werden fast fatalistisch als unabwendbares Naturereignis hingenommen, "da hat man mal 5 Minuten schlecht gespielt". Das ist schon Realitätsverweigerung, wenn ab der 60. Minute unser Strafraum nicht nur in Flammen steht, sondern komplett abbrennt.
Die absolute Höhe ist jedoch die Aussage zum Ende der PK, als Rapp auf Nachfrage sagt, die 2. Liga ist so ausgeglichen, alle Mannschaften sind fast ebenbürtig, fast alle Spiele sind 50:50 Spiele, sieht man ja auch an den Punkten in der Tabelle. Sowas kann man einfach nicht sagen, wenn man gerade zu Hause gegen den Tabellenletzten verloren hat. Das regt mich noch einen Tag später auf. SO NICHT!
Mangelndes Problembewusstsein und Realitätsverzerrung. Für mich hat Rapp mit so einer Reaktion einen Haufen Porzellan zerschlagen.
PKs mit Rapp gebe ich mir schon seit seinem Amtsantritt so gut wie gar nicht mehr. Seine Kommunikation ist gelinde gesagt bedenklich. Man nimmt nichts als Frust und Fragezeichen aus diesen Sitzungen mit. Bei Ole habe ich mir die Pks fast immer angeguckt. Ole ist auf seine Art durchaus unterhaltsam. Ruhige, klare und vor allem eindeutige Kommunikation. Hin und wieder auch mal n Moment zum Schmunzeln. Rapps Art auf PKs passt für mich in den negativen Gesamteindruck, den ich von ihm habe. Ich möchte mich nochmal zu der Pressekonferenz nach dem Spiel äußern.
Während es Titz fast schon peinlich war, gegen Kiel gewonnen zu haben und von einem "Sieg über die Zeit retten" gesprochen hat, kam von Rapp einfach nicht die angemessene Reaktion nach einer Niederlage zu Hause gegen den Tabellenletzten. Wenn man überraschend gegen den - dazu noch komplett verletzungsdezimierten - Tabellenletzten verliert, dann erwarte ich einfach mehr kritische Selbstreflexion. Unzufriedenheit mit dem Ergebnis. Und eine Ansage an die Fans, z.B. dass man dieses Spiel als Warnsignal begreift und nochmal jeden Stein umdreht und sich selbst kritisch hinterfragt. Stattdessen gab es business as usual.
Rapp beklagt, dass sie nicht genug der zahlreichen Chancen reingemacht haben. Aber die Spieler schössen ja auch nicht absichtlich daneben. Von Chancenwucher war die Rede. Ich will gar nicht darauf eingehen, dass diese Leier fast jede Woche wieder zu hören ist. (Das hat sogar ein Journalist angesprochen. Antwort Rapp: Besser viele verdaddelte als gar keine Chancen im Spiel zu haben!)
Die Abwehr ist dagegen kein Thema. Auch nicht die letzten 30 Minuten, die uns hinten in der Abwehr das Spiel gekostet haben. Mannschaft spielt offensiv mit der Brechstange und lässt hinten riesige Räume. So gut wie kein Wort dazu. Und ich denke, dass ist auch Ursache unserer Abwehrschwäche. Rapp will offensiv spielen, ihn interessiert die Abwehr nicht sonderlich. Die muss halt - irgendwie - funktionieren. Rapp geht es nur um die Offensive, deswegen holt er ja auch möglichst viele Spieler nach vorne und lässt mit Dreierkette spielen. Aber wer ausschließlich nur auf die Offensive schaut, der kann kein erfolgreiches System entwickeln. Schaut euch die Pressekonferenz nochmal an. Es geht die ganze Zeit bei Rapp nur um Offensive und verpasste Chancen. Über die Abwehr nur ein Halbsatz "da müssen wir noch weniger Chancen zulassen als bisher". Die Gegentore werden fast fatalistisch als unabwendbares Naturereignis hingenommen, "da hat man mal 5 Minuten schlecht gespielt". Das ist schon Realitätsverweigerung, wenn ab der 60. Minute unser Strafraum nicht nur in Flammen steht, sondern komplett abbrennt.
Die absolute Höhe ist jedoch die Aussage zum Ende der PK, als Rapp auf Nachfrage sagt, die 2. Liga ist so ausgeglichen, alle Mannschaften sind fast ebenbürtig, fast alle Spiele sind 50:50 Spiele, sieht man ja auch an den Punkten in der Tabelle. Sowas kann man einfach nicht sagen, wenn man gerade zu Hause gegen den Tabellenletzten verloren hat. Das regt mich noch einen Tag später auf. SO NICHT!
Mangelndes Problembewusstsein und Realitätsverzerrung. Für mich hat Rapp mit so einer Reaktion einen Haufen Porzellan zerschlagen.
Die Aussagen passen für mich auch zu dem, was wir auf dem Platz sehen. Rapp will gewinnen, indem die Mannschaft mehr Tore schießen soll, als der Gegner. Dass das auch geht, indem man nur ein Tor schießt, hat er anscheinend nicht verstanden. Ich kann mich nur wiederholen. Der Schlüssel zum großen Erfolg ging bei uns immer über eine stabile Defensive. Wenn wir die Top 3 erreicht haben, hatten wir 3 von 4 Mal die beste Abwehr der Liga. 14/15, 16/17 und 20/21. In der Saison 17/18 hatten wir zwar nicht die beste Abwehr der Liga, aber immerhin die fünftbeste und angesichts der unglaublich starken Offensive eine ebenfalls bockstarke Balance zwischen Abwehr und Angriff. Was heißt das im Klartext? Wenn man mit Holstein Kiel bahnbrechenden Erfolg haben will, muss man zunächst die Defensive stabilisieren!
Man kann leichte Abstriche bei der Stabilisierung der Defensive machen, wenn man dafür in der Offensive über eine traumwandlerisch sichere und in besonderem Maße torgefährliche Formation verfügt. Aber auch davon sind wir weit entfernt. Die Offensive wirkt oftmals auch ziemlich zerstreut, noch kein Tor aus dem Spiel heraus in 2023. Könnte auch daran liegen, dass Rapp sein Hauptaugenmerk auf die Offensive richtet. Die überfrachtet er mit Input, sodass zu wenig Platz für Kreativität und Spontanität ist. So oder so kommt man zu dem Schluss, dass Rapps Überlastung der Offensive kontraproduktiv ist. Man muss alle Mannschaftsteile gleichermaßen beleuchten. Wenn man das nicht tut, geht es bergab.
Von solchen Trainern, die vorwiegend offensiv denken, gibt es in den NLZs ne ganze Reihe. Deshalb gibt es auch Woche für Woche in den A- und B-Junioren-Bundesligen der Nation zahlreiche Spiele mit Eishockey-Ergebnis. Meine Theorie: Junge Abwehrspieler machen natürlich auch noch mehr Fehler als erfahrene. Deshalb beschäftigen sich die Trainer auch nicht so intensiv mit der Defensive, weil sie ohnehin wissen, dass sich die Fehler bei den Junioren nicht ganz abstellen lassen. Aber im Herrenbereich ist das eben anders, weshalb die Defensive dort auch Beachtung finden muss.
Die Dreierkette ist dabei tatsächlich ein Problem. Das ist ein System, dass bei uns nicht passt. Rapp steckt da jetzt in der Zwickmühle. Dreierkette funktioniert wenig bis gar nicht, an guten Tagen kommen wir mit einem Gegentor durch und müssen nur zwei für den Sieg schießen. Ansonsten kassieren wir zwei oder mehr Gegentore, in 9 von 20 Spielen, also fast der Hälfte aller Spiele. Gewonnen haben wir davon genau eins, bei kriselnden Nürnbergern. Soviel zum Thema, dass unsere schlechte Gegentorstatistik nur auf dem Paderborn-Spiel fußt, Herr Stöver!
Aber zurück zu Rapps Zwickmühle. Er hat die Viererkette in seiner Anfangszeit probiert und hat sie auch nicht wirklich erfolgreich implementiert. Auch da waren wir defensiv schwach. Heißt also im Klartext, dass Rapp weder mit Dreier- noch mit Viererkette ein vernünftiges und funktionierendes Defensivkonzept auf die Beine gestellt bekommt. Das ist ein massives Problem, denn wenn er keine von beiden Optionen vernünftig bespielen lassen kann, ist Rapp de facto gescheitert. Dann müsste folgerichtig ein anderer Trainer kommen. Und auch wenn unser Präsidium bremst, gibt es durchaus umgängliche und trotzdem innovative Trainer auf dem Markt.
12.02.2023 - 23:10 Uhr
Ich weiß noch als ich gelesen hatte, dass Rapp unser neuer Coach wird erst einmal richtig glücklich war und zu meinem Arbeitskollegen sagte, dass wir nen tollen neuen Trainer verpflichtet haben.
Ich hatte den Namen Marcel Rapp bis dato noch nie gehört und mir dann ein paar Dinge über ihn durchgelesen.
In einigen Berichten wurde geschrieben, dass er ein Trainer mit viel Potenzial ist und gute Ideen einbringen kann.
Somit freute ich mich erst einmal und hatte gehofft, dass wir auch durch seine Lieblingsformation, die Dreierkette, vielleicht neue Impulse setzen werden.
Der jahrelange Anfang-Fußball im 433 hatte sich langsam ausgespielt und wir hatten zuletzt unter Ole einfach keinen schönen Fußball mehr gespielt. Klar, der Kader war auch nicht mehr das, was er früher mal war.
Ich war einfach glücklich und dachte, dass wir hier vielleicht echt einen Glücksgriff gemacht haben.
Die Zeit verging und ich merkte, dass er charakterlich überhaupt nicht das ausstrahlt was seine Vorgänger ausstrahlten.
Wie in den oberen zwei Posts schon erwähnt wurde, ist das eine seine PKs.
Die sind, leider, zum kotzen.
Ich schaute sie mir gerne jede Woche an, jedoch kann ich es mir seit über einem Jahr kaum noch anhören. Er hat, könnte man meinen, ein Skript auswendig gelernt und das liest er Woche für Woche vor und nach den Spielen vor. Ich schaue eigentlich nur wer fehlt und das wars.
Jeder Gegner ist ebenbürtig, jeder spielt den und den Fußball aber uns ist das egal, da wir unseren Fußball spielen wollen bla bla bla.
Charisma = 0
Die Art und Weise wie er Fußball spielt gefiel mir letzte Saison phasenweise noch und ich hatte ihn hier im Forum sogar noch verteidigt, weil ich mir dachte, dass er doch gar nicht so schlecht sein kann.
Seit dieser Saison bin ich der vollen Überzeugung, dass Rapp bei Kiel gescheitert ist. Jeder Verantwortliche, der keine Tomaten auf den Augen hat, sollte sehen, dass unser Fußball eine Schande ist.
Kein Plan, keine Ideen, keine Taktik.
Rapp hat es in keinem Teil der Mannschaft geschafft irgendetwas zu etablieren.
Überall positionsfremde und fragwürdige Aufstellungen, die einfach irgendwie funktionieren sollen. Wie, weiß er selber nicht. Weiß keiner.
Mit Holtby hat er scheinbar nen guten Freund gefunden und damit auch wahrscheinlich Rückendeckung aus Teilen der Mannschaft.
So langsam hoffe ich, dass sich die Mannschaft gegen den Trainer stellt und einfach gegen ihn spielt.
Das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass er aus der Sicht der Verantwortlichen wahrscheinlich der perfekte Mann für die Position ist. Er ist kleinlaut, gibt sich mit dem zufrieden was er bekommt, hat scheinbar selber keine hohen Ambitionen und spielt einfach vor sich hin. Ein oberer Tabellenplatz würde ja bedeuten, dass wir Fans in Zukunft mehr davon erwarten würden. Der Verein will nicht, dass wir von einer erfolgreichen KSV träumen. Ein solch kleiner Verein sollte ein intensives Verhältnis mit den Fans haben, das haben wir gar nicht. Abnormal teure KSV Fan Kleidung (Winterjacke 130€), gar keine Infos was Verletzungen angeht, keine Infos was Transfers angeht einfach nichts. Wir können nicht einmal Testspiele anschauen, wenn sie nicht zufällig vom Gegner gestreamt werden (zumindest 90% davon nicht).
Und Rapp ist einer, den sowas gar nicht stört. Würden wir aufsteigen würde er wahrscheinlich nicht einmal mit den Fans feiern. Er kommt mir auch etwas introvertiert rüber, vielleicht liegt es ja auch daran.
Im Endeffekt ist er der perfekte Mann für Stöver & Co. Einfach machen und kein Gemecker.
Jeder Trainer würde sich im Winter passende Spieler für sein System wünschen, Rapp ist zufrieden mit dem was er hat. Kein Stürmer für die Rückrunde? Egal, ich lasse Transferflop Obuz vorne spielen oder wechsle mal Thesker vorne ein.
Keine Schienenspieler? Egal, ich lasse Becker oder Sterner auf fremden Positionen spielen. Schulz? Ach was der ist doch flexibel, wenn’s sein muss kann er auch den Torwart geben.
Es kommt mir vor wie damals im Schulsport, als man einfach irgendjemanden auswählen musste, der den Torwart spielen will. Dieser jemand ist hier gerade Rapp. Es wird einfach irgendjemand gesucht, man hat keine Anforderungen an ihn, man hat ihn einfach gewählt damit er da ist. Das wars.
Irgendwie wird er demnächst wieder Punkte sammeln und uns zwischen Platz 8-12 halten und das wird Stöver & Co. auch genügen. Größere Ambitionen wären nur mehr Arbeit für alle Verantwortlichen. So können wir im Sommer schön wieder irgendwelche deutschsprachigen Oldies oder Hamburger holen, mit denen Rapp auch auf deutsch sprechen kann, da er ja scheinbar kein Englisch spricht.
Ich würde mir schon fast wünschen, dass wir weiter abrutschen, damit endlich reagiert wird.
Stöver & Rapp müssen raus, ansonsten spielen wir spätestens 24/25 in Liga 3.
Ich hatte den Namen Marcel Rapp bis dato noch nie gehört und mir dann ein paar Dinge über ihn durchgelesen.
In einigen Berichten wurde geschrieben, dass er ein Trainer mit viel Potenzial ist und gute Ideen einbringen kann.
Somit freute ich mich erst einmal und hatte gehofft, dass wir auch durch seine Lieblingsformation, die Dreierkette, vielleicht neue Impulse setzen werden.
Der jahrelange Anfang-Fußball im 433 hatte sich langsam ausgespielt und wir hatten zuletzt unter Ole einfach keinen schönen Fußball mehr gespielt. Klar, der Kader war auch nicht mehr das, was er früher mal war.
Ich war einfach glücklich und dachte, dass wir hier vielleicht echt einen Glücksgriff gemacht haben.
Die Zeit verging und ich merkte, dass er charakterlich überhaupt nicht das ausstrahlt was seine Vorgänger ausstrahlten.
Wie in den oberen zwei Posts schon erwähnt wurde, ist das eine seine PKs.
Die sind, leider, zum kotzen.
Ich schaute sie mir gerne jede Woche an, jedoch kann ich es mir seit über einem Jahr kaum noch anhören. Er hat, könnte man meinen, ein Skript auswendig gelernt und das liest er Woche für Woche vor und nach den Spielen vor. Ich schaue eigentlich nur wer fehlt und das wars.
Jeder Gegner ist ebenbürtig, jeder spielt den und den Fußball aber uns ist das egal, da wir unseren Fußball spielen wollen bla bla bla.
Charisma = 0
Die Art und Weise wie er Fußball spielt gefiel mir letzte Saison phasenweise noch und ich hatte ihn hier im Forum sogar noch verteidigt, weil ich mir dachte, dass er doch gar nicht so schlecht sein kann.
Seit dieser Saison bin ich der vollen Überzeugung, dass Rapp bei Kiel gescheitert ist. Jeder Verantwortliche, der keine Tomaten auf den Augen hat, sollte sehen, dass unser Fußball eine Schande ist.
Kein Plan, keine Ideen, keine Taktik.
Rapp hat es in keinem Teil der Mannschaft geschafft irgendetwas zu etablieren.
Überall positionsfremde und fragwürdige Aufstellungen, die einfach irgendwie funktionieren sollen. Wie, weiß er selber nicht. Weiß keiner.
Mit Holtby hat er scheinbar nen guten Freund gefunden und damit auch wahrscheinlich Rückendeckung aus Teilen der Mannschaft.
So langsam hoffe ich, dass sich die Mannschaft gegen den Trainer stellt und einfach gegen ihn spielt.
Das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass er aus der Sicht der Verantwortlichen wahrscheinlich der perfekte Mann für die Position ist. Er ist kleinlaut, gibt sich mit dem zufrieden was er bekommt, hat scheinbar selber keine hohen Ambitionen und spielt einfach vor sich hin. Ein oberer Tabellenplatz würde ja bedeuten, dass wir Fans in Zukunft mehr davon erwarten würden. Der Verein will nicht, dass wir von einer erfolgreichen KSV träumen. Ein solch kleiner Verein sollte ein intensives Verhältnis mit den Fans haben, das haben wir gar nicht. Abnormal teure KSV Fan Kleidung (Winterjacke 130€), gar keine Infos was Verletzungen angeht, keine Infos was Transfers angeht einfach nichts. Wir können nicht einmal Testspiele anschauen, wenn sie nicht zufällig vom Gegner gestreamt werden (zumindest 90% davon nicht).
Und Rapp ist einer, den sowas gar nicht stört. Würden wir aufsteigen würde er wahrscheinlich nicht einmal mit den Fans feiern. Er kommt mir auch etwas introvertiert rüber, vielleicht liegt es ja auch daran.
Im Endeffekt ist er der perfekte Mann für Stöver & Co. Einfach machen und kein Gemecker.
Jeder Trainer würde sich im Winter passende Spieler für sein System wünschen, Rapp ist zufrieden mit dem was er hat. Kein Stürmer für die Rückrunde? Egal, ich lasse Transferflop Obuz vorne spielen oder wechsle mal Thesker vorne ein.
Keine Schienenspieler? Egal, ich lasse Becker oder Sterner auf fremden Positionen spielen. Schulz? Ach was der ist doch flexibel, wenn’s sein muss kann er auch den Torwart geben.
Es kommt mir vor wie damals im Schulsport, als man einfach irgendjemanden auswählen musste, der den Torwart spielen will. Dieser jemand ist hier gerade Rapp. Es wird einfach irgendjemand gesucht, man hat keine Anforderungen an ihn, man hat ihn einfach gewählt damit er da ist. Das wars.
Irgendwie wird er demnächst wieder Punkte sammeln und uns zwischen Platz 8-12 halten und das wird Stöver & Co. auch genügen. Größere Ambitionen wären nur mehr Arbeit für alle Verantwortlichen. So können wir im Sommer schön wieder irgendwelche deutschsprachigen Oldies oder Hamburger holen, mit denen Rapp auch auf deutsch sprechen kann, da er ja scheinbar kein Englisch spricht.
Ich würde mir schon fast wünschen, dass wir weiter abrutschen, damit endlich reagiert wird.
Stöver & Rapp müssen raus, ansonsten spielen wir spätestens 24/25 in Liga 3.
13.02.2023 - 19:28 Uhr
Zitat von Kielerkristo
Ich weiß noch als ich gelesen hatte, dass Rapp unser neuer Coach wird erst einmal richtig glücklich war und zu meinem Arbeitskollegen sagte, dass wir nen tollen neuen Trainer verpflichtet haben.
Ich hatte den Namen Marcel Rapp bis dato noch nie gehört und mir dann ein paar Dinge über ihn durchgelesen.
In einigen Berichten wurde geschrieben, dass er ein Trainer mit viel Potenzial ist und gute Ideen einbringen kann.
Somit freute ich mich erst einmal und hatte gehofft, dass wir auch durch seine Lieblingsformation, die Dreierkette, vielleicht neue Impulse setzen werden.
Der jahrelange Anfang-Fußball im 433 hatte sich langsam ausgespielt und wir hatten zuletzt unter Ole einfach keinen schönen Fußball mehr gespielt. Klar, der Kader war auch nicht mehr das, was er früher mal war.
Ich war einfach glücklich und dachte, dass wir hier vielleicht echt einen Glücksgriff gemacht haben.
Die Zeit verging und ich merkte, dass er charakterlich überhaupt nicht das ausstrahlt was seine Vorgänger ausstrahlten.
Wie in den oberen zwei Posts schon erwähnt wurde, ist das eine seine PKs.
Die sind, leider, zum kotzen.
Ich schaute sie mir gerne jede Woche an, jedoch kann ich es mir seit über einem Jahr kaum noch anhören. Er hat, könnte man meinen, ein Skript auswendig gelernt und das liest er Woche für Woche vor und nach den Spielen vor. Ich schaue eigentlich nur wer fehlt und das wars.
Jeder Gegner ist ebenbürtig, jeder spielt den und den Fußball aber uns ist das egal, da wir unseren Fußball spielen wollen bla bla bla.
Charisma = 0
Die Art und Weise wie er Fußball spielt gefiel mir letzte Saison phasenweise noch und ich hatte ihn hier im Forum sogar noch verteidigt, weil ich mir dachte, dass er doch gar nicht so schlecht sein kann.
Seit dieser Saison bin ich der vollen Überzeugung, dass Rapp bei Kiel gescheitert ist. Jeder Verantwortliche, der keine Tomaten auf den Augen hat, sollte sehen, dass unser Fußball eine Schande ist.
Kein Plan, keine Ideen, keine Taktik.
Rapp hat es in keinem Teil der Mannschaft geschafft irgendetwas zu etablieren.
Überall positionsfremde und fragwürdige Aufstellungen, die einfach irgendwie funktionieren sollen. Wie, weiß er selber nicht. Weiß keiner.
Mit Holtby hat er scheinbar nen guten Freund gefunden und damit auch wahrscheinlich Rückendeckung aus Teilen der Mannschaft.
So langsam hoffe ich, dass sich die Mannschaft gegen den Trainer stellt und einfach gegen ihn spielt.
Das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass er aus der Sicht der Verantwortlichen wahrscheinlich der perfekte Mann für die Position ist. Er ist kleinlaut, gibt sich mit dem zufrieden was er bekommt, hat scheinbar selber keine hohen Ambitionen und spielt einfach vor sich hin. Ein oberer Tabellenplatz würde ja bedeuten, dass wir Fans in Zukunft mehr davon erwarten würden. Der Verein will nicht, dass wir von einer erfolgreichen KSV träumen. Ein solch kleiner Verein sollte ein intensives Verhältnis mit den Fans haben, das haben wir gar nicht. Abnormal teure KSV Fan Kleidung (Winterjacke 130€), gar keine Infos was Verletzungen angeht, keine Infos was Transfers angeht einfach nichts. Wir können nicht einmal Testspiele anschauen, wenn sie nicht zufällig vom Gegner gestreamt werden (zumindest 90% davon nicht).
Und Rapp ist einer, den sowas gar nicht stört. Würden wir aufsteigen würde er wahrscheinlich nicht einmal mit den Fans feiern. Er kommt mir auch etwas introvertiert rüber, vielleicht liegt es ja auch daran.
Im Endeffekt ist er der perfekte Mann für Stöver & Co. Einfach machen und kein Gemecker.
Jeder Trainer würde sich im Winter passende Spieler für sein System wünschen, Rapp ist zufrieden mit dem was er hat. Kein Stürmer für die Rückrunde? Egal, ich lasse Transferflop Obuz vorne spielen oder wechsle mal Thesker vorne ein.
Keine Schienenspieler? Egal, ich lasse Becker oder Sterner auf fremden Positionen spielen. Schulz? Ach was der ist doch flexibel, wenn’s sein muss kann er auch den Torwart geben.
Es kommt mir vor wie damals im Schulsport, als man einfach irgendjemanden auswählen musste, der den Torwart spielen will. Dieser jemand ist hier gerade Rapp. Es wird einfach irgendjemand gesucht, man hat keine Anforderungen an ihn, man hat ihn einfach gewählt damit er da ist. Das wars.
Irgendwie wird er demnächst wieder Punkte sammeln und uns zwischen Platz 8-12 halten und das wird Stöver & Co. auch genügen. Größere Ambitionen wären nur mehr Arbeit für alle Verantwortlichen. So können wir im Sommer schön wieder irgendwelche deutschsprachigen Oldies oder Hamburger holen, mit denen Rapp auch auf deutsch sprechen kann, da er ja scheinbar kein Englisch spricht.
Ich würde mir schon fast wünschen, dass wir weiter abrutschen, damit endlich reagiert wird.
Stöver & Rapp müssen raus, ansonsten spielen wir spätestens 24/25 in Liga 3.
Ich weiß noch als ich gelesen hatte, dass Rapp unser neuer Coach wird erst einmal richtig glücklich war und zu meinem Arbeitskollegen sagte, dass wir nen tollen neuen Trainer verpflichtet haben.
Ich hatte den Namen Marcel Rapp bis dato noch nie gehört und mir dann ein paar Dinge über ihn durchgelesen.
In einigen Berichten wurde geschrieben, dass er ein Trainer mit viel Potenzial ist und gute Ideen einbringen kann.
Somit freute ich mich erst einmal und hatte gehofft, dass wir auch durch seine Lieblingsformation, die Dreierkette, vielleicht neue Impulse setzen werden.
Der jahrelange Anfang-Fußball im 433 hatte sich langsam ausgespielt und wir hatten zuletzt unter Ole einfach keinen schönen Fußball mehr gespielt. Klar, der Kader war auch nicht mehr das, was er früher mal war.
Ich war einfach glücklich und dachte, dass wir hier vielleicht echt einen Glücksgriff gemacht haben.
Die Zeit verging und ich merkte, dass er charakterlich überhaupt nicht das ausstrahlt was seine Vorgänger ausstrahlten.
Wie in den oberen zwei Posts schon erwähnt wurde, ist das eine seine PKs.
Die sind, leider, zum kotzen.
Ich schaute sie mir gerne jede Woche an, jedoch kann ich es mir seit über einem Jahr kaum noch anhören. Er hat, könnte man meinen, ein Skript auswendig gelernt und das liest er Woche für Woche vor und nach den Spielen vor. Ich schaue eigentlich nur wer fehlt und das wars.
Jeder Gegner ist ebenbürtig, jeder spielt den und den Fußball aber uns ist das egal, da wir unseren Fußball spielen wollen bla bla bla.
Charisma = 0
Die Art und Weise wie er Fußball spielt gefiel mir letzte Saison phasenweise noch und ich hatte ihn hier im Forum sogar noch verteidigt, weil ich mir dachte, dass er doch gar nicht so schlecht sein kann.
Seit dieser Saison bin ich der vollen Überzeugung, dass Rapp bei Kiel gescheitert ist. Jeder Verantwortliche, der keine Tomaten auf den Augen hat, sollte sehen, dass unser Fußball eine Schande ist.
Kein Plan, keine Ideen, keine Taktik.
Rapp hat es in keinem Teil der Mannschaft geschafft irgendetwas zu etablieren.
Überall positionsfremde und fragwürdige Aufstellungen, die einfach irgendwie funktionieren sollen. Wie, weiß er selber nicht. Weiß keiner.
Mit Holtby hat er scheinbar nen guten Freund gefunden und damit auch wahrscheinlich Rückendeckung aus Teilen der Mannschaft.
So langsam hoffe ich, dass sich die Mannschaft gegen den Trainer stellt und einfach gegen ihn spielt.
Das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass er aus der Sicht der Verantwortlichen wahrscheinlich der perfekte Mann für die Position ist. Er ist kleinlaut, gibt sich mit dem zufrieden was er bekommt, hat scheinbar selber keine hohen Ambitionen und spielt einfach vor sich hin. Ein oberer Tabellenplatz würde ja bedeuten, dass wir Fans in Zukunft mehr davon erwarten würden. Der Verein will nicht, dass wir von einer erfolgreichen KSV träumen. Ein solch kleiner Verein sollte ein intensives Verhältnis mit den Fans haben, das haben wir gar nicht. Abnormal teure KSV Fan Kleidung (Winterjacke 130€), gar keine Infos was Verletzungen angeht, keine Infos was Transfers angeht einfach nichts. Wir können nicht einmal Testspiele anschauen, wenn sie nicht zufällig vom Gegner gestreamt werden (zumindest 90% davon nicht).
Und Rapp ist einer, den sowas gar nicht stört. Würden wir aufsteigen würde er wahrscheinlich nicht einmal mit den Fans feiern. Er kommt mir auch etwas introvertiert rüber, vielleicht liegt es ja auch daran.
Im Endeffekt ist er der perfekte Mann für Stöver & Co. Einfach machen und kein Gemecker.
Jeder Trainer würde sich im Winter passende Spieler für sein System wünschen, Rapp ist zufrieden mit dem was er hat. Kein Stürmer für die Rückrunde? Egal, ich lasse Transferflop Obuz vorne spielen oder wechsle mal Thesker vorne ein.
Keine Schienenspieler? Egal, ich lasse Becker oder Sterner auf fremden Positionen spielen. Schulz? Ach was der ist doch flexibel, wenn’s sein muss kann er auch den Torwart geben.
Es kommt mir vor wie damals im Schulsport, als man einfach irgendjemanden auswählen musste, der den Torwart spielen will. Dieser jemand ist hier gerade Rapp. Es wird einfach irgendjemand gesucht, man hat keine Anforderungen an ihn, man hat ihn einfach gewählt damit er da ist. Das wars.
Irgendwie wird er demnächst wieder Punkte sammeln und uns zwischen Platz 8-12 halten und das wird Stöver & Co. auch genügen. Größere Ambitionen wären nur mehr Arbeit für alle Verantwortlichen. So können wir im Sommer schön wieder irgendwelche deutschsprachigen Oldies oder Hamburger holen, mit denen Rapp auch auf deutsch sprechen kann, da er ja scheinbar kein Englisch spricht.
Ich würde mir schon fast wünschen, dass wir weiter abrutschen, damit endlich reagiert wird.
Stöver & Rapp müssen raus, ansonsten spielen wir spätestens 24/25 in Liga 3.
Ich gehe bei deinem Beitrag zu 100% mit! Ich finde allerdings eine Sache, die du nicht aufgezählt hast, viel schlimmer. Spieler wie Korb, Dähne oder Mühling, werden ganz offensichtlich abgesägt. Mühling ist eine Identifikationsfigur und hat das nicht verdient, obwohl man seine Leistungen natürlich lebhaft disktuieren kann. Korb hat die rechte Schiene eigentlich zuverlässig bespielt. Er war defensiv verlässlich und hat also Stabilität reingebracht. Ausser dem hat er sich auch offensiv, in Form von Flanken und Toren, eingebracht. Er wird konsequent ignoriert. Er wird geopfert, damit Becker die rechte Schiene bespielen und Schulz in der Innenverteidigung spielen kann. Wenn Korb die rechte Schiene bespielen würde, müsste Becker auf die RIV Position rotieren. Schulz müsste dafür ins Zentrum rotieren und Erras würde rausrotieren, wenn er nicht Wahl im Zentrum verdrängen soll. Der Nutzniesser ist Erras im Zentrum. Das, was ich jetzt sagen werde, ist vielleicht wild, aber ich habe das Gefühl, dass hier das Invest von Erras hier um jeden Preis gerechtfertigt werden soll. Erras hat schliesslich 250 000 gekostet. Es ist schon merkwürdig, dass er bei Ole Werner aussen vor war. Bei Rapp ist er das nicht. Da ist er Stammspieler. Ist das alles nur Zufall oder hat Stöver da seine Finger im Spiel, weil er es bei Rapp kann und bei Ole nicht konnte? Bei Dähne und Mühling laufen ja schon länger Gespräche über eine Vertragsverlängerung. Bei beiden gibt es keine Einigung. Beide spielen keine Rolle. Ist das nur Zufall? Es fällt mir immer schwerer, das zu glauben.
Es gab ja nach der herben Klatsche gegen Braunschweig im Herbst mal Gerüchte, dass die Spieler die Aufstellung machen würden. Ich habe das Gefühl, dass Stöver die Aufstellung macht. Ich weiss, dass das wild ist, aber ich habe dieses Gefühl und werde es nicht los. Es ist allerdings nur ein Gefühl von mir und es ist natürlich hochgradig subjektiv. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Rapp diese Aufstellungen alleine macht, ohne das ihm reingeredet wird. Wenn man die Situation um Dähne, Korb und Mühling so sieht, kann ich zu keinem anderen Schluss kommen. Ich fand es ja, zum Beispiel, richtig, Schreiber im Dezember eine Chance zu geben. Das muss ich offen zugeben. Schreiber hat sich allerdings in den Spielen, und er hatte jetzt einige, nicht nachhaltig empfohlen. Jetzt haben wir, obwohl Schreiber unsicher ist, mit Himmelmann eine routinierte Option und Schreiber spielt trotzdem. Da kann ich dann nicht mehr folgen, ausser wenn es um Vertragsdetails geht, wie Jupp es im Stoerche-Forum angerissen hat. Die sollte ein Trainer aber ignorieren. Der Trainer sollte nach sportlichen Gesichtspunkten aufstellen und den Rest komplett ausblenden. Ich habe meine Zweifel, dass das der Fall ist. Anders kann ich mir die Aufstellungen nicht mehr erklären. Schulz musste ja auch schon auf der Linksverteidigerposition ran. Der ist die Eier legende Wollmilchsau. Warum musste er das? Weil wir auf links niemanden anderes haben. Es werden einfach Spieler auf irgendwelchen Positionen aufgestellt, nur um diese abzudecken. Das Schlimme ist, dass die Mannschaft natürlich mitkriegt, dass einer wie Korb, mit seinen Fähigkeiten, geopfert wird. Glaubt ihr wirklich, dass das kein Thema in der Mannschaft ist? Die sind doch nicht dumm. Ich halte das für extrem gefährlich.
Davon unbenommen ist, dass ich die Dreierkette, die Rapp favorisiert, generell für ein gutes Spielsystem halte, das viele taktische Möglichkeiten bietet. Allerdings braucht man dann auch die Spieler dazu. Rapp hat die Spieler nicht und spielt das System trotzdem. Alles in allem ist die Situation gleich in diverser Hinsicht unschön.
13.02.2023 - 19:51 Uhr
Gut, vielleicht ist es nicht so, dass Stöver Rapp jetzt die Aufstellung diktiert. Es könnte auch sein, dass das, er ist ja ein Teil des Trainer-Teams, über Bremser läuft. Vielleicht ist Bremser ja auch der wahre Trainer. Wer weiss das schon? Wir sollten nicht vergessen, dass diverse Co-Trainer das Weite gesucht haben. Das passiert auch nicht ohne Grund. Dass Rapp hier alleine entscheidet, ist für mich, aus den im vorherigen Beitrag erwähnten Gründen, ausgeschlossen. Ach, ich denke, dass man merkt, dass sich bei mir inzwischen doch etwas Frust aufgestaut hat.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von henry78 am 13.02.2023 um 20:35 Uhr bearbeitet
02.03.2023 - 14:55 Uhr
Rapp hat Bock, Spieler, besser zu machen.
Das sind ja forsche Töne. Sicherlich sind Spieler, wie Wahl, der eine gute Saison spielt, Reese, Erras, zum Teil Skrzybski, der eine gute Hinrunde gespielt hat, oder Lorenz besser geworden unter Rapp. Das sind allerdings nur eine Hand voll Spieler. Wo war die entsprechende Entwicklung, um so eine Aussage, dass man im Verein Spieler besser macht, für sich zu verbuchen?
Das sind ja forsche Töne. Sicherlich sind Spieler, wie Wahl, der eine gute Saison spielt, Reese, Erras, zum Teil Skrzybski, der eine gute Hinrunde gespielt hat, oder Lorenz besser geworden unter Rapp. Das sind allerdings nur eine Hand voll Spieler. Wo war die entsprechende Entwicklung, um so eine Aussage, dass man im Verein Spieler besser macht, für sich zu verbuchen?
02.03.2023 - 16:27 Uhr
Zitat von henry78
Rapp hat Bock, Spieler, besser zu machen.
Das sind ja forsche Töne. Sicherlich sind Spieler, wie Wahl, der eine gute Saison spielt, Reese, Erras, zum Teil Skrzybski, der eine gute Hinrunde gespielt hat, oder Lorenz besser geworden unter Rapp. Das sind allerdings nur eine Hand voll Spieler. Wo war die entsprechende Entwicklung, um so eine Aussage, dass man im Verein Spieler besser macht, für sich zu verbuchen?
Rapp hat Bock, Spieler, besser zu machen.
Das sind ja forsche Töne. Sicherlich sind Spieler, wie Wahl, der eine gute Saison spielt, Reese, Erras, zum Teil Skrzybski, der eine gute Hinrunde gespielt hat, oder Lorenz besser geworden unter Rapp. Das sind allerdings nur eine Hand voll Spieler. Wo war die entsprechende Entwicklung, um so eine Aussage, dass man im Verein Spieler besser macht, für sich zu verbuchen?
Na ja, soll er denn sagen dass er keinen Bock drauf hat, Spieler besser zu machen?
Ich finde es schon schwierig, ihm jetzt grade daraus einen Strick zu drehen.
02.03.2023 - 17:59 Uhr
Zitat von Kieler_Storch
Die Aussagen passen für mich auch zu dem, was wir auf dem Platz sehen. Rapp will gewinnen, indem die Mannschaft mehr Tore schießen soll, als der Gegner. Dass das auch geht, indem man nur ein Tor schießt, hat er anscheinend nicht verstanden. Ich kann mich nur wiederholen. Der Schlüssel zum großen Erfolg ging bei uns immer über eine stabile Defensive. Wenn wir die Top 3 erreicht haben, hatten wir 3 von 4 Mal die beste Abwehr der Liga. 14/15, 16/17 und 20/21. In der Saison 17/18 hatten wir zwar nicht die beste Abwehr der Liga, aber immerhin die fünftbeste und angesichts der unglaublich starken Offensive eine ebenfalls bockstarke Balance zwischen Abwehr und Angriff. Was heißt das im Klartext? Wenn man mit Holstein Kiel bahnbrechenden Erfolg haben will, muss man zunächst die Defensive stabilisieren!
Man kann leichte Abstriche bei der Stabilisierung der Defensive machen, wenn man dafür in der Offensive über eine traumwandlerisch sichere und in besonderem Maße torgefährliche Formation verfügt. Aber auch davon sind wir weit entfernt. Die Offensive wirkt oftmals auch ziemlich zerstreut, noch kein Tor aus dem Spiel heraus in 2023. Könnte auch daran liegen, dass Rapp sein Hauptaugenmerk auf die Offensive richtet. Die überfrachtet er mit Input, sodass zu wenig Platz für Kreativität und Spontanität ist. So oder so kommt man zu dem Schluss, dass Rapps Überlastung der Offensive kontraproduktiv ist. Man muss alle Mannschaftsteile gleichermaßen beleuchten. Wenn man das nicht tut, geht es bergab.
Von solchen Trainern, die vorwiegend offensiv denken, gibt es in den NLZs ne ganze Reihe. Deshalb gibt es auch Woche für Woche in den A- und B-Junioren-Bundesligen der Nation zahlreiche Spiele mit Eishockey-Ergebnis. Meine Theorie: Junge Abwehrspieler machen natürlich auch noch mehr Fehler als erfahrene. Deshalb beschäftigen sich die Trainer auch nicht so intensiv mit der Defensive, weil sie ohnehin wissen, dass sich die Fehler bei den Junioren nicht ganz abstellen lassen. Aber im Herrenbereich ist das eben anders, weshalb die Defensive dort auch Beachtung finden muss.
Die Dreierkette ist dabei tatsächlich ein Problem. Das ist ein System, dass bei uns nicht passt. Rapp steckt da jetzt in der Zwickmühle. Dreierkette funktioniert wenig bis gar nicht, an guten Tagen kommen wir mit einem Gegentor durch und müssen nur zwei für den Sieg schießen. Ansonsten kassieren wir zwei oder mehr Gegentore, in 9 von 20 Spielen, also fast der Hälfte aller Spiele. Gewonnen haben wir davon genau eins, bei kriselnden Nürnbergern. Soviel zum Thema, dass unsere schlechte Gegentorstatistik nur auf dem Paderborn-Spiel fußt, Herr Stöver!
Aber zurück zu Rapps Zwickmühle. Er hat die Viererkette in seiner Anfangszeit probiert und hat sie auch nicht wirklich erfolgreich implementiert. Auch da waren wir defensiv schwach. Heißt also im Klartext, dass Rapp weder mit Dreier- noch mit Viererkette ein vernünftiges und funktionierendes Defensivkonzept auf die Beine gestellt bekommt. Das ist ein massives Problem, denn wenn er keine von beiden Optionen vernünftig bespielen lassen kann, ist Rapp de facto gescheitert. Dann müsste folgerichtig ein anderer Trainer kommen. Und auch wenn unser Präsidium bremst, gibt es durchaus umgängliche und trotzdem innovative Trainer auf dem Markt.
Zitat von Holstein86
Ich möchte mich nochmal zu der Pressekonferenz nach dem Spiel äußern.
Während es Titz fast schon peinlich war, gegen Kiel gewonnen zu haben und von einem "Sieg über die Zeit retten" gesprochen hat, kam von Rapp einfach nicht die angemessene Reaktion nach einer Niederlage zu Hause gegen den Tabellenletzten. Wenn man überraschend gegen den - dazu noch komplett verletzungsdezimierten - Tabellenletzten verliert, dann erwarte ich einfach mehr kritische Selbstreflexion. Unzufriedenheit mit dem Ergebnis. Und eine Ansage an die Fans, z.B. dass man dieses Spiel als Warnsignal begreift und nochmal jeden Stein umdreht und sich selbst kritisch hinterfragt. Stattdessen gab es business as usual.
Rapp beklagt, dass sie nicht genug der zahlreichen Chancen reingemacht haben. Aber die Spieler schössen ja auch nicht absichtlich daneben. Von Chancenwucher war die Rede. Ich will gar nicht darauf eingehen, dass diese Leier fast jede Woche wieder zu hören ist. (Das hat sogar ein Journalist angesprochen. Antwort Rapp: Besser viele verdaddelte als gar keine Chancen im Spiel zu haben!)
Die Abwehr ist dagegen kein Thema. Auch nicht die letzten 30 Minuten, die uns hinten in der Abwehr das Spiel gekostet haben. Mannschaft spielt offensiv mit der Brechstange und lässt hinten riesige Räume. So gut wie kein Wort dazu. Und ich denke, dass ist auch Ursache unserer Abwehrschwäche. Rapp will offensiv spielen, ihn interessiert die Abwehr nicht sonderlich. Die muss halt - irgendwie - funktionieren. Rapp geht es nur um die Offensive, deswegen holt er ja auch möglichst viele Spieler nach vorne und lässt mit Dreierkette spielen. Aber wer ausschließlich nur auf die Offensive schaut, der kann kein erfolgreiches System entwickeln. Schaut euch die Pressekonferenz nochmal an. Es geht die ganze Zeit bei Rapp nur um Offensive und verpasste Chancen. Über die Abwehr nur ein Halbsatz "da müssen wir noch weniger Chancen zulassen als bisher". Die Gegentore werden fast fatalistisch als unabwendbares Naturereignis hingenommen, "da hat man mal 5 Minuten schlecht gespielt". Das ist schon Realitätsverweigerung, wenn ab der 60. Minute unser Strafraum nicht nur in Flammen steht, sondern komplett abbrennt.
Die absolute Höhe ist jedoch die Aussage zum Ende der PK, als Rapp auf Nachfrage sagt, die 2. Liga ist so ausgeglichen, alle Mannschaften sind fast ebenbürtig, fast alle Spiele sind 50:50 Spiele, sieht man ja auch an den Punkten in der Tabelle. Sowas kann man einfach nicht sagen, wenn man gerade zu Hause gegen den Tabellenletzten verloren hat. Das regt mich noch einen Tag später auf. SO NICHT!
Mangelndes Problembewusstsein und Realitätsverzerrung. Für mich hat Rapp mit so einer Reaktion einen Haufen Porzellan zerschlagen.
PKs mit Rapp gebe ich mir schon seit seinem Amtsantritt so gut wie gar nicht mehr. Seine Kommunikation ist gelinde gesagt bedenklich. Man nimmt nichts als Frust und Fragezeichen aus diesen Sitzungen mit. Bei Ole habe ich mir die Pks fast immer angeguckt. Ole ist auf seine Art durchaus unterhaltsam. Ruhige, klare und vor allem eindeutige Kommunikation. Hin und wieder auch mal n Moment zum Schmunzeln. Rapps Art auf PKs passt für mich in den negativen Gesamteindruck, den ich von ihm habe. Ich möchte mich nochmal zu der Pressekonferenz nach dem Spiel äußern.
Während es Titz fast schon peinlich war, gegen Kiel gewonnen zu haben und von einem "Sieg über die Zeit retten" gesprochen hat, kam von Rapp einfach nicht die angemessene Reaktion nach einer Niederlage zu Hause gegen den Tabellenletzten. Wenn man überraschend gegen den - dazu noch komplett verletzungsdezimierten - Tabellenletzten verliert, dann erwarte ich einfach mehr kritische Selbstreflexion. Unzufriedenheit mit dem Ergebnis. Und eine Ansage an die Fans, z.B. dass man dieses Spiel als Warnsignal begreift und nochmal jeden Stein umdreht und sich selbst kritisch hinterfragt. Stattdessen gab es business as usual.
Rapp beklagt, dass sie nicht genug der zahlreichen Chancen reingemacht haben. Aber die Spieler schössen ja auch nicht absichtlich daneben. Von Chancenwucher war die Rede. Ich will gar nicht darauf eingehen, dass diese Leier fast jede Woche wieder zu hören ist. (Das hat sogar ein Journalist angesprochen. Antwort Rapp: Besser viele verdaddelte als gar keine Chancen im Spiel zu haben!)
Die Abwehr ist dagegen kein Thema. Auch nicht die letzten 30 Minuten, die uns hinten in der Abwehr das Spiel gekostet haben. Mannschaft spielt offensiv mit der Brechstange und lässt hinten riesige Räume. So gut wie kein Wort dazu. Und ich denke, dass ist auch Ursache unserer Abwehrschwäche. Rapp will offensiv spielen, ihn interessiert die Abwehr nicht sonderlich. Die muss halt - irgendwie - funktionieren. Rapp geht es nur um die Offensive, deswegen holt er ja auch möglichst viele Spieler nach vorne und lässt mit Dreierkette spielen. Aber wer ausschließlich nur auf die Offensive schaut, der kann kein erfolgreiches System entwickeln. Schaut euch die Pressekonferenz nochmal an. Es geht die ganze Zeit bei Rapp nur um Offensive und verpasste Chancen. Über die Abwehr nur ein Halbsatz "da müssen wir noch weniger Chancen zulassen als bisher". Die Gegentore werden fast fatalistisch als unabwendbares Naturereignis hingenommen, "da hat man mal 5 Minuten schlecht gespielt". Das ist schon Realitätsverweigerung, wenn ab der 60. Minute unser Strafraum nicht nur in Flammen steht, sondern komplett abbrennt.
Die absolute Höhe ist jedoch die Aussage zum Ende der PK, als Rapp auf Nachfrage sagt, die 2. Liga ist so ausgeglichen, alle Mannschaften sind fast ebenbürtig, fast alle Spiele sind 50:50 Spiele, sieht man ja auch an den Punkten in der Tabelle. Sowas kann man einfach nicht sagen, wenn man gerade zu Hause gegen den Tabellenletzten verloren hat. Das regt mich noch einen Tag später auf. SO NICHT!
Mangelndes Problembewusstsein und Realitätsverzerrung. Für mich hat Rapp mit so einer Reaktion einen Haufen Porzellan zerschlagen.
Die Aussagen passen für mich auch zu dem, was wir auf dem Platz sehen. Rapp will gewinnen, indem die Mannschaft mehr Tore schießen soll, als der Gegner. Dass das auch geht, indem man nur ein Tor schießt, hat er anscheinend nicht verstanden. Ich kann mich nur wiederholen. Der Schlüssel zum großen Erfolg ging bei uns immer über eine stabile Defensive. Wenn wir die Top 3 erreicht haben, hatten wir 3 von 4 Mal die beste Abwehr der Liga. 14/15, 16/17 und 20/21. In der Saison 17/18 hatten wir zwar nicht die beste Abwehr der Liga, aber immerhin die fünftbeste und angesichts der unglaublich starken Offensive eine ebenfalls bockstarke Balance zwischen Abwehr und Angriff. Was heißt das im Klartext? Wenn man mit Holstein Kiel bahnbrechenden Erfolg haben will, muss man zunächst die Defensive stabilisieren!
Man kann leichte Abstriche bei der Stabilisierung der Defensive machen, wenn man dafür in der Offensive über eine traumwandlerisch sichere und in besonderem Maße torgefährliche Formation verfügt. Aber auch davon sind wir weit entfernt. Die Offensive wirkt oftmals auch ziemlich zerstreut, noch kein Tor aus dem Spiel heraus in 2023. Könnte auch daran liegen, dass Rapp sein Hauptaugenmerk auf die Offensive richtet. Die überfrachtet er mit Input, sodass zu wenig Platz für Kreativität und Spontanität ist. So oder so kommt man zu dem Schluss, dass Rapps Überlastung der Offensive kontraproduktiv ist. Man muss alle Mannschaftsteile gleichermaßen beleuchten. Wenn man das nicht tut, geht es bergab.
Von solchen Trainern, die vorwiegend offensiv denken, gibt es in den NLZs ne ganze Reihe. Deshalb gibt es auch Woche für Woche in den A- und B-Junioren-Bundesligen der Nation zahlreiche Spiele mit Eishockey-Ergebnis. Meine Theorie: Junge Abwehrspieler machen natürlich auch noch mehr Fehler als erfahrene. Deshalb beschäftigen sich die Trainer auch nicht so intensiv mit der Defensive, weil sie ohnehin wissen, dass sich die Fehler bei den Junioren nicht ganz abstellen lassen. Aber im Herrenbereich ist das eben anders, weshalb die Defensive dort auch Beachtung finden muss.
Die Dreierkette ist dabei tatsächlich ein Problem. Das ist ein System, dass bei uns nicht passt. Rapp steckt da jetzt in der Zwickmühle. Dreierkette funktioniert wenig bis gar nicht, an guten Tagen kommen wir mit einem Gegentor durch und müssen nur zwei für den Sieg schießen. Ansonsten kassieren wir zwei oder mehr Gegentore, in 9 von 20 Spielen, also fast der Hälfte aller Spiele. Gewonnen haben wir davon genau eins, bei kriselnden Nürnbergern. Soviel zum Thema, dass unsere schlechte Gegentorstatistik nur auf dem Paderborn-Spiel fußt, Herr Stöver!
Aber zurück zu Rapps Zwickmühle. Er hat die Viererkette in seiner Anfangszeit probiert und hat sie auch nicht wirklich erfolgreich implementiert. Auch da waren wir defensiv schwach. Heißt also im Klartext, dass Rapp weder mit Dreier- noch mit Viererkette ein vernünftiges und funktionierendes Defensivkonzept auf die Beine gestellt bekommt. Das ist ein massives Problem, denn wenn er keine von beiden Optionen vernünftig bespielen lassen kann, ist Rapp de facto gescheitert. Dann müsste folgerichtig ein anderer Trainer kommen. Und auch wenn unser Präsidium bremst, gibt es durchaus umgängliche und trotzdem innovative Trainer auf dem Markt.
Ausgerechnet Timo Schultz, der St. Pauli zu einem Abstiegskandidaten geformt hat? Seitdem der da weg ist, läuft es wieder bei Pauli. Das kann doch nicht ernst gemeint sein.
Rapp hat Schultz letzte Saison zu Hause übrigens hervorragend ausgecoacht und 3:0 gewonnen.
02.03.2023 - 19:04 Uhr
Zitat von Flofrisch0601
Ausgerechnet Timo Schultz, der St. Pauli zu einem Abstiegskandidaten geformt hat? Seitdem der da weg ist, läuft es wieder bei Pauli. Das kann doch nicht ernst gemeint sein.
Rapp hat Schultz letzte Saison zu Hause übrigens hervorragend ausgecoacht und 3:0 gewonnen.
Ist die Frage, wozu Timo Schultz St.Pauli geformt hat. In meinen Augen hat er St.Pauli zu einem Aufstiegskandidaten geformt. Zu einem Herbstmeister. Zu einer Mannschaft, die bis zum vorletzten Spieltag um den Aufstieg mitgespielt hat. Insbesondere der Fußball, den er bei Pauli hat spielen lassen, ist sehr ausgefeilt und detailliert. Bei Timo Schultz erkennt man eine klare fußballerische Handschrift. Etwas, das ich seit 1 1/2 Jahren bei Rapp vergeblich suche und ich fürchte, dass das auch so bleibt. System und Spieler rotieren bei ihm nach Belieben, nicht selten völlig positionsfremd. Befürworter nennen das Flexibilität, ich nenne das Planlosigkeit, was nur zur Verunsicherung der Mannschaft führt. Und wenn ich mir die Herangehensweise unserer Mannschaft in vielen Spielen, insbesondere Heimspielen anschaue, sehe ich mich da bestätigt. Die wissen oftmals selbst nicht genau, was sie tun sollen. Statt Holsteinischem Kombinationsfußball kommen dann nur uninspirierte Flanken und gechippte Bälle nach vorne, mit denen nicht mal Kanten wie Otschi was vernünftiges anfangen können. Aber wie gut, dass Rapp jetzt Bock darauf hat, neue Spieler bei Holstein weiterzuentwickeln. Das muss man ja fast als Drohung verstehen. Hat mich vor lachen innerlich zerrissen, als ich das heute gehört habe. Der Typ entwickelt unsere Spieler eher zurück, da spielt unser mit Abstand bester Sechser plötzlich RIV, weil Erras auf der Sechs spielen muss, um Stövers Verpflichtung auch zu rechtfertigen. Und Becker spielt dafür auf der Schiene, schlägt eine abgeblockte Flanke nach der anderen Richtung Strafraum. Zitat von Kieler_Storch
Die Aussagen passen für mich auch zu dem, was wir auf dem Platz sehen. Rapp will gewinnen, indem die Mannschaft mehr Tore schießen soll, als der Gegner. Dass das auch geht, indem man nur ein Tor schießt, hat er anscheinend nicht verstanden. Ich kann mich nur wiederholen. Der Schlüssel zum großen Erfolg ging bei uns immer über eine stabile Defensive. Wenn wir die Top 3 erreicht haben, hatten wir 3 von 4 Mal die beste Abwehr der Liga. 14/15, 16/17 und 20/21. In der Saison 17/18 hatten wir zwar nicht die beste Abwehr der Liga, aber immerhin die fünftbeste und angesichts der unglaublich starken Offensive eine ebenfalls bockstarke Balance zwischen Abwehr und Angriff. Was heißt das im Klartext? Wenn man mit Holstein Kiel bahnbrechenden Erfolg haben will, muss man zunächst die Defensive stabilisieren!
Man kann leichte Abstriche bei der Stabilisierung der Defensive machen, wenn man dafür in der Offensive über eine traumwandlerisch sichere und in besonderem Maße torgefährliche Formation verfügt. Aber auch davon sind wir weit entfernt. Die Offensive wirkt oftmals auch ziemlich zerstreut, noch kein Tor aus dem Spiel heraus in 2023. Könnte auch daran liegen, dass Rapp sein Hauptaugenmerk auf die Offensive richtet. Die überfrachtet er mit Input, sodass zu wenig Platz für Kreativität und Spontanität ist. So oder so kommt man zu dem Schluss, dass Rapps Überlastung der Offensive kontraproduktiv ist. Man muss alle Mannschaftsteile gleichermaßen beleuchten. Wenn man das nicht tut, geht es bergab.
Von solchen Trainern, die vorwiegend offensiv denken, gibt es in den NLZs ne ganze Reihe. Deshalb gibt es auch Woche für Woche in den A- und B-Junioren-Bundesligen der Nation zahlreiche Spiele mit Eishockey-Ergebnis. Meine Theorie: Junge Abwehrspieler machen natürlich auch noch mehr Fehler als erfahrene. Deshalb beschäftigen sich die Trainer auch nicht so intensiv mit der Defensive, weil sie ohnehin wissen, dass sich die Fehler bei den Junioren nicht ganz abstellen lassen. Aber im Herrenbereich ist das eben anders, weshalb die Defensive dort auch Beachtung finden muss.
Die Dreierkette ist dabei tatsächlich ein Problem. Das ist ein System, dass bei uns nicht passt. Rapp steckt da jetzt in der Zwickmühle. Dreierkette funktioniert wenig bis gar nicht, an guten Tagen kommen wir mit einem Gegentor durch und müssen nur zwei für den Sieg schießen. Ansonsten kassieren wir zwei oder mehr Gegentore, in 9 von 20 Spielen, also fast der Hälfte aller Spiele. Gewonnen haben wir davon genau eins, bei kriselnden Nürnbergern. Soviel zum Thema, dass unsere schlechte Gegentorstatistik nur auf dem Paderborn-Spiel fußt, Herr Stöver!
Aber zurück zu Rapps Zwickmühle. Er hat die Viererkette in seiner Anfangszeit probiert und hat sie auch nicht wirklich erfolgreich implementiert. Auch da waren wir defensiv schwach. Heißt also im Klartext, dass Rapp weder mit Dreier- noch mit Viererkette ein vernünftiges und funktionierendes Defensivkonzept auf die Beine gestellt bekommt. Das ist ein massives Problem, denn wenn er keine von beiden Optionen vernünftig bespielen lassen kann, ist Rapp de facto gescheitert. Dann müsste folgerichtig ein anderer Trainer kommen. Und auch wenn unser Präsidium bremst, gibt es durchaus umgängliche und trotzdem innovative Trainer auf dem Markt.
Zitat von Holstein86
Ich möchte mich nochmal zu der Pressekonferenz nach dem Spiel äußern.
Während es Titz fast schon peinlich war, gegen Kiel gewonnen zu haben und von einem "Sieg über die Zeit retten" gesprochen hat, kam von Rapp einfach nicht die angemessene Reaktion nach einer Niederlage zu Hause gegen den Tabellenletzten. Wenn man überraschend gegen den - dazu noch komplett verletzungsdezimierten - Tabellenletzten verliert, dann erwarte ich einfach mehr kritische Selbstreflexion. Unzufriedenheit mit dem Ergebnis. Und eine Ansage an die Fans, z.B. dass man dieses Spiel als Warnsignal begreift und nochmal jeden Stein umdreht und sich selbst kritisch hinterfragt. Stattdessen gab es business as usual.
Rapp beklagt, dass sie nicht genug der zahlreichen Chancen reingemacht haben. Aber die Spieler schössen ja auch nicht absichtlich daneben. Von Chancenwucher war die Rede. Ich will gar nicht darauf eingehen, dass diese Leier fast jede Woche wieder zu hören ist. (Das hat sogar ein Journalist angesprochen. Antwort Rapp: Besser viele verdaddelte als gar keine Chancen im Spiel zu haben!)
Die Abwehr ist dagegen kein Thema. Auch nicht die letzten 30 Minuten, die uns hinten in der Abwehr das Spiel gekostet haben. Mannschaft spielt offensiv mit der Brechstange und lässt hinten riesige Räume. So gut wie kein Wort dazu. Und ich denke, dass ist auch Ursache unserer Abwehrschwäche. Rapp will offensiv spielen, ihn interessiert die Abwehr nicht sonderlich. Die muss halt - irgendwie - funktionieren. Rapp geht es nur um die Offensive, deswegen holt er ja auch möglichst viele Spieler nach vorne und lässt mit Dreierkette spielen. Aber wer ausschließlich nur auf die Offensive schaut, der kann kein erfolgreiches System entwickeln. Schaut euch die Pressekonferenz nochmal an. Es geht die ganze Zeit bei Rapp nur um Offensive und verpasste Chancen. Über die Abwehr nur ein Halbsatz "da müssen wir noch weniger Chancen zulassen als bisher". Die Gegentore werden fast fatalistisch als unabwendbares Naturereignis hingenommen, "da hat man mal 5 Minuten schlecht gespielt". Das ist schon Realitätsverweigerung, wenn ab der 60. Minute unser Strafraum nicht nur in Flammen steht, sondern komplett abbrennt.
Die absolute Höhe ist jedoch die Aussage zum Ende der PK, als Rapp auf Nachfrage sagt, die 2. Liga ist so ausgeglichen, alle Mannschaften sind fast ebenbürtig, fast alle Spiele sind 50:50 Spiele, sieht man ja auch an den Punkten in der Tabelle. Sowas kann man einfach nicht sagen, wenn man gerade zu Hause gegen den Tabellenletzten verloren hat. Das regt mich noch einen Tag später auf. SO NICHT!
Mangelndes Problembewusstsein und Realitätsverzerrung. Für mich hat Rapp mit so einer Reaktion einen Haufen Porzellan zerschlagen.
PKs mit Rapp gebe ich mir schon seit seinem Amtsantritt so gut wie gar nicht mehr. Seine Kommunikation ist gelinde gesagt bedenklich. Man nimmt nichts als Frust und Fragezeichen aus diesen Sitzungen mit. Bei Ole habe ich mir die Pks fast immer angeguckt. Ole ist auf seine Art durchaus unterhaltsam. Ruhige, klare und vor allem eindeutige Kommunikation. Hin und wieder auch mal n Moment zum Schmunzeln. Rapps Art auf PKs passt für mich in den negativen Gesamteindruck, den ich von ihm habe. Ich möchte mich nochmal zu der Pressekonferenz nach dem Spiel äußern.
Während es Titz fast schon peinlich war, gegen Kiel gewonnen zu haben und von einem "Sieg über die Zeit retten" gesprochen hat, kam von Rapp einfach nicht die angemessene Reaktion nach einer Niederlage zu Hause gegen den Tabellenletzten. Wenn man überraschend gegen den - dazu noch komplett verletzungsdezimierten - Tabellenletzten verliert, dann erwarte ich einfach mehr kritische Selbstreflexion. Unzufriedenheit mit dem Ergebnis. Und eine Ansage an die Fans, z.B. dass man dieses Spiel als Warnsignal begreift und nochmal jeden Stein umdreht und sich selbst kritisch hinterfragt. Stattdessen gab es business as usual.
Rapp beklagt, dass sie nicht genug der zahlreichen Chancen reingemacht haben. Aber die Spieler schössen ja auch nicht absichtlich daneben. Von Chancenwucher war die Rede. Ich will gar nicht darauf eingehen, dass diese Leier fast jede Woche wieder zu hören ist. (Das hat sogar ein Journalist angesprochen. Antwort Rapp: Besser viele verdaddelte als gar keine Chancen im Spiel zu haben!)
Die Abwehr ist dagegen kein Thema. Auch nicht die letzten 30 Minuten, die uns hinten in der Abwehr das Spiel gekostet haben. Mannschaft spielt offensiv mit der Brechstange und lässt hinten riesige Räume. So gut wie kein Wort dazu. Und ich denke, dass ist auch Ursache unserer Abwehrschwäche. Rapp will offensiv spielen, ihn interessiert die Abwehr nicht sonderlich. Die muss halt - irgendwie - funktionieren. Rapp geht es nur um die Offensive, deswegen holt er ja auch möglichst viele Spieler nach vorne und lässt mit Dreierkette spielen. Aber wer ausschließlich nur auf die Offensive schaut, der kann kein erfolgreiches System entwickeln. Schaut euch die Pressekonferenz nochmal an. Es geht die ganze Zeit bei Rapp nur um Offensive und verpasste Chancen. Über die Abwehr nur ein Halbsatz "da müssen wir noch weniger Chancen zulassen als bisher". Die Gegentore werden fast fatalistisch als unabwendbares Naturereignis hingenommen, "da hat man mal 5 Minuten schlecht gespielt". Das ist schon Realitätsverweigerung, wenn ab der 60. Minute unser Strafraum nicht nur in Flammen steht, sondern komplett abbrennt.
Die absolute Höhe ist jedoch die Aussage zum Ende der PK, als Rapp auf Nachfrage sagt, die 2. Liga ist so ausgeglichen, alle Mannschaften sind fast ebenbürtig, fast alle Spiele sind 50:50 Spiele, sieht man ja auch an den Punkten in der Tabelle. Sowas kann man einfach nicht sagen, wenn man gerade zu Hause gegen den Tabellenletzten verloren hat. Das regt mich noch einen Tag später auf. SO NICHT!
Mangelndes Problembewusstsein und Realitätsverzerrung. Für mich hat Rapp mit so einer Reaktion einen Haufen Porzellan zerschlagen.
Die Aussagen passen für mich auch zu dem, was wir auf dem Platz sehen. Rapp will gewinnen, indem die Mannschaft mehr Tore schießen soll, als der Gegner. Dass das auch geht, indem man nur ein Tor schießt, hat er anscheinend nicht verstanden. Ich kann mich nur wiederholen. Der Schlüssel zum großen Erfolg ging bei uns immer über eine stabile Defensive. Wenn wir die Top 3 erreicht haben, hatten wir 3 von 4 Mal die beste Abwehr der Liga. 14/15, 16/17 und 20/21. In der Saison 17/18 hatten wir zwar nicht die beste Abwehr der Liga, aber immerhin die fünftbeste und angesichts der unglaublich starken Offensive eine ebenfalls bockstarke Balance zwischen Abwehr und Angriff. Was heißt das im Klartext? Wenn man mit Holstein Kiel bahnbrechenden Erfolg haben will, muss man zunächst die Defensive stabilisieren!
Man kann leichte Abstriche bei der Stabilisierung der Defensive machen, wenn man dafür in der Offensive über eine traumwandlerisch sichere und in besonderem Maße torgefährliche Formation verfügt. Aber auch davon sind wir weit entfernt. Die Offensive wirkt oftmals auch ziemlich zerstreut, noch kein Tor aus dem Spiel heraus in 2023. Könnte auch daran liegen, dass Rapp sein Hauptaugenmerk auf die Offensive richtet. Die überfrachtet er mit Input, sodass zu wenig Platz für Kreativität und Spontanität ist. So oder so kommt man zu dem Schluss, dass Rapps Überlastung der Offensive kontraproduktiv ist. Man muss alle Mannschaftsteile gleichermaßen beleuchten. Wenn man das nicht tut, geht es bergab.
Von solchen Trainern, die vorwiegend offensiv denken, gibt es in den NLZs ne ganze Reihe. Deshalb gibt es auch Woche für Woche in den A- und B-Junioren-Bundesligen der Nation zahlreiche Spiele mit Eishockey-Ergebnis. Meine Theorie: Junge Abwehrspieler machen natürlich auch noch mehr Fehler als erfahrene. Deshalb beschäftigen sich die Trainer auch nicht so intensiv mit der Defensive, weil sie ohnehin wissen, dass sich die Fehler bei den Junioren nicht ganz abstellen lassen. Aber im Herrenbereich ist das eben anders, weshalb die Defensive dort auch Beachtung finden muss.
Die Dreierkette ist dabei tatsächlich ein Problem. Das ist ein System, dass bei uns nicht passt. Rapp steckt da jetzt in der Zwickmühle. Dreierkette funktioniert wenig bis gar nicht, an guten Tagen kommen wir mit einem Gegentor durch und müssen nur zwei für den Sieg schießen. Ansonsten kassieren wir zwei oder mehr Gegentore, in 9 von 20 Spielen, also fast der Hälfte aller Spiele. Gewonnen haben wir davon genau eins, bei kriselnden Nürnbergern. Soviel zum Thema, dass unsere schlechte Gegentorstatistik nur auf dem Paderborn-Spiel fußt, Herr Stöver!
Aber zurück zu Rapps Zwickmühle. Er hat die Viererkette in seiner Anfangszeit probiert und hat sie auch nicht wirklich erfolgreich implementiert. Auch da waren wir defensiv schwach. Heißt also im Klartext, dass Rapp weder mit Dreier- noch mit Viererkette ein vernünftiges und funktionierendes Defensivkonzept auf die Beine gestellt bekommt. Das ist ein massives Problem, denn wenn er keine von beiden Optionen vernünftig bespielen lassen kann, ist Rapp de facto gescheitert. Dann müsste folgerichtig ein anderer Trainer kommen. Und auch wenn unser Präsidium bremst, gibt es durchaus umgängliche und trotzdem innovative Trainer auf dem Markt.
Ausgerechnet Timo Schultz, der St. Pauli zu einem Abstiegskandidaten geformt hat? Seitdem der da weg ist, läuft es wieder bei Pauli. Das kann doch nicht ernst gemeint sein.
Rapp hat Schultz letzte Saison zu Hause übrigens hervorragend ausgecoacht und 3:0 gewonnen.
Zurück zu Schultz. Der hat richtig erfrischenden Offensivfußball spielen lassen. Dieser Fußball würde nahtlos an das anknüpfen, was wir vor Rapps Übernahme jahrelang in Kiel gesehen haben. Sich jetzt an seiner schwachen Hinserie zu stören, ist meiner Meinung nach zu kurz gegriffen. Schultz hat auf St.Pauli letztendlich genau das erlebt, was Ole Werner bei uns passiert ist. Die Mannschaft aus einer prekären Lage heraus zum absoluten Überteam der Liga entwickelt, den Aufstieg knapp verpasst und in der folgenden Saison abgestürzt. Das hat nichts mit Schultz als Trainer zu tun, sondern ist ein psychisches Phänomen. Die Mannschaft hat einen Neuanfang gebraucht. War bei uns genauso, deshalb ist Ole ja gegangen. Das hatte weder bei Ole noch bei Schultz mit mangelnder Kompetenz zu tun. Du erreichst die Mannschaft einfach nicht mehr, nachdem du so ein Tal durchschritten hast.
Aber Schultz ist trotzdem ein richtig guter Trainer. Nach deiner Argumentation hätte Werder ja dann auch nicht Ole verpflichten dürfen. Schließlich hat Ole uns auf dem Relegationsplatz liegend verlassen. War btw schlechter als Schultz, der wurde bei Pauli auf Platz 15 entlassen. Und Werder war zum Zeitpunkt von Oles Verpflichtung dem unteren Relegationsplatz näher als dem oberen. Das hätte also auch schiefgehen können. Aber Werder hat Oles Qualitäten erkannt und genauso hat Schultz auch die Qualitäten, die wir benötigen. Zudem hat er auch Stallgeruch, hat früher selbst im Storchennest gespielt, kennt hier sogar noch die Reporter. Außerdem dürfte er Stöver auch aus gemeinsamen Zeiten auf St.Pauli kennen, je nachdem wie viele Überschneidungen die beiden hatten, sogar ziemlich gut. Ich sehe nur Vorteile bei einer Verpflichtung von Schulle.
Aber ich kann dich beruhigen. Bei uns sind ja alle hochzufrieden mit unserer aktuellen Situation. Schön schiedlich friedlich im Niemandsland. Damit unter Stöver ein ambitionierter Trainer mit einer klaren fußballerischen Philosophie das Ruder übernimmt, muss sich schon die Mannschaft explizit dafür aussprechen. Bloß nicht zu hoch fliegen. Bevor das neue Stadion steht bzw. bis wir infrastrukturell auf Erstliganiveau sind, wollen wir möglichst gar nicht hoch. Das Gefühl gewinne ich immer mehr. Da können wir dann noch paar Jahrzehnte warten. Bin gespannt, ob wir überhaupt jemals ein neues Stadion erleben werden, so trantütig wie sich die Verantwortlichen anstellen. Insofern werden wir auch weiterhin irgendwie weiterwurschteln. Mit Planlos-Rapp und Brummbär-Stöver.
02.03.2023 - 23:40 Uhr
Zitat von Flofrisch0601
Ausgerechnet Timo Schultz, der St. Pauli zu einem Abstiegskandidaten geformt hat? Seitdem der da weg ist, läuft es wieder bei Pauli. Das kann doch nicht ernst gemeint sein.
Rapp hat Schultz letzte Saison zu Hause übrigens hervorragend ausgecoacht und 3:0 gewonnen.
Ausgerechnet Timo Schultz, der St. Pauli zu einem Abstiegskandidaten geformt hat? Seitdem der da weg ist, läuft es wieder bei Pauli. Das kann doch nicht ernst gemeint sein.
Rapp hat Schultz letzte Saison zu Hause übrigens hervorragend ausgecoacht und 3:0 gewonnen.
Kleines Betthupferl bezüglich Schulle. Habe ich gerade zufällig gelesen und dachte, das passt gut in den Kontext.
Kwasniok über Schulle: „Der nächste Verein von ihm kann sich glücklich schätzen, solch einen guten Trainer zu bekommen.“ Warum sollten wir uns diese Chance entgehen lassen? Solch einen guten Trainer haben wir nun wirklich nicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kieler_Storch am 02.03.2023 um 23:43 Uhr bearbeitet
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