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Finanzthread

08.05.2016 - 14:09 Uhr
Finanzthread |#6791
09.06.2026 - 14:10 Uhr
Zitat von worldcracker
Leipzig
RB Leipzig drückt eine massive Verschuldung von ca. 467 Millionen Euro. Der Red Bull-Konzern erwirtschaftet einen Gewinn von rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Die wichtigsten Märkte von Red Bull sind die USA und die EU; die zentralen Wachstumsmärkte liegen in Indien, Brasilien, Mexiko und Südostasien. Kurz: Die Annahme, dass Red Bull jemals wieder den Geldbeutel für Leipzig so weit öffnet, um einen Wettbewerbsvorteil wie früher zu garantieren, ist ökonomisch unsinnig. Leipzig ist im Kontext der Top-Vereine wirtschaftlich wenig beeindruckend, und daran wird sich kaum etwas ändern. Das Modell Red Bull (Leipzig, Salzburg etc.) arbeitet am finanziellen Limit.

Die Schulden sind größtenteils bei Red Bull, das ist also völlig witzlos. Dass sie ohne jegliches internationale Geschäft so stark zurückkommen konnten ohne zunächst kleinere Brötchen backen zu müssen, ist schon auch Ausdruck der Wettbewerbsverzerrung. Ein normaler Verein kann da nicht mal eben eine Transferphase raushauen, die netto bestenfalls Null auf Null steht.

Leverkusen
Der Bayer-Konzern verbuchte zuletzt massive Verluste von -3,6 Milliarden Euro und baut in großem Stil Arbeitsplätze ab. Die Annahme, dass Leverkusen wieder einen massiven, subventionierten Vorteil erhält, ist hinfällig. Bayer kann – ähnlich wie Wolfsburg über VW – nicht mehr auf großzügige Sonderzahlungen hoffen. Das ist den eigenen Mitarbeitern im Werk schlicht nicht mehr vermittelbar. Die alten Zeiten sind vorbei.

Was den Mitarbeitern vermittelbar ist interessiert doch nicht wirklich. Bayer kann sich es momentan gar nicht leisten, groß Schwäche zu zeigen und die Mannschaft runterwirtschaften. Das wird nicht passieren.

Zur Forbes-Analyse
Die Forbes-Studie stellt sich eine einfache Frage: Wenn man einen Verein im Konjunktiv verkaufen müsste oder könnte, welcher Marktpreis wäre zu erzielen? Deshalb tauchen auch einige US-Vereine weit vorne in dieser Liste auf. Hier wird nicht der aktuelle sportliche Erfolg gemessen, sondern der ökonomische Marktwert.
Dass der VfB hier so stark abschneidet (bzw. auf Platz 3 liegt), überrascht daher überhaupt nicht. Es ist der Ausdruck des allgemeinen Befundes: Der finanzielle Vorteil von Leverkusen oder Leipzig war oft nur das Spiegelbild eigener Stuttgarter Versäumnisse. Der verständliche Hass der Fans auf diese „Werbe-Vereine“ hat diesen Fakt in der Vergangenheit oft leichtfertig übersehen lassen.

Forbes greift auf den Deloitte-Bericht zurück und da sind die Konstrukte mangels Transparenz nicht aufgeführt. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass wir die irgendwie hinter uns gelassen haben.
Finanzthread |#6792
09.06.2026 - 14:14 Uhr
Zitat von VinniJ


Die Annahme, dass der VfB durch eine Aktivierung seines wirtschaftlichen Umfelds zu einer fußballerischen Großmacht werden könnte ist älter als ich - und ich gehe langsam auch schon auf die 40 zu. Sie ist im Grunde auch der Kern der Initiative Weltmarkenbündnis (aus der Region, für die Region). Bis auf die LBBW ist das Netzwerk aber seit dem Einstieg von Porsche nicht wirklich gewachsen. So richtig gezündet hat dieser Ansatz noch nie. Dass er nun in einer Rezession funktioniert, halte ich für mehr als fraglich.



Ich möchte gar nicht zu tief reingehen in eure Diskussion, da ich das Finanzdoping seitens der Konzerngeführten "Vereine" schon auch noch immer als extremen Wettbewerbsvorteil sehe, aber diesen Punkt möchte ich aufgreifen. Ich sehe da beim VfB schon noch gigantisches Potenzial. Pressemeldung August 2024 "Unternehmen der Schwarz Gruppe werden Partner des VfB". Pressemeldung August 2025: "Unternehmen der Schwarz Gruppe bauen VfB-Partnerschaft aus". Mit Schwarz Digits in der Premium-Partner Spalte und PreZero als Servicepartner sind zwei Unternehmen aus der Gruppe schon sehr sichtbar. Der VfB gibt sich zudem sehr rührig in digitalen Themen, ist Mitglied bei Schwarz IPAI, unter anderem hat man letzte Woche erst die Meldung zum CLUB 1893: Neuer Leuchtturm für Innovationskraft veröffentlicht. Gleichzeitig hat sich die Schwarz Gruppe nach und nach aus der langjährigen Partnerschaft mit Hoffenheim inzwischen komplett rausgezogen, der zum jetzigen Saisonwechsel endende Stadionname war das letzte Stück. Die Schwarz Gruppe ist ja allgemein ziemlich rührig im Sportsponsoring. Nur zum Vergleich: Die Schwarz Gruppe hat 2025 mehr Umsatz gemacht als die Mercedes Group und die Porsche AG zusammen. Und bekanntlich verfolgt der Konzern unglaublich ambitionierte Pläne. Wenn man da als VfB attraktiv am Markt bleibt und ein Stück vom Kuchen abbekommt ist man da in Sachen Erlösen noch lange nicht am Ende der Fahnenstange.
Finanzthread |#6793
09.06.2026 - 14:37 Uhr
Demnächst wird ja wohl der Meenzer-on-tour seinen Finanzblog aktualisieren. Mal schauen, wo der VfB da landet. Eigenkapitalquote und Personalausgaben sind sehr solide. Fremd zu Eigenkapital wird kritisiert werden. Ich sehe den wirtschaftlichen Erfolg noch sehr stark an die sportliche Entwicklung gebunden und dementsprechend auch von Personen abhängig. Dennoch steht man gut da und kann endlich mal den sportlichen Erfolg nutzen. Da hat man sich früher viel schwerer getan.
Im Vergleich zu Frankfurt hat der VfB aufgeholt. Es wird aber auch CL mit EL verglichen. Das kann dann immer mal mit dem sportlichen Erfolg schwanken. Grundsätzlich handelt man da aber auf Augenhöhe und kann bei anhaltendem sportlichen Erfolg auch wirtschaftlich Schritt halten oder ggfs. mal vorne liegen. RB und Bayer sind noch auf einem anderen Level und schwer vergleichbar, wie von anderen schon angemerkt. BVB deutlich voraus und Bayern nochmal in einer anderen Liga.

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"Mit der Hoffnungslosigkeit beginnt der wahre Optimismus"
--------------------------Jean Paul Sartre---------------------------
Finanzthread |#6794
09.06.2026 - 14:58 Uhr
Zitat von ilfenomeno9
Zitat von VinniJ

Die Annahme, dass der VfB durch eine Aktivierung seines wirtschaftlichen Umfelds zu einer fußballerischen Großmacht werden könnte ist älter als ich - und ich gehe langsam auch schon auf die 40 zu. Sie ist im Grunde auch der Kern der Initiative Weltmarkenbündnis (aus der Region, für die Region). Bis auf die LBBW ist das Netzwerk aber seit dem Einstieg von Porsche nicht wirklich gewachsen. So richtig gezündet hat dieser Ansatz noch nie. Dass er nun in einer Rezession funktioniert, halte ich für mehr als fraglich.



Ich möchte gar nicht zu tief reingehen in eure Diskussion, da ich das Finanzdoping seitens der Konzerngeführten "Vereine" schon auch noch immer als extremen Wettbewerbsvorteil sehe, aber diesen Punkt möchte ich aufgreifen. Ich sehe da beim VfB schon noch gigantisches Potenzial. Pressemeldung August 2024 "Unternehmen der Schwarz Gruppe werden Partner des VfB". Pressemeldung August 2025: "Unternehmen der Schwarz Gruppe bauen VfB-Partnerschaft aus". Mit Schwarz Digits in der Premium-Partner Spalte und PreZero als Servicepartner sind zwei Unternehmen aus der Gruppe schon sehr sichtbar. Der VfB gibt sich zudem sehr rührig in digitalen Themen, ist Mitglied bei Schwarz IPAI, unter anderem hat man letzte Woche erst die Meldung zum CLUB 1893: Neuer Leuchtturm für Innovationskraft veröffentlicht. Gleichzeitig hat sich die Schwarz Gruppe nach und nach aus der langjährigen Partnerschaft mit Hoffenheim inzwischen komplett rausgezogen, der zum jetzigen Saisonwechsel endende Stadionname war das letzte Stück. Die Schwarz Gruppe ist ja allgemein ziemlich rührig im Sportsponsoring. Nur zum Vergleich: Die Schwarz Gruppe hat 2025 mehr Umsatz gemacht als die Mercedes Group und die Porsche AG zusammen. Und bekanntlich verfolgt der Konzern unglaublich ambitionierte Pläne. Wenn man da als VfB attraktiv am Markt bleibt und ein Stück vom Kuchen abbekommt ist man da in Sachen Erlösen noch lange nicht am Ende der Fahnenstange.


Das ist richtig was du schreibst. Ich finde das Engagement vom VfB im Bereich Innovation auch spannend, würde das finanzielle Potenzial aber nicht überbewerten. Meiner Meinung nach müssen wir hier zwischen strategischen Partnerschaften zu unternehmenseigenen Zwecken und möglichen Marketingerlösen unterscheiden.

Die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie PreZero oder SchwarzDigits aber auch SAP oder MHP ist absolut sinnvoll. Der VfB ist ein großes mittelständisches Unternehmen, welches eine Vielzahl von betrieblichen Zukunftsfragen beantworten muss. Auch finanziell lohnt sich die Zusammenarbeit. Die Unternehmen haben kleinere bis mittlere Sponsorenpakete gekauft. Die werden bei anhaltendem sportlichen Erfolg vielleicht zukünftig auch größer.

Ich halte es aber für fraglich, ob z.B. die Schwarz-Gruppe mit einem wirklich relevanten finanziellen Investment beim VfB einsteigt. Die starken Wachstumsfelder sind B2B und das Vermarktungspotenzial des Kerngeschäfts Handel zumindest national weitgehend ausgeschöpft. Die Marke Lidl wird aktuell (Partner UEFA, Radsport) v.a. international beworben. Das nationale Engagement wird bewusst gestreut. In München wurden z.B. vergleichbare (aber vermutlich deutlich teurere) Sponsorenpakete erworben.

Ansonsten - und den Nebensatz kann ich mir nicht verkneifen - tummeln sich die wirklich spannenden und innovativen Unternehmen und Start-Ups der Region eher nicht im Businessbereich oder auf Veranstaltungen des VfB. Die geben ihr eingesammeltes Kapital und ihre Zeit dann doch meist eher sinnvoller aus.
Finanzthread |#6795
09.06.2026 - 15:34 Uhr
Zitat von worldcracker

Kernbefund:
Es ist ein Ammenmärchen, dass Leipzig und Leverkusen dem VfB Stuttgart oder Eintracht Frankfurt finanziell uneinholbar enteilt sind.


War das denn eine These?
Meinem Eindruck nach gilt nur Bayern als uneinholbar und Dortmund ist schon noch ziemlich weit weg, sofern sie nicht wiederholt und eklatant in den Lokus greifen. Aber, dass man die Lücke zu Leipzig und Leverkusen angreifen möchte, klingt mMn schon bei den Verantwortlichen durch und ich nehme es auch nicht bei uns Fans war, dass das nicht mittelfristig möglich sein könnte.

Das Problem - und vielleicht kommt daher auch Dein Eindruck - ist eher, dass Leverkusen und Leipzig eben mit dem Sicherheitsnetz der Konzerne operieren.
Und das ist das, was man nie wird ausgleichen können und womöglich kommt daher ein bisschen der "uneinholbar"-Vibe her, der vielleicht bei Dir angekommen ist. Aber das ist nun einmal eine Tatsache, dass beim VfB mit sportlichen Fehlentscheidungen 20, 30, 50 Mios in den Sand zu setzen nie das Gleiche sein wird, wie bei Leverkusen und Leipzig mit sportlichen Fehlentscheidungen 20, 30, 50 Mios in den Sand zu setzen.

In dem Zusammenhang schneiden mir dann auch die VfB-Verantwortlichen bei Dir etwas zu schlecht ab („underperformed“). Nicht, weil ich sage, dass insbesondere in der Vergangenheit durchaus gute Arbeit geleistet worden wäre - sondern weil ich nicht sehe, inwiefern da in Leverkusen oder Leipzig diesbezüglich wirklich bessere Arbeit geleistet worden wäre. Von Wolfsburg ganz zu schweigen.
Sondern das ist eben einfach nicht vergleichbar. So ist ja z.B. bekannt, dass es lange Zeit zum guten Ton gehörte als Geschäftspartner von VW auch großzügig beim Sponsoring des VfL einzusteigen. Ich meine es war die Telekom, wo mal ein völlig überdimensionierter Sponsoringvertrag beim VfL in den Medien war. Leistet man deswegen dann an den Konzernstandorten wirklich bessere Arbeit - oder in Stuttgart schlechtere - weil dann auch die KPIs entsprechend aussehen?

Und die herausfordernde bis schwierige wirtschaftliche Lage diverser deutscher Großkonzerne haben ja nicht nur die Plastikclubs gemein. Da braucht man sich ja nicht in die eigene Tasche zu lügen, dass die finanzielle Gesundung des VfB, die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre jetzt nur auf Können, Fleiß und schwäbischer Sparsamkeit beruhte. Sondern natürlich spielt da auch der Wirtschaftsstandort eine ganz entscheidende Rolle, sei es direkt mit dem Weltmarkenbündnis, sei es indirekt mit der Kaufkraft in der Region.
Dass der VfB - siehe oben - mit durchschnittlichen Zuschauereinnahmen von 3,4 Mios pro ausverkauftem Heimspiel mittlerweile klar die Nummer 2 in Deutschland ist, ist ja nicht so ohne weiteres auf andere Clubs/Regionen übertragbar, selbst wenn man die Infrastruktur (Anzahl Business Seats, Tunnel Club etc.) hinstellen würden.
Daher finde ich es auch schwierig das Thema Wirtschaft so unterschiedlich zu handhaben: die Plastikclubs werden Probleme kriegen, weil die dahinterstehenden Konzerne nicht mehr so können wie zuvor, beim VfB ist in der Region aber noch ungehobenes Potential. Das würde ich dann schon eher Hand in Hand sehen, dass das jetzt nicht zufällig so ist, dass nur Bayer und VW Schwierigkeiten haben und ansonsten geht es der deutschen Wirtschaft glänzend. Sondern das ist schon eher ein gesamtwirtschaftliches Thema und deren etwaige Probleme können bis zu einem gewissen Grad auch unsere Probleme sein oder werden.
Nun wäre das natürlich Jammern auf sehr hohem Niveau. Gibt ja auch genug Vereine, die in einem wirtschaftlich deutlich schlechteren Umfeld agieren müssen als der VfB. Und trotzdem keine Konzernmutter im Rücken haben, egal wie es der nun gerade selbst gehen mag. Aber jetzt zu postulieren, dass der Wettbewerbsvorteil von Leverkusen und Leipzig und Wolfsburg (die trotzdem mit Rekordetat in die zweite Liga gehen werden) passé ist, während es beim VfB eigentlich ein Leichtes ist, den Rubel rollen zu lassen, finde ich zu optimistisch.
Finanzthread |#6796
10.06.2026 - 11:57 Uhr
Auf Reddit hat sich jemand die Mühe gemacht die opex (also alle operativen Ausgaben, die nicht mit den Spielern direkt zusammen hängen) aller europäisch vertretenen Clubs (diese sind dazu verpflichtet diese Kosten bei der UEFA anzugeben) aufzuschlüsseln und in Relation zu setzen.

Hier geht es zum Reddit thread

Spannende take aways für uns: Europaweit sind unsere opex auf Platz 21, also gar nicht mal so gering und vor diversen CL Clubs, in Deutschland sind wir gar auf Platz vier hinter Bayern, Dortmund und Frankfurt.
Zudem machen unsere opex 40% unseres Umsatzes aus, damit liegen wir vor Dortmund, Bayern und Leverkusen, aber hinter Frankfurt (51% dort), und deutlich über dem Schnitt der europäischen Vereine.

Es wäre spannend zu wissen, wo diese Gelder bei uns versanden.
Finanzthread |#6797
10.06.2026 - 12:49 Uhr
Zitat von Eckes24
Auf Reddit hat sich jemand die Mühe gemacht die opex (also alle operativen Ausgaben, die nicht mit den Spielern direkt zusammen hängen) aller europäisch vertretenen Clubs (diese sind dazu verpflichtet diese Kosten bei der UEFA anzugeben) aufzuschlüsseln und in Relation zu setzen.

Hier geht es zum Reddit thread

Spannende take aways für uns: Europaweit sind unsere opex auf Platz 21, also gar nicht mal so gering und vor diversen CL Clubs, in Deutschland sind wir gar auf Platz vier hinter Bayern, Dortmund und Frankfurt.
Zudem machen unsere opex 40% unseres Umsatzes aus, damit liegen wir vor Dortmund, Bayern und Leverkusen, aber hinter Frankfurt (51% dort), und deutlich über dem Schnitt der europäischen Vereine.

Es wäre spannend zu wissen, wo diese Gelder bei uns versanden.


Das ist meiner Erinnerung nach aber keine neue Entwicklung.

Dass bei uns viel Geld in den "Wasserkopf" fließt, wird hier seit ich dabei bin diskutiert. Wie viel Geld das ungefähr ist bzw. zumindest welchen Anteil das ausmacht wurde auch früher oft anhand der Finanzkennzahlen versucht abzuleiten.

Da kommt es dann schon stark darauf an, was und wie bewertet wird.

"...operativen Ausgaben, die nicht mit den Spielern direkt zusammen hängen..." sind ja bspw. auch NLZ (mit Internat), U21, Vereinsgelände+Trainigsplätze, Schlienz-Stadion, Neckarstadion (mit seiner besonderen Eigentümerkonstellation) sowie deren vorhandene oder eben nicht vorhandene Äquivalente bei den anderen Clubs usw. können da natürlich schon einen Unterschied ausmachen.

•     •     •

Für immer Cannstatter Kurve!

Official Fahrstuhlmannschaft since 27.05.2019 | Mit dem Fahrstuhl in die Champions League 2024
Finanzthread |#6798
10.06.2026 - 12:56 Uhr
Zitat von Hozzo
Zitat von Eckes24

Auf Reddit hat sich jemand die Mühe gemacht die opex (also alle operativen Ausgaben, die nicht mit den Spielern direkt zusammen hängen) aller europäisch vertretenen Clubs (diese sind dazu verpflichtet diese Kosten bei der UEFA anzugeben) aufzuschlüsseln und in Relation zu setzen.

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Spannende take aways für uns: Europaweit sind unsere opex auf Platz 21, also gar nicht mal so gering und vor diversen CL Clubs, in Deutschland sind wir gar auf Platz vier hinter Bayern, Dortmund und Frankfurt.
Zudem machen unsere opex 40% unseres Umsatzes aus, damit liegen wir vor Dortmund, Bayern und Leverkusen, aber hinter Frankfurt (51% dort), und deutlich über dem Schnitt der europäischen Vereine.

Es wäre spannend zu wissen, wo diese Gelder bei uns versanden.


Das ist meiner Erinnerung nach aber keine neue Entwicklung.

Dass bei uns viel Geld in den "Wasserkopf" fließt, wird hier seit ich dabei bin diskutiert. Wie viel Geld das ungefähr ist bzw. zumindest welchen Anteil das ausmacht wurde auch früher oft anhand der Finanzkennzahlen versucht abzuleiten.

Da kommt es dann schon stark darauf an, was und wie bewertet wird.

"...operativen Ausgaben, die nicht mit den Spielern direkt zusammen hängen..." sind ja bspw. auch NLZ (mit Internat), U21, Vereinsgelände+Trainigsplätze, Schlienz-Stadion, Neckarstadion (mit seiner besonderen Eigentümerkonstellation) sowie deren vorhandene oder eben nicht vorhandene Äquivalente bei den anderen Clubs usw. können da natürlich schon einen Unterschied ausmachen.


Eben nicht, das sind die opex, die Vereine an die UEFA melden müssen für den europäischen Spielbetrieb, deren Definition klar abgesteckt ist.
Sämtliche Spielerausgaben, auch Nachwuchs und deren Stab, sind nicht in der opex enthalten.

In der opex sind die folgenden vier Kategorien erlaubt:
Fixkosten: Die Abschreibung von Stadien, Trainingsgeländen und anderen Vermögenswerten.
Spieltagsbetrieb: Kosten für Sicherheit, Catering, Ticketing und Instandhaltung der Infrastruktur an Spieltagen.
Kommerzieller Betrieb: Ausgaben für Marketing, Merchandising, Sponsorenbetreuung und Verwaltung.
Sonstige Ausgaben: Reisekosten, Versicherungen, Versorgungsleistungen und außerordentliche Einmalkosten (wie Abfindungen für entlassene Trainer, für uns glücklicherweise kein regelmäßiger Posten mehr).
Finanzthread |#6799
10.06.2026 - 13:27 Uhr
Zitat von Eckes24
Zitat von Hozzo

Zitat von Eckes24

Auf Reddit hat sich jemand die Mühe gemacht die opex (also alle operativen Ausgaben, die nicht mit den Spielern direkt zusammen hängen) aller europäisch vertretenen Clubs (diese sind dazu verpflichtet diese Kosten bei der UEFA anzugeben) aufzuschlüsseln und in Relation zu setzen.

Hier geht es zum Reddit thread

Spannende take aways für uns: Europaweit sind unsere opex auf Platz 21, also gar nicht mal so gering und vor diversen CL Clubs, in Deutschland sind wir gar auf Platz vier hinter Bayern, Dortmund und Frankfurt.
Zudem machen unsere opex 40% unseres Umsatzes aus, damit liegen wir vor Dortmund, Bayern und Leverkusen, aber hinter Frankfurt (51% dort), und deutlich über dem Schnitt der europäischen Vereine.

Es wäre spannend zu wissen, wo diese Gelder bei uns versanden.


Das ist meiner Erinnerung nach aber keine neue Entwicklung.

Dass bei uns viel Geld in den "Wasserkopf" fließt, wird hier seit ich dabei bin diskutiert. Wie viel Geld das ungefähr ist bzw. zumindest welchen Anteil das ausmacht wurde auch früher oft anhand der Finanzkennzahlen versucht abzuleiten.

Da kommt es dann schon stark darauf an, was und wie bewertet wird.

"...operativen Ausgaben, die nicht mit den Spielern direkt zusammen hängen..." sind ja bspw. auch NLZ (mit Internat), U21, Vereinsgelände+Trainigsplätze, Schlienz-Stadion, Neckarstadion (mit seiner besonderen Eigentümerkonstellation) sowie deren vorhandene oder eben nicht vorhandene Äquivalente bei den anderen Clubs usw. können da natürlich schon einen Unterschied ausmachen.


Eben nicht, das sind die opex, die Vereine an die UEFA melden müssen für den europäischen Spielbetrieb, deren Definition klar abgesteckt ist.
Sämtliche Spielerausgaben, auch Nachwuchs und deren Stab, sind nicht in der opex enthalten.

In der opex sind die folgenden vier Kategorien erlaubt:
Fixkosten: Die Abschreibung von Stadien, Trainingsgeländen und anderen Vermögenswerten.
Spieltagsbetrieb: Kosten für Sicherheit, Catering, Ticketing und Instandhaltung der Infrastruktur an Spieltagen.
Kommerzieller Betrieb: Ausgaben für Marketing, Merchandising, Sponsorenbetreuung und Verwaltung.
Sonstige Ausgaben: Reisekosten, Versicherungen, Versorgungsleistungen und außerordentliche Einmalkosten (wie Abfindungen für entlassene Trainer, für uns glücklicherweise kein regelmäßiger Posten mehr).


Again what learned 😉👍️

Würden zu den Einmalkosten auch Berater-Honorare zählen? Die hätte ich nach Bauchgefühl in eine ähnliche Kategorie wie Abfindungen gezählt. Handgelder, obwohl ja direkt mit dem Spieler zusammenhängend ebenso. Da könnte bei uns schon ein bisschen was zusammenkommen.

Aber ich vermute, dass da, wie seit jeher, die Punkte die du unter kommerzieller Betrieb aufzählst bei uns den größten Brocken ausmachen. Ich meine bereits seit der Mäuser-Ära und unter seinem Sparkurs (hab keine Einzelheiten dazu mehr Kopf, aber gut möglich, dass der den Laden damit vor Schlimmerem bewahrt hat und damit trotzdem nicht gut weg kam) war das schon regelmäßig Thema.

•     •     •

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Finanzthread |#6800
10.06.2026 - 14:35 Uhr
Zitat von Eckes24
In der opex sind die folgenden vier Kategorien erlaubt:
Fixkosten: Die Abschreibung von Stadien, Trainingsgeländen und anderen Vermögenswerten.
Spieltagsbetrieb: Kosten für Sicherheit, Catering, Ticketing und Instandhaltung der Infrastruktur an Spieltagen.
Kommerzieller Betrieb: Ausgaben für Marketing, Merchandising, Sponsorenbetreuung und Verwaltung.
Sonstige Ausgaben: Reisekosten, Versicherungen, Versorgungsleistungen und außerordentliche Einmalkosten (wie Abfindungen für entlassene Trainer, für uns glücklicherweise kein regelmäßiger Posten mehr).

Gut, dass wir bei den Ausgaben in Zusammenhang mit dem Stadionbetrieb und Merchandising vor Leverkusen und vielleicht auch Leipzig (die ja fehlen weil sie nicht international gespielt haben), sollte nicht überraschen. Dass wir durch die Abschreibungen und Pacht bezüglich des Stadionumbaus relativ gesehen höhere Ausgaben stemmen als für die Bruchbude in Dortmund, ist auch nicht so spektakulär. Die Bayern spielen finanziell in einer anderen Liga, wo möglicherweise andere Gesetzmäßigkeiten gelten und Ausgaben für Spieler anteilig wieder stärker zunehmen.
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