Ehemalige Borussen
08.04.2015 - 08:35 Uhr
21.08.2015 - 17:16 Uhr
Zitat von xhaka_zulu
Es ist tatsächlich so, dass die Bayern sich den entscheidenden Vorsprung erst ab 1979 unter Hoeneß erarbeitet haben. Das Stadion spielte da zwar auch noch eine Rolle, aber wahrscheinlich war es entscheidender, dass Hoeneß ein Meister darin war, neue Wege zu finden, um eben gerade neben den Zuschauereinnahmen zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Ich würde unserem Management damals aber sicher nicht den Vorwurf machen, zu risikoscheu gewesen zu sein. Soweit möglich keine Schulden zu machen, das war vollkommen richtig. Aber ob es nicht genutzte Möglichkeiten gab, ähnlich wie die Bayern die weiteren Einnahmen zu erhöhen – wer kann das von heute aus schon beurteilen?
Es ist tatsächlich so, dass die Bayern sich den entscheidenden Vorsprung erst ab 1979 unter Hoeneß erarbeitet haben. Das Stadion spielte da zwar auch noch eine Rolle, aber wahrscheinlich war es entscheidender, dass Hoeneß ein Meister darin war, neue Wege zu finden, um eben gerade neben den Zuschauereinnahmen zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Ich würde unserem Management damals aber sicher nicht den Vorwurf machen, zu risikoscheu gewesen zu sein. Soweit möglich keine Schulden zu machen, das war vollkommen richtig. Aber ob es nicht genutzte Möglichkeiten gab, ähnlich wie die Bayern die weiteren Einnahmen zu erhöhen – wer kann das von heute aus schon beurteilen?
Es waren ja auch riesige Strukturvorteile der Bayern, die quasi im Süden über Jahrzehnte konkurrenzlos waren, während Borussia in einem riesigen Ballungsgebiet sich behaupten mußte.
Und der Vorsprung ist nicht mal ansatzweise aufzuholen.
Das geht nur durch einen genialen Trainer und den cleversten Spodi der Liga.
22.08.2015 - 14:48 Uhr
Vor 5 Minuten :
Christian Dorda mit einem Traumtor aus gefühlt 35 Meter, für seinen neuen Club Hansa Rostock, in Osnabrück.
Christian Dorda mit einem Traumtor aus gefühlt 35 Meter, für seinen neuen Club Hansa Rostock, in Osnabrück.
23.08.2015 - 06:10 Uhr
Irgendwie traurig, dass es selbst unter uns inzwischen genügend Fans gibt, die den Vorteil der Münchner durch das geschenkte Stadion als Mär abtun. Logisch profitierte ganz München, auch 1860 - aber da waren seit Ewigkeiten auch Dilettanten am Werk. München hatte als Großstadt komplett andere Möglichkeiten. Das Stadion war trotzdem nicht mal annähernd gefüllt in jenen Tagen. Gemessen an der Stadionauslastung lag Gladbach über Jahre prozentual besser. Aber dazu gleich.
Natürlich war Uli Hoeness geschickt. Aber Grasshoff eigentlich mindestens nicht minder, weil er komplett andere Strukturen vorzuweisen hatte als die Millionen-Hauptstadt München, die von Landesvätern und nationalen Politikern zudem gepudert wurde ohne Ende.
Gleich vorneweg mal eine Einschätzung des damaligen Bürgermeisters, die im Grunde schon Bände spricht.
"Hans-Jochen Vogel, der Ex-Oberbürgermeister, ist heute 85 Jahre alt. In der Vergangenheit hat der SPD-Politiker stets hervorgehoben, wie wichtig die Olympischen Spiele 1972 für die Entwicklung der bayerischen Landeshauptstadt waren.
"Die Langzeitwirkung ist für München sehr positiv gewesen, weil die Infrastruktur verbessert worden ist. Ohne die Spiele wäre die wesentlich später, Zeitraum sieben, acht Jahre entstanden, 4,2 Kilometer U-Bahn, 275.000 Quadratmeter Straßenfläche, 1000 zusätzliche Sozialwohnungen, das war schon ein großer Schub."
Kommen wir zu den Zuschauerzahlen. Tatsächlich für einen Verein zu jener Zeit die Haupteinnahmequelle.
Beginnen wir mit der Saison 71/72
Bayern auf Rang 1 (Zuschauer) mit durchschnittlich 24.500 Zuschauern pro Spiel (noch Grünewalder Straße). Gladbach 12, mit 16.505.
Saison 72/73: Bayern 1. mit 33.300 (jetzt Olympiastadion), Gladbach 11. mit 15.000
Saison 73/74: Bayern 2. mit 37.000 (1. Schalke mit fast 43.000 - und die haben ihr Potenzial über Jahre wohl wirklich verpennt), Gladbach 8. mit 22.300
Saison 74/75: Bayern 2. mit 36.300, VFL 8. mit 21.600
Saison 75/76: Bayern 2. mit 33.000, VFL 7. mit 23.500
Saison 76/77: Bayern 5. mit 31.600, VFL 9. mit 25.000
Saison 77/78: Bayern 6. mit 31.000 (1. Stuttgart mit 56,000!), VFL mit 23.000 am Bökelberg. Interessanterweise wurden zwei Spiele im Rheinstadion ausgetragen mit einem Zuschauerschnitt von 46.000 und eines im Jahnstadion mit 27.000 Zuschauern.
Und jetzt begann man den Anschluss komplett zu verlieren...
Saison 78/79: Bayern 4.mit 34.000, Gladbach 12. mit 19.900
Saison 79/80: Bayern 1. mit 39.600, Borussia 12. mit 17.600
Saison 80/81: Bayern 1. mit 36.500, VFL 13. mit 18.000
Saison 81/82: Bayern 1. mit 31.300, VFL 13. mit 16.400
Saison 82/83 im Grunde identisch zur Vorsaison
Saison 83/84 : München 2. mit 31.000, Gladbach wieder 7. mit 20.300
Saison 84/85: Bayern 1. mit 32.800, VFL 9. mit 18.800
Kann man so endlos weiter führen. Letztlich war München an Ende der 80er. Anfang 90er, als ein Boom einsetzte, genauso wie die Fohlen meist ausverkauft. Unterschied 50.000-55.000 zu 31.000.
Keine Frage. Uli hat es gut gemacht. Aber Grasshoff - gemessen an den Möglichkeiten wirklich viel schlechter? Aus meiner Sicht: Nein.
Natürlich war Uli Hoeness geschickt. Aber Grasshoff eigentlich mindestens nicht minder, weil er komplett andere Strukturen vorzuweisen hatte als die Millionen-Hauptstadt München, die von Landesvätern und nationalen Politikern zudem gepudert wurde ohne Ende.
Gleich vorneweg mal eine Einschätzung des damaligen Bürgermeisters, die im Grunde schon Bände spricht.
"Hans-Jochen Vogel, der Ex-Oberbürgermeister, ist heute 85 Jahre alt. In der Vergangenheit hat der SPD-Politiker stets hervorgehoben, wie wichtig die Olympischen Spiele 1972 für die Entwicklung der bayerischen Landeshauptstadt waren.
"Die Langzeitwirkung ist für München sehr positiv gewesen, weil die Infrastruktur verbessert worden ist. Ohne die Spiele wäre die wesentlich später, Zeitraum sieben, acht Jahre entstanden, 4,2 Kilometer U-Bahn, 275.000 Quadratmeter Straßenfläche, 1000 zusätzliche Sozialwohnungen, das war schon ein großer Schub."
Kommen wir zu den Zuschauerzahlen. Tatsächlich für einen Verein zu jener Zeit die Haupteinnahmequelle.
Beginnen wir mit der Saison 71/72
Bayern auf Rang 1 (Zuschauer) mit durchschnittlich 24.500 Zuschauern pro Spiel (noch Grünewalder Straße). Gladbach 12, mit 16.505.
Saison 72/73: Bayern 1. mit 33.300 (jetzt Olympiastadion), Gladbach 11. mit 15.000
Saison 73/74: Bayern 2. mit 37.000 (1. Schalke mit fast 43.000 - und die haben ihr Potenzial über Jahre wohl wirklich verpennt), Gladbach 8. mit 22.300
Saison 74/75: Bayern 2. mit 36.300, VFL 8. mit 21.600
Saison 75/76: Bayern 2. mit 33.000, VFL 7. mit 23.500
Saison 76/77: Bayern 5. mit 31.600, VFL 9. mit 25.000
Saison 77/78: Bayern 6. mit 31.000 (1. Stuttgart mit 56,000!), VFL mit 23.000 am Bökelberg. Interessanterweise wurden zwei Spiele im Rheinstadion ausgetragen mit einem Zuschauerschnitt von 46.000 und eines im Jahnstadion mit 27.000 Zuschauern.
Und jetzt begann man den Anschluss komplett zu verlieren...
Saison 78/79: Bayern 4.mit 34.000, Gladbach 12. mit 19.900
Saison 79/80: Bayern 1. mit 39.600, Borussia 12. mit 17.600
Saison 80/81: Bayern 1. mit 36.500, VFL 13. mit 18.000
Saison 81/82: Bayern 1. mit 31.300, VFL 13. mit 16.400
Saison 82/83 im Grunde identisch zur Vorsaison
Saison 83/84 : München 2. mit 31.000, Gladbach wieder 7. mit 20.300
Saison 84/85: Bayern 1. mit 32.800, VFL 9. mit 18.800
Kann man so endlos weiter führen. Letztlich war München an Ende der 80er. Anfang 90er, als ein Boom einsetzte, genauso wie die Fohlen meist ausverkauft. Unterschied 50.000-55.000 zu 31.000.
Keine Frage. Uli hat es gut gemacht. Aber Grasshoff - gemessen an den Möglichkeiten wirklich viel schlechter? Aus meiner Sicht: Nein.
23.08.2015 - 10:07 Uhr
Zitat von Arango7
Jo, aber glaub auch ned alles, was da so geschrieben wird.
Habs gestern auch mal überflogen, da tut ja der Großteil der User so, als ob sie tagtäglich das Training beobachten.
Die Negativität insgesamt hat mich allerdings doch sehr überrascht.
Vielleicht hilft ja auch ein Beraterwechsel, dann sollte Eberl auf jeden Fall ein Auge drauf halten.
Zitat von rockham
Wenn man sich im Bayernforum so unhört soll er nicht der Fleissigste sein. Keiner für uns...weiterhin gute Reise.
Wenn man sich im Bayernforum so unhört soll er nicht der Fleissigste sein. Keiner für uns...weiterhin gute Reise.
Jo, aber glaub auch ned alles, was da so geschrieben wird.
Habs gestern auch mal überflogen, da tut ja der Großteil der User so, als ob sie tagtäglich das Training beobachten.
Die Negativität insgesamt hat mich allerdings doch sehr überrascht.
Vielleicht hilft ja auch ein Beraterwechsel, dann sollte Eberl auf jeden Fall ein Auge drauf halten.
Die Stimmung im Bayernforum ist m.M.n. generell sehr negativ (zumindest das, was ich da so lese), von daher muss das noch nicht so viel heißen. Ich finde es sehr schade, was im Moment mit Kurt passiert. Inwieweit Rummenigge da mit seiner Aussage ("Er hat das Problem, dass ihm schon sehr früh viele Leute gesagt haben, dass er ein guter Fußballer wird" (sinngemäß)) zutrifft weiß ich nicht, so etwas öffentlich über einen so jungen Spieler zu sagen finde ich aber unmöglich.
Ich war schon bei seinem Wechsel der Meinung, dass er einen Fehler macht zu den Bayern zu gehen, zumal ja Gladbach (das muss man faiererweise zugeben) nicht die schlechteste Adresse für junge Spieler in der Bundesliga ist. Wieso sich das junge talentierte Spieler immer wieder antun (beim FC hatten wir ja vor ein paar Jahren mit Weiser auch so einen Fall) weiß ich nicht, die höhere Trainingsqualität alleine kanns ja irgendwie nicht sein... vor allem wenn man dann am Ende doch mit der zweiten Mannschaft trainiert.
24.08.2015 - 15:27 Uhr
Quelle: www.fohlen-hautnah.de
Ich erfuhr wohl als Letzter, dass ich nach Dortmund bzw. nach Deutschland gehen soll. Geplant war zunächst, dass ich zehn Tage lang mit Dortmund mittrainiere, damit sie mich besser kennen lernen. Damals gab es von den Spielern ja noch nicht so viel Videomaterial wie heute. Ottmar Hitzfeld war damals noch Trainer und wollte mich haben. Ich war nie Nationalspieler. Von einem kleinen Dorf in Brasilien nach Deutschland zu einem Erstligisten zu kommen, ist eigentlich unmöglich. Ich hatte unwahrscheinliches Glück. Mit 16 habe ich in Brasilien meinen ersten Profivertag unterschrieben.
Nettes IV mit Chiquinho
24.08.2015 - 16:36 Uhr
Zitat von Dahlin
Quelle: www.fohlen-hautnah.de
Ich erfuhr wohl als Letzter, dass ich nach Dortmund bzw. nach Deutschland gehen soll. Geplant war zunächst, dass ich zehn Tage lang mit Dortmund mittrainiere, damit sie mich besser kennen lernen. Damals gab es von den Spielern ja noch nicht so viel Videomaterial wie heute. Ottmar Hitzfeld war damals noch Trainer und wollte mich haben. Ich war nie Nationalspieler. Von einem kleinen Dorf in Brasilien nach Deutschland zu einem Erstligisten zu kommen, ist eigentlich unmöglich. Ich hatte unwahrscheinliches Glück. Mit 16 habe ich in Brasilien meinen ersten Profivertag unterschrieben.
Nettes IV mit ChiquinhoMann dankt!!
Liest sich immer noch gut der Junge.
25.08.2015 - 23:07 Uhr
Marin nun tatsächlich in die Türkei ausgeliehen:
http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/633734/artikel_marin-heuert-bei-trabzonspor-an.html
http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/633734/artikel_marin-heuert-bei-trabzonspor-an.html
26.08.2015 - 00:00 Uhr
Amin Younes steht für das EL-Quali-Rückspiel von Ajax bei Jablonec erstmals nach seiner Oberschenkelverletzung im Ajax-Kader. Gut möglich, dass er seine Minuten bekommen wird, vor allem, wenn man sich das uninspirierte Ajax-Offensivspiel anschaut. Ich werde dann noch mal vorbeischauen, falls Younes gespielt hat und berichten.
26.08.2015 - 02:02 Uhr
Zitat von Simonsen76
Irgendwie traurig, dass es selbst unter uns inzwischen genügend Fans gibt, die den Vorteil der Münchner durch das geschenkte Stadion als Mär abtun. Logisch profitierte ganz München, auch 1860 - aber da waren seit Ewigkeiten auch Dilettanten am Werk. München hatte als Großstadt komplett andere Möglichkeiten. Das Stadion war trotzdem nicht mal annähernd gefüllt in jenen Tagen. Gemessen an der Stadionauslastung lag Gladbach über Jahre prozentual besser. Aber dazu gleich.
Natürlich war Uli Hoeness geschickt. Aber Grasshoff eigentlich mindestens nicht minder, weil er komplett andere Strukturen vorzuweisen hatte als die Millionen-Hauptstadt München, die von Landesvätern und nationalen Politikern zudem gepudert wurde ohne Ende.
Gleich vorneweg mal eine Einschätzung des damaligen Bürgermeisters, die im Grunde schon Bände spricht.
"Hans-Jochen Vogel, der Ex-Oberbürgermeister, ist heute 85 Jahre alt. In der Vergangenheit hat der SPD-Politiker stets hervorgehoben, wie wichtig die Olympischen Spiele 1972 für die Entwicklung der bayerischen Landeshauptstadt waren.
"Die Langzeitwirkung ist für München sehr positiv gewesen, weil die Infrastruktur verbessert worden ist. Ohne die Spiele wäre die wesentlich später, Zeitraum sieben, acht Jahre entstanden, 4,2 Kilometer U-Bahn, 275.000 Quadratmeter Straßenfläche, 1000 zusätzliche Sozialwohnungen, das war schon ein großer Schub."
Kommen wir zu den Zuschauerzahlen. Tatsächlich für einen Verein zu jener Zeit die Haupteinnahmequelle.
Beginnen wir mit der Saison 71/72
Bayern auf Rang 1 (Zuschauer) mit durchschnittlich 24.500 Zuschauern pro Spiel (noch Grünewalder Straße). Gladbach 12, mit 16.505.
Saison 72/73: Bayern 1. mit 33.300 (jetzt Olympiastadion), Gladbach 11. mit 15.000
Saison 73/74: Bayern 2. mit 37.000 (1. Schalke mit fast 43.000 - und die haben ihr Potenzial über Jahre wohl wirklich verpennt), Gladbach 8. mit 22.300
Saison 74/75: Bayern 2. mit 36.300, VFL 8. mit 21.600
Saison 75/76: Bayern 2. mit 33.000, VFL 7. mit 23.500
Saison 76/77: Bayern 5. mit 31.600, VFL 9. mit 25.000
Saison 77/78: Bayern 6. mit 31.000 (1. Stuttgart mit 56,000!), VFL mit 23.000 am Bökelberg. Interessanterweise wurden zwei Spiele im Rheinstadion ausgetragen mit einem Zuschauerschnitt von 46.000 und eines im Jahnstadion mit 27.000 Zuschauern.
Und jetzt begann man den Anschluss komplett zu verlieren...
Saison 78/79: Bayern 4.mit 34.000, Gladbach 12. mit 19.900
Saison 79/80: Bayern 1. mit 39.600, Borussia 12. mit 17.600
Saison 80/81: Bayern 1. mit 36.500, VFL 13. mit 18.000
Saison 81/82: Bayern 1. mit 31.300, VFL 13. mit 16.400
Saison 82/83 im Grunde identisch zur Vorsaison
Saison 83/84 : München 2. mit 31.000, Gladbach wieder 7. mit 20.300
Saison 84/85: Bayern 1. mit 32.800, VFL 9. mit 18.800
Kann man so endlos weiter führen. Letztlich war München an Ende der 80er. Anfang 90er, als ein Boom einsetzte, genauso wie die Fohlen meist ausverkauft. Unterschied 50.000-55.000 zu 31.000.
Keine Frage. Uli hat es gut gemacht. Aber Grasshoff - gemessen an den Möglichkeiten wirklich viel schlechter? Aus meiner Sicht: Nein.
Irgendwie traurig, dass es selbst unter uns inzwischen genügend Fans gibt, die den Vorteil der Münchner durch das geschenkte Stadion als Mär abtun. Logisch profitierte ganz München, auch 1860 - aber da waren seit Ewigkeiten auch Dilettanten am Werk. München hatte als Großstadt komplett andere Möglichkeiten. Das Stadion war trotzdem nicht mal annähernd gefüllt in jenen Tagen. Gemessen an der Stadionauslastung lag Gladbach über Jahre prozentual besser. Aber dazu gleich.
Natürlich war Uli Hoeness geschickt. Aber Grasshoff eigentlich mindestens nicht minder, weil er komplett andere Strukturen vorzuweisen hatte als die Millionen-Hauptstadt München, die von Landesvätern und nationalen Politikern zudem gepudert wurde ohne Ende.
Gleich vorneweg mal eine Einschätzung des damaligen Bürgermeisters, die im Grunde schon Bände spricht.
"Hans-Jochen Vogel, der Ex-Oberbürgermeister, ist heute 85 Jahre alt. In der Vergangenheit hat der SPD-Politiker stets hervorgehoben, wie wichtig die Olympischen Spiele 1972 für die Entwicklung der bayerischen Landeshauptstadt waren.
"Die Langzeitwirkung ist für München sehr positiv gewesen, weil die Infrastruktur verbessert worden ist. Ohne die Spiele wäre die wesentlich später, Zeitraum sieben, acht Jahre entstanden, 4,2 Kilometer U-Bahn, 275.000 Quadratmeter Straßenfläche, 1000 zusätzliche Sozialwohnungen, das war schon ein großer Schub."
Kommen wir zu den Zuschauerzahlen. Tatsächlich für einen Verein zu jener Zeit die Haupteinnahmequelle.
Beginnen wir mit der Saison 71/72
Bayern auf Rang 1 (Zuschauer) mit durchschnittlich 24.500 Zuschauern pro Spiel (noch Grünewalder Straße). Gladbach 12, mit 16.505.
Saison 72/73: Bayern 1. mit 33.300 (jetzt Olympiastadion), Gladbach 11. mit 15.000
Saison 73/74: Bayern 2. mit 37.000 (1. Schalke mit fast 43.000 - und die haben ihr Potenzial über Jahre wohl wirklich verpennt), Gladbach 8. mit 22.300
Saison 74/75: Bayern 2. mit 36.300, VFL 8. mit 21.600
Saison 75/76: Bayern 2. mit 33.000, VFL 7. mit 23.500
Saison 76/77: Bayern 5. mit 31.600, VFL 9. mit 25.000
Saison 77/78: Bayern 6. mit 31.000 (1. Stuttgart mit 56,000!), VFL mit 23.000 am Bökelberg. Interessanterweise wurden zwei Spiele im Rheinstadion ausgetragen mit einem Zuschauerschnitt von 46.000 und eines im Jahnstadion mit 27.000 Zuschauern.
Und jetzt begann man den Anschluss komplett zu verlieren...
Saison 78/79: Bayern 4.mit 34.000, Gladbach 12. mit 19.900
Saison 79/80: Bayern 1. mit 39.600, Borussia 12. mit 17.600
Saison 80/81: Bayern 1. mit 36.500, VFL 13. mit 18.000
Saison 81/82: Bayern 1. mit 31.300, VFL 13. mit 16.400
Saison 82/83 im Grunde identisch zur Vorsaison
Saison 83/84 : München 2. mit 31.000, Gladbach wieder 7. mit 20.300
Saison 84/85: Bayern 1. mit 32.800, VFL 9. mit 18.800
Kann man so endlos weiter führen. Letztlich war München an Ende der 80er. Anfang 90er, als ein Boom einsetzte, genauso wie die Fohlen meist ausverkauft. Unterschied 50.000-55.000 zu 31.000.
Keine Frage. Uli hat es gut gemacht. Aber Grasshoff - gemessen an den Möglichkeiten wirklich viel schlechter? Aus meiner Sicht: Nein.
Bayern war niemals Eigentümer des Olympiastadions, von einem Geschenk kann also nicht die Rede sein.
Im Gegenteil hatten die Bayern immer die höchsten Stadionmieten aller Bundesligisten zu zahlen.
Während Grashoff/ Beyer wie viele andere die "Sparmeister" gegeben haben, handelte Hoeneß schon damals unternehmerisch mit Investitionen, Darlehensaufnahmen usw. Durch die Investitionen in allen Bereichen war Bayern bis Mitte der 1980er hoch verschuldet hatte dann aber den Turnaround geschafft.
Zwischenzeitlich hatte sich Gladbach in die Bedeutungslosigkeit gespart.
Hierzu auch folgender Link http://www.spox.com/myspox/blogdetail/Bayern-und-das-geschenkte-Olym,214512.html
Das Schlimme daran ist, daß dieses Szenario sich gerade wiederholt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hallocarola am 26.08.2015 um 02:12 Uhr bearbeitet
26.08.2015 - 23:57 Uhr
Heiko Herrlich bei Lanz im Fernsehen.
Sehr interessant!
Er würde diesen Weg nicht mehr in der Art und Weise bestreiten, sowie er es damals bei uns gemacht hat.
Sehr interessant!
Er würde diesen Weg nicht mehr in der Art und Weise bestreiten, sowie er es damals bei uns gemacht hat.
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