Donaustadion
15.07.2023 - 19:36 Uhr
22.05.2026 - 13:09 Uhr
Quelle: Augsburger Allgemeine
Die Erich-Steer-Bratwurst hat im Ulmer Donaustadion ausgedient. Nach dem Abstieg der Spatzen übernimmt ein neuer Gastronom die Stadionverpflegung – bargeldloses Bezahlen und ein moderneres Angebot sollen kommen.
Dem Artikel zufolge tut sich ironischerweise ausgerechnet nach dem Abstieg in die Regionalliga etwas in Sachen Modernisierung: Das Cateringangebot soll zeitgemäßer werden und offenbar wird auch bargeldlose Bezahlung eingeführt. Dinge, die sich viele eigentlich schon zu Zweit- oder Drittligazeiten gewünscht hätten. Aber besser spät als nie. Der Artikel selbst steckt zwar hinter einer Bezahlschranke, die wesentlichen Informationen lassen sich aber dennoch herauslesen.
15.08.2026 - 12:41 Uhr
Puh, also ich hätte wirklich nicht gedacht, dass das Catering unter neuer Regie noch schlechter laufen kann als unter Steer. Aber der gestrige Auftritt war schon ziemlich abenteuerlich.
Die Wartezeiten bei den Getränken waren teilweise völlig inakzeptabel und bei den Speisen scheint man sich komplett verkalkuliert zu haben. Im D-Block gab es beispielsweise schon vor dem Spiel keine Kässpatzen mehr. In meiner „neuen“ Heimat auf der Gegengerade waren zur Halbzeit dann bereits die Wecken aus, sodass es weder Stadionwurst noch Steakwecken gab. Und vom über Jahrzehnte gewohnten Süßigkeitenstand war leider auch keine Spur. Das war schon eine herbe Enttäuschung.
Auch bei den Abläufen hatte ich nicht unbedingt den Eindruck, dass da viel Erfahrung mit einem Fußballstadion beziehungsweise Eventgastronomie vorhanden ist. Wenn ich weiß, dass zur Halbzeit innerhalb von wenigen Minuten ein riesiger Ansturm kommt, muss ich mich darauf entsprechend vorbereiten. Dann zapfe ich beispielsweise genügend Bier vor, sodass anschließend nur noch vollgeschenkt werden muss und die Becher im Akkord rausgehen können. Stattdessen entstanden Wartezeiten, die bei gerade einmal rund 7.000 Zuschauern eigentlich nicht passieren dürfen.
CPN ist schließlich kein kleiner Imbissbetreiber, der gestern zum ersten Mal eine größere Veranstaltung bewirtet hat, sondern ein großer Event-Dienstleister. Wenn ich so ein Unternehmen für ein Fest oder eine Großveranstaltung buche, kann es auch nicht erst einmal den halben Tag ausprobieren, wie viel Essen benötigt wird und wie man die Abläufe organisiert. Das muss von Beginn an einigermaßen funktionieren.
Anders als bei unserer Mannschaft zieht für mich hier deshalb auch das Argument „Die müssen sich erst einspielen“ nur sehr bedingt. Natürlich kann beim ersten Heimspiel noch nicht jeder Handgriff perfekt sitzen und kleinere Anlaufschwierigkeiten sind völlig normal. Aber genügend Ware vorzuhalten und sich organisatorisch auf den Halbzeitansturm vorzubereiten, gehört für einen professionellen Caterer schlicht zu den Grundlagen.
Ich hätte jedenfalls nicht gedacht, dass man sich gegenüber dem ohnehin schon häufig kritisierten Catering der vergangenen Jahre in dieser Art und Weise noch verschlechtern kann. Positiv hervorheben kann ich eigentlich nur die neuen Becher mit Henkel. Die überzeugen. 😅
Wenn man allerdings bei rund 7.000 Zuschauern schon derartige Probleme hat, möchte ich nicht wissen, wie das Ganze aussehen soll, wenn das Donaustadion – hoffentlich – irgendwann mal wieder ausverkauft ist.
Da muss bis zum nächsten Heimspiel jedenfalls einiges besser laufen.
Die Wartezeiten bei den Getränken waren teilweise völlig inakzeptabel und bei den Speisen scheint man sich komplett verkalkuliert zu haben. Im D-Block gab es beispielsweise schon vor dem Spiel keine Kässpatzen mehr. In meiner „neuen“ Heimat auf der Gegengerade waren zur Halbzeit dann bereits die Wecken aus, sodass es weder Stadionwurst noch Steakwecken gab. Und vom über Jahrzehnte gewohnten Süßigkeitenstand war leider auch keine Spur. Das war schon eine herbe Enttäuschung.
Auch bei den Abläufen hatte ich nicht unbedingt den Eindruck, dass da viel Erfahrung mit einem Fußballstadion beziehungsweise Eventgastronomie vorhanden ist. Wenn ich weiß, dass zur Halbzeit innerhalb von wenigen Minuten ein riesiger Ansturm kommt, muss ich mich darauf entsprechend vorbereiten. Dann zapfe ich beispielsweise genügend Bier vor, sodass anschließend nur noch vollgeschenkt werden muss und die Becher im Akkord rausgehen können. Stattdessen entstanden Wartezeiten, die bei gerade einmal rund 7.000 Zuschauern eigentlich nicht passieren dürfen.
CPN ist schließlich kein kleiner Imbissbetreiber, der gestern zum ersten Mal eine größere Veranstaltung bewirtet hat, sondern ein großer Event-Dienstleister. Wenn ich so ein Unternehmen für ein Fest oder eine Großveranstaltung buche, kann es auch nicht erst einmal den halben Tag ausprobieren, wie viel Essen benötigt wird und wie man die Abläufe organisiert. Das muss von Beginn an einigermaßen funktionieren.
Anders als bei unserer Mannschaft zieht für mich hier deshalb auch das Argument „Die müssen sich erst einspielen“ nur sehr bedingt. Natürlich kann beim ersten Heimspiel noch nicht jeder Handgriff perfekt sitzen und kleinere Anlaufschwierigkeiten sind völlig normal. Aber genügend Ware vorzuhalten und sich organisatorisch auf den Halbzeitansturm vorzubereiten, gehört für einen professionellen Caterer schlicht zu den Grundlagen.
Ich hätte jedenfalls nicht gedacht, dass man sich gegenüber dem ohnehin schon häufig kritisierten Catering der vergangenen Jahre in dieser Art und Weise noch verschlechtern kann. Positiv hervorheben kann ich eigentlich nur die neuen Becher mit Henkel. Die überzeugen. 😅
Wenn man allerdings bei rund 7.000 Zuschauern schon derartige Probleme hat, möchte ich nicht wissen, wie das Ganze aussehen soll, wenn das Donaustadion – hoffentlich – irgendwann mal wieder ausverkauft ist.
Da muss bis zum nächsten Heimspiel jedenfalls einiges besser laufen.
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