BVB - Jugendmannschaften
03.07.2012 - 17:45 Uhr
05.10.2026 - 23:28 Uhr
Zitat von SixFeetUnder
Von all den Spielern, die du genannt hast, betrachte ich nur Götze als Eigengewächs.
Hier mal die Namen von einigen aktuellen Spielern, die Eigengewächse von Ajax Amsterdam sind:
- Gravenberch (jetzt Liverpool): kam mit 8 Jahren zu Ajax
- Timber (jetzt Arsenal): kam mit 13 zu Ajax
- Malen (jetzt AS Rom): kam mit 9 zu Ajax
- Hato (jetzt Chelsea): kam mit 12 zu Ajax
- De Ligt (jetzt Manchester United): kam mit 9 zu Ajax
- Mazraoui (jetzt Manchester United): kam mit 7 zu Ajax
- Brobbey (jetzt Sunderland): kam mit 8 zu Ajax
- Botman (jetzt Newcastle): kam mit 9 zu Ajax
- Taylor (jetzt AS Rom): kam mit 8 Jahren zu Ajax
Alle diese Spieler haben derzeit einen Marktwert von mindestens 25 Mio, viele deutlich höher, spielen bei Topvereinen. Man könnte auch noch weitere Eigengewächse nennen wie Sergino Dest, Justin Kluivert, Quinten Timber etc.
Auch zB PSV Eindhoven hat viele gute Eigengewächse derzeit überall in Europa verteilt.
Was sind denn die BVB-Eigengewächse derzeit, die seit Kindesalter beim BVB sind und jetzt zur internationalen Klasse zählen (egal ob sie beim BVB spielen oder sonstwo)? Mir fallen da nicht viele ein.
Und ich habe hier zwar das Beispiel Ajax und Eindhoven genannt, aber selbst in den Niederlanden ist die Nachwuchsförderung heutzutage sicherlich nicht mehr so gut, wie sie einmal war und nicht mehr State of the Art in Europa. Es geht also sogar besser als bei denen.
Ist schön und gut, dass der BVB jetzt sagt, dass man bei der Nachwuchsförderung der führende Verein in Europa werden will. Ich habe nix gegen Ziele. Aber jeder Verein sagt, dass er gute Nachwuchsförderung machen will, das sind erstmal nur Worte. Noch irgendwelche vier U17 Talente aus Italien zu holen oder noch zwei 14-jährige aus Nürnberg oder von Hertha BSC zu holen, macht jedenfalls noch keine gute Nachwuchsarbeit. Man sollte Qualität der Nachwuchsförderung daran messen, wie viele Talente der Verein aus der Region produziert, und dort ist der BVB in den letzten 15-20 Jahren (in der Generation nach Sahin, Reus, Großkreutz und Götze) auf ganzer Linie gescheitert.
Ich denke, dass man sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen würde, wenn man sagt, dass wenn man Aufwand (Geld, was jährlich in Nachwuchsbereich gesteckt wird, in Infrastruktur, Jugendtrainer etc) und Ertrag (wie viele Talente aus der Region hat man entwickelt) gegenüberstellt, dass Borussia Dortmund dann in den letzten 20 Jahren eine der schlechtesten Nachwuchsförderungen in Europa hatte.
Der BVB sitzt in einem erweiterten Einzugsgebiet mit 7, 8, 9 Mio Einwohnern, ist dort der klar größte und renommierteste Verein und schafft es trotzdem seit 15 Jahren nicht, local players von internationaler Klasse zu entwickeln.
Zitat von scorpiifornax
Definiere einmal gute Arbeit.
Muss das dann Götze Level sein?
Oder reicht sowas wie Gittens?
Reichen auch Spieler wie Inacio, Albert, Reggani oder Mane?
Oder sollen es mindestens mal Ballon D‘Or Kandidaten sein?
Und wieviel sollten es pro Jahr sein?
2-3 Stück?
Zitat von SixFeetUnder
Du zählst hier lauter Vereine quer durch NRW auf. Du beziehst dich also auf ein Einzugsgebiet mit 18 Mio Einwohnern
Hertha BSC setzt eigentlich praktisch nur auf aus Berlin geborene Spieler. Berlin ist eine Stadt mit meines Wissens 3,8 Mio Einwohnern. Diese 3,8 Mio Einwohner teilen sich auf zwei NLZs auf (Hertha und Union).
Es gibt keine Ausreden für Borussia Dortmund. NRW hat mehr Einwohner als die Niederlande. Das nähere Einzugsgebiet hat immer noch eine Einwohnerzahl irgendwo zwischen Norwegen und Portugal. Da könnte Borussia Dortmund mehr als genügend Fußballspieler entwickeln, wenn man wollte.
Zumal unmittelbare Nachbarn wie Schalke, Bochum, Duisburg, Münster und Co jetzt auch nicht im Jahresrythmus irgendwelche Toptalente rausbringen. Die machen eigentlich alle schlechte Nachwuchsförderung - genauso wie der BVB. Da wäre also deutlich mehr für Borussia Dortmund drin, wenn man mal gute Arbeit machen würde.
Zitat von BVB-09
Wenn man sich ansieht was Hertha BSC regelmäßig für Talente rausbringt, dann kann man schon sagen, dass sowas theoretisch auch in Deutschland möglich ist.
Allerdings gibt es dort auch andere Voraussetzungen. Man hat mit Union einen großen Club neben sich, der jetzt nicht unbedingt als große Talentschmiede bekannt ist und bei RB kommt quasi nichts bis ganz oben durch. Da ist Hertha also die Bastion.
Bei uns in NRW gibt es in unmittelbarer Nähe die Akademien von Bochum, Schalke, Paderborn, Bielefeld, Münster, Leverkusen, Köln, Düsseldorf, Gladbach usw.
Wären die alle nicht da, dann würde es sicher nicht unrealistisch sein, eine der größten und besten NLZs Europas zu entwickeln.
Wenn man sich ansieht was Hertha BSC regelmäßig für Talente rausbringt, dann kann man schon sagen, dass sowas theoretisch auch in Deutschland möglich ist.
Allerdings gibt es dort auch andere Voraussetzungen. Man hat mit Union einen großen Club neben sich, der jetzt nicht unbedingt als große Talentschmiede bekannt ist und bei RB kommt quasi nichts bis ganz oben durch. Da ist Hertha also die Bastion.
Bei uns in NRW gibt es in unmittelbarer Nähe die Akademien von Bochum, Schalke, Paderborn, Bielefeld, Münster, Leverkusen, Köln, Düsseldorf, Gladbach usw.
Wären die alle nicht da, dann würde es sicher nicht unrealistisch sein, eine der größten und besten NLZs Europas zu entwickeln.
Du zählst hier lauter Vereine quer durch NRW auf. Du beziehst dich also auf ein Einzugsgebiet mit 18 Mio Einwohnern
Hertha BSC setzt eigentlich praktisch nur auf aus Berlin geborene Spieler. Berlin ist eine Stadt mit meines Wissens 3,8 Mio Einwohnern. Diese 3,8 Mio Einwohner teilen sich auf zwei NLZs auf (Hertha und Union).
Es gibt keine Ausreden für Borussia Dortmund. NRW hat mehr Einwohner als die Niederlande. Das nähere Einzugsgebiet hat immer noch eine Einwohnerzahl irgendwo zwischen Norwegen und Portugal. Da könnte Borussia Dortmund mehr als genügend Fußballspieler entwickeln, wenn man wollte.
Zumal unmittelbare Nachbarn wie Schalke, Bochum, Duisburg, Münster und Co jetzt auch nicht im Jahresrythmus irgendwelche Toptalente rausbringen. Die machen eigentlich alle schlechte Nachwuchsförderung - genauso wie der BVB. Da wäre also deutlich mehr für Borussia Dortmund drin, wenn man mal gute Arbeit machen würde.
Definiere einmal gute Arbeit.
Muss das dann Götze Level sein?
Oder reicht sowas wie Gittens?
Reichen auch Spieler wie Inacio, Albert, Reggani oder Mane?
Oder sollen es mindestens mal Ballon D‘Or Kandidaten sein?
Und wieviel sollten es pro Jahr sein?
2-3 Stück?
Von all den Spielern, die du genannt hast, betrachte ich nur Götze als Eigengewächs.
Hier mal die Namen von einigen aktuellen Spielern, die Eigengewächse von Ajax Amsterdam sind:
- Gravenberch (jetzt Liverpool): kam mit 8 Jahren zu Ajax
- Timber (jetzt Arsenal): kam mit 13 zu Ajax
- Malen (jetzt AS Rom): kam mit 9 zu Ajax
- Hato (jetzt Chelsea): kam mit 12 zu Ajax
- De Ligt (jetzt Manchester United): kam mit 9 zu Ajax
- Mazraoui (jetzt Manchester United): kam mit 7 zu Ajax
- Brobbey (jetzt Sunderland): kam mit 8 zu Ajax
- Botman (jetzt Newcastle): kam mit 9 zu Ajax
- Taylor (jetzt AS Rom): kam mit 8 Jahren zu Ajax
Alle diese Spieler haben derzeit einen Marktwert von mindestens 25 Mio, viele deutlich höher, spielen bei Topvereinen. Man könnte auch noch weitere Eigengewächse nennen wie Sergino Dest, Justin Kluivert, Quinten Timber etc.
Auch zB PSV Eindhoven hat viele gute Eigengewächse derzeit überall in Europa verteilt.
Was sind denn die BVB-Eigengewächse derzeit, die seit Kindesalter beim BVB sind und jetzt zur internationalen Klasse zählen (egal ob sie beim BVB spielen oder sonstwo)? Mir fallen da nicht viele ein.
Und ich habe hier zwar das Beispiel Ajax und Eindhoven genannt, aber selbst in den Niederlanden ist die Nachwuchsförderung heutzutage sicherlich nicht mehr so gut, wie sie einmal war und nicht mehr State of the Art in Europa. Es geht also sogar besser als bei denen.
Ist schön und gut, dass der BVB jetzt sagt, dass man bei der Nachwuchsförderung der führende Verein in Europa werden will. Ich habe nix gegen Ziele. Aber jeder Verein sagt, dass er gute Nachwuchsförderung machen will, das sind erstmal nur Worte. Noch irgendwelche vier U17 Talente aus Italien zu holen oder noch zwei 14-jährige aus Nürnberg oder von Hertha BSC zu holen, macht jedenfalls noch keine gute Nachwuchsarbeit. Man sollte Qualität der Nachwuchsförderung daran messen, wie viele Talente der Verein aus der Region produziert, und dort ist der BVB in den letzten 15-20 Jahren (in der Generation nach Sahin, Reus, Großkreutz und Götze) auf ganzer Linie gescheitert.
Ich denke, dass man sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen würde, wenn man sagt, dass wenn man Aufwand (Geld, was jährlich in Nachwuchsbereich gesteckt wird, in Infrastruktur, Jugendtrainer etc) und Ertrag (wie viele Talente aus der Region hat man entwickelt) gegenüberstellt, dass Borussia Dortmund dann in den letzten 20 Jahren eine der schlechtesten Nachwuchsförderungen in Europa hatte.
Der BVB sitzt in einem erweiterten Einzugsgebiet mit 7, 8, 9 Mio Einwohnern, ist dort der klar größte und renommierteste Verein und schafft es trotzdem seit 15 Jahren nicht, local players von internationaler Klasse zu entwickeln.
Wenn du das gegenüberstellen möchtest kannst du es gerne tun, zielführend ist es jedoch nicht. Dann vergleichst du den Output im kostengünstigsten Bereich mit dem Input im kostenstärksten Bereich. Der Aufwand erfolgt nicht bei der U9, nicht bei der U11, er erfolgt im wesentlichen bei der U19, bei der U17. Der Vergleich ist schlicht nicht sinnvoll, die Kosten wachsen mit dem Alter exponentiell und sind keine stagnierende Gerade.
Es stimmt, es kommen vergleichsweise zu wenig Talente aus der direkten Region. Es ist hierbei auch kein internes Problem sondern scheinbar ein strukturelles. Woran das liegt kann ich nicht sagen, dass kann hier niemand ernsthaft, man kann Ideen haben, aber wäre es so einfach, hätte Schalke, Bochum etc dies doch längst umgesetzt, keiner wird freiwillig auf Toptalente verzichten.
Für mich ist es übrigens unerheblich, ob der Spieler bereits mit 9, 12 oder erst mit 15 zum Verein kommt. Ob er mit 15 aus Berlin oder London kommt. Ein Spieler wird mit 21 nicht bessere Leistung bringen, nur weil er 10 statt nur 6 Jahre in Dortmund ist. Klar, man kann von Identifikation reden, nur denke ich, wenn du hier Profi wirst und schon 3-4 Jahre in der Jugend warst bringst du genug Identifikation mit, zudem sieht man an Spielern wie Götze oder Sahin auch sehr gut, dass Identifikation kein Grund ist zu bleiben.
Es muss etwas geändert werden, bzw., es wurde ja bereits etwas geändert. Inwiefern dies Erfolg bringt verbleibt abzuwarten.
05.10.2026 - 23:33 Uhr
Zitat von Coq-au-vin
Ich glaube, die Rechnung mit 18 Millionen Einwohnern in NRW führt ziemlich in die falsche Richtung. Diese 18 Millionen sind ja kein exklusives Einzugsgebiet des BVB.
Ich glaube, die Rechnung mit 18 Millionen Einwohnern in NRW führt ziemlich in die falsche Richtung. Diese 18 Millionen sind ja kein exklusives Einzugsgebiet des BVB.
Ich sage ja auch nicht, dass das das Einzugsgebiet des BVB sei, das war nur eine Antwort auf einen User, der Vereine aus ganz NRW aufgezählt hat. Vereine wie Köln, Leverkusen, Gladbach gehören doch zB gar nicht zum BVB Einzugsgebiet. Auch Bielefeld nicht. Ich würde das klassische Einzugsgebiet definieren als vor allem Ruhrgebiet, Sauerland und Münsterland. Das sind 8 Mio Einwohner. Und selbst wenn man es noch enger fasst (östliches Ruhrgebiet, Teile des Münsterlandes und Sauerlandes) sind es immer noch sicherlich so um die 5 Mio Einwohner - also circa die Einwohnerzahl Norwegens oder Kroatiens. Aber mit dem Vorteil, eine viel höhere Bevölkerungsdichte als Norwegen oder so zu haben.
Da kann doch keiner erzählen, dass man da nicht jede Menge Fußball-Toptalente produzieren könnte. Zumal Fußball in dieser Region klar die Nummer 1 Sportart ist, also fast alle athletischen Talente in dieser Sportart landen. Der BVB müsste diese jetzt dann nur noch zu Top-Fußballspielern entwickeln. Aber daran scheitert es seit längerem.
05.10.2026 - 23:51 Uhr
Zitat von SixFeetUnder
Von all den Spielern, die du genannt hast, betrachte ich nur Götze als Eigengewächs.
Hier mal die Namen von einigen aktuellen Spielern, die Eigengewächse von Ajax Amsterdam sind:
- Gravenberch (jetzt Liverpool): kam mit 8 Jahren zu Ajax
- Timber (jetzt Arsenal): kam mit 13 zu Ajax
- Malen (jetzt AS Rom): kam mit 9 zu Ajax
- Hato (jetzt Chelsea): kam mit 12 zu Ajax
- De Ligt (jetzt Manchester United): kam mit 9 zu Ajax
- Mazraoui (jetzt Manchester United): kam mit 7 zu Ajax
- Brobbey (jetzt Sunderland): kam mit 8 zu Ajax
- Botman (jetzt Newcastle): kam mit 9 zu Ajax
- Taylor (jetzt AS Rom): kam mit 8 Jahren zu Ajax
Alle diese Spieler haben derzeit einen Marktwert von mindestens 25 Mio, viele deutlich höher, spielen bei Topvereinen. Man könnte auch noch weitere Eigengewächse nennen wie Sergino Dest, Justin Kluivert, Quinten Timber etc.
Auch zB PSV Eindhoven hat viele gute Eigengewächse derzeit überall in Europa verteilt.
Was sind denn die BVB-Eigengewächse derzeit, die seit Kindesalter beim BVB sind und jetzt zur internationalen Klasse zählen (egal ob sie beim BVB spielen oder sonstwo)? Mir fallen da nicht viele ein.
Und ich habe hier zwar das Beispiel Ajax und Eindhoven genannt, aber selbst in den Niederlanden ist die Nachwuchsförderung heutzutage sicherlich nicht mehr so gut, wie sie einmal war und nicht mehr State of the Art in Europa. Es geht also sogar besser als bei denen.
Ist schön und gut, dass der BVB jetzt sagt, dass man bei der Nachwuchsförderung der führende Verein in Europa werden will. Ich habe nix gegen Ziele. Aber jeder Verein sagt, dass er gute Nachwuchsförderung machen will, das sind erstmal nur Worte. Noch irgendwelche vier U17 Talente aus Italien zu holen oder noch zwei 14-jährige aus Nürnberg oder von Hertha BSC zu holen, macht jedenfalls noch keine gute Nachwuchsarbeit. Man sollte Qualität der Nachwuchsförderung daran messen, wie viele Talente der Verein aus der Region produziert, und dort ist der BVB in den letzten 15-20 Jahren (in der Generation nach Sahin, Reus, Großkreutz und Götze) auf ganzer Linie gescheitert.
Ich denke, dass man sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen würde, wenn man sagt, dass wenn man Aufwand (Geld, was jährlich in Nachwuchsbereich gesteckt wird, in Infrastruktur, Jugendtrainer etc) und Ertrag (wie viele Talente aus der Region hat man entwickelt) gegenüberstellt, dass Borussia Dortmund dann in den letzten knapp 20 Jahren eine der schlechtesten Nachwuchsförderungen in Europa hatte.
Der BVB sitzt in einem erweiterten Einzugsgebiet mit 7, 8, 9 Mio Einwohnern, ist dort der klar größte und renommierteste Verein und schafft es trotzdem seit 15 Jahren nicht, local players von internationaler Klasse zu entwickeln.
Zitat von scorpiifornax
Definiere einmal gute Arbeit.
Muss das dann Götze Level sein?
Oder reicht sowas wie Gittens?
Reichen auch Spieler wie Inacio, Albert, Reggani oder Mane?
Oder sollen es mindestens mal Ballon D‘Or Kandidaten sein?
Und wieviel sollten es pro Jahr sein?
2-3 Stück?
Zitat von SixFeetUnder
Du zählst hier lauter Vereine quer durch NRW auf. Du beziehst dich also auf ein Einzugsgebiet mit 18 Mio Einwohnern
Hertha BSC setzt eigentlich praktisch nur auf aus Berlin geborene Spieler. Berlin ist eine Stadt mit meines Wissens 3,8 Mio Einwohnern. Diese 3,8 Mio Einwohner teilen sich auf zwei NLZs auf (Hertha und Union).
Es gibt keine Ausreden für Borussia Dortmund. NRW hat mehr Einwohner als die Niederlande. Das nähere Einzugsgebiet hat immer noch eine Einwohnerzahl irgendwo zwischen Norwegen und Portugal. Da könnte Borussia Dortmund mehr als genügend Fußballspieler entwickeln, wenn man wollte.
Zumal unmittelbare Nachbarn wie Schalke, Bochum, Duisburg, Münster und Co jetzt auch nicht im Jahresrythmus irgendwelche Toptalente rausbringen. Die machen eigentlich alle schlechte Nachwuchsförderung - genauso wie der BVB. Da wäre also deutlich mehr für Borussia Dortmund drin, wenn man mal gute Arbeit machen würde.
Zitat von BVB-09
Wenn man sich ansieht was Hertha BSC regelmäßig für Talente rausbringt, dann kann man schon sagen, dass sowas theoretisch auch in Deutschland möglich ist.
Allerdings gibt es dort auch andere Voraussetzungen. Man hat mit Union einen großen Club neben sich, der jetzt nicht unbedingt als große Talentschmiede bekannt ist und bei RB kommt quasi nichts bis ganz oben durch. Da ist Hertha also die Bastion.
Bei uns in NRW gibt es in unmittelbarer Nähe die Akademien von Bochum, Schalke, Paderborn, Bielefeld, Münster, Leverkusen, Köln, Düsseldorf, Gladbach usw.
Wären die alle nicht da, dann würde es sicher nicht unrealistisch sein, eine der größten und besten NLZs Europas zu entwickeln.
Wenn man sich ansieht was Hertha BSC regelmäßig für Talente rausbringt, dann kann man schon sagen, dass sowas theoretisch auch in Deutschland möglich ist.
Allerdings gibt es dort auch andere Voraussetzungen. Man hat mit Union einen großen Club neben sich, der jetzt nicht unbedingt als große Talentschmiede bekannt ist und bei RB kommt quasi nichts bis ganz oben durch. Da ist Hertha also die Bastion.
Bei uns in NRW gibt es in unmittelbarer Nähe die Akademien von Bochum, Schalke, Paderborn, Bielefeld, Münster, Leverkusen, Köln, Düsseldorf, Gladbach usw.
Wären die alle nicht da, dann würde es sicher nicht unrealistisch sein, eine der größten und besten NLZs Europas zu entwickeln.
Du zählst hier lauter Vereine quer durch NRW auf. Du beziehst dich also auf ein Einzugsgebiet mit 18 Mio Einwohnern
Hertha BSC setzt eigentlich praktisch nur auf aus Berlin geborene Spieler. Berlin ist eine Stadt mit meines Wissens 3,8 Mio Einwohnern. Diese 3,8 Mio Einwohner teilen sich auf zwei NLZs auf (Hertha und Union).
Es gibt keine Ausreden für Borussia Dortmund. NRW hat mehr Einwohner als die Niederlande. Das nähere Einzugsgebiet hat immer noch eine Einwohnerzahl irgendwo zwischen Norwegen und Portugal. Da könnte Borussia Dortmund mehr als genügend Fußballspieler entwickeln, wenn man wollte.
Zumal unmittelbare Nachbarn wie Schalke, Bochum, Duisburg, Münster und Co jetzt auch nicht im Jahresrythmus irgendwelche Toptalente rausbringen. Die machen eigentlich alle schlechte Nachwuchsförderung - genauso wie der BVB. Da wäre also deutlich mehr für Borussia Dortmund drin, wenn man mal gute Arbeit machen würde.
Definiere einmal gute Arbeit.
Muss das dann Götze Level sein?
Oder reicht sowas wie Gittens?
Reichen auch Spieler wie Inacio, Albert, Reggani oder Mane?
Oder sollen es mindestens mal Ballon D‘Or Kandidaten sein?
Und wieviel sollten es pro Jahr sein?
2-3 Stück?
Von all den Spielern, die du genannt hast, betrachte ich nur Götze als Eigengewächs.
Hier mal die Namen von einigen aktuellen Spielern, die Eigengewächse von Ajax Amsterdam sind:
- Gravenberch (jetzt Liverpool): kam mit 8 Jahren zu Ajax
- Timber (jetzt Arsenal): kam mit 13 zu Ajax
- Malen (jetzt AS Rom): kam mit 9 zu Ajax
- Hato (jetzt Chelsea): kam mit 12 zu Ajax
- De Ligt (jetzt Manchester United): kam mit 9 zu Ajax
- Mazraoui (jetzt Manchester United): kam mit 7 zu Ajax
- Brobbey (jetzt Sunderland): kam mit 8 zu Ajax
- Botman (jetzt Newcastle): kam mit 9 zu Ajax
- Taylor (jetzt AS Rom): kam mit 8 Jahren zu Ajax
Alle diese Spieler haben derzeit einen Marktwert von mindestens 25 Mio, viele deutlich höher, spielen bei Topvereinen. Man könnte auch noch weitere Eigengewächse nennen wie Sergino Dest, Justin Kluivert, Quinten Timber etc.
Auch zB PSV Eindhoven hat viele gute Eigengewächse derzeit überall in Europa verteilt.
Was sind denn die BVB-Eigengewächse derzeit, die seit Kindesalter beim BVB sind und jetzt zur internationalen Klasse zählen (egal ob sie beim BVB spielen oder sonstwo)? Mir fallen da nicht viele ein.
Und ich habe hier zwar das Beispiel Ajax und Eindhoven genannt, aber selbst in den Niederlanden ist die Nachwuchsförderung heutzutage sicherlich nicht mehr so gut, wie sie einmal war und nicht mehr State of the Art in Europa. Es geht also sogar besser als bei denen.
Ist schön und gut, dass der BVB jetzt sagt, dass man bei der Nachwuchsförderung der führende Verein in Europa werden will. Ich habe nix gegen Ziele. Aber jeder Verein sagt, dass er gute Nachwuchsförderung machen will, das sind erstmal nur Worte. Noch irgendwelche vier U17 Talente aus Italien zu holen oder noch zwei 14-jährige aus Nürnberg oder von Hertha BSC zu holen, macht jedenfalls noch keine gute Nachwuchsarbeit. Man sollte Qualität der Nachwuchsförderung daran messen, wie viele Talente der Verein aus der Region produziert, und dort ist der BVB in den letzten 15-20 Jahren (in der Generation nach Sahin, Reus, Großkreutz und Götze) auf ganzer Linie gescheitert.
Ich denke, dass man sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen würde, wenn man sagt, dass wenn man Aufwand (Geld, was jährlich in Nachwuchsbereich gesteckt wird, in Infrastruktur, Jugendtrainer etc) und Ertrag (wie viele Talente aus der Region hat man entwickelt) gegenüberstellt, dass Borussia Dortmund dann in den letzten knapp 20 Jahren eine der schlechtesten Nachwuchsförderungen in Europa hatte.
Der BVB sitzt in einem erweiterten Einzugsgebiet mit 7, 8, 9 Mio Einwohnern, ist dort der klar größte und renommierteste Verein und schafft es trotzdem seit 15 Jahren nicht, local players von internationaler Klasse zu entwickeln.
Keiner bestreitet es ja das die Arbeit in der Vergangenheit nicht gut war und mein Beispiel ist auch ein Grenzfall weil er schon 2 Vereine vor der BVB Jugend hatte, aber ein Paris Brunner der ein Dortmunder Junge ist kam mit 14 zum BVB hat dort dann 4 Jahre verbracht sodass er ein Local Player ist von den Regularien und jetzt in der Saison sein Durchbruch feiert bei Monaco und wenn er diese Leistung weiterhin bringt wird er am Ende der Saison definitiv mehr als 25 Mio kosten, auch ein Wätjen zeigte in den letzten 3 Spielen die er gemacht hat ein aufsteigende Form und dürfte immer starten und auch er ist ein Local Player.
Das sind zwar nur 2 Spieler und mit Paris Brunner ist es ein Grenzfall, weil er davor schon bei Essen und Bochum war, aber technisch betrachtet ist er ein Local Player.
Und aus der Jugend kommen wie gesagt einige nach, so ist ein Mussa Kaba ein Local Player, weil er mit 9 schon zum BVB kam, dann gibt es mit Ritter und Mirza 2 Spieler die in der Vorbereitung am Anfang mit dabei waren und durchaus immer einen guten Eindruck hinterlassen haben und denen man definitiv zutraut zu den Profis zukommen genauso wie ein Fahrenhorst.
Damit hätte man 4 Spieler die ihre komplette Jugend beim BVB verbracht haben und denen man definitiv zutraut das Sie es schaffen können beim BVB.
Deshalb ja die Arbeit war wie gesagt nicht gut die Jahre davor und es gibt diese große Lücke zwischen Götze und jetzt, aber es sind jetzt 4 Spieler in den Startlöcher denen man eben den Sprung aus der Jugend zu den Profis zutraut, die alle aus der Region kommen und alle Local Player sind und darüber hinaus gibt es 2 weitere Talente die jetzt in der Saison ihren Durchbruch anscheint haben bei anderen Vereinen die aber auch Local Player sind.
Von daher habt Geduld, da werden in der Zukunft einige Local Player nachkommen die alle aus der Region kommen, aber sowas braucht auch Zeit, wenn man wirklich einen Spieler haben will der von der U9 gestartet ist, der früheste Zeitpunkt wäre in 3 bis 4 Jahren, wenn der Spieler vom Talent so krass ist, wie ein Moukoko damals sodass dieser mit 16 sein Debüt geben kann.
Aber realistisch sind eher 5 bis 6 Jahre bis man dort Ergebnisse sieht.
06.10.2026 - 00:05 Uhr
Meine persönliche Meinung ist übrigens, dass der BVB noch mehr und enger mit regionalen Partnervereinen zusammenarbeiten sollte. Es müsste möglichst viel Know-How in die Breite der Region getragen werden.
Gerade so im U6-U12 Bereich sollte der BVB ein riesiges Eigeninteresse daran haben, Jugendtrainer von Vereinen im Ruhrgebiet, im Sauerland und Münsterland weiterzubilden, damit die Kinder dieser Region frühzeitig eine sehr gute fußballerische Ausbildung durchlaufen. Wenn viele Kinder in der Region von kleinauf gut ausgebildet werden, dann wird auch der BVB auf Dauer von diesem Pool profitieren.
Daher ist es das eine, den Grundlagenbereich im eigenen Verein (beim BVB) zu verbessern. Aber das andere ist, dass man auch noch viel mehr Wissensdienstleister für kleinere Vereine in der Region sein müsste. Denn dort liegt das Gold begraben.
Ich denke, in solchen Maßnahmen (die die Talentförderung der Region nachhaltig stärken) wäre das Geld besser angelegt, als 300.000 Euro zu bezahlen für irgendeinen 15-jährigen aus Italien oder Berlin.
Man sollte langfristiger denken in der Nachwuchsförderung. Und die eigene Region als Kapitalanlage betrachten. „Invest in the region“ als Ansatz, statt „invest in 14 year olds from Nürnberg and Berlin“.
Warum nicht zwei, drei Leute hauptamtlich einstellen, die das ganze Jahr über nur damit beschäftigt sind, in der Region herumzureisen und bei kleineren Vereinen, an Schulen etc. Fortbildungen zum Thema Minifussball zu halten? Und die dauerhafte Ansprechpartner für regionale Partnervereine sind? Warum nicht die Region als Ganzes denken, als „wir sitzen im selben Boot“ begreifen?
Vielleicht ist in sowas das Geld auch besser angelegt, als noch irgendeinen weiteren eigenen Koch in der Akademie zu haben.
Gerade so im U6-U12 Bereich sollte der BVB ein riesiges Eigeninteresse daran haben, Jugendtrainer von Vereinen im Ruhrgebiet, im Sauerland und Münsterland weiterzubilden, damit die Kinder dieser Region frühzeitig eine sehr gute fußballerische Ausbildung durchlaufen. Wenn viele Kinder in der Region von kleinauf gut ausgebildet werden, dann wird auch der BVB auf Dauer von diesem Pool profitieren.
Daher ist es das eine, den Grundlagenbereich im eigenen Verein (beim BVB) zu verbessern. Aber das andere ist, dass man auch noch viel mehr Wissensdienstleister für kleinere Vereine in der Region sein müsste. Denn dort liegt das Gold begraben.
Ich denke, in solchen Maßnahmen (die die Talentförderung der Region nachhaltig stärken) wäre das Geld besser angelegt, als 300.000 Euro zu bezahlen für irgendeinen 15-jährigen aus Italien oder Berlin.
Man sollte langfristiger denken in der Nachwuchsförderung. Und die eigene Region als Kapitalanlage betrachten. „Invest in the region“ als Ansatz, statt „invest in 14 year olds from Nürnberg and Berlin“.
Warum nicht zwei, drei Leute hauptamtlich einstellen, die das ganze Jahr über nur damit beschäftigt sind, in der Region herumzureisen und bei kleineren Vereinen, an Schulen etc. Fortbildungen zum Thema Minifussball zu halten? Und die dauerhafte Ansprechpartner für regionale Partnervereine sind? Warum nicht die Region als Ganzes denken, als „wir sitzen im selben Boot“ begreifen?
Vielleicht ist in sowas das Geld auch besser angelegt, als noch irgendeinen weiteren eigenen Koch in der Akademie zu haben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SixFeetUnder am 06.10.2026 um 00:35 Uhr bearbeitet
06.10.2026 - 00:29 Uhr
Zitat von SixFeetUnder
Ich sage ja auch nicht, dass das das Einzugsgebiet des BVB sei, das war nur eine Antwort auf einen User, der Vereine aus ganz NRW aufgezählt hat. Vereine wie Köln, Leverkusen, Gladbach gehören doch zB gar nicht zum BVB Einzugsgebiet. Auch Bielefeld nicht. Ich würde das klassische Einzugsgebiet definieren als vor allem Ruhrgebiet, Sauerland und Münsterland. Das sind 8 Mio Einwohner. Und selbst wenn man es noch enger fasst (östliches Ruhrgebiet, Teile des Münsterlandes und Sauerlandes) sind es immer noch sicherlich so um die 5 Mio Einwohner - also circa die Einwohnerzahl Norwegens oder Kroatiens. Aber mit dem Vorteil, eine viel höhere Bevölkerungsdichte als Norwegen oder so zu haben.
Da kann doch keiner erzählen, dass man da nicht jede Menge Fußball-Toptalente produzieren könnte. Zumal Fußball in dieser Region klar die Nummer 1 Sportart ist, also fast alle athletischen Talente in dieser Sportart landen. Der BVB müsste diese jetzt dann nur noch zu Top-Fußballspielern entwickeln. Aber daran scheitert es seit längerem.
Zitat von Coq-au-vin
Ich glaube, die Rechnung mit 18 Millionen Einwohnern in NRW führt ziemlich in die falsche Richtung. Diese 18 Millionen sind ja kein exklusives Einzugsgebiet des BVB.
Ich glaube, die Rechnung mit 18 Millionen Einwohnern in NRW führt ziemlich in die falsche Richtung. Diese 18 Millionen sind ja kein exklusives Einzugsgebiet des BVB.
Ich sage ja auch nicht, dass das das Einzugsgebiet des BVB sei, das war nur eine Antwort auf einen User, der Vereine aus ganz NRW aufgezählt hat. Vereine wie Köln, Leverkusen, Gladbach gehören doch zB gar nicht zum BVB Einzugsgebiet. Auch Bielefeld nicht. Ich würde das klassische Einzugsgebiet definieren als vor allem Ruhrgebiet, Sauerland und Münsterland. Das sind 8 Mio Einwohner. Und selbst wenn man es noch enger fasst (östliches Ruhrgebiet, Teile des Münsterlandes und Sauerlandes) sind es immer noch sicherlich so um die 5 Mio Einwohner - also circa die Einwohnerzahl Norwegens oder Kroatiens. Aber mit dem Vorteil, eine viel höhere Bevölkerungsdichte als Norwegen oder so zu haben.
Da kann doch keiner erzählen, dass man da nicht jede Menge Fußball-Toptalente produzieren könnte. Zumal Fußball in dieser Region klar die Nummer 1 Sportart ist, also fast alle athletischen Talente in dieser Sportart landen. Der BVB müsste diese jetzt dann nur noch zu Top-Fußballspielern entwickeln. Aber daran scheitert es seit längerem.
Gerade deshalb verstehe ich deine Argumentation mit den fünf Millionen Einwohnern nicht. Der BVB bekommt doch bereits sehr viele der besten Spieler, die in diesem Bereich überhaupt greifbar sind. Aktuell sind 17 Spieler aus dem NLZ für Junioren- Nationalmannschaft unterwegs, zwei weitere stehen auf Abruf. Allein aus der U17 sind neun Spieler für vier verschiedene Verbände nominiert. Dazu ist die U17 deutscher Rekordmeister und auch die U19 gehört historisch zu den erfolgreichsten Mannschaften Deutschlands. Das sieht für mich nicht danach aus, als würde Dortmund in seinem Umfeld die Talente nicht finden oder schlecht vorsortieren. Auf diesem Niveau landet in Dortmund schon ziemlich viel von der Crème de la Crème eines Jahrgangs.
Nur sagt eine Nominierung mit 15, 16 oder 17 eben wenig darüber aus, wer mit 21 tatsächlich Champions League Niveau erreicht. Entwicklung verläuft nicht linear. Körperliche Reifung, Verletzungen, Spielpraxis, Position, Konkurrenz und unterschiedliche Entwicklungsgeschwindigkeiten sorgen dafür, dass der beste U16 Spieler eines Jahrgangs vier Jahre später nicht zwangsläufig noch der beste Spieler ist, siehe beispielsweise Moukoko. Genau deshalb ist der Übergang vom Nachwuchs in den Profibereich die schwierigste Phase überhaupt. Die Zeit ist verdammt knapp, das sieht man auch an Talenten wie Balerdi, Isak oder Merino, die selbst im Erwachsenenalter noch nicht weit genug für den Schritt zum BVB waren.
Genau da ist auch dein Vergleich mit Norwegen oder Kroatien auch komisch. Eine Nationalmannschaft schöpft am Ende aus der gesamten Entwicklung eines Landes, aus allen Vereinen und sogar aus Spielern, die längst im Ausland ausgebildet werden. Der BVB hat dagegen vielleicht 20 bis 25 Spieler pro Jahrgang und am Ende müssen davon einzelne gut genug für einen Champions League Kader werden. Wenn es grundsätzlich ein Problem gibt, dann eher beim Übergang vom deutschen Nachwuchs in den Profifußball. Dass Dortmund mit 15 oder 16 nicht genug Talent im eigenen NLZ hätte, lässt sich anhand der Kader, Nationalspieler und Erfolge jedenfalls nicht behaupten.
Besser werden müsste vor allem der Übergang von U19 und U23 in den Profikader. Talente brauchen früher verlässliche Einsatzzeiten und einen klareren Entwicklungsweg statt nur gelegentlicher Kadernominierungen. Dazu gehört auch, Leihen und Anschlusslösungen gezielter zu planen, damit gute Jugendspieler nicht genau in der entscheidenden Phase zwischen 18 und 21 stagnieren. Aber dafür hat man sich ja glaube ich mittlerweile die richtige Expertise an Land gezogen.
06.10.2026 - 00:59 Uhr
Zitat von Coq-au-vin
Gerade deshalb verstehe ich deine Argumentation mit den fünf Millionen Einwohnern nicht. Der BVB bekommt doch bereits sehr viele der besten Spieler, die in diesem Bereich überhaupt greifbar sind. Aktuell sind 17 Spieler aus dem NLZ für Junioren- Nationalmannschaft unterwegs, zwei weitere stehen auf Abruf. Allein aus der U17 sind neun Spieler für vier verschiedene Verbände nominiert. Dazu ist die U17 deutscher Rekordmeister und auch die U19 gehört historisch zu den erfolgreichsten Mannschaften Deutschlands. Das sieht für mich nicht danach aus, als würde Dortmund in seinem Umfeld die Talente nicht finden oder schlecht vorsortieren. Auf diesem Niveau landet in Dortmund schon ziemlich viel von der Crème de la Crème eines Jahrgangs.
Gerade deshalb verstehe ich deine Argumentation mit den fünf Millionen Einwohnern nicht. Der BVB bekommt doch bereits sehr viele der besten Spieler, die in diesem Bereich überhaupt greifbar sind. Aktuell sind 17 Spieler aus dem NLZ für Junioren- Nationalmannschaft unterwegs, zwei weitere stehen auf Abruf. Allein aus der U17 sind neun Spieler für vier verschiedene Verbände nominiert. Dazu ist die U17 deutscher Rekordmeister und auch die U19 gehört historisch zu den erfolgreichsten Mannschaften Deutschlands. Das sieht für mich nicht danach aus, als würde Dortmund in seinem Umfeld die Talente nicht finden oder schlecht vorsortieren. Auf diesem Niveau landet in Dortmund schon ziemlich viel von der Crème de la Crème eines Jahrgangs.
Das bezweifle ich ernsthaft, dass die Creme de la Creme eines Jahrgangs beim BVB landet.
Guck dir doch mal zB den aktuellen U17-Kader des BVB an. 22 der 24 Spieler des BVB U17-Kaders sind in der ersten Jahreshälfte geboren.
Ich wiederhole das nochmal, damit du sicher sein kannst, dass du dich nicht verhört hast: 22 der 24 Spieler des BVB U17 Kaders sind in der ersten Jahreshälfte geboren. 2 von 24 sind in der zweiten Jahreshälfte geboren.
Wie soll denn die „Creme de la Creme“ eines Jahrgangs angeblich beim BVB spielen, wenn man die Hälfte (!) der Bevölkerung (also alle, die in der zweiten Jahreshälfte geboren wurden) schonmal von vornherein gar nicht erst berücksichtigt, und diese dort lässt wo der Pfeffer wächst? Es sei denn, man geht davon aus, dass auf magische Weise Menschen, die in der ersten Hälfte eines Jahrgangs geboren wurden, viel mehr Fußball-Talent haben als Menschen, die von Juli-Dezember geboren wurden.
Es ist sogar noch schlimmer: von den 22 Spielern, die in der ersten Jahreshälfte geboren sind, sind nochmal ca zwei Drittel im ersten Quartal geboren. Das heißt, der BVB konzentriert sich in seiner Talentförderung im Endeffekt nur auf ein Viertel oder vielleicht ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Zwei Drittel der Talente werden schonmal von vornherein allein aufgrund ihres Geburtsdatums grundsätzlich aussortiert. Man zapft nur den Bruchteil eines Jahrgangs überhaupt erst an.
Das ist unfassbar ineffektiv aus Talentförderungssicht, was der BVB da macht.
Daraus ergibt sich dann auch, dass man nicht viel auf eine Statistik geben braucht wie zB von dir angeführt dass der BVB im Jugendbereich viele U-Nationalspieler habe.
Wenn ich mir einen U15, U17 und U19 Kader zusammenstelle jeweils gespickt mit Januar-Kindern und Februar-Kindern, dann habe ich natürlich viele U-Nationalspieler, da der DFB ja genauso auf dem Holzweg ist und die ganzen Frühentwickler bzw. Frühgeborenen bevorzugt, die jetzt gerade aufgrund ihres höheren Alters besser sind, auch wenn sie weniger Talent haben. Die Anzahl der Jugend-Nationalspieler ist für mich gar kein Kriterium, um die Qualität einer Nachwuchsförderung zu bemessen.
Wahrscheinlich wäre es am besten, wenn der BVB hier wirklich mit internen Quotenregelungen arbeiten würde. Also dass man für all seine Jugend-Jahrgänge sowas festlegt wie: „mindestens ein Drittel unserer über den Saisonschnitt eingesetzten Spieler müssen in der zweiten Jahreshälfte geboren sein!“
Damit würde man auch die Verantwortung/Last von den Trainern oder Kaderplanern nehmen, die vielleicht aus Angst vor kurzfristigem Misserfolg nicht auf Talente aus den späteren Geburtsmonaten setzen wollen. Wenn man es durch Quote vorgibt, dann fällt diese Sorge bzw Verantwortung weg. Dann muss es einfach gemacht werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SixFeetUnder am 06.10.2026 um 01:25 Uhr bearbeitet
06.10.2026 - 08:17 Uhr
Zitat von SixFeetUnder
Das bezweifle ich ernsthaft, dass die Creme de la Creme eines Jahrgangs beim BVB landet.
Guck dir doch mal zB den aktuellen U17-Kader des BVB an. 22 der 24 Spieler des BVB U17-Kaders sind in der ersten Jahreshälfte geboren.
Ich wiederhole das nochmal, damit du sicher sein kannst, dass du dich nicht verhört hast: 22 der 24 Spieler des BVB U17 Kaders sind in der ersten Jahreshälfte geboren. 2 von 24 sind in der zweiten Jahreshälfte geboren.
Wie soll denn die „Creme de la Creme“ eines Jahrgangs angeblich beim BVB spielen, wenn man die Hälfte (!) der Bevölkerung (also alle, die in der zweiten Jahreshälfte geboren wurden) schonmal von vornherein gar nicht erst berücksichtigt, und diese dort lässt wo der Pfeffer wächst? Es sei denn, man geht davon aus, dass auf magische Weise Menschen, die in der ersten Hälfte eines Jahrgangs geboren wurden, viel mehr Fußball-Talent haben als Menschen, die von Juli-Dezember geboren wurden.
Es ist sogar noch schlimmer: von den 22 Spielern, die in der ersten Jahreshälfte geboren sind, sind nochmal ca zwei Drittel im ersten Quartal geboren. Das heißt, der BVB konzentriert sich in seiner Talentförderung im Endeffekt nur auf ein Viertel oder vielleicht ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Zwei Drittel der Talente werden schonmal von vornherein allein aufgrund ihres Geburtsdatums grundsätzlich aussortiert. Man zapft nur den Bruchteil eines Jahrgangs überhaupt erst an.
Das ist unfassbar ineffektiv aus Talentförderungssicht, was der BVB da macht.
Daraus ergibt sich dann auch, dass man nicht viel auf eine Statistik geben braucht wie zB von dir angeführt dass der BVB im Jugendbereich viele U-Nationalspieler habe.
Wenn ich mir einen U15, U17 und U19 Kader zusammenstelle jeweils gespickt mit Januar-Kindern und Februar-Kindern, dann habe ich natürlich viele U-Nationalspieler, da der DFB ja genauso auf dem Holzweg ist und die ganzen Frühentwickler bzw. Frühgeborenen bevorzugt, die jetzt gerade aufgrund ihres höheren Alters besser sind, auch wenn sie weniger Talent haben. Die Anzahl der Jugend-Nationalspieler ist für mich gar kein Kriterium, um die Qualität einer Nachwuchsförderung zu bemessen.
Wahrscheinlich wäre es am besten, wenn der BVB hier wirklich mit internen Quotenregelungen arbeiten würde. Also dass man für all seine Jugend-Jahrgänge sowas festlegt wie: „mindestens ein Drittel unserer über den Saisonschnitt eingesetzten Spieler müssen in der zweiten Jahreshälfte geboren sein!“
Damit würde man auch die Verantwortung/Last von den Trainern oder Kaderplanern nehmen, die vielleicht aus Angst vor kurzfristigem Misserfolg nicht auf Talente aus den späteren Geburtsmonaten setzen wollen. Wenn man es durch Quote vorgibt, dann fällt diese Sorge bzw Verantwortung weg. Dann muss es einfach gemacht werden.
Zitat von Coq-au-vin
Gerade deshalb verstehe ich deine Argumentation mit den fünf Millionen Einwohnern nicht. Der BVB bekommt doch bereits sehr viele der besten Spieler, die in diesem Bereich überhaupt greifbar sind. Aktuell sind 17 Spieler aus dem NLZ für Junioren- Nationalmannschaft unterwegs, zwei weitere stehen auf Abruf. Allein aus der U17 sind neun Spieler für vier verschiedene Verbände nominiert. Dazu ist die U17 deutscher Rekordmeister und auch die U19 gehört historisch zu den erfolgreichsten Mannschaften Deutschlands. Das sieht für mich nicht danach aus, als würde Dortmund in seinem Umfeld die Talente nicht finden oder schlecht vorsortieren. Auf diesem Niveau landet in Dortmund schon ziemlich viel von der Crème de la Crème eines Jahrgangs.
Gerade deshalb verstehe ich deine Argumentation mit den fünf Millionen Einwohnern nicht. Der BVB bekommt doch bereits sehr viele der besten Spieler, die in diesem Bereich überhaupt greifbar sind. Aktuell sind 17 Spieler aus dem NLZ für Junioren- Nationalmannschaft unterwegs, zwei weitere stehen auf Abruf. Allein aus der U17 sind neun Spieler für vier verschiedene Verbände nominiert. Dazu ist die U17 deutscher Rekordmeister und auch die U19 gehört historisch zu den erfolgreichsten Mannschaften Deutschlands. Das sieht für mich nicht danach aus, als würde Dortmund in seinem Umfeld die Talente nicht finden oder schlecht vorsortieren. Auf diesem Niveau landet in Dortmund schon ziemlich viel von der Crème de la Crème eines Jahrgangs.
Das bezweifle ich ernsthaft, dass die Creme de la Creme eines Jahrgangs beim BVB landet.
Guck dir doch mal zB den aktuellen U17-Kader des BVB an. 22 der 24 Spieler des BVB U17-Kaders sind in der ersten Jahreshälfte geboren.
Ich wiederhole das nochmal, damit du sicher sein kannst, dass du dich nicht verhört hast: 22 der 24 Spieler des BVB U17 Kaders sind in der ersten Jahreshälfte geboren. 2 von 24 sind in der zweiten Jahreshälfte geboren.
Wie soll denn die „Creme de la Creme“ eines Jahrgangs angeblich beim BVB spielen, wenn man die Hälfte (!) der Bevölkerung (also alle, die in der zweiten Jahreshälfte geboren wurden) schonmal von vornherein gar nicht erst berücksichtigt, und diese dort lässt wo der Pfeffer wächst? Es sei denn, man geht davon aus, dass auf magische Weise Menschen, die in der ersten Hälfte eines Jahrgangs geboren wurden, viel mehr Fußball-Talent haben als Menschen, die von Juli-Dezember geboren wurden.
Es ist sogar noch schlimmer: von den 22 Spielern, die in der ersten Jahreshälfte geboren sind, sind nochmal ca zwei Drittel im ersten Quartal geboren. Das heißt, der BVB konzentriert sich in seiner Talentförderung im Endeffekt nur auf ein Viertel oder vielleicht ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Zwei Drittel der Talente werden schonmal von vornherein allein aufgrund ihres Geburtsdatums grundsätzlich aussortiert. Man zapft nur den Bruchteil eines Jahrgangs überhaupt erst an.
Das ist unfassbar ineffektiv aus Talentförderungssicht, was der BVB da macht.
Daraus ergibt sich dann auch, dass man nicht viel auf eine Statistik geben braucht wie zB von dir angeführt dass der BVB im Jugendbereich viele U-Nationalspieler habe.
Wenn ich mir einen U15, U17 und U19 Kader zusammenstelle jeweils gespickt mit Januar-Kindern und Februar-Kindern, dann habe ich natürlich viele U-Nationalspieler, da der DFB ja genauso auf dem Holzweg ist und die ganzen Frühentwickler bzw. Frühgeborenen bevorzugt, die jetzt gerade aufgrund ihres höheren Alters besser sind, auch wenn sie weniger Talent haben. Die Anzahl der Jugend-Nationalspieler ist für mich gar kein Kriterium, um die Qualität einer Nachwuchsförderung zu bemessen.
Wahrscheinlich wäre es am besten, wenn der BVB hier wirklich mit internen Quotenregelungen arbeiten würde. Also dass man für all seine Jugend-Jahrgänge sowas festlegt wie: „mindestens ein Drittel unserer über den Saisonschnitt eingesetzten Spieler müssen in der zweiten Jahreshälfte geboren sein!“
Damit würde man auch die Verantwortung/Last von den Trainern oder Kaderplanern nehmen, die vielleicht aus Angst vor kurzfristigem Misserfolg nicht auf Talente aus den späteren Geburtsmonaten setzen wollen. Wenn man es durch Quote vorgibt, dann fällt diese Sorge bzw Verantwortung weg. Dann muss es einfach gemacht werden.
Das ist doch ein altbekanntes Problem, hat aber nichts mit dem BVB zu tun, sondern ist eine in allen NLZs und beim DFB gelebte Praxis. Schau dir die aktuelle U17-Nationalmannschaft an, dort sind ebenfalls 18 von 22 Spielern in der ersten Jahreshälfte geboren.
Dass das eine durchaus problematische Herangehensweise ist, weil sie einen falschen Fokus in der Ausbildung setzt, ist eigentlich allen, die sich irgendwie halbwegs professionell mit Jugendfußball beschäftigen klar, ebenso den handelnden Personen beim BVB.
Bei der BVB U17 lohnt sich zudem auch ein Blick auf die Jahrgänge, 7 Spieler im aktuellen Kader sind nämlich 2011er und damit grundsätzlich Jungjahrgänge.
Ich verstehe grundsätzlich diese Diskussion nicht wirklich. Es ist für jeden klar bzw. relativ leicht umfassend in Erfahrung zu bringen, was der BVB in der Ausbildung vorhat und welchen Paradigmenwechsel es da gegeben hat. Dazu gibt es zahlreiche Artikel oder ausführliche Podcasts mit Broich oder Schaffran.
Ebenso sollte klar sein, dass das ganze Zeit braucht und Ungeduld die größte Gefahr für den neu eingeschlagenen Weg ist.
06.10.2026 - 08:45 Uhr
Zitat von SixFeetUnder
Das bezweifle ich ernsthaft, dass die Creme de la Creme eines Jahrgangs beim BVB landet.
Guck dir doch mal zB den aktuellen U17-Kader des BVB an. 22 der 24 Spieler des BVB U17-Kaders sind in der ersten Jahreshälfte geboren.
Ich wiederhole das nochmal, damit du sicher sein kannst, dass du dich nicht verhört hast: 22 der 24 Spieler des BVB U17 Kaders sind in der ersten Jahreshälfte geboren. 2 von 24 sind in der zweiten Jahreshälfte geboren.
Wie soll denn die „Creme de la Creme“ eines Jahrgangs angeblich beim BVB spielen, wenn man die Hälfte (!) der Bevölkerung (also alle, die in der zweiten Jahreshälfte geboren wurden) schonmal von vornherein gar nicht erst berücksichtigt, und diese dort lässt wo der Pfeffer wächst? Es sei denn, man geht davon aus, dass auf magische Weise Menschen, die in der ersten Hälfte eines Jahrgangs geboren wurden, viel mehr Fußball-Talent haben als Menschen, die von Juli-Dezember geboren wurden.
Es ist sogar noch schlimmer: von den 22 Spielern, die in der ersten Jahreshälfte geboren sind, sind nochmal ca zwei Drittel im ersten Quartal geboren. Das heißt, der BVB konzentriert sich in seiner Talentförderung im Endeffekt nur auf ein Viertel oder vielleicht ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Zwei Drittel der Talente werden schonmal von vornherein allein aufgrund ihres Geburtsdatums grundsätzlich aussortiert. Man zapft nur den Bruchteil eines Jahrgangs überhaupt erst an.
Das ist unfassbar ineffektiv aus Talentförderungssicht, was der BVB da macht.
Daraus ergibt sich dann auch, dass man nicht viel auf eine Statistik geben braucht wie zB von dir angeführt dass der BVB im Jugendbereich viele U-Nationalspieler habe.
Wenn ich mir einen U15, U17 und U19 Kader zusammenstelle jeweils gespickt mit Januar-Kindern und Februar-Kindern, dann habe ich natürlich viele U-Nationalspieler, da der DFB ja genauso auf dem Holzweg ist und die ganzen Frühentwickler bzw. Frühgeborenen bevorzugt, die jetzt gerade aufgrund ihres höheren Alters besser sind, auch wenn sie weniger Talent haben. Die Anzahl der Jugend-Nationalspieler ist für mich gar kein Kriterium, um die Qualität einer Nachwuchsförderung zu bemessen.
Wahrscheinlich wäre es am besten, wenn der BVB hier wirklich mit internen Quotenregelungen arbeiten würde. Also dass man für all seine Jugend-Jahrgänge sowas festlegt wie: „mindestens ein Drittel unserer über den Saisonschnitt eingesetzten Spieler müssen in der zweiten Jahreshälfte geboren sein!“
Damit würde man auch die Verantwortung/Last von den Trainern oder Kaderplanern nehmen, die vielleicht aus Angst vor kurzfristigem Misserfolg nicht auf Talente aus den späteren Geburtsmonaten setzen wollen. Wenn man es durch Quote vorgibt, dann fällt diese Sorge bzw Verantwortung weg. Dann muss es einfach gemacht werden.
Zitat von Coq-au-vin
Gerade deshalb verstehe ich deine Argumentation mit den fünf Millionen Einwohnern nicht. Der BVB bekommt doch bereits sehr viele der besten Spieler, die in diesem Bereich überhaupt greifbar sind. Aktuell sind 17 Spieler aus dem NLZ für Junioren- Nationalmannschaft unterwegs, zwei weitere stehen auf Abruf. Allein aus der U17 sind neun Spieler für vier verschiedene Verbände nominiert. Dazu ist die U17 deutscher Rekordmeister und auch die U19 gehört historisch zu den erfolgreichsten Mannschaften Deutschlands. Das sieht für mich nicht danach aus, als würde Dortmund in seinem Umfeld die Talente nicht finden oder schlecht vorsortieren. Auf diesem Niveau landet in Dortmund schon ziemlich viel von der Crème de la Crème eines Jahrgangs.
Gerade deshalb verstehe ich deine Argumentation mit den fünf Millionen Einwohnern nicht. Der BVB bekommt doch bereits sehr viele der besten Spieler, die in diesem Bereich überhaupt greifbar sind. Aktuell sind 17 Spieler aus dem NLZ für Junioren- Nationalmannschaft unterwegs, zwei weitere stehen auf Abruf. Allein aus der U17 sind neun Spieler für vier verschiedene Verbände nominiert. Dazu ist die U17 deutscher Rekordmeister und auch die U19 gehört historisch zu den erfolgreichsten Mannschaften Deutschlands. Das sieht für mich nicht danach aus, als würde Dortmund in seinem Umfeld die Talente nicht finden oder schlecht vorsortieren. Auf diesem Niveau landet in Dortmund schon ziemlich viel von der Crème de la Crème eines Jahrgangs.
Das bezweifle ich ernsthaft, dass die Creme de la Creme eines Jahrgangs beim BVB landet.
Guck dir doch mal zB den aktuellen U17-Kader des BVB an. 22 der 24 Spieler des BVB U17-Kaders sind in der ersten Jahreshälfte geboren.
Ich wiederhole das nochmal, damit du sicher sein kannst, dass du dich nicht verhört hast: 22 der 24 Spieler des BVB U17 Kaders sind in der ersten Jahreshälfte geboren. 2 von 24 sind in der zweiten Jahreshälfte geboren.
Wie soll denn die „Creme de la Creme“ eines Jahrgangs angeblich beim BVB spielen, wenn man die Hälfte (!) der Bevölkerung (also alle, die in der zweiten Jahreshälfte geboren wurden) schonmal von vornherein gar nicht erst berücksichtigt, und diese dort lässt wo der Pfeffer wächst? Es sei denn, man geht davon aus, dass auf magische Weise Menschen, die in der ersten Hälfte eines Jahrgangs geboren wurden, viel mehr Fußball-Talent haben als Menschen, die von Juli-Dezember geboren wurden.
Es ist sogar noch schlimmer: von den 22 Spielern, die in der ersten Jahreshälfte geboren sind, sind nochmal ca zwei Drittel im ersten Quartal geboren. Das heißt, der BVB konzentriert sich in seiner Talentförderung im Endeffekt nur auf ein Viertel oder vielleicht ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Zwei Drittel der Talente werden schonmal von vornherein allein aufgrund ihres Geburtsdatums grundsätzlich aussortiert. Man zapft nur den Bruchteil eines Jahrgangs überhaupt erst an.
Das ist unfassbar ineffektiv aus Talentförderungssicht, was der BVB da macht.
Daraus ergibt sich dann auch, dass man nicht viel auf eine Statistik geben braucht wie zB von dir angeführt dass der BVB im Jugendbereich viele U-Nationalspieler habe.
Wenn ich mir einen U15, U17 und U19 Kader zusammenstelle jeweils gespickt mit Januar-Kindern und Februar-Kindern, dann habe ich natürlich viele U-Nationalspieler, da der DFB ja genauso auf dem Holzweg ist und die ganzen Frühentwickler bzw. Frühgeborenen bevorzugt, die jetzt gerade aufgrund ihres höheren Alters besser sind, auch wenn sie weniger Talent haben. Die Anzahl der Jugend-Nationalspieler ist für mich gar kein Kriterium, um die Qualität einer Nachwuchsförderung zu bemessen.
Wahrscheinlich wäre es am besten, wenn der BVB hier wirklich mit internen Quotenregelungen arbeiten würde. Also dass man für all seine Jugend-Jahrgänge sowas festlegt wie: „mindestens ein Drittel unserer über den Saisonschnitt eingesetzten Spieler müssen in der zweiten Jahreshälfte geboren sein!“
Damit würde man auch die Verantwortung/Last von den Trainern oder Kaderplanern nehmen, die vielleicht aus Angst vor kurzfristigem Misserfolg nicht auf Talente aus den späteren Geburtsmonaten setzen wollen. Wenn man es durch Quote vorgibt, dann fällt diese Sorge bzw Verantwortung weg. Dann muss es einfach gemacht werden.
Danke für diese Erklärung. Mir ist das echt nie so bewusst gewesen. Krass
07.10.2026 - 13:28 Uhr
Zitat von bvbbaddogs88
Danke für diese Erklärung. Mir ist das echt nie so bewusst gewesen. Krass
Zitat von SixFeetUnder
Das bezweifle ich ernsthaft, dass die Creme de la Creme eines Jahrgangs beim BVB landet.
Guck dir doch mal zB den aktuellen U17-Kader des BVB an. 22 der 24 Spieler des BVB U17-Kaders sind in der ersten Jahreshälfte geboren.
Ich wiederhole das nochmal, damit du sicher sein kannst, dass du dich nicht verhört hast: 22 der 24 Spieler des BVB U17 Kaders sind in der ersten Jahreshälfte geboren. 2 von 24 sind in der zweiten Jahreshälfte geboren.
Wie soll denn die „Creme de la Creme“ eines Jahrgangs angeblich beim BVB spielen, wenn man die Hälfte (!) der Bevölkerung (also alle, die in der zweiten Jahreshälfte geboren wurden) schonmal von vornherein gar nicht erst berücksichtigt, und diese dort lässt wo der Pfeffer wächst? Es sei denn, man geht davon aus, dass auf magische Weise Menschen, die in der ersten Hälfte eines Jahrgangs geboren wurden, viel mehr Fußball-Talent haben als Menschen, die von Juli-Dezember geboren wurden.
Es ist sogar noch schlimmer: von den 22 Spielern, die in der ersten Jahreshälfte geboren sind, sind nochmal ca zwei Drittel im ersten Quartal geboren. Das heißt, der BVB konzentriert sich in seiner Talentförderung im Endeffekt nur auf ein Viertel oder vielleicht ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Zwei Drittel der Talente werden schonmal von vornherein allein aufgrund ihres Geburtsdatums grundsätzlich aussortiert. Man zapft nur den Bruchteil eines Jahrgangs überhaupt erst an.
Das ist unfassbar ineffektiv aus Talentförderungssicht, was der BVB da macht.
Daraus ergibt sich dann auch, dass man nicht viel auf eine Statistik geben braucht wie zB von dir angeführt dass der BVB im Jugendbereich viele U-Nationalspieler habe.
Wenn ich mir einen U15, U17 und U19 Kader zusammenstelle jeweils gespickt mit Januar-Kindern und Februar-Kindern, dann habe ich natürlich viele U-Nationalspieler, da der DFB ja genauso auf dem Holzweg ist und die ganzen Frühentwickler bzw. Frühgeborenen bevorzugt, die jetzt gerade aufgrund ihres höheren Alters besser sind, auch wenn sie weniger Talent haben. Die Anzahl der Jugend-Nationalspieler ist für mich gar kein Kriterium, um die Qualität einer Nachwuchsförderung zu bemessen.
Wahrscheinlich wäre es am besten, wenn der BVB hier wirklich mit internen Quotenregelungen arbeiten würde. Also dass man für all seine Jugend-Jahrgänge sowas festlegt wie: „mindestens ein Drittel unserer über den Saisonschnitt eingesetzten Spieler müssen in der zweiten Jahreshälfte geboren sein!“
Damit würde man auch die Verantwortung/Last von den Trainern oder Kaderplanern nehmen, die vielleicht aus Angst vor kurzfristigem Misserfolg nicht auf Talente aus den späteren Geburtsmonaten setzen wollen. Wenn man es durch Quote vorgibt, dann fällt diese Sorge bzw Verantwortung weg. Dann muss es einfach gemacht werden.
Zitat von Coq-au-vin
Gerade deshalb verstehe ich deine Argumentation mit den fünf Millionen Einwohnern nicht. Der BVB bekommt doch bereits sehr viele der besten Spieler, die in diesem Bereich überhaupt greifbar sind. Aktuell sind 17 Spieler aus dem NLZ für Junioren- Nationalmannschaft unterwegs, zwei weitere stehen auf Abruf. Allein aus der U17 sind neun Spieler für vier verschiedene Verbände nominiert. Dazu ist die U17 deutscher Rekordmeister und auch die U19 gehört historisch zu den erfolgreichsten Mannschaften Deutschlands. Das sieht für mich nicht danach aus, als würde Dortmund in seinem Umfeld die Talente nicht finden oder schlecht vorsortieren. Auf diesem Niveau landet in Dortmund schon ziemlich viel von der Crème de la Crème eines Jahrgangs.
Gerade deshalb verstehe ich deine Argumentation mit den fünf Millionen Einwohnern nicht. Der BVB bekommt doch bereits sehr viele der besten Spieler, die in diesem Bereich überhaupt greifbar sind. Aktuell sind 17 Spieler aus dem NLZ für Junioren- Nationalmannschaft unterwegs, zwei weitere stehen auf Abruf. Allein aus der U17 sind neun Spieler für vier verschiedene Verbände nominiert. Dazu ist die U17 deutscher Rekordmeister und auch die U19 gehört historisch zu den erfolgreichsten Mannschaften Deutschlands. Das sieht für mich nicht danach aus, als würde Dortmund in seinem Umfeld die Talente nicht finden oder schlecht vorsortieren. Auf diesem Niveau landet in Dortmund schon ziemlich viel von der Crème de la Crème eines Jahrgangs.
Das bezweifle ich ernsthaft, dass die Creme de la Creme eines Jahrgangs beim BVB landet.
Guck dir doch mal zB den aktuellen U17-Kader des BVB an. 22 der 24 Spieler des BVB U17-Kaders sind in der ersten Jahreshälfte geboren.
Ich wiederhole das nochmal, damit du sicher sein kannst, dass du dich nicht verhört hast: 22 der 24 Spieler des BVB U17 Kaders sind in der ersten Jahreshälfte geboren. 2 von 24 sind in der zweiten Jahreshälfte geboren.
Wie soll denn die „Creme de la Creme“ eines Jahrgangs angeblich beim BVB spielen, wenn man die Hälfte (!) der Bevölkerung (also alle, die in der zweiten Jahreshälfte geboren wurden) schonmal von vornherein gar nicht erst berücksichtigt, und diese dort lässt wo der Pfeffer wächst? Es sei denn, man geht davon aus, dass auf magische Weise Menschen, die in der ersten Hälfte eines Jahrgangs geboren wurden, viel mehr Fußball-Talent haben als Menschen, die von Juli-Dezember geboren wurden.
Es ist sogar noch schlimmer: von den 22 Spielern, die in der ersten Jahreshälfte geboren sind, sind nochmal ca zwei Drittel im ersten Quartal geboren. Das heißt, der BVB konzentriert sich in seiner Talentförderung im Endeffekt nur auf ein Viertel oder vielleicht ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Zwei Drittel der Talente werden schonmal von vornherein allein aufgrund ihres Geburtsdatums grundsätzlich aussortiert. Man zapft nur den Bruchteil eines Jahrgangs überhaupt erst an.
Das ist unfassbar ineffektiv aus Talentförderungssicht, was der BVB da macht.
Daraus ergibt sich dann auch, dass man nicht viel auf eine Statistik geben braucht wie zB von dir angeführt dass der BVB im Jugendbereich viele U-Nationalspieler habe.
Wenn ich mir einen U15, U17 und U19 Kader zusammenstelle jeweils gespickt mit Januar-Kindern und Februar-Kindern, dann habe ich natürlich viele U-Nationalspieler, da der DFB ja genauso auf dem Holzweg ist und die ganzen Frühentwickler bzw. Frühgeborenen bevorzugt, die jetzt gerade aufgrund ihres höheren Alters besser sind, auch wenn sie weniger Talent haben. Die Anzahl der Jugend-Nationalspieler ist für mich gar kein Kriterium, um die Qualität einer Nachwuchsförderung zu bemessen.
Wahrscheinlich wäre es am besten, wenn der BVB hier wirklich mit internen Quotenregelungen arbeiten würde. Also dass man für all seine Jugend-Jahrgänge sowas festlegt wie: „mindestens ein Drittel unserer über den Saisonschnitt eingesetzten Spieler müssen in der zweiten Jahreshälfte geboren sein!“
Damit würde man auch die Verantwortung/Last von den Trainern oder Kaderplanern nehmen, die vielleicht aus Angst vor kurzfristigem Misserfolg nicht auf Talente aus den späteren Geburtsmonaten setzen wollen. Wenn man es durch Quote vorgibt, dann fällt diese Sorge bzw Verantwortung weg. Dann muss es einfach gemacht werden.
Danke für diese Erklärung. Mir ist das echt nie so bewusst gewesen. Krass
Aber führt gerade das Biobanding dazu, dass diese Argumentation völlig nichtig ist?
12.10.2026 - 01:32 Uhr
Aktuell im Lazarett bei der U19:
Das YL-Spiel in Bodö findet am Mittwoch bereits um 11Uhr Vormittags statt, weil es im selben Stadion wie Abends das reguläre CL-Spiel (auf Kunstrasen) ausgetragen wird.
Peniel Poba (Innenbandriss im Knie), Johann Jaensch (Kreuzbandriss), Mats Brauckmann (Knieverletzung), Amine Lettifi (Muskelfaserriss) und Marwan Mirza (Sprunggelenk) fehlen noch länger. Angeschlagen sind zudem Lenni Strößner (muskuläre Probleme) und Luis Alaze (Infekt).
Das YL-Spiel in Bodö findet am Mittwoch bereits um 11Uhr Vormittags statt, weil es im selben Stadion wie Abends das reguläre CL-Spiel (auf Kunstrasen) ausgetragen wird.
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