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Westfalenstadion

12.07.2008 - 18:21 Uhr
Westfalenstadion |#3921
01.10.2026 - 12:51 Uhr
Zitat von Marox09
Zitat von Aurelius_1909

Zitat von Showen

Zitat von callaway09

Zitat von Aurelius_1909

Zitat von callaway09

Ich finde es lustig, dass hier so viel über einen Neubau diskutiert wird ohne, dass es von Vereinsseite auch nur irgendwelche Äußerungen darüber gibt. In den nächsten 20-30 Jahren wird der BVB kein neues Stadion bauen und das ist auch gut so. Der BVB definiert sich doch wie kein anderer Verein auf der Welt durch seine Fankultur und bezahlbare Stehplätze und Dauerkarten. Das alles ist zu 100% mit dem Westfalenstadion verbunden und würde mit einem Neubau komplett verloren gehen. Auch wenn man jährlich Geld verliert ist es daher absolut unnötig darüber zu diskutieren wann, wie oder wo neu gebaut wird. Spannender ist doch eher wie man zB mehr Leute ins Stadion bekommt abseits der Spiele. Klar wird es keine großen Konzerte im Stadion geben aber kleinere Events häufen sich doch jetzt schon. Zudem sind auch die VIP Bereiche fast täglich für Veranstaltungen gebucht. Bin auch gespannt auf die Entwicklung der Frauenmannschaft und wann da die ersten Spiele im Stadion stattfinden. Das wird auch nicht mehr lange dauern.


In 20-30 Jahren ist das Stadion dann (1971-1974 erbaut) circa 85 Jahre alt. Das ist Wahnsinn dieses Alter und grenzt an bauliche Substanzen.

Jedes Jahr werden Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, welche zig Millionen verschlingen.

Die natürliche Abnutzung (Beton, Stahl, Bewehrung etc...) wird auch nicht jünger. Ich will nicht sagen, dass es sofort ein neues Stadion geben muss oder sollte. Aber um zukünftig wirtschaftlich mitzuhalten, bedarf es in den nächsten Jahren einen Plan.

Wie dieser aussehen soll oder sollte, müssen sich unsere Herren aus der GF überlegen.

Auch muss man davon weg, dass es ja NUR für die Fans ist. Noch ist der BVB ein Wirtschaftsunternehmen was Einnahmen generieren muss.

Aktuell machen wir gefühlt nur Minusgeschäfte.


Nur für die Fans sagt ja auch niemand. Trotzdem hält der Verein an den 25.000 Fans auf der Süd fest, und das ist nun mal nur für die Fans und natürlich auch generell für die Marke BVB. Wenn man auf der Süd aber Sitzplätze und Logen bauen würde könnte man den Ertrag auch um ca. 15-30 Millionen pro Saison steigern. Bevor also ein neues Stadion gebaut wird, was nicht nur eine komplett neue Identität des Vereins zur Folge hätte sondern auch noch Milliarden an Kapital verschlingen würde, wird mit Sicherheit weiter optimiert. Ob das in den Ecken oder sonst so passiert werden wir sehen, aber ich gehe weiterhin nicht von einem Neubau aus in absehbarer Zukunft.


Es geht aber nicht nur rein darum, zumal wir quasi alle Möglichkeiten der halbwegs vernünftigen VIP-Angebote ausgereizt haben. Die letzten hinzugefügten VIP-Räume unter der West haben eigentlich diesen Namen nicht verdient und sind in Relation auch wirtschaftlich nicht das, was andere Vereine haben. Baulich sehe ich keine vernünftige Möglichkeit ein wirtschaftlich sinnvolles Projekt für VIP-Gäste in den Ecken bereitzustellen. Insbesondere die Anzahl der Logen ist ein riesiges Problem, weil namenhafte Sponsoren solche idR haben wollen.

Wir haben stand jetzt 18 Logen und sind baulich da auch am maximum angelangt. Frankfurt hat 76, Bayern hat 106. Bayern verdient fast das dreifache pro Spiel (knapp unter 6 Millionen, wir knapp über 2 Millionen). Mit einer vernünftigen Anzahl an Logen (rund 80 Stück) und guten VIP-Angeboten - nicht das, was notgedrungen in den Katakomben der Westtribünen entstanden ist, sondern etwas, was den Namen verdient - kann man rund 40-50 Millionen Euro pro Saison Mehrerlös erzielen.

Nehmen wir dazu die gesteigerten corporate bookings, events, Veranstaltungen, Konzerte, die ich mal im Vergleich mit anderen Vereinen bei konservativen 10-15 Millionen sehe, wobei wir uns eher darüber bewegen werden, wenn das Stadion das hergibt. Gesteigerter Werbewert für Sponsoren mal außen vorgelassen.

Instandhaltungskosten und notwenige Modernisierungen (zuletzt die Küchen, energetische Maßnahmen, VIP-Auffrischungen, arbeiten an der Substanz) liegen pro Saison immer zwischen 10 und 20 Millionen (Tendenz steigend), somit für die nächsten 10 Jahre irgendwo zwischen 150 - 200 Millionen Euro.

Ein Neubau mit rund 7500 Business Seats und 70-80 Logen würde nicht nur 50 - 70 Millionen (eher am oberen Ende) einbringen, sondern Richtung 20 Millionen pro Saison an Kosten sparen. Wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass die Substanz irgendwann an einen Punkt kommt, wo es zu dem Supergau (Sperrungen) kommen kann.

Das ist insgesamt ein sehr hoher zweistelliger Millionenbetrag pro Saison, der uns hier flöten geht. Keiner WILL einen Neubau, aber wirtschaftlich ist dieser schon jetzt sinnvoll (unabhängig davon, dass wir natürlich jetzt nicht bauen werden). Der Verein plant eben weit voraus: wer hier ernsthaft denkt, dass diese Pläne nicht schon in der Schublade liegen, ist naiv. Das heißt nicht, dass es zeitnah dazu kommt, jedoch werden wir sicher keine 30 Jahre mehr warten - irgendwann ist die Substanz hinüber und dann rechtlich in Deutschland auch problematisch.


Genau richtig! Wir sind an einem Punkt wo es nicht mehr weitergeht mit Pflicken, Mörteln und paar Panelen auf den Dach. Ein neues Stadion wäre in gut 10-15 Jahren abbezahlt.... So zahlen wir jedes Jahr drauf... und die, die auf der Süd stehen, würden sich über paar MIOs mehr im Jahr auch nicht ärgern... manchmal muss man neue Wege gehen.... Ich war gegen Hamburg im Ostblock ganz oben. Man muss auch mal über die Wege zu den Plätzen sprechen. Manchmal ein Greul wie viel Leute während eines Spiels eine ganze Reihe aufspringen lassen nur um auf die Toilette oder das 8te Bier zu holen.


10–15 Jahre abbezahlt? Wie das?

Ein gutes Beispiel ist das Tottenham-Stadion, welches ja durch das WS inspiriert wurde.

Die Baukosten lagen damals bei 1.200.000.000 €, das ist aber schon 7–10 Jahre her. Mit Inflation etc. bist du heute bei mindestens 1,6 bis 1,8 Milliarden. Vielleicht sogar schon bei 2 Milliarden.

Nimmst du heute einen Kredit dafür auf, zahlst du rund 4 % Zinsen.

Bei 1,6 Milliarden Euro bist du bei einer monatlichen Rate von 16,30 Mio. € (10 Jahre) bzw. 12,05 Mio. € (15 Jahre). Das macht im Jahr rund 195,6 Mio. € bzw. 144,6 Mio. €.

Bei 2,0 Milliarden Euro bist du bei einer monatlichen Rate von 20,37 Mio. € (10 Jahre) bzw. 15,06 Mio. € (15 Jahre). Das macht im Jahr rund 244,4 Mio. € bzw. 180,7 Mio. €.

Das heißt: Selbst wenn man großzügig geschätzte 70 Mio. € pro Jahr an Mehreinnahmen und 20 Mio. € weniger Kosten pro Jahr annimmt, musst du bei 10 Jahren Laufzeit trotzdem ca. 105 bis 154 Mio. € und bei 15 Jahren ca. 55 bis 90 Mio. € jedes Jahr aus eigener Tasche drauflegen, um die Raten zu stemmen. Wo soll das Geld herkommen?


Der Kostenvergleich hinkt doch gewaltig, zum einen hat Tottenham 2 Rasenplätze für Fußball und NFL das die tauschen können, zum anderen ein Hotel im Stadion und eine F1-Kartbahn unter dem Stadion, das sind doch immense Mehrkosten die bei einem "normalen" Neubau nicht anfallen
Westfalenstadion |#3922
01.10.2026 - 13:14 Uhr
Zitat von ClairObscur
Zitat von Marox09

Zitat von Aurelius_1909

Zitat von Showen

Zitat von callaway09

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Ich finde es lustig, dass hier so viel über einen Neubau diskutiert wird ohne, dass es von Vereinsseite auch nur irgendwelche Äußerungen darüber gibt. In den nächsten 20-30 Jahren wird der BVB kein neues Stadion bauen und das ist auch gut so. Der BVB definiert sich doch wie kein anderer Verein auf der Welt durch seine Fankultur und bezahlbare Stehplätze und Dauerkarten. Das alles ist zu 100% mit dem Westfalenstadion verbunden und würde mit einem Neubau komplett verloren gehen. Auch wenn man jährlich Geld verliert ist es daher absolut unnötig darüber zu diskutieren wann, wie oder wo neu gebaut wird. Spannender ist doch eher wie man zB mehr Leute ins Stadion bekommt abseits der Spiele. Klar wird es keine großen Konzerte im Stadion geben aber kleinere Events häufen sich doch jetzt schon. Zudem sind auch die VIP Bereiche fast täglich für Veranstaltungen gebucht. Bin auch gespannt auf die Entwicklung der Frauenmannschaft und wann da die ersten Spiele im Stadion stattfinden. Das wird auch nicht mehr lange dauern.


In 20-30 Jahren ist das Stadion dann (1971-1974 erbaut) circa 85 Jahre alt. Das ist Wahnsinn dieses Alter und grenzt an bauliche Substanzen.

Jedes Jahr werden Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, welche zig Millionen verschlingen.

Die natürliche Abnutzung (Beton, Stahl, Bewehrung etc...) wird auch nicht jünger. Ich will nicht sagen, dass es sofort ein neues Stadion geben muss oder sollte. Aber um zukünftig wirtschaftlich mitzuhalten, bedarf es in den nächsten Jahren einen Plan.

Wie dieser aussehen soll oder sollte, müssen sich unsere Herren aus der GF überlegen.

Auch muss man davon weg, dass es ja NUR für die Fans ist. Noch ist der BVB ein Wirtschaftsunternehmen was Einnahmen generieren muss.

Aktuell machen wir gefühlt nur Minusgeschäfte.


Nur für die Fans sagt ja auch niemand. Trotzdem hält der Verein an den 25.000 Fans auf der Süd fest, und das ist nun mal nur für die Fans und natürlich auch generell für die Marke BVB. Wenn man auf der Süd aber Sitzplätze und Logen bauen würde könnte man den Ertrag auch um ca. 15-30 Millionen pro Saison steigern. Bevor also ein neues Stadion gebaut wird, was nicht nur eine komplett neue Identität des Vereins zur Folge hätte sondern auch noch Milliarden an Kapital verschlingen würde, wird mit Sicherheit weiter optimiert. Ob das in den Ecken oder sonst so passiert werden wir sehen, aber ich gehe weiterhin nicht von einem Neubau aus in absehbarer Zukunft.


Es geht aber nicht nur rein darum, zumal wir quasi alle Möglichkeiten der halbwegs vernünftigen VIP-Angebote ausgereizt haben. Die letzten hinzugefügten VIP-Räume unter der West haben eigentlich diesen Namen nicht verdient und sind in Relation auch wirtschaftlich nicht das, was andere Vereine haben. Baulich sehe ich keine vernünftige Möglichkeit ein wirtschaftlich sinnvolles Projekt für VIP-Gäste in den Ecken bereitzustellen. Insbesondere die Anzahl der Logen ist ein riesiges Problem, weil namenhafte Sponsoren solche idR haben wollen.

Wir haben stand jetzt 18 Logen und sind baulich da auch am maximum angelangt. Frankfurt hat 76, Bayern hat 106. Bayern verdient fast das dreifache pro Spiel (knapp unter 6 Millionen, wir knapp über 2 Millionen). Mit einer vernünftigen Anzahl an Logen (rund 80 Stück) und guten VIP-Angeboten - nicht das, was notgedrungen in den Katakomben der Westtribünen entstanden ist, sondern etwas, was den Namen verdient - kann man rund 40-50 Millionen Euro pro Saison Mehrerlös erzielen.

Nehmen wir dazu die gesteigerten corporate bookings, events, Veranstaltungen, Konzerte, die ich mal im Vergleich mit anderen Vereinen bei konservativen 10-15 Millionen sehe, wobei wir uns eher darüber bewegen werden, wenn das Stadion das hergibt. Gesteigerter Werbewert für Sponsoren mal außen vorgelassen.

Instandhaltungskosten und notwenige Modernisierungen (zuletzt die Küchen, energetische Maßnahmen, VIP-Auffrischungen, arbeiten an der Substanz) liegen pro Saison immer zwischen 10 und 20 Millionen (Tendenz steigend), somit für die nächsten 10 Jahre irgendwo zwischen 150 - 200 Millionen Euro.

Ein Neubau mit rund 7500 Business Seats und 70-80 Logen würde nicht nur 50 - 70 Millionen (eher am oberen Ende) einbringen, sondern Richtung 20 Millionen pro Saison an Kosten sparen. Wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass die Substanz irgendwann an einen Punkt kommt, wo es zu dem Supergau (Sperrungen) kommen kann.

Das ist insgesamt ein sehr hoher zweistelliger Millionenbetrag pro Saison, der uns hier flöten geht. Keiner WILL einen Neubau, aber wirtschaftlich ist dieser schon jetzt sinnvoll (unabhängig davon, dass wir natürlich jetzt nicht bauen werden). Der Verein plant eben weit voraus: wer hier ernsthaft denkt, dass diese Pläne nicht schon in der Schublade liegen, ist naiv. Das heißt nicht, dass es zeitnah dazu kommt, jedoch werden wir sicher keine 30 Jahre mehr warten - irgendwann ist die Substanz hinüber und dann rechtlich in Deutschland auch problematisch.


Genau richtig! Wir sind an einem Punkt wo es nicht mehr weitergeht mit Pflicken, Mörteln und paar Panelen auf den Dach. Ein neues Stadion wäre in gut 10-15 Jahren abbezahlt.... So zahlen wir jedes Jahr drauf... und die, die auf der Süd stehen, würden sich über paar MIOs mehr im Jahr auch nicht ärgern... manchmal muss man neue Wege gehen.... Ich war gegen Hamburg im Ostblock ganz oben. Man muss auch mal über die Wege zu den Plätzen sprechen. Manchmal ein Greul wie viel Leute während eines Spiels eine ganze Reihe aufspringen lassen nur um auf die Toilette oder das 8te Bier zu holen.


10–15 Jahre abbezahlt? Wie das?

Ein gutes Beispiel ist das Tottenham-Stadion, welches ja durch das WS inspiriert wurde.

Die Baukosten lagen damals bei 1.200.000.000 €, das ist aber schon 7–10 Jahre her. Mit Inflation etc. bist du heute bei mindestens 1,6 bis 1,8 Milliarden. Vielleicht sogar schon bei 2 Milliarden.

Nimmst du heute einen Kredit dafür auf, zahlst du rund 4 % Zinsen.

Bei 1,6 Milliarden Euro bist du bei einer monatlichen Rate von 16,30 Mio. € (10 Jahre) bzw. 12,05 Mio. € (15 Jahre). Das macht im Jahr rund 195,6 Mio. € bzw. 144,6 Mio. €.

Bei 2,0 Milliarden Euro bist du bei einer monatlichen Rate von 20,37 Mio. € (10 Jahre) bzw. 15,06 Mio. € (15 Jahre). Das macht im Jahr rund 244,4 Mio. € bzw. 180,7 Mio. €.

Das heißt: Selbst wenn man großzügig geschätzte 70 Mio. € pro Jahr an Mehreinnahmen und 20 Mio. € weniger Kosten pro Jahr annimmt, musst du bei 10 Jahren Laufzeit trotzdem ca. 105 bis 154 Mio. € und bei 15 Jahren ca. 55 bis 90 Mio. € jedes Jahr aus eigener Tasche drauflegen, um die Raten zu stemmen. Wo soll das Geld herkommen?


Der Kostenvergleich hinkt doch gewaltig, zum einen hat Tottenham 2 Rasenplätze für Fußball und NFL das die tauschen können, zum anderen ein Hotel im Stadion und eine F1-Kartbahn unter dem Stadion, das sind doch immense Mehrkosten die bei einem "normalen" Neubau nicht anfallen


Selbst bei einem Neubau für 1 Milliarde bist du bei einer jährlichen Tilgungsrate von 122 Mio. €, wenn er das in 10 Jahren abbezahlen will.

In Amerika werden auch zahlreiche neue Stadien gebaut. In Buffalo kostet das Stadion 1,93 Mrd. € (60.000 Plätze), in Cleveland kostet es 2,21 Mrd. € (67.500), Kansas City 2,76 Mrd. €.

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Borussia Dortmund - Rot-Weiss Essen
Feyenoord Rotterdam - 1.FC Köln - Elftal
Miami Dolphins - Edmonton Oilers - Kölner Haie
Westfalenstadion |#3923
01.10.2026 - 13:21 Uhr
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Ich finde es lustig, dass hier so viel über einen Neubau diskutiert wird ohne, dass es von Vereinsseite auch nur irgendwelche Äußerungen darüber gibt. In den nächsten 20-30 Jahren wird der BVB kein neues Stadion bauen und das ist auch gut so. Der BVB definiert sich doch wie kein anderer Verein auf der Welt durch seine Fankultur und bezahlbare Stehplätze und Dauerkarten. Das alles ist zu 100% mit dem Westfalenstadion verbunden und würde mit einem Neubau komplett verloren gehen. Auch wenn man jährlich Geld verliert ist es daher absolut unnötig darüber zu diskutieren wann, wie oder wo neu gebaut wird. Spannender ist doch eher wie man zB mehr Leute ins Stadion bekommt abseits der Spiele. Klar wird es keine großen Konzerte im Stadion geben aber kleinere Events häufen sich doch jetzt schon. Zudem sind auch die VIP Bereiche fast täglich für Veranstaltungen gebucht. Bin auch gespannt auf die Entwicklung der Frauenmannschaft und wann da die ersten Spiele im Stadion stattfinden. Das wird auch nicht mehr lange dauern.


In 20-30 Jahren ist das Stadion dann (1971-1974 erbaut) circa 85 Jahre alt. Das ist Wahnsinn dieses Alter und grenzt an bauliche Substanzen.

Jedes Jahr werden Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, welche zig Millionen verschlingen.

Die natürliche Abnutzung (Beton, Stahl, Bewehrung etc...) wird auch nicht jünger. Ich will nicht sagen, dass es sofort ein neues Stadion geben muss oder sollte. Aber um zukünftig wirtschaftlich mitzuhalten, bedarf es in den nächsten Jahren einen Plan.

Wie dieser aussehen soll oder sollte, müssen sich unsere Herren aus der GF überlegen.

Auch muss man davon weg, dass es ja NUR für die Fans ist. Noch ist der BVB ein Wirtschaftsunternehmen was Einnahmen generieren muss.

Aktuell machen wir gefühlt nur Minusgeschäfte.


Nur für die Fans sagt ja auch niemand. Trotzdem hält der Verein an den 25.000 Fans auf der Süd fest, und das ist nun mal nur für die Fans und natürlich auch generell für die Marke BVB. Wenn man auf der Süd aber Sitzplätze und Logen bauen würde könnte man den Ertrag auch um ca. 15-30 Millionen pro Saison steigern. Bevor also ein neues Stadion gebaut wird, was nicht nur eine komplett neue Identität des Vereins zur Folge hätte sondern auch noch Milliarden an Kapital verschlingen würde, wird mit Sicherheit weiter optimiert. Ob das in den Ecken oder sonst so passiert werden wir sehen, aber ich gehe weiterhin nicht von einem Neubau aus in absehbarer Zukunft.


Es geht aber nicht nur rein darum, zumal wir quasi alle Möglichkeiten der halbwegs vernünftigen VIP-Angebote ausgereizt haben. Die letzten hinzugefügten VIP-Räume unter der West haben eigentlich diesen Namen nicht verdient und sind in Relation auch wirtschaftlich nicht das, was andere Vereine haben. Baulich sehe ich keine vernünftige Möglichkeit ein wirtschaftlich sinnvolles Projekt für VIP-Gäste in den Ecken bereitzustellen. Insbesondere die Anzahl der Logen ist ein riesiges Problem, weil namenhafte Sponsoren solche idR haben wollen.

Wir haben stand jetzt 18 Logen und sind baulich da auch am maximum angelangt. Frankfurt hat 76, Bayern hat 106. Bayern verdient fast das dreifache pro Spiel (knapp unter 6 Millionen, wir knapp über 2 Millionen). Mit einer vernünftigen Anzahl an Logen (rund 80 Stück) und guten VIP-Angeboten - nicht das, was notgedrungen in den Katakomben der Westtribünen entstanden ist, sondern etwas, was den Namen verdient - kann man rund 40-50 Millionen Euro pro Saison Mehrerlös erzielen.

Nehmen wir dazu die gesteigerten corporate bookings, events, Veranstaltungen, Konzerte, die ich mal im Vergleich mit anderen Vereinen bei konservativen 10-15 Millionen sehe, wobei wir uns eher darüber bewegen werden, wenn das Stadion das hergibt. Gesteigerter Werbewert für Sponsoren mal außen vorgelassen.

Instandhaltungskosten und notwenige Modernisierungen (zuletzt die Küchen, energetische Maßnahmen, VIP-Auffrischungen, arbeiten an der Substanz) liegen pro Saison immer zwischen 10 und 20 Millionen (Tendenz steigend), somit für die nächsten 10 Jahre irgendwo zwischen 150 - 200 Millionen Euro.

Ein Neubau mit rund 7500 Business Seats und 70-80 Logen würde nicht nur 50 - 70 Millionen (eher am oberen Ende) einbringen, sondern Richtung 20 Millionen pro Saison an Kosten sparen. Wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass die Substanz irgendwann an einen Punkt kommt, wo es zu dem Supergau (Sperrungen) kommen kann.

Das ist insgesamt ein sehr hoher zweistelliger Millionenbetrag pro Saison, der uns hier flöten geht. Keiner WILL einen Neubau, aber wirtschaftlich ist dieser schon jetzt sinnvoll (unabhängig davon, dass wir natürlich jetzt nicht bauen werden). Der Verein plant eben weit voraus: wer hier ernsthaft denkt, dass diese Pläne nicht schon in der Schublade liegen, ist naiv. Das heißt nicht, dass es zeitnah dazu kommt, jedoch werden wir sicher keine 30 Jahre mehr warten - irgendwann ist die Substanz hinüber und dann rechtlich in Deutschland auch problematisch.


Genau richtig! Wir sind an einem Punkt wo es nicht mehr weitergeht mit Pflicken, Mörteln und paar Panelen auf den Dach. Ein neues Stadion wäre in gut 10-15 Jahren abbezahlt.... So zahlen wir jedes Jahr drauf... und die, die auf der Süd stehen, würden sich über paar MIOs mehr im Jahr auch nicht ärgern... manchmal muss man neue Wege gehen.... Ich war gegen Hamburg im Ostblock ganz oben. Man muss auch mal über die Wege zu den Plätzen sprechen. Manchmal ein Greul wie viel Leute während eines Spiels eine ganze Reihe aufspringen lassen nur um auf die Toilette oder das 8te Bier zu holen.


10–15 Jahre abbezahlt? Wie das?

Ein gutes Beispiel ist das Tottenham-Stadion, welches ja durch das WS inspiriert wurde.

Die Baukosten lagen damals bei 1.200.000.000 €, das ist aber schon 7–10 Jahre her. Mit Inflation etc. bist du heute bei mindestens 1,6 bis 1,8 Milliarden. Vielleicht sogar schon bei 2 Milliarden.

Nimmst du heute einen Kredit dafür auf, zahlst du rund 4 % Zinsen.

Bei 1,6 Milliarden Euro bist du bei einer monatlichen Rate von 16,30 Mio. € (10 Jahre) bzw. 12,05 Mio. € (15 Jahre). Das macht im Jahr rund 195,6 Mio. € bzw. 144,6 Mio. €.

Bei 2,0 Milliarden Euro bist du bei einer monatlichen Rate von 20,37 Mio. € (10 Jahre) bzw. 15,06 Mio. € (15 Jahre). Das macht im Jahr rund 244,4 Mio. € bzw. 180,7 Mio. €.

Das heißt: Selbst wenn man großzügig geschätzte 70 Mio. € pro Jahr an Mehreinnahmen und 20 Mio. € weniger Kosten pro Jahr annimmt, musst du bei 10 Jahren Laufzeit trotzdem ca. 105 bis 154 Mio. € und bei 15 Jahren ca. 55 bis 90 Mio. € jedes Jahr aus eigener Tasche drauflegen, um die Raten zu stemmen. Wo soll das Geld herkommen?


Der Kostenvergleich hinkt doch gewaltig, zum einen hat Tottenham 2 Rasenplätze für Fußball und NFL das die tauschen können, zum anderen ein Hotel im Stadion und eine F1-Kartbahn unter dem Stadion, das sind doch immense Mehrkosten die bei einem "normalen" Neubau nicht anfallen


Der direkte Kostenvergleich hinkt, aber um eine Größenordnung zu bekommen, muss man sich doch solche Bauprojekte anschauen.
Bernabeu: Veranschlagt 600 Mio, tatsächliche Kosten 1,2 Mrd, mit Zinsen sogar 1,7 Mrd
Cam Nou: Veranschlagt 980 Mio, Gesamtkosten fast 2 Mrd
Tottenham: Veranlschagt 300 Mio (allerdings bereits 2007), tatsächliche Kosten über 1,2 Mrd

Klar, das sind jetzt auch die neuen Vorzeigestadien, aber der BVB will sich vermutlich auch kein "kleines" 40k Stadion Marke Baumarkt irgendwo an die Autobahn setzen.
Westfalenstadion |#3924
01.10.2026 - 13:55 Uhr
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Ich finde es lustig, dass hier so viel über einen Neubau diskutiert wird ohne, dass es von Vereinsseite auch nur irgendwelche Äußerungen darüber gibt. In den nächsten 20-30 Jahren wird der BVB kein neues Stadion bauen und das ist auch gut so. Der BVB definiert sich doch wie kein anderer Verein auf der Welt durch seine Fankultur und bezahlbare Stehplätze und Dauerkarten. Das alles ist zu 100% mit dem Westfalenstadion verbunden und würde mit einem Neubau komplett verloren gehen. Auch wenn man jährlich Geld verliert ist es daher absolut unnötig darüber zu diskutieren wann, wie oder wo neu gebaut wird. Spannender ist doch eher wie man zB mehr Leute ins Stadion bekommt abseits der Spiele. Klar wird es keine großen Konzerte im Stadion geben aber kleinere Events häufen sich doch jetzt schon. Zudem sind auch die VIP Bereiche fast täglich für Veranstaltungen gebucht. Bin auch gespannt auf die Entwicklung der Frauenmannschaft und wann da die ersten Spiele im Stadion stattfinden. Das wird auch nicht mehr lange dauern.


In 20-30 Jahren ist das Stadion dann (1971-1974 erbaut) circa 85 Jahre alt. Das ist Wahnsinn dieses Alter und grenzt an bauliche Substanzen.

Jedes Jahr werden Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, welche zig Millionen verschlingen.

Die natürliche Abnutzung (Beton, Stahl, Bewehrung etc...) wird auch nicht jünger. Ich will nicht sagen, dass es sofort ein neues Stadion geben muss oder sollte. Aber um zukünftig wirtschaftlich mitzuhalten, bedarf es in den nächsten Jahren einen Plan.

Wie dieser aussehen soll oder sollte, müssen sich unsere Herren aus der GF überlegen.

Auch muss man davon weg, dass es ja NUR für die Fans ist. Noch ist der BVB ein Wirtschaftsunternehmen was Einnahmen generieren muss.

Aktuell machen wir gefühlt nur Minusgeschäfte.


Nur für die Fans sagt ja auch niemand. Trotzdem hält der Verein an den 25.000 Fans auf der Süd fest, und das ist nun mal nur für die Fans und natürlich auch generell für die Marke BVB. Wenn man auf der Süd aber Sitzplätze und Logen bauen würde könnte man den Ertrag auch um ca. 15-30 Millionen pro Saison steigern. Bevor also ein neues Stadion gebaut wird, was nicht nur eine komplett neue Identität des Vereins zur Folge hätte sondern auch noch Milliarden an Kapital verschlingen würde, wird mit Sicherheit weiter optimiert. Ob das in den Ecken oder sonst so passiert werden wir sehen, aber ich gehe weiterhin nicht von einem Neubau aus in absehbarer Zukunft.


Es geht aber nicht nur rein darum, zumal wir quasi alle Möglichkeiten der halbwegs vernünftigen VIP-Angebote ausgereizt haben. Die letzten hinzugefügten VIP-Räume unter der West haben eigentlich diesen Namen nicht verdient und sind in Relation auch wirtschaftlich nicht das, was andere Vereine haben. Baulich sehe ich keine vernünftige Möglichkeit ein wirtschaftlich sinnvolles Projekt für VIP-Gäste in den Ecken bereitzustellen. Insbesondere die Anzahl der Logen ist ein riesiges Problem, weil namenhafte Sponsoren solche idR haben wollen.

Wir haben stand jetzt 18 Logen und sind baulich da auch am maximum angelangt. Frankfurt hat 76, Bayern hat 106. Bayern verdient fast das dreifache pro Spiel (knapp unter 6 Millionen, wir knapp über 2 Millionen). Mit einer vernünftigen Anzahl an Logen (rund 80 Stück) und guten VIP-Angeboten - nicht das, was notgedrungen in den Katakomben der Westtribünen entstanden ist, sondern etwas, was den Namen verdient - kann man rund 40-50 Millionen Euro pro Saison Mehrerlös erzielen.

Nehmen wir dazu die gesteigerten corporate bookings, events, Veranstaltungen, Konzerte, die ich mal im Vergleich mit anderen Vereinen bei konservativen 10-15 Millionen sehe, wobei wir uns eher darüber bewegen werden, wenn das Stadion das hergibt. Gesteigerter Werbewert für Sponsoren mal außen vorgelassen.

Instandhaltungskosten und notwenige Modernisierungen (zuletzt die Küchen, energetische Maßnahmen, VIP-Auffrischungen, arbeiten an der Substanz) liegen pro Saison immer zwischen 10 und 20 Millionen (Tendenz steigend), somit für die nächsten 10 Jahre irgendwo zwischen 150 - 200 Millionen Euro.

Ein Neubau mit rund 7500 Business Seats und 70-80 Logen würde nicht nur 50 - 70 Millionen (eher am oberen Ende) einbringen, sondern Richtung 20 Millionen pro Saison an Kosten sparen. Wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass die Substanz irgendwann an einen Punkt kommt, wo es zu dem Supergau (Sperrungen) kommen kann.

Das ist insgesamt ein sehr hoher zweistelliger Millionenbetrag pro Saison, der uns hier flöten geht. Keiner WILL einen Neubau, aber wirtschaftlich ist dieser schon jetzt sinnvoll (unabhängig davon, dass wir natürlich jetzt nicht bauen werden). Der Verein plant eben weit voraus: wer hier ernsthaft denkt, dass diese Pläne nicht schon in der Schublade liegen, ist naiv. Das heißt nicht, dass es zeitnah dazu kommt, jedoch werden wir sicher keine 30 Jahre mehr warten - irgendwann ist die Substanz hinüber und dann rechtlich in Deutschland auch problematisch.


Genau richtig! Wir sind an einem Punkt wo es nicht mehr weitergeht mit Pflicken, Mörteln und paar Panelen auf den Dach. Ein neues Stadion wäre in gut 10-15 Jahren abbezahlt.... So zahlen wir jedes Jahr drauf... und die, die auf der Süd stehen, würden sich über paar MIOs mehr im Jahr auch nicht ärgern... manchmal muss man neue Wege gehen.... Ich war gegen Hamburg im Ostblock ganz oben. Man muss auch mal über die Wege zu den Plätzen sprechen. Manchmal ein Greul wie viel Leute während eines Spiels eine ganze Reihe aufspringen lassen nur um auf die Toilette oder das 8te Bier zu holen.


10–15 Jahre abbezahlt? Wie das?

Ein gutes Beispiel ist das Tottenham-Stadion, welches ja durch das WS inspiriert wurde.

Die Baukosten lagen damals bei 1.200.000.000 €, das ist aber schon 7–10 Jahre her. Mit Inflation etc. bist du heute bei mindestens 1,6 bis 1,8 Milliarden. Vielleicht sogar schon bei 2 Milliarden.

Nimmst du heute einen Kredit dafür auf, zahlst du rund 4 % Zinsen.

Bei 1,6 Milliarden Euro bist du bei einer monatlichen Rate von 16,30 Mio. € (10 Jahre) bzw. 12,05 Mio. € (15 Jahre). Das macht im Jahr rund 195,6 Mio. € bzw. 144,6 Mio. €.

Bei 2,0 Milliarden Euro bist du bei einer monatlichen Rate von 20,37 Mio. € (10 Jahre) bzw. 15,06 Mio. € (15 Jahre). Das macht im Jahr rund 244,4 Mio. € bzw. 180,7 Mio. €.

Das heißt: Selbst wenn man großzügig geschätzte 70 Mio. € pro Jahr an Mehreinnahmen und 20 Mio. € weniger Kosten pro Jahr annimmt, musst du bei 10 Jahren Laufzeit trotzdem ca. 105 bis 154 Mio. € und bei 15 Jahren ca. 55 bis 90 Mio. € jedes Jahr aus eigener Tasche drauflegen, um die Raten zu stemmen. Wo soll das Geld herkommen?


Der Kostenvergleich hinkt doch gewaltig, zum einen hat Tottenham 2 Rasenplätze für Fußball und NFL das die tauschen können, zum anderen ein Hotel im Stadion und eine F1-Kartbahn unter dem Stadion, das sind doch immense Mehrkosten die bei einem "normalen" Neubau nicht anfallen


Der direkte Kostenvergleich hinkt, aber um eine Größenordnung zu bekommen, muss man sich doch solche Bauprojekte anschauen.
Bernabeu: Veranschlagt 600 Mio, tatsächliche Kosten 1,2 Mrd, mit Zinsen sogar 1,7 Mrd
Cam Nou: Veranschlagt 980 Mio, Gesamtkosten fast 2 Mrd
Tottenham: Veranlschagt 300 Mio (allerdings bereits 2007), tatsächliche Kosten über 1,2 Mrd

Klar, das sind jetzt auch die neuen Vorzeigestadien, aber der BVB will sich vermutlich auch kein "kleines" 40k Stadion Marke Baumarkt irgendwo an die Autobahn setzen.

Und über allem steht die Frage: Wo?
Altes Stadion abreißen und neubauen? Dauert rund 5 Jahre. Wo spielt man dann? In Düsseldorf? Zumal man massiv Einnahmen verlieren würde.
Phoenix-West? Fraglich, ob man da den Platz bekommen würde, der wird auch von andren beansprucht.
Außenbereiche? Keinerlei Anschluss an Infrastruktur. Mit der Bahn nicht zu erreichen.
Bliebe bspw ein Neubau Richtung Unna. Gut erschlossen. Aber erkläre mal den Fans, dass Borussia Dortmund Dortmund verlässt...
Man baut nicht nicht neu, da es sich finanziell nicht lohnt, sondern da schlicht kein Platz da ist.

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Nati = Nationalmannschaft der Schweiz

Warum wollen so viele die deutschen Nationalspieler bei der Schweiz sehen?
Westfalenstadion |#3925
01.10.2026 - 14:54 Uhr
Zitat von Perca

Zitat von GelsenHandy

Zitat von ClairObscur

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Zitat von Aurelius_1909

Zitat von callaway09

Ich finde es lustig, dass hier so viel über einen Neubau diskutiert wird ohne, dass es von Vereinsseite auch nur irgendwelche Äußerungen darüber gibt. In den nächsten 20-30 Jahren wird der BVB kein neues Stadion bauen und das ist auch gut so. Der BVB definiert sich doch wie kein anderer Verein auf der Welt durch seine Fankultur und bezahlbare Stehplätze und Dauerkarten. Das alles ist zu 100% mit dem Westfalenstadion verbunden und würde mit einem Neubau komplett verloren gehen. Auch wenn man jährlich Geld verliert ist es daher absolut unnötig darüber zu diskutieren wann, wie oder wo neu gebaut wird. Spannender ist doch eher wie man zB mehr Leute ins Stadion bekommt abseits der Spiele. Klar wird es keine großen Konzerte im Stadion geben aber kleinere Events häufen sich doch jetzt schon. Zudem sind auch die VIP Bereiche fast täglich für Veranstaltungen gebucht. Bin auch gespannt auf die Entwicklung der Frauenmannschaft und wann da die ersten Spiele im Stadion stattfinden. Das wird auch nicht mehr lange dauern.


In 20-30 Jahren ist das Stadion dann (1971-1974 erbaut) circa 85 Jahre alt. Das ist Wahnsinn dieses Alter und grenzt an bauliche Substanzen.

Jedes Jahr werden Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, welche zig Millionen verschlingen.

Die natürliche Abnutzung (Beton, Stahl, Bewehrung etc...) wird auch nicht jünger. Ich will nicht sagen, dass es sofort ein neues Stadion geben muss oder sollte. Aber um zukünftig wirtschaftlich mitzuhalten, bedarf es in den nächsten Jahren einen Plan.

Wie dieser aussehen soll oder sollte, müssen sich unsere Herren aus der GF überlegen.

Auch muss man davon weg, dass es ja NUR für die Fans ist. Noch ist der BVB ein Wirtschaftsunternehmen was Einnahmen generieren muss.

Aktuell machen wir gefühlt nur Minusgeschäfte.


Nur für die Fans sagt ja auch niemand. Trotzdem hält der Verein an den 25.000 Fans auf der Süd fest, und das ist nun mal nur für die Fans und natürlich auch generell für die Marke BVB. Wenn man auf der Süd aber Sitzplätze und Logen bauen würde könnte man den Ertrag auch um ca. 15-30 Millionen pro Saison steigern. Bevor also ein neues Stadion gebaut wird, was nicht nur eine komplett neue Identität des Vereins zur Folge hätte sondern auch noch Milliarden an Kapital verschlingen würde, wird mit Sicherheit weiter optimiert. Ob das in den Ecken oder sonst so passiert werden wir sehen, aber ich gehe weiterhin nicht von einem Neubau aus in absehbarer Zukunft.


Es geht aber nicht nur rein darum, zumal wir quasi alle Möglichkeiten der halbwegs vernünftigen VIP-Angebote ausgereizt haben. Die letzten hinzugefügten VIP-Räume unter der West haben eigentlich diesen Namen nicht verdient und sind in Relation auch wirtschaftlich nicht das, was andere Vereine haben. Baulich sehe ich keine vernünftige Möglichkeit ein wirtschaftlich sinnvolles Projekt für VIP-Gäste in den Ecken bereitzustellen. Insbesondere die Anzahl der Logen ist ein riesiges Problem, weil namenhafte Sponsoren solche idR haben wollen.

Wir haben stand jetzt 18 Logen und sind baulich da auch am maximum angelangt. Frankfurt hat 76, Bayern hat 106. Bayern verdient fast das dreifache pro Spiel (knapp unter 6 Millionen, wir knapp über 2 Millionen). Mit einer vernünftigen Anzahl an Logen (rund 80 Stück) und guten VIP-Angeboten - nicht das, was notgedrungen in den Katakomben der Westtribünen entstanden ist, sondern etwas, was den Namen verdient - kann man rund 40-50 Millionen Euro pro Saison Mehrerlös erzielen.

Nehmen wir dazu die gesteigerten corporate bookings, events, Veranstaltungen, Konzerte, die ich mal im Vergleich mit anderen Vereinen bei konservativen 10-15 Millionen sehe, wobei wir uns eher darüber bewegen werden, wenn das Stadion das hergibt. Gesteigerter Werbewert für Sponsoren mal außen vorgelassen.

Instandhaltungskosten und notwenige Modernisierungen (zuletzt die Küchen, energetische Maßnahmen, VIP-Auffrischungen, arbeiten an der Substanz) liegen pro Saison immer zwischen 10 und 20 Millionen (Tendenz steigend), somit für die nächsten 10 Jahre irgendwo zwischen 150 - 200 Millionen Euro.

Ein Neubau mit rund 7500 Business Seats und 70-80 Logen würde nicht nur 50 - 70 Millionen (eher am oberen Ende) einbringen, sondern Richtung 20 Millionen pro Saison an Kosten sparen. Wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass die Substanz irgendwann an einen Punkt kommt, wo es zu dem Supergau (Sperrungen) kommen kann.

Das ist insgesamt ein sehr hoher zweistelliger Millionenbetrag pro Saison, der uns hier flöten geht. Keiner WILL einen Neubau, aber wirtschaftlich ist dieser schon jetzt sinnvoll (unabhängig davon, dass wir natürlich jetzt nicht bauen werden). Der Verein plant eben weit voraus: wer hier ernsthaft denkt, dass diese Pläne nicht schon in der Schublade liegen, ist naiv. Das heißt nicht, dass es zeitnah dazu kommt, jedoch werden wir sicher keine 30 Jahre mehr warten - irgendwann ist die Substanz hinüber und dann rechtlich in Deutschland auch problematisch.


Genau richtig! Wir sind an einem Punkt wo es nicht mehr weitergeht mit Pflicken, Mörteln und paar Panelen auf den Dach. Ein neues Stadion wäre in gut 10-15 Jahren abbezahlt.... So zahlen wir jedes Jahr drauf... und die, die auf der Süd stehen, würden sich über paar MIOs mehr im Jahr auch nicht ärgern... manchmal muss man neue Wege gehen.... Ich war gegen Hamburg im Ostblock ganz oben. Man muss auch mal über die Wege zu den Plätzen sprechen. Manchmal ein Greul wie viel Leute während eines Spiels eine ganze Reihe aufspringen lassen nur um auf die Toilette oder das 8te Bier zu holen.


10–15 Jahre abbezahlt? Wie das?

Ein gutes Beispiel ist das Tottenham-Stadion, welches ja durch das WS inspiriert wurde.

Die Baukosten lagen damals bei 1.200.000.000 €, das ist aber schon 7–10 Jahre her. Mit Inflation etc. bist du heute bei mindestens 1,6 bis 1,8 Milliarden. Vielleicht sogar schon bei 2 Milliarden.

Nimmst du heute einen Kredit dafür auf, zahlst du rund 4 % Zinsen.

Bei 1,6 Milliarden Euro bist du bei einer monatlichen Rate von 16,30 Mio. € (10 Jahre) bzw. 12,05 Mio. € (15 Jahre). Das macht im Jahr rund 195,6 Mio. € bzw. 144,6 Mio. €.

Bei 2,0 Milliarden Euro bist du bei einer monatlichen Rate von 20,37 Mio. € (10 Jahre) bzw. 15,06 Mio. € (15 Jahre). Das macht im Jahr rund 244,4 Mio. € bzw. 180,7 Mio. €.

Das heißt: Selbst wenn man großzügig geschätzte 70 Mio. € pro Jahr an Mehreinnahmen und 20 Mio. € weniger Kosten pro Jahr annimmt, musst du bei 10 Jahren Laufzeit trotzdem ca. 105 bis 154 Mio. € und bei 15 Jahren ca. 55 bis 90 Mio. € jedes Jahr aus eigener Tasche drauflegen, um die Raten zu stemmen. Wo soll das Geld herkommen?


Der Kostenvergleich hinkt doch gewaltig, zum einen hat Tottenham 2 Rasenplätze für Fußball und NFL das die tauschen können, zum anderen ein Hotel im Stadion und eine F1-Kartbahn unter dem Stadion, das sind doch immense Mehrkosten die bei einem "normalen" Neubau nicht anfallen


Der direkte Kostenvergleich hinkt, aber um eine Größenordnung zu bekommen, muss man sich doch solche Bauprojekte anschauen.
Bernabeu: Veranschlagt 600 Mio, tatsächliche Kosten 1,2 Mrd, mit Zinsen sogar 1,7 Mrd
Cam Nou: Veranschlagt 980 Mio, Gesamtkosten fast 2 Mrd
Tottenham: Veranlschagt 300 Mio (allerdings bereits 2007), tatsächliche Kosten über 1,2 Mrd

Klar, das sind jetzt auch die neuen Vorzeigestadien, aber der BVB will sich vermutlich auch kein "kleines" 40k Stadion Marke Baumarkt irgendwo an die Autobahn setzen.

Und über allem steht die Frage: Wo?
Altes Stadion abreißen und neubauen? Dauert rund 5 Jahre. Wo spielt man dann? In Düsseldorf? Zumal man massiv Einnahmen verlieren würde.
Phoenix-West? Fraglich, ob man da den Platz bekommen würde, der wird auch von andren beansprucht.
Außenbereiche? Keinerlei Anschluss an Infrastruktur. Mit der Bahn nicht zu erreichen.
Bliebe bspw ein Neubau Richtung Unna. Gut erschlossen. Aber erkläre mal den Fans, dass Borussia Dortmund Dortmund verlässt...
Man baut nicht nicht neu, da es sich finanziell nicht lohnt, sondern da schlicht kein Platz da ist.

Nur mal aus Interesse, wo würdest du denn dann meinen? Massener Heide? Nahe an Wickede (Stadtbahn/ Flughafen)?
Aus dem Ponyhof wird ein Stadion? 😉 Die Banken würde es vermutlich freuen...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Feiersinger am 01.10.2026 um 14:59 Uhr bearbeitet
Westfalenstadion |#3926
01.10.2026 - 15:10 Uhr
Zitat von Feiersinger
Zitat von Perca

Zitat von GelsenHandy

Zitat von ClairObscur

Zitat von Marox09

Zitat von Aurelius_1909

Zitat von Showen

Zitat von callaway09

Zitat von Aurelius_1909

Zitat von callaway09

Ich finde es lustig, dass hier so viel über einen Neubau diskutiert wird ohne, dass es von Vereinsseite auch nur irgendwelche Äußerungen darüber gibt. In den nächsten 20-30 Jahren wird der BVB kein neues Stadion bauen und das ist auch gut so. Der BVB definiert sich doch wie kein anderer Verein auf der Welt durch seine Fankultur und bezahlbare Stehplätze und Dauerkarten. Das alles ist zu 100% mit dem Westfalenstadion verbunden und würde mit einem Neubau komplett verloren gehen. Auch wenn man jährlich Geld verliert ist es daher absolut unnötig darüber zu diskutieren wann, wie oder wo neu gebaut wird. Spannender ist doch eher wie man zB mehr Leute ins Stadion bekommt abseits der Spiele. Klar wird es keine großen Konzerte im Stadion geben aber kleinere Events häufen sich doch jetzt schon. Zudem sind auch die VIP Bereiche fast täglich für Veranstaltungen gebucht. Bin auch gespannt auf die Entwicklung der Frauenmannschaft und wann da die ersten Spiele im Stadion stattfinden. Das wird auch nicht mehr lange dauern.


In 20-30 Jahren ist das Stadion dann (1971-1974 erbaut) circa 85 Jahre alt. Das ist Wahnsinn dieses Alter und grenzt an bauliche Substanzen.

Jedes Jahr werden Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, welche zig Millionen verschlingen.

Die natürliche Abnutzung (Beton, Stahl, Bewehrung etc...) wird auch nicht jünger. Ich will nicht sagen, dass es sofort ein neues Stadion geben muss oder sollte. Aber um zukünftig wirtschaftlich mitzuhalten, bedarf es in den nächsten Jahren einen Plan.

Wie dieser aussehen soll oder sollte, müssen sich unsere Herren aus der GF überlegen.

Auch muss man davon weg, dass es ja NUR für die Fans ist. Noch ist der BVB ein Wirtschaftsunternehmen was Einnahmen generieren muss.

Aktuell machen wir gefühlt nur Minusgeschäfte.


Nur für die Fans sagt ja auch niemand. Trotzdem hält der Verein an den 25.000 Fans auf der Süd fest, und das ist nun mal nur für die Fans und natürlich auch generell für die Marke BVB. Wenn man auf der Süd aber Sitzplätze und Logen bauen würde könnte man den Ertrag auch um ca. 15-30 Millionen pro Saison steigern. Bevor also ein neues Stadion gebaut wird, was nicht nur eine komplett neue Identität des Vereins zur Folge hätte sondern auch noch Milliarden an Kapital verschlingen würde, wird mit Sicherheit weiter optimiert. Ob das in den Ecken oder sonst so passiert werden wir sehen, aber ich gehe weiterhin nicht von einem Neubau aus in absehbarer Zukunft.


Es geht aber nicht nur rein darum, zumal wir quasi alle Möglichkeiten der halbwegs vernünftigen VIP-Angebote ausgereizt haben. Die letzten hinzugefügten VIP-Räume unter der West haben eigentlich diesen Namen nicht verdient und sind in Relation auch wirtschaftlich nicht das, was andere Vereine haben. Baulich sehe ich keine vernünftige Möglichkeit ein wirtschaftlich sinnvolles Projekt für VIP-Gäste in den Ecken bereitzustellen. Insbesondere die Anzahl der Logen ist ein riesiges Problem, weil namenhafte Sponsoren solche idR haben wollen.

Wir haben stand jetzt 18 Logen und sind baulich da auch am maximum angelangt. Frankfurt hat 76, Bayern hat 106. Bayern verdient fast das dreifache pro Spiel (knapp unter 6 Millionen, wir knapp über 2 Millionen). Mit einer vernünftigen Anzahl an Logen (rund 80 Stück) und guten VIP-Angeboten - nicht das, was notgedrungen in den Katakomben der Westtribünen entstanden ist, sondern etwas, was den Namen verdient - kann man rund 40-50 Millionen Euro pro Saison Mehrerlös erzielen.

Nehmen wir dazu die gesteigerten corporate bookings, events, Veranstaltungen, Konzerte, die ich mal im Vergleich mit anderen Vereinen bei konservativen 10-15 Millionen sehe, wobei wir uns eher darüber bewegen werden, wenn das Stadion das hergibt. Gesteigerter Werbewert für Sponsoren mal außen vorgelassen.

Instandhaltungskosten und notwenige Modernisierungen (zuletzt die Küchen, energetische Maßnahmen, VIP-Auffrischungen, arbeiten an der Substanz) liegen pro Saison immer zwischen 10 und 20 Millionen (Tendenz steigend), somit für die nächsten 10 Jahre irgendwo zwischen 150 - 200 Millionen Euro.

Ein Neubau mit rund 7500 Business Seats und 70-80 Logen würde nicht nur 50 - 70 Millionen (eher am oberen Ende) einbringen, sondern Richtung 20 Millionen pro Saison an Kosten sparen. Wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass die Substanz irgendwann an einen Punkt kommt, wo es zu dem Supergau (Sperrungen) kommen kann.

Das ist insgesamt ein sehr hoher zweistelliger Millionenbetrag pro Saison, der uns hier flöten geht. Keiner WILL einen Neubau, aber wirtschaftlich ist dieser schon jetzt sinnvoll (unabhängig davon, dass wir natürlich jetzt nicht bauen werden). Der Verein plant eben weit voraus: wer hier ernsthaft denkt, dass diese Pläne nicht schon in der Schublade liegen, ist naiv. Das heißt nicht, dass es zeitnah dazu kommt, jedoch werden wir sicher keine 30 Jahre mehr warten - irgendwann ist die Substanz hinüber und dann rechtlich in Deutschland auch problematisch.


Genau richtig! Wir sind an einem Punkt wo es nicht mehr weitergeht mit Pflicken, Mörteln und paar Panelen auf den Dach. Ein neues Stadion wäre in gut 10-15 Jahren abbezahlt.... So zahlen wir jedes Jahr drauf... und die, die auf der Süd stehen, würden sich über paar MIOs mehr im Jahr auch nicht ärgern... manchmal muss man neue Wege gehen.... Ich war gegen Hamburg im Ostblock ganz oben. Man muss auch mal über die Wege zu den Plätzen sprechen. Manchmal ein Greul wie viel Leute während eines Spiels eine ganze Reihe aufspringen lassen nur um auf die Toilette oder das 8te Bier zu holen.


10–15 Jahre abbezahlt? Wie das?

Ein gutes Beispiel ist das Tottenham-Stadion, welches ja durch das WS inspiriert wurde.

Die Baukosten lagen damals bei 1.200.000.000 €, das ist aber schon 7–10 Jahre her. Mit Inflation etc. bist du heute bei mindestens 1,6 bis 1,8 Milliarden. Vielleicht sogar schon bei 2 Milliarden.

Nimmst du heute einen Kredit dafür auf, zahlst du rund 4 % Zinsen.

Bei 1,6 Milliarden Euro bist du bei einer monatlichen Rate von 16,30 Mio. € (10 Jahre) bzw. 12,05 Mio. € (15 Jahre). Das macht im Jahr rund 195,6 Mio. € bzw. 144,6 Mio. €.

Bei 2,0 Milliarden Euro bist du bei einer monatlichen Rate von 20,37 Mio. € (10 Jahre) bzw. 15,06 Mio. € (15 Jahre). Das macht im Jahr rund 244,4 Mio. € bzw. 180,7 Mio. €.

Das heißt: Selbst wenn man großzügig geschätzte 70 Mio. € pro Jahr an Mehreinnahmen und 20 Mio. € weniger Kosten pro Jahr annimmt, musst du bei 10 Jahren Laufzeit trotzdem ca. 105 bis 154 Mio. € und bei 15 Jahren ca. 55 bis 90 Mio. € jedes Jahr aus eigener Tasche drauflegen, um die Raten zu stemmen. Wo soll das Geld herkommen?


Der Kostenvergleich hinkt doch gewaltig, zum einen hat Tottenham 2 Rasenplätze für Fußball und NFL das die tauschen können, zum anderen ein Hotel im Stadion und eine F1-Kartbahn unter dem Stadion, das sind doch immense Mehrkosten die bei einem "normalen" Neubau nicht anfallen


Der direkte Kostenvergleich hinkt, aber um eine Größenordnung zu bekommen, muss man sich doch solche Bauprojekte anschauen.
Bernabeu: Veranschlagt 600 Mio, tatsächliche Kosten 1,2 Mrd, mit Zinsen sogar 1,7 Mrd
Cam Nou: Veranschlagt 980 Mio, Gesamtkosten fast 2 Mrd
Tottenham: Veranlschagt 300 Mio (allerdings bereits 2007), tatsächliche Kosten über 1,2 Mrd

Klar, das sind jetzt auch die neuen Vorzeigestadien, aber der BVB will sich vermutlich auch kein "kleines" 40k Stadion Marke Baumarkt irgendwo an die Autobahn setzen.

Und über allem steht die Frage: Wo?
Altes Stadion abreißen und neubauen? Dauert rund 5 Jahre. Wo spielt man dann? In Düsseldorf? Zumal man massiv Einnahmen verlieren würde.
Phoenix-West? Fraglich, ob man da den Platz bekommen würde, der wird auch von andren beansprucht.
Außenbereiche? Keinerlei Anschluss an Infrastruktur. Mit der Bahn nicht zu erreichen.
Bliebe bspw ein Neubau Richtung Unna. Gut erschlossen. Aber erkläre mal den Fans, dass Borussia Dortmund Dortmund verlässt...
Man baut nicht nicht neu, da es sich finanziell nicht lohnt, sondern da schlicht kein Platz da ist.

Nur mal aus Interesse, wo würdest du denn dann meinen? Massener Heide? Nahe an Wickede (Stadtbahn/ Flughafen)?
Aus dem Ponyhof wird ein Stadion? 😉 Die Banken würde es vermutlich freuen...

Ich kenne mich mit den Gegebenheiten und Möglichkeiten zu wenig aus, zudem ist ein Wegzug für mich keine Option, weswegen ich mich nicht damit beschäftigt habe, wie realistisch etwas ist, dachte bspw östlich vom Kamener Kreuz. Aber ist halt viel zu weit weg, weswegen man sich nicht mit der Frage beschäftigen muss, ob es tatsächlich möglich sei oder auf den ersten Blick nur so wirkt.
Ein perfekten Standort ohne Probleme wird es eh nicht geben.

•     •     •

Nati = Nationalmannschaft der Schweiz

Warum wollen so viele die deutschen Nationalspieler bei der Schweiz sehen?
Westfalenstadion |#3927
01.10.2026 - 16:11 Uhr
Zitat von Borusse13
Zitat von callaway09

Ich finde es lustig, dass hier so viel über einen Neubau diskutiert wird ohne, dass es von Vereinsseite auch nur irgendwelche Äußerungen darüber gibt. In den nächsten 20-30 Jahren wird der BVB kein neues Stadion bauen und das ist auch gut so. Der BVB definiert sich doch wie kein anderer Verein auf der Welt durch seine Fankultur und bezahlbare Stehplätze und Dauerkarten. Das alles ist zu 100% mit dem Westfalenstadion verbunden und würde mit einem Neubau komplett verloren gehen. Auch wenn man jährlich Geld verliert ist es daher absolut unnötig darüber zu diskutieren wann, wie oder wo neu gebaut wird. Spannender ist doch eher wie man zB mehr Leute ins Stadion bekommt abseits der Spiele. Klar wird es keine großen Konzerte im Stadion geben aber kleinere Events häufen sich doch jetzt schon. Zudem sind auch die VIP Bereiche fast täglich für Veranstaltungen gebucht. Bin auch gespannt auf die Entwicklung der Frauenmannschaft und wann da die ersten Spiele im Stadion stattfinden. Das wird auch nicht mehr lange dauern.


Es geht weniger darum, wann der BVB gegebenenfalls ein neues Stadion baut, sondern ob.

Dieses Video veranschaulicht es meiner Meinung nach ganz gut:
https://www.youtube.com/watch?v=bGRUDzrJiQ8

Es wird in den nächsten 10-20 Jahren der Zeitpunkt kommen, wo man sich die Frage stellen muss, ob die jährlichen Erhaltungsaufwendungen noch im finanziell vernüntigen Rahmen bleiben, oder ob sie so exorbitant steigen, dass ein Neubau unausweichlich ist.

Die Überlegungen mit den zusätzlichen Logen in den jeweiligen Ecken finde ich aber durchaus realistisch.


Die Lücken in den Ecken können nicht durch Logen geschlossen werden. Flucht- und Rettungswege, sowie Logistikwege.

Dann müsste man Tribünen in den Ecken abreißen und durch Logen ersetzen. Auf Kosten der Kapazitäten. Also wieder Richtung 65.000 wie früher.

Zitat von Aurelius_1909

Aktuell machen wir gefühlt nur Minusgeschäfte.


Was ziemlicher Unsinn ist.

Allein das Pfund Westfalenstadion und Gelbe Wand bringt enorme Werbeeinnahmen und Image weltweit.
Ohne die hätten wir wahrscheinlich die Wirtschaftskraft von Leverkusen, Gladbach oder Stuttgart.
Westfalenstadion |#3928
01.10.2026 - 16:28 Uhr
Zitat von Aurelius_1909
Zitat von Showen

Zitat von callaway09

Zitat von Aurelius_1909

Zitat von callaway09

Ich finde es lustig, dass hier so viel über einen Neubau diskutiert wird ohne, dass es von Vereinsseite auch nur irgendwelche Äußerungen darüber gibt. In den nächsten 20-30 Jahren wird der BVB kein neues Stadion bauen und das ist auch gut so. Der BVB definiert sich doch wie kein anderer Verein auf der Welt durch seine Fankultur und bezahlbare Stehplätze und Dauerkarten. Das alles ist zu 100% mit dem Westfalenstadion verbunden und würde mit einem Neubau komplett verloren gehen. Auch wenn man jährlich Geld verliert ist es daher absolut unnötig darüber zu diskutieren wann, wie oder wo neu gebaut wird. Spannender ist doch eher wie man zB mehr Leute ins Stadion bekommt abseits der Spiele. Klar wird es keine großen Konzerte im Stadion geben aber kleinere Events häufen sich doch jetzt schon. Zudem sind auch die VIP Bereiche fast täglich für Veranstaltungen gebucht. Bin auch gespannt auf die Entwicklung der Frauenmannschaft und wann da die ersten Spiele im Stadion stattfinden. Das wird auch nicht mehr lange dauern.


In 20-30 Jahren ist das Stadion dann (1971-1974 erbaut) circa 85 Jahre alt. Das ist Wahnsinn dieses Alter und grenzt an bauliche Substanzen.

Jedes Jahr werden Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, welche zig Millionen verschlingen.

Die natürliche Abnutzung (Beton, Stahl, Bewehrung etc...) wird auch nicht jünger. Ich will nicht sagen, dass es sofort ein neues Stadion geben muss oder sollte. Aber um zukünftig wirtschaftlich mitzuhalten, bedarf es in den nächsten Jahren einen Plan.

Wie dieser aussehen soll oder sollte, müssen sich unsere Herren aus der GF überlegen.

Auch muss man davon weg, dass es ja NUR für die Fans ist. Noch ist der BVB ein Wirtschaftsunternehmen was Einnahmen generieren muss.

Aktuell machen wir gefühlt nur Minusgeschäfte.


Nur für die Fans sagt ja auch niemand. Trotzdem hält der Verein an den 25.000 Fans auf der Süd fest, und das ist nun mal nur für die Fans und natürlich auch generell für die Marke BVB. Wenn man auf der Süd aber Sitzplätze und Logen bauen würde könnte man den Ertrag auch um ca. 15-30 Millionen pro Saison steigern. Bevor also ein neues Stadion gebaut wird, was nicht nur eine komplett neue Identität des Vereins zur Folge hätte sondern auch noch Milliarden an Kapital verschlingen würde, wird mit Sicherheit weiter optimiert. Ob das in den Ecken oder sonst so passiert werden wir sehen, aber ich gehe weiterhin nicht von einem Neubau aus in absehbarer Zukunft.


Es geht aber nicht nur rein darum, zumal wir quasi alle Möglichkeiten der halbwegs vernünftigen VIP-Angebote ausgereizt haben. Die letzten hinzugefügten VIP-Räume unter der West haben eigentlich diesen Namen nicht verdient und sind in Relation auch wirtschaftlich nicht das, was andere Vereine haben. Baulich sehe ich keine vernünftige Möglichkeit ein wirtschaftlich sinnvolles Projekt für VIP-Gäste in den Ecken bereitzustellen. Insbesondere die Anzahl der Logen ist ein riesiges Problem, weil namenhafte Sponsoren solche idR haben wollen.

Wir haben stand jetzt 18 Logen und sind baulich da auch am maximum angelangt. Frankfurt hat 76, Bayern hat 106. Bayern verdient fast das dreifache pro Spiel (knapp unter 6 Millionen, wir knapp über 2 Millionen). Mit einer vernünftigen Anzahl an Logen (rund 80 Stück) und guten VIP-Angeboten - nicht das, was notgedrungen in den Katakomben der Westtribünen entstanden ist, sondern etwas, was den Namen verdient - kann man rund 40-50 Millionen Euro pro Saison Mehrerlös erzielen.

Nehmen wir dazu die gesteigerten corporate bookings, events, Veranstaltungen, Konzerte, die ich mal im Vergleich mit anderen Vereinen bei konservativen 10-15 Millionen sehe, wobei wir uns eher darüber bewegen werden, wenn das Stadion das hergibt. Gesteigerter Werbewert für Sponsoren mal außen vorgelassen.

Instandhaltungskosten und notwenige Modernisierungen (zuletzt die Küchen, energetische Maßnahmen, VIP-Auffrischungen, arbeiten an der Substanz) liegen pro Saison immer zwischen 10 und 20 Millionen (Tendenz steigend), somit für die nächsten 10 Jahre irgendwo zwischen 150 - 200 Millionen Euro.

Ein Neubau mit rund 7500 Business Seats und 70-80 Logen würde nicht nur 50 - 70 Millionen (eher am oberen Ende) einbringen, sondern Richtung 20 Millionen pro Saison an Kosten sparen. Wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass die Substanz irgendwann an einen Punkt kommt, wo es zu dem Supergau (Sperrungen) kommen kann.

Das ist insgesamt ein sehr hoher zweistelliger Millionenbetrag pro Saison, der uns hier flöten geht. Keiner WILL einen Neubau, aber wirtschaftlich ist dieser schon jetzt sinnvoll (unabhängig davon, dass wir natürlich jetzt nicht bauen werden). Der Verein plant eben weit voraus: wer hier ernsthaft denkt, dass diese Pläne nicht schon in der Schublade liegen, ist naiv. Das heißt nicht, dass es zeitnah dazu kommt, jedoch werden wir sicher keine 30 Jahre mehr warten - irgendwann ist die Substanz hinüber und dann rechtlich in Deutschland auch problematisch.


Genau richtig! Wir sind an einem Punkt wo es nicht mehr weitergeht mit Pflicken, Mörteln und paar Panelen auf den Dach. Ein neues Stadion wäre in gut 10-15 Jahren abbezahlt.... So zahlen wir jedes Jahr drauf... und die, die auf der Süd stehen, würden sich über paar MIOs mehr im Jahr auch nicht ärgern... manchmal muss man neue Wege gehen.... Ich war gegen Hamburg im Ostblock ganz oben. Man muss auch mal über die Wege zu den Plätzen sprechen. Manchmal ein Greul wie viel Leute während eines Spiels eine ganze Reihe aufspringen lassen nur um auf die Toilette oder das 8te Bier zu holen.


Äh nein. Eher 30 Jahre.

Außerdem Konzerte? Kann man jetzt schon machen. Macht man aber bewusst nicht. 1. Rasen. 2. Die Blaue Turnhalle hat ein Dach.
Soll das neue Westfalenstadion ein Dach bekommen?
Auch sind hier nahezu täglich Events. Da ist kein Steigerungspotential für 15 Mio. im Jahr.
Die Logen dürften eher maximal 50 Mio. bringen. Hier werden auch immer die steigenden Kosten vernachlässigt.
Nur weil man ein neues Stadion hat sinken die Unterhaltungskosten nicht auf Null. Zumal das Westfalenstadion nicht bei 20 Mio im Jahr liegt, sondern eher 5-10 Mio im Jahr. Anbauten nicht mitgerechnet.
Westfalenstadion |#3929
01.10.2026 - 16:54 Uhr
Zitat von Feiersinger
Zitat von Perca

Zitat von GelsenHandy

Zitat von ClairObscur

Zitat von Marox09

Zitat von Aurelius_1909

Zitat von Showen

Zitat von callaway09

Zitat von Aurelius_1909

Zitat von callaway09

Ich finde es lustig, dass hier so viel über einen Neubau diskutiert wird ohne, dass es von Vereinsseite auch nur irgendwelche Äußerungen darüber gibt. In den nächsten 20-30 Jahren wird der BVB kein neues Stadion bauen und das ist auch gut so. Der BVB definiert sich doch wie kein anderer Verein auf der Welt durch seine Fankultur und bezahlbare Stehplätze und Dauerkarten. Das alles ist zu 100% mit dem Westfalenstadion verbunden und würde mit einem Neubau komplett verloren gehen. Auch wenn man jährlich Geld verliert ist es daher absolut unnötig darüber zu diskutieren wann, wie oder wo neu gebaut wird. Spannender ist doch eher wie man zB mehr Leute ins Stadion bekommt abseits der Spiele. Klar wird es keine großen Konzerte im Stadion geben aber kleinere Events häufen sich doch jetzt schon. Zudem sind auch die VIP Bereiche fast täglich für Veranstaltungen gebucht. Bin auch gespannt auf die Entwicklung der Frauenmannschaft und wann da die ersten Spiele im Stadion stattfinden. Das wird auch nicht mehr lange dauern.


In 20-30 Jahren ist das Stadion dann (1971-1974 erbaut) circa 85 Jahre alt. Das ist Wahnsinn dieses Alter und grenzt an bauliche Substanzen.

Jedes Jahr werden Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, welche zig Millionen verschlingen.

Die natürliche Abnutzung (Beton, Stahl, Bewehrung etc...) wird auch nicht jünger. Ich will nicht sagen, dass es sofort ein neues Stadion geben muss oder sollte. Aber um zukünftig wirtschaftlich mitzuhalten, bedarf es in den nächsten Jahren einen Plan.

Wie dieser aussehen soll oder sollte, müssen sich unsere Herren aus der GF überlegen.

Auch muss man davon weg, dass es ja NUR für die Fans ist. Noch ist der BVB ein Wirtschaftsunternehmen was Einnahmen generieren muss.

Aktuell machen wir gefühlt nur Minusgeschäfte.


Nur für die Fans sagt ja auch niemand. Trotzdem hält der Verein an den 25.000 Fans auf der Süd fest, und das ist nun mal nur für die Fans und natürlich auch generell für die Marke BVB. Wenn man auf der Süd aber Sitzplätze und Logen bauen würde könnte man den Ertrag auch um ca. 15-30 Millionen pro Saison steigern. Bevor also ein neues Stadion gebaut wird, was nicht nur eine komplett neue Identität des Vereins zur Folge hätte sondern auch noch Milliarden an Kapital verschlingen würde, wird mit Sicherheit weiter optimiert. Ob das in den Ecken oder sonst so passiert werden wir sehen, aber ich gehe weiterhin nicht von einem Neubau aus in absehbarer Zukunft.


Es geht aber nicht nur rein darum, zumal wir quasi alle Möglichkeiten der halbwegs vernünftigen VIP-Angebote ausgereizt haben. Die letzten hinzugefügten VIP-Räume unter der West haben eigentlich diesen Namen nicht verdient und sind in Relation auch wirtschaftlich nicht das, was andere Vereine haben. Baulich sehe ich keine vernünftige Möglichkeit ein wirtschaftlich sinnvolles Projekt für VIP-Gäste in den Ecken bereitzustellen. Insbesondere die Anzahl der Logen ist ein riesiges Problem, weil namenhafte Sponsoren solche idR haben wollen.

Wir haben stand jetzt 18 Logen und sind baulich da auch am maximum angelangt. Frankfurt hat 76, Bayern hat 106. Bayern verdient fast das dreifache pro Spiel (knapp unter 6 Millionen, wir knapp über 2 Millionen). Mit einer vernünftigen Anzahl an Logen (rund 80 Stück) und guten VIP-Angeboten - nicht das, was notgedrungen in den Katakomben der Westtribünen entstanden ist, sondern etwas, was den Namen verdient - kann man rund 40-50 Millionen Euro pro Saison Mehrerlös erzielen.

Nehmen wir dazu die gesteigerten corporate bookings, events, Veranstaltungen, Konzerte, die ich mal im Vergleich mit anderen Vereinen bei konservativen 10-15 Millionen sehe, wobei wir uns eher darüber bewegen werden, wenn das Stadion das hergibt. Gesteigerter Werbewert für Sponsoren mal außen vorgelassen.

Instandhaltungskosten und notwenige Modernisierungen (zuletzt die Küchen, energetische Maßnahmen, VIP-Auffrischungen, arbeiten an der Substanz) liegen pro Saison immer zwischen 10 und 20 Millionen (Tendenz steigend), somit für die nächsten 10 Jahre irgendwo zwischen 150 - 200 Millionen Euro.

Ein Neubau mit rund 7500 Business Seats und 70-80 Logen würde nicht nur 50 - 70 Millionen (eher am oberen Ende) einbringen, sondern Richtung 20 Millionen pro Saison an Kosten sparen. Wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass die Substanz irgendwann an einen Punkt kommt, wo es zu dem Supergau (Sperrungen) kommen kann.

Das ist insgesamt ein sehr hoher zweistelliger Millionenbetrag pro Saison, der uns hier flöten geht. Keiner WILL einen Neubau, aber wirtschaftlich ist dieser schon jetzt sinnvoll (unabhängig davon, dass wir natürlich jetzt nicht bauen werden). Der Verein plant eben weit voraus: wer hier ernsthaft denkt, dass diese Pläne nicht schon in der Schublade liegen, ist naiv. Das heißt nicht, dass es zeitnah dazu kommt, jedoch werden wir sicher keine 30 Jahre mehr warten - irgendwann ist die Substanz hinüber und dann rechtlich in Deutschland auch problematisch.


Genau richtig! Wir sind an einem Punkt wo es nicht mehr weitergeht mit Pflicken, Mörteln und paar Panelen auf den Dach. Ein neues Stadion wäre in gut 10-15 Jahren abbezahlt.... So zahlen wir jedes Jahr drauf... und die, die auf der Süd stehen, würden sich über paar MIOs mehr im Jahr auch nicht ärgern... manchmal muss man neue Wege gehen.... Ich war gegen Hamburg im Ostblock ganz oben. Man muss auch mal über die Wege zu den Plätzen sprechen. Manchmal ein Greul wie viel Leute während eines Spiels eine ganze Reihe aufspringen lassen nur um auf die Toilette oder das 8te Bier zu holen.


10–15 Jahre abbezahlt? Wie das?

Ein gutes Beispiel ist das Tottenham-Stadion, welches ja durch das WS inspiriert wurde.

Die Baukosten lagen damals bei 1.200.000.000 €, das ist aber schon 7–10 Jahre her. Mit Inflation etc. bist du heute bei mindestens 1,6 bis 1,8 Milliarden. Vielleicht sogar schon bei 2 Milliarden.

Nimmst du heute einen Kredit dafür auf, zahlst du rund 4 % Zinsen.

Bei 1,6 Milliarden Euro bist du bei einer monatlichen Rate von 16,30 Mio. € (10 Jahre) bzw. 12,05 Mio. € (15 Jahre). Das macht im Jahr rund 195,6 Mio. € bzw. 144,6 Mio. €.

Bei 2,0 Milliarden Euro bist du bei einer monatlichen Rate von 20,37 Mio. € (10 Jahre) bzw. 15,06 Mio. € (15 Jahre). Das macht im Jahr rund 244,4 Mio. € bzw. 180,7 Mio. €.

Das heißt: Selbst wenn man großzügig geschätzte 70 Mio. € pro Jahr an Mehreinnahmen und 20 Mio. € weniger Kosten pro Jahr annimmt, musst du bei 10 Jahren Laufzeit trotzdem ca. 105 bis 154 Mio. € und bei 15 Jahren ca. 55 bis 90 Mio. € jedes Jahr aus eigener Tasche drauflegen, um die Raten zu stemmen. Wo soll das Geld herkommen?


Der Kostenvergleich hinkt doch gewaltig, zum einen hat Tottenham 2 Rasenplätze für Fußball und NFL das die tauschen können, zum anderen ein Hotel im Stadion und eine F1-Kartbahn unter dem Stadion, das sind doch immense Mehrkosten die bei einem "normalen" Neubau nicht anfallen


Der direkte Kostenvergleich hinkt, aber um eine Größenordnung zu bekommen, muss man sich doch solche Bauprojekte anschauen.
Bernabeu: Veranschlagt 600 Mio, tatsächliche Kosten 1,2 Mrd, mit Zinsen sogar 1,7 Mrd
Cam Nou: Veranschlagt 980 Mio, Gesamtkosten fast 2 Mrd
Tottenham: Veranlschagt 300 Mio (allerdings bereits 2007), tatsächliche Kosten über 1,2 Mrd

Klar, das sind jetzt auch die neuen Vorzeigestadien, aber der BVB will sich vermutlich auch kein "kleines" 40k Stadion Marke Baumarkt irgendwo an die Autobahn setzen.

Und über allem steht die Frage: Wo?
Altes Stadion abreißen und neubauen? Dauert rund 5 Jahre. Wo spielt man dann? In Düsseldorf? Zumal man massiv Einnahmen verlieren würde.
Phoenix-West? Fraglich, ob man da den Platz bekommen würde, der wird auch von andren beansprucht.
Außenbereiche? Keinerlei Anschluss an Infrastruktur. Mit der Bahn nicht zu erreichen.
Bliebe bspw ein Neubau Richtung Unna. Gut erschlossen. Aber erkläre mal den Fans, dass Borussia Dortmund Dortmund verlässt...
Man baut nicht nicht neu, da es sich finanziell nicht lohnt, sondern da schlicht kein Platz da ist.

Nur mal aus Interesse, wo würdest du denn dann meinen? Massener Heide? Nahe an Wickede (Stadtbahn/ Flughafen)?
Aus dem Ponyhof wird ein Stadion? 😉 Die Banken würde es vermutlich freuen...


Die ganzen Autos wären ja schon ein Highlight. Aber 30.000 - 40.000 Leute mit der Stadtbahn über die teilweise eingleisige Strecke nach Wickede karren wäre pures Entertainment. Zu Fuß gehen oder Shuttlebusse sind dann keine Alternative mehr.
Westfalenstadion |#3930
01.10.2026 - 18:22 Uhr
Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher aber ich glaube Dortmund ist ca 250 Quadratkilometer groß und hat extrem viel Grünfläche im Vergleich zu den anderen Ruhrgebiets Städten, da muss es doch irgendwo eine Möglichkeit geben ein neues Stadion zu bauen was dennoch immer noch eine relativ gute Anbindung an die City hat! Ich weiß nicht...Aplerbeck z. B?

•     •     •

Baujahr 67 mein erstes Spiel von Borussia Dortmund war 1975 als Achtjähriger in der zweiten Liga beim 4:1 in Erkenschwick(Danke Onkel Hans)
5 Meisterschaften wohnhaft am Borsigplatz erlebt
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