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Volksparkstadion

21.09.2007 - 10:34 Uhr
Volksparkstadion |#2111
01.10.2026 - 11:53 Uhr
Zitat von Mnemosyne

Zitat von gringo73

Zitat von gringo73

Quelle: www.bild.de
Im sogenannten A‑Rang auf der Ost- bzw. Westtribüne, wo an den Treppenaufgängen zusätzliche Sitze installiert werden. Es werden dadurch ca. 600 dazukommen.
2000 zusätzliche Plätze im B- bzw. C-Rang werden im Winter bzw. Frühjahr 27 montiert. In der dritten und letzten Bauphase gibt es eine Erweiterung in Richtung des Spielfeldes. Das ist die aus technischer Sicht komplexeste Maßnahme. Es werden sich wohl rund 400 weitere Sitzmöglichkeiten ergeben.
Die Kosten für die Kapazitätserweiterung werden sich auf rund 5 bis 6 Mio. Euro belaufen. Pro Saison macht der Verein damit einen ...
für die 3. Bauphase gibt es noch keinen Zeitplan. Die Kosten werden durch den Supporter-Trust bezahlt.

ich sehe gerade, dass der letzte Satz unvollständig dargestellt wurde. Der Satz geht so weiter:
Umsatz von 1,5 bis 2 Mio. <-- pro Spiel also irgendetwas zwischen 88 und 118 k.


Bei 5,5 Mio Euro Baukosten, wären 1,75 Mio (Ich nehm mal dem Mittelwert) eine wirklich sehr gute Rendite.
33 % und das bei 0 Belastung durch Baukosten und Zinsen, weil der Trust ja zahl. Schick und ein weiterer kleiner Schritt in die richtige Richtung.


Ich hatte mich bisher mit der Thematik nicht beschäftigt, aber als ich das gelesen hatte, habe ich mich gefragt, ob deine Aussage so richtig ist. Hierzu muss man sich mit der Konstruktion des HSV Supporters Trust auseinandersetzen.

Gem. Satzung werden folgende relevante Aussagen gemacht:
Zitat von §2 Satzung HSV Supporters Trust


Zweck der Genossenschaft ist die Förderung der sozialen und kulturellen Belange ihrer Mitglieder durch die Unterstützung und langfristige Finanzierung des Hamburger Sport-Verein e.V. und seiner Tochterunternehmen, insbesondere der HSV Fußball AG & Co. KGaA.
Gegenstand des genossenschaftlichen Unternehmens sind insbesondere Investitionen in Infrastrukturprojekte wie zum Beispiel dem Nachwuchsleistungszentrum, dem Volksparkstadion sowie Begegnungsorte für Fans und Mitglieder. Die Umsetzung dieser Infrastrukturprojekte kann auch über eine Finanzierung durch eine Beteiligung an der HSV Fußball AG & Co. KGaA erfolgen.

https://hsvsupporterstrust.de/satzung/

Die begriffliche Unterscheidung von "Zweck" und "Gegenstand" finde ich persönlich eher verwirrend, weil z.B. "Finanzierung" für mich auch Zweck ist, aber egal. Klarheit bringt insofern Ausführungen in den FQA:
Zitat von FAQ

Der HSV Supporters Trust investiert sein Kapitel insbesondere in neue Anteile (Aktien) der HSV Fußball AG & Co. KGaA. Die neuen finanziellen Mittel, die die HSV Fußball AG & Co. KGaA durch den Verkauf von Anteilen (Aktien) an den HSV Supporters Trust erhält, sollen in Projekte investiert werden, die die wirtschaftliche Zukunft nachhaltig stärkt.

https://hsvsupporterstrust.de/faq/

Was bedeutet dies konkret auf seitens des Trusts und auf seitens der HSV KGaA?

Die Finanzierung der Projekte erfolgt durch den Erwerb von Aktien der KGaA über eine Kapitalerhöhung durch den Trust. In der Bilanz des Trusts ergibt sich die Buchung Finanzanlagen gegen Bank. Analog verhält es sich auf Seiten der HSV KGaA, bei der Bank an Eigenkapital gebucht wird. Mit dem dann vorhandenen Geld werden bei der HSV KGaA die Investitionen getätigt, die vermutlich i.W. zu kapitalisieren sind, d.h. zunächst aktiviert werden und dann i.R.d. Abschreibungen das Jahresergebnis entsprechend mindern. Man kann also m.E. nicht von "0 Belastung durch Baukosten" sprechen. Im Eigenkapital ist sich nach Ablauf der Abschreibungen neutral und würde insofern passen.

Ein interessantes Problem stellt m.E. die notwendige Unternehmensbewertung dar, denn alte Bewertung mit 64 Euro/Aktie wird man sicher nicht aufrechterhalten können. Durch die wirtschaftliche Gesundung wird es eine deutliche höhere Bewertung geben müssen, d.h. der Trust wird deutlich mehr bezahlen müssen für die Investitionen. Zudem ist auch interessant, wie hoch die Beteiligung des Trust denn eigentlich werden soll, denn bei einem mal in den Raum geworfenen Volumen von bis zu 100 Mio. (https://www.mopo.de/sport/hsv/termin-fuer-supporters-trust-steht-kassiert-der-hsv-bald-100-millionen-euro/978002) kann es zu deutlich Anteilsverschiebungen und damit Stimmverhältnissen kommen. In diesem Zusammenhang ist auch von Bedeutung, dass zwei Aufsichtsräte aus den Reihen der Mitglieder des HSV Supporters Trust von der Generalversammlung für eine Amtszeit von 4 Jahren gewählt werden und einer der drei Vorstände aus der Abteilungsleitung des HSV Supporters Club kommt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von fanbeauftragter am 01.10.2026 um 11:53 Uhr bearbeitet
Volksparkstadion |#2112
01.10.2026 - 13:23 Uhr
Zitat von fanbeauftragter
Zitat von Mnemosyne

Zitat von gringo73

Zitat von gringo73

Quelle: www.bild.de
Im sogenannten A‑Rang auf der Ost- bzw. Westtribüne, wo an den Treppenaufgängen zusätzliche Sitze installiert werden. Es werden dadurch ca. 600 dazukommen.
2000 zusätzliche Plätze im B- bzw. C-Rang werden im Winter bzw. Frühjahr 27 montiert. In der dritten und letzten Bauphase gibt es eine Erweiterung in Richtung des Spielfeldes. Das ist die aus technischer Sicht komplexeste Maßnahme. Es werden sich wohl rund 400 weitere Sitzmöglichkeiten ergeben.
Die Kosten für die Kapazitätserweiterung werden sich auf rund 5 bis 6 Mio. Euro belaufen. Pro Saison macht der Verein damit einen ...
für die 3. Bauphase gibt es noch keinen Zeitplan. Die Kosten werden durch den Supporter-Trust bezahlt.

ich sehe gerade, dass der letzte Satz unvollständig dargestellt wurde. Der Satz geht so weiter:
Umsatz von 1,5 bis 2 Mio. <-- pro Spiel also irgendetwas zwischen 88 und 118 k.


Bei 5,5 Mio Euro Baukosten, wären 1,75 Mio (Ich nehm mal dem Mittelwert) eine wirklich sehr gute Rendite.
33 % und das bei 0 Belastung durch Baukosten und Zinsen, weil der Trust ja zahl. Schick und ein weiterer kleiner Schritt in die richtige Richtung.


Ich hatte mich bisher mit der Thematik nicht beschäftigt, aber als ich das gelesen hatte, habe ich mich gefragt, ob deine Aussage so richtig ist. Hierzu muss man sich mit der Konstruktion des HSV Supporters Trust auseinandersetzen.

Gem. Satzung werden folgende relevante Aussagen gemacht:
Zitat von §2 Satzung HSV Supporters Trust



Zweck der Genossenschaft ist die Förderung der sozialen und kulturellen Belange ihrer Mitglieder durch die Unterstützung und langfristige Finanzierung des Hamburger Sport-Verein e.V. und seiner Tochterunternehmen, insbesondere der HSV Fußball AG & Co. KGaA.
Gegenstand des genossenschaftlichen Unternehmens sind insbesondere Investitionen in Infrastrukturprojekte wie zum Beispiel dem Nachwuchsleistungszentrum, dem Volksparkstadion sowie Begegnungsorte für Fans und Mitglieder. Die Umsetzung dieser Infrastrukturprojekte kann auch über eine Finanzierung durch eine Beteiligung an der HSV Fußball AG & Co. KGaA erfolgen.

https://hsvsupporterstrust.de/satzung/

Die begriffliche Unterscheidung von "Zweck" und "Gegenstand" finde ich persönlich eher verwirrend, weil z.B. "Finanzierung" für mich auch Zweck ist, aber egal. Klarheit bringt insofern Ausführungen in den FQA:
Zitat von FAQ

Der HSV Supporters Trust investiert sein Kapitel insbesondere in neue Anteile (Aktien) der HSV Fußball AG & Co. KGaA. Die neuen finanziellen Mittel, die die HSV Fußball AG & Co. KGaA durch den Verkauf von Anteilen (Aktien) an den HSV Supporters Trust erhält, sollen in Projekte investiert werden, die die wirtschaftliche Zukunft nachhaltig stärkt.

https://hsvsupporterstrust.de/faq/

Was bedeutet dies konkret auf seitens des Trusts und auf seitens der HSV KGaA?

Die Finanzierung der Projekte erfolgt durch den Erwerb von Aktien der KGaA über eine Kapitalerhöhung durch den Trust. In der Bilanz des Trusts ergibt sich die Buchung Finanzanlagen gegen Bank. Analog verhält es sich auf Seiten der HSV KGaA, bei der Bank an Eigenkapital gebucht wird. Mit dem dann vorhandenen Geld werden bei der HSV KGaA die Investitionen getätigt, die vermutlich i.W. zu kapitalisieren sind, d.h. zunächst aktiviert werden und dann i.R.d. Abschreibungen das Jahresergebnis entsprechend mindern. Man kann also m.E. nicht von "0 Belastung durch Baukosten" sprechen. Im Eigenkapital ist sich nach Ablauf der Abschreibungen neutral und würde insofern passen.

Ein interessantes Problem stellt m.E. die notwendige Unternehmensbewertung dar, denn alte Bewertung mit 64 Euro/Aktie wird man sicher nicht aufrechterhalten können. Durch die wirtschaftliche Gesundung wird es eine deutliche höhere Bewertung geben müssen, d.h. der Trust wird deutlich mehr bezahlen müssen für die Investitionen. Zudem ist auch interessant, wie hoch die Beteiligung des Trust denn eigentlich werden soll, denn bei einem mal in den Raum geworfenen Volumen von bis zu 100 Mio. (https://www.mopo.de/sport/hsv/termin-fuer-supporters-trust-steht-kassiert-der-hsv-bald-100-millionen-euro/978002) kann es zu deutlich Anteilsverschiebungen und damit Stimmverhältnissen kommen. In diesem Zusammenhang ist auch von Bedeutung, dass zwei Aufsichtsräte aus den Reihen der Mitglieder des HSV Supporters Trust von der Generalversammlung für eine Amtszeit von 4 Jahren gewählt werden und einer der drei Vorstände aus der Abteilungsleitung des HSV Supporters Club kommt.


Ich präzisiere: Null Belastung der Liquidität. Auf die Anteile werden ja bekanntlich keine Zinsen und bisher auch keine Dividende gezahlt. Das die Baukosten aktiviert werden ist doch klar, allerdings ist das ein reiner Buchaufwand, mindert das Ergebnis und stärkt den Cashflow. Und wir sparen ein bisschen Steuern 😊.

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Von allen Unglücklichen ist jener am unglücklichsten, der dereinst Glück gekannt hat
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