Ukraine / Україна [UKR]
30.11.2005 - 13:54 Uhr
17.06.2023 - 08:16 Uhr
21.06.2023 - 13:15 Uhr
Zitat von tschulad
Danke dir.
Zitat von Ostap2016
Oligarch Kolomoiskiy, der Besitzer vom ehemaligen Klub FC Dnipro
Zitat von tschulad
Kann jemand den Erfolg von Dnipro-1 bisschen erklären? Steht da ein Geldgeber dahinter, der gut investiert?
Kann jemand den Erfolg von Dnipro-1 bisschen erklären? Steht da ein Geldgeber dahinter, der gut investiert?
Oligarch Kolomoiskiy, der Besitzer vom ehemaligen Klub FC Dnipro
Danke dir.
Er soll sich allerdings nun langsam zurückziehen, wie schon bei dem originalen Dnipro. Deshalb wird der Verein darauf angewiesen sein, Spieler zu verkaufen, um über die Runden zu kommen. Dovbyk soll ja für mindestens 15 Mio verkauft werden.
31.07.2023 - 08:51 Uhr
Bin gespannt, ob Du recht hat. Ich sehe es bei Dynamo allerdings nicht so schwarz. Mit Yarmolenko ist ein echter Leader zurück gekommen, Vanat entwickelt sich prächtig. Überhaupt erwarte ich von den jungen Spielern, die langsam in die erste Mannschaft einsickern, noch einige positive Überraschungen. Vor allem aber ist Schaparenko wieder fit. Er ist ganz einfach ein Schlüsselspieler, der nicht ersetzbar ist. Letzte Saison ist er durch seine Verletzung praktisch komplett ausgefallen. Ist er die Saison über fit, halte ich ein Top-3-Finish bei Dynamo für absolut möglich.
31.07.2023 - 14:40 Uhr
Beim Thema um Samba Diallo sprichst du mir aus der Seele, ich hab die ganze Saison nicht verstanden warum er keine Chance kriegt sich in die Startelf zu spielen. Sehe aber auch Shakhtar auf der 1, dahinter D-1 und Zorya.
Auch nicht schlecht für mich
, Shakhtar wird seine CL Heimspiele im Volksparkstadion austragen
Auch nicht schlecht für mich
, Shakhtar wird seine CL Heimspiele im Volksparkstadion austragen
31.07.2023 - 19:39 Uhr
Man muss Dynamo vor allem im Kontext betrachten: in der Ukraine gibt es aktuell nur einen Club, der finanziell und personell einigermaßen stabil ist. Die Abhängigkeit von einzelnen Spielern ist doch bei allen anderen Normalität. Aktuell ist ja das Transferfenster noch offen - ich kann mir gut vorstellen, dass Dovbyk nach Westeuropa wechselt, dann wird Dnipro-1, das ohnehin schon in den letzten Monaten sehr durchwachsene Leistungen gezeigt hat, noch einmal deutlich geschwächt.
Aktuell kannst Du Deine Mannschaft nur auf zwei Arten stärken: mit Legionären, wofür Du aber deutlich mehr Geld brauchst und auch eine Perspektive bieten muss, gerade zu Kriegszeiten in die Ukraine zu wechseln, oder durch den eigenen Nachwuchs. Einen Markt für ukrainische Spieler auf obere-Hälfte-der-UPL-Niveau gibt es nicht. Solche Spieler sind alle irgendwo unter Vertrag, und ihre Clubs werden nicht so dumm sein, sie ziehen zu lassen - denn selbst für Geld gibt es woanders keinen Ersatz.
Deshalb sehe ich für Dynamo nicht so schwarz. Die haben eine recht gute Generation an Jugendspielern, die jetzt langsam in die erste Mannschaft drängen. Andere Clubs, vor allem die "neureichen", die erst vor wenigen Jahren durch Kraftakte ihrer jeweiligen Oligarchen da oben angekommen sind, haben es da deutlich schwerer.
Dynamo wird sicher nicht um den ersten Platz kämpfen. Aber bei Dnipro-1 und Sorija sehe ich aktuell auch nicht so die Konstanz, eher noch Abgänge, wenn ein zahlungskräftiger Verein aus dem Westen anklopft, woraufhin dann - siehe oben - umgehend das Problem des Ersatzes ensteht und keine echte Lösung in Sicht ist.
Aktuell kannst Du Deine Mannschaft nur auf zwei Arten stärken: mit Legionären, wofür Du aber deutlich mehr Geld brauchst und auch eine Perspektive bieten muss, gerade zu Kriegszeiten in die Ukraine zu wechseln, oder durch den eigenen Nachwuchs. Einen Markt für ukrainische Spieler auf obere-Hälfte-der-UPL-Niveau gibt es nicht. Solche Spieler sind alle irgendwo unter Vertrag, und ihre Clubs werden nicht so dumm sein, sie ziehen zu lassen - denn selbst für Geld gibt es woanders keinen Ersatz.
Deshalb sehe ich für Dynamo nicht so schwarz. Die haben eine recht gute Generation an Jugendspielern, die jetzt langsam in die erste Mannschaft drängen. Andere Clubs, vor allem die "neureichen", die erst vor wenigen Jahren durch Kraftakte ihrer jeweiligen Oligarchen da oben angekommen sind, haben es da deutlich schwerer.
Dynamo wird sicher nicht um den ersten Platz kämpfen. Aber bei Dnipro-1 und Sorija sehe ich aktuell auch nicht so die Konstanz, eher noch Abgänge, wenn ein zahlungskräftiger Verein aus dem Westen anklopft, woraufhin dann - siehe oben - umgehend das Problem des Ersatzes ensteht und keine echte Lösung in Sicht ist.
01.08.2023 - 06:44 Uhr
Zitat von WhiteRodman
So, die UPL-Saison hat offiziell angefangen, die zweite Spielzeit seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine. Trotz alledem ist es einigen Vereinen gelungen, interessante Legionäre in die UPL zu locken, ein schönes Zeichen, sicherlich wird auch noch der eine oder andere Spieler die Liga verlassen.
Meine Prognose für diese UPL-Saison:
Meister: Shakhtar Donetsk
Ich denke, dass die Siegesserie des Serienmeisters aus dem Osten des Landes auch diese Saison fortgesetzt wird. Trotz des Abgangs einiger Leistungsträger letzte Saison haben es die "Bergarbeiter" geschafft, diese ordentlich zu ersetzen, sowohl mit ukrainischen als auch ausländischen Talenten. Besonders ins Auge gefallen ist mir da der Mittelstürmer Kevin Kelsy, der bereits letzte Saison vielversprechende Ansätze gezeigt hat. Ich traue ihm komplett zu, dass er diese Saison seinen kompletten Durchbruch feiern kann, auch wenn er natürlich auf der Stümerposition gut Konkurrenz mit Traore, Sikan und auch Viunnyk hat. Boryachuk und der Nigerianer Kayode wurden beide laut offzieller Website der UPL nicht für den Kader gemeldet bisher, daher denke ich, dass sie den Verein bald verlassen werden. Mit Denil Castillo, Pedrinho und Newerton setzt man die seit Jahren bei Shakhtar bekannte Transferpolitik fort und füllt den Kader mit interessanten Talenten aus den südamerikanischen Staaten auf, besonders auf den Positionen, auf denen es gerade nicht so viele vielversprechende ukrainische Talente gibt, die bereit für diesen Schritt sind. Aber auch Kashchuk, der während seiner Leihe nach Aserbaidschan stark aufgespielt hat und sich damit auf die Wunschliste des einen oder anderen Klubs gespielt hat, könnte seine Break-Out-Saison feiern, entweder in der Ukraine bei Shakhtar oder im Ausland. Angeblich soll der eine oder andere Verein aus der Türkei und aus Belgien interessiert sein. Auch ein möglicher Abgang Trubins, sei es diesen Sommer, nächsten Winter oder nächsten Sommer ablösefrei (für alle Beteiligten die schlechteste Option) könnte durch Riznyk gut aufgefangen werden. Persönlich hoffe ich, dass Trubin die UPL dieses Transferfenster verlässt, da ich denke, hier würden alle Beteiligten am meisten profitieren. Trubin ist mMn mittlerweile an einem Punkt, wo er zu stark für die UPL ist, zudem will er nicht bleiben, mit Riznyk hat man jemanden in den Startlöchern, der ihn würdig ersetzen würde und da sein letztes Vertragsjahr angebrochen ist, wäre jetzt auch die letzte Möglichkeit, noch mal eine vernünftige Ablösesumme einzuspielen. Im Winter hätte müsste man ihn wohl für eine deutlich geringere Ablösesumme a la Kovalenko zu Atalanta damals oder Tsyhankov zu Girona ziehen lassen. Matviyenko, der seit Jahren immer mal wieder als Wechselkandidat, wird wohl auch diesen Sommer die Ukraine nicht verlassen. Vermutlich wurde hier einfach der Zeitpunkt für einen lukrativen Wechsel verpasst. Insgesamt denke ich, Shakhtar hat mit Abstand den stärksten Kader in der Ukraine und wird zurecht am Ende der Saison an der Spitze stehen, auch unter dem neuen Trainer Van Leuwen, der die Liga ja auch schon kennt. Der Kader ist eine gute Mischung zwischen erfahrenen Spielern wie Matviyenko, Stepanenko, Petryak und Rakitskyi sowie großen Talenten wie Sudakov, Kelsy, Bondarenko, Trubin, Riznyk und Ocheretko. Auch unter den jüngeren Spielern konnten viele schon Erfahrung sammeln und starten nicht in ihre erste Saison als UPL-Spieler.
Zweitplatzierter: Dnipro-1
Auch hier denke ich, dass sich nichts verändern wird und der SK Dnipro-1 sich, wie bereits letzte Saison auch, hinter Shakhtar Donetsk als Zweitplatzierter enden wird. Auch wenn die Transferpolitik geändert wurde, und der Augenmerk jetzt vermutlich mehr auf gestandene UPL-Spieler gelegt wird, konnte man doch mit Spielern wie unter anderem Vasyl Kravets, Eduard Sarapiy, Oleh Horin (welcher übrigens letzten Winter Thema beim VfB Oldenburg war) und Denys Miroshnichenko Spieler verpflichten, die dem Verein sofort weiterhelfen werden. Zudem hatte der Verein ja schon vorher Allerhand Spieler im Kader, die zur Spitze in der Liga gehören, wie z.B. Oleksandr Pikhalyonok, Oleksandr Svatok und natürlich Top-Star Artem Dovbyk. Dann kommen noch Spieler wie Tanchyk, Hutsulyak, Hamache, Blanco, Nazarenko und Kohut hinzu, die zwar nicht unbedingt zur absoluten Spitze in der Liga gehören, allerdings alle schon einige Profisaisons auf dem Buckel haben und damit gestandene Spieler sind, die vermutlich fast jedem Verein in der Ukraine sofort weiterhelfen würden. Mit Yakiv Kinareykin (Torwart), Ramik Gadzhiyev (linker Flügel) und Daniel Kiwinda (Mittelstürmer) sind drei sehr interessante Talente aus der Jugend in den Kader aufgerückt, denen ich alle diese Saison auch einiges zutraue, gerade letzterem. Daniel Kiwinda ist eines der größten ukrainischen Sturmtalente seines Jahrgangs, in der Saison 2021/22 hat der Mittelstürmer in der U-19-Meisterschaft 14 Tore in 16 Spielen erzielt, die letzte Saison hat er leider zum Großteil aufgrund einer schwereren Verletzung pausieren müssen, an der auch ein möglicher Wechsel nach Benfica Lissabon gescheitert sein soll. Extrem ärgerlich für so einen talentierten Spieler, besonders da er kurz oder langfristig Artem Dovbyk ersetzen könnte, der ja stark mit einem Wechsel ins Ausland liebäugelt. Aber auch Kinareykin traue ich einen Durchbruch zu, gerade da die Torhüterfrage im Verein ja speziell ist. Ob Max Walef das Potenzial zur Nummer eins bei Dnipro hat, ist eine große Frage, letzte Saison fand ich, dass er sehr inkonstant war. Immer mal wieder hatte der Brasilianer ein starkes Spiel, aber auch grobe Fehler waren leider keine Seltenheit. Daher gehe ich mal davon aus, dass es auch hier noch einen Wechsel geben wird, besonders da jetzt fünf Torhüter im Kader der ersten Mannschaft stehen. Ich persönlich tippe auf ein Torwart-Duo Kinareykin und Volynets in dieser Spielzeit. Der Mittelstürmer Artem Dovbyk ist die eine Personalie mit dem dicken roten Fragezeichen beim SK Dnipro. Auf der einen Seite ist es kein Geheimnis, dass der Nationalstürmer sein Glück noch mal im Ausland versuchen möchte, auf der anderen Seite hat er seinen Vertrag bei Dnipro überraschenderweise verlängert, die Hintergründe sind mir nicht klar. Nur das Preisschild ist das, was viele Vereine abhält, hier kann ich beide Seiten verstehen. D-1 würde hier seinen absoluten Starspieler verlieren, ein Verlust, der auch im Hinblick auf Daniel Kiwinda nur sehr sehr schwer zu ersetzen ist, zudem man auf dieser Position eh schon sehr dünn besetzt. Die Klausel mit Midtyjjland kommt ja auch noch hinzu. Allerdings sehe ich auch, warum sich manch ein Verein schwer tut damit, mehr als 10 Millionen für Dovbyk auszugeben. Ich persönlich halte ihn für eine Wundertüte. Natürlich schießt er die UPL, leider mittlerweile eine relativ schwache Liga, kurz und klein, aber man darf auch nicht vergessen, dass sein erster und einziger Auslandsaufenthalt bisher krachend gescheitert ist und er bisher nur in seinem gewohnten Umfeld, das heißt seiner Heimatstadt Dnipro, wirklich funktioniert hat. Zudem sehe ich auch, wenn er für die Nationalmannschaft gegen stärkere Gegner spielt, immer noch Schwächen in seinem Spiel. Fest steht, dass ein Wechsel spätestens nächsten Sommer erfolgen sollte, denn das Alter macht auch vor guten Stürmern keinen Halt und mit 27/28 aus der UPL in eine Top-Liga, in die der Ukrainer so gerne möchte, zu wechseln ist auch gewagt. Zusammenfassend kann ich auch hier sagen, ein starker und erfahrener UPL-Kader gespickt mit einzelnen Legionären und interessanten Talenten.
Drittplatzierter: Zorya Luhansk
Auch hier wird sich meiner Prognose nichts verändern, Zorya Luhansk wird die Saison wieder auf dem dritten Platz abschließen und den schlafenden Riesen in Kyjiw endgültig aus den Toprängen verdrängen. Ein herber Schlag für den Verein aus dem besetzten Luhansk war wohl der Abgang von Cheftrainer Patrick Leeuwen, der sich den Bergarbeitern aus Donetsk angeschlossen hat und von Nenad Lalatovic ersetzt wird. Der Serbe war in seiner bisherigen Trainerkarriere fast ausschließlich in seinem Heimatland aktiv, war aber als Spieler von 2003 - 2006 in der Ukraine aktiv. Sein Co-Trainer wird der in der Ukraine weitaus bekanntere Kroate Mladen Bartulovic sein. Auch wenn diese Umstände natürlich nicht perfekt für Zorya sind, bin ich mir sicher, dass sie sich am Ende der Saison trotzdem oben wiederfinden werden. Ein Grund dafür ist der starke Kader. Trotz, dass die Ostukrainer viel auf Leihen setzen, wohl aus finanziellen Gründen, haben sie immer noch einen sehr ausgewogenen und für UPL-Verhältnisse starken Kader mit einem gesunden Gleichgewicht aus jungen Talenten, Spielern in ihrer Prime und vereinzelt auch sehr erfahrene Spieler. Der Verein hat bis auf den erfahrenen zentralen Mittelfeldspieler Yevhen Shakhov, der die Ukraine in Richtung Kazakhstan verlassen hat, bisher keine wichtigen Spieler verloren und auch der 32-Jährige kann vom Kader angemessen ersetzt werden. Viel ärgerlicher und vor allem unnötiger finde ich den Abgang vom talentierten Flügelspieler Maksym Khlan, den man nach seiner Weigerung seinen Vertrag zu verlängern erst in die U19 strafversetzt hat und danach freigegeben hat. So hat sich der Verein selbst um eine Ablöse betrogen und mit Ruhm bekleckert haben die Luhansker sich auch nicht. Auf der anderen Seite hat man den Panamaer Eduardo Guerrero, der seit seiner Ankunft letzten Winter direkt eine wichtige Rolle in Zoryas Angriff eingenommen hat, für einen marktwertgerechten Preis verpflichtet. Der brasilianische Innenverteidiger Jordan und PFK Lvivs Vladyslav Buhay schließen sich dem Verein ohne Ablöse an, zudem hat man das talentierte Trio um Vikentiy Voloshyn, Bol und Yatsyk von Dynamo ausgeliehen. Auch wenn die Ostukrainer sichtlich finanziell eingeschränkt in ihren Handlungsmöglichkeiten sind, konnten sie den bereits starken Kader noch einmal vereinzelnt verstärken. Mit Talenten, die noch lange nicht am Limit angekommen sind wie Batahov, Alefirenko, Rusyn, Matsapura, Tlumak und Saputin, Spielern im besten Fußballeralter wie Kyryukhantsev, Vantukh und Antyukh sowie mit erfahrenen Routiniers wie Churko, Butko und Imerekov wird man auch diese Saison wieder oben in der Tabelle stehen - dank eines starken und ausgeglichenen Kaders als auch mangels ernsthaften Konkurrenten.
Absteiger: FK Minaj und Kolos Kovalivka
Ein paar Mal hat man das Glück schon auf seiner Seite gehabt, dieses Jahr geht es aber runter für den FK Minaj, wie ich befürchte. Besonders der ablösefreie Abgang von Abwerchef Oleh Horin, der sich dem FK Dnipro-1 anschloß, wird den Verein aus Transkarpatien hart treffen, aber auch die Abgänge von Ihor Honchar, den es ablösefrei nach Litauen zog und der Abgang von Eldar Kuliev letzten Winter werden dem jungen Verein aus der Westukraine noch starke Probleme bereiten. Die Schwachstelle der Mannschaft sehe ich im Sturm, dieser ist mMn nicht UPL-tauglich. Vyshnevskyi, der wahrscheinlich als Stammstürmer agieren wird, kam letzte Saison auf nur 4 Tore in 27 Spielen. Das er damit der zweitbeste Torschütze in der Mannschaft in der letzten Saison war, unterstreicht meine These, dass die Transkarpaten ein Problem in ihrer Offensive haben, nur. Auch der 21-Jährige Danylo Kolesnyk gehört nicht unbedingt zu den torgefährlichsten Stürmern, auf sein erstes Tor als Fußballprofi muss er noch warten, in der U21-Liga hat er in 10 Spielen zwei Tore erzielt, in der U19 waren es sieben Treffer in 26 Spielen. Auch Ivan Demydenko überzeugt mich nicht, so konnte der ehemalige Jugendspieler von Dynamo Kyiv und, Olimpik Donetsk und dem SK Dnipro seinen Durchbruch noch nicht feiern, selbst in vergleichsweise einfachen Ligen wie der zweiten litauischen Liga, in der er ein Tor in neun Spielen erzielte und in der zweiten griechischen Liga hatte er gar Probleme, es in den Spieltagskader zu schaffen und endete oft ohne Einsatz auf der Bank oder in der U19. Ob er bereit für die UPL ist, ist im Angesicht dessen eine große Frage. Einzig die Leihe von Yehor Hunichev macht etwas Hoffnung, aber auch hier stellt sich die Frage, ob er bereit für die UPL ist. Zumindest sehe ich hier im Gegensatz zu Demydenko genug Talent. Der 19-Jährige hat seine Profikarriere beim FK Kramatorsk begonnen, wo er auch zum U19-Nationalspieler wurde, ist dann aber ein Häuschen weiter zum FK Oleksandriya gezogen. Jetzt soll der nächste Schritt und das UPL-Debüt erfolgen. Auch wenn Vyshnevskyi wohl die meisten Spiele starten wird, halte ich jenen Hunichev, den ich schon seit einer Weile auf dem Radar habe, für den talentiertesten Stürmer im Kader Minajs. Aber ob das alles UPL-tauglich ist? Naja. Auch die Verteidigung halte ich für eine Schwachstelle, allerdings hat man sich dort mit der Leihe vom ukrainischen U19-Kapitän Andriy Buleza noch mal einen großen Vorteil verschafft. Auch der 33-Jährige Routinier Nemchaninov wird für den FK Minaj noch sehr wichtig werden, so ist er meiner Meinung zusammen mit Yuriy Kravchuk nach nicht nur der beste Innenverteidiger bei den Westukrainern, sondern auch der einzige, der ausreichend UPL-Erfahrung hat. Mit Ihor Soldatov konnte man noch mal einen sehr erfahreren und interessanten Zweitligaverteidiger verpflichten, der unter anderem auch Teil des Aufstiegsteams von LNZ Cherkasy war. Insgesamt kann ich sagen, in der zweiten Liga wäre das eine gute bis sehr gute Verteidigung, aber ob es dann auch für die erste reicht, ist eine andere Frage. Im Mittelfeld ist das Problem ähnlich, auch hier haben wir es mit (bis auf Ausnahmen wie Vitenchuk, Tverdokhlib und Ralyuchenko) guten bis sehr guten Zweitligaspielern zu tun, die allerdings in der ersten Liga durchaus ihre Probleme bekommen könnten. Ein weiteres Problem ist der Fakt, dass ein Großteil dieses Kaders einfach wenig bis kaum UPL-Erfahrung hat und den längsten Teil ihrer Karrieren in der zweiten Liga der Ukraine verbracht haben. Zusammenfassend kann ich nur sagen, auch wenn es in der Defensive und im Mittelfeld noch reichen sollte, wird die Luft spätestens im Sturm dünn für die Mannschaft aus Transkarpatien, daher befürchte ich, dass man beim FK Minaj diese Saison den schweren Gang in die zweite Liga antreten muss.
Absteiger 2: LNZ Cherkasy
Auch der Überraschungsaufsteiger aus Cherkasy wird diese UPL-Saison nicht überleben, wie ich befürchte. Die Mannschaft von Oleksandr Kovpak wird zwar tapfer kämpfen, sich aber am Ende dennoch ergeben müssen. Ich sage es mal ohne irgendwas schönzureden: Bis auf einzelne Ausnahmen ist dieser Kader meiner Meinung nach kaum bis gar nicht UPL-fähig. Hier treffen fehlende Erfahrung im ukrainischen Oberhaus auf fehlende Qualität. Man hat mit Naumets, Pasich, Kovalyov, Banada, Stasyuk und Olinyk zwar noch mal ordentlich für Rotation im Kader gesorgt und einige gestandene UPL-Spieler verpflichtet, nur leider sind die meisten davon, wie z.B. der Ex-Darmstädter Denys Oliynyk, der Innenverteidiger Maksym Kovalyok oder Serhiy Rybalka. Von den Neuzugängen halte ich den offensiven Mittelfeldspieler Vladyslav Naumets für den interessantesten Neuzugang, ein mit 24 Jahren immer noch junger und entwicklungsfähiger Offensivspieler, der sowohl in der UPL als auch in Griechenland bereits positiv aufgefallen ist und Akzente setzen konnte. Für LNZ wird der Ukrainer, der sich seinem jetzigen Verein ablösefrei vom FK Metalist anschloß, noch sehr wichtig werden. Auch mit dem Flügelverteidiger Petro Stasyuk konnte man sich noch mal verstärken, der 28-Jährige spielte zu letzt in der aserbaidschanischen Liga, nach dem er seinen vorherigen Verein, den FK Mariupol nach der russischen Invasion verlassen musste. Obwohl er in der UPL mit dem FK Mariupol und dem FK Minaj immer für Abstiegskandidaten gespielt hat, ist Stasyuk mir schon das eine oder andere Mal positiv als grundsolider Verteidiger aufgefallen, der zudem noch ein gewisses Feeling für Spielaufbau und Offensive hat. Ein Spieler, den ich gerne mag und mit dem LNZ einen guten Fang gemacht hat. Dann kommen noch Spieler wie Rybalka und Olinyk, die zwar ihren spielerischen Zenit schon lange überschritten haben, allerdings einer Mannschaft, die so gut wie keine UPL-Erfahrung hat, eben mit dieser noch mal weiterhelfen können. Ein Spieler, den man auch auf jeden Fall im Auge behalten sollte ist der 25-jährige Ivan Tyshchenko. Der Offensivspieler ist nicht nur ein Kind der Stadt sondern war letzte Saison auch Dreh und- Angelpunkt der LNZ-Offensive. Allerdings muss ich doch sagen, trotz einiger Lichtblicke befürchte ich, dass es bei den Lila-Weißen trotz einiger Lichtblicke vorne und hinten nicht reichen wird. Der Unterschied zwischen UPL und Persha Liha ist nicht gering und selbst wenn man am Ende der Saison den Weg zurück in die zweite Liga antreten muss kann man in Cherkasy auf jeden Fall stolz auf das Erreichte sein. Sollte ich allerdings Unrecht haben und die Underdogs aus der Zentralukraine beweisen es zum zweiten Mal jedem, würde ich mich tatsächlich sehr freuen. Mit ihrem Aufstieg hat kaum einer gerechnet und auch wenn ich es schade finde, dass Karpaty es nicht geschafft hat, hätte ich nichts dagegen, einen Verein wie LNZ noch eine Saison länger in der UPL zu haben.
Enttäuschung der Saison: Dynamo Kyjiw
Der schlafende Riese aus Kyjiw wird seinen freien Fall nach unten diese Saison fortsetzen, wie ich befürchte. Die Zeiten von Ausnahmekünstlern wie Andriy Shevchenko sind schon lange vorbei, die Zeiten, in denen Gegner sowohl innerhalb als auch außerhalb der Ukraine gezittert haben vor einem Spiel gegen den 16-maligen ukrainischen Meister sowieso. Die letzte Saison hat der ehemalige ukrainische Gigant aus dem Herzen der Ukraine auf dem 4. Platz abgeschlossen, von internationalen Spielen wollen wir mal gar nicht sprechen. Der einzige Transfer, den Dynamo bisher getätigt hat, ist die Rückkehr vom verlorenen Sohn Andriy Yarmolenko. Der 33-jährige Außenbahnspieler ist nach einer sehr durchwachsenen Zeit im Ausland, in welcher er die Erwartungen nie erfüllen konnte, diesen Sommer in die Ukraine zurückgekehrt. Dabei hat Dynamo weitere Transfers bitter nötig, denn gerade die Abgänge von den beiden Starspielern Viktor Tsyhankov und Illya Zabarnyi wurden nie anständig ersetzt. Der Rechtsaußen Viktor Tsyhankov wurde durch den Nigerianer Benito und durch Kaheem Parris ersetzt, beide wurden ihrer Rolle aber bisher nie ansatzweise gerecht. Das gleiche gilt für den Ukrainer Illya Zabarnyi, der durch Maksym Dyachuk und Kristian Bilovar ersetzt wurde. Dyachuk ist mir schon letzte Saison durch freundlich gesagt - mäßige Leistungen aufgefallen und auch Kristian Bilovar traue ich nicht zu, die Fußspuren, die Illya Zabarnyi hinterlassen hat, halbwegs gerecht auszufüllen. Ehrlich gesagt halte ich es auch für keinen Zufall, dass ausgerechnet Bilovar, der Freund von Surkis' Tochter, heute in der Startelf stand, die Saisons vorher war er ständig auf Leihe bei mehr oder weniger mittelklassigen Vereinen. Währenddessen wird mit Anton Bol einer der talentiertesten Jugendspieler und Innenverteidiger im Verein zur Leihe nach Zorya geschickt. Und genau dieses Muster zieht sich durch den ganzen Verein. Ich bin kein Freund von diesen Stammtischparolen, kein Freund von diesen Fernsehtrainern, die vor der Glotze hocken und denken sie könnten und wüssten alles besser und ständig die Führungsetage ihres Lieblingsvereins kritisieren, aber hier muss ich sagen, ich habe absolut das Gefühl, die Führung bei Dynamo weiß absolut nicht, was sie tut. Das fängt an bei Mircea Lucescu. Abgesehen von seinen politischen Äußerungen erreicht er die Mannschaft kaum noch und lässt einen Fußball spielen, mit dem er vor 10 Jahren noch erfolgreich gewesen wäre. Das ist leider auch das Sinnbild des Vereins, man ernährt sich nur noch durch den Glanz und Ruhm vergangenger Tage. Weiter geht es mit dem Kader. Abgänge werden nicht vernünftig ersetzt, der einzige Transfer diesen Sommer ist ein 33-Jähriger Ex-Star, der vollkommen über dem Zenit seiner Karriere ist. Spielerische Klasse ist hier auch absolute Mangelware in diesem Kader, bis auf einzelne Spieler ist dieses Team oberer bis mittlerer Durchschnitt in der Ukraine, der 4. Platz letzte Saison war kein Zufall. Mit Vladyslav Vanat gibt es bei Dynamo gerade genau einen einzigen vernünftigen Stürmer, Supryaha kann man schwer dazu zählen. Was bei ihm genau passiert ist, kann ich auch nur raten, ist auf jeden Fall eine traurige Geschichte, wie stark er abgestürzt ist nach der U20-WM. Das letzte Tor von ihm liegt ja auch schon wieder eine ganze Weile zurück. Samba Diallo ist genau so eine Personalie, die bei mir nur für Fragezeichen im Kopf sorgt. Hat sich auf die Wunschlisten mehrerer Scouts von Vereinen in ganz Europa (unter diesen z.B. der FC Bayern München) gesetzt, schießt in der U19-Liga und in der Youth League alles kurz und klein, wird mit Senegals U20 als Kapitän Afrikameister aber soll zu schlecht für den Viertplatzierten der UPL sein? Stattdessen gibt man - und ich wünsche mir, es wäre nur ein Scherz - Vladyslav Kabayev den Vorzug? Dynamo Kyiv hat eine klasse Jugend, Tsarenko, die Voloshyns, Neshcheret, Pashko und Ponomarenko sind nur einige Namen, die mir gerade einfallen, nur man muss sie auch spielen lassen. Um diesen Fall zu stoppen, muss ein sofortiges Umdenken und ein sofortiger Umbruch her, ansonsten wird der Tieffall noch lange weiter so gehen und daran, Shakhtar Konkurrenz zu machen, muss man gar nicht mehr denken. Geschweige denn an alte Tage in der Champions League.
Überraschung der Saison: Polissya Zhytomyr
Viel besser macht es dafür der UPL-Neuling Polissya Zhytomyr, dem ich diese Saison eine Menge zutraue. Die Region Zhytomyr ist traditionell stark im Fußball, Spieler wie Malinovskyi, Zinchenko oder Sikan stammen von dort. Daher freut es mich, dass die Region Zhytomyr, übrigens auch Heimat meiner Familie, auch endlich einen Verein hat, der sie würdig im ukrainischen Oberhaus vertritt. Der Verein gehört dem ukrainischen Geschäftsmann Hennadiy Butkevych, Besitzer der Supermarktkette ATB und bietet alles, um DIE Überraschung der Saison zu werden. Auch wenn ein einzelner Besitzer und Geldgeber natürlich immer Gefahr bringt, dass der Verein bei einem Rückzug von diesem abstürzen könnte, wie es z.B. beim FK Dnipro damals passiert ist, allerdings sieht die Zukunft beim FC Polissya vielversprechend aus. So hat der Verein bereits angekündigt, dass man die fussballerische Stärke der Region Zhytomyr ausnutzen möchte und in der Zukunft regionale Spieler fördern möchte, mit Nikita Petruk steht bereits ein Spieler aus der eigenen Jugend im Kader. Zudem setzt der Verein aus Zhytomyr auf umfangreiches Scouting innerhalb und außerhalb der Ukraine, auch in Gebieten, die von anderen Vereinen üblicherweise eher nicht unbedingt beachtet werden, so konnte man sich die Unterschrift des nigerianischen U20-Nationaltorhüters Chijioke Aniagboso sichern, auch der gambische U20-Nationalspieler Moses Jarju hat sich dem UPL-Aufsteiger angeschlossen, leider konnten beide Spieler aufgrund Visaproblemen noch nicht registriert und eingesetzt werden. Das größte Ausrufezeichen hat man aber mit der Verpflichtung des kongolesischen A-Nationalspielers Beni Makouana gesetzt, welcher aus der französischen Ligue 1 aus Montpellier für eine Ablöse von 250k zu Polissya wechselte und prompt das Eröffnungstor der diesjährigen UPL-Saison erzielte. Damit sind die drei nicht nur die ersten Ausländer in der Geschichte von Polissya Zhytomyr, sondern Makouana ist auch der erste ausländische Torschütze in der Geschichte des Vereins. Generell muss ich sagen, die Idee, in Afrika zu scouten gefällt mir sehr gut, da es eine Region ist, die doch immer wieder starke Spieler hervorbringt und dennoch kaum Beachtung findet. Aber auch in der Ukraine scoutet man beim FC Polissya vernünftig, bereits in der zweiten Spielklasse konnte man sich so zum Beispiel die Dienste vom ehemaligen ukrainischen U17-Nationalspieler Yevheniy Mykytyuk sichern, der von Dynamo nach Zhytomyr wechselte und mit 16 Jahren und 11 Monaten einer der jüngsten Spieler wurde, der je für die erste Mannschaft gespielt hat. Weitere Signale konnte man mit den Verpflichtungen der ehemaligen A-Nationalspieler Vyacheslav Tankovskyi, Artem Shabanov und Denys Boyko sowie mit der Leihe des Außenbahnverteidigers Mykyta Kravchenko setzen, aber ganz besonders mit der Verpflichtung des offensiven Mittelfeldspielers Emil Mustafayev, der auch in Europa, u.A. in Belgien Interessenten hatte. Zusammen mit Spielern wie z.B. Budkivsyki, Kushnirenko und Vakula hat dieser Kader wirklich alles, was es braucht, um diese Saison alle zu überraschen.
Fazit:
Vermutlich wird sich die Tabelle am Ende dieser Saison nicht stark von der vom Ende der letzten unterscheiden. Shakhtar ist der Konkurrenz meilenweit vorraus und ich sehe kurzfristig auch niemanden, der diese Giganten einholen könnte. Letzte Saison kam D-1 immer mal wieder ran, aber am Ende ist dennoch klar, dass der Meister aus Donetsk kommt. D-1 wird die Position als Tabellenzweiter noch mal stärken, auf dem Transfermarkt hat man sich stark präsentiert und einige Leistungsträger der UPL zu sich gelockt, womit man die Konkurrenz natürlich, ungewollt oder gewollt, geschwächt hat. Die Schwarz-Weißen aus Luhansk werden sich ebenfalls vermutlich ebenfalls wieder weit oben befinden, was auf der einen Seite auch mit einem starken Kader zu tun hat, allerdings auch mit dem Mangel an Konkurrenz. Auf der anderen Seite befindet sich Dynamo gerade im freien Fall und wenn man langsam nicht mal was unternimmt, findet man sich schneller im Tabellenmittelfeld wieder, wie man gucken mag.
Vorskla und Oleksandriya, welchen ich am ehesten zutrauen würde, der Tabellenspitze Konkurrenz zu machen, mussten leider beide einige Key-Player ziehen lassen, die nur sehr schwer zu kompensieren sind. So hat Rotans Mannschaft mit Miroshnichenko und Tretyakov gleich zwei wichtige Spieler an einen direkten Konkurrenten verloren, zudem musste man mit dem aserbaidschanischen U21-Nationalspieler Mustafayev wohl das größte Talent des Vereins ziehen lassen. Mit Smyrnyi, Belyayev und Plaksa konnte man allerdings drei junge und starke Spieler verpflichten, zudem konnte man mit Lohinov einen starken und routinierten IV für sich gewinnen und gleichzeitig sogar Dnipro-1 eine auswischen. Bei Vorskla, die letzte Saison mMn oft unter ihren Möglichkeiten gespielt haben, sieht das ganze ähnlich aus. Mit dem Albaner Taulant Seferi und mit Vasyl Kravets musste man zwei der wichtigsten Spieler gehen lassen, letzteren wieder zum direkten Konkurrenten aus Dnipro. Die Probleme mit der Justiz vom Vereinseigentümer Kostyantyn Zhevago werden wohl nicht nur Unruhe in den Verein bringen, sondern auch finanzielle Schwierigkeiten. Daher denke ich, dass die grün-weißen aus Poltava diese Saison etwas abstürzen werden, ihr Platz in der Rangordnung wird von einem anderen grünen Team eingenommen, diesmal aber aus Zhytomyr.
Bei Chornomorets fand ein großer Umbruch statt, einen Haufen Spieler haben den Verein verlassen und ein Haufen neuer Spieler ist dazu gekommen, daher fällt es mir ziemlich schwer eine Prognose zu geben, allerdings glaube ich, das Team um den talentierten Maksym Bragaru findet sich am Ende im Tabellenmittelfeld wieder. In diesen Bereich würde ich auch Rukh Lviv, ein Verein, dessen Konzept mir sehr zu sagt, anordnen. Die Idee, ukrainische Talente zu entwickeln und ins Ausland zu verkaufen gefällt mir sehr. Talent gibt es in der Ukraine genug, nur was daraus bisher gemacht wurde, ist die ganz andere Frage. Auch der Kader von Rukh ist hoch talentiert und ich traue diesem Verein sowohl kurzfristig als auch langfristig Großes zu. Die Rot-Schwarzen aus Kriviy Rih sehe ich auch in dieser Tabellenregion. Mit Vernydub hat man einen der besten Trainer der Liga, auch wenn man einige ärgerliche Abgänge (Kapic, Vernydub Jr. und Sarnavskyi) hatte, bin ich mir sicher, dass er weiß, diese vernünftig zu ersetzen. Besonders interessant finde ich den Transfer des 51-fachen ruandischen Nationalspielers Djihad Bizimana, wenn ich mich nicht irre auch der erste aus Ruanda in der UPL. Mit Vakulko und Kozuzhko konnte man sich zwei weitere interessante Spieler für lau schnappen, daher muss man sich in Kriviy Rih auch keine großen Sorgen machen, da läuft schon alles.
Veres, Metalist 1925 und Obolon Kyiv werden sich meinen Prognosen nach die meiste Zeit in Nähe der Relgationsplätze aufhalten. Während man sich in Rivne noch mal ein vielversprechendes Trio, bestehend aus den Ex-Inhulets-Spielern Kukharuk, Kucherenko und Marusych ablösefrei schnappen konnte und auch keine sonderlich wichtigen Spieler bisher verloren hat, strotzt dieser Kader auch nicht unbedingt vor Qualität und wird diese Saison vermutlich auch wieder vor eine schwere Aufgabe gestellt. Das selbe gilt für die Liga-Neulinge aus Kyiv, welche sich nicht nur bei der Verpflichtung von Nagiyev ebenfalls beim Absteiger aus Petrove bedient haben, sondern auch noch ein Duo (Taranukha und Pryimak) vom ehemaligen Konkurrenten Karpaty sowie ein weiteres Duo (Rybka und Vovkun) von den Nachbarn vom PFK Lviv zu sich locken konnte. Abgerundet wird das ganze von den Verpflichtungen von Chornomorets' Maksym Yermolenko, welcher jedoch nie zu einem Einsatz für die "Schwarzmeerflotte" gekommen ist sowie der Rechtsaußen Igor Medynskyi, der aus Kroatien zurück in sein Heimatland kehrt. Player to watch wäre hier der 26-Jährige Oleh Slobodyan, der nicht nur ein Eigengewächs ist, sondern in seiner gesamten Karriere für keinen anderen Verein als für Obolon gespielt hat und einen großen Anteil am Aufstieg hatte. Vereinslegende in the making! Auch Metalist 1925 wird sich vermutlich diese Saison wieder mit der Relegationszone beschäftigen müssen, so hat man zwar keinen nennenswerten Leistungsträger verloren, war auf dem Transfermarkt aber bisher auch noch nicht sonderlich aktiv. So hat man bisher nur den 24-jährigen Innenverteidiger Vadym Chervak, der von seinem ehemaligen Verein Polissya Zhytomyr nach einer Attacke auf einer Schiedsrichterin freigestellt wurde, den vielversprechenden Oleksiy Sydorov von Metalurh Zaporizhzhya sowie Yusov aus Odesa verpflichtet und den Brasilianer Ari Moura ausgeliehen, hat dafür aber den IV-Backup Shershen sowie Ponomar ziehen lassen und Kovalenko und Potimkov verliehen.
In dem Sinne: Auf eine gute Saison!
So, die UPL-Saison hat offiziell angefangen, die zweite Spielzeit seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine. Trotz alledem ist es einigen Vereinen gelungen, interessante Legionäre in die UPL zu locken, ein schönes Zeichen, sicherlich wird auch noch der eine oder andere Spieler die Liga verlassen.
Meine Prognose für diese UPL-Saison:
Meister: Shakhtar Donetsk
Ich denke, dass die Siegesserie des Serienmeisters aus dem Osten des Landes auch diese Saison fortgesetzt wird. Trotz des Abgangs einiger Leistungsträger letzte Saison haben es die "Bergarbeiter" geschafft, diese ordentlich zu ersetzen, sowohl mit ukrainischen als auch ausländischen Talenten. Besonders ins Auge gefallen ist mir da der Mittelstürmer Kevin Kelsy, der bereits letzte Saison vielversprechende Ansätze gezeigt hat. Ich traue ihm komplett zu, dass er diese Saison seinen kompletten Durchbruch feiern kann, auch wenn er natürlich auf der Stümerposition gut Konkurrenz mit Traore, Sikan und auch Viunnyk hat. Boryachuk und der Nigerianer Kayode wurden beide laut offzieller Website der UPL nicht für den Kader gemeldet bisher, daher denke ich, dass sie den Verein bald verlassen werden. Mit Denil Castillo, Pedrinho und Newerton setzt man die seit Jahren bei Shakhtar bekannte Transferpolitik fort und füllt den Kader mit interessanten Talenten aus den südamerikanischen Staaten auf, besonders auf den Positionen, auf denen es gerade nicht so viele vielversprechende ukrainische Talente gibt, die bereit für diesen Schritt sind. Aber auch Kashchuk, der während seiner Leihe nach Aserbaidschan stark aufgespielt hat und sich damit auf die Wunschliste des einen oder anderen Klubs gespielt hat, könnte seine Break-Out-Saison feiern, entweder in der Ukraine bei Shakhtar oder im Ausland. Angeblich soll der eine oder andere Verein aus der Türkei und aus Belgien interessiert sein. Auch ein möglicher Abgang Trubins, sei es diesen Sommer, nächsten Winter oder nächsten Sommer ablösefrei (für alle Beteiligten die schlechteste Option) könnte durch Riznyk gut aufgefangen werden. Persönlich hoffe ich, dass Trubin die UPL dieses Transferfenster verlässt, da ich denke, hier würden alle Beteiligten am meisten profitieren. Trubin ist mMn mittlerweile an einem Punkt, wo er zu stark für die UPL ist, zudem will er nicht bleiben, mit Riznyk hat man jemanden in den Startlöchern, der ihn würdig ersetzen würde und da sein letztes Vertragsjahr angebrochen ist, wäre jetzt auch die letzte Möglichkeit, noch mal eine vernünftige Ablösesumme einzuspielen. Im Winter hätte müsste man ihn wohl für eine deutlich geringere Ablösesumme a la Kovalenko zu Atalanta damals oder Tsyhankov zu Girona ziehen lassen. Matviyenko, der seit Jahren immer mal wieder als Wechselkandidat, wird wohl auch diesen Sommer die Ukraine nicht verlassen. Vermutlich wurde hier einfach der Zeitpunkt für einen lukrativen Wechsel verpasst. Insgesamt denke ich, Shakhtar hat mit Abstand den stärksten Kader in der Ukraine und wird zurecht am Ende der Saison an der Spitze stehen, auch unter dem neuen Trainer Van Leuwen, der die Liga ja auch schon kennt. Der Kader ist eine gute Mischung zwischen erfahrenen Spielern wie Matviyenko, Stepanenko, Petryak und Rakitskyi sowie großen Talenten wie Sudakov, Kelsy, Bondarenko, Trubin, Riznyk und Ocheretko. Auch unter den jüngeren Spielern konnten viele schon Erfahrung sammeln und starten nicht in ihre erste Saison als UPL-Spieler.
Zweitplatzierter: Dnipro-1
Auch hier denke ich, dass sich nichts verändern wird und der SK Dnipro-1 sich, wie bereits letzte Saison auch, hinter Shakhtar Donetsk als Zweitplatzierter enden wird. Auch wenn die Transferpolitik geändert wurde, und der Augenmerk jetzt vermutlich mehr auf gestandene UPL-Spieler gelegt wird, konnte man doch mit Spielern wie unter anderem Vasyl Kravets, Eduard Sarapiy, Oleh Horin (welcher übrigens letzten Winter Thema beim VfB Oldenburg war) und Denys Miroshnichenko Spieler verpflichten, die dem Verein sofort weiterhelfen werden. Zudem hatte der Verein ja schon vorher Allerhand Spieler im Kader, die zur Spitze in der Liga gehören, wie z.B. Oleksandr Pikhalyonok, Oleksandr Svatok und natürlich Top-Star Artem Dovbyk. Dann kommen noch Spieler wie Tanchyk, Hutsulyak, Hamache, Blanco, Nazarenko und Kohut hinzu, die zwar nicht unbedingt zur absoluten Spitze in der Liga gehören, allerdings alle schon einige Profisaisons auf dem Buckel haben und damit gestandene Spieler sind, die vermutlich fast jedem Verein in der Ukraine sofort weiterhelfen würden. Mit Yakiv Kinareykin (Torwart), Ramik Gadzhiyev (linker Flügel) und Daniel Kiwinda (Mittelstürmer) sind drei sehr interessante Talente aus der Jugend in den Kader aufgerückt, denen ich alle diese Saison auch einiges zutraue, gerade letzterem. Daniel Kiwinda ist eines der größten ukrainischen Sturmtalente seines Jahrgangs, in der Saison 2021/22 hat der Mittelstürmer in der U-19-Meisterschaft 14 Tore in 16 Spielen erzielt, die letzte Saison hat er leider zum Großteil aufgrund einer schwereren Verletzung pausieren müssen, an der auch ein möglicher Wechsel nach Benfica Lissabon gescheitert sein soll. Extrem ärgerlich für so einen talentierten Spieler, besonders da er kurz oder langfristig Artem Dovbyk ersetzen könnte, der ja stark mit einem Wechsel ins Ausland liebäugelt. Aber auch Kinareykin traue ich einen Durchbruch zu, gerade da die Torhüterfrage im Verein ja speziell ist. Ob Max Walef das Potenzial zur Nummer eins bei Dnipro hat, ist eine große Frage, letzte Saison fand ich, dass er sehr inkonstant war. Immer mal wieder hatte der Brasilianer ein starkes Spiel, aber auch grobe Fehler waren leider keine Seltenheit. Daher gehe ich mal davon aus, dass es auch hier noch einen Wechsel geben wird, besonders da jetzt fünf Torhüter im Kader der ersten Mannschaft stehen. Ich persönlich tippe auf ein Torwart-Duo Kinareykin und Volynets in dieser Spielzeit. Der Mittelstürmer Artem Dovbyk ist die eine Personalie mit dem dicken roten Fragezeichen beim SK Dnipro. Auf der einen Seite ist es kein Geheimnis, dass der Nationalstürmer sein Glück noch mal im Ausland versuchen möchte, auf der anderen Seite hat er seinen Vertrag bei Dnipro überraschenderweise verlängert, die Hintergründe sind mir nicht klar. Nur das Preisschild ist das, was viele Vereine abhält, hier kann ich beide Seiten verstehen. D-1 würde hier seinen absoluten Starspieler verlieren, ein Verlust, der auch im Hinblick auf Daniel Kiwinda nur sehr sehr schwer zu ersetzen ist, zudem man auf dieser Position eh schon sehr dünn besetzt. Die Klausel mit Midtyjjland kommt ja auch noch hinzu. Allerdings sehe ich auch, warum sich manch ein Verein schwer tut damit, mehr als 10 Millionen für Dovbyk auszugeben. Ich persönlich halte ihn für eine Wundertüte. Natürlich schießt er die UPL, leider mittlerweile eine relativ schwache Liga, kurz und klein, aber man darf auch nicht vergessen, dass sein erster und einziger Auslandsaufenthalt bisher krachend gescheitert ist und er bisher nur in seinem gewohnten Umfeld, das heißt seiner Heimatstadt Dnipro, wirklich funktioniert hat. Zudem sehe ich auch, wenn er für die Nationalmannschaft gegen stärkere Gegner spielt, immer noch Schwächen in seinem Spiel. Fest steht, dass ein Wechsel spätestens nächsten Sommer erfolgen sollte, denn das Alter macht auch vor guten Stürmern keinen Halt und mit 27/28 aus der UPL in eine Top-Liga, in die der Ukrainer so gerne möchte, zu wechseln ist auch gewagt. Zusammenfassend kann ich auch hier sagen, ein starker und erfahrener UPL-Kader gespickt mit einzelnen Legionären und interessanten Talenten.
Drittplatzierter: Zorya Luhansk
Auch hier wird sich meiner Prognose nichts verändern, Zorya Luhansk wird die Saison wieder auf dem dritten Platz abschließen und den schlafenden Riesen in Kyjiw endgültig aus den Toprängen verdrängen. Ein herber Schlag für den Verein aus dem besetzten Luhansk war wohl der Abgang von Cheftrainer Patrick Leeuwen, der sich den Bergarbeitern aus Donetsk angeschlossen hat und von Nenad Lalatovic ersetzt wird. Der Serbe war in seiner bisherigen Trainerkarriere fast ausschließlich in seinem Heimatland aktiv, war aber als Spieler von 2003 - 2006 in der Ukraine aktiv. Sein Co-Trainer wird der in der Ukraine weitaus bekanntere Kroate Mladen Bartulovic sein. Auch wenn diese Umstände natürlich nicht perfekt für Zorya sind, bin ich mir sicher, dass sie sich am Ende der Saison trotzdem oben wiederfinden werden. Ein Grund dafür ist der starke Kader. Trotz, dass die Ostukrainer viel auf Leihen setzen, wohl aus finanziellen Gründen, haben sie immer noch einen sehr ausgewogenen und für UPL-Verhältnisse starken Kader mit einem gesunden Gleichgewicht aus jungen Talenten, Spielern in ihrer Prime und vereinzelt auch sehr erfahrene Spieler. Der Verein hat bis auf den erfahrenen zentralen Mittelfeldspieler Yevhen Shakhov, der die Ukraine in Richtung Kazakhstan verlassen hat, bisher keine wichtigen Spieler verloren und auch der 32-Jährige kann vom Kader angemessen ersetzt werden. Viel ärgerlicher und vor allem unnötiger finde ich den Abgang vom talentierten Flügelspieler Maksym Khlan, den man nach seiner Weigerung seinen Vertrag zu verlängern erst in die U19 strafversetzt hat und danach freigegeben hat. So hat sich der Verein selbst um eine Ablöse betrogen und mit Ruhm bekleckert haben die Luhansker sich auch nicht. Auf der anderen Seite hat man den Panamaer Eduardo Guerrero, der seit seiner Ankunft letzten Winter direkt eine wichtige Rolle in Zoryas Angriff eingenommen hat, für einen marktwertgerechten Preis verpflichtet. Der brasilianische Innenverteidiger Jordan und PFK Lvivs Vladyslav Buhay schließen sich dem Verein ohne Ablöse an, zudem hat man das talentierte Trio um Vikentiy Voloshyn, Bol und Yatsyk von Dynamo ausgeliehen. Auch wenn die Ostukrainer sichtlich finanziell eingeschränkt in ihren Handlungsmöglichkeiten sind, konnten sie den bereits starken Kader noch einmal vereinzelnt verstärken. Mit Talenten, die noch lange nicht am Limit angekommen sind wie Batahov, Alefirenko, Rusyn, Matsapura, Tlumak und Saputin, Spielern im besten Fußballeralter wie Kyryukhantsev, Vantukh und Antyukh sowie mit erfahrenen Routiniers wie Churko, Butko und Imerekov wird man auch diese Saison wieder oben in der Tabelle stehen - dank eines starken und ausgeglichenen Kaders als auch mangels ernsthaften Konkurrenten.
Absteiger: FK Minaj und Kolos Kovalivka
Ein paar Mal hat man das Glück schon auf seiner Seite gehabt, dieses Jahr geht es aber runter für den FK Minaj, wie ich befürchte. Besonders der ablösefreie Abgang von Abwerchef Oleh Horin, der sich dem FK Dnipro-1 anschloß, wird den Verein aus Transkarpatien hart treffen, aber auch die Abgänge von Ihor Honchar, den es ablösefrei nach Litauen zog und der Abgang von Eldar Kuliev letzten Winter werden dem jungen Verein aus der Westukraine noch starke Probleme bereiten. Die Schwachstelle der Mannschaft sehe ich im Sturm, dieser ist mMn nicht UPL-tauglich. Vyshnevskyi, der wahrscheinlich als Stammstürmer agieren wird, kam letzte Saison auf nur 4 Tore in 27 Spielen. Das er damit der zweitbeste Torschütze in der Mannschaft in der letzten Saison war, unterstreicht meine These, dass die Transkarpaten ein Problem in ihrer Offensive haben, nur. Auch der 21-Jährige Danylo Kolesnyk gehört nicht unbedingt zu den torgefährlichsten Stürmern, auf sein erstes Tor als Fußballprofi muss er noch warten, in der U21-Liga hat er in 10 Spielen zwei Tore erzielt, in der U19 waren es sieben Treffer in 26 Spielen. Auch Ivan Demydenko überzeugt mich nicht, so konnte der ehemalige Jugendspieler von Dynamo Kyiv und, Olimpik Donetsk und dem SK Dnipro seinen Durchbruch noch nicht feiern, selbst in vergleichsweise einfachen Ligen wie der zweiten litauischen Liga, in der er ein Tor in neun Spielen erzielte und in der zweiten griechischen Liga hatte er gar Probleme, es in den Spieltagskader zu schaffen und endete oft ohne Einsatz auf der Bank oder in der U19. Ob er bereit für die UPL ist, ist im Angesicht dessen eine große Frage. Einzig die Leihe von Yehor Hunichev macht etwas Hoffnung, aber auch hier stellt sich die Frage, ob er bereit für die UPL ist. Zumindest sehe ich hier im Gegensatz zu Demydenko genug Talent. Der 19-Jährige hat seine Profikarriere beim FK Kramatorsk begonnen, wo er auch zum U19-Nationalspieler wurde, ist dann aber ein Häuschen weiter zum FK Oleksandriya gezogen. Jetzt soll der nächste Schritt und das UPL-Debüt erfolgen. Auch wenn Vyshnevskyi wohl die meisten Spiele starten wird, halte ich jenen Hunichev, den ich schon seit einer Weile auf dem Radar habe, für den talentiertesten Stürmer im Kader Minajs. Aber ob das alles UPL-tauglich ist? Naja. Auch die Verteidigung halte ich für eine Schwachstelle, allerdings hat man sich dort mit der Leihe vom ukrainischen U19-Kapitän Andriy Buleza noch mal einen großen Vorteil verschafft. Auch der 33-Jährige Routinier Nemchaninov wird für den FK Minaj noch sehr wichtig werden, so ist er meiner Meinung zusammen mit Yuriy Kravchuk nach nicht nur der beste Innenverteidiger bei den Westukrainern, sondern auch der einzige, der ausreichend UPL-Erfahrung hat. Mit Ihor Soldatov konnte man noch mal einen sehr erfahreren und interessanten Zweitligaverteidiger verpflichten, der unter anderem auch Teil des Aufstiegsteams von LNZ Cherkasy war. Insgesamt kann ich sagen, in der zweiten Liga wäre das eine gute bis sehr gute Verteidigung, aber ob es dann auch für die erste reicht, ist eine andere Frage. Im Mittelfeld ist das Problem ähnlich, auch hier haben wir es mit (bis auf Ausnahmen wie Vitenchuk, Tverdokhlib und Ralyuchenko) guten bis sehr guten Zweitligaspielern zu tun, die allerdings in der ersten Liga durchaus ihre Probleme bekommen könnten. Ein weiteres Problem ist der Fakt, dass ein Großteil dieses Kaders einfach wenig bis kaum UPL-Erfahrung hat und den längsten Teil ihrer Karrieren in der zweiten Liga der Ukraine verbracht haben. Zusammenfassend kann ich nur sagen, auch wenn es in der Defensive und im Mittelfeld noch reichen sollte, wird die Luft spätestens im Sturm dünn für die Mannschaft aus Transkarpatien, daher befürchte ich, dass man beim FK Minaj diese Saison den schweren Gang in die zweite Liga antreten muss.
Absteiger 2: LNZ Cherkasy
Auch der Überraschungsaufsteiger aus Cherkasy wird diese UPL-Saison nicht überleben, wie ich befürchte. Die Mannschaft von Oleksandr Kovpak wird zwar tapfer kämpfen, sich aber am Ende dennoch ergeben müssen. Ich sage es mal ohne irgendwas schönzureden: Bis auf einzelne Ausnahmen ist dieser Kader meiner Meinung nach kaum bis gar nicht UPL-fähig. Hier treffen fehlende Erfahrung im ukrainischen Oberhaus auf fehlende Qualität. Man hat mit Naumets, Pasich, Kovalyov, Banada, Stasyuk und Olinyk zwar noch mal ordentlich für Rotation im Kader gesorgt und einige gestandene UPL-Spieler verpflichtet, nur leider sind die meisten davon, wie z.B. der Ex-Darmstädter Denys Oliynyk, der Innenverteidiger Maksym Kovalyok oder Serhiy Rybalka. Von den Neuzugängen halte ich den offensiven Mittelfeldspieler Vladyslav Naumets für den interessantesten Neuzugang, ein mit 24 Jahren immer noch junger und entwicklungsfähiger Offensivspieler, der sowohl in der UPL als auch in Griechenland bereits positiv aufgefallen ist und Akzente setzen konnte. Für LNZ wird der Ukrainer, der sich seinem jetzigen Verein ablösefrei vom FK Metalist anschloß, noch sehr wichtig werden. Auch mit dem Flügelverteidiger Petro Stasyuk konnte man sich noch mal verstärken, der 28-Jährige spielte zu letzt in der aserbaidschanischen Liga, nach dem er seinen vorherigen Verein, den FK Mariupol nach der russischen Invasion verlassen musste. Obwohl er in der UPL mit dem FK Mariupol und dem FK Minaj immer für Abstiegskandidaten gespielt hat, ist Stasyuk mir schon das eine oder andere Mal positiv als grundsolider Verteidiger aufgefallen, der zudem noch ein gewisses Feeling für Spielaufbau und Offensive hat. Ein Spieler, den ich gerne mag und mit dem LNZ einen guten Fang gemacht hat. Dann kommen noch Spieler wie Rybalka und Olinyk, die zwar ihren spielerischen Zenit schon lange überschritten haben, allerdings einer Mannschaft, die so gut wie keine UPL-Erfahrung hat, eben mit dieser noch mal weiterhelfen können. Ein Spieler, den man auch auf jeden Fall im Auge behalten sollte ist der 25-jährige Ivan Tyshchenko. Der Offensivspieler ist nicht nur ein Kind der Stadt sondern war letzte Saison auch Dreh und- Angelpunkt der LNZ-Offensive. Allerdings muss ich doch sagen, trotz einiger Lichtblicke befürchte ich, dass es bei den Lila-Weißen trotz einiger Lichtblicke vorne und hinten nicht reichen wird. Der Unterschied zwischen UPL und Persha Liha ist nicht gering und selbst wenn man am Ende der Saison den Weg zurück in die zweite Liga antreten muss kann man in Cherkasy auf jeden Fall stolz auf das Erreichte sein. Sollte ich allerdings Unrecht haben und die Underdogs aus der Zentralukraine beweisen es zum zweiten Mal jedem, würde ich mich tatsächlich sehr freuen. Mit ihrem Aufstieg hat kaum einer gerechnet und auch wenn ich es schade finde, dass Karpaty es nicht geschafft hat, hätte ich nichts dagegen, einen Verein wie LNZ noch eine Saison länger in der UPL zu haben.
Enttäuschung der Saison: Dynamo Kyjiw
Der schlafende Riese aus Kyjiw wird seinen freien Fall nach unten diese Saison fortsetzen, wie ich befürchte. Die Zeiten von Ausnahmekünstlern wie Andriy Shevchenko sind schon lange vorbei, die Zeiten, in denen Gegner sowohl innerhalb als auch außerhalb der Ukraine gezittert haben vor einem Spiel gegen den 16-maligen ukrainischen Meister sowieso. Die letzte Saison hat der ehemalige ukrainische Gigant aus dem Herzen der Ukraine auf dem 4. Platz abgeschlossen, von internationalen Spielen wollen wir mal gar nicht sprechen. Der einzige Transfer, den Dynamo bisher getätigt hat, ist die Rückkehr vom verlorenen Sohn Andriy Yarmolenko. Der 33-jährige Außenbahnspieler ist nach einer sehr durchwachsenen Zeit im Ausland, in welcher er die Erwartungen nie erfüllen konnte, diesen Sommer in die Ukraine zurückgekehrt. Dabei hat Dynamo weitere Transfers bitter nötig, denn gerade die Abgänge von den beiden Starspielern Viktor Tsyhankov und Illya Zabarnyi wurden nie anständig ersetzt. Der Rechtsaußen Viktor Tsyhankov wurde durch den Nigerianer Benito und durch Kaheem Parris ersetzt, beide wurden ihrer Rolle aber bisher nie ansatzweise gerecht. Das gleiche gilt für den Ukrainer Illya Zabarnyi, der durch Maksym Dyachuk und Kristian Bilovar ersetzt wurde. Dyachuk ist mir schon letzte Saison durch freundlich gesagt - mäßige Leistungen aufgefallen und auch Kristian Bilovar traue ich nicht zu, die Fußspuren, die Illya Zabarnyi hinterlassen hat, halbwegs gerecht auszufüllen. Ehrlich gesagt halte ich es auch für keinen Zufall, dass ausgerechnet Bilovar, der Freund von Surkis' Tochter, heute in der Startelf stand, die Saisons vorher war er ständig auf Leihe bei mehr oder weniger mittelklassigen Vereinen. Währenddessen wird mit Anton Bol einer der talentiertesten Jugendspieler und Innenverteidiger im Verein zur Leihe nach Zorya geschickt. Und genau dieses Muster zieht sich durch den ganzen Verein. Ich bin kein Freund von diesen Stammtischparolen, kein Freund von diesen Fernsehtrainern, die vor der Glotze hocken und denken sie könnten und wüssten alles besser und ständig die Führungsetage ihres Lieblingsvereins kritisieren, aber hier muss ich sagen, ich habe absolut das Gefühl, die Führung bei Dynamo weiß absolut nicht, was sie tut. Das fängt an bei Mircea Lucescu. Abgesehen von seinen politischen Äußerungen erreicht er die Mannschaft kaum noch und lässt einen Fußball spielen, mit dem er vor 10 Jahren noch erfolgreich gewesen wäre. Das ist leider auch das Sinnbild des Vereins, man ernährt sich nur noch durch den Glanz und Ruhm vergangenger Tage. Weiter geht es mit dem Kader. Abgänge werden nicht vernünftig ersetzt, der einzige Transfer diesen Sommer ist ein 33-Jähriger Ex-Star, der vollkommen über dem Zenit seiner Karriere ist. Spielerische Klasse ist hier auch absolute Mangelware in diesem Kader, bis auf einzelne Spieler ist dieses Team oberer bis mittlerer Durchschnitt in der Ukraine, der 4. Platz letzte Saison war kein Zufall. Mit Vladyslav Vanat gibt es bei Dynamo gerade genau einen einzigen vernünftigen Stürmer, Supryaha kann man schwer dazu zählen. Was bei ihm genau passiert ist, kann ich auch nur raten, ist auf jeden Fall eine traurige Geschichte, wie stark er abgestürzt ist nach der U20-WM. Das letzte Tor von ihm liegt ja auch schon wieder eine ganze Weile zurück. Samba Diallo ist genau so eine Personalie, die bei mir nur für Fragezeichen im Kopf sorgt. Hat sich auf die Wunschlisten mehrerer Scouts von Vereinen in ganz Europa (unter diesen z.B. der FC Bayern München) gesetzt, schießt in der U19-Liga und in der Youth League alles kurz und klein, wird mit Senegals U20 als Kapitän Afrikameister aber soll zu schlecht für den Viertplatzierten der UPL sein? Stattdessen gibt man - und ich wünsche mir, es wäre nur ein Scherz - Vladyslav Kabayev den Vorzug? Dynamo Kyiv hat eine klasse Jugend, Tsarenko, die Voloshyns, Neshcheret, Pashko und Ponomarenko sind nur einige Namen, die mir gerade einfallen, nur man muss sie auch spielen lassen. Um diesen Fall zu stoppen, muss ein sofortiges Umdenken und ein sofortiger Umbruch her, ansonsten wird der Tieffall noch lange weiter so gehen und daran, Shakhtar Konkurrenz zu machen, muss man gar nicht mehr denken. Geschweige denn an alte Tage in der Champions League.
Überraschung der Saison: Polissya Zhytomyr
Viel besser macht es dafür der UPL-Neuling Polissya Zhytomyr, dem ich diese Saison eine Menge zutraue. Die Region Zhytomyr ist traditionell stark im Fußball, Spieler wie Malinovskyi, Zinchenko oder Sikan stammen von dort. Daher freut es mich, dass die Region Zhytomyr, übrigens auch Heimat meiner Familie, auch endlich einen Verein hat, der sie würdig im ukrainischen Oberhaus vertritt. Der Verein gehört dem ukrainischen Geschäftsmann Hennadiy Butkevych, Besitzer der Supermarktkette ATB und bietet alles, um DIE Überraschung der Saison zu werden. Auch wenn ein einzelner Besitzer und Geldgeber natürlich immer Gefahr bringt, dass der Verein bei einem Rückzug von diesem abstürzen könnte, wie es z.B. beim FK Dnipro damals passiert ist, allerdings sieht die Zukunft beim FC Polissya vielversprechend aus. So hat der Verein bereits angekündigt, dass man die fussballerische Stärke der Region Zhytomyr ausnutzen möchte und in der Zukunft regionale Spieler fördern möchte, mit Nikita Petruk steht bereits ein Spieler aus der eigenen Jugend im Kader. Zudem setzt der Verein aus Zhytomyr auf umfangreiches Scouting innerhalb und außerhalb der Ukraine, auch in Gebieten, die von anderen Vereinen üblicherweise eher nicht unbedingt beachtet werden, so konnte man sich die Unterschrift des nigerianischen U20-Nationaltorhüters Chijioke Aniagboso sichern, auch der gambische U20-Nationalspieler Moses Jarju hat sich dem UPL-Aufsteiger angeschlossen, leider konnten beide Spieler aufgrund Visaproblemen noch nicht registriert und eingesetzt werden. Das größte Ausrufezeichen hat man aber mit der Verpflichtung des kongolesischen A-Nationalspielers Beni Makouana gesetzt, welcher aus der französischen Ligue 1 aus Montpellier für eine Ablöse von 250k zu Polissya wechselte und prompt das Eröffnungstor der diesjährigen UPL-Saison erzielte. Damit sind die drei nicht nur die ersten Ausländer in der Geschichte von Polissya Zhytomyr, sondern Makouana ist auch der erste ausländische Torschütze in der Geschichte des Vereins. Generell muss ich sagen, die Idee, in Afrika zu scouten gefällt mir sehr gut, da es eine Region ist, die doch immer wieder starke Spieler hervorbringt und dennoch kaum Beachtung findet. Aber auch in der Ukraine scoutet man beim FC Polissya vernünftig, bereits in der zweiten Spielklasse konnte man sich so zum Beispiel die Dienste vom ehemaligen ukrainischen U17-Nationalspieler Yevheniy Mykytyuk sichern, der von Dynamo nach Zhytomyr wechselte und mit 16 Jahren und 11 Monaten einer der jüngsten Spieler wurde, der je für die erste Mannschaft gespielt hat. Weitere Signale konnte man mit den Verpflichtungen der ehemaligen A-Nationalspieler Vyacheslav Tankovskyi, Artem Shabanov und Denys Boyko sowie mit der Leihe des Außenbahnverteidigers Mykyta Kravchenko setzen, aber ganz besonders mit der Verpflichtung des offensiven Mittelfeldspielers Emil Mustafayev, der auch in Europa, u.A. in Belgien Interessenten hatte. Zusammen mit Spielern wie z.B. Budkivsyki, Kushnirenko und Vakula hat dieser Kader wirklich alles, was es braucht, um diese Saison alle zu überraschen.
Fazit:
Vermutlich wird sich die Tabelle am Ende dieser Saison nicht stark von der vom Ende der letzten unterscheiden. Shakhtar ist der Konkurrenz meilenweit vorraus und ich sehe kurzfristig auch niemanden, der diese Giganten einholen könnte. Letzte Saison kam D-1 immer mal wieder ran, aber am Ende ist dennoch klar, dass der Meister aus Donetsk kommt. D-1 wird die Position als Tabellenzweiter noch mal stärken, auf dem Transfermarkt hat man sich stark präsentiert und einige Leistungsträger der UPL zu sich gelockt, womit man die Konkurrenz natürlich, ungewollt oder gewollt, geschwächt hat. Die Schwarz-Weißen aus Luhansk werden sich ebenfalls vermutlich ebenfalls wieder weit oben befinden, was auf der einen Seite auch mit einem starken Kader zu tun hat, allerdings auch mit dem Mangel an Konkurrenz. Auf der anderen Seite befindet sich Dynamo gerade im freien Fall und wenn man langsam nicht mal was unternimmt, findet man sich schneller im Tabellenmittelfeld wieder, wie man gucken mag.
Vorskla und Oleksandriya, welchen ich am ehesten zutrauen würde, der Tabellenspitze Konkurrenz zu machen, mussten leider beide einige Key-Player ziehen lassen, die nur sehr schwer zu kompensieren sind. So hat Rotans Mannschaft mit Miroshnichenko und Tretyakov gleich zwei wichtige Spieler an einen direkten Konkurrenten verloren, zudem musste man mit dem aserbaidschanischen U21-Nationalspieler Mustafayev wohl das größte Talent des Vereins ziehen lassen. Mit Smyrnyi, Belyayev und Plaksa konnte man allerdings drei junge und starke Spieler verpflichten, zudem konnte man mit Lohinov einen starken und routinierten IV für sich gewinnen und gleichzeitig sogar Dnipro-1 eine auswischen. Bei Vorskla, die letzte Saison mMn oft unter ihren Möglichkeiten gespielt haben, sieht das ganze ähnlich aus. Mit dem Albaner Taulant Seferi und mit Vasyl Kravets musste man zwei der wichtigsten Spieler gehen lassen, letzteren wieder zum direkten Konkurrenten aus Dnipro. Die Probleme mit der Justiz vom Vereinseigentümer Kostyantyn Zhevago werden wohl nicht nur Unruhe in den Verein bringen, sondern auch finanzielle Schwierigkeiten. Daher denke ich, dass die grün-weißen aus Poltava diese Saison etwas abstürzen werden, ihr Platz in der Rangordnung wird von einem anderen grünen Team eingenommen, diesmal aber aus Zhytomyr.
Bei Chornomorets fand ein großer Umbruch statt, einen Haufen Spieler haben den Verein verlassen und ein Haufen neuer Spieler ist dazu gekommen, daher fällt es mir ziemlich schwer eine Prognose zu geben, allerdings glaube ich, das Team um den talentierten Maksym Bragaru findet sich am Ende im Tabellenmittelfeld wieder. In diesen Bereich würde ich auch Rukh Lviv, ein Verein, dessen Konzept mir sehr zu sagt, anordnen. Die Idee, ukrainische Talente zu entwickeln und ins Ausland zu verkaufen gefällt mir sehr. Talent gibt es in der Ukraine genug, nur was daraus bisher gemacht wurde, ist die ganz andere Frage. Auch der Kader von Rukh ist hoch talentiert und ich traue diesem Verein sowohl kurzfristig als auch langfristig Großes zu. Die Rot-Schwarzen aus Kriviy Rih sehe ich auch in dieser Tabellenregion. Mit Vernydub hat man einen der besten Trainer der Liga, auch wenn man einige ärgerliche Abgänge (Kapic, Vernydub Jr. und Sarnavskyi) hatte, bin ich mir sicher, dass er weiß, diese vernünftig zu ersetzen. Besonders interessant finde ich den Transfer des 51-fachen ruandischen Nationalspielers Djihad Bizimana, wenn ich mich nicht irre auch der erste aus Ruanda in der UPL. Mit Vakulko und Kozuzhko konnte man sich zwei weitere interessante Spieler für lau schnappen, daher muss man sich in Kriviy Rih auch keine großen Sorgen machen, da läuft schon alles.
Veres, Metalist 1925 und Obolon Kyiv werden sich meinen Prognosen nach die meiste Zeit in Nähe der Relgationsplätze aufhalten. Während man sich in Rivne noch mal ein vielversprechendes Trio, bestehend aus den Ex-Inhulets-Spielern Kukharuk, Kucherenko und Marusych ablösefrei schnappen konnte und auch keine sonderlich wichtigen Spieler bisher verloren hat, strotzt dieser Kader auch nicht unbedingt vor Qualität und wird diese Saison vermutlich auch wieder vor eine schwere Aufgabe gestellt. Das selbe gilt für die Liga-Neulinge aus Kyiv, welche sich nicht nur bei der Verpflichtung von Nagiyev ebenfalls beim Absteiger aus Petrove bedient haben, sondern auch noch ein Duo (Taranukha und Pryimak) vom ehemaligen Konkurrenten Karpaty sowie ein weiteres Duo (Rybka und Vovkun) von den Nachbarn vom PFK Lviv zu sich locken konnte. Abgerundet wird das ganze von den Verpflichtungen von Chornomorets' Maksym Yermolenko, welcher jedoch nie zu einem Einsatz für die "Schwarzmeerflotte" gekommen ist sowie der Rechtsaußen Igor Medynskyi, der aus Kroatien zurück in sein Heimatland kehrt. Player to watch wäre hier der 26-Jährige Oleh Slobodyan, der nicht nur ein Eigengewächs ist, sondern in seiner gesamten Karriere für keinen anderen Verein als für Obolon gespielt hat und einen großen Anteil am Aufstieg hatte. Vereinslegende in the making! Auch Metalist 1925 wird sich vermutlich diese Saison wieder mit der Relegationszone beschäftigen müssen, so hat man zwar keinen nennenswerten Leistungsträger verloren, war auf dem Transfermarkt aber bisher auch noch nicht sonderlich aktiv. So hat man bisher nur den 24-jährigen Innenverteidiger Vadym Chervak, der von seinem ehemaligen Verein Polissya Zhytomyr nach einer Attacke auf einer Schiedsrichterin freigestellt wurde, den vielversprechenden Oleksiy Sydorov von Metalurh Zaporizhzhya sowie Yusov aus Odesa verpflichtet und den Brasilianer Ari Moura ausgeliehen, hat dafür aber den IV-Backup Shershen sowie Ponomar ziehen lassen und Kovalenko und Potimkov verliehen.
In dem Sinne: Auf eine gute Saison!
Sehr interessant, danke
Eine generelle, kurze Vorstellung aller Teams mit besten Spielern, Talenten, Drumherum und Prognose wäre sicher auch auch sehr lesenswert. Soweit möglich natürlich
06.08.2023 - 00:24 Uhr
Rukh - aua. Die von dir genannten Spieler sind eigentlich alle Produkte der Karpaty-Akademie, die Rukh, als der alte PFK Karpaty zusammenbrach, praktisch für lau bekommen hat. Ja, die haben seitdem auch sicherlich eigene Talente ausgebildet, allerdings sehen wir aktuell fast ausschließlich frühere Karpaty-Spieler. Ich hoffe, dass die Kräfte-Verhältnisse in Lviv ab nächster Saison dann wieder in die richtige Ordnung gebracht sind, und Grischa Papyrossy wieder ein kleines bisschen kleinere Brötchen backt.
06.08.2023 - 20:31 Uhr
Naja, die jungen Spieler, die von Karpaty "übernommen" wurden, hatten eigentlich alle dort schon in der UPL gespielt, siehe zum Beispiel Lyakh, Sytsch, Prytula, Runitsch, Karabin.
Die waren so ziemlich das beste, was das Ausbildungssystem bei Karpaty hervorgebracht hatte, und sie waren der Stamm der zukünftigen Mannschaft des Vereins. Als der Club dann in so starke finanzielle Schwierigkeiten abrutschte, griff Rukh die alle für einen Apfel und ein Ei ab. Meine Sympathie dafür hält sich in Grenzen.
Abgesehen davon, Pedanterie-Alarm
, ist der Club auch nicht aus Lviv, sondern aus dem Vorort Vynnyky. Das Rebranding finde ich ein wenig peinlich.
Die waren so ziemlich das beste, was das Ausbildungssystem bei Karpaty hervorgebracht hatte, und sie waren der Stamm der zukünftigen Mannschaft des Vereins. Als der Club dann in so starke finanzielle Schwierigkeiten abrutschte, griff Rukh die alle für einen Apfel und ein Ei ab. Meine Sympathie dafür hält sich in Grenzen.
Abgesehen davon, Pedanterie-Alarm
, ist der Club auch nicht aus Lviv, sondern aus dem Vorort Vynnyky. Das Rebranding finde ich ein wenig peinlich.
10.08.2023 - 00:42 Uhr
Apropos Lviv:
Was ist mit FK Lviv passiert? Haben trotz Erstliga-Abstieg keinen Platz in Liga 2 bekommen. Etwa wieder ein Verein, der aufgelöst wurde bzw. plötzlich in den Niederungen des ukrainischen Fußballs verschwunden ist?
Was ist mit FK Lviv passiert? Haben trotz Erstliga-Abstieg keinen Platz in Liga 2 bekommen. Etwa wieder ein Verein, der aufgelöst wurde bzw. plötzlich in den Niederungen des ukrainischen Fußballs verschwunden ist?
10.08.2023 - 08:08 Uhr
Zitat von NikeBoyHD
Apropos Lviv:
Was ist mit FK Lviv passiert? Haben trotz Erstliga-Abstieg keinen Platz in Liga 2 bekommen. Etwa wieder ein Verein, der aufgelöst wurde bzw. plötzlich in den Niederungen des ukrainischen Fußballs verschwunden ist?
Apropos Lviv:
Was ist mit FK Lviv passiert? Haben trotz Erstliga-Abstieg keinen Platz in Liga 2 bekommen. Etwa wieder ein Verein, der aufgelöst wurde bzw. plötzlich in den Niederungen des ukrainischen Fußballs verschwunden ist?
Jo, haben sich aufgelöst.
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.





