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19.06.2007 - 09:51 Uhr
Spielsystem |#2271
04.08.2025 - 09:41 Uhr
Da Flanken am wenigsten zu Toren führen wäre das eine sehr gute Wahl.. mit Diks meine er ist über 190 und Elvedi 188cm hätten wir auch Kopfballstärke im Zentrum.
Spielsystem |#2272
04.08.2025 - 11:09 Uhr
Zitat von FohlenBorussia
Ich finde, man hat gegen Valencia ganz deutlich sehen können, wohin es - rein mannschaftstaktisch gesehen - diese Saison gehen kann.

Wir müssen uns nichts vormachen, dass da mit Ball hier und da noch die körperliche Frische gefehlt hat. Hier und da die richtige Einstellung des Fußgelenks oder der richtige Nutzen des freien Fußes.
Ist zum aktuellen Zeitpunkt - zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel - aber absolut okay, da wir uns konditionell so ein wenig am Peak bewegen und es die nächsten 14 Tage sicher auch darauf ankommen wird, mentale Frische und Frische in die Beine zu bekommen.

Als Grundordnung stehen wir und werden wir wohl auch weiterhin als 4-2-3-1 in die Saison gehen.
Sowohl mit Ball als auch gegen den Ball hat sich aber Einiges getan.

Vor allem in Halbzeit eins hat mir das mit Ball - bis zum letzten Drittel - schon gut gefallen.
Es war dann mit Ball schon eher ein 3-4-3, wo wir aber auch flexibel agiert haben.

Oftmals hat sich Sander zwischen Elvedi und Chiaordia fallen lassen, sodass sowohl Scally als auch Ullrich hochschieben konnten. Hack konnte invers spielen und auch Honorat, wie schon in der Vorbereitung zu sehen, hat nicht mehr in Gänze an der Linie geklebt.

Stöger liess sich fallen, sodass wir viele Anspielstationen im Mittelfeld hatten und auch immer wieder Szenen generieren konnten, in der wir ausschwärmen konnten und Tiefenläufe angeboten haben.

Eine andere Variante war dann, dass Scally eingeschoben hat, Ullrich sehr weit hoch stand und sich Rocco ein bisschen in den rechten Halbraum hat fallen lassen, sodass wir im Zentrum mit Reitz - Sander - Stöger agiert haben, Ullrich und Honorat sehr breit standen und Hacki den 10er Raum besetzt hat.
Auch eine durchaus interessante Variante, die es vor allem erlaubt hat, Ballsicherheit zu generieren und viele Kontakte und somit einen sicheren Fuß zu schaffen.

Gegen den Ball haben wir indes teilweise sehr hoch und aggressiv gepresst - das war man so in der Form gar nicht mehr gewohnt. Wir konnten wirklich viel provozieren und Valencia teilweise zu langen Bällen zwingen.
Auch bei den zweiten Bällen waren wir sehr präsent.
Durch die Mitte ging für Valencia quasi überhaupt nichts - dieses engmaschige Verteidigen und die geringen Abstände der Ketten gehen deutlich einher mit den Trainingseinheiten und verschiedenen Spielformen.

In der zweiten Halbzeit haben wir schon mehr umgeschaltet, als dass wir Ballbesitz generiert haben, aber auch das hat mit Mohya, Castrop in den linken Halbräumen oftmals top funktioniert. Besser als auf der rechten Seite mit Swider und Ranos, wobei Ranos Assist zum Elfmeter wirklich brutal stark war.

Dadurch, dass wir verschiedene Spielertypen für uns gewinnen konnten, sind wir weitaus flexibler im Spiel mit Ball geworden. Die Eintönigkeit ist weg, es sieht alles sehr viel variabler aus.

Man darf sich sicherlich ausmalen, dass das in Gänze nochmal anders aussieht, wenn dann Kleindienst und Machino da sind.

Wir können da schon eine sehr, sehr gute Mannschaft stellen.

Ein Faustpfand wird die Teamchemie sein.
Man hat das Gefühl, da ist schon und wächst immer noch was Richtiges zusammen und wir haben nicht mehr diese „Grüppchenbildung“ oder die French Connection.

Weiter so, Borussia!

P.S: Ich hatte zudem das Gefühl, dass auch ein Weigl ohne die Binde am Arm gegen Valencia deutlich befreiter gespielt hat. Hat das noch jemand so wahrgenommen?


Als jemand, der in der Vorbereitung nicht viel verpasst hat, frage ich, ob du denkst, dass ein Swider eine Alternative zu Scally als RV sein könnte?
Er hat das auch in der letzten Vorbereitung scbon aushilfsweise gemacht. Und ich finde, dass, was ich bisher gesehen habe, durchaus Potential hat.


Man müsste dann bei einem Itakura-Abgang nicht unbedingt nachjustieren, es sei denn, man plant auch nicht mehr mit Friedrich.

Die Itakura-Millionen könnte man dann besser in einen zusätzlichen Offensivspieler, gerne einen 10er, investieren.
Spielsystem |#2273
04.08.2025 - 15:26 Uhr
Zitat von Malik9623

Da Flanken am wenigsten zu Toren führen wäre das eine sehr gute Wahl.. mit Diks meine er ist über 190 und Elvedi 188cm hätten wir auch Kopfballstärke im Zentrum.


Nicht ganz, laut Profil ist Diks 186cm groß, wobei die Größe weniger entscheidend ist als ein gutes Timing.

CR7 ist auch nur 2cm größer, mMn. aber einer der besten Kopfballspieler ever, weil er ein extrem gutes Timing hat.

•     •     •

------DFB-Pokal Sieg 1973 gegen Köln-----
-----unvergessen-----
----Seit diesem Tag trage ich die Raute in meinem Herzen----

Dieser Beitrag wurde zuletzt von michi29bmg am 04.08.2025 um 15:28 Uhr bearbeitet
Spielsystem |#2274
04.08.2025 - 15:36 Uhr
Zitat von Elwood
Zitat von FohlenBorussia

Ich finde, man hat gegen Valencia ganz deutlich sehen können, wohin es - rein mannschaftstaktisch gesehen - diese Saison gehen kann.

Wir müssen uns nichts vormachen, dass da mit Ball hier und da noch die körperliche Frische gefehlt hat. Hier und da die richtige Einstellung des Fußgelenks oder der richtige Nutzen des freien Fußes.
Ist zum aktuellen Zeitpunkt - zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel - aber absolut okay, da wir uns konditionell so ein wenig am Peak bewegen und es die nächsten 14 Tage sicher auch darauf ankommen wird, mentale Frische und Frische in die Beine zu bekommen.

Als Grundordnung stehen wir und werden wir wohl auch weiterhin als 4-2-3-1 in die Saison gehen.
Sowohl mit Ball als auch gegen den Ball hat sich aber Einiges getan.

Vor allem in Halbzeit eins hat mir das mit Ball - bis zum letzten Drittel - schon gut gefallen.
Es war dann mit Ball schon eher ein 3-4-3, wo wir aber auch flexibel agiert haben.

Oftmals hat sich Sander zwischen Elvedi und Chiaordia fallen lassen, sodass sowohl Scally als auch Ullrich hochschieben konnten. Hack konnte invers spielen und auch Honorat, wie schon in der Vorbereitung zu sehen, hat nicht mehr in Gänze an der Linie geklebt.

Stöger liess sich fallen, sodass wir viele Anspielstationen im Mittelfeld hatten und auch immer wieder Szenen generieren konnten, in der wir ausschwärmen konnten und Tiefenläufe angeboten haben.

Eine andere Variante war dann, dass Scally eingeschoben hat, Ullrich sehr weit hoch stand und sich Rocco ein bisschen in den rechten Halbraum hat fallen lassen, sodass wir im Zentrum mit Reitz - Sander - Stöger agiert haben, Ullrich und Honorat sehr breit standen und Hacki den 10er Raum besetzt hat.
Auch eine durchaus interessante Variante, die es vor allem erlaubt hat, Ballsicherheit zu generieren und viele Kontakte und somit einen sicheren Fuß zu schaffen.

Gegen den Ball haben wir indes teilweise sehr hoch und aggressiv gepresst - das war man so in der Form gar nicht mehr gewohnt. Wir konnten wirklich viel provozieren und Valencia teilweise zu langen Bällen zwingen.
Auch bei den zweiten Bällen waren wir sehr präsent.
Durch die Mitte ging für Valencia quasi überhaupt nichts - dieses engmaschige Verteidigen und die geringen Abstände der Ketten gehen deutlich einher mit den Trainingseinheiten und verschiedenen Spielformen.

In der zweiten Halbzeit haben wir schon mehr umgeschaltet, als dass wir Ballbesitz generiert haben, aber auch das hat mit Mohya, Castrop in den linken Halbräumen oftmals top funktioniert. Besser als auf der rechten Seite mit Swider und Ranos, wobei Ranos Assist zum Elfmeter wirklich brutal stark war.

Dadurch, dass wir verschiedene Spielertypen für uns gewinnen konnten, sind wir weitaus flexibler im Spiel mit Ball geworden. Die Eintönigkeit ist weg, es sieht alles sehr viel variabler aus.

Man darf sich sicherlich ausmalen, dass das in Gänze nochmal anders aussieht, wenn dann Kleindienst und Machino da sind.

Wir können da schon eine sehr, sehr gute Mannschaft stellen.

Ein Faustpfand wird die Teamchemie sein.
Man hat das Gefühl, da ist schon und wächst immer noch was Richtiges zusammen und wir haben nicht mehr diese „Grüppchenbildung“ oder die French Connection.

Weiter so, Borussia!

P.S: Ich hatte zudem das Gefühl, dass auch ein Weigl ohne die Binde am Arm gegen Valencia deutlich befreiter gespielt hat. Hat das noch jemand so wahrgenommen?


Als jemand, der in der Vorbereitung nicht viel verpasst hat, frage ich, ob du denkst, dass ein Swider eine Alternative zu Scally als RV sein könnte?
Er hat das auch in der letzten Vorbereitung scbon aushilfsweise gemacht. Und ich finde, dass, was ich bisher gesehen habe, durchaus Potential hat.


Man müsste dann bei einem Itakura-Abgang nicht unbedingt nachjustieren, es sei denn, man plant auch nicht mehr mit Friedrich.

Die Itakura-Millionen könnte man dann besser in einen zusätzlichen Offensivspieler, gerne einen 10er, investieren.


Interessante Frage.

Nikki Swider sehe ich auch so als Allrounder in der Defensive. In den Trainingsformen hat er auch viel als IV agiert.

Ich sehe ihn persönlich am Stärksten auf der 6, weil der schon seine Stärken auch im Spiel mit Ball hat, wenn er eröffnen kann.

Defensiv bringt er natürlich viel mit, um eine Alternative in der letzten Kette zu sein.
Einzig seine Endgeschwindigkeit würde mir auf der AV Position ein bisschen Sorge bereiten.
Spielsystem |#2275
04.08.2025 - 20:42 Uhr
Zitat von Sniper0809
Ich wäre auch sehr für ein 4-3-3 System. Erstmal als Grundordnung auf dem Taktikboard.

Im Spiel würde ich dann gerne Manipulationen am System sehen. Bin großer Fan eins 3-2 Aufbaus also aus einem Trapez, da es auch in der Konterabsicherung effizient ist, da man im Trapez gut nach Außen tragen kann. Genaue Anordnung wäre ein 3-2-4-1. Gegen den Ball kann man ein 4-5-1 spielen mit einer 4er Kette auf 16er Breite und dicht davor eine 5er Kette mit einer lenkenden Spitze. Wir wären auf Außen und im Zentrum für mich griffiger.


Möglichkeiten:

433
Nicolas
Diks Itakura Elvedi Ullrich
Castrop Sander Reitz
Honorat Kleindienst Hack


Im Ballbesitz 3241
Nicolas
Diks Itakura Elvedi
Reitz Sander
Honorat Castrop Hack Ullrich
Kleindienst

Warum?
Man hätte Diks in seiner wohl stärksten Position, Itakura als zentralen Ballverteiler hinten raus wo er sein Aufbauspiel voll zur Geltung bringt. Elvedi müsste man eig gegen einen Linksfuß ersetzen.
Sander und Reitz können das Spiel ankurbeln und dienen zeitgleich als Konterabsicherung (Rocco muss dort mehr Disziplin zeigen) aber Sanders Ruhe und Roccos Qualitäten im „Ballschleppen“ würden sich mmn sehr gut ergänzen im Aufbau.
Ullrich oder alternativ Netz haben mehr offensiven Raum als Breitengeber mit ihrem jeweils linken Fuß und deren Offensivdrang. Auch Honorat bleibt als Breitengeber und Flankengeber dort wo er am stärksten ist. Castrop und Hack besetzen so ein bisschen schwimmend die 10er/Halbräume und versuchen immer wieder zwischen den Linien mit ihrer Dynamik für Unruhe und Anspielstationen zu sorgen. Kleindienst vorne drin als Zielspieler. Ich setze bewusst auf etwas mehr Ruhe im Ballbesitz und Geduld, da ich der Meinung bin das unser Chaos Fußball uns oft mehr schadet als dem Gegner. In der Formation wäre man für mich auch gegen hohes Pressing besser gestaffelt. Man hat im Zentrum oft +1 Überzahl bzw auf den Außen 1 vs. 1 Situationen.

Gegen den Ball würde ich gar nicht so hoch anpressen.

Nicolas
Diks Itakura Elvedi Ullrich
Honorat Castrop Sander Reitz Hack
Kleindienst

Und immer wieder stur verschieben, geringe Abstände und den Gegner erstmal Lösungen finden lassen mit Ball.


Du hast von Taktik natürlich viel mehr Wissen als ich
und das ist sehr interessant, was du skizzierst

ich hab auch nur eine konkrete Frage:
Warum siehst du da Castrop vor Stöger im Zentrum

Defensiv ist das eher nachvollziehbar aber offensiv ausser den 1:1 Skills ist Castrop (noch!) relativ limitiert und auch nicht 1BL erfahren
und als Zentraler für mich zu wenig variantenreich in seinem Spiel
könnte mir besser vorstellen das in einem 433 Stöger mit Castrop ODER Reitz auf der Doppel8 spielt, obwohl die 2 jungen def mehr Sicherheit bringen, also gegen die Bayern zb eher beide S11 sind
würd mich über eine detaillierte Erklärung freuen
Spielsystem |#2276
04.08.2025 - 22:15 Uhr
Zitat von Braslet

Zitat von Sniper0809

Ich wäre auch sehr für ein 4-3-3 System. Erstmal als Grundordnung auf dem Taktikboard.

Im Spiel würde ich dann gerne Manipulationen am System sehen. Bin großer Fan eins 3-2 Aufbaus also aus einem Trapez, da es auch in der Konterabsicherung effizient ist, da man im Trapez gut nach Außen tragen kann. Genaue Anordnung wäre ein 3-2-4-1. Gegen den Ball kann man ein 4-5-1 spielen mit einer 4er Kette auf 16er Breite und dicht davor eine 5er Kette mit einer lenkenden Spitze. Wir wären auf Außen und im Zentrum für mich griffiger.


Möglichkeiten:

433
Nicolas
Diks Itakura Elvedi Ullrich
Castrop Sander Reitz
Honorat Kleindienst Hack


Im Ballbesitz 3241
Nicolas
Diks Itakura Elvedi
Reitz Sander
Honorat Castrop Hack Ullrich
Kleindienst

Warum?
Man hätte Diks in seiner wohl stärksten Position, Itakura als zentralen Ballverteiler hinten raus wo er sein Aufbauspiel voll zur Geltung bringt. Elvedi müsste man eig gegen einen Linksfuß ersetzen.
Sander und Reitz können das Spiel ankurbeln und dienen zeitgleich als Konterabsicherung (Rocco muss dort mehr Disziplin zeigen) aber Sanders Ruhe und Roccos Qualitäten im „Ballschleppen“ würden sich mmn sehr gut ergänzen im Aufbau.
Ullrich oder alternativ Netz haben mehr offensiven Raum als Breitengeber mit ihrem jeweils linken Fuß und deren Offensivdrang. Auch Honorat bleibt als Breitengeber und Flankengeber dort wo er am stärksten ist. Castrop und Hack besetzen so ein bisschen schwimmend die 10er/Halbräume und versuchen immer wieder zwischen den Linien mit ihrer Dynamik für Unruhe und Anspielstationen zu sorgen. Kleindienst vorne drin als Zielspieler. Ich setze bewusst auf etwas mehr Ruhe im Ballbesitz und Geduld, da ich der Meinung bin das unser Chaos Fußball uns oft mehr schadet als dem Gegner. In der Formation wäre man für mich auch gegen hohes Pressing besser gestaffelt. Man hat im Zentrum oft +1 Überzahl bzw auf den Außen 1 vs. 1 Situationen.

Gegen den Ball würde ich gar nicht so hoch anpressen.

Nicolas
Diks Itakura Elvedi Ullrich
Honorat Castrop Sander Reitz Hack
Kleindienst

Und immer wieder stur verschieben, geringe Abstände und den Gegner erstmal Lösungen finden lassen mit Ball.


Du hast von Taktik natürlich viel mehr Wissen als ich
und das ist sehr interessant, was du skizzierst

ich hab auch nur eine konkrete Frage:
Warum siehst du da Castrop vor Stöger im Zentrum

Defensiv ist das eher nachvollziehbar aber offensiv ausser den 1:1 Skills ist Castrop (noch!) relativ limitiert und auch nicht 1BL erfahren
und als Zentraler für mich zu wenig variantenreich in seinem Spiel
könnte mir besser vorstellen das in einem 433 Stöger mit Castrop ODER Reitz auf der Doppel8 spielt, obwohl die 2 jungen def mehr Sicherheit bringen, also gegen die Bayern zb eher beide S11 sind
würd mich über eine detaillierte Erklärung freuen


Die ganzen Überlegungen hier auf den vergangenen Seiten entstanden größtenteils unter dem Eindruck des Pléa-Abgangs, verbunden mit der Hoffnung, das auch positiv ummünzen zu können. Dazu noch ganz kurz der Rückblick: Die Entscheidung von den doch sehr alternierenden bis experimentellen Systemen 23/24, zur Saison 2024/25 auf ein 4:2:3:1 zu wechseln und das eher starr und mit klarer Achse aufzubauen, war per se richtig. Das sah man auch lange Zeit der Saison. Je starrer ein System, desto ausrechenbarer ist es aber auch. Quasi Naturgesetz zwinker Das Gesetz hebelst du nur aus, wenn du Barca, PSG oder meinetwegen auch Bayern heißt. Bei uns war das dann am Ende der Saison endgültig der Fall, gerade die "Kleinen" à la St. Pauli, Kiel, Hoffenheim etc. merkten, dass man uns relativ einfach matt setzt, indem man Pléa und Weigl in Manndeckung nimmt bzw. stark presst. Und die Augsburgs und Freiburgs dieser Welt wussten das schon eh immer, die ließen zum Beispiel bereits in der Hinrunde unseren ebenfalls gut gemeinten, aber am Ende auch zu starren asymmetrischen Spielaufbau mit dem Hochschieben der Position (nur) über links, ins Leere laufen.

Der Trend, um den entgegen zu wirken, ging hier erstaunlich mehrheitlich zu einem flexibel angeordneten 4:3:3 - ich selbst habe es eher als 4:1:2:2:1 skizziert, aber im Grunde meinten die meisten hier dasselbe. Und das Ganze dann auch bewusst mit "Power schlägt Finesse", also mit zwei "Treibern" (Reitz, Castrop, ggf. Fraulo) auf der 8 und einer "Retro-Holding-Six" dahinter. Die offensiven Hoffnungen lagen dabei vor allem bei Reitz, der in der Saison 23/24 und bei der U21-EM ja auch gezeigt hat, dass er für Tor- und "Assist"-Gefahr sorgen kann, wenn er nicht als reiner "Worker" abgestellt ist. Stöger war da als Alternative auf der 8 - etwa in Heimspielen, bei Rückständen - durchaus mit dabei, aber tatsächlich weniger im Fokus.

Das ist Stand jetzt aber eh Makulatur. Fans haben halt Hoffnungen und Wünsche, wie hier auch durchaus mit halbwegs fundiertem Hintergrundwissen, am Ende pupsen wir aber während des Spiels alle nur in den Sessel - während der Trainer und sein Team entscheiden. Und Seoane hält am 4:2:3:1 mit Doppel-6 fest. Auch die Verpflichtung von Machino deutet in die Richtung bzw. auf die Variante eines 4:4:1:1.

Das Angenehme hier im Thread war und ist hoffentlich, dass man sich zuletzt darauf "geeinigt" hat, nicht alles dann niederzuknüppeln, sondern auf dem Ist-Zustand munter-kreativ draufrumzudenken bzw. den zu analysieren. Denn Ball nehme ich vorsichtig auf, da ich nicht wirklich viele der Vorbereitungsspiele gesehen habe. Daher erstmal nur zwei Anmerkungen:

* Trotz des Beibehaltens des 4:2:3:1 fällt mir der Wille zu mehr Flexibilität auf, die Linkslastigkeit im erstem Aufbau ist immer noch da, aber rechts wird auch mehr mit hoch geschoben. Das Pressing ist zumindest situativ zurück, das fand Ende 24/25 ja gar nicht mehr statt. Es wird mehr kommuniziert, alle Neuen, aber auch die Jungen sprechen/gestikulieren viel. Die 6er agieren immer noch rollengerecht (Weigl/Sander als Ballverteiler), aber Reitz/Castrop scheinen mehr "Push" ausüben zu dürfen.

* Und jetzt ein Detail zwinker In der 1. HZ gegen Valencia wurde von ein paar Usern aufgezeigt, dass sich Sander oft in die letzte Kette fallen ließ, diese dann zur 3er-Kette mit beiden(!) hochschiebenden AVs wurde. In der 2. HZ fiel mir das ausgerechnet mit Weigl (der am Ende 24/25 teils zum Libero mutierte, um sich der Umklammerung zu lösen) weniger auf. Stattdessen stand zumindest bis zur Unterzahl Omlin sehr hoch zwischen den IVs und wurde aktiv gesucht bzw. fiel mir da auch mit ein paar durchaus überraschend guten Eröffnungsbällen auf (neben auch ein, zwei weniger guten, ja). Das Fass der Torwartdiskussion sollten wir hier nicht aufmachen, aber das Seoane überhaupt den Zweikampf im Tor neu eröffnet hat, kann eben auch taktische bzw. systemische Gründe haben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Doktor_Dree am 04.08.2025 um 22:17 Uhr bearbeitet
Spielsystem |#2277
05.08.2025 - 07:59 Uhr
Zitat von Doktor_Dree

Zitat von Braslet

Zitat von Sniper0809

Ich wäre auch sehr für ein 4-3-3 System. Erstmal als Grundordnung auf dem Taktikboard.

Im Spiel würde ich dann gerne Manipulationen am System sehen. Bin großer Fan eins 3-2 Aufbaus also aus einem Trapez, da es auch in der Konterabsicherung effizient ist, da man im Trapez gut nach Außen tragen kann. Genaue Anordnung wäre ein 3-2-4-1. Gegen den Ball kann man ein 4-5-1 spielen mit einer 4er Kette auf 16er Breite und dicht davor eine 5er Kette mit einer lenkenden Spitze. Wir wären auf Außen und im Zentrum für mich griffiger.


Möglichkeiten:

433
Nicolas
Diks Itakura Elvedi Ullrich
Castrop Sander Reitz
Honorat Kleindienst Hack


Im Ballbesitz 3241
Nicolas
Diks Itakura Elvedi
Reitz Sander
Honorat Castrop Hack Ullrich
Kleindienst

Warum?
Man hätte Diks in seiner wohl stärksten Position, Itakura als zentralen Ballverteiler hinten raus wo er sein Aufbauspiel voll zur Geltung bringt. Elvedi müsste man eig gegen einen Linksfuß ersetzen.
Sander und Reitz können das Spiel ankurbeln und dienen zeitgleich als Konterabsicherung (Rocco muss dort mehr Disziplin zeigen) aber Sanders Ruhe und Roccos Qualitäten im „Ballschleppen“ würden sich mmn sehr gut ergänzen im Aufbau.
Ullrich oder alternativ Netz haben mehr offensiven Raum als Breitengeber mit ihrem jeweils linken Fuß und deren Offensivdrang. Auch Honorat bleibt als Breitengeber und Flankengeber dort wo er am stärksten ist. Castrop und Hack besetzen so ein bisschen schwimmend die 10er/Halbräume und versuchen immer wieder zwischen den Linien mit ihrer Dynamik für Unruhe und Anspielstationen zu sorgen. Kleindienst vorne drin als Zielspieler. Ich setze bewusst auf etwas mehr Ruhe im Ballbesitz und Geduld, da ich der Meinung bin das unser Chaos Fußball uns oft mehr schadet als dem Gegner. In der Formation wäre man für mich auch gegen hohes Pressing besser gestaffelt. Man hat im Zentrum oft +1 Überzahl bzw auf den Außen 1 vs. 1 Situationen.

Gegen den Ball würde ich gar nicht so hoch anpressen.

Nicolas
Diks Itakura Elvedi Ullrich
Honorat Castrop Sander Reitz Hack
Kleindienst

Und immer wieder stur verschieben, geringe Abstände und den Gegner erstmal Lösungen finden lassen mit Ball.


Du hast von Taktik natürlich viel mehr Wissen als ich
und das ist sehr interessant, was du skizzierst

ich hab auch nur eine konkrete Frage:
Warum siehst du da Castrop vor Stöger im Zentrum

Defensiv ist das eher nachvollziehbar aber offensiv ausser den 1:1 Skills ist Castrop (noch!) relativ limitiert und auch nicht 1BL erfahren
und als Zentraler für mich zu wenig variantenreich in seinem Spiel
könnte mir besser vorstellen das in einem 433 Stöger mit Castrop ODER Reitz auf der Doppel8 spielt, obwohl die 2 jungen def mehr Sicherheit bringen, also gegen die Bayern zb eher beide S11 sind
würd mich über eine detaillierte Erklärung freuen


Die ganzen Überlegungen hier auf den vergangenen Seiten entstanden größtenteils unter dem Eindruck des Pléa-Abgangs, verbunden mit der Hoffnung, das auch positiv ummünzen zu können. Dazu noch ganz kurz der Rückblick: Die Entscheidung von den doch sehr alternierenden bis experimentellen Systemen 23/24, zur Saison 2024/25 auf ein 4:2:3:1 zu wechseln und das eher starr und mit klarer Achse aufzubauen, war per se richtig. Das sah man auch lange Zeit der Saison. Je starrer ein System, desto ausrechenbarer ist es aber auch. Quasi Naturgesetz zwinker Das Gesetz hebelst du nur aus, wenn du Barca, PSG oder meinetwegen auch Bayern heißt. Bei uns war das dann am Ende der Saison endgültig der Fall, gerade die "Kleinen" à la St. Pauli, Kiel, Hoffenheim etc. merkten, dass man uns relativ einfach matt setzt, indem man Pléa und Weigl in Manndeckung nimmt bzw. stark presst. Und die Augsburgs und Freiburgs dieser Welt wussten das schon eh immer, die ließen zum Beispiel bereits in der Hinrunde unseren ebenfalls gut gemeinten, aber am Ende auch zu starren asymmetrischen Spielaufbau mit dem Hochschieben der Position (nur) über links, ins Leere laufen.

Der Trend, um den entgegen zu wirken, ging hier erstaunlich mehrheitlich zu einem flexibel angeordneten 4:3:3 - ich selbst habe es eher als 4:1:2:2:1 skizziert, aber im Grunde meinten die meisten hier dasselbe. Und das Ganze dann auch bewusst mit "Power schlägt Finesse", also mit zwei "Treibern" (Reitz, Castrop, ggf. Fraulo) auf der 8 und einer "Retro-Holding-Six" dahinter. Die offensiven Hoffnungen lagen dabei vor allem bei Reitz, der in der Saison 23/24 und bei der U21-EM ja auch gezeigt hat, dass er für Tor- und "Assist"-Gefahr sorgen kann, wenn er nicht als reiner "Worker" abgestellt ist. Stöger war da als Alternative auf der 8 - etwa in Heimspielen, bei Rückständen - durchaus mit dabei, aber tatsächlich weniger im Fokus.

Das ist Stand jetzt aber eh Makulatur. Fans haben halt Hoffnungen und Wünsche, wie hier auch durchaus mit halbwegs fundiertem Hintergrundwissen, am Ende pupsen wir aber während des Spiels alle nur in den Sessel - während der Trainer und sein Team entscheiden. Und Seoane hält am 4:2:3:1 mit Doppel-6 fest. Auch die Verpflichtung von Machino deutet in die Richtung bzw. auf die Variante eines 4:4:1:1.

Das Angenehme hier im Thread war und ist hoffentlich, dass man sich zuletzt darauf "geeinigt" hat, nicht alles dann niederzuknüppeln, sondern auf dem Ist-Zustand munter-kreativ draufrumzudenken bzw. den zu analysieren. Denn Ball nehme ich vorsichtig auf, da ich nicht wirklich viele der Vorbereitungsspiele gesehen habe. Daher erstmal nur zwei Anmerkungen:

* Trotz des Beibehaltens des 4:2:3:1 fällt mir der Wille zu mehr Flexibilität auf, die Linkslastigkeit im erstem Aufbau ist immer noch da, aber rechts wird auch mehr mit hoch geschoben. Das Pressing ist zumindest situativ zurück, das fand Ende 24/25 ja gar nicht mehr statt. Es wird mehr kommuniziert, alle Neuen, aber auch die Jungen sprechen/gestikulieren viel. Die 6er agieren immer noch rollengerecht (Weigl/Sander als Ballverteiler), aber Reitz/Castrop scheinen mehr "Push" ausüben zu dürfen.

* Und jetzt ein Detail zwinker In der 1. HZ gegen Valencia wurde von ein paar Usern aufgezeigt, dass sich Sander oft in die letzte Kette fallen ließ, diese dann zur 3er-Kette mit beiden(!) hochschiebenden AVs wurde. In der 2. HZ fiel mir das ausgerechnet mit Weigl (der am Ende 24/25 teils zum Libero mutierte, um sich der Umklammerung zu lösen) weniger auf. Stattdessen stand zumindest bis zur Unterzahl Omlin sehr hoch zwischen den IVs und wurde aktiv gesucht bzw. fiel mir da auch mit ein paar durchaus überraschend guten Eröffnungsbällen auf (neben auch ein, zwei weniger guten, ja). Das Fass der Torwartdiskussion sollten wir hier nicht aufmachen, aber das Seoane überhaupt den Zweikampf im Tor neu eröffnet hat, kann eben auch taktische bzw. systemische Gründe haben.


Ich nehme mal kurz deine letzten beiden Punkte aus den Testspielen auf.

Die Linkslastigkeit habe ich schon deutlich weniger gesehen muss ich sagen. Wir sind dann viel in den 3:2 Aufbau gegangen, teilweise auch 3:3, weil Honorat nicht viel an der Linie klebte. So Deckungsschattenspiele hat man da getrieben. Man baut auch teilweise über Scally auf bei Vollpressing des Gegners, weil der ein 1:1 eigentlich immer erstmal auflöst. Da fehlt aber immer noch Schritt 2.

Also, zugegeben - ein richtig runder Spielaufbau ist auch nicht mein richtiges Fachgebiet, aber so richtig toll ist das aktuell immer noch nicht. Irgendwann kommt dann doch die lange Murmel auf den Center.

Personell festhalten muss man eigentlich, dass der Aufbau auch mit den Personen variiert. Netz kriegt deutlich tiefer die Bälle als Ullrich. Netz ist da unter Druck auch deutlich passsicherer als Ullrich, der mehr wie Scally die Pressingsituationen im Dribbling auflöst, sie gerne aber auch gar nicht hätte. Dafür taucht dann Ullrich mehr in den offensiven Aktionen auf, zu denen Netz noch 50 Meter Strecke hat. Defensiv tun sich beide nicht viel finde ich. Das Duell sehe ich schon noch als offen an.

Mit Sander spielen wir oft den 3er Aufbau über die 6. Das ist okay, mal - aber schnell auch super statisch, wenn du keine Positionswechsel da drin hast. Da müssen IVs gut eindribbeln können - sonst kommt irgendwann der lange Ball und Sander ist 50 Meter vom zweiten Ball weg. Bei Weigl sind wir tendenziell länger im Aufbau am Ball, uns fehlt aber dennoch der Weg danach. Weigl ist halt mit dem Gesicht zum eigenen Tor deutlich besser als alle - hilft uns so aber noch nicht wirklich weiter.

Im Pressing hat sich in der Tat was geändert. Und das auf relativ simple Art und Weise - wir laufen quasi im 1:1 über den ganzen Platz an. Also wir warten gar nicht auf irgendeinen Auslöser - wir stellen uns mit 4 Mann an deren 16er, laufen dann an, fertig. Laufintensiv, aber unangenehm zu bespielen.

Also festhalten erstmal über die 4 Phasen:

- kontrollierter Ballbesitz nutzt mehr Varianten im ersten Step des Aufbaus - allerdings ist das Ergebnis weiter nicht viel anders.

- unkontrollierter Ballbesitz - im Umschalten sind wir weiterhin nicht schlecht fand ich

- kontrollierter Ballbesitz Gegner - früheres Anlaufen im 1:1 Prinzip ohne Auslöser

- unkontrollierter Ballbesitz Gegner - da war es bspw. im Umschalten gegen Nürnberg nicht so gut, da sind wir langsam hinter den Ball gekommen. Gegen Valencia deutlich besser - schieben wir es mal aufs Trainingslager. Gegenpressingsituationen hatten wir nicht so richtig viele, weil wir, wenn wir im letzten Drittel mal waren, entweder zu wenig Personal nach einem langen Ball dort hatten oder zum Abschluss kamen.

•     •     •

Da stehe ich, singe, seufze und saufe.....

Dieser Beitrag wurde zuletzt von boetze am 05.08.2025 um 08:14 Uhr bearbeitet
Spielsystem |#2278
12.08.2025 - 12:05 Uhr
Die Flexibilität in unserer Spielweise, geschweige denn in Abhängigkeit vom Gegner….., ist mir bisher vollkommen unbekannt, kann dir nur jemand mal vorstellen?
🙈

@SimonsenXL

Deine Frage ist nun mal von mir hierüber bezogen worden.

In Sachen Flexibilität haben wir mit und ohne Ball schon gute Fortschritte gemacht.

Erkennbar war es in allen Vorbereitungsspielen - ich weiß nun nicht, wie viele Du in Gänze gesehen hast.

Nehme wir mal exemplarisch die erste Hälfte gegen Brentford, weil es noch die ist, die möglicherweise präsent ist.

Mit Ball agieren wir aktuell vor allem in zwei verschiedenen Aufbauszenarien.

Entweder schieben unseren AV‘s extrem hoch und sowohl der RIV als auch LIV stehen extrem breit, wodurch sich Reitz oder Weigl immer wieder in die Kette haben fallen lassen.

Infolgedessen lässt sich auch Stöger immer wieder auf die 8 fallen, sodass wir im Zentrum trotzdem doppelt besetzt sind.

Ranos und Honorat spielen mehr zwischen den Linien, Scally und Netz schieben sehr hoch.
Hier haben wir es immer wieder geschafft, mit schnellem Spiel vor allem Brentford‘s erste Pressinglinie gut zu überspielen.
Hier geht es in erster Linie um ein nahezu perfektes Positionsspiel, Passschärfe und wenig Kontakte. Alles Trainingsinhalte der letzten Wochen.

Unser zweites Aufbauszenario:

Unsere letzte Kette steht im gesamten etwas tiefer, Ranos bedient den Halbraum, Honorat eher die Linie.
So war es häufig letztes Jahr der Fall mit Ulle/Hack & Scally/Honorat.
Stöger lässt sich fallen und schafft dadurch Räume für Reitz und Weigl, die es gegen Brentford immer wieder auch geschafft haben, in die letzte Linie durchzubrechen.
So ist bspw. auch das 1:0 entstanden, indem wir es geschafft haben, Räume zu generieren, Scally freizuspielen.

Auch das 2:2 war prädestiniert dafür. Stöger hat sich den Ball tief geholt, stark auf Ulle verlagert.
Klare Überladung der der linken Seite mit Ullrich, Hack und einem der sechster (hier Castrop) - dadurch, dass Stöger sehr tief gefallen ist. Kurze Kontakte, Honorat im Zentrum, Abschluss.

————-

Gegen den Ball ist es ähnlich.
Wir stehen höher, wir holen uns viele zweite Bälle, wir sind engmaschig in den Ketten (dann, wenn alle mitmachen).
Stöger hier immer als klarer Pressingauslöser.
Spielsystem |#2279
12.08.2025 - 13:25 Uhr
Zitat von FohlenBorussia
Die Flexibilität in unserer Spielweise, geschweige denn in Abhängigkeit vom Gegner….., ist mir bisher vollkommen unbekannt, kann dir nur jemand mal vorstellen?
🙈

@SimonsenXL

Deine Frage ist nun mal von mir hierüber bezogen worden.

In Sachen Flexibilität haben wir mit und ohne Ball schon gute Fortschritte gemacht.

Erkennbar war es in allen Vorbereitungsspielen - ich weiß nun nicht, wie viele Du in Gänze gesehen hast.

Nehme wir mal exemplarisch die erste Hälfte gegen Brentford, weil es noch die ist, die möglicherweise präsent ist.

Mit Ball agieren wir aktuell vor allem in zwei verschiedenen Aufbauszenarien.

Entweder schieben unseren AV‘s extrem hoch und sowohl der RIV als auch LIV stehen extrem breit, wodurch sich Reitz oder Weigl immer wieder in die Kette haben fallen lassen.

Infolgedessen lässt sich auch Stöger immer wieder auf die 8 fallen, sodass wir im Zentrum trotzdem doppelt besetzt sind.

Ranos und Honorat spielen mehr zwischen den Linien, Scally und Netz schieben sehr hoch.
Hier haben wir es immer wieder geschafft, mit schnellem Spiel vor allem Brentford‘s erste Pressinglinie gut zu überspielen.
Hier geht es in erster Linie um ein nahezu perfektes Positionsspiel, Passschärfe und wenig Kontakte. Alles Trainingsinhalte der letzten Wochen.

Unser zweites Aufbauszenario:

Unsere letzte Kette steht im gesamten etwas tiefer, Ranos bedient den Halbraum, Honorat eher die Linie.
So war es häufig letztes Jahr der Fall mit Ulle/Hack & Scally/Honorat.
Stöger lässt sich fallen und schafft dadurch Räume für Reitz und Weigl, die es gegen Brentford immer wieder auch geschafft haben, in die letzte Linie durchzubrechen.
So ist bspw. auch das 1:0 entstanden, indem wir es geschafft haben, Räume zu generieren, Scally freizuspielen.

Auch das 2:2 war prädestiniert dafür. Stöger hat sich den Ball tief geholt, stark auf Ulle verlagert.
Klare Überladung der der linken Seite mit Ullrich, Hack und einem der sechster (hier Castrop) - dadurch, dass Stöger sehr tief gefallen ist. Kurze Kontakte, Honorat im Zentrum, Abschluss.

————-

Gegen den Ball ist es ähnlich.
Wir stehen höher, wir holen uns viele zweite Bälle, wir sind engmaschig in den Ketten (dann, wenn alle mitmachen).
Stöger hier immer als klarer Pressingauslöser.


Vor allem haben wir immer noch die Steil-Klatsch Variante durch unsere bulligen MS.
Da Honorat auch immer wieder Richtung Halbspur geht, können auch beide Seiten einlaufen und Tiefgänge anbieten.
Steil-Klatsch haben wir jetzt ganz selten und nur in der Not gespielt. Ist ja auch richtig, in der Vorbereitung muss man ja nicht das an Inhalt tun, was nachts um 3 schon funktioniert. Alles korrekt.

Das Pressing finde ich, nachdem ich mir Teile nochmal angesehen habe, doch relativ variabel. Ich war erst der Auffassung, Wir ballern da einfach auf 1gg1 am 16er rauf und spielen über den ganzen Platz 1gg1.

Das machen wir zeitweise, aber auch nicht immer. Viel warten auch die MFs, vorrangig Stöger der da wirklich herausragend ist, auf den entsprechenden Auslöser. Sooo unkomplex ist das gar nicht, was wir spielen.

•     •     •

Da stehe ich, singe, seufze und saufe.....
Spielsystem |#2280
12.08.2025 - 13:56 Uhr
Habe es an anderer Stelle schon geschrieben, aber hier passt es besser rein. Ich sehe nicht, dass wir im 4-2-3-1 unsere beste Elf auf den Platz bekommen, zu wenige defensive 6er, kein starker 10er ohne Pléa. Ich bin überzeugt man würde mit einem 4-1-4-1 oder 4-1-2-3 deutlich besser aussehen. Für die 2 8er haben wir mit Reitz und Castrop quasi die Idealbesetzung, auch Neuhaus und Fraulo passen da am besten hin. In der Defensive können die 8er nach Situation auf die 6 abkippen, stehen aber gleichzeitig für hohe Ballgewinne und Stress für den Gegner. Sander auf die 6, Alternative Weigl und Swider. Reitz und Castrop sind darüber hinaus auch gefährlich wenn sie offensiver sind
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