| Geburtsdatum | 17.10.2002 |
|---|---|
| Alter | 23 |
| Nat. |
Deutschland |
| Größe | 1,85m |
| Vertrag bis | 30.06.2029 |
| Position | Mittelstürmer |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | Borussia Dortmund |
Leistungsdaten: 26/27
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 7 | 1 | 3 | ||
![]() | Bundesliga | 4 | 1 | 2 | |
![]() | UEFA Champions League | 1 | - | 1 | |
![]() | DFB-Pokal | 1 | - | - | |
![]() | DFL-Supercup | 1 | - | - | |
Maximilian Beier [14]
11.08.2024 - 20:03 Uhr
21.09.2026 - 15:58 Uhr
Maxis offensiver Output ist okay, aber nicht herausragend, und mir fehlt die Fantasie, dass sich das noch groß ändern wird. Wie gut dem BVB ein technisch deutlich stärkerer Spieler auf der LOM-Position tut, konnte man mmn bei Delias sehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Einstein09 am 21.09.2026 um 15:58 Uhr bearbeitet
21.09.2026 - 16:49 Uhr
Zitat von BVB-09
Sehr guter Beitrag.
Niemand wird hier seine Scorer negativ bewerten, aber realistisch gesehen sind das auch Werte, die man für 30 Millionen erwarten darf.
Und er spielt eben auch auf einer Position, wenn er denn Offensiv spielt, in der es nicht nur darauf ankommt, im richtigen Moment mal da zu sein.
Bei einem Stürmer gehe ich da mit, aber ein offensiver Mittelfeldspieler hat ja nicht nur die Aufgabe, Tore zu schießen oder einen Assist zu geben, sondern er soll das offensive Spiel mitgestalten.
Beiers Zahlen sind meiner Meinung nach nicht ansatzweise gut genug, um ihm dieses "er ist halt im richtigen Moment da" durchgehen zu lassen.
Es ist ja nicht so, dass wir jedes Spiel 3-4:0 gewinnen und wir es uns somit erlauben können, im offensiven Mittelfeldspieler einen technisch limitierten Bremsklotz zu haben.
Ich erwarte von einem offensiven Mittelfeldspieler schon auch spielerische Akzente, gute Pässe, gute Ballan- und mitnahme usw.
Und es ist halt auch so, dass man das nicht immer an Kritik an dem Spieler verstehen darf, denn er macht was er kann und das macht er auch gut. Er ist einfach kein Schienenspieler und er ist auch kein Spieler für eine Position, wo man eigentlich einen ganz anderen Typen wie Konstantelias geholt hat.
Für mich wäre es insgesamt das Sinnvollste, wenn man ihn im nächsten Sommer abgeben würde, denn so richtig den passenden Fit sehe ich in unserem System 0.
Zitat von MAB09
Kevin hat auch keine 30 Millionen gekostet.
Beier hat Qualitäten aber eben auch Schwächen, es tut seinem Image nicht gut, dass seine Qualitäten unauffällig sind während einem seine Schwächen ins Auge springen.
Gibt einen Grund warum er nicht in die N11 berufen wurde, es gibt einen Grund warum er bei uns mittlerweile bevorzugt Schiene spielt und sich nicht in der Position durchgesetzt hat die er gerne möchte, weder im Sturm noch wirklich als HS.
Gegen Beier spricht einfach, dass man schon Malen und Adeyemi nicht deren Stärkenprofil entsprechend optimal einsetzen konnte, man aufgrund von seiner Verpflichtung andere Positionen und Baustellen für einen größeren Zeitraum vernachlässigt hat und er sich nach 2 Jahren noch nicht zum unumgänglichen Stammspieler gemausert hat.
Anton war im Verhältnis, Wiederverkaufswert und Prozent des Verfügbaren Budgets unfassbar teuer hat sich aber zum heimlichen Abwehrchef, Führungspersönlichkeit und Fels in der Brandung gemausert.
Guirassy hat in seiner miserablen Saison immer noch 17 Bundesligatore gemacht.
Couto und Groß haben aufgrund von ihren semi passablem Systemfit den BvB wieder verlassen.
Beier ist da irgendwo dazwischen.
Ja Fans sind oft irrational, aber es ist verständlich, dass man bei Kovac Fussball nach offensivem Spielwitz lechzt.
Wie die Griechen empfangen wurden zeigt das, die Hoffnung die man in Guirassilva hat, wie man jeden halbwegs guten Pass von Vermann und Nwaneri hervorhebt, die 5000 Kommentar im "Sancho zum BvB" Thread auch und wie vorschnell man Chukwuemeka zum neuen Star gemacht hat, nachdem er 2 Übersteiger gezeigt hat.
Beier passt von seinem Skillset nicht in diese projizierten Hoffnungen und ist mit seinen 30 Millionen in den Köpfen immer der nächste finanzielle Totalschaden.
Deswegen wird er eben auch anders bewertet als Ryerson oder Svensson.
Zitat von SF2410
Er ist für mich einfach der neue KG19 !
Herz am rechten fleck , leidenschaftlich, haut sich voll rein, egal wo er gebraucht wird,
Wird halt Technisch nie der Weltklasse oder spielt den Traumpass aber Fürs Gefüge sehr wichtig!
Nur Kevin wurde dafür gefeiert für die Attribute
Er ist für mich einfach der neue KG19 !
Herz am rechten fleck , leidenschaftlich, haut sich voll rein, egal wo er gebraucht wird,
Wird halt Technisch nie der Weltklasse oder spielt den Traumpass aber Fürs Gefüge sehr wichtig!
Nur Kevin wurde dafür gefeiert für die Attribute
Kevin hat auch keine 30 Millionen gekostet.
Beier hat Qualitäten aber eben auch Schwächen, es tut seinem Image nicht gut, dass seine Qualitäten unauffällig sind während einem seine Schwächen ins Auge springen.
Gibt einen Grund warum er nicht in die N11 berufen wurde, es gibt einen Grund warum er bei uns mittlerweile bevorzugt Schiene spielt und sich nicht in der Position durchgesetzt hat die er gerne möchte, weder im Sturm noch wirklich als HS.
Gegen Beier spricht einfach, dass man schon Malen und Adeyemi nicht deren Stärkenprofil entsprechend optimal einsetzen konnte, man aufgrund von seiner Verpflichtung andere Positionen und Baustellen für einen größeren Zeitraum vernachlässigt hat und er sich nach 2 Jahren noch nicht zum unumgänglichen Stammspieler gemausert hat.
Anton war im Verhältnis, Wiederverkaufswert und Prozent des Verfügbaren Budgets unfassbar teuer hat sich aber zum heimlichen Abwehrchef, Führungspersönlichkeit und Fels in der Brandung gemausert.
Guirassy hat in seiner miserablen Saison immer noch 17 Bundesligatore gemacht.
Couto und Groß haben aufgrund von ihren semi passablem Systemfit den BvB wieder verlassen.
Beier ist da irgendwo dazwischen.
Ja Fans sind oft irrational, aber es ist verständlich, dass man bei Kovac Fussball nach offensivem Spielwitz lechzt.
Wie die Griechen empfangen wurden zeigt das, die Hoffnung die man in Guirassilva hat, wie man jeden halbwegs guten Pass von Vermann und Nwaneri hervorhebt, die 5000 Kommentar im "Sancho zum BvB" Thread auch und wie vorschnell man Chukwuemeka zum neuen Star gemacht hat, nachdem er 2 Übersteiger gezeigt hat.
Beier passt von seinem Skillset nicht in diese projizierten Hoffnungen und ist mit seinen 30 Millionen in den Köpfen immer der nächste finanzielle Totalschaden.
Deswegen wird er eben auch anders bewertet als Ryerson oder Svensson.
Sehr guter Beitrag.
Niemand wird hier seine Scorer negativ bewerten, aber realistisch gesehen sind das auch Werte, die man für 30 Millionen erwarten darf.
Und er spielt eben auch auf einer Position, wenn er denn Offensiv spielt, in der es nicht nur darauf ankommt, im richtigen Moment mal da zu sein.
Bei einem Stürmer gehe ich da mit, aber ein offensiver Mittelfeldspieler hat ja nicht nur die Aufgabe, Tore zu schießen oder einen Assist zu geben, sondern er soll das offensive Spiel mitgestalten.
Beiers Zahlen sind meiner Meinung nach nicht ansatzweise gut genug, um ihm dieses "er ist halt im richtigen Moment da" durchgehen zu lassen.
Es ist ja nicht so, dass wir jedes Spiel 3-4:0 gewinnen und wir es uns somit erlauben können, im offensiven Mittelfeldspieler einen technisch limitierten Bremsklotz zu haben.
Ich erwarte von einem offensiven Mittelfeldspieler schon auch spielerische Akzente, gute Pässe, gute Ballan- und mitnahme usw.
Und es ist halt auch so, dass man das nicht immer an Kritik an dem Spieler verstehen darf, denn er macht was er kann und das macht er auch gut. Er ist einfach kein Schienenspieler und er ist auch kein Spieler für eine Position, wo man eigentlich einen ganz anderen Typen wie Konstantelias geholt hat.
Für mich wäre es insgesamt das Sinnvollste, wenn man ihn im nächsten Sommer abgeben würde, denn so richtig den passenden Fit sehe ich in unserem System 0.
Ich verstehe die Kritik ehrlich gesagt immer noch nicht. Natürlich kann man sagen, dass Beier technisch kein Konstantelias ist und dass es Spieler gibt, die enger am Ball stärker sind, besser aufdrehen oder aus dem Stand kreativer werden. Aber daraus wird hier plötzlich die Anforderung abgeleitet, dass ein Spieler auf dieser Position das Offensivspiel wie ein klassischer Zehner gestalten müsse und wenn er das nicht tut, sei er ein technisch limitierter Bremsklotz. Das passt für mich überhaupt nicht zu dem Fußball, den wir spielen.
Beier macht nämlich ziemlich viel von dem, was dieses System überhaupt erst funktionieren lässt. Wenn er sich vorne sehr hoch positioniert oder zwischen Außenverteidiger und Innenverteidiger auftaucht, kann der Gegner nicht einfach mit der kompletten Kette nach vorne schieben. Einer der Verteidiger muss ihn im Blick behalten und genau dadurch entstehen Räume, in die andere Spieler kommen können. Wenn er aus dieser Position entgegenkommt, muss ein Verteidiger entscheiden, ob er mitgeht oder seine Position hält. Geht er mit, öffnet sich dahinter Raum. Bleibt er stehen, kann Beier angespielt werden und den Ball weiterleiten. Genau solche Bewegungen erzeugen Räume und Passwege, auch wenn am Ende in keiner Statistik ein kreativer Pass dafür auftaucht.
Dazu kommt seine Arbeit gegen den Ball. Beier läuft nicht einfach ein bisschen herum, sondern gehört seit Jahren zu den Spielern, die enorm viele intensive Aktionen haben. Letzte Saison kam er trotz deutlich weniger Spielminuten als viele Stammspieler auf über 500 Sprints und war damit auch ligaweit weit vorne. Das ist für unsere Art zu verteidigen eben nicht irgendeine nette Zusatzfähigkeit. Wenn der vorderste Block konsequent anlaufen soll, wenn Passwege zugestellt werden sollen und wenn nach Ballverlust sofort wieder Druck auf den Gegner entstehen soll, brauchst du vorne Spieler, die diese Arbeit permanent machen. Davon profitieren dann auch die Spieler um ihn herum.
Und bei all dieser Arbeit ohne Ball ist Beier nun wirklich nicht irgendein Spieler, der offensiv nichts produziert. Letzte Saison 20 direkte Torbeteiligungen und jetzt schon wieder drei in vier Bundesligaspielen. Gerade in einer Mannschaft, bei der hier gleichzeitig darüber diskutiert wird, dass offensiv teilweise noch zu wenig herauskommt, finde ich es schon bemerkenswert, einem Spieler vorzuwerfen, dass er nicht genug gestaltet, obwohl er an einem erheblichen Teil dieser Tore unmittelbar beteiligt ist.
Das Argument mit den 30 Millionen verstehe ich dabei auch nicht. Eine Ablösesumme verändert doch nicht plötzlich das Spielerprofil. Wir haben keinen klassischen Zehner gekauft und nach zwei Jahren festgestellt, dass er keiner ist. Beier war vorher schon ein Spieler, dessen Qualität stark daraus entstanden ist, wie er sich ohne Ball bewegt, wie schnell er Situationen erkennt, wie oft er in gefährliche Räume kommt und wie konsequent er anschließend selbst zum Abschluss oder zur letzten Aktion kommt. Genau deshalb hat Dortmund ihn verpflichtet.
Und Konstantelias ist dafür eigentlich sogar ein gutes Beispiel. Natürlich kann Konstantelias Dinge am Ball, die Beier so nicht kann. Dafür gibt dir Beier andere Dinge, die Konstantelias wiederum nicht in derselben Form mitbringt. Ich sehe überhaupt keinen Sinn darin, aus zwei unterschiedlichen Offensivspielern zwei Konkurrenten um dasselbe Profil zu machen. Gerade wenn man einen breiten Kader haben möchte, ist es doch vollkommen sinnvoll, nicht fünf Spieler zu haben, die alle dasselbe können.
Man kann Beiers Ballannahme kritisieren. Man kann einzelne technische Aktionen kritisieren und man kann auch Spiele finden, in denen er mit Ball zu wenig Einfluss hatte. Alles völlig legitim. Aber aus einem Spieler, der mannschaftsdienlich enorm viel arbeitet, Räume für andere erzeugt und gleichzeitig regelmäßig selbst an Toren beteiligt ist, einen technisch limitierten Bremsklotz zu machen und daraus einen Fit von 0 abzuleiten, kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Das ist für mich eher eine sehr enge Vorstellung davon, wie ein offensiver Mittelfeldspieler auszusehen hat als eine sinnvolle Bewertung dessen, was Beier tatsächlich für diese Mannschaft leistet.
21.09.2026 - 18:07 Uhr
Zitat von Torginho
Der Vergleich ist überhaupt nicht dämlich.
Ein Elfmeter ist ein vergleichsweise "einfaches" Tor, das genauso viel zählt, wie jedes andere Tor (eine gewisse Leistung ist allerdings trotzdem nötig).
Ich hätte auch genauso gut Tap-Ins als Beispiel nehmen können - das sind vergleichsweise einfache Tore. Punkt.
Um es noch deutlicher zu machen:
Stürmer A macht 10 "einfache" Tap-Ins, schafft es aber nie sich durchzudribbeln.
Stürmer B macht 10 "schwere" Dribbeltore, versagt aber bei den Tap-Ins.
Was ist wahrscheinlicher?
Dass Stürmer A plötzlich das Dribbeln lernt oder dass Stürmer B zukünftig die Tap-Ins verwandelt?
Und jetzt komme mir bitte nicht mit "aber Beier macht ja gar nicht nur Tap-Ins" oder ähnlichem Quatsch.
Es geht hier um ein hypothetisches Beispiel, das klarmachen soll, dass Tor eben nicht gleich Tor ist, wenn es um die Bewertung von Spielern geht...
Zitat von Perca
Sorry für die deutliche Wortwahl, aber ich hoffe, du merkst selbst, dass der Vergleich selten dämlich ist. Wie kommt man von einfachen Toren auf Elfmeter? Das ist ja ungefähr so als würde man die Passgenauigkeit bei Standards vergleichen zwischen Ecken und Anstoß.
Elfmeter zu schießen sind keine Leistung eines Stürmers. Man würde doch Butt jetzt nicht zum Toptorjäger ausrufen. Wie falsch möchte man eine Aussage bitte absichtlich falsch verstehen?
Es ging darum, das es eine Leistung ist, regelmäßig da zu stehen um die scheinbar "einfachen" Tore zu machen. Wenn es wirklich so einfach wäre, warum schießt dein Stürmer, der sich durchdribbelt, keines dieser einfachen Tore? Wenn er es doch macht, dann vergleichen wir einen 20-Torestürmer mit einem 10-Torestürmer, dann sollte die Bewertung klar sein. Da es bei Toren jedoch keine B-Note gibt und ein Tor immer exakt ein Tor wert ist, ist es für das Ergebnis egal, ob ein Spieler sich alleine über den Platz dribbelt aber nicht in der Lage ist, richtig zu stehen oder ob der Spieler das perfekte Timing und Gespür für den Raum hat und so 10 Tore erzielt. Mit Elfmetern hat es nichts zu tun, die kann auch ein anderer schießen, richtig stehen und so die vermeintlich einfachen machen scheinbar nicht. Auch wenn ich verstehen kann, dass man lieber Typ Mor sieht als Typ Beier.
Zitat von Torginho
Einfaches Beispiel:
Stürmer A macht 10 Elfmetertore, Stürmer B macht 10 Tore, bei denen er sich durch die gesamte Abwehr dribbelt. Welchen Stürmer würdest du lieber haben?
Nach deiner Logik gibt es keinen Unterschied: schließlich haben beide ja gleich viele Tore geschossen...
Zitat von Noergelgnom
Und Schwierigeres.
Einfache Tore zählen für Dich nämlich nicht so richtig - vielleicht weil sie nicht so spektakulär sind, sondern effizient?
Und Schwierigeres.
Einfache Tore zählen für Dich nämlich nicht so richtig - vielleicht weil sie nicht so spektakulär sind, sondern effizient?
Einfaches Beispiel:
Stürmer A macht 10 Elfmetertore, Stürmer B macht 10 Tore, bei denen er sich durch die gesamte Abwehr dribbelt. Welchen Stürmer würdest du lieber haben?
Nach deiner Logik gibt es keinen Unterschied: schließlich haben beide ja gleich viele Tore geschossen...
Sorry für die deutliche Wortwahl, aber ich hoffe, du merkst selbst, dass der Vergleich selten dämlich ist. Wie kommt man von einfachen Toren auf Elfmeter? Das ist ja ungefähr so als würde man die Passgenauigkeit bei Standards vergleichen zwischen Ecken und Anstoß.
Elfmeter zu schießen sind keine Leistung eines Stürmers. Man würde doch Butt jetzt nicht zum Toptorjäger ausrufen. Wie falsch möchte man eine Aussage bitte absichtlich falsch verstehen?
Es ging darum, das es eine Leistung ist, regelmäßig da zu stehen um die scheinbar "einfachen" Tore zu machen. Wenn es wirklich so einfach wäre, warum schießt dein Stürmer, der sich durchdribbelt, keines dieser einfachen Tore? Wenn er es doch macht, dann vergleichen wir einen 20-Torestürmer mit einem 10-Torestürmer, dann sollte die Bewertung klar sein. Da es bei Toren jedoch keine B-Note gibt und ein Tor immer exakt ein Tor wert ist, ist es für das Ergebnis egal, ob ein Spieler sich alleine über den Platz dribbelt aber nicht in der Lage ist, richtig zu stehen oder ob der Spieler das perfekte Timing und Gespür für den Raum hat und so 10 Tore erzielt. Mit Elfmetern hat es nichts zu tun, die kann auch ein anderer schießen, richtig stehen und so die vermeintlich einfachen machen scheinbar nicht. Auch wenn ich verstehen kann, dass man lieber Typ Mor sieht als Typ Beier.
Der Vergleich ist überhaupt nicht dämlich.
Ein Elfmeter ist ein vergleichsweise "einfaches" Tor, das genauso viel zählt, wie jedes andere Tor (eine gewisse Leistung ist allerdings trotzdem nötig).
Ich hätte auch genauso gut Tap-Ins als Beispiel nehmen können - das sind vergleichsweise einfache Tore. Punkt.
Um es noch deutlicher zu machen:
Stürmer A macht 10 "einfache" Tap-Ins, schafft es aber nie sich durchzudribbeln.
Stürmer B macht 10 "schwere" Dribbeltore, versagt aber bei den Tap-Ins.
Was ist wahrscheinlicher?
Dass Stürmer A plötzlich das Dribbeln lernt oder dass Stürmer B zukünftig die Tap-Ins verwandelt?
Und jetzt komme mir bitte nicht mit "aber Beier macht ja gar nicht nur Tap-Ins" oder ähnlichem Quatsch.
Es geht hier um ein hypothetisches Beispiel, das klarmachen soll, dass Tor eben nicht gleich Tor ist, wenn es um die Bewertung von Spielern geht...
Was du also vergleichst ist die Leistung eines Spielers von der ersten Ballberührung bis zum Treffer. Klar, da ist der Tap-In am einfachsten. Und da wird der Dribbler auch selten versagen. Aber dann reduzierst du eben auch die Leistung von einem Spieler auf den Abschluss an sich und berücksichtigst nur bei dem anderen Spieler die Vorleistung. Es ist ja auch wenig zielführend, wenn ich die Leistung des Dribblers darsuf reduziere, das er zum Abschluss des Dribblings frei vor dem Torwart ins Tor schießen kann und das jeder andere Spieler auch frei vor dem Tor treffen sollte.
Wo liegt also der Unterschied? An der Sichtbarkeit der Aktion. Dribbelt ein Spieler sich durch die Abwehr ist es für jeden ersichtlich, was er gemacht hat, jeder kann einschätzen wie schwer es ist. Die Vorleistung des Tores wird entsprechend gewürdigt. Bei dem Tap-In wird die Vorleistung zumeist nicht gewürdigt. Es ist auch wesentlich defiziler ein Timing, ein Laufweg wahrzunehmen und die Schwierigkeit dahingehend zu bewerten. Ganz stumpf gesagt, "durch die Abwehr dribbeln kann ich nicht, loslaufen schon". Natürlich gibt es bei Tap-Ins wirklich einfache Tore ohne besondere Leistung. Läuft man ein 2 auf 0 und bekommt den Ball quergelegt wird es nicht an einem überragenden Laufweg oder Timing gelegen haben. Doch ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier immer in den Situationen ist, in denrn er den Ball über die Linie drücken muss? Natürlich kann man zu einem gewissen Maße das Timing lernen, das Verständnis für die Räume, aber auch nur zu einem bestimmten Maße. Es ist doch letztlich nichts anderes als der Spielaufbau, Hummels, Kroos, die spielen scheinbar einfache Pässe und hebeln dir die Abwehr aus, da sie Räume lesen können, Laufwege antizipieren, Timing und Schärfe kontrollieren. Warum kann dies nicht auch ein anderer Spieler lernen? Warum ist es eine so viel größere Leistung, den Weg mit einem Pass zu bestreiten als mit einem Lauf?
Ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier wieder zwei mal frei vor dem Tor auftauchte und den Ball versenken könnte? Den Kopfball hat er technisch schlecht ausgeführt, aber auch dort stimmte bereits der Laufweg, dass Timing. Und genau da liegt wie anfangs dargestellt das Problem, deswegen ist der Elfmetervergleich auch nicht zielführend, du negierst die Leistung vor dem ersten Ballkontakt. Beim Elfmeter ist er nicht vorhanden, beim Tap-In oftmals schon.
21.09.2026 - 18:59 Uhr
Zitat von Coq-au-vin
Ich verstehe die Kritik ehrlich gesagt immer noch nicht. Natürlich kann man sagen, dass Beier technisch kein Konstantelias ist und dass es Spieler gibt, die enger am Ball stärker sind, besser aufdrehen oder aus dem Stand kreativer werden. Aber daraus wird hier plötzlich die Anforderung abgeleitet, dass ein Spieler auf dieser Position das Offensivspiel wie ein klassischer Zehner gestalten müsse und wenn er das nicht tut, sei er ein technisch limitierter Bremsklotz. Das passt für mich überhaupt nicht zu dem Fußball, den wir spielen.
Beier macht nämlich ziemlich viel von dem, was dieses System überhaupt erst funktionieren lässt. Wenn er sich vorne sehr hoch positioniert oder zwischen Außenverteidiger und Innenverteidiger auftaucht, kann der Gegner nicht einfach mit der kompletten Kette nach vorne schieben. Einer der Verteidiger muss ihn im Blick behalten und genau dadurch entstehen Räume, in die andere Spieler kommen können. Wenn er aus dieser Position entgegenkommt, muss ein Verteidiger entscheiden, ob er mitgeht oder seine Position hält. Geht er mit, öffnet sich dahinter Raum. Bleibt er stehen, kann Beier angespielt werden und den Ball weiterleiten. Genau solche Bewegungen erzeugen Räume und Passwege, auch wenn am Ende in keiner Statistik ein kreativer Pass dafür auftaucht.
Dazu kommt seine Arbeit gegen den Ball. Beier läuft nicht einfach ein bisschen herum, sondern gehört seit Jahren zu den Spielern, die enorm viele intensive Aktionen haben. Letzte Saison kam er trotz deutlich weniger Spielminuten als viele Stammspieler auf über 500 Sprints und war damit auch ligaweit weit vorne. Das ist für unsere Art zu verteidigen eben nicht irgendeine nette Zusatzfähigkeit. Wenn der vorderste Block konsequent anlaufen soll, wenn Passwege zugestellt werden sollen und wenn nach Ballverlust sofort wieder Druck auf den Gegner entstehen soll, brauchst du vorne Spieler, die diese Arbeit permanent machen. Davon profitieren dann auch die Spieler um ihn herum.
Und bei all dieser Arbeit ohne Ball ist Beier nun wirklich nicht irgendein Spieler, der offensiv nichts produziert. Letzte Saison 20 direkte Torbeteiligungen und jetzt schon wieder drei in vier Bundesligaspielen. Gerade in einer Mannschaft, bei der hier gleichzeitig darüber diskutiert wird, dass offensiv teilweise noch zu wenig herauskommt, finde ich es schon bemerkenswert, einem Spieler vorzuwerfen, dass er nicht genug gestaltet, obwohl er an einem erheblichen Teil dieser Tore unmittelbar beteiligt ist.
Das Argument mit den 30 Millionen verstehe ich dabei auch nicht. Eine Ablösesumme verändert doch nicht plötzlich das Spielerprofil. Wir haben keinen klassischen Zehner gekauft und nach zwei Jahren festgestellt, dass er keiner ist. Beier war vorher schon ein Spieler, dessen Qualität stark daraus entstanden ist, wie er sich ohne Ball bewegt, wie schnell er Situationen erkennt, wie oft er in gefährliche Räume kommt und wie konsequent er anschließend selbst zum Abschluss oder zur letzten Aktion kommt. Genau deshalb hat Dortmund ihn verpflichtet.
Und Konstantelias ist dafür eigentlich sogar ein gutes Beispiel. Natürlich kann Konstantelias Dinge am Ball, die Beier so nicht kann. Dafür gibt dir Beier andere Dinge, die Konstantelias wiederum nicht in derselben Form mitbringt. Ich sehe überhaupt keinen Sinn darin, aus zwei unterschiedlichen Offensivspielern zwei Konkurrenten um dasselbe Profil zu machen. Gerade wenn man einen breiten Kader haben möchte, ist es doch vollkommen sinnvoll, nicht fünf Spieler zu haben, die alle dasselbe können.
Man kann Beiers Ballannahme kritisieren. Man kann einzelne technische Aktionen kritisieren und man kann auch Spiele finden, in denen er mit Ball zu wenig Einfluss hatte. Alles völlig legitim. Aber aus einem Spieler, der mannschaftsdienlich enorm viel arbeitet, Räume für andere erzeugt und gleichzeitig regelmäßig selbst an Toren beteiligt ist, einen technisch limitierten Bremsklotz zu machen und daraus einen Fit von 0 abzuleiten, kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Das ist für mich eher eine sehr enge Vorstellung davon, wie ein offensiver Mittelfeldspieler auszusehen hat als eine sinnvolle Bewertung dessen, was Beier tatsächlich für diese Mannschaft leistet.
Zitat von BVB-09
Sehr guter Beitrag.
Niemand wird hier seine Scorer negativ bewerten, aber realistisch gesehen sind das auch Werte, die man für 30 Millionen erwarten darf.
Und er spielt eben auch auf einer Position, wenn er denn Offensiv spielt, in der es nicht nur darauf ankommt, im richtigen Moment mal da zu sein.
Bei einem Stürmer gehe ich da mit, aber ein offensiver Mittelfeldspieler hat ja nicht nur die Aufgabe, Tore zu schießen oder einen Assist zu geben, sondern er soll das offensive Spiel mitgestalten.
Beiers Zahlen sind meiner Meinung nach nicht ansatzweise gut genug, um ihm dieses "er ist halt im richtigen Moment da" durchgehen zu lassen.
Es ist ja nicht so, dass wir jedes Spiel 3-4:0 gewinnen und wir es uns somit erlauben können, im offensiven Mittelfeldspieler einen technisch limitierten Bremsklotz zu haben.
Ich erwarte von einem offensiven Mittelfeldspieler schon auch spielerische Akzente, gute Pässe, gute Ballan- und mitnahme usw.
Und es ist halt auch so, dass man das nicht immer an Kritik an dem Spieler verstehen darf, denn er macht was er kann und das macht er auch gut. Er ist einfach kein Schienenspieler und er ist auch kein Spieler für eine Position, wo man eigentlich einen ganz anderen Typen wie Konstantelias geholt hat.
Für mich wäre es insgesamt das Sinnvollste, wenn man ihn im nächsten Sommer abgeben würde, denn so richtig den passenden Fit sehe ich in unserem System 0.
Zitat von MAB09
Kevin hat auch keine 30 Millionen gekostet.
Beier hat Qualitäten aber eben auch Schwächen, es tut seinem Image nicht gut, dass seine Qualitäten unauffällig sind während einem seine Schwächen ins Auge springen.
Gibt einen Grund warum er nicht in die N11 berufen wurde, es gibt einen Grund warum er bei uns mittlerweile bevorzugt Schiene spielt und sich nicht in der Position durchgesetzt hat die er gerne möchte, weder im Sturm noch wirklich als HS.
Gegen Beier spricht einfach, dass man schon Malen und Adeyemi nicht deren Stärkenprofil entsprechend optimal einsetzen konnte, man aufgrund von seiner Verpflichtung andere Positionen und Baustellen für einen größeren Zeitraum vernachlässigt hat und er sich nach 2 Jahren noch nicht zum unumgänglichen Stammspieler gemausert hat.
Anton war im Verhältnis, Wiederverkaufswert und Prozent des Verfügbaren Budgets unfassbar teuer hat sich aber zum heimlichen Abwehrchef, Führungspersönlichkeit und Fels in der Brandung gemausert.
Guirassy hat in seiner miserablen Saison immer noch 17 Bundesligatore gemacht.
Couto und Groß haben aufgrund von ihren semi passablem Systemfit den BvB wieder verlassen.
Beier ist da irgendwo dazwischen.
Ja Fans sind oft irrational, aber es ist verständlich, dass man bei Kovac Fussball nach offensivem Spielwitz lechzt.
Wie die Griechen empfangen wurden zeigt das, die Hoffnung die man in Guirassilva hat, wie man jeden halbwegs guten Pass von Vermann und Nwaneri hervorhebt, die 5000 Kommentar im "Sancho zum BvB" Thread auch und wie vorschnell man Chukwuemeka zum neuen Star gemacht hat, nachdem er 2 Übersteiger gezeigt hat.
Beier passt von seinem Skillset nicht in diese projizierten Hoffnungen und ist mit seinen 30 Millionen in den Köpfen immer der nächste finanzielle Totalschaden.
Deswegen wird er eben auch anders bewertet als Ryerson oder Svensson.
Zitat von SF2410
Er ist für mich einfach der neue KG19 !
Herz am rechten fleck , leidenschaftlich, haut sich voll rein, egal wo er gebraucht wird,
Wird halt Technisch nie der Weltklasse oder spielt den Traumpass aber Fürs Gefüge sehr wichtig!
Nur Kevin wurde dafür gefeiert für die Attribute
Er ist für mich einfach der neue KG19 !
Herz am rechten fleck , leidenschaftlich, haut sich voll rein, egal wo er gebraucht wird,
Wird halt Technisch nie der Weltklasse oder spielt den Traumpass aber Fürs Gefüge sehr wichtig!
Nur Kevin wurde dafür gefeiert für die Attribute
Kevin hat auch keine 30 Millionen gekostet.
Beier hat Qualitäten aber eben auch Schwächen, es tut seinem Image nicht gut, dass seine Qualitäten unauffällig sind während einem seine Schwächen ins Auge springen.
Gibt einen Grund warum er nicht in die N11 berufen wurde, es gibt einen Grund warum er bei uns mittlerweile bevorzugt Schiene spielt und sich nicht in der Position durchgesetzt hat die er gerne möchte, weder im Sturm noch wirklich als HS.
Gegen Beier spricht einfach, dass man schon Malen und Adeyemi nicht deren Stärkenprofil entsprechend optimal einsetzen konnte, man aufgrund von seiner Verpflichtung andere Positionen und Baustellen für einen größeren Zeitraum vernachlässigt hat und er sich nach 2 Jahren noch nicht zum unumgänglichen Stammspieler gemausert hat.
Anton war im Verhältnis, Wiederverkaufswert und Prozent des Verfügbaren Budgets unfassbar teuer hat sich aber zum heimlichen Abwehrchef, Führungspersönlichkeit und Fels in der Brandung gemausert.
Guirassy hat in seiner miserablen Saison immer noch 17 Bundesligatore gemacht.
Couto und Groß haben aufgrund von ihren semi passablem Systemfit den BvB wieder verlassen.
Beier ist da irgendwo dazwischen.
Ja Fans sind oft irrational, aber es ist verständlich, dass man bei Kovac Fussball nach offensivem Spielwitz lechzt.
Wie die Griechen empfangen wurden zeigt das, die Hoffnung die man in Guirassilva hat, wie man jeden halbwegs guten Pass von Vermann und Nwaneri hervorhebt, die 5000 Kommentar im "Sancho zum BvB" Thread auch und wie vorschnell man Chukwuemeka zum neuen Star gemacht hat, nachdem er 2 Übersteiger gezeigt hat.
Beier passt von seinem Skillset nicht in diese projizierten Hoffnungen und ist mit seinen 30 Millionen in den Köpfen immer der nächste finanzielle Totalschaden.
Deswegen wird er eben auch anders bewertet als Ryerson oder Svensson.
Sehr guter Beitrag.
Niemand wird hier seine Scorer negativ bewerten, aber realistisch gesehen sind das auch Werte, die man für 30 Millionen erwarten darf.
Und er spielt eben auch auf einer Position, wenn er denn Offensiv spielt, in der es nicht nur darauf ankommt, im richtigen Moment mal da zu sein.
Bei einem Stürmer gehe ich da mit, aber ein offensiver Mittelfeldspieler hat ja nicht nur die Aufgabe, Tore zu schießen oder einen Assist zu geben, sondern er soll das offensive Spiel mitgestalten.
Beiers Zahlen sind meiner Meinung nach nicht ansatzweise gut genug, um ihm dieses "er ist halt im richtigen Moment da" durchgehen zu lassen.
Es ist ja nicht so, dass wir jedes Spiel 3-4:0 gewinnen und wir es uns somit erlauben können, im offensiven Mittelfeldspieler einen technisch limitierten Bremsklotz zu haben.
Ich erwarte von einem offensiven Mittelfeldspieler schon auch spielerische Akzente, gute Pässe, gute Ballan- und mitnahme usw.
Und es ist halt auch so, dass man das nicht immer an Kritik an dem Spieler verstehen darf, denn er macht was er kann und das macht er auch gut. Er ist einfach kein Schienenspieler und er ist auch kein Spieler für eine Position, wo man eigentlich einen ganz anderen Typen wie Konstantelias geholt hat.
Für mich wäre es insgesamt das Sinnvollste, wenn man ihn im nächsten Sommer abgeben würde, denn so richtig den passenden Fit sehe ich in unserem System 0.
Ich verstehe die Kritik ehrlich gesagt immer noch nicht. Natürlich kann man sagen, dass Beier technisch kein Konstantelias ist und dass es Spieler gibt, die enger am Ball stärker sind, besser aufdrehen oder aus dem Stand kreativer werden. Aber daraus wird hier plötzlich die Anforderung abgeleitet, dass ein Spieler auf dieser Position das Offensivspiel wie ein klassischer Zehner gestalten müsse und wenn er das nicht tut, sei er ein technisch limitierter Bremsklotz. Das passt für mich überhaupt nicht zu dem Fußball, den wir spielen.
Beier macht nämlich ziemlich viel von dem, was dieses System überhaupt erst funktionieren lässt. Wenn er sich vorne sehr hoch positioniert oder zwischen Außenverteidiger und Innenverteidiger auftaucht, kann der Gegner nicht einfach mit der kompletten Kette nach vorne schieben. Einer der Verteidiger muss ihn im Blick behalten und genau dadurch entstehen Räume, in die andere Spieler kommen können. Wenn er aus dieser Position entgegenkommt, muss ein Verteidiger entscheiden, ob er mitgeht oder seine Position hält. Geht er mit, öffnet sich dahinter Raum. Bleibt er stehen, kann Beier angespielt werden und den Ball weiterleiten. Genau solche Bewegungen erzeugen Räume und Passwege, auch wenn am Ende in keiner Statistik ein kreativer Pass dafür auftaucht.
Dazu kommt seine Arbeit gegen den Ball. Beier läuft nicht einfach ein bisschen herum, sondern gehört seit Jahren zu den Spielern, die enorm viele intensive Aktionen haben. Letzte Saison kam er trotz deutlich weniger Spielminuten als viele Stammspieler auf über 500 Sprints und war damit auch ligaweit weit vorne. Das ist für unsere Art zu verteidigen eben nicht irgendeine nette Zusatzfähigkeit. Wenn der vorderste Block konsequent anlaufen soll, wenn Passwege zugestellt werden sollen und wenn nach Ballverlust sofort wieder Druck auf den Gegner entstehen soll, brauchst du vorne Spieler, die diese Arbeit permanent machen. Davon profitieren dann auch die Spieler um ihn herum.
Und bei all dieser Arbeit ohne Ball ist Beier nun wirklich nicht irgendein Spieler, der offensiv nichts produziert. Letzte Saison 20 direkte Torbeteiligungen und jetzt schon wieder drei in vier Bundesligaspielen. Gerade in einer Mannschaft, bei der hier gleichzeitig darüber diskutiert wird, dass offensiv teilweise noch zu wenig herauskommt, finde ich es schon bemerkenswert, einem Spieler vorzuwerfen, dass er nicht genug gestaltet, obwohl er an einem erheblichen Teil dieser Tore unmittelbar beteiligt ist.
Das Argument mit den 30 Millionen verstehe ich dabei auch nicht. Eine Ablösesumme verändert doch nicht plötzlich das Spielerprofil. Wir haben keinen klassischen Zehner gekauft und nach zwei Jahren festgestellt, dass er keiner ist. Beier war vorher schon ein Spieler, dessen Qualität stark daraus entstanden ist, wie er sich ohne Ball bewegt, wie schnell er Situationen erkennt, wie oft er in gefährliche Räume kommt und wie konsequent er anschließend selbst zum Abschluss oder zur letzten Aktion kommt. Genau deshalb hat Dortmund ihn verpflichtet.
Und Konstantelias ist dafür eigentlich sogar ein gutes Beispiel. Natürlich kann Konstantelias Dinge am Ball, die Beier so nicht kann. Dafür gibt dir Beier andere Dinge, die Konstantelias wiederum nicht in derselben Form mitbringt. Ich sehe überhaupt keinen Sinn darin, aus zwei unterschiedlichen Offensivspielern zwei Konkurrenten um dasselbe Profil zu machen. Gerade wenn man einen breiten Kader haben möchte, ist es doch vollkommen sinnvoll, nicht fünf Spieler zu haben, die alle dasselbe können.
Man kann Beiers Ballannahme kritisieren. Man kann einzelne technische Aktionen kritisieren und man kann auch Spiele finden, in denen er mit Ball zu wenig Einfluss hatte. Alles völlig legitim. Aber aus einem Spieler, der mannschaftsdienlich enorm viel arbeitet, Räume für andere erzeugt und gleichzeitig regelmäßig selbst an Toren beteiligt ist, einen technisch limitierten Bremsklotz zu machen und daraus einen Fit von 0 abzuleiten, kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Das ist für mich eher eine sehr enge Vorstellung davon, wie ein offensiver Mittelfeldspieler auszusehen hat als eine sinnvolle Bewertung dessen, was Beier tatsächlich für diese Mannschaft leistet.
Stellvertretende Antwort für die, die auf meinen Beitrag reagiert haben.
Ich hatte doch geschrieben, dass Beiers Stärken eher unauffällig sind für die Fans. Jetzt beschreibst du seine Stärken und es fällt auf, dass sie bis auf die Scorer eben unauffällig sind.
Wobei ein Teil seiner Stärken ja auch nur dann zum tragen kommen, wenn die theoretische Gefahr die entsteht nicht direkt durch Stockfehler, Probleme bei der Annahme und Passschwierigkeiten wieder zunichte gemacht werden.
Dann fragst du warum er als unpassender Systemfit gesehen wird.
Unpassend wird er bezeichnet wenn er von anderen mit Malen, Adeyemi und Silva verglichen wird.
Die alle in einem System ihre größten Stärken haben wo sie in einem Zweiersturm spielen können, bzw. vermutlich auch in einem System mit einer Spitze wie Gasperini sich das vorstellt.
Das spielen wir großteils nicht.
Beier spielt mittlerweile sehr häufig auf der Schiene, was er vermutlich nicht machen würde, wäre er weiter Vorne unverzichtbar.
Das 30 Millionen Argument ist darin begründet, dass er mit Kevin, mit Malen, mit Adeyemi und eben mit Silva verglichen wird und mittlerweile ein Konkurrent auf der Schiene zu Svensson und Ryerson ist, die beide wesentlich preiswerter in der Akquise waren.
Für keinen der genannten Spieler hat man bisher großartige Transfergewinne erzielt. Mit Kevin noch den größten während man mit den anderen beiden (Malen, Adeyemi) stand jetzt ein Verlustgeschäft hatte, obwohl man in finanziell prekären Phasen viel Geld (relativ zum Transferbudget) investiert hat.
Natürlich ist das Primär eine Kritik am damaligen Sportdirektor, aber hier wird ja bei der Vereidigung irgendwo zwischen den Linien diskutiert, dass
1. Beier mehr könnte bei einem für ihn besseren System und er deswegen falsch eingeschätzt wird,
er aber gleichzeitig
2. sehr gut im jetzigen System funktioniert und man einfach seine Stärken verkennt, weswegen es ja gar keine Kritik am damaligen Sportdirektor geben sollte.
Bleibt die Frage
Ist er jetzt primär Schienenspieler oder primär 10er/HS mit besonderen Qualitäten in der Rückwärtsbewegung.
Oder ist er wie Kevin der Tausendsassa der dort eingesetzt wird wo er gebraucht wird, wenn alle Fit sind aber vermutlich nicht in der Start 11 steht.
Wo dann eben schon die Überlegungen Sinn machen, wie hat man mit ihm geplant und wie plant man langfristig mit ihm, ist er zufrieden mit seiner Rolle, die er bei seinem Transfer klar anders gewünscht hat und wird er wie Malen und Adeyemi kurz vor seinem Vertragsende für eine nicht wirklich zufriedenstellende Summe verkauft.
Geht er womöglich Ablösefrei, wie so oft vorgekommen die letzten Jahre.
Beiers Marktwert könnte vermutlich extrem gesteigert werden (siehe Lookman) wenn er in einem System spielen würde, was wirklich auf ihn zugeschnitten wurde. Das tut er mMn bei uns nicht.
Lookmans Output ist außerhalb des System Gasperini auch nicht mehr ganz auf dem Level das er schon gezeigt hat.
Es zeigt sich, dass diese Art von Spielern nicht sonderlich gefragt sind auf dem TM weil viele Topteams nicht in diesen Systeme agieren.
Siehe auch in der Nationalmannschaft, wo seine Scorer Werte ja auch nicht so gut sind.
Warum er bei der WM dabei war? Das muss Nagelsmann erklären, gab es mMn deutlich geeignetere Kandidaten (Schade, Adeyemi, El Mala) für seine angebliche Konterposition, oder er wollte ihn als Pendant zu Leweling um in einer 5er Kette eine defensiv ackernde Offensivkomponente zu haben.
Das wird aber unter Klopp eher unrealistisch.
Deswegen die Angst vor einen finanziellen Ausfall. Spieler wie Gittens gehen am Ende vom Tag irgendwie trotzdem für mehr Geld über die Theke.
Bedeutet, solange Beier keinen technisch sauberen und sichtbar kreativen Fussball als Offensivspieler zeigt, solange er sich nicht klar als Mittelstürmer beim BvB durchsetzt, solange er primär eine 30 Millionen Alternative zu Ryerson und Svensson ist, fragt man sich als Fan ob der Preis plus Opportunitätskosten (kein LV der damals Verpflichtet wurde) als Invest wirklich so clever war.
Abschließend wird sich das erst beurteilen lassen, wenn man Beier verkauft hat und man
1. Sehen kann wie viel Ablöse er eingebracht hat
2. Man einen merklichen Abfall in den Scorern pro Spiel/defensiven Stabilität der Mannschaft erkennt
Ich persönlich wäre jedenfalls nicht überrascht, wenn der ursprüngliche Plan mit Beier nicht die Schiene war und wenn er von uns bei einem passenden Angebot das Go bekommen würde zu wechseln.
Und da gehe ich nicht unbedingt davon aus (je nachdem welche Möglichkeiten es auf dem Transfermarkt gibt) dass das Angebot seinem hier angegeben Marktwert entsprechen muss oder es weit übersteigt.
21.09.2026 - 20:29 Uhr
An Beier scheiden sich wirklich die Geister...
Einerseits gute Quote, andererseits ansonsten kaum Input aufs Offensivspiel.
Einerseits gute Endgeschwindigkeit, andererseits einen nur mittelmäßigen Antritt.
Einerseits mit einem unglaublichen Einsatz im Spiel gegen den Ball, andererseits körperlich oft nicht robust genug.
Einerseits mit einem sehr guten Spielverständis, andererseits technisch zu schwach, um die Situationen dann auch entsprechend zu lösen.
Ich glaube, dass seine Stärken und Schwächen für alle recht deutlich sind, der Unterschied in der Bewertung liegt eher in der Gewichtung dieser.
Ich für meinen Teil mag den Menschen Maxi Beier deutlich mehr als den Spieler. Ich habe aber auch immer gegen Thomas Müller argumentiert, bis es irgendwann rational einfach nicht mehr ging. Mein Fußballverständnis als Fernsezuschauer beschränkt sich auf die Bewertung von ersten Kontakten, klugen Pässen und guten Abschlüssen. Wer wie gut anläuft, Räume aufzieht usw. sehe ich vor dem TV nur sehr selten, da ist der Blick dann doch auf dem Ball.
Ich bin mir Recht sicher, dass Beier in allen für mich und viele andere nicht wahrnehmbaren Attributen überragend ist. Dennoch wäre mir ein kreativer und technisch beschlagener Spieler auf seiner Position deutlich lieber. Ich schaue Fußball im Endeffekt dann ja doch für meine persönliche Freude an den Spielen.
Einerseits gute Quote, andererseits ansonsten kaum Input aufs Offensivspiel.
Einerseits gute Endgeschwindigkeit, andererseits einen nur mittelmäßigen Antritt.
Einerseits mit einem unglaublichen Einsatz im Spiel gegen den Ball, andererseits körperlich oft nicht robust genug.
Einerseits mit einem sehr guten Spielverständis, andererseits technisch zu schwach, um die Situationen dann auch entsprechend zu lösen.
Ich glaube, dass seine Stärken und Schwächen für alle recht deutlich sind, der Unterschied in der Bewertung liegt eher in der Gewichtung dieser.
Ich für meinen Teil mag den Menschen Maxi Beier deutlich mehr als den Spieler. Ich habe aber auch immer gegen Thomas Müller argumentiert, bis es irgendwann rational einfach nicht mehr ging. Mein Fußballverständnis als Fernsezuschauer beschränkt sich auf die Bewertung von ersten Kontakten, klugen Pässen und guten Abschlüssen. Wer wie gut anläuft, Räume aufzieht usw. sehe ich vor dem TV nur sehr selten, da ist der Blick dann doch auf dem Ball.
Ich bin mir Recht sicher, dass Beier in allen für mich und viele andere nicht wahrnehmbaren Attributen überragend ist. Dennoch wäre mir ein kreativer und technisch beschlagener Spieler auf seiner Position deutlich lieber. Ich schaue Fußball im Endeffekt dann ja doch für meine persönliche Freude an den Spielen.
21.09.2026 - 21:21 Uhr
Zitat von Perca
Was du also vergleichst ist die Leistung eines Spielers von der ersten Ballberührung bis zum Treffer. Klar, da ist der Tap-In am einfachsten. Und da wird der Dribbler auch selten versagen. Aber dann reduzierst du eben auch die Leistung von einem Spieler auf den Abschluss an sich und berücksichtigst nur bei dem anderen Spieler die Vorleistung. Es ist ja auch wenig zielführend, wenn ich die Leistung des Dribblers darsuf reduziere, das er zum Abschluss des Dribblings frei vor dem Torwart ins Tor schießen kann und das jeder andere Spieler auch frei vor dem Tor treffen sollte.
Wo liegt also der Unterschied? An der Sichtbarkeit der Aktion. Dribbelt ein Spieler sich durch die Abwehr ist es für jeden ersichtlich, was er gemacht hat, jeder kann einschätzen wie schwer es ist. Die Vorleistung des Tores wird entsprechend gewürdigt. Bei dem Tap-In wird die Vorleistung zumeist nicht gewürdigt. Es ist auch wesentlich defiziler ein Timing, ein Laufweg wahrzunehmen und die Schwierigkeit dahingehend zu bewerten. Ganz stumpf gesagt, "durch die Abwehr dribbeln kann ich nicht, loslaufen schon". Natürlich gibt es bei Tap-Ins wirklich einfache Tore ohne besondere Leistung. Läuft man ein 2 auf 0 und bekommt den Ball quergelegt wird es nicht an einem überragenden Laufweg oder Timing gelegen haben. Doch ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier immer in den Situationen ist, in denrn er den Ball über die Linie drücken muss? Natürlich kann man zu einem gewissen Maße das Timing lernen, das Verständnis für die Räume, aber auch nur zu einem bestimmten Maße. Es ist doch letztlich nichts anderes als der Spielaufbau, Hummels, Kroos, die spielen scheinbar einfache Pässe und hebeln dir die Abwehr aus, da sie Räume lesen können, Laufwege antizipieren, Timing und Schärfe kontrollieren. Warum kann dies nicht auch ein anderer Spieler lernen? Warum ist es eine so viel größere Leistung, den Weg mit einem Pass zu bestreiten als mit einem Lauf?
Ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier wieder zwei mal frei vor dem Tor auftauchte und den Ball versenken könnte? Den Kopfball hat er technisch schlecht ausgeführt, aber auch dort stimmte bereits der Laufweg, dass Timing. Und genau da liegt wie anfangs dargestellt das Problem, deswegen ist der Elfmetervergleich auch nicht zielführend, du negierst die Leistung vor dem ersten Ballkontakt. Beim Elfmeter ist er nicht vorhanden, beim Tap-In oftmals schon.
Zitat von Torginho
Der Vergleich ist überhaupt nicht dämlich.
Ein Elfmeter ist ein vergleichsweise "einfaches" Tor, das genauso viel zählt, wie jedes andere Tor (eine gewisse Leistung ist allerdings trotzdem nötig).
Ich hätte auch genauso gut Tap-Ins als Beispiel nehmen können - das sind vergleichsweise einfache Tore. Punkt.
Um es noch deutlicher zu machen:
Stürmer A macht 10 "einfache" Tap-Ins, schafft es aber nie sich durchzudribbeln.
Stürmer B macht 10 "schwere" Dribbeltore, versagt aber bei den Tap-Ins.
Was ist wahrscheinlicher?
Dass Stürmer A plötzlich das Dribbeln lernt oder dass Stürmer B zukünftig die Tap-Ins verwandelt?
Und jetzt komme mir bitte nicht mit "aber Beier macht ja gar nicht nur Tap-Ins" oder ähnlichem Quatsch.
Es geht hier um ein hypothetisches Beispiel, das klarmachen soll, dass Tor eben nicht gleich Tor ist, wenn es um die Bewertung von Spielern geht...
Zitat von Perca
Sorry für die deutliche Wortwahl, aber ich hoffe, du merkst selbst, dass der Vergleich selten dämlich ist. Wie kommt man von einfachen Toren auf Elfmeter? Das ist ja ungefähr so als würde man die Passgenauigkeit bei Standards vergleichen zwischen Ecken und Anstoß.
Elfmeter zu schießen sind keine Leistung eines Stürmers. Man würde doch Butt jetzt nicht zum Toptorjäger ausrufen. Wie falsch möchte man eine Aussage bitte absichtlich falsch verstehen?
Es ging darum, das es eine Leistung ist, regelmäßig da zu stehen um die scheinbar "einfachen" Tore zu machen. Wenn es wirklich so einfach wäre, warum schießt dein Stürmer, der sich durchdribbelt, keines dieser einfachen Tore? Wenn er es doch macht, dann vergleichen wir einen 20-Torestürmer mit einem 10-Torestürmer, dann sollte die Bewertung klar sein. Da es bei Toren jedoch keine B-Note gibt und ein Tor immer exakt ein Tor wert ist, ist es für das Ergebnis egal, ob ein Spieler sich alleine über den Platz dribbelt aber nicht in der Lage ist, richtig zu stehen oder ob der Spieler das perfekte Timing und Gespür für den Raum hat und so 10 Tore erzielt. Mit Elfmetern hat es nichts zu tun, die kann auch ein anderer schießen, richtig stehen und so die vermeintlich einfachen machen scheinbar nicht. Auch wenn ich verstehen kann, dass man lieber Typ Mor sieht als Typ Beier.
Zitat von Torginho
Einfaches Beispiel:
Stürmer A macht 10 Elfmetertore, Stürmer B macht 10 Tore, bei denen er sich durch die gesamte Abwehr dribbelt. Welchen Stürmer würdest du lieber haben?
Nach deiner Logik gibt es keinen Unterschied: schließlich haben beide ja gleich viele Tore geschossen...
Zitat von Noergelgnom
Und Schwierigeres.
Einfache Tore zählen für Dich nämlich nicht so richtig - vielleicht weil sie nicht so spektakulär sind, sondern effizient?
Und Schwierigeres.
Einfache Tore zählen für Dich nämlich nicht so richtig - vielleicht weil sie nicht so spektakulär sind, sondern effizient?
Einfaches Beispiel:
Stürmer A macht 10 Elfmetertore, Stürmer B macht 10 Tore, bei denen er sich durch die gesamte Abwehr dribbelt. Welchen Stürmer würdest du lieber haben?
Nach deiner Logik gibt es keinen Unterschied: schließlich haben beide ja gleich viele Tore geschossen...
Sorry für die deutliche Wortwahl, aber ich hoffe, du merkst selbst, dass der Vergleich selten dämlich ist. Wie kommt man von einfachen Toren auf Elfmeter? Das ist ja ungefähr so als würde man die Passgenauigkeit bei Standards vergleichen zwischen Ecken und Anstoß.
Elfmeter zu schießen sind keine Leistung eines Stürmers. Man würde doch Butt jetzt nicht zum Toptorjäger ausrufen. Wie falsch möchte man eine Aussage bitte absichtlich falsch verstehen?
Es ging darum, das es eine Leistung ist, regelmäßig da zu stehen um die scheinbar "einfachen" Tore zu machen. Wenn es wirklich so einfach wäre, warum schießt dein Stürmer, der sich durchdribbelt, keines dieser einfachen Tore? Wenn er es doch macht, dann vergleichen wir einen 20-Torestürmer mit einem 10-Torestürmer, dann sollte die Bewertung klar sein. Da es bei Toren jedoch keine B-Note gibt und ein Tor immer exakt ein Tor wert ist, ist es für das Ergebnis egal, ob ein Spieler sich alleine über den Platz dribbelt aber nicht in der Lage ist, richtig zu stehen oder ob der Spieler das perfekte Timing und Gespür für den Raum hat und so 10 Tore erzielt. Mit Elfmetern hat es nichts zu tun, die kann auch ein anderer schießen, richtig stehen und so die vermeintlich einfachen machen scheinbar nicht. Auch wenn ich verstehen kann, dass man lieber Typ Mor sieht als Typ Beier.
Der Vergleich ist überhaupt nicht dämlich.
Ein Elfmeter ist ein vergleichsweise "einfaches" Tor, das genauso viel zählt, wie jedes andere Tor (eine gewisse Leistung ist allerdings trotzdem nötig).
Ich hätte auch genauso gut Tap-Ins als Beispiel nehmen können - das sind vergleichsweise einfache Tore. Punkt.
Um es noch deutlicher zu machen:
Stürmer A macht 10 "einfache" Tap-Ins, schafft es aber nie sich durchzudribbeln.
Stürmer B macht 10 "schwere" Dribbeltore, versagt aber bei den Tap-Ins.
Was ist wahrscheinlicher?
Dass Stürmer A plötzlich das Dribbeln lernt oder dass Stürmer B zukünftig die Tap-Ins verwandelt?
Und jetzt komme mir bitte nicht mit "aber Beier macht ja gar nicht nur Tap-Ins" oder ähnlichem Quatsch.
Es geht hier um ein hypothetisches Beispiel, das klarmachen soll, dass Tor eben nicht gleich Tor ist, wenn es um die Bewertung von Spielern geht...
Was du also vergleichst ist die Leistung eines Spielers von der ersten Ballberührung bis zum Treffer. Klar, da ist der Tap-In am einfachsten. Und da wird der Dribbler auch selten versagen. Aber dann reduzierst du eben auch die Leistung von einem Spieler auf den Abschluss an sich und berücksichtigst nur bei dem anderen Spieler die Vorleistung. Es ist ja auch wenig zielführend, wenn ich die Leistung des Dribblers darsuf reduziere, das er zum Abschluss des Dribblings frei vor dem Torwart ins Tor schießen kann und das jeder andere Spieler auch frei vor dem Tor treffen sollte.
Wo liegt also der Unterschied? An der Sichtbarkeit der Aktion. Dribbelt ein Spieler sich durch die Abwehr ist es für jeden ersichtlich, was er gemacht hat, jeder kann einschätzen wie schwer es ist. Die Vorleistung des Tores wird entsprechend gewürdigt. Bei dem Tap-In wird die Vorleistung zumeist nicht gewürdigt. Es ist auch wesentlich defiziler ein Timing, ein Laufweg wahrzunehmen und die Schwierigkeit dahingehend zu bewerten. Ganz stumpf gesagt, "durch die Abwehr dribbeln kann ich nicht, loslaufen schon". Natürlich gibt es bei Tap-Ins wirklich einfache Tore ohne besondere Leistung. Läuft man ein 2 auf 0 und bekommt den Ball quergelegt wird es nicht an einem überragenden Laufweg oder Timing gelegen haben. Doch ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier immer in den Situationen ist, in denrn er den Ball über die Linie drücken muss? Natürlich kann man zu einem gewissen Maße das Timing lernen, das Verständnis für die Räume, aber auch nur zu einem bestimmten Maße. Es ist doch letztlich nichts anderes als der Spielaufbau, Hummels, Kroos, die spielen scheinbar einfache Pässe und hebeln dir die Abwehr aus, da sie Räume lesen können, Laufwege antizipieren, Timing und Schärfe kontrollieren. Warum kann dies nicht auch ein anderer Spieler lernen? Warum ist es eine so viel größere Leistung, den Weg mit einem Pass zu bestreiten als mit einem Lauf?
Ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier wieder zwei mal frei vor dem Tor auftauchte und den Ball versenken könnte? Den Kopfball hat er technisch schlecht ausgeführt, aber auch dort stimmte bereits der Laufweg, dass Timing. Und genau da liegt wie anfangs dargestellt das Problem, deswegen ist der Elfmetervergleich auch nicht zielführend, du negierst die Leistung vor dem ersten Ballkontakt. Beim Elfmeter ist er nicht vorhanden, beim Tap-In oftmals schon.
Ich verstehe diese Argumentation nicht...
1. Ich stelle eine These auf:
"Tor ist nicht gleich Tor - es gibt schwierigere und einfachere"
2. Als Beispiel nehme ich einen Elfmeter (einfach) und ein Dribbeltor (schwer).
3. Du kommst um die Ecke:
Der Vergleich wäre "selten dämlich", weil Elfmeter keine einfachen Tore wären. Und dann erklärst du mir noch, dass ein Spieler für einen Tap-In Timing braucht und das auch eine Leistung ist.
Das macht einfach überhaupt keinen Sinn und ich weiß nicht, worauf du hinaus willst...
Ja, beim Elfmeter gibt es keine Vorleistung des Schützen (es sei denn er ist der Gefoulte) - sind deshalb Elfmeter keine "einfachen" Tore?
Ja, beim Tap-In gibt es vorher noch einen Laufweg - sind sie deshalb mit Dribbeltore gleichzusetzen?
2x Nein.
Und deshalb macht mein Vergleich durchaus Sinn und deine Argumentation läuft ins Nichts...
21.09.2026 - 21:32 Uhr
Zitat von Leude99
An Beier scheiden sich wirklich die Geister...
Einerseits gute Quote, andererseits ansonsten kaum Input aufs Offensivspiel.
Einerseits gute Endgeschwindigkeit, andererseits einen nur mittelmäßigen Antritt.
Einerseits mit einem unglaublichen Einsatz im Spiel gegen den Ball, andererseits körperlich oft nicht robust genug.
Einerseits mit einem sehr guten Spielverständis, andererseits technisch zu schwach, um die Situationen dann auch entsprechend zu lösen.
Ich glaube, dass seine Stärken und Schwächen für alle recht deutlich sind, der Unterschied in der Bewertung liegt eher in der Gewichtung dieser.
Ich für meinen Teil mag den Menschen Maxi Beier deutlich mehr als den Spieler. Ich habe aber auch immer gegen Thomas Müller argumentiert, bis es irgendwann rational einfach nicht mehr ging. Mein Fußballverständnis als Fernsezuschauer beschränkt sich auf die Bewertung von ersten Kontakten, klugen Pässen und guten Abschlüssen. Wer wie gut anläuft, Räume aufzieht usw. sehe ich vor dem TV nur sehr selten, da ist der Blick dann doch auf dem Ball.
Ich bin mir Recht sicher, dass Beier in allen für mich und viele andere nicht wahrnehmbaren Attributen überragend ist. Dennoch wäre mir ein kreativer und technisch beschlagener Spieler auf seiner Position deutlich lieber. Ich schaue Fußball im Endeffekt dann ja doch für meine persönliche Freude an den Spielen.
An Beier scheiden sich wirklich die Geister...
Einerseits gute Quote, andererseits ansonsten kaum Input aufs Offensivspiel.
Einerseits gute Endgeschwindigkeit, andererseits einen nur mittelmäßigen Antritt.
Einerseits mit einem unglaublichen Einsatz im Spiel gegen den Ball, andererseits körperlich oft nicht robust genug.
Einerseits mit einem sehr guten Spielverständis, andererseits technisch zu schwach, um die Situationen dann auch entsprechend zu lösen.
Ich glaube, dass seine Stärken und Schwächen für alle recht deutlich sind, der Unterschied in der Bewertung liegt eher in der Gewichtung dieser.
Ich für meinen Teil mag den Menschen Maxi Beier deutlich mehr als den Spieler. Ich habe aber auch immer gegen Thomas Müller argumentiert, bis es irgendwann rational einfach nicht mehr ging. Mein Fußballverständnis als Fernsezuschauer beschränkt sich auf die Bewertung von ersten Kontakten, klugen Pässen und guten Abschlüssen. Wer wie gut anläuft, Räume aufzieht usw. sehe ich vor dem TV nur sehr selten, da ist der Blick dann doch auf dem Ball.
Ich bin mir Recht sicher, dass Beier in allen für mich und viele andere nicht wahrnehmbaren Attributen überragend ist. Dennoch wäre mir ein kreativer und technisch beschlagener Spieler auf seiner Position deutlich lieber. Ich schaue Fußball im Endeffekt dann ja doch für meine persönliche Freude an den Spielen.
Das finde ich eine sehr schöne Beschreibung, auch wenn ich das Resultat für mich persönlich nicht ganz teile.
Da Adeyemi den Verein verlassen hat und man jetzt mit Karetsas, Nwaneri, Konstantelias, Silva und Inacio im Gegensatz zur letzten Saison bereits genügend kreative technisch beschlagene Spieler für die Halbpositionen im Kader hat, habe ich als Ergänzung gerne einen Spieler wie Beier dazu.
Mir liegt zwar ähnlich wie dir, auch viel an dem was ich spielerisch auf dem Platz geboten bekomme und nicht nur am Ergebnis, aber ich glaube wenn Beier mal als vorderste Spitze vor 2 solcher Kreativspielern auflaufen dürfte, könnte das sehr ansehnliche Spielzüge ergeben. Ich denke das wäre dann der Fall, wenn Beier primär als Verwerter von Kombinationen und Steckpässen der Kreativen spielen würde und weniger selbst in die Vorbereitung eingebunden wäre. Im Gegenzug würde er auch die Spielzüge der Kreativen attraktiver machen, weil eben die von dir erwähnten Effizienz, Endgeschwindigkeit, Einsatz und Spielverständnis alle Möglichkeiten bieten die volle Kreativität auszuspielen.
Wie gesagt muss dafür halt trotzdem genügend Kreativität auf anderen Positionen aufgestellt werden, ein Brandt allein auf weiter Flur, wie letzte Saison reicht dafür nicht aus.
21.09.2026 - 21:35 Uhr
Zitat von Torginho
Ich verstehe diese Argumentation nicht...
1. Ich stelle eine These auf:
"Tor ist nicht gleich Tor - es gibt schwierigere und einfachere"
2. Als Beispiel nehme ich einen Elfmeter (einfach) und ein Dribbeltor (schwer).
3. Du kommst um die Ecke:
Der Vergleich wäre "selten dämlich", weil Elfmeter keine einfachen Tore wären. Und dann erklärst du mir noch, dass ein Spieler für einen Tap-In Timing braucht und das auch eine Leistung ist.
Das macht einfach überhaupt keinen Sinn und ich weiß nicht, worauf du hinaus willst...
Ja, beim Elfmeter gibt es keine Vorleistung des Schützen (es sei denn er ist der Gefoulte) - sind deshalb Elfmeter keine "einfachen" Tore?
Ja, beim Tap-In gibt es vorher noch einen Laufweg - sind sie deshalb mit Dribbeltore gleichzusetzen?
2x Nein.
Und deshalb macht mein Vergleich durchaus Sinn und deine Argumentation läuft ins Nichts...
Zitat von Perca
Was du also vergleichst ist die Leistung eines Spielers von der ersten Ballberührung bis zum Treffer. Klar, da ist der Tap-In am einfachsten. Und da wird der Dribbler auch selten versagen. Aber dann reduzierst du eben auch die Leistung von einem Spieler auf den Abschluss an sich und berücksichtigst nur bei dem anderen Spieler die Vorleistung. Es ist ja auch wenig zielführend, wenn ich die Leistung des Dribblers darsuf reduziere, das er zum Abschluss des Dribblings frei vor dem Torwart ins Tor schießen kann und das jeder andere Spieler auch frei vor dem Tor treffen sollte.
Wo liegt also der Unterschied? An der Sichtbarkeit der Aktion. Dribbelt ein Spieler sich durch die Abwehr ist es für jeden ersichtlich, was er gemacht hat, jeder kann einschätzen wie schwer es ist. Die Vorleistung des Tores wird entsprechend gewürdigt. Bei dem Tap-In wird die Vorleistung zumeist nicht gewürdigt. Es ist auch wesentlich defiziler ein Timing, ein Laufweg wahrzunehmen und die Schwierigkeit dahingehend zu bewerten. Ganz stumpf gesagt, "durch die Abwehr dribbeln kann ich nicht, loslaufen schon". Natürlich gibt es bei Tap-Ins wirklich einfache Tore ohne besondere Leistung. Läuft man ein 2 auf 0 und bekommt den Ball quergelegt wird es nicht an einem überragenden Laufweg oder Timing gelegen haben. Doch ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier immer in den Situationen ist, in denrn er den Ball über die Linie drücken muss? Natürlich kann man zu einem gewissen Maße das Timing lernen, das Verständnis für die Räume, aber auch nur zu einem bestimmten Maße. Es ist doch letztlich nichts anderes als der Spielaufbau, Hummels, Kroos, die spielen scheinbar einfache Pässe und hebeln dir die Abwehr aus, da sie Räume lesen können, Laufwege antizipieren, Timing und Schärfe kontrollieren. Warum kann dies nicht auch ein anderer Spieler lernen? Warum ist es eine so viel größere Leistung, den Weg mit einem Pass zu bestreiten als mit einem Lauf?
Ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier wieder zwei mal frei vor dem Tor auftauchte und den Ball versenken könnte? Den Kopfball hat er technisch schlecht ausgeführt, aber auch dort stimmte bereits der Laufweg, dass Timing. Und genau da liegt wie anfangs dargestellt das Problem, deswegen ist der Elfmetervergleich auch nicht zielführend, du negierst die Leistung vor dem ersten Ballkontakt. Beim Elfmeter ist er nicht vorhanden, beim Tap-In oftmals schon.
Zitat von Torginho
Der Vergleich ist überhaupt nicht dämlich.
Ein Elfmeter ist ein vergleichsweise "einfaches" Tor, das genauso viel zählt, wie jedes andere Tor (eine gewisse Leistung ist allerdings trotzdem nötig).
Ich hätte auch genauso gut Tap-Ins als Beispiel nehmen können - das sind vergleichsweise einfache Tore. Punkt.
Um es noch deutlicher zu machen:
Stürmer A macht 10 "einfache" Tap-Ins, schafft es aber nie sich durchzudribbeln.
Stürmer B macht 10 "schwere" Dribbeltore, versagt aber bei den Tap-Ins.
Was ist wahrscheinlicher?
Dass Stürmer A plötzlich das Dribbeln lernt oder dass Stürmer B zukünftig die Tap-Ins verwandelt?
Und jetzt komme mir bitte nicht mit "aber Beier macht ja gar nicht nur Tap-Ins" oder ähnlichem Quatsch.
Es geht hier um ein hypothetisches Beispiel, das klarmachen soll, dass Tor eben nicht gleich Tor ist, wenn es um die Bewertung von Spielern geht...
Zitat von Perca
Sorry für die deutliche Wortwahl, aber ich hoffe, du merkst selbst, dass der Vergleich selten dämlich ist. Wie kommt man von einfachen Toren auf Elfmeter? Das ist ja ungefähr so als würde man die Passgenauigkeit bei Standards vergleichen zwischen Ecken und Anstoß.
Elfmeter zu schießen sind keine Leistung eines Stürmers. Man würde doch Butt jetzt nicht zum Toptorjäger ausrufen. Wie falsch möchte man eine Aussage bitte absichtlich falsch verstehen?
Es ging darum, das es eine Leistung ist, regelmäßig da zu stehen um die scheinbar "einfachen" Tore zu machen. Wenn es wirklich so einfach wäre, warum schießt dein Stürmer, der sich durchdribbelt, keines dieser einfachen Tore? Wenn er es doch macht, dann vergleichen wir einen 20-Torestürmer mit einem 10-Torestürmer, dann sollte die Bewertung klar sein. Da es bei Toren jedoch keine B-Note gibt und ein Tor immer exakt ein Tor wert ist, ist es für das Ergebnis egal, ob ein Spieler sich alleine über den Platz dribbelt aber nicht in der Lage ist, richtig zu stehen oder ob der Spieler das perfekte Timing und Gespür für den Raum hat und so 10 Tore erzielt. Mit Elfmetern hat es nichts zu tun, die kann auch ein anderer schießen, richtig stehen und so die vermeintlich einfachen machen scheinbar nicht. Auch wenn ich verstehen kann, dass man lieber Typ Mor sieht als Typ Beier.
Zitat von Torginho
Einfaches Beispiel:
Stürmer A macht 10 Elfmetertore, Stürmer B macht 10 Tore, bei denen er sich durch die gesamte Abwehr dribbelt. Welchen Stürmer würdest du lieber haben?
Nach deiner Logik gibt es keinen Unterschied: schließlich haben beide ja gleich viele Tore geschossen...
Zitat von Noergelgnom
Und Schwierigeres.
Einfache Tore zählen für Dich nämlich nicht so richtig - vielleicht weil sie nicht so spektakulär sind, sondern effizient?
Und Schwierigeres.
Einfache Tore zählen für Dich nämlich nicht so richtig - vielleicht weil sie nicht so spektakulär sind, sondern effizient?
Einfaches Beispiel:
Stürmer A macht 10 Elfmetertore, Stürmer B macht 10 Tore, bei denen er sich durch die gesamte Abwehr dribbelt. Welchen Stürmer würdest du lieber haben?
Nach deiner Logik gibt es keinen Unterschied: schließlich haben beide ja gleich viele Tore geschossen...
Sorry für die deutliche Wortwahl, aber ich hoffe, du merkst selbst, dass der Vergleich selten dämlich ist. Wie kommt man von einfachen Toren auf Elfmeter? Das ist ja ungefähr so als würde man die Passgenauigkeit bei Standards vergleichen zwischen Ecken und Anstoß.
Elfmeter zu schießen sind keine Leistung eines Stürmers. Man würde doch Butt jetzt nicht zum Toptorjäger ausrufen. Wie falsch möchte man eine Aussage bitte absichtlich falsch verstehen?
Es ging darum, das es eine Leistung ist, regelmäßig da zu stehen um die scheinbar "einfachen" Tore zu machen. Wenn es wirklich so einfach wäre, warum schießt dein Stürmer, der sich durchdribbelt, keines dieser einfachen Tore? Wenn er es doch macht, dann vergleichen wir einen 20-Torestürmer mit einem 10-Torestürmer, dann sollte die Bewertung klar sein. Da es bei Toren jedoch keine B-Note gibt und ein Tor immer exakt ein Tor wert ist, ist es für das Ergebnis egal, ob ein Spieler sich alleine über den Platz dribbelt aber nicht in der Lage ist, richtig zu stehen oder ob der Spieler das perfekte Timing und Gespür für den Raum hat und so 10 Tore erzielt. Mit Elfmetern hat es nichts zu tun, die kann auch ein anderer schießen, richtig stehen und so die vermeintlich einfachen machen scheinbar nicht. Auch wenn ich verstehen kann, dass man lieber Typ Mor sieht als Typ Beier.
Der Vergleich ist überhaupt nicht dämlich.
Ein Elfmeter ist ein vergleichsweise "einfaches" Tor, das genauso viel zählt, wie jedes andere Tor (eine gewisse Leistung ist allerdings trotzdem nötig).
Ich hätte auch genauso gut Tap-Ins als Beispiel nehmen können - das sind vergleichsweise einfache Tore. Punkt.
Um es noch deutlicher zu machen:
Stürmer A macht 10 "einfache" Tap-Ins, schafft es aber nie sich durchzudribbeln.
Stürmer B macht 10 "schwere" Dribbeltore, versagt aber bei den Tap-Ins.
Was ist wahrscheinlicher?
Dass Stürmer A plötzlich das Dribbeln lernt oder dass Stürmer B zukünftig die Tap-Ins verwandelt?
Und jetzt komme mir bitte nicht mit "aber Beier macht ja gar nicht nur Tap-Ins" oder ähnlichem Quatsch.
Es geht hier um ein hypothetisches Beispiel, das klarmachen soll, dass Tor eben nicht gleich Tor ist, wenn es um die Bewertung von Spielern geht...
Was du also vergleichst ist die Leistung eines Spielers von der ersten Ballberührung bis zum Treffer. Klar, da ist der Tap-In am einfachsten. Und da wird der Dribbler auch selten versagen. Aber dann reduzierst du eben auch die Leistung von einem Spieler auf den Abschluss an sich und berücksichtigst nur bei dem anderen Spieler die Vorleistung. Es ist ja auch wenig zielführend, wenn ich die Leistung des Dribblers darsuf reduziere, das er zum Abschluss des Dribblings frei vor dem Torwart ins Tor schießen kann und das jeder andere Spieler auch frei vor dem Tor treffen sollte.
Wo liegt also der Unterschied? An der Sichtbarkeit der Aktion. Dribbelt ein Spieler sich durch die Abwehr ist es für jeden ersichtlich, was er gemacht hat, jeder kann einschätzen wie schwer es ist. Die Vorleistung des Tores wird entsprechend gewürdigt. Bei dem Tap-In wird die Vorleistung zumeist nicht gewürdigt. Es ist auch wesentlich defiziler ein Timing, ein Laufweg wahrzunehmen und die Schwierigkeit dahingehend zu bewerten. Ganz stumpf gesagt, "durch die Abwehr dribbeln kann ich nicht, loslaufen schon". Natürlich gibt es bei Tap-Ins wirklich einfache Tore ohne besondere Leistung. Läuft man ein 2 auf 0 und bekommt den Ball quergelegt wird es nicht an einem überragenden Laufweg oder Timing gelegen haben. Doch ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier immer in den Situationen ist, in denrn er den Ball über die Linie drücken muss? Natürlich kann man zu einem gewissen Maße das Timing lernen, das Verständnis für die Räume, aber auch nur zu einem bestimmten Maße. Es ist doch letztlich nichts anderes als der Spielaufbau, Hummels, Kroos, die spielen scheinbar einfache Pässe und hebeln dir die Abwehr aus, da sie Räume lesen können, Laufwege antizipieren, Timing und Schärfe kontrollieren. Warum kann dies nicht auch ein anderer Spieler lernen? Warum ist es eine so viel größere Leistung, den Weg mit einem Pass zu bestreiten als mit einem Lauf?
Ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier wieder zwei mal frei vor dem Tor auftauchte und den Ball versenken könnte? Den Kopfball hat er technisch schlecht ausgeführt, aber auch dort stimmte bereits der Laufweg, dass Timing. Und genau da liegt wie anfangs dargestellt das Problem, deswegen ist der Elfmetervergleich auch nicht zielführend, du negierst die Leistung vor dem ersten Ballkontakt. Beim Elfmeter ist er nicht vorhanden, beim Tap-In oftmals schon.
Ich verstehe diese Argumentation nicht...
1. Ich stelle eine These auf:
"Tor ist nicht gleich Tor - es gibt schwierigere und einfachere"
2. Als Beispiel nehme ich einen Elfmeter (einfach) und ein Dribbeltor (schwer).
3. Du kommst um die Ecke:
Der Vergleich wäre "selten dämlich", weil Elfmeter keine einfachen Tore wären. Und dann erklärst du mir noch, dass ein Spieler für einen Tap-In Timing braucht und das auch eine Leistung ist.
Das macht einfach überhaupt keinen Sinn und ich weiß nicht, worauf du hinaus willst...
Ja, beim Elfmeter gibt es keine Vorleistung des Schützen (es sei denn er ist der Gefoulte) - sind deshalb Elfmeter keine "einfachen" Tore?
Ja, beim Tap-In gibt es vorher noch einen Laufweg - sind sie deshalb mit Dribbeltore gleichzusetzen?
2x Nein.
Und deshalb macht mein Vergleich durchaus Sinn und deine Argumentation läuft ins Nichts...
Du diskutierst gerade am eigentlichen Punkt vorbei. @Perca behauptet doch gar nicht, dass ein Elfmeter kein vergleichsweise einfaches Tor ist oder dass ein Tap in genauso schwierig wäre wie ein Dribbeltor. Darum geht es überhaupt nicht.
Das Problem an deinem Vergleich ist, dass du beim Dribbeltor die komplette Entstehung des Tores als Leistung des Spielers wertest, beim Tap in aber praktisch erst beim Abschluss anfängst zu zählen. Genau das ist bei Beier aber entscheidend. Der schwierige Teil ist häufig nicht, den Ball aus fünf Metern reinzuschieben, sondern überhaupt im richtigen Moment in genau diesen Raum zu kommen. Timing, Antizipation, Laufweg und Raumgefühl sind ebenfalls fußballerische Fähigkeiten. Beim Elfmeter existiert diese Vorleistung schlicht nicht. Genau deshalb ist der Vergleich für diese Diskussion wenig hilfreich. Du willst damit zeigen, dass ein Tor unterschiedlich viel über die Qualität eines Spielers aussagen kann und das stimmt natürlich. Nur kannst du dann bei einem Spieler wie Beier nicht ausgerechnet den Teil seiner Leistung ausblenden, der vor dem Abschluss stattfindet.
Noch verrückter wird es bei deinem zweiten Beispiel. Du setzt einfach voraus, dass der Dribbler die einfachen Tore zukünftig wahrscheinlich zusätzlich machen kann, während der andere das Dribbeln vermutlich nie lernt. Worauf basiert das? Wenn Spieler B regelmäßig nicht in diese Abschlusspositionen kommt, fehlt ihm möglicherweise genau das Raumgefühl und Timing, das Spieler A auszeichnet. Dass ein Laufweg weniger spektakulär aussieht als ein Dribbling bedeutet nicht, dass er automatisch leichter zu lernen ist. Und wenn man bei einem hypothetischen Beispiel über Beier ausdrücklich nicht einwenden darf, dass Beier gar nicht nur solche Tore erzielt, hat sich das Beispiel ohnehin ziemlich weit von der eigentlichen Diskussion entfernt. Beier wird nicht dafür gelobt, dass er einen Ball aus einem Meter über die Linie drücken kann. Es geht darum, dass er auffällig häufig überhaupt dort auftaucht, wo solche Situationen entstehen. Genau diesen Teil seiner Leistung blendest du aus und erklärst anschließend das Ergebnis dieser Leistung zum einfachen Tor. Das ist letztlich genau der Punkt, den er dir versucht zu erklären.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Coq-au-vin am 21.09.2026 um 21:36 Uhr bearbeitet
21.09.2026 - 21:43 Uhr
Zitat von Torginho
Ich verstehe diese Argumentation nicht...
1. Ich stelle eine These auf:
"Tor ist nicht gleich Tor - es gibt schwierigere und einfachere"
2. Als Beispiel nehme ich einen Elfmeter (einfach) und ein Dribbeltor (schwer).
3. Du kommst um die Ecke:
Der Vergleich wäre "selten dämlich", weil Elfmeter keine einfachen Tore wären. Und dann erklärst du mir noch, dass ein Spieler für einen Tap-In Timing braucht und das auch eine Leistung ist.
Das macht einfach überhaupt keinen Sinn und ich weiß nicht, worauf du hinaus willst...
Ja, beim Elfmeter gibt es keine Vorleistung des Schützen (es sei denn er ist der Gefoulte) - sind deshalb Elfmeter keine "einfachen" Tore?
Ja, beim Tap-In gibt es vorher noch einen Laufweg - sind sie deshalb mit Dribbeltore gleichzusetzen?
2x Nein.
Und deshalb macht mein Vergleich durchaus Sinn und deine Argumentation läuft ins Nichts...
Zitat von Perca
Was du also vergleichst ist die Leistung eines Spielers von der ersten Ballberührung bis zum Treffer. Klar, da ist der Tap-In am einfachsten. Und da wird der Dribbler auch selten versagen. Aber dann reduzierst du eben auch die Leistung von einem Spieler auf den Abschluss an sich und berücksichtigst nur bei dem anderen Spieler die Vorleistung. Es ist ja auch wenig zielführend, wenn ich die Leistung des Dribblers darsuf reduziere, das er zum Abschluss des Dribblings frei vor dem Torwart ins Tor schießen kann und das jeder andere Spieler auch frei vor dem Tor treffen sollte.
Wo liegt also der Unterschied? An der Sichtbarkeit der Aktion. Dribbelt ein Spieler sich durch die Abwehr ist es für jeden ersichtlich, was er gemacht hat, jeder kann einschätzen wie schwer es ist. Die Vorleistung des Tores wird entsprechend gewürdigt. Bei dem Tap-In wird die Vorleistung zumeist nicht gewürdigt. Es ist auch wesentlich defiziler ein Timing, ein Laufweg wahrzunehmen und die Schwierigkeit dahingehend zu bewerten. Ganz stumpf gesagt, "durch die Abwehr dribbeln kann ich nicht, loslaufen schon". Natürlich gibt es bei Tap-Ins wirklich einfache Tore ohne besondere Leistung. Läuft man ein 2 auf 0 und bekommt den Ball quergelegt wird es nicht an einem überragenden Laufweg oder Timing gelegen haben. Doch ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier immer in den Situationen ist, in denrn er den Ball über die Linie drücken muss? Natürlich kann man zu einem gewissen Maße das Timing lernen, das Verständnis für die Räume, aber auch nur zu einem bestimmten Maße. Es ist doch letztlich nichts anderes als der Spielaufbau, Hummels, Kroos, die spielen scheinbar einfache Pässe und hebeln dir die Abwehr aus, da sie Räume lesen können, Laufwege antizipieren, Timing und Schärfe kontrollieren. Warum kann dies nicht auch ein anderer Spieler lernen? Warum ist es eine so viel größere Leistung, den Weg mit einem Pass zu bestreiten als mit einem Lauf?
Ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier wieder zwei mal frei vor dem Tor auftauchte und den Ball versenken könnte? Den Kopfball hat er technisch schlecht ausgeführt, aber auch dort stimmte bereits der Laufweg, dass Timing. Und genau da liegt wie anfangs dargestellt das Problem, deswegen ist der Elfmetervergleich auch nicht zielführend, du negierst die Leistung vor dem ersten Ballkontakt. Beim Elfmeter ist er nicht vorhanden, beim Tap-In oftmals schon.
Zitat von Torginho
Der Vergleich ist überhaupt nicht dämlich.
Ein Elfmeter ist ein vergleichsweise "einfaches" Tor, das genauso viel zählt, wie jedes andere Tor (eine gewisse Leistung ist allerdings trotzdem nötig).
Ich hätte auch genauso gut Tap-Ins als Beispiel nehmen können - das sind vergleichsweise einfache Tore. Punkt.
Um es noch deutlicher zu machen:
Stürmer A macht 10 "einfache" Tap-Ins, schafft es aber nie sich durchzudribbeln.
Stürmer B macht 10 "schwere" Dribbeltore, versagt aber bei den Tap-Ins.
Was ist wahrscheinlicher?
Dass Stürmer A plötzlich das Dribbeln lernt oder dass Stürmer B zukünftig die Tap-Ins verwandelt?
Und jetzt komme mir bitte nicht mit "aber Beier macht ja gar nicht nur Tap-Ins" oder ähnlichem Quatsch.
Es geht hier um ein hypothetisches Beispiel, das klarmachen soll, dass Tor eben nicht gleich Tor ist, wenn es um die Bewertung von Spielern geht...
Zitat von Perca
Sorry für die deutliche Wortwahl, aber ich hoffe, du merkst selbst, dass der Vergleich selten dämlich ist. Wie kommt man von einfachen Toren auf Elfmeter? Das ist ja ungefähr so als würde man die Passgenauigkeit bei Standards vergleichen zwischen Ecken und Anstoß.
Elfmeter zu schießen sind keine Leistung eines Stürmers. Man würde doch Butt jetzt nicht zum Toptorjäger ausrufen. Wie falsch möchte man eine Aussage bitte absichtlich falsch verstehen?
Es ging darum, das es eine Leistung ist, regelmäßig da zu stehen um die scheinbar "einfachen" Tore zu machen. Wenn es wirklich so einfach wäre, warum schießt dein Stürmer, der sich durchdribbelt, keines dieser einfachen Tore? Wenn er es doch macht, dann vergleichen wir einen 20-Torestürmer mit einem 10-Torestürmer, dann sollte die Bewertung klar sein. Da es bei Toren jedoch keine B-Note gibt und ein Tor immer exakt ein Tor wert ist, ist es für das Ergebnis egal, ob ein Spieler sich alleine über den Platz dribbelt aber nicht in der Lage ist, richtig zu stehen oder ob der Spieler das perfekte Timing und Gespür für den Raum hat und so 10 Tore erzielt. Mit Elfmetern hat es nichts zu tun, die kann auch ein anderer schießen, richtig stehen und so die vermeintlich einfachen machen scheinbar nicht. Auch wenn ich verstehen kann, dass man lieber Typ Mor sieht als Typ Beier.
Zitat von Torginho
Einfaches Beispiel:
Stürmer A macht 10 Elfmetertore, Stürmer B macht 10 Tore, bei denen er sich durch die gesamte Abwehr dribbelt. Welchen Stürmer würdest du lieber haben?
Nach deiner Logik gibt es keinen Unterschied: schließlich haben beide ja gleich viele Tore geschossen...
Zitat von Noergelgnom
Und Schwierigeres.
Einfache Tore zählen für Dich nämlich nicht so richtig - vielleicht weil sie nicht so spektakulär sind, sondern effizient?
Und Schwierigeres.
Einfache Tore zählen für Dich nämlich nicht so richtig - vielleicht weil sie nicht so spektakulär sind, sondern effizient?
Einfaches Beispiel:
Stürmer A macht 10 Elfmetertore, Stürmer B macht 10 Tore, bei denen er sich durch die gesamte Abwehr dribbelt. Welchen Stürmer würdest du lieber haben?
Nach deiner Logik gibt es keinen Unterschied: schließlich haben beide ja gleich viele Tore geschossen...
Sorry für die deutliche Wortwahl, aber ich hoffe, du merkst selbst, dass der Vergleich selten dämlich ist. Wie kommt man von einfachen Toren auf Elfmeter? Das ist ja ungefähr so als würde man die Passgenauigkeit bei Standards vergleichen zwischen Ecken und Anstoß.
Elfmeter zu schießen sind keine Leistung eines Stürmers. Man würde doch Butt jetzt nicht zum Toptorjäger ausrufen. Wie falsch möchte man eine Aussage bitte absichtlich falsch verstehen?
Es ging darum, das es eine Leistung ist, regelmäßig da zu stehen um die scheinbar "einfachen" Tore zu machen. Wenn es wirklich so einfach wäre, warum schießt dein Stürmer, der sich durchdribbelt, keines dieser einfachen Tore? Wenn er es doch macht, dann vergleichen wir einen 20-Torestürmer mit einem 10-Torestürmer, dann sollte die Bewertung klar sein. Da es bei Toren jedoch keine B-Note gibt und ein Tor immer exakt ein Tor wert ist, ist es für das Ergebnis egal, ob ein Spieler sich alleine über den Platz dribbelt aber nicht in der Lage ist, richtig zu stehen oder ob der Spieler das perfekte Timing und Gespür für den Raum hat und so 10 Tore erzielt. Mit Elfmetern hat es nichts zu tun, die kann auch ein anderer schießen, richtig stehen und so die vermeintlich einfachen machen scheinbar nicht. Auch wenn ich verstehen kann, dass man lieber Typ Mor sieht als Typ Beier.
Der Vergleich ist überhaupt nicht dämlich.
Ein Elfmeter ist ein vergleichsweise "einfaches" Tor, das genauso viel zählt, wie jedes andere Tor (eine gewisse Leistung ist allerdings trotzdem nötig).
Ich hätte auch genauso gut Tap-Ins als Beispiel nehmen können - das sind vergleichsweise einfache Tore. Punkt.
Um es noch deutlicher zu machen:
Stürmer A macht 10 "einfache" Tap-Ins, schafft es aber nie sich durchzudribbeln.
Stürmer B macht 10 "schwere" Dribbeltore, versagt aber bei den Tap-Ins.
Was ist wahrscheinlicher?
Dass Stürmer A plötzlich das Dribbeln lernt oder dass Stürmer B zukünftig die Tap-Ins verwandelt?
Und jetzt komme mir bitte nicht mit "aber Beier macht ja gar nicht nur Tap-Ins" oder ähnlichem Quatsch.
Es geht hier um ein hypothetisches Beispiel, das klarmachen soll, dass Tor eben nicht gleich Tor ist, wenn es um die Bewertung von Spielern geht...
Was du also vergleichst ist die Leistung eines Spielers von der ersten Ballberührung bis zum Treffer. Klar, da ist der Tap-In am einfachsten. Und da wird der Dribbler auch selten versagen. Aber dann reduzierst du eben auch die Leistung von einem Spieler auf den Abschluss an sich und berücksichtigst nur bei dem anderen Spieler die Vorleistung. Es ist ja auch wenig zielführend, wenn ich die Leistung des Dribblers darsuf reduziere, das er zum Abschluss des Dribblings frei vor dem Torwart ins Tor schießen kann und das jeder andere Spieler auch frei vor dem Tor treffen sollte.
Wo liegt also der Unterschied? An der Sichtbarkeit der Aktion. Dribbelt ein Spieler sich durch die Abwehr ist es für jeden ersichtlich, was er gemacht hat, jeder kann einschätzen wie schwer es ist. Die Vorleistung des Tores wird entsprechend gewürdigt. Bei dem Tap-In wird die Vorleistung zumeist nicht gewürdigt. Es ist auch wesentlich defiziler ein Timing, ein Laufweg wahrzunehmen und die Schwierigkeit dahingehend zu bewerten. Ganz stumpf gesagt, "durch die Abwehr dribbeln kann ich nicht, loslaufen schon". Natürlich gibt es bei Tap-Ins wirklich einfache Tore ohne besondere Leistung. Läuft man ein 2 auf 0 und bekommt den Ball quergelegt wird es nicht an einem überragenden Laufweg oder Timing gelegen haben. Doch ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier immer in den Situationen ist, in denrn er den Ball über die Linie drücken muss? Natürlich kann man zu einem gewissen Maße das Timing lernen, das Verständnis für die Räume, aber auch nur zu einem bestimmten Maße. Es ist doch letztlich nichts anderes als der Spielaufbau, Hummels, Kroos, die spielen scheinbar einfache Pässe und hebeln dir die Abwehr aus, da sie Räume lesen können, Laufwege antizipieren, Timing und Schärfe kontrollieren. Warum kann dies nicht auch ein anderer Spieler lernen? Warum ist es eine so viel größere Leistung, den Weg mit einem Pass zu bestreiten als mit einem Lauf?
Ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier wieder zwei mal frei vor dem Tor auftauchte und den Ball versenken könnte? Den Kopfball hat er technisch schlecht ausgeführt, aber auch dort stimmte bereits der Laufweg, dass Timing. Und genau da liegt wie anfangs dargestellt das Problem, deswegen ist der Elfmetervergleich auch nicht zielführend, du negierst die Leistung vor dem ersten Ballkontakt. Beim Elfmeter ist er nicht vorhanden, beim Tap-In oftmals schon.
Ich verstehe diese Argumentation nicht...
1. Ich stelle eine These auf:
"Tor ist nicht gleich Tor - es gibt schwierigere und einfachere"
2. Als Beispiel nehme ich einen Elfmeter (einfach) und ein Dribbeltor (schwer).
3. Du kommst um die Ecke:
Der Vergleich wäre "selten dämlich", weil Elfmeter keine einfachen Tore wären. Und dann erklärst du mir noch, dass ein Spieler für einen Tap-In Timing braucht und das auch eine Leistung ist.
Das macht einfach überhaupt keinen Sinn und ich weiß nicht, worauf du hinaus willst...
Ja, beim Elfmeter gibt es keine Vorleistung des Schützen (es sei denn er ist der Gefoulte) - sind deshalb Elfmeter keine "einfachen" Tore?
Ja, beim Tap-In gibt es vorher noch einen Laufweg - sind sie deshalb mit Dribbeltore gleichzusetzen?
2x Nein.
Und deshalb macht mein Vergleich durchaus Sinn und deine Argumentation läuft ins Nichts...
Dann schau mal, wo die Diskussion herkommt.
Deine Aussage war:
"Auch für Tap-Ins braucht man Fähigkeiten (Timing, Antizipation,...), aber am Ende drückt er eben nur noch den Ball über die Linie - das ist dann keine große Fußball-Kunst mehr.
Die "schwierigen" Tore unterscheiden den durchschnittlichen Angreifer von den Klassespielern."
Auf die Frage, was du gegen "einfache" Tore bei einem Stürmer hast, holst du Elfmeter hervor.
Ansonsten ergibt deine Frage auch keinen Sinn. Möchtest du lieber einen Stürmer der Tore aus dem Spiel erzielt oder Elfmeter verwandelt? Die Frage ist doch so zielführend wie die Frage "möchtest du lieber einen Torwart der 10 Bälle aus 50 Metern hält oder 10 Elfmeter?" Die Frage stellt sich doch nicht sinnvoll. Der Schritt von Tap-Ins zu Elfmetern kommt von dir, es sind zwei grundverschiedene Sachen.
Was war denn die Intention deiner Frage, wenn nicht Tap-Ins abzuwerten und mit Elfmetern zu vergleichen?
Zumal deine Ursprungsaussage "aber am Ende drückt er eben nur noch den Ball über die Linie - das ist dann keine große Fußball-Kunst mehr" überdeutlich, dass du die Vorleistung, wie von mir aufgeführt, zu keinster Weise wertschätzt.
21.09.2026 - 22:13 Uhr
Zitat von Perca
Dann schau mal, wo die Diskussion herkommt.
Deine Aussage war:
"Auch für Tap-Ins braucht man Fähigkeiten (Timing, Antizipation,...), aber am Ende drückt er eben nur noch den Ball über die Linie - das ist dann keine große Fußball-Kunst mehr.
Die "schwierigen" Tore unterscheiden den durchschnittlichen Angreifer von den Klassespielern."
Auf die Frage, was du gegen "einfache" Tore bei einem Stürmer hast, holst du Elfmeter hervor.
Ansonsten ergibt deine Frage auch keinen Sinn. Möchtest du lieber einen Stürmer der Tore aus dem Spiel erzielt oder Elfmeter verwandelt? Die Frage ist doch so zielführend wie die Frage "möchtest du lieber einen Torwart der 10 Bälle aus 50 Metern hält oder 10 Elfmeter?" Die Frage stellt sich doch nicht sinnvoll. Der Schritt von Tap-Ins zu Elfmetern kommt von dir, es sind zwei grundverschiedene Sachen.
Was war denn die Intention deiner Frage, wenn nicht Tap-Ins abzuwerten und mit Elfmetern zu vergleichen?
Zumal deine Ursprungsaussage "aber am Ende drückt er eben nur noch den Ball über die Linie - das ist dann keine große Fußball-Kunst mehr" überdeutlich, dass du die Vorleistung, wie von mir aufgeführt, zu keinster Weise wertschätzt.
Zitat von Torginho
Ich verstehe diese Argumentation nicht...
1. Ich stelle eine These auf:
"Tor ist nicht gleich Tor - es gibt schwierigere und einfachere"
2. Als Beispiel nehme ich einen Elfmeter (einfach) und ein Dribbeltor (schwer).
3. Du kommst um die Ecke:
Der Vergleich wäre "selten dämlich", weil Elfmeter keine einfachen Tore wären. Und dann erklärst du mir noch, dass ein Spieler für einen Tap-In Timing braucht und das auch eine Leistung ist.
Das macht einfach überhaupt keinen Sinn und ich weiß nicht, worauf du hinaus willst...
Ja, beim Elfmeter gibt es keine Vorleistung des Schützen (es sei denn er ist der Gefoulte) - sind deshalb Elfmeter keine "einfachen" Tore?
Ja, beim Tap-In gibt es vorher noch einen Laufweg - sind sie deshalb mit Dribbeltore gleichzusetzen?
2x Nein.
Und deshalb macht mein Vergleich durchaus Sinn und deine Argumentation läuft ins Nichts...
Zitat von Perca
Was du also vergleichst ist die Leistung eines Spielers von der ersten Ballberührung bis zum Treffer. Klar, da ist der Tap-In am einfachsten. Und da wird der Dribbler auch selten versagen. Aber dann reduzierst du eben auch die Leistung von einem Spieler auf den Abschluss an sich und berücksichtigst nur bei dem anderen Spieler die Vorleistung. Es ist ja auch wenig zielführend, wenn ich die Leistung des Dribblers darsuf reduziere, das er zum Abschluss des Dribblings frei vor dem Torwart ins Tor schießen kann und das jeder andere Spieler auch frei vor dem Tor treffen sollte.
Wo liegt also der Unterschied? An der Sichtbarkeit der Aktion. Dribbelt ein Spieler sich durch die Abwehr ist es für jeden ersichtlich, was er gemacht hat, jeder kann einschätzen wie schwer es ist. Die Vorleistung des Tores wird entsprechend gewürdigt. Bei dem Tap-In wird die Vorleistung zumeist nicht gewürdigt. Es ist auch wesentlich defiziler ein Timing, ein Laufweg wahrzunehmen und die Schwierigkeit dahingehend zu bewerten. Ganz stumpf gesagt, "durch die Abwehr dribbeln kann ich nicht, loslaufen schon". Natürlich gibt es bei Tap-Ins wirklich einfache Tore ohne besondere Leistung. Läuft man ein 2 auf 0 und bekommt den Ball quergelegt wird es nicht an einem überragenden Laufweg oder Timing gelegen haben. Doch ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier immer in den Situationen ist, in denrn er den Ball über die Linie drücken muss? Natürlich kann man zu einem gewissen Maße das Timing lernen, das Verständnis für die Räume, aber auch nur zu einem bestimmten Maße. Es ist doch letztlich nichts anderes als der Spielaufbau, Hummels, Kroos, die spielen scheinbar einfache Pässe und hebeln dir die Abwehr aus, da sie Räume lesen können, Laufwege antizipieren, Timing und Schärfe kontrollieren. Warum kann dies nicht auch ein anderer Spieler lernen? Warum ist es eine so viel größere Leistung, den Weg mit einem Pass zu bestreiten als mit einem Lauf?
Ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier wieder zwei mal frei vor dem Tor auftauchte und den Ball versenken könnte? Den Kopfball hat er technisch schlecht ausgeführt, aber auch dort stimmte bereits der Laufweg, dass Timing. Und genau da liegt wie anfangs dargestellt das Problem, deswegen ist der Elfmetervergleich auch nicht zielführend, du negierst die Leistung vor dem ersten Ballkontakt. Beim Elfmeter ist er nicht vorhanden, beim Tap-In oftmals schon.
Zitat von Torginho
Der Vergleich ist überhaupt nicht dämlich.
Ein Elfmeter ist ein vergleichsweise "einfaches" Tor, das genauso viel zählt, wie jedes andere Tor (eine gewisse Leistung ist allerdings trotzdem nötig).
Ich hätte auch genauso gut Tap-Ins als Beispiel nehmen können - das sind vergleichsweise einfache Tore. Punkt.
Um es noch deutlicher zu machen:
Stürmer A macht 10 "einfache" Tap-Ins, schafft es aber nie sich durchzudribbeln.
Stürmer B macht 10 "schwere" Dribbeltore, versagt aber bei den Tap-Ins.
Was ist wahrscheinlicher?
Dass Stürmer A plötzlich das Dribbeln lernt oder dass Stürmer B zukünftig die Tap-Ins verwandelt?
Und jetzt komme mir bitte nicht mit "aber Beier macht ja gar nicht nur Tap-Ins" oder ähnlichem Quatsch.
Es geht hier um ein hypothetisches Beispiel, das klarmachen soll, dass Tor eben nicht gleich Tor ist, wenn es um die Bewertung von Spielern geht...
Zitat von Perca
Sorry für die deutliche Wortwahl, aber ich hoffe, du merkst selbst, dass der Vergleich selten dämlich ist. Wie kommt man von einfachen Toren auf Elfmeter? Das ist ja ungefähr so als würde man die Passgenauigkeit bei Standards vergleichen zwischen Ecken und Anstoß.
Elfmeter zu schießen sind keine Leistung eines Stürmers. Man würde doch Butt jetzt nicht zum Toptorjäger ausrufen. Wie falsch möchte man eine Aussage bitte absichtlich falsch verstehen?
Es ging darum, das es eine Leistung ist, regelmäßig da zu stehen um die scheinbar "einfachen" Tore zu machen. Wenn es wirklich so einfach wäre, warum schießt dein Stürmer, der sich durchdribbelt, keines dieser einfachen Tore? Wenn er es doch macht, dann vergleichen wir einen 20-Torestürmer mit einem 10-Torestürmer, dann sollte die Bewertung klar sein. Da es bei Toren jedoch keine B-Note gibt und ein Tor immer exakt ein Tor wert ist, ist es für das Ergebnis egal, ob ein Spieler sich alleine über den Platz dribbelt aber nicht in der Lage ist, richtig zu stehen oder ob der Spieler das perfekte Timing und Gespür für den Raum hat und so 10 Tore erzielt. Mit Elfmetern hat es nichts zu tun, die kann auch ein anderer schießen, richtig stehen und so die vermeintlich einfachen machen scheinbar nicht. Auch wenn ich verstehen kann, dass man lieber Typ Mor sieht als Typ Beier.
Zitat von Torginho
Einfaches Beispiel:
Stürmer A macht 10 Elfmetertore, Stürmer B macht 10 Tore, bei denen er sich durch die gesamte Abwehr dribbelt. Welchen Stürmer würdest du lieber haben?
Nach deiner Logik gibt es keinen Unterschied: schließlich haben beide ja gleich viele Tore geschossen...
Zitat von Noergelgnom
Und Schwierigeres.
Einfache Tore zählen für Dich nämlich nicht so richtig - vielleicht weil sie nicht so spektakulär sind, sondern effizient?
Und Schwierigeres.
Einfache Tore zählen für Dich nämlich nicht so richtig - vielleicht weil sie nicht so spektakulär sind, sondern effizient?
Einfaches Beispiel:
Stürmer A macht 10 Elfmetertore, Stürmer B macht 10 Tore, bei denen er sich durch die gesamte Abwehr dribbelt. Welchen Stürmer würdest du lieber haben?
Nach deiner Logik gibt es keinen Unterschied: schließlich haben beide ja gleich viele Tore geschossen...
Sorry für die deutliche Wortwahl, aber ich hoffe, du merkst selbst, dass der Vergleich selten dämlich ist. Wie kommt man von einfachen Toren auf Elfmeter? Das ist ja ungefähr so als würde man die Passgenauigkeit bei Standards vergleichen zwischen Ecken und Anstoß.
Elfmeter zu schießen sind keine Leistung eines Stürmers. Man würde doch Butt jetzt nicht zum Toptorjäger ausrufen. Wie falsch möchte man eine Aussage bitte absichtlich falsch verstehen?
Es ging darum, das es eine Leistung ist, regelmäßig da zu stehen um die scheinbar "einfachen" Tore zu machen. Wenn es wirklich so einfach wäre, warum schießt dein Stürmer, der sich durchdribbelt, keines dieser einfachen Tore? Wenn er es doch macht, dann vergleichen wir einen 20-Torestürmer mit einem 10-Torestürmer, dann sollte die Bewertung klar sein. Da es bei Toren jedoch keine B-Note gibt und ein Tor immer exakt ein Tor wert ist, ist es für das Ergebnis egal, ob ein Spieler sich alleine über den Platz dribbelt aber nicht in der Lage ist, richtig zu stehen oder ob der Spieler das perfekte Timing und Gespür für den Raum hat und so 10 Tore erzielt. Mit Elfmetern hat es nichts zu tun, die kann auch ein anderer schießen, richtig stehen und so die vermeintlich einfachen machen scheinbar nicht. Auch wenn ich verstehen kann, dass man lieber Typ Mor sieht als Typ Beier.
Der Vergleich ist überhaupt nicht dämlich.
Ein Elfmeter ist ein vergleichsweise "einfaches" Tor, das genauso viel zählt, wie jedes andere Tor (eine gewisse Leistung ist allerdings trotzdem nötig).
Ich hätte auch genauso gut Tap-Ins als Beispiel nehmen können - das sind vergleichsweise einfache Tore. Punkt.
Um es noch deutlicher zu machen:
Stürmer A macht 10 "einfache" Tap-Ins, schafft es aber nie sich durchzudribbeln.
Stürmer B macht 10 "schwere" Dribbeltore, versagt aber bei den Tap-Ins.
Was ist wahrscheinlicher?
Dass Stürmer A plötzlich das Dribbeln lernt oder dass Stürmer B zukünftig die Tap-Ins verwandelt?
Und jetzt komme mir bitte nicht mit "aber Beier macht ja gar nicht nur Tap-Ins" oder ähnlichem Quatsch.
Es geht hier um ein hypothetisches Beispiel, das klarmachen soll, dass Tor eben nicht gleich Tor ist, wenn es um die Bewertung von Spielern geht...
Was du also vergleichst ist die Leistung eines Spielers von der ersten Ballberührung bis zum Treffer. Klar, da ist der Tap-In am einfachsten. Und da wird der Dribbler auch selten versagen. Aber dann reduzierst du eben auch die Leistung von einem Spieler auf den Abschluss an sich und berücksichtigst nur bei dem anderen Spieler die Vorleistung. Es ist ja auch wenig zielführend, wenn ich die Leistung des Dribblers darsuf reduziere, das er zum Abschluss des Dribblings frei vor dem Torwart ins Tor schießen kann und das jeder andere Spieler auch frei vor dem Tor treffen sollte.
Wo liegt also der Unterschied? An der Sichtbarkeit der Aktion. Dribbelt ein Spieler sich durch die Abwehr ist es für jeden ersichtlich, was er gemacht hat, jeder kann einschätzen wie schwer es ist. Die Vorleistung des Tores wird entsprechend gewürdigt. Bei dem Tap-In wird die Vorleistung zumeist nicht gewürdigt. Es ist auch wesentlich defiziler ein Timing, ein Laufweg wahrzunehmen und die Schwierigkeit dahingehend zu bewerten. Ganz stumpf gesagt, "durch die Abwehr dribbeln kann ich nicht, loslaufen schon". Natürlich gibt es bei Tap-Ins wirklich einfache Tore ohne besondere Leistung. Läuft man ein 2 auf 0 und bekommt den Ball quergelegt wird es nicht an einem überragenden Laufweg oder Timing gelegen haben. Doch ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier immer in den Situationen ist, in denrn er den Ball über die Linie drücken muss? Natürlich kann man zu einem gewissen Maße das Timing lernen, das Verständnis für die Räume, aber auch nur zu einem bestimmten Maße. Es ist doch letztlich nichts anderes als der Spielaufbau, Hummels, Kroos, die spielen scheinbar einfache Pässe und hebeln dir die Abwehr aus, da sie Räume lesen können, Laufwege antizipieren, Timing und Schärfe kontrollieren. Warum kann dies nicht auch ein anderer Spieler lernen? Warum ist es eine so viel größere Leistung, den Weg mit einem Pass zu bestreiten als mit einem Lauf?
Ist es Zufall, dass ausgerechnet Beier wieder zwei mal frei vor dem Tor auftauchte und den Ball versenken könnte? Den Kopfball hat er technisch schlecht ausgeführt, aber auch dort stimmte bereits der Laufweg, dass Timing. Und genau da liegt wie anfangs dargestellt das Problem, deswegen ist der Elfmetervergleich auch nicht zielführend, du negierst die Leistung vor dem ersten Ballkontakt. Beim Elfmeter ist er nicht vorhanden, beim Tap-In oftmals schon.
Ich verstehe diese Argumentation nicht...
1. Ich stelle eine These auf:
"Tor ist nicht gleich Tor - es gibt schwierigere und einfachere"
2. Als Beispiel nehme ich einen Elfmeter (einfach) und ein Dribbeltor (schwer).
3. Du kommst um die Ecke:
Der Vergleich wäre "selten dämlich", weil Elfmeter keine einfachen Tore wären. Und dann erklärst du mir noch, dass ein Spieler für einen Tap-In Timing braucht und das auch eine Leistung ist.
Das macht einfach überhaupt keinen Sinn und ich weiß nicht, worauf du hinaus willst...
Ja, beim Elfmeter gibt es keine Vorleistung des Schützen (es sei denn er ist der Gefoulte) - sind deshalb Elfmeter keine "einfachen" Tore?
Ja, beim Tap-In gibt es vorher noch einen Laufweg - sind sie deshalb mit Dribbeltore gleichzusetzen?
2x Nein.
Und deshalb macht mein Vergleich durchaus Sinn und deine Argumentation läuft ins Nichts...
Dann schau mal, wo die Diskussion herkommt.
Deine Aussage war:
"Auch für Tap-Ins braucht man Fähigkeiten (Timing, Antizipation,...), aber am Ende drückt er eben nur noch den Ball über die Linie - das ist dann keine große Fußball-Kunst mehr.
Die "schwierigen" Tore unterscheiden den durchschnittlichen Angreifer von den Klassespielern."
Auf die Frage, was du gegen "einfache" Tore bei einem Stürmer hast, holst du Elfmeter hervor.
Ansonsten ergibt deine Frage auch keinen Sinn. Möchtest du lieber einen Stürmer der Tore aus dem Spiel erzielt oder Elfmeter verwandelt? Die Frage ist doch so zielführend wie die Frage "möchtest du lieber einen Torwart der 10 Bälle aus 50 Metern hält oder 10 Elfmeter?" Die Frage stellt sich doch nicht sinnvoll. Der Schritt von Tap-Ins zu Elfmetern kommt von dir, es sind zwei grundverschiedene Sachen.
Was war denn die Intention deiner Frage, wenn nicht Tap-Ins abzuwerten und mit Elfmetern zu vergleichen?
Zumal deine Ursprungsaussage "aber am Ende drückt er eben nur noch den Ball über die Linie - das ist dann keine große Fußball-Kunst mehr" überdeutlich, dass du die Vorleistung, wie von mir aufgeführt, zu keinster Weise wertschätzt.
Dein Problem ist, dass du denkst, dass ich Tap-Ins mit Elfmetern gleichsetze (was ich nicht getan habe).
Elfmeter sind die für mich die einfachsten Tore, da der Ball ruht, kein Laufweg benötigt wird und kein Gegnerdruck involviert ist - das sollte eigentlich verständlich sein.
Aber nur weil Elfmeter relativ einfach sind, wird dadurch der Tap-In nicht zur großen Fußballkunst, weil man dafür weder besonders gut schießen oder dribbeln können muss. Man muss eben hauptsächlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein...
Und das ist deutlich einfacher als einen platzierten Distanzschuss abzugeben oder sich durch die Verteidiger zu dribbeln - darüber sollte es eigentlich auch keinen Dissens geben.
Ich meine: wenn ich beim Fußball ein geiles Solo Tor gemacht habe, habe ich mich viel mehr für mich gefreut als bei den einfachen Tap-Ins. Da ging der dankbare Blick dann eher zum Vorlagengeber, weil ich wusste, dass er den Hauptanteil am Tor hatte und ich nicht das Gefühl hatte, eine große Leistung vollbracht zu haben.
Ich verstehe nicht , wie man das nicht nachvollziehen kann...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Torginho am 21.09.2026 um 22:14 Uhr bearbeitet
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