Markus Grünberger [Ex(!!!)-Manager]
05.04.2011 - 14:43 Uhr
06.04.2011 - 15:11 Uhr
Ich glaub ehrlich gesagt weniger dass Schrobenhauser die Managergeschäfte gelenkt hat. Das Installieren von Copado war denke ich eher das Problem. er war wohl der Reibungspunkt bei den Geschäften.
Außerdem glaube ich dass auch Schrobenhauser den Verein nicht mit Absicht an die Wand fährt und ich hoffe dass die Ohrfeige mit den Lewis-Millionen eine schallende war die Einige aufgeweckt hat.
Außerdem glaube ich dass auch Schrobenhauser den Verein nicht mit Absicht an die Wand fährt und ich hoffe dass die Ohrfeige mit den Lewis-Millionen eine schallende war die Einige aufgeweckt hat.
06.04.2011 - 15:14 Uhr
Ich denke auch dass man Grünberger nicht eingesetzt hat mit dem Gedanken: "Die wichtigen Sachen entscheide trotzdem nur ich!"
Daumen drücken heisst es jetzt dass er auch die Möglichkeit hat was zu bewirken, vom finanziellen Gesichtspunkt aus gesehen. Beten wir dass wir jetzt endlich mal einen Sponsor finden.
Daumen drücken heisst es jetzt dass er auch die Möglichkeit hat was zu bewirken, vom finanziellen Gesichtspunkt aus gesehen. Beten wir dass wir jetzt endlich mal einen Sponsor finden.
06.04.2011 - 15:33 Uhr
Zitat von Wuerger:
....
Sorry Cain da muss ich dir also widersprechen, ich sehe sowas eher als "normal" an dass gewisse Gruppen ihre exklusive Meinung (ich denk da sind wir uns alle einig) in der Form ins Stadion tragen. ...
Eigentl. sind unsere Meinungen da gar ned so unterschiedlich.... ich schreib ja..."deren Aktionen..."... damit mein ich mehr die ganze Ultraszene an sich und deren selbstherrlichen Führungsanspruch bzw deren exklusive Meinung überhaupt wichtig für den Fußball zu sein.
Aber genug dazu...
Zurück zum Thema... seh das ganze wie die Meißten hier... dem Jungen ne Chance geben, schlimmer als mit Schwiegersöhnchen kann es eh nimmer werden. Und vielleicht ist Grünberger ja ein Talent.....
....
Sorry Cain da muss ich dir also widersprechen, ich sehe sowas eher als "normal" an dass gewisse Gruppen ihre exklusive Meinung (ich denk da sind wir uns alle einig) in der Form ins Stadion tragen. ...
Eigentl. sind unsere Meinungen da gar ned so unterschiedlich.... ich schreib ja..."deren Aktionen..."... damit mein ich mehr die ganze Ultraszene an sich und deren selbstherrlichen Führungsanspruch bzw deren exklusive Meinung überhaupt wichtig für den Fußball zu sein.
Aber genug dazu...
Zurück zum Thema... seh das ganze wie die Meißten hier... dem Jungen ne Chance geben, schlimmer als mit Schwiegersöhnchen kann es eh nimmer werden. Und vielleicht ist Grünberger ja ein Talent.....
06.04.2011 - 20:09 Uhr
Zitat von Haching8:
......
UND ES GEHT UM DEN VEREIN UND NICHT DARUM, MENSCHLISCH ZU JEMANDEM ZU SEIN, DER DEN VEREIN ZUGRUNDE RICHTET - NUR WEIL ER ALTE VERDIENSTE HAT......
Ich denke eigentl. schon, daß man trotzdem menschlich sein sollte ...
......
UND ES GEHT UM DEN VEREIN UND NICHT DARUM, MENSCHLISCH ZU JEMANDEM ZU SEIN, DER DEN VEREIN ZUGRUNDE RICHTET - NUR WEIL ER ALTE VERDIENSTE HAT......
Ich denke eigentl. schon, daß man trotzdem menschlich sein sollte ...
06.04.2011 - 22:45 Uhr
Zitat von Haching8:
Warum werden klasse Leute wie ... und vor allem Hasenhüttl mir nichts, dir nichts abgesägt?
Weil Hasenhüttl nichts drauf hatte, ganz einfach
Warum werden klasse Leute wie ... und vor allem Hasenhüttl mir nichts, dir nichts abgesägt?
Weil Hasenhüttl nichts drauf hatte, ganz einfach
07.04.2011 - 01:06 Uhr
Jo, hier ist ja mal ne ernsthafte Diskussion am Toben. Sehr schön. :)
Inhaltlich zur Ebene 1, Schrobenhauser: Freilich spekulieren wir hier alle ein Stück weit. Ich persönlich hab nur ein paar lose Informationen aus dem Vereinsinnenleben, aber das ist natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit, und sowieso immer als "subjektive" Einblicke zu betrachten. - Wie auch immer: Ungeachtet der Kompetenz der Herren Hasenhüttl und Meidert (die ich, um das aber auch klarzustellen, zumindest Falle des Ersteren für Drittligaverhältnisse alles andere als gering einschätze), wurde schon klar: Es gibt Probleme im Verein, wenn Schrobenhauser etwas zuwiderläuft. Sei es, dass sein Schwiegersohn (mit guten Gründen!) ausgebootet wird, oder dass eine andere "starke" Persönlichkeit am Ruder ist. Da kann mir jetzt einer was vom Waldbär erzählen, oder auch wahrheitsgemäß argumentieren, dass ich auch hier ein Stück weit, spekuliere, aber... ich würd sagen, die Sache liegt mehr oder minder auf der Hand.
Fakt ist, dass die _aktuelle_ Rolle Schrobenhausers im Verein eine solche Allmachtsstellung nicht wirklich rechtfertigt, und der letzte Stein in diesem Mosaik: Fakt ist imho auch, dass wir auf einem gefährlichen Kurs sind, und auf dem sind wir nicht zuletzt, weil das gemacht wurde, was Schrobenhauser gesagt hat: Copado als Sportchef, Lewis als Heilsbringer, Bucher und Lust statt Hasenhüttl; biederes Vereinsgemeier statt modernerer Führungsstrukturen (die ich jetzt mal - etwas spekulativ - mit Meidert assoziiere.)
Und dazu mag sich jetzt jeder seinen Teil denken.
Menschlich sein sollte man immer, und ich persönlich bin auch wirklich kein Freund von "verbaler Gewalt" im Stadion. Aber Kritik... _muss_ erlaubt sein.
Womit wir bei Ebene 2 sind, den Ultras.
Punkt 1): Der Hoeneß macht da ein riesen Faß auf, weil da grade die Lokalrivalität brodelt. Der Mann rennt seit 40 Jahren in Bundesligastadien rum, der soll sich mal nicht für wichtiger nehmen, als er andere Akteure einschätzt. Jeden Spieltag wird irgendwo, irgendwer beleidigt, auch zu Unrecht. Das ist nicht schön, aber als Profi darf ich auch gerne mal sagen: "Habt mich gern, ihr Trottel, wir wissen alle zusammen, dass ihr Blödsinn verzapft". Und damit wär's dann auch gut.
Punkt 2): Wenn hier über "Recht zu bestimmen" geredet wird, geht das doch irgendwie am Punkt vorbei: Die Ultras haben kein Recht zu bestimmen. Nicht juristisch, und auch nicht praktisch. Sie haben ein Recht ihre Meinung zu äußern, und davon machen sie Gebrauch. Über den Ton kann man streiten, an der Handlung an sich gibt's nichts zu mäkeln. Müsste man mir jedenfalls erstmal erklären.
Und Nachsatz dazu: Ich denke erstmal nicht, dass ein Fan mehr wert ist als der andere. Der eine zahlt mehr, das ist okay, der andere unterstützt lauter und treuer, das ist auch okay. (Vielleicht auch noch etwas okayer... aber wie auch immer. ;)) In der Bundesliga läuft nun aber verdammt, verdammt viel in Richtung Geld. Von ganz alleine. Der Gegengeraden- und mehr noch der Haupttribünen- und Business-Seat-Fan stimmt mit dem Geldbeutel ab, und der Geldbeutel schreit mit einem Geräuschpegel wie eine Armada englischer Hooligans nach nem Sieg gegen Deutschland. Minimum. Das Gebrüll rauscht Tag und Nacht in den Ohren der Verantwortlichen. Es gibt also guten Grund, mal mit nem Sprechchor dagegen zu halten. Das Schweigen "Chancengleichheit" zwischen den unterschiedlichen Interessen darstellen würde, ist ein Trugschluss. Meiner Meinung nach.
Und auch hier noch ein Wort zu Hoeneß: Der Mann sollte nicht übersehen, dass bei all seinen Verdiensten der FC Bayern nicht identisch mit ihm ist. Der Verein ist ein Symbol, ein Identifikationspunkt, und Menschen sehen unterschiedliche Sachen darin. Wünschen sich unterschiedliche Entwicklungen. Das ist das Leben, das ist Demokratie, das ist Pluralismus. So what. Problematisch einzig, dass es in einer GmbH keine Basisdemokratie gibt. Aber das ist vorrangig das Problem der Nichtmitbestimmenden, und nicht das Hoeneß'.
Inhaltlich zur Ebene 1, Schrobenhauser: Freilich spekulieren wir hier alle ein Stück weit. Ich persönlich hab nur ein paar lose Informationen aus dem Vereinsinnenleben, aber das ist natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit, und sowieso immer als "subjektive" Einblicke zu betrachten. - Wie auch immer: Ungeachtet der Kompetenz der Herren Hasenhüttl und Meidert (die ich, um das aber auch klarzustellen, zumindest Falle des Ersteren für Drittligaverhältnisse alles andere als gering einschätze), wurde schon klar: Es gibt Probleme im Verein, wenn Schrobenhauser etwas zuwiderläuft. Sei es, dass sein Schwiegersohn (mit guten Gründen!) ausgebootet wird, oder dass eine andere "starke" Persönlichkeit am Ruder ist. Da kann mir jetzt einer was vom Waldbär erzählen, oder auch wahrheitsgemäß argumentieren, dass ich auch hier ein Stück weit, spekuliere, aber... ich würd sagen, die Sache liegt mehr oder minder auf der Hand.
Fakt ist, dass die _aktuelle_ Rolle Schrobenhausers im Verein eine solche Allmachtsstellung nicht wirklich rechtfertigt, und der letzte Stein in diesem Mosaik: Fakt ist imho auch, dass wir auf einem gefährlichen Kurs sind, und auf dem sind wir nicht zuletzt, weil das gemacht wurde, was Schrobenhauser gesagt hat: Copado als Sportchef, Lewis als Heilsbringer, Bucher und Lust statt Hasenhüttl; biederes Vereinsgemeier statt modernerer Führungsstrukturen (die ich jetzt mal - etwas spekulativ - mit Meidert assoziiere.)
Und dazu mag sich jetzt jeder seinen Teil denken.
Menschlich sein sollte man immer, und ich persönlich bin auch wirklich kein Freund von "verbaler Gewalt" im Stadion. Aber Kritik... _muss_ erlaubt sein.
Womit wir bei Ebene 2 sind, den Ultras.
Punkt 1): Der Hoeneß macht da ein riesen Faß auf, weil da grade die Lokalrivalität brodelt. Der Mann rennt seit 40 Jahren in Bundesligastadien rum, der soll sich mal nicht für wichtiger nehmen, als er andere Akteure einschätzt. Jeden Spieltag wird irgendwo, irgendwer beleidigt, auch zu Unrecht. Das ist nicht schön, aber als Profi darf ich auch gerne mal sagen: "Habt mich gern, ihr Trottel, wir wissen alle zusammen, dass ihr Blödsinn verzapft". Und damit wär's dann auch gut.
Punkt 2): Wenn hier über "Recht zu bestimmen" geredet wird, geht das doch irgendwie am Punkt vorbei: Die Ultras haben kein Recht zu bestimmen. Nicht juristisch, und auch nicht praktisch. Sie haben ein Recht ihre Meinung zu äußern, und davon machen sie Gebrauch. Über den Ton kann man streiten, an der Handlung an sich gibt's nichts zu mäkeln. Müsste man mir jedenfalls erstmal erklären.
Und Nachsatz dazu: Ich denke erstmal nicht, dass ein Fan mehr wert ist als der andere. Der eine zahlt mehr, das ist okay, der andere unterstützt lauter und treuer, das ist auch okay. (Vielleicht auch noch etwas okayer... aber wie auch immer. ;)) In der Bundesliga läuft nun aber verdammt, verdammt viel in Richtung Geld. Von ganz alleine. Der Gegengeraden- und mehr noch der Haupttribünen- und Business-Seat-Fan stimmt mit dem Geldbeutel ab, und der Geldbeutel schreit mit einem Geräuschpegel wie eine Armada englischer Hooligans nach nem Sieg gegen Deutschland. Minimum. Das Gebrüll rauscht Tag und Nacht in den Ohren der Verantwortlichen. Es gibt also guten Grund, mal mit nem Sprechchor dagegen zu halten. Das Schweigen "Chancengleichheit" zwischen den unterschiedlichen Interessen darstellen würde, ist ein Trugschluss. Meiner Meinung nach.
Und auch hier noch ein Wort zu Hoeneß: Der Mann sollte nicht übersehen, dass bei all seinen Verdiensten der FC Bayern nicht identisch mit ihm ist. Der Verein ist ein Symbol, ein Identifikationspunkt, und Menschen sehen unterschiedliche Sachen darin. Wünschen sich unterschiedliche Entwicklungen. Das ist das Leben, das ist Demokratie, das ist Pluralismus. So what. Problematisch einzig, dass es in einer GmbH keine Basisdemokratie gibt. Aber das ist vorrangig das Problem der Nichtmitbestimmenden, und nicht das Hoeneß'.
07.04.2011 - 08:48 Uhr
heute ist ein großes Interview mit ihm in der SZ, dort sagt er u.a. dass er so in ca. 2 Wochen anfangen wird mit den Spielern Vertragsgespräche zu führen (liegt wohl an der finanziellen und der noch nicht ganz gesicherten sportlichen Zukunft!)...
07.04.2011 - 11:59 Uhr
'Ich sage, was Sache ist'
Offen, ehrgeizig, ungeduldig: Hachings neuer Manager Markus Grünberger, 26, über seine Führungsqualitäten
Niemand kann das im Nachhinein sagen, aber vielleicht würde man heute beim FCBayern gar nicht über Thomas Kraft oder Manuel Neuer diskutieren, hätte Markus Grünbergers Knie gehalten. Von der U15 bis zur U21 spielte der gebürtige Dachauer in der Nationalelf, er hatte 14Regionalliga-Einsätze für die Münchner Bayern - bis ihn mit 20 der fünfte Kreuzbandriss zur Aufgabe zwang. Seit Dienstag arbeitet Markus Grünberger, inzwischen 26, als Manager des Fußball-Drittligisten SpVgg Unterhaching.
Herr Grünberger, Sie haben am Dienstag Ihr Büro bezogen. Ist es schön?
Klar. Das schönste in der ganzen Liga.
Ehrlich?
Es ist nett. Man hat die Übersicht über das ganze Stadion. Aber das ist nebensächlich.
Unterhaching ist Ihre erste Station als Manager. War das ein Berufsziel, als Sie zum Sportinvaliden wurden?
Als meine Laufbahn 2005 zu Ende ging, war mir klar, dass ich für einen Verein arbeiten will - Trainer wäre nicht in Frage gekommen. Es war mein Ziel, ich habe das erreicht und ich bin glücklich.
Haben Sie dieses Ziel während einer Ihrer langen Verletzungspausen gefasst?
Nein, da war mein einziger Gedanke, schnell wieder auf den Platz zu kommen. Aber irgendwann kam der Punkt, an dem es nicht mehr weiterging.
Wie schwer war es, das unbefriedigende Ende Ihrer Karriere zu verarbeiten?
Ich bin ein Mensch, der schnell wieder aufsteht, aber die ersten Monate war es für mich sehr schwer. Wenn du die Jungs im Fernsehen siehst und bist eigentlich nur im Reha-Zentrum, das ist bitter.
Kann es sein, dass man mit dem Gefühl, nicht alles erreicht zu haben, mehr Feuer für eine neue Aufgabe entwickeln kann als am Ende einer langen Karriere?
Auf jeden Fall. Andererseits: Ich hatte ja die Ehre, für den FC Bayern spielen zu dürfen. Und ich war Nationalspieler.
Was sind Sie für ein Typ?
Ein extrem ehrgeiziger Mensch. Einer, der strategisch ausgerichtet ist und immer zwei, drei Schritte voraus denkt. Teilweise sehr ungeduldig. Ehrlich und für alles offen. Ein Familienmensch.
Sie haben Familie?
Eine Frau und einen Hund.
Sie sind jünger als viele Spieler. Kann das zum Problem werden?
Nein. Wenn man viel arbeitet und Ahnung hat von dem, was man macht, spielt das Alter keine Rolle.
Einen Manager gab es in Unterhaching schon seit Oktober 2010 nicht mehr, Sportdirektor Francisco Copado de facto seit mehreren Wochen auch nicht. Die Spieler hatten keinen Ansprechpartner. Klingt nach viel Arbeit.
Es gibt einiges zu tun. Wir haben viele Baustellen hier, es muss wieder was passieren.
Gibt es einen Zeitplan für die anstehenden Vertragsgespräche?
Nach der Partie in Offenbach geht es am Sonntag gegen Braunschweig, wir haben viele Termine und müssen auch erst einmal schauen, welche finanziellen Mittel uns zur Verfügung stehen. Ich denke, dass ich in zwei Wochen beginnen kann, mit den Spielern zu sprechen.
Sie werden schon vorher Kenntnisse über den Verein gesammelt haben?
Ich bin mit 13 nach München ins Internat gezogen, ich weiß also, dass Haching ein gut geführter Verein mit Tradition ist. Das Interesse war immer da. Mit einigen aktuellen Spielern habe ich selbst noch zusammengespielt. Und ich war auch immer gerne im Sportpark.
Da werden Sie mitbekommen haben, dass die Spielvereinigung zuletzt nicht nur positive Schlagzeilen gemacht hat: ein geplatzter Sponsorenvertrag, die Insolvenzgefahr, dann die Spannungen zwischen Copado und Trainer Klaus Augenthaler. Schreckt Sie das nicht ab?
Vor so etwas habe ich keine Angst. Allerdings habe ich in diese Zeit zu wenig Einblick, um mir ein Urteil zu erlauben.
Sie waren als Spielerberater tätig?
Unter anderem. Ich hatte eine Event- und eine Sportmanagement-Agentur. Eins kam zum anderen, so dass ich auch in die Spielervermittlung reingekommen bin. Allerdings nicht mit den eigenen Spielern. Mich haben Leute gefragt, ob ich Kontakte habe. Und ich habe generell mit sehr jungen Talenten gearbeitet.
Sind einige Hachinger Profis verunsichert, weil noch niemand mit ihnen über die Zukunft gesprochen hat?
Ich spüre da nichts. Am Wochenende gegen Burghausen haben sie ihre Sache sehr gut gemacht. Die Jungs wollen jetzt zeigen, dass sie ihre Verträge verlängern oder sich auch bei anderen Vereinen anbieten wollen - ich denke, das ist normal. Und eins ist klar: Ich bin kein Mensch, der drumherum redet. Ich sage, was Sache ist, und dann weiß jeder Bescheid.
Vom Verein heißt es, der Profi-Etat soll um 50 Prozent gesenkt werden.
Dazu kann ich nichts sagen, viel hängt ja davon ab, ob wir einen Sponsor finden.
Es wäre aber eine Herausforderung.
Natürlich. Gute Fußballer müssen aber nicht unbedingt viel Geld kosten.
Der Trainer plant eine Achse aus Routiniers - etwa Kampa, Hoffmann, Grech und Nygaard - und daneben viele Junge. Wären Sie damit einverstanden?
Mit Sicherheit, da bin ich mir mit Klaus Augenthaler komplett einig. Man muss ja sehen: Unsere U17 kann in die Bundesliga aufsteigen, die U19 ist auch sehr stark - wir wollen in Zukunft auf diese Talente bauen und sie nicht ausbilden, um sie dann herzugeben.
Wie lange läuft Ihr Engagement?
Bis Winter wollen wir schauen, ob ich dem gerecht werde, was Unterhaching erwartet. Ich werde alles dafür geben, dass ich hier längerfristig arbeiten kann.
Interview: Andreas Liebmann
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.81, Donnerstag, den 07. April 2011 , Seite 23
Offen, ehrgeizig, ungeduldig: Hachings neuer Manager Markus Grünberger, 26, über seine Führungsqualitäten
Niemand kann das im Nachhinein sagen, aber vielleicht würde man heute beim FCBayern gar nicht über Thomas Kraft oder Manuel Neuer diskutieren, hätte Markus Grünbergers Knie gehalten. Von der U15 bis zur U21 spielte der gebürtige Dachauer in der Nationalelf, er hatte 14Regionalliga-Einsätze für die Münchner Bayern - bis ihn mit 20 der fünfte Kreuzbandriss zur Aufgabe zwang. Seit Dienstag arbeitet Markus Grünberger, inzwischen 26, als Manager des Fußball-Drittligisten SpVgg Unterhaching.
Herr Grünberger, Sie haben am Dienstag Ihr Büro bezogen. Ist es schön?
Klar. Das schönste in der ganzen Liga.
Ehrlich?
Es ist nett. Man hat die Übersicht über das ganze Stadion. Aber das ist nebensächlich.
Unterhaching ist Ihre erste Station als Manager. War das ein Berufsziel, als Sie zum Sportinvaliden wurden?
Als meine Laufbahn 2005 zu Ende ging, war mir klar, dass ich für einen Verein arbeiten will - Trainer wäre nicht in Frage gekommen. Es war mein Ziel, ich habe das erreicht und ich bin glücklich.
Haben Sie dieses Ziel während einer Ihrer langen Verletzungspausen gefasst?
Nein, da war mein einziger Gedanke, schnell wieder auf den Platz zu kommen. Aber irgendwann kam der Punkt, an dem es nicht mehr weiterging.
Wie schwer war es, das unbefriedigende Ende Ihrer Karriere zu verarbeiten?
Ich bin ein Mensch, der schnell wieder aufsteht, aber die ersten Monate war es für mich sehr schwer. Wenn du die Jungs im Fernsehen siehst und bist eigentlich nur im Reha-Zentrum, das ist bitter.
Kann es sein, dass man mit dem Gefühl, nicht alles erreicht zu haben, mehr Feuer für eine neue Aufgabe entwickeln kann als am Ende einer langen Karriere?
Auf jeden Fall. Andererseits: Ich hatte ja die Ehre, für den FC Bayern spielen zu dürfen. Und ich war Nationalspieler.
Was sind Sie für ein Typ?
Ein extrem ehrgeiziger Mensch. Einer, der strategisch ausgerichtet ist und immer zwei, drei Schritte voraus denkt. Teilweise sehr ungeduldig. Ehrlich und für alles offen. Ein Familienmensch.
Sie haben Familie?
Eine Frau und einen Hund.
Sie sind jünger als viele Spieler. Kann das zum Problem werden?
Nein. Wenn man viel arbeitet und Ahnung hat von dem, was man macht, spielt das Alter keine Rolle.
Einen Manager gab es in Unterhaching schon seit Oktober 2010 nicht mehr, Sportdirektor Francisco Copado de facto seit mehreren Wochen auch nicht. Die Spieler hatten keinen Ansprechpartner. Klingt nach viel Arbeit.
Es gibt einiges zu tun. Wir haben viele Baustellen hier, es muss wieder was passieren.
Gibt es einen Zeitplan für die anstehenden Vertragsgespräche?
Nach der Partie in Offenbach geht es am Sonntag gegen Braunschweig, wir haben viele Termine und müssen auch erst einmal schauen, welche finanziellen Mittel uns zur Verfügung stehen. Ich denke, dass ich in zwei Wochen beginnen kann, mit den Spielern zu sprechen.
Sie werden schon vorher Kenntnisse über den Verein gesammelt haben?
Ich bin mit 13 nach München ins Internat gezogen, ich weiß also, dass Haching ein gut geführter Verein mit Tradition ist. Das Interesse war immer da. Mit einigen aktuellen Spielern habe ich selbst noch zusammengespielt. Und ich war auch immer gerne im Sportpark.
Da werden Sie mitbekommen haben, dass die Spielvereinigung zuletzt nicht nur positive Schlagzeilen gemacht hat: ein geplatzter Sponsorenvertrag, die Insolvenzgefahr, dann die Spannungen zwischen Copado und Trainer Klaus Augenthaler. Schreckt Sie das nicht ab?
Vor so etwas habe ich keine Angst. Allerdings habe ich in diese Zeit zu wenig Einblick, um mir ein Urteil zu erlauben.
Sie waren als Spielerberater tätig?
Unter anderem. Ich hatte eine Event- und eine Sportmanagement-Agentur. Eins kam zum anderen, so dass ich auch in die Spielervermittlung reingekommen bin. Allerdings nicht mit den eigenen Spielern. Mich haben Leute gefragt, ob ich Kontakte habe. Und ich habe generell mit sehr jungen Talenten gearbeitet.
Sind einige Hachinger Profis verunsichert, weil noch niemand mit ihnen über die Zukunft gesprochen hat?
Ich spüre da nichts. Am Wochenende gegen Burghausen haben sie ihre Sache sehr gut gemacht. Die Jungs wollen jetzt zeigen, dass sie ihre Verträge verlängern oder sich auch bei anderen Vereinen anbieten wollen - ich denke, das ist normal. Und eins ist klar: Ich bin kein Mensch, der drumherum redet. Ich sage, was Sache ist, und dann weiß jeder Bescheid.
Vom Verein heißt es, der Profi-Etat soll um 50 Prozent gesenkt werden.
Dazu kann ich nichts sagen, viel hängt ja davon ab, ob wir einen Sponsor finden.
Es wäre aber eine Herausforderung.
Natürlich. Gute Fußballer müssen aber nicht unbedingt viel Geld kosten.
Der Trainer plant eine Achse aus Routiniers - etwa Kampa, Hoffmann, Grech und Nygaard - und daneben viele Junge. Wären Sie damit einverstanden?
Mit Sicherheit, da bin ich mir mit Klaus Augenthaler komplett einig. Man muss ja sehen: Unsere U17 kann in die Bundesliga aufsteigen, die U19 ist auch sehr stark - wir wollen in Zukunft auf diese Talente bauen und sie nicht ausbilden, um sie dann herzugeben.
Wie lange läuft Ihr Engagement?
Bis Winter wollen wir schauen, ob ich dem gerecht werde, was Unterhaching erwartet. Ich werde alles dafür geben, dass ich hier längerfristig arbeiten kann.
Interview: Andreas Liebmann
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.81, Donnerstag, den 07. April 2011 , Seite 23
07.04.2011 - 12:39 Uhr
@ Haching17
Danke fürs Reinstellen!
Hört sich ja ned schlecht und vor allem ganz realistisch an.
Dann schau ma mal....
Danke fürs Reinstellen!
Hört sich ja ned schlecht und vor allem ganz realistisch an.
Dann schau ma mal....
07.04.2011 - 16:58 Uhr
In der AZ hat der Herr Grünberger auch ein Interview gegeben:
Zitat
AZ: Herr Grünberger, bis gestern kannte man Sie kaum. Jetzt haben Sie den bisherigen Sportdirektor Francisco Copado abgelöst und sind neuer Manager der SpVgg Unterhaching. Zunächst aber nur bis Jahresende. Warum das?
MARKUS GRÜNBERGER: Wir schauen uns die Sache an. Erst war Francisco Copado da, dann zwischendrin Erich Meidert, jetzt ich. Und wenn ein 26-Jähriger kommt und sagt „Ich bin hier Manager“, dann ist das alles nicht so einfach.
Sind Sie mit Ihren 26 Jahren nicht zu jung für den Job?
Ich komme aus der Fußballbranche und weiß, wie es läuft. Ich habe bei großen Unternehmen gearbeitet und selber eine Firma geleitet (Event- und Sportmarketingagentur, d. Red.) und habe da auch Personal geführt. Da war ich 24.
Sie haben Sportmanagement studiert, ein paar Praktika absolviert. Reicht das, um Fußball-Manager zu sein?
Ich habe keine Angst davor. Ich kenne das Geschäft, kenne viele Spieler, habe mit Basti Schweinsteiger (Bayern-Spieler, d. Red.), Christian Lell, Michi Rensing (Ex-Bayern-Spieler, d. Red.) und Alex Ludwig (1860-Spieler, d. Red.) zusammengespielt und weiß, wie Fußballer ticken. Ich war selber Fußballer, wenn auch nicht so erfolgreich wie Herr Augenthaler. Mit mir kann man gerne diskutieren, ich höre mir alles an, aber ich habe eine eigene Meinung und zu dieser stehe ich.
Also müssen sich Trainer Klaus Augenthaler und die Spieler warm anziehen?
Das hat damit nichts zu tun. Es geht darum, dass die Leute nicht zu denken brauchen, da kommt so ein 26-Jähriger daher, mit dem man Pingpong spielen kann. Ich weiß, wie man sich in diesem harten Geschäft durchsetzen muss.
Sie sind ja jetzt der Chef eines Weltmeisters.
Ich war im Stadion, als Herr Augenthaler sein Abschiedsspiel gemacht hat, saß vorm Fernseher, als er 1990 Weltmeister wurde. Mir ist schon bewusst, wer Klaus Augenthaler ist. Ich freue ich mich auf die Zusammenarbeit.
Kann Ihre rote Bayern-Vergangenheit ein Problem für die Haching-Fans sein?
Klaus Augenthaler war auch ein Roter. Es ist doch das Schönste, was es auf der Welt gibt, wenn man den FC Bayern als Referenz aufweisen kann. Man lernt wahnsinnig viel. Wie arbeitet z. B. Uli Hoeneß?
Hoeneß ist Ihr Vorbild?
Natürlich. Er ist der beste Manager, den es gibt. Ende.
Gab es eine Übergabe mit Ihrem Vorgänger Copado?
Ich habe gar keinen Kontakt zu Herrn Copado. Ich kenne ihn nicht, respektiere ihn als Menschen, kann aber nichts zu seiner Arbeit sagen.
Stimmt es, dass Sie den Job bekommen haben, weil Sie einen Sponsor versprochen haben?
Nein! Ich habe in meinem Leben genau eines versprochen, und das war, dass ich meiner Frau einen Heiratsantrag mache.
Sie müssen einen neuen Hauptsponsor finden. Kein leichter Job für den Einstieg.
Natürlich. Wir haben leider keinen Scheich wie die Löwen. (lacht) Aber wir müssen einen Gönner finden, der sich mit Unterhaching anfreundet.
Zitat
AZ: Herr Grünberger, bis gestern kannte man Sie kaum. Jetzt haben Sie den bisherigen Sportdirektor Francisco Copado abgelöst und sind neuer Manager der SpVgg Unterhaching. Zunächst aber nur bis Jahresende. Warum das?
MARKUS GRÜNBERGER: Wir schauen uns die Sache an. Erst war Francisco Copado da, dann zwischendrin Erich Meidert, jetzt ich. Und wenn ein 26-Jähriger kommt und sagt „Ich bin hier Manager“, dann ist das alles nicht so einfach.
Sind Sie mit Ihren 26 Jahren nicht zu jung für den Job?
Ich komme aus der Fußballbranche und weiß, wie es läuft. Ich habe bei großen Unternehmen gearbeitet und selber eine Firma geleitet (Event- und Sportmarketingagentur, d. Red.) und habe da auch Personal geführt. Da war ich 24.
Sie haben Sportmanagement studiert, ein paar Praktika absolviert. Reicht das, um Fußball-Manager zu sein?
Ich habe keine Angst davor. Ich kenne das Geschäft, kenne viele Spieler, habe mit Basti Schweinsteiger (Bayern-Spieler, d. Red.), Christian Lell, Michi Rensing (Ex-Bayern-Spieler, d. Red.) und Alex Ludwig (1860-Spieler, d. Red.) zusammengespielt und weiß, wie Fußballer ticken. Ich war selber Fußballer, wenn auch nicht so erfolgreich wie Herr Augenthaler. Mit mir kann man gerne diskutieren, ich höre mir alles an, aber ich habe eine eigene Meinung und zu dieser stehe ich.
Also müssen sich Trainer Klaus Augenthaler und die Spieler warm anziehen?
Das hat damit nichts zu tun. Es geht darum, dass die Leute nicht zu denken brauchen, da kommt so ein 26-Jähriger daher, mit dem man Pingpong spielen kann. Ich weiß, wie man sich in diesem harten Geschäft durchsetzen muss.
Sie sind ja jetzt der Chef eines Weltmeisters.
Ich war im Stadion, als Herr Augenthaler sein Abschiedsspiel gemacht hat, saß vorm Fernseher, als er 1990 Weltmeister wurde. Mir ist schon bewusst, wer Klaus Augenthaler ist. Ich freue ich mich auf die Zusammenarbeit.
Kann Ihre rote Bayern-Vergangenheit ein Problem für die Haching-Fans sein?
Klaus Augenthaler war auch ein Roter. Es ist doch das Schönste, was es auf der Welt gibt, wenn man den FC Bayern als Referenz aufweisen kann. Man lernt wahnsinnig viel. Wie arbeitet z. B. Uli Hoeneß?
Hoeneß ist Ihr Vorbild?
Natürlich. Er ist der beste Manager, den es gibt. Ende.
Gab es eine Übergabe mit Ihrem Vorgänger Copado?
Ich habe gar keinen Kontakt zu Herrn Copado. Ich kenne ihn nicht, respektiere ihn als Menschen, kann aber nichts zu seiner Arbeit sagen.
Stimmt es, dass Sie den Job bekommen haben, weil Sie einen Sponsor versprochen haben?
Nein! Ich habe in meinem Leben genau eines versprochen, und das war, dass ich meiner Frau einen Heiratsantrag mache.
Sie müssen einen neuen Hauptsponsor finden. Kein leichter Job für den Einstieg.
Natürlich. Wir haben leider keinen Scheich wie die Löwen. (lacht) Aber wir müssen einen Gönner finden, der sich mit Unterhaching anfreundet.
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