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Internationale Konkurrenz

28.03.2015 - 16:27 Uhr
Internationale Konkurrenz |#21281
03.10.2026 - 08:44 Uhr
Zitat von alisander
Zitat von Circial

Zitat von g4nst3r

Zitat von Circial

Zitat von g4nst3r

Zitat von bvb_rockzz

Zitat von Borsigplatz

Die VAE sollen schon mit politischen Konsequenzen (keine weiteren Investitionen in UK) drohen, wenn es entsprechende Sanktionen geben sollte.

Zum Glück ist es vollkommen unproblematisch, wenn man anderen Staaten mit ihren Spielzeugen eine solche Macht gewehrt.


Das ist der Grund, warum ich eine milde Strafe nachwievor für nicht unwahrscheinlich halte. Das ganze geht weit über den Sport hinaus und hat eine enorme politische Dimension. Hier wird man sich zwei mal überlegen ob man wegen eines Fußballvereins die Beziehungen mit einem wirtschaftlich so wichtigen Partner riskiert.

Was interessiert denn die EPL, was die VAR in GB investieren? Rufen dann führende britische Politiker an und sagen die sollen die Füße still halten?


Naja die EPL ist der Ankläger. Entscheiden tut doch das unabhängige Gremium welches zur Untersuchung einberufen wurde. Auf dieses wird also Druck ausgeübt und ja; britische Politiker werden bei diesen Leuten auch mal anrufen um sich über die Situation unterhalten. Das ist (leider) ganz normal. Ob es schließlich das Ergebnis beeinflusst ist natürlich etwas anderes.

Letzteres bezweifle ich. Die Fallhöhe für die Politik und die EPL ist zu groß, als dass sie hier mit einer milden Strafe die Sache zu den Akten legen kann. Die Sachlage scheint recht klar zu sein und es wird entsprechende Konsequenzen geben müssen.

Was ich mich an der Stelle frage ist: wollen die Fußball Fans eigentlich die Strafen? PSG, ManCity und Co sind eh schon toleriert und haben mit ihren sportlichen Erfolgen über das Wie hinwegleiten können.


Ich gehe mittlerweile auch nicht mehr davon aus das City hier den Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Und zwischen einem einfachen Telefonat zwischen Politik und unabhängigem Gremium in dem über die Tatsachen des Falls gesprochen wird und starker Einflussname liegen am Ende Welten. Sei es auch nur das der Politiker sich sein eigenes Bild der Sache macht um dem arabischen Botschafter mit Fakten entgegenzutreten. Burham ist ja auch sehr schnell zurück gerudert, weil die Öffentlichkeit Blut fordert und das ganze eine Eigendynamik entwickelt hat. Und die Inhaber der anderen Vereine haben auch verstanden das sie hier möglicherweise einen unliebsamen Konkurrenten ausschalten können und das die Premier League eben, im Gegensatz zu La Liga und Barcelona bei Negreira, nicht auf City angewiesen ist.

Generell gehe ich davon aus das es eine Vielzahl von Strafen geben wird/muss. Der Business of Sport podcast thematisiert das ganze sehr gut und gibt eine hervorragende Zusammenfassung der Situation:

1. Es gibt die wiederholten Vergehen gegen PSR. Es sing insgesamt 7 Verstöße und hier ist der Präzedenzfall relativ klar: Punktabzug. Everton wurden zuletzt 6 Punkte abgezogen und Forest wurden 4 Punkte abgezogen. Eine Regel hinsichtlich genauen Punktabzügen gibt es nicht. Also eine simple Rechnung wie 7 Verstöße also ~30 Punkte Abzug kann nicht angewendet werden.
2. Falsche Finanzinformationen auf Spieler-/Managerseite. Hier gibt es zuletzt den Präzedenzfall mit Chelsea bei dem es eine Transfersperre gab. Etwas ähnliches muss es für City mit Sicherheit auch geben.
3. Rechtliche Haftung für Misserfolge der Konkurrenz. Hier gibt es ja den Präzedenzfall mit Everton und Burnley. Im Podcast werden 500-600 Millionen Pfund geschätzt; ich könnte mir sogar wesentlich mehr vorstellen wenn ähnlich aggressiv wie im Burnley-Everton-Fall verzinst wird.
4. Hohe Geldstrafe und Übernahme der Verfahrenskosten in Höhe von weit über 100 Millionen. Ich denke das ist auch mehr oder weniger klar. Selbst bei UEFA musst City schließlich für die Verschleierung zahlen obgleich die Anklagepunkte verjährt waren.
5. Aberkennung aller Titel im untersuchten Zeitraum. Ich denke das ist relativ naheliegend. Allerdings gibt es hier keinen Interessanten Präzedenzfall im Fußball. Das ähnlichste was ich gefunden habe ist Melbourne Storm in der australischen Rugby League. Dort wurde das Salary Cap systematisch umgangen und im nachhinein wurden Titel in den Jahren 2006-2009 aberkannt.

6. Und das wohl brisanteste: Lizenzprobleme und Zwangsverkauf des Vereins durch die unabhängige Regulierungsbehörde Englands. Im Rahmen des neuen Independent Football Regulator des Vereinigten Königreichs müssen alle Vereine der EFL und Premier League um die Lizenz zu erhalten einen Besitzer haben der gewisse Grundlagen (honesty und integriuty) erfüllt. Und diese Prüfung findet zwangsläufig in der aktuellen Saison für die Saison 27/28 statt und ist somit extrem Brisant. Wer möchte kann das gerne im Football Governance Act ab Paragraph 33 nachlesen.

ChatGPT fasst das ganze so zusammen:
Die neue Independent Football Regulator (IFR) kann die City-Eigentümer nicht einfach enteignen. Sie kann aber einen bestehenden Eigentümer neu auf seine „honesty and integrity“ prüfen und bei negativem Ergebnis einen Verkauf erzwingen.

Das ist gerade besonders brisant, weil für die Saison 2027/28 erstmals alle Clubs eine IFR-Lizenz benötigen. Das Verfahren läuft bereits an, die formelle Antragsphase beginnt im November 2026. City muss dabei unter anderem seine Eigentümer- und Kontrollstruktur sowie Finanzinformationen offenlegen.

Das Premier-League-Urteil allein führt zwar nicht automatisch zu einem Zwangsverkauf. Sollten die Feststellungen gegen City aber nach der Berufung bestehen bleiben – insbesondere bezüglich falscher Finanzangaben, verdeckter Eigentümerfinanzierung und möglicher Schein-Sponsoringkonstruktionen –, könnte das dem IFR Anlass geben, Sheikh Mansours Eignung als Eigentümer separat zu überprüfen.

Der entscheidende Punkt ist dann:

Premier-League-Urteil → mögliche IFR-Prüfung des Eigentümers → Mansour wird eventuell als „unsuitable owner“ eingestuft → dann MUSS der IFR seine Entfernung aus der Eigentümerstruktur anordnen.

Zunächst würde Mansour eine Frist bekommen, seine Beteiligung selbst zu verkaufen oder seine Kontrolle vollständig aufzugeben. Der IFR kann währenddessen auch Stimm- und Kontrollrechte einschränken. Weigert er sich, kann der IFR letztlich einen Treuhänder einsetzen, der die Beteiligung an einen vom Regulator akzeptierten Käufer verkauft.

Das wäre keine entschädigungslose Enteignung: Mansour würde grundsätzlich den Verkaufserlös erhalten. Es wäre aber ein gesetzlich erzwungener Eigentümerwechsel.

Gerade das Timing macht die Sache interessant: Parallel zum City-Verfahren beginnt erstmals die staatliche Lizenzierung des englischen Profifußballs, und genau dabei können Fragen zur Integrität und Eigentümerstruktur plötzlich unmittelbare regulatorische Folgen bekommen.


Die Sache ist also wesentlich brisanter als viele Medienhäuser es darstellen und ich erwarte eigentlich bei der von City genutzten Taktik, also dem wiederholten beteuern der eigenen Unschuld und dem Verweisen auf eine unwiderlegbare Beweislage, keinerlei Gnade der entsprechenden Gremien. Das ist wie bei einer Privatperson vor Gericht. Entweder sie wird Freigesprochen oder sie bekommt die maximale Strafhärte. Und wenn man sich anschaut wie City agiert hat (wiederholtes und systematisches Vergehen, keine Kooperation, Gaslighting der Öffentlichkeit hinsichtlich Unschuld, ...) dann muss hier ein drakonisches Urteil gesprochen werden.



Ich finde die Prüfung und ggf. Bestrafung gut und richtig. Wenn es Leitlinien gibt, dann muss man sich daran halt, sonst droht Strafe.

Aber mal zur Konkurrenz die jetzt sich schon freut. Wurden die 2 Mrd Transferdefizit nicht gern genommen als Erlöse? Irgendwie auch komisch:/). „Dein Geld ist schmutzig, aber bei der Menge nehme ich es gern“


Aber das klingt ja, als hätten die anderen Clubs gewusst, dass es "schmutziges" Geld war, was sie ja nicht taten.
Also hat man in dem Glauben, dass bei ManCity alles sauber ist, gerne die hohen Ablösen genommen.

Anders ist es evtl. bei manchen Beratern, beispielsweise denen von Mancini. Wenn es da so windige Zusatzvereinbarungen gab, wird ihnen vielleicht klar gewesen sein, dass das rechtlich nicht einwandfrei war.
Ob Mancini selbst ebenfalls Kenntnis davon hatte, weiß man auch nicht. Wer weiß, wie das juristisch bewertet wird.
Es könnte mMn einen langen Rattenschwanz nach sich ziehen, der bis in die Beraterbranche und evtl. sogar die Trainer- und Spieler-Bubble hineinreicht.
Ich bin extrem gespannt!

•     •     •

"Meine Jugend wiederzubekommen, täte ich alles in der Welt, außer Gymnastik treiben, früh aufstehn oder ehrbar sein"
(Oscar Wilde)
Internationale Konkurrenz |#21282
03.10.2026 - 10:27 Uhr
Zitat von Kloppos_Klopper
Zitat von alisander

Zitat von Circial

Zitat von g4nst3r

Zitat von Circial

Zitat von g4nst3r

Zitat von bvb_rockzz

Zitat von Borsigplatz

Die VAE sollen schon mit politischen Konsequenzen (keine weiteren Investitionen in UK) drohen, wenn es entsprechende Sanktionen geben sollte.

Zum Glück ist es vollkommen unproblematisch, wenn man anderen Staaten mit ihren Spielzeugen eine solche Macht gewehrt.


Das ist der Grund, warum ich eine milde Strafe nachwievor für nicht unwahrscheinlich halte. Das ganze geht weit über den Sport hinaus und hat eine enorme politische Dimension. Hier wird man sich zwei mal überlegen ob man wegen eines Fußballvereins die Beziehungen mit einem wirtschaftlich so wichtigen Partner riskiert.

Was interessiert denn die EPL, was die VAR in GB investieren? Rufen dann führende britische Politiker an und sagen die sollen die Füße still halten?


Naja die EPL ist der Ankläger. Entscheiden tut doch das unabhängige Gremium welches zur Untersuchung einberufen wurde. Auf dieses wird also Druck ausgeübt und ja; britische Politiker werden bei diesen Leuten auch mal anrufen um sich über die Situation unterhalten. Das ist (leider) ganz normal. Ob es schließlich das Ergebnis beeinflusst ist natürlich etwas anderes.

Letzteres bezweifle ich. Die Fallhöhe für die Politik und die EPL ist zu groß, als dass sie hier mit einer milden Strafe die Sache zu den Akten legen kann. Die Sachlage scheint recht klar zu sein und es wird entsprechende Konsequenzen geben müssen.

Was ich mich an der Stelle frage ist: wollen die Fußball Fans eigentlich die Strafen? PSG, ManCity und Co sind eh schon toleriert und haben mit ihren sportlichen Erfolgen über das Wie hinwegleiten können.


Ich gehe mittlerweile auch nicht mehr davon aus das City hier den Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Und zwischen einem einfachen Telefonat zwischen Politik und unabhängigem Gremium in dem über die Tatsachen des Falls gesprochen wird und starker Einflussname liegen am Ende Welten. Sei es auch nur das der Politiker sich sein eigenes Bild der Sache macht um dem arabischen Botschafter mit Fakten entgegenzutreten. Burham ist ja auch sehr schnell zurück gerudert, weil die Öffentlichkeit Blut fordert und das ganze eine Eigendynamik entwickelt hat. Und die Inhaber der anderen Vereine haben auch verstanden das sie hier möglicherweise einen unliebsamen Konkurrenten ausschalten können und das die Premier League eben, im Gegensatz zu La Liga und Barcelona bei Negreira, nicht auf City angewiesen ist.

Generell gehe ich davon aus das es eine Vielzahl von Strafen geben wird/muss. Der Business of Sport podcast thematisiert das ganze sehr gut und gibt eine hervorragende Zusammenfassung der Situation:

1. Es gibt die wiederholten Vergehen gegen PSR. Es sing insgesamt 7 Verstöße und hier ist der Präzedenzfall relativ klar: Punktabzug. Everton wurden zuletzt 6 Punkte abgezogen und Forest wurden 4 Punkte abgezogen. Eine Regel hinsichtlich genauen Punktabzügen gibt es nicht. Also eine simple Rechnung wie 7 Verstöße also ~30 Punkte Abzug kann nicht angewendet werden.
2. Falsche Finanzinformationen auf Spieler-/Managerseite. Hier gibt es zuletzt den Präzedenzfall mit Chelsea bei dem es eine Transfersperre gab. Etwas ähnliches muss es für City mit Sicherheit auch geben.
3. Rechtliche Haftung für Misserfolge der Konkurrenz. Hier gibt es ja den Präzedenzfall mit Everton und Burnley. Im Podcast werden 500-600 Millionen Pfund geschätzt; ich könnte mir sogar wesentlich mehr vorstellen wenn ähnlich aggressiv wie im Burnley-Everton-Fall verzinst wird.
4. Hohe Geldstrafe und Übernahme der Verfahrenskosten in Höhe von weit über 100 Millionen. Ich denke das ist auch mehr oder weniger klar. Selbst bei UEFA musst City schließlich für die Verschleierung zahlen obgleich die Anklagepunkte verjährt waren.
5. Aberkennung aller Titel im untersuchten Zeitraum. Ich denke das ist relativ naheliegend. Allerdings gibt es hier keinen Interessanten Präzedenzfall im Fußball. Das ähnlichste was ich gefunden habe ist Melbourne Storm in der australischen Rugby League. Dort wurde das Salary Cap systematisch umgangen und im nachhinein wurden Titel in den Jahren 2006-2009 aberkannt.

6. Und das wohl brisanteste: Lizenzprobleme und Zwangsverkauf des Vereins durch die unabhängige Regulierungsbehörde Englands. Im Rahmen des neuen Independent Football Regulator des Vereinigten Königreichs müssen alle Vereine der EFL und Premier League um die Lizenz zu erhalten einen Besitzer haben der gewisse Grundlagen (honesty und integriuty) erfüllt. Und diese Prüfung findet zwangsläufig in der aktuellen Saison für die Saison 27/28 statt und ist somit extrem Brisant. Wer möchte kann das gerne im Football Governance Act ab Paragraph 33 nachlesen.

ChatGPT fasst das ganze so zusammen:
Die neue Independent Football Regulator (IFR) kann die City-Eigentümer nicht einfach enteignen. Sie kann aber einen bestehenden Eigentümer neu auf seine „honesty and integrity“ prüfen und bei negativem Ergebnis einen Verkauf erzwingen.

Das ist gerade besonders brisant, weil für die Saison 2027/28 erstmals alle Clubs eine IFR-Lizenz benötigen. Das Verfahren läuft bereits an, die formelle Antragsphase beginnt im November 2026. City muss dabei unter anderem seine Eigentümer- und Kontrollstruktur sowie Finanzinformationen offenlegen.

Das Premier-League-Urteil allein führt zwar nicht automatisch zu einem Zwangsverkauf. Sollten die Feststellungen gegen City aber nach der Berufung bestehen bleiben – insbesondere bezüglich falscher Finanzangaben, verdeckter Eigentümerfinanzierung und möglicher Schein-Sponsoringkonstruktionen –, könnte das dem IFR Anlass geben, Sheikh Mansours Eignung als Eigentümer separat zu überprüfen.

Der entscheidende Punkt ist dann:

Premier-League-Urteil → mögliche IFR-Prüfung des Eigentümers → Mansour wird eventuell als „unsuitable owner“ eingestuft → dann MUSS der IFR seine Entfernung aus der Eigentümerstruktur anordnen.

Zunächst würde Mansour eine Frist bekommen, seine Beteiligung selbst zu verkaufen oder seine Kontrolle vollständig aufzugeben. Der IFR kann währenddessen auch Stimm- und Kontrollrechte einschränken. Weigert er sich, kann der IFR letztlich einen Treuhänder einsetzen, der die Beteiligung an einen vom Regulator akzeptierten Käufer verkauft.

Das wäre keine entschädigungslose Enteignung: Mansour würde grundsätzlich den Verkaufserlös erhalten. Es wäre aber ein gesetzlich erzwungener Eigentümerwechsel.

Gerade das Timing macht die Sache interessant: Parallel zum City-Verfahren beginnt erstmals die staatliche Lizenzierung des englischen Profifußballs, und genau dabei können Fragen zur Integrität und Eigentümerstruktur plötzlich unmittelbare regulatorische Folgen bekommen.


Die Sache ist also wesentlich brisanter als viele Medienhäuser es darstellen und ich erwarte eigentlich bei der von City genutzten Taktik, also dem wiederholten beteuern der eigenen Unschuld und dem Verweisen auf eine unwiderlegbare Beweislage, keinerlei Gnade der entsprechenden Gremien. Das ist wie bei einer Privatperson vor Gericht. Entweder sie wird Freigesprochen oder sie bekommt die maximale Strafhärte. Und wenn man sich anschaut wie City agiert hat (wiederholtes und systematisches Vergehen, keine Kooperation, Gaslighting der Öffentlichkeit hinsichtlich Unschuld, ...) dann muss hier ein drakonisches Urteil gesprochen werden.



Ich finde die Prüfung und ggf. Bestrafung gut und richtig. Wenn es Leitlinien gibt, dann muss man sich daran halt, sonst droht Strafe.

Aber mal zur Konkurrenz die jetzt sich schon freut. Wurden die 2 Mrd Transferdefizit nicht gern genommen als Erlöse? Irgendwie auch komisch:/). „Dein Geld ist schmutzig, aber bei der Menge nehme ich es gern“


Aber das klingt ja, als hätten die anderen Clubs gewusst, dass es "schmutziges" Geld war, was sie ja nicht taten.
Also hat man in dem Glauben, dass bei ManCity alles sauber ist, gerne die hohen Ablösen genommen.

Anders ist es evtl. bei manchen Beratern, beispielsweise denen von Mancini. Wenn es da so windige Zusatzvereinbarungen gab, wird ihnen vielleicht klar gewesen sein, dass das rechtlich nicht einwandfrei war.
Ob Mancini selbst ebenfalls Kenntnis davon hatte, weiß man auch nicht. Wer weiß, wie das juristisch bewertet wird.
Es könnte mMn einen langen Rattenschwanz nach sich ziehen, der bis in die Beraterbranche und evtl. sogar die Trainer- und Spieler-Bubble hineinreicht.
Ich bin extrem gespannt!

Dass sie es nicht gewusst haben wollen, glaube ich gerne. Aber jeder, der bei Sinnen ist, weiß, dass Citys und auch PSGs Transfergebahren nicht auf klassischer Vereinsführung basiert haben, sondern der Scheich da einfach Geld reingepumpt hat.

Aber an der Stelle ist es auch unerheblich: durch diese hohen Transfersummen hat sich der Markt geändert und im Sinne einer weiteren Wettbewerbsfähigkeit mussten die Vereine die überhöhten Ablösesummen nehmen. Denn das eingenommene Geld ist Finanzierungsgrundlage, um im Wettbewerb zu bestehen.

Mal nebenbei: hätte City das gleiche gemacht wie in dem betrachteten Zeitraum, dabei aber keine Regel gebrochen, würde es keinen Jucken. Wäre trotzdem unmoralisch, würde dem Sport erheblich schaden und den Einfluss von dubiosen Staatsfonds herstellen, aber wäre ja legal gewesen. Das finde ich eher doppelmoralisch, weil sich jetzt aufgrund gebrochener Regeln echauffiert wird, obwohl das eigentliche Problem ja schon vorher vorlag.

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€cht€ £i€b€
Internationale Konkurrenz |#21283
03.10.2026 - 21:01 Uhr
Zitat von alisander
Zitat von Circial

Zitat von g4nst3r

Zitat von Circial

Zitat von g4nst3r

Zitat von bvb_rockzz

Zitat von Borsigplatz

Die VAE sollen schon mit politischen Konsequenzen (keine weiteren Investitionen in UK) drohen, wenn es entsprechende Sanktionen geben sollte.

Zum Glück ist es vollkommen unproblematisch, wenn man anderen Staaten mit ihren Spielzeugen eine solche Macht gewehrt.


Das ist der Grund, warum ich eine milde Strafe nachwievor für nicht unwahrscheinlich halte. Das ganze geht weit über den Sport hinaus und hat eine enorme politische Dimension. Hier wird man sich zwei mal überlegen ob man wegen eines Fußballvereins die Beziehungen mit einem wirtschaftlich so wichtigen Partner riskiert.

Was interessiert denn die EPL, was die VAR in GB investieren? Rufen dann führende britische Politiker an und sagen die sollen die Füße still halten?


Naja die EPL ist der Ankläger. Entscheiden tut doch das unabhängige Gremium welches zur Untersuchung einberufen wurde. Auf dieses wird also Druck ausgeübt und ja; britische Politiker werden bei diesen Leuten auch mal anrufen um sich über die Situation unterhalten. Das ist (leider) ganz normal. Ob es schließlich das Ergebnis beeinflusst ist natürlich etwas anderes.

Letzteres bezweifle ich. Die Fallhöhe für die Politik und die EPL ist zu groß, als dass sie hier mit einer milden Strafe die Sache zu den Akten legen kann. Die Sachlage scheint recht klar zu sein und es wird entsprechende Konsequenzen geben müssen.

Was ich mich an der Stelle frage ist: wollen die Fußball Fans eigentlich die Strafen? PSG, ManCity und Co sind eh schon toleriert und haben mit ihren sportlichen Erfolgen über das Wie hinwegleiten können.


Ich gehe mittlerweile auch nicht mehr davon aus das City hier den Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Und zwischen einem einfachen Telefonat zwischen Politik und unabhängigem Gremium in dem über die Tatsachen des Falls gesprochen wird und starker Einflussname liegen am Ende Welten. Sei es auch nur das der Politiker sich sein eigenes Bild der Sache macht um dem arabischen Botschafter mit Fakten entgegenzutreten. Burham ist ja auch sehr schnell zurück gerudert, weil die Öffentlichkeit Blut fordert und das ganze eine Eigendynamik entwickelt hat. Und die Inhaber der anderen Vereine haben auch verstanden das sie hier möglicherweise einen unliebsamen Konkurrenten ausschalten können und das die Premier League eben, im Gegensatz zu La Liga und Barcelona bei Negreira, nicht auf City angewiesen ist.

Generell gehe ich davon aus das es eine Vielzahl von Strafen geben wird/muss. Der Business of Sport podcast thematisiert das ganze sehr gut und gibt eine hervorragende Zusammenfassung der Situation:

1. Es gibt die wiederholten Vergehen gegen PSR. Es sing insgesamt 7 Verstöße und hier ist der Präzedenzfall relativ klar: Punktabzug. Everton wurden zuletzt 6 Punkte abgezogen und Forest wurden 4 Punkte abgezogen. Eine Regel hinsichtlich genauen Punktabzügen gibt es nicht. Also eine simple Rechnung wie 7 Verstöße also ~30 Punkte Abzug kann nicht angewendet werden.
2. Falsche Finanzinformationen auf Spieler-/Managerseite. Hier gibt es zuletzt den Präzedenzfall mit Chelsea bei dem es eine Transfersperre gab. Etwas ähnliches muss es für City mit Sicherheit auch geben.
3. Rechtliche Haftung für Misserfolge der Konkurrenz. Hier gibt es ja den Präzedenzfall mit Everton und Burnley. Im Podcast werden 500-600 Millionen Pfund geschätzt; ich könnte mir sogar wesentlich mehr vorstellen wenn ähnlich aggressiv wie im Burnley-Everton-Fall verzinst wird.
4. Hohe Geldstrafe und Übernahme der Verfahrenskosten in Höhe von weit über 100 Millionen. Ich denke das ist auch mehr oder weniger klar. Selbst bei UEFA musst City schließlich für die Verschleierung zahlen obgleich die Anklagepunkte verjährt waren.
5. Aberkennung aller Titel im untersuchten Zeitraum. Ich denke das ist relativ naheliegend. Allerdings gibt es hier keinen Interessanten Präzedenzfall im Fußball. Das ähnlichste was ich gefunden habe ist Melbourne Storm in der australischen Rugby League. Dort wurde das Salary Cap systematisch umgangen und im nachhinein wurden Titel in den Jahren 2006-2009 aberkannt.

6. Und das wohl brisanteste: Lizenzprobleme und Zwangsverkauf des Vereins durch die unabhängige Regulierungsbehörde Englands. Im Rahmen des neuen Independent Football Regulator des Vereinigten Königreichs müssen alle Vereine der EFL und Premier League um die Lizenz zu erhalten einen Besitzer haben der gewisse Grundlagen (honesty und integriuty) erfüllt. Und diese Prüfung findet zwangsläufig in der aktuellen Saison für die Saison 27/28 statt und ist somit extrem Brisant. Wer möchte kann das gerne im Football Governance Act ab Paragraph 33 nachlesen.

ChatGPT fasst das ganze so zusammen:
Die neue Independent Football Regulator (IFR) kann die City-Eigentümer nicht einfach enteignen. Sie kann aber einen bestehenden Eigentümer neu auf seine „honesty and integrity“ prüfen und bei negativem Ergebnis einen Verkauf erzwingen.

Das ist gerade besonders brisant, weil für die Saison 2027/28 erstmals alle Clubs eine IFR-Lizenz benötigen. Das Verfahren läuft bereits an, die formelle Antragsphase beginnt im November 2026. City muss dabei unter anderem seine Eigentümer- und Kontrollstruktur sowie Finanzinformationen offenlegen.

Das Premier-League-Urteil allein führt zwar nicht automatisch zu einem Zwangsverkauf. Sollten die Feststellungen gegen City aber nach der Berufung bestehen bleiben – insbesondere bezüglich falscher Finanzangaben, verdeckter Eigentümerfinanzierung und möglicher Schein-Sponsoringkonstruktionen –, könnte das dem IFR Anlass geben, Sheikh Mansours Eignung als Eigentümer separat zu überprüfen.

Der entscheidende Punkt ist dann:

Premier-League-Urteil → mögliche IFR-Prüfung des Eigentümers → Mansour wird eventuell als „unsuitable owner“ eingestuft → dann MUSS der IFR seine Entfernung aus der Eigentümerstruktur anordnen.

Zunächst würde Mansour eine Frist bekommen, seine Beteiligung selbst zu verkaufen oder seine Kontrolle vollständig aufzugeben. Der IFR kann währenddessen auch Stimm- und Kontrollrechte einschränken. Weigert er sich, kann der IFR letztlich einen Treuhänder einsetzen, der die Beteiligung an einen vom Regulator akzeptierten Käufer verkauft.

Das wäre keine entschädigungslose Enteignung: Mansour würde grundsätzlich den Verkaufserlös erhalten. Es wäre aber ein gesetzlich erzwungener Eigentümerwechsel.

Gerade das Timing macht die Sache interessant: Parallel zum City-Verfahren beginnt erstmals die staatliche Lizenzierung des englischen Profifußballs, und genau dabei können Fragen zur Integrität und Eigentümerstruktur plötzlich unmittelbare regulatorische Folgen bekommen.


Die Sache ist also wesentlich brisanter als viele Medienhäuser es darstellen und ich erwarte eigentlich bei der von City genutzten Taktik, also dem wiederholten beteuern der eigenen Unschuld und dem Verweisen auf eine unwiderlegbare Beweislage, keinerlei Gnade der entsprechenden Gremien. Das ist wie bei einer Privatperson vor Gericht. Entweder sie wird Freigesprochen oder sie bekommt die maximale Strafhärte. Und wenn man sich anschaut wie City agiert hat (wiederholtes und systematisches Vergehen, keine Kooperation, Gaslighting der Öffentlichkeit hinsichtlich Unschuld, ...) dann muss hier ein drakonisches Urteil gesprochen werden.



Ich finde die Prüfung und ggf. Bestrafung gut und richtig. Wenn es Leitlinien gibt, dann muss man sich daran halt, sonst droht Strafe.

Aber mal zur Konkurrenz die jetzt sich schon freut. Wurden die 2 Mrd Transferdefizit nicht gern genommen als Erlöse? Irgendwie auch komisch:/). „Dein Geld ist schmutzig, aber bei der Menge nehme ich es gern“


Naja am Ende hast du ein Gefangenendilemma und es gilt ja irgendwie auch das Argument das es sich hier nicht um schmutziges Geld im klassischen Sinne handelt. Weder die UEFA noch die EPL sind staatliche Organisationen und FFP ist nun eben kein Gesetz des Landes sondern eine umstrittene Wettbewerbsregel.
Internationale Konkurrenz |#21284
06.10.2026 - 22:05 Uhr
Zitat von Gelöschter User
https://www.transfermarkt.de/entschuldigung-und-abrechnung-ronaldos-denkwurdige-erklarung-die-reine-wahrheit-quot-/view/news/488462

Ein eigenartiger Brief von Ronaldo, der seinen Abgang nicht wirklich besser macht.

Ist schon bedenklich, dass jemand mit so einem offensichtlichen Schaden über derart viel Ressourcen verfügt. Riesiger Move von Jorge Jesus, ihm diesen Reality-Check zu geben. Wobei Ronaldos Hybris diesen abgewehrt zu haben scheint.

•     •     •

€cht€ £i€b€
Internationale Konkurrenz |#21285
07.10.2026 - 08:09 Uhr
Zitat von g4nst3r
Zitat von Gelöschter User

https://www.transfermarkt.de/entschuldigung-und-abrechnung-ronaldos-denkwurdige-erklarung-die-reine-wahrheit-quot-/view/news/488462

Ein eigenartiger Brief von Ronaldo, der seinen Abgang nicht wirklich besser macht.

Ist schon bedenklich, dass jemand mit so einem offensichtlichen Schaden über derart viel Ressourcen verfügt. Riesiger Move von Jorge Jesus, ihm diesen Reality-Check zu geben. Wobei Ronaldos Hybris diesen abgewehrt zu haben scheint.


Und es ist natürlich reiner Zufall, dass er diesen Post ausgerechnet an einem der wichtigsten Tage in der Karriere von Lionel Messi veröffentlicht.
Internationale Konkurrenz |#21286
07.10.2026 - 08:39 Uhr
Zitat von bvb_rockzz
Zitat von g4nst3r

Zitat von Gelöschter User

https://www.transfermarkt.de/entschuldigung-und-abrechnung-ronaldos-denkwurdige-erklarung-die-reine-wahrheit-quot-/view/news/488462

Ein eigenartiger Brief von Ronaldo, der seinen Abgang nicht wirklich besser macht.

Ist schon bedenklich, dass jemand mit so einem offensichtlichen Schaden über derart viel Ressourcen verfügt. Riesiger Move von Jorge Jesus, ihm diesen Reality-Check zu geben. Wobei Ronaldos Hybris diesen abgewehrt zu haben scheint.


Und es ist natürlich reiner Zufall, dass er diesen Post ausgerechnet an einem der wichtigsten Tage in der Karriere von Lionel Messi veröffentlicht.

Ja, das passt halt auch ins Bild. Hatte gestern Nacht gar nicht auf dem Schirm, dass Messi nahezu zeitgleich seinen Abschied feiert.

Fand damals schon diesen überromantisierten ManU-Wechsel suspekt, weil der in die Zeit fiel als Messi überraschend seinen Jugendverein für PSG verlassen hat. Mittlerweile ist da deutlich ein Muster zu erkennen.

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€cht€ £i€b€
Internationale Konkurrenz |#21287
07.10.2026 - 09:23 Uhr
Zitat von g4nst3r
Zitat von Kloppos_Klopper

Zitat von alisander

Zitat von Circial

Zitat von g4nst3r

Zitat von Circial

Zitat von g4nst3r

Zitat von bvb_rockzz

Zitat von Borsigplatz

Die VAE sollen schon mit politischen Konsequenzen (keine weiteren Investitionen in UK) drohen, wenn es entsprechende Sanktionen geben sollte.

Zum Glück ist es vollkommen unproblematisch, wenn man anderen Staaten mit ihren Spielzeugen eine solche Macht gewehrt.


Das ist der Grund, warum ich eine milde Strafe nachwievor für nicht unwahrscheinlich halte. Das ganze geht weit über den Sport hinaus und hat eine enorme politische Dimension. Hier wird man sich zwei mal überlegen ob man wegen eines Fußballvereins die Beziehungen mit einem wirtschaftlich so wichtigen Partner riskiert.

Was interessiert denn die EPL, was die VAR in GB investieren? Rufen dann führende britische Politiker an und sagen die sollen die Füße still halten?


Naja die EPL ist der Ankläger. Entscheiden tut doch das unabhängige Gremium welches zur Untersuchung einberufen wurde. Auf dieses wird also Druck ausgeübt und ja; britische Politiker werden bei diesen Leuten auch mal anrufen um sich über die Situation unterhalten. Das ist (leider) ganz normal. Ob es schließlich das Ergebnis beeinflusst ist natürlich etwas anderes.

Letzteres bezweifle ich. Die Fallhöhe für die Politik und die EPL ist zu groß, als dass sie hier mit einer milden Strafe die Sache zu den Akten legen kann. Die Sachlage scheint recht klar zu sein und es wird entsprechende Konsequenzen geben müssen.

Was ich mich an der Stelle frage ist: wollen die Fußball Fans eigentlich die Strafen? PSG, ManCity und Co sind eh schon toleriert und haben mit ihren sportlichen Erfolgen über das Wie hinwegleiten können.


Ich gehe mittlerweile auch nicht mehr davon aus das City hier den Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Und zwischen einem einfachen Telefonat zwischen Politik und unabhängigem Gremium in dem über die Tatsachen des Falls gesprochen wird und starker Einflussname liegen am Ende Welten. Sei es auch nur das der Politiker sich sein eigenes Bild der Sache macht um dem arabischen Botschafter mit Fakten entgegenzutreten. Burham ist ja auch sehr schnell zurück gerudert, weil die Öffentlichkeit Blut fordert und das ganze eine Eigendynamik entwickelt hat. Und die Inhaber der anderen Vereine haben auch verstanden das sie hier möglicherweise einen unliebsamen Konkurrenten ausschalten können und das die Premier League eben, im Gegensatz zu La Liga und Barcelona bei Negreira, nicht auf City angewiesen ist.

Generell gehe ich davon aus das es eine Vielzahl von Strafen geben wird/muss. Der Business of Sport podcast thematisiert das ganze sehr gut und gibt eine hervorragende Zusammenfassung der Situation:

1. Es gibt die wiederholten Vergehen gegen PSR. Es sing insgesamt 7 Verstöße und hier ist der Präzedenzfall relativ klar: Punktabzug. Everton wurden zuletzt 6 Punkte abgezogen und Forest wurden 4 Punkte abgezogen. Eine Regel hinsichtlich genauen Punktabzügen gibt es nicht. Also eine simple Rechnung wie 7 Verstöße also ~30 Punkte Abzug kann nicht angewendet werden.
2. Falsche Finanzinformationen auf Spieler-/Managerseite. Hier gibt es zuletzt den Präzedenzfall mit Chelsea bei dem es eine Transfersperre gab. Etwas ähnliches muss es für City mit Sicherheit auch geben.
3. Rechtliche Haftung für Misserfolge der Konkurrenz. Hier gibt es ja den Präzedenzfall mit Everton und Burnley. Im Podcast werden 500-600 Millionen Pfund geschätzt; ich könnte mir sogar wesentlich mehr vorstellen wenn ähnlich aggressiv wie im Burnley-Everton-Fall verzinst wird.
4. Hohe Geldstrafe und Übernahme der Verfahrenskosten in Höhe von weit über 100 Millionen. Ich denke das ist auch mehr oder weniger klar. Selbst bei UEFA musst City schließlich für die Verschleierung zahlen obgleich die Anklagepunkte verjährt waren.
5. Aberkennung aller Titel im untersuchten Zeitraum. Ich denke das ist relativ naheliegend. Allerdings gibt es hier keinen Interessanten Präzedenzfall im Fußball. Das ähnlichste was ich gefunden habe ist Melbourne Storm in der australischen Rugby League. Dort wurde das Salary Cap systematisch umgangen und im nachhinein wurden Titel in den Jahren 2006-2009 aberkannt.

6. Und das wohl brisanteste: Lizenzprobleme und Zwangsverkauf des Vereins durch die unabhängige Regulierungsbehörde Englands. Im Rahmen des neuen Independent Football Regulator des Vereinigten Königreichs müssen alle Vereine der EFL und Premier League um die Lizenz zu erhalten einen Besitzer haben der gewisse Grundlagen (honesty und integriuty) erfüllt. Und diese Prüfung findet zwangsläufig in der aktuellen Saison für die Saison 27/28 statt und ist somit extrem Brisant. Wer möchte kann das gerne im Football Governance Act ab Paragraph 33 nachlesen.

ChatGPT fasst das ganze so zusammen:
Die neue Independent Football Regulator (IFR) kann die City-Eigentümer nicht einfach enteignen. Sie kann aber einen bestehenden Eigentümer neu auf seine „honesty and integrity“ prüfen und bei negativem Ergebnis einen Verkauf erzwingen.

Das ist gerade besonders brisant, weil für die Saison 2027/28 erstmals alle Clubs eine IFR-Lizenz benötigen. Das Verfahren läuft bereits an, die formelle Antragsphase beginnt im November 2026. City muss dabei unter anderem seine Eigentümer- und Kontrollstruktur sowie Finanzinformationen offenlegen.

Das Premier-League-Urteil allein führt zwar nicht automatisch zu einem Zwangsverkauf. Sollten die Feststellungen gegen City aber nach der Berufung bestehen bleiben – insbesondere bezüglich falscher Finanzangaben, verdeckter Eigentümerfinanzierung und möglicher Schein-Sponsoringkonstruktionen –, könnte das dem IFR Anlass geben, Sheikh Mansours Eignung als Eigentümer separat zu überprüfen.

Der entscheidende Punkt ist dann:

Premier-League-Urteil → mögliche IFR-Prüfung des Eigentümers → Mansour wird eventuell als „unsuitable owner“ eingestuft → dann MUSS der IFR seine Entfernung aus der Eigentümerstruktur anordnen.

Zunächst würde Mansour eine Frist bekommen, seine Beteiligung selbst zu verkaufen oder seine Kontrolle vollständig aufzugeben. Der IFR kann währenddessen auch Stimm- und Kontrollrechte einschränken. Weigert er sich, kann der IFR letztlich einen Treuhänder einsetzen, der die Beteiligung an einen vom Regulator akzeptierten Käufer verkauft.

Das wäre keine entschädigungslose Enteignung: Mansour würde grundsätzlich den Verkaufserlös erhalten. Es wäre aber ein gesetzlich erzwungener Eigentümerwechsel.

Gerade das Timing macht die Sache interessant: Parallel zum City-Verfahren beginnt erstmals die staatliche Lizenzierung des englischen Profifußballs, und genau dabei können Fragen zur Integrität und Eigentümerstruktur plötzlich unmittelbare regulatorische Folgen bekommen.


Die Sache ist also wesentlich brisanter als viele Medienhäuser es darstellen und ich erwarte eigentlich bei der von City genutzten Taktik, also dem wiederholten beteuern der eigenen Unschuld und dem Verweisen auf eine unwiderlegbare Beweislage, keinerlei Gnade der entsprechenden Gremien. Das ist wie bei einer Privatperson vor Gericht. Entweder sie wird Freigesprochen oder sie bekommt die maximale Strafhärte. Und wenn man sich anschaut wie City agiert hat (wiederholtes und systematisches Vergehen, keine Kooperation, Gaslighting der Öffentlichkeit hinsichtlich Unschuld, ...) dann muss hier ein drakonisches Urteil gesprochen werden.



Ich finde die Prüfung und ggf. Bestrafung gut und richtig. Wenn es Leitlinien gibt, dann muss man sich daran halt, sonst droht Strafe.

Aber mal zur Konkurrenz die jetzt sich schon freut. Wurden die 2 Mrd Transferdefizit nicht gern genommen als Erlöse? Irgendwie auch komisch:/). „Dein Geld ist schmutzig, aber bei der Menge nehme ich es gern“


Aber das klingt ja, als hätten die anderen Clubs gewusst, dass es "schmutziges" Geld war, was sie ja nicht taten.
Also hat man in dem Glauben, dass bei ManCity alles sauber ist, gerne die hohen Ablösen genommen.

Anders ist es evtl. bei manchen Beratern, beispielsweise denen von Mancini. Wenn es da so windige Zusatzvereinbarungen gab, wird ihnen vielleicht klar gewesen sein, dass das rechtlich nicht einwandfrei war.
Ob Mancini selbst ebenfalls Kenntnis davon hatte, weiß man auch nicht. Wer weiß, wie das juristisch bewertet wird.
Es könnte mMn einen langen Rattenschwanz nach sich ziehen, der bis in die Beraterbranche und evtl. sogar die Trainer- und Spieler-Bubble hineinreicht.
Ich bin extrem gespannt!

Dass sie es nicht gewusst haben wollen, glaube ich gerne. Aber jeder, der bei Sinnen ist, weiß, dass Citys und auch PSGs Transfergebahren nicht auf klassischer Vereinsführung basiert haben, sondern der Scheich da einfach Geld reingepumpt hat.

Aber an der Stelle ist es auch unerheblich: durch diese hohen Transfersummen hat sich der Markt geändert und im Sinne einer weiteren Wettbewerbsfähigkeit mussten die Vereine die überhöhten Ablösesummen nehmen. Denn das eingenommene Geld ist Finanzierungsgrundlage, um im Wettbewerb zu bestehen.

Mal nebenbei: hätte City das gleiche gemacht wie in dem betrachteten Zeitraum, dabei aber keine Regel gebrochen, würde es keinen Jucken. Wäre trotzdem unmoralisch, würde dem Sport erheblich schaden und den Einfluss von dubiosen Staatsfonds herstellen, aber wäre ja legal gewesen. Das finde ich eher doppelmoralisch, weil sich jetzt aufgrund gebrochener Regeln echauffiert wird, obwohl das eigentliche Problem ja schon vorher vorlag.

naja, es ist viel geld geflossen, weil man sich eben NICHT an die regeln gehalten hat. Hätte man sich an die regeln gehalten, wäre viel weniger geld für ablösen da gewesen und man hätte von anfang an gar nicht die „superstars“ holen können. Die vereine hätten also gar kein geld annehmen können, weil nicht so viel da gewesen wäre. city wäre nicht das heutige city, hätte man sich an die (finanziellen) regeln gehalten.

ich bin auch sehr gespannt, wie sich das entwickelt und was da raus kommt - an eine sehr hohe strafe mit zwangsabstieg glaube ich aber nicht. und das hat dann aber in der tat eher "staatliche" hintergründe und keine rein sportlichen.

•     •     •


Die Ermahnungen und Sanktionen hier sind mittlerweile völlig überzogen.
Internationale Konkurrenz |#21288
07.10.2026 - 10:47 Uhr
Zitat von Gelöschter User
Zitat von bvb_rockzz

Zitat von g4nst3r

Zitat von Gelöschter User

https://www.transfermarkt.de/entschuldigung-und-abrechnung-ronaldos-denkwurdige-erklarung-die-reine-wahrheit-quot-/view/news/488462

Ein eigenartiger Brief von Ronaldo, der seinen Abgang nicht wirklich besser macht.

Ist schon bedenklich, dass jemand mit so einem offensichtlichen Schaden über derart viel Ressourcen verfügt. Riesiger Move von Jorge Jesus, ihm diesen Reality-Check zu geben. Wobei Ronaldos Hybris diesen abgewehrt zu haben scheint.


Und es ist natürlich reiner Zufall, dass er diesen Post ausgerechnet an einem der wichtigsten Tage in der Karriere von Lionel Messi veröffentlicht.


Dachte ich mir tatsächlich auch. Auch die Passage mit Pele und Maradona war schon ein Seitenhieb an Messi. Ist schon hart für ihn... 😁


Ich bin auch klar im Team Messi, aber es ist ja klar, dass er sich eben auf bereits zurückgetretene Spieler bezieht und Messi ist ja noch aktiv. Das kann man schon so auslegen aus meiner Sicht.

Ich finde es krass, wie sich das hochgepusht hat und wie viel Prozesse da bereits waren. Aber man muss CR7 dann auch verstehen, wenn ihn der Verband zum Verbleib überredet (wenn es so stimmt) und der Trainer klare Absprachen hat mit ihm... und dann einfach komplett anders handelt?

Hätte er souveräner agieren können und sich z.B. von den Fans trotzdem verabschieden können... ja, auf jeden Fall. Denn es ging in dem Moment eben nicht nur ihn persönlich.

Aber es ist nicht so, als ob er hier alles falsch gemacht hätte. Aber ja, er stellt natürlich sich sehr ins Rampenlicht und hat ein großes Ego auch.
Internationale Konkurrenz |#21289
09.10.2026 - 18:44 Uhr
Vincenzo Montella wurde - nach den schlimmen Ergebnissen in der Nations League - erwartungsgemäß von der Türkei von seinem Aufgaben als Nationaltrainer entbunden.

Arda Turan (aktuell Trainer von Shakhtar Donezk) soll wohl übernehmen.

•     •     •

R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009
Internationale Konkurrenz |#21290
11.10.2026 - 02:13 Uhr
CR7 wurde vom portg. Verband jetzt offiziell suspendiert. Er hat schon selbst ein Statement veröffentlicht, in dem er schreibt "jede Strafe akzeptieren zu wollen".

Wahrscheinlich war dann sein 234. Einsatz vor 2,5 Wochen gegen Wales sein letztes Länderspiel für Portugal. Sportlich läuft es ja - ohne CR7 oder gerade wegen seines Fehlens - wirklich sehr sehr gut für Portugal.

•     •     •

R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borusse91 am 11.10.2026 um 02:14 Uhr bearbeitet
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