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Funktionsteam und Management

18.07.2013 - 09:21 Uhr
Funktionsteam und Management |#911
21.09.2026 - 19:45 Uhr
Zitat von Lemenu
Klopp hat mit seiner Vorstellung von Fußball ja versucht, bei RB Leipzig ein bestimmtes Konzept zu etablieren – insbesondere das 4-3-3, das er in seiner eigenen Trainerkarriere über Jahre perfektioniert hat. Das Problem ist nur: Ein Konzept zu kennen und es selbst erfolgreich umgesetzt zu haben, bedeutet noch lange nicht, dass es auch andere Trainer in gleicher Weise umsetzen können. Deshalb halte ich es für fragwürdig, daraus ein Dogma abzuleiten, an dem man nun zwingend die Trainerwahl oder den Kader ausrichten muss – gerade mit Blick auf einen Trainer wie Nagelsmann.
Trotzdem würde ich es begrüßen, den Kader weiter im 4-3-3 zu planen allerdings Spielerprofile zu verpflichten, die mehrere Systeme ermöglichen: Winger, die sowohl breit als auch auf den Halbpositionen spielen können (Gruda) und Sechser (El Aynoui), die bei Bedarf auch in einer Dreierkette agieren können.

Der Vorteil wäre, dass man nicht auf eine Spielidee festgelegt ist. Man schafft vielmehr einen Kader, der unterschiedliche taktische Konstellationen und Trainerpräferenzen zulässt.

Ich denke Nagelsmann sollte unser Kader gefallen.


Sollte hier im Laufe der Saison tatsächlich Nagelsmann aufschlagen wäre es tatsächlich suboptimal dann wieder auf ein 361 zu gehen. Weswegen ich auch 361 Glasner eher kritisch gesehen hätte. Ständig die Taktik zu wechseln ist die "sicherste" Variante um "Kader-Leichen" zu produzieren.
Da hat dann Spieler A bei Trainer B und Taktik C gut funktioniert. Dann kommt Trainer D mit Taktik E und Spieler A ist dafür nicht zu gebrauchen.

Unter Rangnick als Manager war das 4222 vorgegeben. Danach hatten sich die Trainer zu richten und danach wurde eingekauft. Die Bayern haben auch ihr 4-5-1 oder 433. Danach haben sich deren Trainer zu richten.
Sowas ist dann weitaus ökonomischer.
Wie hatten eben das 4222. 2019 würde es bewusst auf Nagelsmanns 361 umgestellt. Nachdem der weg war ging es eigentlich völlig wild durcheinander.

Marsch ging zurück zum 4222 volle Pulle drauf.
Tedesco dann mit seinem italienischen Anti Fußball. Alle stehen hinten drin und vorne richtet es ein Standard.
Rose schwenkte zwischen 4222 und 361.
Löw auch.
Werner dann mit dem Klopp 433 aber in defensiver Ausrichtung.
Demichelis nun mit einem aggressiveren 433.

Da muss der Club wie unter Rangnick endlich wieder eine durchgehende Philosophie entwickeln.
Funktionsteam und Management |#912
21.09.2026 - 20:21 Uhr
Zitat von Bloob1
Zitat von Lemenu

Klopp hat mit seiner Vorstellung von Fußball ja versucht, bei RB Leipzig ein bestimmtes Konzept zu etablieren – insbesondere das 4-3-3, das er in seiner eigenen Trainerkarriere über Jahre perfektioniert hat. Das Problem ist nur: Ein Konzept zu kennen und es selbst erfolgreich umgesetzt zu haben, bedeutet noch lange nicht, dass es auch andere Trainer in gleicher Weise umsetzen können. Deshalb halte ich es für fragwürdig, daraus ein Dogma abzuleiten, an dem man nun zwingend die Trainerwahl oder den Kader ausrichten muss – gerade mit Blick auf einen Trainer wie Nagelsmann.
Trotzdem würde ich es begrüßen, den Kader weiter im 4-3-3 zu planen allerdings Spielerprofile zu verpflichten, die mehrere Systeme ermöglichen: Winger, die sowohl breit als auch auf den Halbpositionen spielen können (Gruda) und Sechser (El Aynoui), die bei Bedarf auch in einer Dreierkette agieren können.

Der Vorteil wäre, dass man nicht auf eine Spielidee festgelegt ist. Man schafft vielmehr einen Kader, der unterschiedliche taktische Konstellationen und Trainerpräferenzen zulässt.

Ich denke Nagelsmann sollte unser Kader gefallen.


Sollte hier im Laufe der Saison tatsächlich Nagelsmann aufschlagen wäre es tatsächlich suboptimal dann wieder auf ein 361 zu gehen. Weswegen ich auch 361 Glasner eher kritisch gesehen hätte. Ständig die Taktik zu wechseln ist die "sicherste" Variante um "Kader-Leichen" zu produzieren.
Da hat dann Spieler A bei Trainer B und Taktik C gut funktioniert. Dann kommt Trainer D mit Taktik E und Spieler A ist dafür nicht zu gebrauchen.

Unter Rangnick als Manager war das 4222 vorgegeben. Danach hatten sich die Trainer zu richten und danach wurde eingekauft. Die Bayern haben auch ihr 4-5-1 oder 433. Danach haben sich deren Trainer zu richten.
Sowas ist dann weitaus ökonomischer.
Wie hatten eben das 4222. 2019 würde es bewusst auf Nagelsmanns 361 umgestellt. Nachdem der weg war ging es eigentlich völlig wild durcheinander.

Marsch ging zurück zum 4222 volle Pulle drauf.
Tedesco dann mit seinem italienischen Anti Fußball. Alle stehen hinten drin und vorne richtet es ein Standard.
Rose schwenkte zwischen 4222 und 361.
Löw auch.
Werner dann mit dem Klopp 433 aber in defensiver Ausrichtung.
Demichelis nun mit einem aggressiveren 433.

Da muss der Club wie unter Rangnick endlich wieder eine durchgehende Philosophie entwickeln.


Das hat man doch gemacht und deswegen musste Werner doch auch gehen. Stichwort 5er-Kette. Und wo der spielerische Umbau jetzt nicht reibungslos klappt soll man es gleich wieder kippen und zurück zu Nagelsmann? Glaube das wäre das schlechtest mögliche Szenario was man im Kopf haben kann.

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Funktionsteam und Management |#913
22.09.2026 - 13:18 Uhr
Zitat von ErikvanStojve
Zitat von Housemaister

Zitat von ErikvanStojve

Nachdem der Frust nach dem Spiel wieder runter war hab ich mir das Spiel nochmal angeschaut und eigentlich hat man schon Schritte in die richtige Richtung gemacht. Vor allem was Pressing angeht, sind die Abstände viel besser geworden. Das 1:0 für Kusen war auch relativ unverdient, aber auch Klasse gemacht von Schick. Das Gruda raus musste und man ihn nicht adäquat ersetzen kann ist natürlich ärgerlich und kostet offensive Power, da er einer der wenigen ist der Verbindungen schafft und mit dem man gleich viel mehr Boxeintritte generiert. Allgemein fehlt noch das blinde Verständnis in der offensive, was aber auf Grund der Verletzungen in gewisser Weise nicht ganz überraschend ist. Da hat jetzt nicht so viel gefehlt um auch in HZ2 sich Chancen zu kreieren.

Btw. verstehe ich nicht warum Baku so viel hate bekommt. Der spielt doch einen guten offensiven AV, im Gegensatz zu seinem Pendant auf der linken Seite. Und defensiv ist er auch ordentlich.


Schöne Sichtweise - in der Hoffnung dass da noch was zusammenwächst.

Wenn man RB lange als Fan verfolgt hat es den Anschein, dass das gnadenlose Anrennen, Kämpfen und um jeden Preis gewinnen wollen über die letzten Jahre etwas verflogen ist und man sich Besserung wünscht, beginnend ab ca 2023.

Unabhängig vom Spielermaterial, Kaiser - Keita - NkuNku - Xavi - Diamonde, waren zeitweise alles absolute Zugpferde in einem Spiel nach vorne.
Es wirkt schon viel zu lange uninspiriert in der Grundidee, die RB stark gemacht hat; das alle betrifft.


Da gebe ich dir Recht. Strategisch ist hier sehr, sehr schlechte arbeit geleistet worden seit OM das sagen hat. Der Klopp move war dann natürlich auch mit Ansage ein Griff ins Klo, da wirklich jeder (außer Mintzlaff) wusste dass Klopp hier seinen Vertrag nicht in Ansätzen erfüllen wird. Wobei das inhaltlich nicht mal ein großer Fehler war, sondern einfach von der Personalwahl ähnlich zu Eberl (nur in kompetent). Man sollte halt keinen Posten mit langfristigen Wirkhorizont mit Leuten besetzen die nur auf ihren eigentlichen Traumjob warten. Gut, jetzt hat man Schmidt, von dem ich eigentlich viel halte und der wohl auch nicht bei der nächstbesten Gelegenheit die Biege machen wird.

Nochmal zu Demichelis. In der Bundesliga jetzt wieder zur Raumorientierung zu gehen ist, wenn man es sich genau überlegt, natürlich auch mit gewissen Adaptionsproblemen verbunden und sollte auch von einer kompetenten Führung eingepreist sein (ich befürchte zwar dass dem nicht so ist, aber im Zweifel erstmal für die Angeklagten). Ebenso die Verletzungsproblematik, wo man vielleicht auch langsam mal genauer hinschauen müsste wieviel davon Pech ist und ob da vielleicht auch Probleme in der Abstimmung Trainerteam und medizinische Abteilung vorhanden ist.
De facto hatte man durch die Verletzten eigentlich keine richtige Möglichkeit an offensiven Abläufen zu arbeiten. All in all ist es deswegen auch schwierig die Arbeit von Micho seriös zu bewerten (gut, dass ist bei Trainern von außen eh immer schwierig, aber naja).


ich habe das vom Spieltagthread hierher transferiert, weil es sich zu einem anderen Thema entwickelt hat und aber sehr interessant ist.

Du sprichst Roger Schmidt an, der ja nächste Woche seinen Job bei RB beginnt und ich teile die Einschätzung total. (ich weiß, nicht alle sind Schmidt Fans)
ich halte ihn für super kompetent und eventuell ist der Job bei RB genau der, der auf ihn gewartet hat. also auf den Ingenieur, den Techniker, den Planer, der er ja ursprünglich beruflich war.
in einem Interview vor knapp 2 Jahren hat er zwar ein Comeback auf der Trainerbank nicht ausgeschlossen, aber das klang dennoch nicht so, als würde er sich dringend wieder auf der Bank sehen. (Angebote hatte er genug, uA BvB).
es wird eine gute Frage sein, wie er die Rolle bei RB anlegt und was das für Leipzig bedeutet. ich bin mir aber sicher, als "Berater" wird er besser sein, als es Klopp war, weil mehr ein Kopfmensch und weniger der impulsive Bauchmensch mit dem zu großen Ego.

entscheidend wird aber sein, wie das mit OM läuft. denn eines ist schon auch klar, Schmidt ist sicher eine willensstarke Persönlichkeit, der will seine Ideen schon auch umgesetzt sehen, da darf OM nicht zu viel dreinreden und mitregieren. (was Rangnick zu viel wurde)
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