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Fanszene

24.02.2013 - 19:40 Uhr
Fanszene |#4771
04.12.2025 - 18:21 Uhr
Zitat von Neckarkrokodil

Auch wieder anekdotische Evidenz, aber so zu tun, als würde in Stuttgart nie was passieren und unsere Szene nur aus Lämmern bestehen, finde ich genauso pauschalisierend.


Das habe ich auch mit keinem Wort getan.
Wie gesagt, ich habe mit der Szene nichts zu tun und von den zwei, drei Mal, die ich im Jahr im Stadion bin, ist es höchstens einmal in Stuttgart. Entsprechend würde ich mir da auch kein Urteil erlauben, wie es um unsere organisierte Fanszene bestellt ist - wenngleich man meinem Empfinden nach da nicht allzu viel hört, insbesondere im Vergleich zu ein paar anderen Vereinen, wo man von außen schon das Gefühl hat, dass es da ein paar problematische Fangruppierungen zu geben scheint, die schon mehr als nur einmal für eher unrühmliche Publicity gesorgt haben.

Und das ist eben genau der Punkt: warum sollen harmlose Fans und harmlose Gruppen in Sippenhaft genommen werden, weil es anderswo Randale gibt? Entsprechend auch das Beispiel mit den Rotterdam"fans". Was hast Du, was hab ich, was hat das CC mit denen zu tun? Warum sollte deren mangelhaftes Betragen Folgen für Dich, für mich, für alle Fangruppierungen haben?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Santiago15 am 04.12.2025 um 18:26 Uhr bearbeitet
Fanszene |#4772
04.12.2025 - 19:02 Uhr
Zitat von Santiago15

Zitat von Neckarkrokodil

Auch wieder anekdotische Evidenz, aber so zu tun, als würde in Stuttgart nie was passieren und unsere Szene nur aus Lämmern bestehen, finde ich genauso pauschalisierend.


Das habe ich auch mit keinem Wort getan.
Wie gesagt, ich habe mit der Szene nichts zu tun und von den zwei, drei Mal, die ich im Jahr im Stadion bin, ist es höchstens einmal in Stuttgart. Entsprechend würde ich mir da auch kein Urteil erlauben, wie es um unsere organisierte Fanszene bestellt ist - wenngleich man meinem Empfinden nach da nicht allzu viel hört, insbesondere im Vergleich zu ein paar anderen Vereinen, wo man von außen schon das Gefühl hat, dass es da ein paar problematische Fangruppierungen zu geben scheint, die schon mehr als nur einmal für eher unrühmliche Publicity gesorgt haben.

Und das ist eben genau der Punkt: warum sollen harmlose Fans und harmlose Gruppen in Sippenhaft genommen werden, weil es anderswo Randale gibt? Entsprechend auch das Beispiel mit den Rotterdam"fans". Was hast Du, was hab ich, was hat das CC mit denen zu tun? Warum sollte deren mangelhaftes Betragen Folgen für Dich, für mich, für alle Fangruppierungen haben?

Sorry dafür, dann habe ich den Teil mit der hiesigen fanszene falsch interpretiert.

Ich bin auch gegen Kollektivstrafen und für den Schutz der Persönlichkeitsrechte. Absolut. Finde die Innenminister sind hier, traditionell, viel zu restriktiv. Aber, ich wehre mich auch gegen die Darstellung, dass der Besuch eines Bundesligaspiels nicht auch Schattenseiten mitbringen kann und das ich tut.

Wieder anekdotische Evidenz, ein Freund von mir hat eine Dauerkarte für sich und seine zwei Grundschul-Kids.
Die gehen nicht zu den Abend Spielen, außer an einem Sonntag ( da man dann für gewohnlich direkt am Stadion parken kann und grundsätzlich alles etwas ruhiger ist), weil sich seine Kids da nicht mehr wohl fühlen, seit sie auf Höhe des Mercedes Museum in eine heikle Situation kamen und die Kids mitansehen mussten, wie sich zwei Fans (lustigerweise VfB Fans untereinander) an die Gurgel gingen.

Ich finde gerade ums Stadion ist die Situation nochmal ein ganz andere als im Stadion selbst. Von daher sind auch alle Ideen mit personalisierten Tickets usw am eigentlichen Problem vorbei mMn.
Die Frage ist für mich, wie macht man die Umgebung eines Stadions sicher, ohne einen massiven Einsatz der Polizei auf Kosten der Gemeinschaft.
Und wie zieht man die vielzitierten Einzelfälle zur spürbaren Rechenschaft, damit sie auch wirklich Einzelfälle bleiben.
Hier sehe ich die fanszene in der Verantwortung und das fehlt mir.
Denke man könnte schon einiges an Spannung rausnehmen, wenn man, anstatt jegliche Schuld von sich zu weisen, mal klar diese Vorfälle anerkennen und öffentlich verurteilen würde.
Im Sinne von „ja wir haben da ein Problem mit ein paar wenigen und wir wollen sowas nicht.“
Auch als Zeichen und Klarstellung an alle diejenigen (die Mehrheit der Bevölkerung) die einen sch… auf das ganze geben, aber auch die Polizeieinsätze mittragen müssen.
Aktuell finde ich das alles sehr Larifari in der Argumentation vieler Fangruppen.

Finde es auch bezeichnend und ironisch, dass man bei der Fan-Demo in Leipzig oft lesen musste, wie verrückt es doch ist, dass da verfeindete Fangruppen nebeneinander laufen und sich nicht direkt aufs Maul hauen.

•     •     •

in a town called Stuttgart....

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Neckarkrokodil am 04.12.2025 um 19:11 Uhr bearbeitet
Fanszene |#4773
04.12.2025 - 19:38 Uhr
bezieht sich die Statistik nicht nur auf im Stadion?
Das Stadionumfeld ist nochmal ne ganz andere Nummer.
Die Daimlerstraße und Bahnhofstraße als Auswärsfan ist nicht zu empfehlen v.a. mit zunehmender zeit nach schlusspfiff
Fanszene |#4774
04.12.2025 - 20:34 Uhr
Zitat von Der_1893
bezieht sich die Statistik nicht nur auf im Stadion?
Das Stadionumfeld ist nochmal ne ganz andere Nummer.
Die Daimlerstraße und Bahnhofstraße als Auswärsfan ist nicht zu empfehlen v.a. mit zunehmender zeit nach schlusspfiff

Wie kann es sein, dass es solche No-go-Areas gibt, wenn doch gewaltbereite Fußballfans kein Problem sein sollen?

(Laut ZIS werden 50% der Straftaten im Stadion selbst begangen, nur 15% im unmittelbaren Umfeld des Stadions. Aber möglicherweise gibt es da unterschiedliche Dunkelziffern.)
Fanszene |#4775
04.12.2025 - 20:47 Uhr
Wer sagt den das gewaltbereite Fussballfans kein Problem sind? Gewaltbereitschaft ist meistens ein Problem ob Fussball oder sonstwo.
Fanszene |#4776
05.12.2025 - 07:38 Uhr
Zitat von Neckarkrokodil

Die Frage ist für mich, wie macht man die Umgebung eines Stadions sicher, ohne einen massiven Einsatz der Polizei auf Kosten der Gemeinschaft.
Und wie zieht man die vielzitierten Einzelfälle zur spürbaren Rechenschaft, damit sie auch wirklich Einzelfälle bleiben.
Hier sehe ich die fanszene in der Verantwortung und das fehlt mir.

Ich frage mich halt, wie das in der Realität funktionieren soll - natürlich müssen wir da auch über das Gewaltmonopol des Staates sprechen.

In deinem geschilderten Falle hätte dann ja dein Freund dazwischen gehen müssen - weil auch Teil der Fans und "reinigend" auf die Situation einwirken, damit dem Staat keine Kosten anfallen.

Hier wird mir zu oft übersehen, welche inhomogene Masse eigentlich die Fans sind.

Selbst wenn du im Fanclub und bei jedem Heimspiel bist, oft auch auswärts fährst, dann hast du immer noch nichts mit den Jungs zu tun, die da Pyro zünden - und kannst erst recht keine Verantwortung in der Szene übernehmen.

Es ist ja ein wenig so, wie wenn Autofahrer Verantwortung dafür übernehmen, dass andere Autofahrer nicht zu schnell fahren, nicht auf Radwegen parken und nicht betrunken hinterm Steuer sitzen.

Das ist aber auch nicht so und dafür gibt es dann halt die Polizei.

Wir diskutieren im Moment auch gar nicht die andere Seite: ist eine so hohe Polizeipräsenz überhaupt nötig oder ist das auch gewollt so. Untermauert die eigene Argumentation...

Ich bin übrigens der Meinung dass es dort, wo der Austausch zwischen Verein, Polizei und Fanvertretern gut ist auch kontinuierlich besser wird. Schlechter wird es, wenn das Einsatz Konzept mal wieder völlig ohne Fanvertreter oder sogar gegen deren Einschätzung geplant wird.

•     •     •

Dieter Hecking: «Was soll ich daran bewundern? Er wird doch gut bezahlt, da kann er doch mal einen Elfmeter verwandeln»

Dieser Beitrag wurde zuletzt von st3in am 05.12.2025 um 07:39 Uhr bearbeitet
Fanszene |#4777
05.12.2025 - 08:53 Uhr
Zitat von st3in
Zitat von Neckarkrokodil

Die Frage ist für mich, wie macht man die Umgebung eines Stadions sicher, ohne einen massiven Einsatz der Polizei auf Kosten der Gemeinschaft.
Und wie zieht man die vielzitierten Einzelfälle zur spürbaren Rechenschaft, damit sie auch wirklich Einzelfälle bleiben.
Hier sehe ich die fanszene in der Verantwortung und das fehlt mir.

Ich frage mich halt, wie das in der Realität funktionieren soll - natürlich müssen wir da auch über das Gewaltmonopol des Staates sprechen.

In deinem geschilderten Falle hätte dann ja dein Freund dazwischen gehen müssen - weil auch Teil der Fans und "reinigend" auf die Situation einwirken, damit dem Staat keine Kosten anfallen.

Hier wird mir zu oft übersehen, welche inhomogene Masse eigentlich die Fans sind.

Selbst wenn du im Fanclub und bei jedem Heimspiel bist, oft auch auswärts fährst, dann hast du immer noch nichts mit den Jungs zu tun, die da Pyro zünden - und kannst erst recht keine Verantwortung in der Szene übernehmen.

Es ist ja ein wenig so, wie wenn Autofahrer Verantwortung dafür übernehmen, dass andere Autofahrer nicht zu schnell fahren, nicht auf Radwegen parken und nicht betrunken hinterm Steuer sitzen.

Das ist aber auch nicht so und dafür gibt es dann halt die Polizei.

Wir diskutieren im Moment auch gar nicht die andere Seite: ist eine so hohe Polizeipräsenz überhaupt nötig oder ist das auch gewollt so. Untermauert die eigene Argumentation...

Ich bin übrigens der Meinung dass es dort, wo der Austausch zwischen Verein, Polizei und Fanvertretern gut ist auch kontinuierlich besser wird. Schlechter wird es, wenn das Einsatz Konzept mal wieder völlig ohne Fanvertreter oder sogar gegen deren Einschätzung geplant wird.

Naja, es gibt schon eine inhomogene Masse Fans, aber je weiter man Richtung organisierte Fanszene kommt, desto homogener wird sie. Sieht man ja allein daran, dass es extra Modelabels für diese Szene gibt. Genau solche Klamotten hatte die beiden Fans aus dem Beispiel meines Kumpels an und ich sehe ihn da 0,0 in irgendeiner Verantwortung, schon gar nicht als Fan, dass er da dazwischen geht. Dazu noch mit kleinen Kindern im Schlepptau.

Von daher finde ich auch deinen Autofahrer Vergleich völlig sinnlos.

Und ja es gibt auch organisierte Fangruppen, vermutlich die deutlich überwiegende Mehrheit, die sich noch nie irgendwas zu schulden hat kommen lassen und die einfach nur ihren Spass haben die Spiele zu sehen und den VfB zu unterstützen.

Zum Thema Polizeipräsenz, aktuell sehe ich die als notwendig an, ja absolut. Gerade ums Stadion und auf den Wegen zu den Öffentlichen. Nicht weil soviel passiert, sondern damit es ruhig und bei Einzelfällen bleibt.
Hingegen sehe ich die ganzen Massnahmen im Stadion als völlig übertrieben an, weil es dort wirklich, zumindest in der Bundesliga, ruhig ist und allein Pyro für mich keine Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte rechtfertigt

•     •     •

in a town called Stuttgart....
Fanszene |#4778
05.12.2025 - 10:47 Uhr
Zitat von Neckarkrokodil

Naja, es gibt schon eine inhomogene Masse Fans, aber je weiter man Richtung organisierte Fanszene kommt, desto homogener wird sie. Sieht man ja allein daran, dass es extra Modelabels für diese Szene gibt. Genau solche Klamotten hatte die beiden Fans aus dem Beispiel meines Kumpels an und ich sehe ihn da 0,0 in irgendeiner Verantwortung, schon gar nicht als Fan, dass er da dazwischen geht. Dazu noch mit kleinen Kindern im Schlepptau.

Von daher finde ich auch deinen Autofahrer Vergleich völlig sinnlos.

Und ja es gibt auch organisierte Fangruppen, vermutlich die deutlich überwiegende Mehrheit, die sich noch nie irgendwas zu schulden hat kommen lassen und die einfach nur ihren Spass haben die Spiele zu sehen und den VfB zu unterstützen.


Um den Autovergleich doch nochmal heranzuziehen sollten also nur Autofahrer bestimmter Modelle/Marken dafür sorgen, dass weniger Verstöße passieren? 😏

Verzeih mir bitte, dass ich solche Vergleiche mache. Mir geht es nicht darum die Diskussion damit zu entwerten oder lächerlich zu machen, sondern anhand von anderen plastischen Beispielen zu verstehen, was eine "Selbstreinigung" denn bedeuten würde.

Es gibt über 100 offizielle Fanclubs - das ist wirklich stark inhomogen. Und die Besucher der Cannstatter Kurve sind noch nicht mal alle Teil davon.

Wie soll das also funktionieren?
Die Ultras selbst sind sehr kleine, organisierte Gruppen, die sich für Pyro aussprechen. Innerhalb derer wird da keine "Selbstreinigung" stattfinden. Und von außerhalb auf diese Gruppen einzuwirken kannst ja auch vergessen. Da wären wir schnell wieder beim Autobeispiel.

Meiner Ansicht nach ist das grundlegende Problem, dass hier etwas zu einem großen Problem aufgeblasen wird, das eigentlich gar keines ist.

Ja, es gibt Pyro. Ja ist verboten und sollte weiter kontrolliert und verfolgt werden. Ist aber auch "nur" eine Ordnungswidrigkeit meines Wissens, so schlimm stuft also auch der Gesetzgeber das nicht ein und die Zahlen geben das auch nicht her.

Ja, es gibt durchaus regelmäßig Auseinandersetzungen, wie du sie beschreibst. Starke Alkoholisierung und die emotionale Aufladung um den Fußball tut da sein übriges dazu - es wird dann auch gerne versucht den "Schutz" der Masse zu nutzen - , passiert aber durchaus auch woanders. Es gibt nunmal eine gewisse Prozentzahl an Menschen, die Konflikte über physische Auseinandersetzungen lösen. Dafür gibt es Gesetze, Polizei, Justiz - und damit sind wir bisher ganz gut gefahren.

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Dieter Hecking: «Was soll ich daran bewundern? Er wird doch gut bezahlt, da kann er doch mal einen Elfmeter verwandeln»

Dieser Beitrag wurde zuletzt von st3in am 05.12.2025 um 10:50 Uhr bearbeitet
Fanszene |#4779
05.12.2025 - 12:31 Uhr
Zitat von st3in

Zitat von Neckarkrokodil

Naja, es gibt schon eine inhomogene Masse Fans, aber je weiter man Richtung organisierte Fanszene kommt, desto homogener wird sie. Sieht man ja allein daran, dass es extra Modelabels für diese Szene gibt. Genau solche Klamotten hatte die beiden Fans aus dem Beispiel meines Kumpels an und ich sehe ihn da 0,0 in irgendeiner Verantwortung, schon gar nicht als Fan, dass er da dazwischen geht. Dazu noch mit kleinen Kindern im Schlepptau.

Von daher finde ich auch deinen Autofahrer Vergleich völlig sinnlos.

Und ja es gibt auch organisierte Fangruppen, vermutlich die deutlich überwiegende Mehrheit, die sich noch nie irgendwas zu schulden hat kommen lassen und die einfach nur ihren Spass haben die Spiele zu sehen und den VfB zu unterstützen.


Um den Autovergleich doch nochmal heranzuziehen sollten also nur Autofahrer bestimmter Modelle/Marken dafür sorgen, dass weniger Verstöße passieren? 😏

Verzeih mir bitte, dass ich solche Vergleiche mache. Mir geht es nicht darum die Diskussion damit zu entwerten oder lächerlich zu machen, sondern anhand von anderen plastischen Beispielen zu verstehen, was eine "Selbstreinigung" denn bedeuten würde.

Es gibt über 100 offizielle Fanclubs - das ist wirklich stark inhomogen. Und die Besucher der Cannstatter Kurve sind noch nicht mal alle Teil davon.

Wie soll das also funktionieren?
Die Ultras selbst sind sehr kleine, organisierte Gruppen, die sich für Pyro aussprechen. Innerhalb derer wird da keine "Selbstreinigung" stattfinden. Und von außerhalb auf diese Gruppen einzuwirken kannst ja auch vergessen. Da wären wir schnell wieder beim Autobeispiel.

Meiner Ansicht nach ist das grundlegende Problem, dass hier etwas zu einem großen Problem aufgeblasen wird, das eigentlich gar keines ist.

Ja, es gibt Pyro. Ja ist verboten und sollte weiter kontrolliert und verfolgt werden. Ist aber auch "nur" eine Ordnungswidrigkeit meines Wissens, so schlimm stuft also auch der Gesetzgeber das nicht ein und die Zahlen geben das auch nicht her.

Ja, es gibt durchaus regelmäßig Auseinandersetzungen, wie du sie beschreibst. Starke Alkoholisierung und die emotionale Aufladung um den Fußball tut da sein übriges dazu - es wird dann auch gerne versucht den "Schutz" der Masse zu nutzen - , passiert aber durchaus auch woanders. Es gibt nunmal eine gewisse Prozentzahl an Menschen, die Konflikte über physische Auseinandersetzungen lösen. Dafür gibt es Gesetze, Polizei, Justiz - und damit sind wir bisher ganz gut gefahren.

Ich sag dir warum ich den Autovergleich absolut sinnlos finde, Person A ist Fussballfan bzw Teil der Szene, Person B hat überhaupt kein Interesse an Fussball und allem was dazugehört. Beide sind es aber Autofahrer. Und wenn eine Strasse erneuert wird und dafür der Steuerzahler herhält, dann zahlen Sie beide das gerne.
Wenn aber Person A am Wochenende zum Fussball geht und dort aufgrund von Emotionen, Alkohol, was auch immer, über die Stränge schlägt und damit einen Einsatz der Polizei auf Kosten der Steuerzahler notwendig macht, dann zahlt Person B hier für Dinge, die für ihn aboslut nicht sein müssen.

Und wenn Person B dann auch noch mitbekommt, dass die Fangruppe, welcher Person A zugehört, die Dinge nicht verurteilt und auch keine Konsequenzen folgen, im Gegenteil, man auch noch irgendwelche Rechtfertigungen sucht und die Taten irgendwie verklärt, dann ist klar, dass Person B die ganze Sache nicht mehr haben möchte und vom Gesetzgeber verlangt, dass man hier von vorneherein härter durchgreift.

Und hier sehe ich die Fangruppen in der Verantwortung, dass man proaktiv wird, wenn solche Dinge passieren und nicht nur laut ist, wenn man restriktive Massnahmen erfährt.

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in a town called Stuttgart....

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Neckarkrokodil am 05.12.2025 um 12:32 Uhr bearbeitet
Fanszene |#4780
05.12.2025 - 16:42 Uhr
Zitat von Neckarkrokodil

Wenn aber Person A am Wochenende zum Fussball geht und dort aufgrund von Emotionen, Alkohol, was auch immer, über die Stränge schlägt und damit einen Einsatz der Polizei auf Kosten der Steuerzahler notwendig macht, dann zahlt Person B hier für Dinge, die für ihn aboslut nicht sein müssen.

Und wenn Person B dann auch noch mitbekommt, dass die Fangruppe, welcher Person A zugehört, die Dinge nicht verurteilt und auch keine Konsequenzen folgen, im Gegenteil, man auch noch irgendwelche Rechtfertigungen sucht und die Taten irgendwie verklärt, dann ist klar, dass Person B die ganze Sache nicht mehr haben möchte und vom Gesetzgeber verlangt, dass man hier von vorneherein härter durchgreift.

Und hier sehe ich die Fangruppen in der Verantwortung, dass man proaktiv wird, wenn solche Dinge passieren und nicht nur laut ist, wenn man restriktive Massnahmen erfährt.


Statt Fußball kannst du da halt quasi alles einsetzen.

Das fängt vom allgemeinen Feier gehen, über Bierfeste usw und kannst auf alles anwenden.

Dann nimm illegale Autorennen. Auch da wird die Gruppe, zu der Person A gehört, die Rennen nicht verurteilen und Konsequenzen für Person A machen.

Trotzdem kann ich halt nicht der Gruppe von A das Auto konfiszieren und erst recht nicht Person B das Autofahren verbieten.

Es gibt da draußen so viele Polizeieinsätze, bei denen ich mich regelmäßig frage, wieso ich dafür jetzt eigentlich (indirekt) aufkommen muss...

Klar kann Person B verlangen, dass "härter" durchgegriffen wird - nur wieso eigentlich?

Wegen den 1.000 Verletzten auf 25 Mio Besucher - einer Zahl die sowieso rückläufig ist?

Ich möchte da noch etwas zu dem "Verklären und Rechtfertigen" sagen.
Das lasse ich mir nämlich ungern vorwerfen, nur weil die ich die Verhältnismäßigkeit hinterfrage.

Vorsätzliche Körperverletzung geht in meinem persönlichen Wertesystem überhaupt nicht.
Da gibt es nichts zu relativieren oder zu rechtfertigen. (auch nicht über übermäßigen Alkoholkonsum, falls das falsch rüber gekommen sein sollte...)
Deshalb bin ich ganz klar dafür, dass wir als Gemeinschaft den Schutz sicherstellen und die Täter auch Konsequenzen erhalten - aber eben auch nur die.

Und da fehlt mir in der ganzen Diskussion über Personalisierung, personifizierte Tickets, Fanausschlüsse, Verbot von Gästefans, Gesichtserkennung usw. schon auch der Anlass um eine Verhältnismäßigkeit irgendwie abzuleiten - aber da waren wir ja sowieso einer Meinung soweit ich mich erinnere.

Es wird - auch ein wenig aus populistischen Antrieb - aus mancher Ecke hier mächtig Stimmung gemacht. Man möchte "harte Kante" zeigen.

Das meiner Ansicht nach größte Problem haben wir übrigens noch gar nicht gesprochen: die krasse Spur der Zerstörung, die bei der Anreise passiert.
Nicht die Situationen ums Stadion, nicht die Pyro im Stadion - die regelmäßig zerlegten Züge finde ich wirklich völlig inakzeptabel. Spricht nur im Moment niemand von...

•     •     •

Dieter Hecking: «Was soll ich daran bewundern? Er wird doch gut bezahlt, da kann er doch mal einen Elfmeter verwandeln»
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