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Daniel Farke
Geburtsdatum 30.10.1976
Alter 49
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Leeds United

Daniel Farke [Trainer]

04.06.2022 - 16:10 Uhr
Daniel Farke [Trainer] |#4121
10.04.2023 - 13:31 Uhr
Zitat von boetze
Zitat von CedreiPO

Zitat von Schabernack

Zitat von boetze

Zitat von BMG465

Ich bin froh das wir gestern gewonnen haben.
Aber:
Nach wie vor spielen wir aber weiter ohne Plan.
Wie schon oft gesagt verstehe seinen Ansatz von Fußball nicht.
Wenn es den überhaupt gibt.
Das was vor der Saison gesagt wurde stimmt nicht Mal im Ansatz.
Mit fehlt weiterhin die Identifikation zum. Verein, die hat er nicht und trägt er auch nicht weiter.
Die Truppe spielt einfach nur schlecht und das mit dem Spielermaterial.
Und um ehrlich zu sein glaube ich auch nicht das es besser wird wenn man die halbe Mannschaft austauscht.
Man muss sagen das ist einfach nichts.
Stets bemüht.


Gestern hatten wir keinen Plan?

Also meines Erachtens war der am Anfang schon klar. Da waren wir halt noch kacke.

Der Plan war von vornherein, weniger Ball zu haben, tiefer zu stehen um den Tiefgang von Marmoush zu nehmen.

Der Plan war auch, nach Ballgewinnen den zentral positionierten Thuram direkt als Wand zu nutzen.

Deshalb war Stindl auch in der Mitte, den brauchten wir dafür als Klatschfänger. Damit wollten wir den Tiefgang von N‘Goumou und Thuram selbst nutzen. Plea war irgendwie verloren in der Nummer, macht aber nichts.

Wir waren am Anfang schwächer, weil wir öfter seltsamen Ballbesitz hatten. Wolfsburg brauchte offenbar erst unsere Fehler, um uns selbst auf die Siegerstrasse zu bringen.

Aber der taktische Plan war mit eigentlich schon klar. Thuram wurde nachher besser, aber wenn du da einen besseren Wandspieler hast und Thuram links, dann geht das vielleicht sogar gleich auf.

Farke wusste, dass Otavio viel nach vorne läuft, schlecht abgesichert. Da haben wir auch absolut das Spiel gewonnen.



Absolut richtig. Alleine in den ersten 50 Minuten gab es 3 Situation in den Thuram wie ein guter Linksaußen versucht hat abzurollen und aufzudrehen anstatt zu passen oder klatschen zu lassen. In allen Situationen wäre Ngomou frei durch gewesen.

Thuram ist nun mal kein Mittelstürmer und das sollte man ihm auch nicht zum Vorwurf machen. Es ist seine erste Saison in der Zentrale und das Positionsspiel ist halt seine ganz große Schwäche.

Ich sehe das jetzt auch nicht als großartig veränderte taktische Ausrichtung. Vielmehr war das der Situation geschuldet in der wir uns seit Wochen befinden. Das ist nichts proaktives, keine Handschrift, die unseren Spielstil als Gesamtkonstrukt stärkt. Sowas sind taktische Variablen, die jeder Trainer beherrschen muss und die er situativ von der Mannschaft einfordert. Für mich sind das die Basics, die ich von einem Trainer in jeder Liga erwarte.
Ein guter Trainer prägt jedoch einen systemischer angelegten Spielstil und das -meiner Ansicht nach- unabhängig von den zusätzlichen Spielern, die man ihm zur Verfügung stellt. Hier sehe ich keinen Ansatz von Farke.
Für mich war die gestrige Anlage viel zu sehr von Zufällen geprägt und hatte wenig mit einer erfolgreichen Ausrichtung zu tun. Sicherlich war die defensivere Ausrichtign sinnvoll und auch die Idee unsere Stärken vorne besser zum Tragen zu bringen. Das ist jetzt aber auch kein Hexenwerk im 1x1 des Trainerdaseins.
Der Sieg an sich resultiert primär aus der Stärke Omlins, der mangelhaften Effizienz Wolfsburgs und der endlich mal vorhandenen Effizienz unserer Vorderleute. Wäre da eine der drei Größen rausgebrochen, hätte Farke taktisch mit seinem beschränkten Repertoire „Salto und dreifachen Rittberger“ machen können, dann wäre das Spiel trotz der taktischen Ausrichtung Baden gegangen.
Es bedarf einer klaren Spieltisch-taktischen Handschrift, die einen roten Faden erkennen läßt und dann variiert werden kann.


Naja, also wenn du 5x nicht gewinnst, prägst du keinen Spielstil. Da guckst du, wie du irgendwie das nächste Spiel gewinnst.

Und genau das hat Farke gemacht.

Du nimmst in Vorbereitungen Paradigmenwechsel vor, um langfristig erfolgreich zu sein. Unter Trainer war mit Sicherheit zeitweise stur, aber er hat von lang- auf kurzfristig gewechselt und damit das Spiel gestern gewonnen.

Dir persönlich werfe ich jetzt sicher keine Antipathie vor, nur kann ich nicht verstehen, wenn man öfter weniger Ballbesitz und Konterfussball fordert, weil das gegen gute Teams gut klappt - dann macht er das, ist ja auch nicht so toll gewesen.

Nein, das war genau die richtige Herangehensweise, er war sehr gut vorbereitet - und wir haben am Ende auf der Wiese, die Farke als Schwachpunkt ausgemacht hat, den Win gemacht. So war es eben, und das darf man dann auch mal so sagen.

Und nachher zu kommen, das wäre irgendwie Glück und ein guter Torwart - jedes Spiel auf dem Level und ohne Bayern gewinnst du auch in Kippmoments. Immer. Geht gar nicht ohne. Nenne mir ein Spiel, dass ohne wenn/dann auskommt.

Am Ende stand auch bei den XG ein verdienter Sieg. Und das war er auch in einer Mischung aus Trainer, Fans!, und am Ende auch Team.

Mit all dem was du schreibst gehe ich grundsätzlich d‘accord. Wenn es aber so ist, dann stellt sich mir die Frage, ob es überhaupt notwendig ist einen Trainer in die Seitenlinie zu stellen? (ist natürlich überzeichnet).
Farke hat jetzt zwei Vorbereitungsphasen gehabt da was zu installieren. Sehen tut man davon nichts, das ist nun mal Fakt. Ob nun Ballbesitz oder Konterfußball nichts von dem ist wirklich erkennbar. Gestern haben wir einfach abgewartet und endlich mal ein wenig Willen ins Spiel gebracht.
Und natürlich hat jedes Spiel Kippmomente, allerdings muss man dann eben auch in den entsprechenden Phasen das Spiel an sich reißen können. Das passiert bei uns eigentlich viel zu wenig, eben ehr im Gegenteil. Das 1:0 ist aus dem Nichts gefallen und hat uns ein wenig Luft verschafft, aber kein Überlegenheitsmoment hervorgebracht. Erst nach dem -im Verlauf- überraschenden 2:0 war dann der Stecker gezogen, aber auch das resultierte nun mal nicht aus einer spielerisch erkennbaren Anlage oder gar aus einer Überlegenheit.
Am Ende ist deine Bewertung natürlich zutreffend, dass der Sieg verdient war. Es führt für mich aber nicht zu dem Schluss, dass der Trainer alles richtig gemacht hat. Vielmehr würde ich eher sagen Farke hat mal endlich seine Fehler reduziert. Ich weiß, jetzt kommt wieder „halb leer oder halb voll. Aber ohne erkennbare Strukturen ist für mich immer halb voll. Halb leer ist, wenn man eine strukturelle Anlage hat, das Team das es aber nicht umsetzen kann.
Und Kippmomente sind eben auch Dinge, auf die ein Trainer als Basic reagieren sollte. Insofern bewerte ich das jetzt auch nicht über sondern sehe es als Normalität, die er zum Glück endlich mal an den Tag gelegt hat. In den vergangenen Wochen hat er die Kippmomente an sich vorbeiziehen lassen und das Team im Regen stehen lassen, was dann wie ein Bumerang auch vom Team zurückkam.
Ja, man kann diesem Spiel etwas Positives abgewinnen, es wird aber -zumindest bei mir- nicht dazu führen, dass dieser weitgehend überforderte und überbewertete Trainer als Dauerlösung für die Zukunft erkennbar ist.
All das was Farke gestern gemacht hat ist für mich eine Mindestanforderung die ein Trainer ligaunabhängig einbringen muss.
Daniel Farke [Trainer] |#4122
10.04.2023 - 13:44 Uhr
Zitat von CedreiPO
Zitat von boetze

Zitat von CedreiPO

Zitat von Schabernack

Zitat von boetze

Zitat von BMG465

Ich bin froh das wir gestern gewonnen haben.
Aber:
Nach wie vor spielen wir aber weiter ohne Plan.
Wie schon oft gesagt verstehe seinen Ansatz von Fußball nicht.
Wenn es den überhaupt gibt.
Das was vor der Saison gesagt wurde stimmt nicht Mal im Ansatz.
Mit fehlt weiterhin die Identifikation zum. Verein, die hat er nicht und trägt er auch nicht weiter.
Die Truppe spielt einfach nur schlecht und das mit dem Spielermaterial.
Und um ehrlich zu sein glaube ich auch nicht das es besser wird wenn man die halbe Mannschaft austauscht.
Man muss sagen das ist einfach nichts.
Stets bemüht.


Gestern hatten wir keinen Plan?

Also meines Erachtens war der am Anfang schon klar. Da waren wir halt noch kacke.

Der Plan war von vornherein, weniger Ball zu haben, tiefer zu stehen um den Tiefgang von Marmoush zu nehmen.

Der Plan war auch, nach Ballgewinnen den zentral positionierten Thuram direkt als Wand zu nutzen.

Deshalb war Stindl auch in der Mitte, den brauchten wir dafür als Klatschfänger. Damit wollten wir den Tiefgang von N‘Goumou und Thuram selbst nutzen. Plea war irgendwie verloren in der Nummer, macht aber nichts.

Wir waren am Anfang schwächer, weil wir öfter seltsamen Ballbesitz hatten. Wolfsburg brauchte offenbar erst unsere Fehler, um uns selbst auf die Siegerstrasse zu bringen.

Aber der taktische Plan war mit eigentlich schon klar. Thuram wurde nachher besser, aber wenn du da einen besseren Wandspieler hast und Thuram links, dann geht das vielleicht sogar gleich auf.

Farke wusste, dass Otavio viel nach vorne läuft, schlecht abgesichert. Da haben wir auch absolut das Spiel gewonnen.



Absolut richtig. Alleine in den ersten 50 Minuten gab es 3 Situation in den Thuram wie ein guter Linksaußen versucht hat abzurollen und aufzudrehen anstatt zu passen oder klatschen zu lassen. In allen Situationen wäre Ngomou frei durch gewesen.

Thuram ist nun mal kein Mittelstürmer und das sollte man ihm auch nicht zum Vorwurf machen. Es ist seine erste Saison in der Zentrale und das Positionsspiel ist halt seine ganz große Schwäche.

Ich sehe das jetzt auch nicht als großartig veränderte taktische Ausrichtung. Vielmehr war das der Situation geschuldet in der wir uns seit Wochen befinden. Das ist nichts proaktives, keine Handschrift, die unseren Spielstil als Gesamtkonstrukt stärkt. Sowas sind taktische Variablen, die jeder Trainer beherrschen muss und die er situativ von der Mannschaft einfordert. Für mich sind das die Basics, die ich von einem Trainer in jeder Liga erwarte.
Ein guter Trainer prägt jedoch einen systemischer angelegten Spielstil und das -meiner Ansicht nach- unabhängig von den zusätzlichen Spielern, die man ihm zur Verfügung stellt. Hier sehe ich keinen Ansatz von Farke.
Für mich war die gestrige Anlage viel zu sehr von Zufällen geprägt und hatte wenig mit einer erfolgreichen Ausrichtung zu tun. Sicherlich war die defensivere Ausrichtign sinnvoll und auch die Idee unsere Stärken vorne besser zum Tragen zu bringen. Das ist jetzt aber auch kein Hexenwerk im 1x1 des Trainerdaseins.
Der Sieg an sich resultiert primär aus der Stärke Omlins, der mangelhaften Effizienz Wolfsburgs und der endlich mal vorhandenen Effizienz unserer Vorderleute. Wäre da eine der drei Größen rausgebrochen, hätte Farke taktisch mit seinem beschränkten Repertoire „Salto und dreifachen Rittberger“ machen können, dann wäre das Spiel trotz der taktischen Ausrichtung Baden gegangen.
Es bedarf einer klaren Spieltisch-taktischen Handschrift, die einen roten Faden erkennen läßt und dann variiert werden kann.


Naja, also wenn du 5x nicht gewinnst, prägst du keinen Spielstil. Da guckst du, wie du irgendwie das nächste Spiel gewinnst.

Und genau das hat Farke gemacht.

Du nimmst in Vorbereitungen Paradigmenwechsel vor, um langfristig erfolgreich zu sein. Unter Trainer war mit Sicherheit zeitweise stur, aber er hat von lang- auf kurzfristig gewechselt und damit das Spiel gestern gewonnen.

Dir persönlich werfe ich jetzt sicher keine Antipathie vor, nur kann ich nicht verstehen, wenn man öfter weniger Ballbesitz und Konterfussball fordert, weil das gegen gute Teams gut klappt - dann macht er das, ist ja auch nicht so toll gewesen.

Nein, das war genau die richtige Herangehensweise, er war sehr gut vorbereitet - und wir haben am Ende auf der Wiese, die Farke als Schwachpunkt ausgemacht hat, den Win gemacht. So war es eben, und das darf man dann auch mal so sagen.

Und nachher zu kommen, das wäre irgendwie Glück und ein guter Torwart - jedes Spiel auf dem Level und ohne Bayern gewinnst du auch in Kippmoments. Immer. Geht gar nicht ohne. Nenne mir ein Spiel, dass ohne wenn/dann auskommt.

Am Ende stand auch bei den XG ein verdienter Sieg. Und das war er auch in einer Mischung aus Trainer, Fans!, und am Ende auch Team.

Mit all dem was du schreibst gehe ich grundsätzlich d‘accord. Wenn es aber so ist, dann stellt sich mir die Frage, ob es überhaupt notwendig ist einen Trainer in die Seitenlinie zu stellen? (ist natürlich überzeichnet).
Farke hat jetzt zwei Vorbereitungsphasen gehabt da was zu installieren. Sehen tut man davon nichts, das ist nun mal Fakt. Ob nun Ballbesitz oder Konterfußball nichts von dem ist wirklich erkennbar. Gestern haben wir einfach abgewartet und endlich mal ein wenig Willen ins Spiel gebracht.
Und natürlich hat jedes Spiel Kippmomente, allerdings muss man dann eben auch in den entsprechenden Phasen das Spiel an sich reißen können. Das passiert bei uns eigentlich viel zu wenig, eben ehr im Gegenteil. Das 1:0 ist aus dem Nichts gefallen und hat uns ein wenig Luft verschafft, aber kein Überlegenheitsmoment hervorgebracht. Erst nach dem -im Verlauf- überraschenden 2:0 war dann der Stecker gezogen, aber auch das resultierte nun mal nicht aus einer spielerisch erkennbaren Anlage oder gar aus einer Überlegenheit.
Am Ende ist deine Bewertung natürlich zutreffend, dass der Sieg verdient war. Es führt für mich aber nicht zu dem Schluss, dass der Trainer alles richtig gemacht hat. Vielmehr würde ich eher sagen Farke hat mal endlich seine Fehler reduziert. Ich weiß, jetzt kommt wieder „halb leer oder halb voll. Aber ohne erkennbare Strukturen ist für mich immer halb voll. Halb leer ist, wenn man eine strukturelle Anlage hat, das Team das es aber nicht umsetzen kann.
Und Kippmomente sind eben auch Dinge, auf die ein Trainer als Basic reagieren sollte. Insofern bewerte ich das jetzt auch nicht über sondern sehe es als Normalität, die er zum Glück endlich mal an den Tag gelegt hat. In den vergangenen Wochen hat er die Kippmomente an sich vorbeiziehen lassen und das Team im Regen stehen lassen, was dann wie ein Bumerang auch vom Team zurückkam.
Ja, man kann diesem Spiel etwas Positives abgewinnen, es wird aber -zumindest bei mir- nicht dazu führen, dass dieser weitgehend überforderte und überbewertete Trainer als Dauerlösung für die Zukunft erkennbar ist.
All das was Farke gestern gemacht hat ist für mich eine Mindestanforderung die ein Trainer ligaunabhängig einbringen muss.


Mal angenommen, Marmoush's Treffer hätte gezählt,
wer würde an ein aufbäumen oder einer Reaktion unseres Teams glauben?

Wir wsren ängstlich und vrrunsichert in der Anfangsphase, und das wäre nach dem 0:1 nicht besser geeorden.
Welche Kniffe, Einstudiertheiten oder Tricks , stecken in unserem Repertoire?
Mit welchen Mitteln hätten wir Wolfsburg getrotzt?

Es war Spielglück gestern. Das kommt aber nicht ständig vor, sollte uns bewusst sein.

Und jetzt kann jeder gerne sein Urteil zum Sieg und zu Farke zum Besten geben.

Ich persönlich habe mit diesem Trainer abgeschlossen.
Daniel Farke [Trainer] |#4123
10.04.2023 - 14:00 Uhr
Zitat von TommyGreco
Zitat von CedreiPO

Zitat von boetze

Zitat von CedreiPO

Zitat von Schabernack

Zitat von boetze

Zitat von BMG465

Ich bin froh das wir gestern gewonnen haben.
Aber:
Nach wie vor spielen wir aber weiter ohne Plan.
Wie schon oft gesagt verstehe seinen Ansatz von Fußball nicht.
Wenn es den überhaupt gibt.
Das was vor der Saison gesagt wurde stimmt nicht Mal im Ansatz.
Mit fehlt weiterhin die Identifikation zum. Verein, die hat er nicht und trägt er auch nicht weiter.
Die Truppe spielt einfach nur schlecht und das mit dem Spielermaterial.
Und um ehrlich zu sein glaube ich auch nicht das es besser wird wenn man die halbe Mannschaft austauscht.
Man muss sagen das ist einfach nichts.
Stets bemüht.


Gestern hatten wir keinen Plan?

Also meines Erachtens war der am Anfang schon klar. Da waren wir halt noch kacke.

Der Plan war von vornherein, weniger Ball zu haben, tiefer zu stehen um den Tiefgang von Marmoush zu nehmen.

Der Plan war auch, nach Ballgewinnen den zentral positionierten Thuram direkt als Wand zu nutzen.

Deshalb war Stindl auch in der Mitte, den brauchten wir dafür als Klatschfänger. Damit wollten wir den Tiefgang von N‘Goumou und Thuram selbst nutzen. Plea war irgendwie verloren in der Nummer, macht aber nichts.

Wir waren am Anfang schwächer, weil wir öfter seltsamen Ballbesitz hatten. Wolfsburg brauchte offenbar erst unsere Fehler, um uns selbst auf die Siegerstrasse zu bringen.

Aber der taktische Plan war mit eigentlich schon klar. Thuram wurde nachher besser, aber wenn du da einen besseren Wandspieler hast und Thuram links, dann geht das vielleicht sogar gleich auf.

Farke wusste, dass Otavio viel nach vorne läuft, schlecht abgesichert. Da haben wir auch absolut das Spiel gewonnen.



Absolut richtig. Alleine in den ersten 50 Minuten gab es 3 Situation in den Thuram wie ein guter Linksaußen versucht hat abzurollen und aufzudrehen anstatt zu passen oder klatschen zu lassen. In allen Situationen wäre Ngomou frei durch gewesen.

Thuram ist nun mal kein Mittelstürmer und das sollte man ihm auch nicht zum Vorwurf machen. Es ist seine erste Saison in der Zentrale und das Positionsspiel ist halt seine ganz große Schwäche.

Ich sehe das jetzt auch nicht als großartig veränderte taktische Ausrichtung. Vielmehr war das der Situation geschuldet in der wir uns seit Wochen befinden. Das ist nichts proaktives, keine Handschrift, die unseren Spielstil als Gesamtkonstrukt stärkt. Sowas sind taktische Variablen, die jeder Trainer beherrschen muss und die er situativ von der Mannschaft einfordert. Für mich sind das die Basics, die ich von einem Trainer in jeder Liga erwarte.
Ein guter Trainer prägt jedoch einen systemischer angelegten Spielstil und das -meiner Ansicht nach- unabhängig von den zusätzlichen Spielern, die man ihm zur Verfügung stellt. Hier sehe ich keinen Ansatz von Farke.
Für mich war die gestrige Anlage viel zu sehr von Zufällen geprägt und hatte wenig mit einer erfolgreichen Ausrichtung zu tun. Sicherlich war die defensivere Ausrichtign sinnvoll und auch die Idee unsere Stärken vorne besser zum Tragen zu bringen. Das ist jetzt aber auch kein Hexenwerk im 1x1 des Trainerdaseins.
Der Sieg an sich resultiert primär aus der Stärke Omlins, der mangelhaften Effizienz Wolfsburgs und der endlich mal vorhandenen Effizienz unserer Vorderleute. Wäre da eine der drei Größen rausgebrochen, hätte Farke taktisch mit seinem beschränkten Repertoire „Salto und dreifachen Rittberger“ machen können, dann wäre das Spiel trotz der taktischen Ausrichtung Baden gegangen.
Es bedarf einer klaren Spieltisch-taktischen Handschrift, die einen roten Faden erkennen läßt und dann variiert werden kann.


Naja, also wenn du 5x nicht gewinnst, prägst du keinen Spielstil. Da guckst du, wie du irgendwie das nächste Spiel gewinnst.

Und genau das hat Farke gemacht.

Du nimmst in Vorbereitungen Paradigmenwechsel vor, um langfristig erfolgreich zu sein. Unter Trainer war mit Sicherheit zeitweise stur, aber er hat von lang- auf kurzfristig gewechselt und damit das Spiel gestern gewonnen.

Dir persönlich werfe ich jetzt sicher keine Antipathie vor, nur kann ich nicht verstehen, wenn man öfter weniger Ballbesitz und Konterfussball fordert, weil das gegen gute Teams gut klappt - dann macht er das, ist ja auch nicht so toll gewesen.

Nein, das war genau die richtige Herangehensweise, er war sehr gut vorbereitet - und wir haben am Ende auf der Wiese, die Farke als Schwachpunkt ausgemacht hat, den Win gemacht. So war es eben, und das darf man dann auch mal so sagen.

Und nachher zu kommen, das wäre irgendwie Glück und ein guter Torwart - jedes Spiel auf dem Level und ohne Bayern gewinnst du auch in Kippmoments. Immer. Geht gar nicht ohne. Nenne mir ein Spiel, dass ohne wenn/dann auskommt.

Am Ende stand auch bei den XG ein verdienter Sieg. Und das war er auch in einer Mischung aus Trainer, Fans!, und am Ende auch Team.

Mit all dem was du schreibst gehe ich grundsätzlich d‘accord. Wenn es aber so ist, dann stellt sich mir die Frage, ob es überhaupt notwendig ist einen Trainer in die Seitenlinie zu stellen? (ist natürlich überzeichnet).
Farke hat jetzt zwei Vorbereitungsphasen gehabt da was zu installieren. Sehen tut man davon nichts, das ist nun mal Fakt. Ob nun Ballbesitz oder Konterfußball nichts von dem ist wirklich erkennbar. Gestern haben wir einfach abgewartet und endlich mal ein wenig Willen ins Spiel gebracht.
Und natürlich hat jedes Spiel Kippmomente, allerdings muss man dann eben auch in den entsprechenden Phasen das Spiel an sich reißen können. Das passiert bei uns eigentlich viel zu wenig, eben ehr im Gegenteil. Das 1:0 ist aus dem Nichts gefallen und hat uns ein wenig Luft verschafft, aber kein Überlegenheitsmoment hervorgebracht. Erst nach dem -im Verlauf- überraschenden 2:0 war dann der Stecker gezogen, aber auch das resultierte nun mal nicht aus einer spielerisch erkennbaren Anlage oder gar aus einer Überlegenheit.
Am Ende ist deine Bewertung natürlich zutreffend, dass der Sieg verdient war. Es führt für mich aber nicht zu dem Schluss, dass der Trainer alles richtig gemacht hat. Vielmehr würde ich eher sagen Farke hat mal endlich seine Fehler reduziert. Ich weiß, jetzt kommt wieder „halb leer oder halb voll. Aber ohne erkennbare Strukturen ist für mich immer halb voll. Halb leer ist, wenn man eine strukturelle Anlage hat, das Team das es aber nicht umsetzen kann.
Und Kippmomente sind eben auch Dinge, auf die ein Trainer als Basic reagieren sollte. Insofern bewerte ich das jetzt auch nicht über sondern sehe es als Normalität, die er zum Glück endlich mal an den Tag gelegt hat. In den vergangenen Wochen hat er die Kippmomente an sich vorbeiziehen lassen und das Team im Regen stehen lassen, was dann wie ein Bumerang auch vom Team zurückkam.
Ja, man kann diesem Spiel etwas Positives abgewinnen, es wird aber -zumindest bei mir- nicht dazu führen, dass dieser weitgehend überforderte und überbewertete Trainer als Dauerlösung für die Zukunft erkennbar ist.
All das was Farke gestern gemacht hat ist für mich eine Mindestanforderung die ein Trainer ligaunabhängig einbringen muss.


Mal angenommen, Marmoush's Treffer hätte gezählt,
wer würde an ein aufbäumen oder einer Reaktion unseres Teams glauben?

Wir wsren ängstlich und vrrunsichert in der Anfangsphase, und das wäre nach dem 0:1 nicht besser geeorden.
Welche Kniffe, Einstudiertheiten oder Tricks , stecken in unserem Repertoire?
Mit welchen Mitteln hätten wir Wolfsburg getrotzt?

Es war Spielglück gestern. Das kommt aber nicht ständig vor, sollte uns bewusst sein.

Und jetzt kann jeder gerne sein Urteil zum Sieg und zu Farke zum Besten geben.

Ich persönlich habe mit diesem Trainer abgeschlossen.


Aber spiegel das doch mal aufs Leipzig Spiel, ohne deren Luck hämmern wir den gleich 2 Raketen rein und gewinnen mit dem Selbstvertrauen gewinnst du möglicherweise 5:0. weiß ich nicht.

Heute reden wir von 5x nicht gewinnen und musst du anpassen.

Du brauchst in den Phasen auch Glück. Abseits ist übrigens kein Glück, muss er ja nicht reinlaufen.

Du kannst ja abgeschlossen haben, Deine Sache, aber vielleicht kannst du minimal einen fairereren Maßstab anpeilen. Musst du aber auch nicht. Ist ja nur ein Forum, liest eh keiner.

•     •     •

Da stehe ich, singe, seufze und saufe.....
Daniel Farke [Trainer] |#4124
10.04.2023 - 14:15 Uhr
Zitat von boetze
Zitat von TommyGreco

Zitat von CedreiPO

Zitat von boetze

Zitat von CedreiPO

Zitat von Schabernack

Zitat von boetze

Zitat von BMG465

Ich bin froh das wir gestern gewonnen haben.
Aber:
Nach wie vor spielen wir aber weiter ohne Plan.
Wie schon oft gesagt verstehe seinen Ansatz von Fußball nicht.
Wenn es den überhaupt gibt.
Das was vor der Saison gesagt wurde stimmt nicht Mal im Ansatz.
Mit fehlt weiterhin die Identifikation zum. Verein, die hat er nicht und trägt er auch nicht weiter.
Die Truppe spielt einfach nur schlecht und das mit dem Spielermaterial.
Und um ehrlich zu sein glaube ich auch nicht das es besser wird wenn man die halbe Mannschaft austauscht.
Man muss sagen das ist einfach nichts.
Stets bemüht.


Gestern hatten wir keinen Plan?

Also meines Erachtens war der am Anfang schon klar. Da waren wir halt noch kacke.

Der Plan war von vornherein, weniger Ball zu haben, tiefer zu stehen um den Tiefgang von Marmoush zu nehmen.

Der Plan war auch, nach Ballgewinnen den zentral positionierten Thuram direkt als Wand zu nutzen.

Deshalb war Stindl auch in der Mitte, den brauchten wir dafür als Klatschfänger. Damit wollten wir den Tiefgang von N‘Goumou und Thuram selbst nutzen. Plea war irgendwie verloren in der Nummer, macht aber nichts.

Wir waren am Anfang schwächer, weil wir öfter seltsamen Ballbesitz hatten. Wolfsburg brauchte offenbar erst unsere Fehler, um uns selbst auf die Siegerstrasse zu bringen.

Aber der taktische Plan war mit eigentlich schon klar. Thuram wurde nachher besser, aber wenn du da einen besseren Wandspieler hast und Thuram links, dann geht das vielleicht sogar gleich auf.

Farke wusste, dass Otavio viel nach vorne läuft, schlecht abgesichert. Da haben wir auch absolut das Spiel gewonnen.



Absolut richtig. Alleine in den ersten 50 Minuten gab es 3 Situation in den Thuram wie ein guter Linksaußen versucht hat abzurollen und aufzudrehen anstatt zu passen oder klatschen zu lassen. In allen Situationen wäre Ngomou frei durch gewesen.

Thuram ist nun mal kein Mittelstürmer und das sollte man ihm auch nicht zum Vorwurf machen. Es ist seine erste Saison in der Zentrale und das Positionsspiel ist halt seine ganz große Schwäche.

Ich sehe das jetzt auch nicht als großartig veränderte taktische Ausrichtung. Vielmehr war das der Situation geschuldet in der wir uns seit Wochen befinden. Das ist nichts proaktives, keine Handschrift, die unseren Spielstil als Gesamtkonstrukt stärkt. Sowas sind taktische Variablen, die jeder Trainer beherrschen muss und die er situativ von der Mannschaft einfordert. Für mich sind das die Basics, die ich von einem Trainer in jeder Liga erwarte.
Ein guter Trainer prägt jedoch einen systemischer angelegten Spielstil und das -meiner Ansicht nach- unabhängig von den zusätzlichen Spielern, die man ihm zur Verfügung stellt. Hier sehe ich keinen Ansatz von Farke.
Für mich war die gestrige Anlage viel zu sehr von Zufällen geprägt und hatte wenig mit einer erfolgreichen Ausrichtung zu tun. Sicherlich war die defensivere Ausrichtign sinnvoll und auch die Idee unsere Stärken vorne besser zum Tragen zu bringen. Das ist jetzt aber auch kein Hexenwerk im 1x1 des Trainerdaseins.
Der Sieg an sich resultiert primär aus der Stärke Omlins, der mangelhaften Effizienz Wolfsburgs und der endlich mal vorhandenen Effizienz unserer Vorderleute. Wäre da eine der drei Größen rausgebrochen, hätte Farke taktisch mit seinem beschränkten Repertoire „Salto und dreifachen Rittberger“ machen können, dann wäre das Spiel trotz der taktischen Ausrichtung Baden gegangen.
Es bedarf einer klaren Spieltisch-taktischen Handschrift, die einen roten Faden erkennen läßt und dann variiert werden kann.


Naja, also wenn du 5x nicht gewinnst, prägst du keinen Spielstil. Da guckst du, wie du irgendwie das nächste Spiel gewinnst.

Und genau das hat Farke gemacht.

Du nimmst in Vorbereitungen Paradigmenwechsel vor, um langfristig erfolgreich zu sein. Unter Trainer war mit Sicherheit zeitweise stur, aber er hat von lang- auf kurzfristig gewechselt und damit das Spiel gestern gewonnen.

Dir persönlich werfe ich jetzt sicher keine Antipathie vor, nur kann ich nicht verstehen, wenn man öfter weniger Ballbesitz und Konterfussball fordert, weil das gegen gute Teams gut klappt - dann macht er das, ist ja auch nicht so toll gewesen.

Nein, das war genau die richtige Herangehensweise, er war sehr gut vorbereitet - und wir haben am Ende auf der Wiese, die Farke als Schwachpunkt ausgemacht hat, den Win gemacht. So war es eben, und das darf man dann auch mal so sagen.

Und nachher zu kommen, das wäre irgendwie Glück und ein guter Torwart - jedes Spiel auf dem Level und ohne Bayern gewinnst du auch in Kippmoments. Immer. Geht gar nicht ohne. Nenne mir ein Spiel, dass ohne wenn/dann auskommt.

Am Ende stand auch bei den XG ein verdienter Sieg. Und das war er auch in einer Mischung aus Trainer, Fans!, und am Ende auch Team.

Mit all dem was du schreibst gehe ich grundsätzlich d‘accord. Wenn es aber so ist, dann stellt sich mir die Frage, ob es überhaupt notwendig ist einen Trainer in die Seitenlinie zu stellen? (ist natürlich überzeichnet).
Farke hat jetzt zwei Vorbereitungsphasen gehabt da was zu installieren. Sehen tut man davon nichts, das ist nun mal Fakt. Ob nun Ballbesitz oder Konterfußball nichts von dem ist wirklich erkennbar. Gestern haben wir einfach abgewartet und endlich mal ein wenig Willen ins Spiel gebracht.
Und natürlich hat jedes Spiel Kippmomente, allerdings muss man dann eben auch in den entsprechenden Phasen das Spiel an sich reißen können. Das passiert bei uns eigentlich viel zu wenig, eben ehr im Gegenteil. Das 1:0 ist aus dem Nichts gefallen und hat uns ein wenig Luft verschafft, aber kein Überlegenheitsmoment hervorgebracht. Erst nach dem -im Verlauf- überraschenden 2:0 war dann der Stecker gezogen, aber auch das resultierte nun mal nicht aus einer spielerisch erkennbaren Anlage oder gar aus einer Überlegenheit.
Am Ende ist deine Bewertung natürlich zutreffend, dass der Sieg verdient war. Es führt für mich aber nicht zu dem Schluss, dass der Trainer alles richtig gemacht hat. Vielmehr würde ich eher sagen Farke hat mal endlich seine Fehler reduziert. Ich weiß, jetzt kommt wieder „halb leer oder halb voll. Aber ohne erkennbare Strukturen ist für mich immer halb voll. Halb leer ist, wenn man eine strukturelle Anlage hat, das Team das es aber nicht umsetzen kann.
Und Kippmomente sind eben auch Dinge, auf die ein Trainer als Basic reagieren sollte. Insofern bewerte ich das jetzt auch nicht über sondern sehe es als Normalität, die er zum Glück endlich mal an den Tag gelegt hat. In den vergangenen Wochen hat er die Kippmomente an sich vorbeiziehen lassen und das Team im Regen stehen lassen, was dann wie ein Bumerang auch vom Team zurückkam.
Ja, man kann diesem Spiel etwas Positives abgewinnen, es wird aber -zumindest bei mir- nicht dazu führen, dass dieser weitgehend überforderte und überbewertete Trainer als Dauerlösung für die Zukunft erkennbar ist.
All das was Farke gestern gemacht hat ist für mich eine Mindestanforderung die ein Trainer ligaunabhängig einbringen muss.


Mal angenommen, Marmoush's Treffer hätte gezählt,
wer würde an ein aufbäumen oder einer Reaktion unseres Teams glauben?

Wir wsren ängstlich und vrrunsichert in der Anfangsphase, und das wäre nach dem 0:1 nicht besser geeorden.
Welche Kniffe, Einstudiertheiten oder Tricks , stecken in unserem Repertoire?
Mit welchen Mitteln hätten wir Wolfsburg getrotzt?

Es war Spielglück gestern. Das kommt aber nicht ständig vor, sollte uns bewusst sein.

Und jetzt kann jeder gerne sein Urteil zum Sieg und zu Farke zum Besten geben.

Ich persönlich habe mit diesem Trainer abgeschlossen.


Aber spiegel das doch mal aufs Leipzig Spiel, ohne deren Luck hämmern wir den gleich 2 Raketen rein und gewinnen mit dem Selbstvertrauen gewinnst du möglicherweise 5:0. weiß ich nicht.

Heute reden wir von 5x nicht gewinnen und musst du anpassen.

Du brauchst in den Phasen auch Glück. Abseits ist übrigens kein Glück, muss er ja nicht reinlaufen.

Du kannst ja abgeschlossen haben, Deine Sache, aber vielleicht kannst du minimal einen fairereren Maßstab anpeilen. Musst du aber auch nicht. Ist ja nur ein Forum, liest eh keiner.


Ich bin immer noch Fan von Borussia und möchte das Forum nich mit Negativität zumüllen.
Geschweige denn handelnde Personen meines Vereins schlecht reden.
In Summe hat mich Farke nicht überzeugt und da bin ich bei quote=CedreiPO. Das Handwerkszeug, welches er den Jungs auf den Weg gibt ist mager.
Daniel Farke [Trainer] |#4125
10.04.2023 - 14:37 Uhr
Zitat von TommyGreco
Zitat von boetze

Zitat von TommyGreco

Zitat von CedreiPO

Zitat von boetze

Zitat von CedreiPO

Zitat von Schabernack

Zitat von boetze

Zitat von BMG465

Ich bin froh das wir gestern gewonnen haben.
Aber:
Nach wie vor spielen wir aber weiter ohne Plan.
Wie schon oft gesagt verstehe seinen Ansatz von Fußball nicht.
Wenn es den überhaupt gibt.
Das was vor der Saison gesagt wurde stimmt nicht Mal im Ansatz.
Mit fehlt weiterhin die Identifikation zum. Verein, die hat er nicht und trägt er auch nicht weiter.
Die Truppe spielt einfach nur schlecht und das mit dem Spielermaterial.
Und um ehrlich zu sein glaube ich auch nicht das es besser wird wenn man die halbe Mannschaft austauscht.
Man muss sagen das ist einfach nichts.
Stets bemüht.


Gestern hatten wir keinen Plan?

Also meines Erachtens war der am Anfang schon klar. Da waren wir halt noch kacke.

Der Plan war von vornherein, weniger Ball zu haben, tiefer zu stehen um den Tiefgang von Marmoush zu nehmen.

Der Plan war auch, nach Ballgewinnen den zentral positionierten Thuram direkt als Wand zu nutzen.

Deshalb war Stindl auch in der Mitte, den brauchten wir dafür als Klatschfänger. Damit wollten wir den Tiefgang von N‘Goumou und Thuram selbst nutzen. Plea war irgendwie verloren in der Nummer, macht aber nichts.

Wir waren am Anfang schwächer, weil wir öfter seltsamen Ballbesitz hatten. Wolfsburg brauchte offenbar erst unsere Fehler, um uns selbst auf die Siegerstrasse zu bringen.

Aber der taktische Plan war mit eigentlich schon klar. Thuram wurde nachher besser, aber wenn du da einen besseren Wandspieler hast und Thuram links, dann geht das vielleicht sogar gleich auf.

Farke wusste, dass Otavio viel nach vorne läuft, schlecht abgesichert. Da haben wir auch absolut das Spiel gewonnen.



Absolut richtig. Alleine in den ersten 50 Minuten gab es 3 Situation in den Thuram wie ein guter Linksaußen versucht hat abzurollen und aufzudrehen anstatt zu passen oder klatschen zu lassen. In allen Situationen wäre Ngomou frei durch gewesen.

Thuram ist nun mal kein Mittelstürmer und das sollte man ihm auch nicht zum Vorwurf machen. Es ist seine erste Saison in der Zentrale und das Positionsspiel ist halt seine ganz große Schwäche.

Ich sehe das jetzt auch nicht als großartig veränderte taktische Ausrichtung. Vielmehr war das der Situation geschuldet in der wir uns seit Wochen befinden. Das ist nichts proaktives, keine Handschrift, die unseren Spielstil als Gesamtkonstrukt stärkt. Sowas sind taktische Variablen, die jeder Trainer beherrschen muss und die er situativ von der Mannschaft einfordert. Für mich sind das die Basics, die ich von einem Trainer in jeder Liga erwarte.
Ein guter Trainer prägt jedoch einen systemischer angelegten Spielstil und das -meiner Ansicht nach- unabhängig von den zusätzlichen Spielern, die man ihm zur Verfügung stellt. Hier sehe ich keinen Ansatz von Farke.
Für mich war die gestrige Anlage viel zu sehr von Zufällen geprägt und hatte wenig mit einer erfolgreichen Ausrichtung zu tun. Sicherlich war die defensivere Ausrichtign sinnvoll und auch die Idee unsere Stärken vorne besser zum Tragen zu bringen. Das ist jetzt aber auch kein Hexenwerk im 1x1 des Trainerdaseins.
Der Sieg an sich resultiert primär aus der Stärke Omlins, der mangelhaften Effizienz Wolfsburgs und der endlich mal vorhandenen Effizienz unserer Vorderleute. Wäre da eine der drei Größen rausgebrochen, hätte Farke taktisch mit seinem beschränkten Repertoire „Salto und dreifachen Rittberger“ machen können, dann wäre das Spiel trotz der taktischen Ausrichtung Baden gegangen.
Es bedarf einer klaren Spieltisch-taktischen Handschrift, die einen roten Faden erkennen läßt und dann variiert werden kann.


Naja, also wenn du 5x nicht gewinnst, prägst du keinen Spielstil. Da guckst du, wie du irgendwie das nächste Spiel gewinnst.

Und genau das hat Farke gemacht.

Du nimmst in Vorbereitungen Paradigmenwechsel vor, um langfristig erfolgreich zu sein. Unter Trainer war mit Sicherheit zeitweise stur, aber er hat von lang- auf kurzfristig gewechselt und damit das Spiel gestern gewonnen.

Dir persönlich werfe ich jetzt sicher keine Antipathie vor, nur kann ich nicht verstehen, wenn man öfter weniger Ballbesitz und Konterfussball fordert, weil das gegen gute Teams gut klappt - dann macht er das, ist ja auch nicht so toll gewesen.

Nein, das war genau die richtige Herangehensweise, er war sehr gut vorbereitet - und wir haben am Ende auf der Wiese, die Farke als Schwachpunkt ausgemacht hat, den Win gemacht. So war es eben, und das darf man dann auch mal so sagen.

Und nachher zu kommen, das wäre irgendwie Glück und ein guter Torwart - jedes Spiel auf dem Level und ohne Bayern gewinnst du auch in Kippmoments. Immer. Geht gar nicht ohne. Nenne mir ein Spiel, dass ohne wenn/dann auskommt.

Am Ende stand auch bei den XG ein verdienter Sieg. Und das war er auch in einer Mischung aus Trainer, Fans!, und am Ende auch Team.

Mit all dem was du schreibst gehe ich grundsätzlich d‘accord. Wenn es aber so ist, dann stellt sich mir die Frage, ob es überhaupt notwendig ist einen Trainer in die Seitenlinie zu stellen? (ist natürlich überzeichnet).
Farke hat jetzt zwei Vorbereitungsphasen gehabt da was zu installieren. Sehen tut man davon nichts, das ist nun mal Fakt. Ob nun Ballbesitz oder Konterfußball nichts von dem ist wirklich erkennbar. Gestern haben wir einfach abgewartet und endlich mal ein wenig Willen ins Spiel gebracht.
Und natürlich hat jedes Spiel Kippmomente, allerdings muss man dann eben auch in den entsprechenden Phasen das Spiel an sich reißen können. Das passiert bei uns eigentlich viel zu wenig, eben ehr im Gegenteil. Das 1:0 ist aus dem Nichts gefallen und hat uns ein wenig Luft verschafft, aber kein Überlegenheitsmoment hervorgebracht. Erst nach dem -im Verlauf- überraschenden 2:0 war dann der Stecker gezogen, aber auch das resultierte nun mal nicht aus einer spielerisch erkennbaren Anlage oder gar aus einer Überlegenheit.
Am Ende ist deine Bewertung natürlich zutreffend, dass der Sieg verdient war. Es führt für mich aber nicht zu dem Schluss, dass der Trainer alles richtig gemacht hat. Vielmehr würde ich eher sagen Farke hat mal endlich seine Fehler reduziert. Ich weiß, jetzt kommt wieder „halb leer oder halb voll. Aber ohne erkennbare Strukturen ist für mich immer halb voll. Halb leer ist, wenn man eine strukturelle Anlage hat, das Team das es aber nicht umsetzen kann.
Und Kippmomente sind eben auch Dinge, auf die ein Trainer als Basic reagieren sollte. Insofern bewerte ich das jetzt auch nicht über sondern sehe es als Normalität, die er zum Glück endlich mal an den Tag gelegt hat. In den vergangenen Wochen hat er die Kippmomente an sich vorbeiziehen lassen und das Team im Regen stehen lassen, was dann wie ein Bumerang auch vom Team zurückkam.
Ja, man kann diesem Spiel etwas Positives abgewinnen, es wird aber -zumindest bei mir- nicht dazu führen, dass dieser weitgehend überforderte und überbewertete Trainer als Dauerlösung für die Zukunft erkennbar ist.
All das was Farke gestern gemacht hat ist für mich eine Mindestanforderung die ein Trainer ligaunabhängig einbringen muss.


Mal angenommen, Marmoush's Treffer hätte gezählt,
wer würde an ein aufbäumen oder einer Reaktion unseres Teams glauben?

Wir wsren ängstlich und vrrunsichert in der Anfangsphase, und das wäre nach dem 0:1 nicht besser geeorden.
Welche Kniffe, Einstudiertheiten oder Tricks , stecken in unserem Repertoire?
Mit welchen Mitteln hätten wir Wolfsburg getrotzt?

Es war Spielglück gestern. Das kommt aber nicht ständig vor, sollte uns bewusst sein.

Und jetzt kann jeder gerne sein Urteil zum Sieg und zu Farke zum Besten geben.

Ich persönlich habe mit diesem Trainer abgeschlossen.


Aber spiegel das doch mal aufs Leipzig Spiel, ohne deren Luck hämmern wir den gleich 2 Raketen rein und gewinnen mit dem Selbstvertrauen gewinnst du möglicherweise 5:0. weiß ich nicht.

Heute reden wir von 5x nicht gewinnen und musst du anpassen.

Du brauchst in den Phasen auch Glück. Abseits ist übrigens kein Glück, muss er ja nicht reinlaufen.

Du kannst ja abgeschlossen haben, Deine Sache, aber vielleicht kannst du minimal einen fairereren Maßstab anpeilen. Musst du aber auch nicht. Ist ja nur ein Forum, liest eh keiner.


Ich bin immer noch Fan von Borussia und möchte das Forum nich mit Negativität zumüllen.
Geschweige denn handelnde Personen meines Vereins schlecht reden.
In Summe hat mich Farke nicht überzeugt und da bin ich bei quote=CedreiPO. Das Handwerkszeug, welches er den Jungs auf den Weg gibt ist mager.


Das mag ja auch insgesamt richtig sein.
Ich rede aber gerade von diesem Spiel. Und nur von dem Marchplan da.
Du vermischt das gerade ordentlich.

•     •     •

Da stehe ich, singe, seufze und saufe.....
Daniel Farke [Trainer] |#4126
10.04.2023 - 15:46 Uhr
Gestern war Fussball sicherlich kein Leckerbissen. Aber Omlin musste auch nicht so oft ran, dass man von einem glücklichen 1:0 zur HZ reden müsste. Sicher glückliche Führung, aber die Null hat man gut gehalten. Insofern: Deutliche Verbesserung über die letzten Spiele hinweg.
Ich will es nicht schönreden, europäisch war die Leistung sicher nicht. Aber dass wir trotzdem gewonnen haben, bedeutet mir umso mehr. Mit einem durchwachsenen Start zu gewinnen zeigt (Achtung: Trigger) Resilienz. Das Abseitstor hätte uns in manch einem Spiel das Moral-Genick gebrochen. Für mich ein klarer Arbeitssieg. Und damit die Bestätigung, dass die Mannschaft dafür geschuftet hat. Habe ich erst unter Farke wieder gesehen, und das nur gelegentlich. Denke, der Knoten ist geplatzt mit dem Sieg, und dass zumindest auf Arbeitsseite künftig mehr Konstanz da sein wird.
Nebenbei, wenn man N'Goumous Verteidigungsleistung kritisiert: Plea und er waren immerhin oft beteiligt, teilweise bis zur eigenen Grundlinie. Gab genug Spiele, in denen unsere Offensive kaum die Mittellinie erreicht hat. Insofern, Top von den Anstrengungen her, und nur deshalb gewonnen. Dass er dann erschöpdungsbedingt runter muss, solange es noch schön war, ist richtig.
Daniel Farke [Trainer] |#4127
10.04.2023 - 17:07 Uhr
War ja auch klar, dass ein starker Gegner kommt. Das wird eben auch oft vergessen. Man sieht selbst in einer Krise wie wir sie haben: Jedes Spiel ist extrem eng:

0:0 Freiburg: Da waren wir auf Augenhöhe
0:3 in Leipzig: Da war mindestens 1 Punkt drin.
2:2 Bremen: Da waren wir klar besser
0:0 Köln, war schlecht - aber auch da wurden wir nicht deklassiert oder so.
2:0 Wolfsburg. 30 Minuten Wolfsburg besser aber an sich schon verdienter Sieg über 94 Minuten

Auch ich bin ein harter Kritiker, aber dass Wolfsburg in manchen Spielphasen besser ist, das ist eben auch deren Qualität geschuldet sowie krassen Fehlern von Kramer, Plea und co. Im Endeffekt waren ja alle Chancen von Wolfsburg quasi Geschenke. Ich denke aber nach den Heimspielen gegen Freiburg (wo Plea den Sieg verschenkt hat) und Bremen (massenhaft Chancen) hat man sich das Quäntchen Spielglück auch mal wieder verdient.

Ich sehe taktisch schon einen gewissen Lerneffekt, denn wir stehen denke ich seit Freiburg etwas defensiver als gesamter Block und laufen nicht mehr so krass taktisch ins offene Messer wie zum Beispiel Anfang der Rückrunde. Was eben noch aufhören muss sind die krassen individuellen Fehler. Damit lässt man den Gegner in den Flow kommen und bringt die Verunsicherung in die eigenen Reihen (siehe Itakura in Köln und Kramer + Plea gestern).
Daniel Farke [Trainer] |#4128
11.04.2023 - 12:34 Uhr
Also ob die Mannschaft taktisch etwas dazugelernt hat wage ich zumindest einmal zu hinterfragen.

Das Spiel lief die ersten 30 Minuten ähnlich schlecht und leidenschaftslos wie das gesamte Spiel in Köln. Selbst nach dem nicht gegebenen Gegentreffer änderte sich nichts.

Wenn wir in dieser Phase das gegentor kriegen war es das dann. Durch einen Zufallstreffer unter gütiger Mithilfe des Gegners gehen wir dann in Führung.

Aber auch danach agierte die Abwehr mehrfach nach dem Modell "Scheunentor" oder "Hühnerhaufen".

Das hörte erst dann auf, als wir mit dem 2-0 Oberwasser bekamen und WOB sich mehr oder weniger ergab.

Klar - oftmals liefen Spiele auch gegen uns und jetzt mal für uns.

Was mir bei uns aber nach wie vor fehlt ist das, was unser Übungsleiter vor dem Spiel beim Gegner ausgemacht hat: eine klare Idee und eine klare Handschrift.
Ich höre da nur immer "Übergangssaison" und "Umbruch" und "Geduld" - ist alles nachvollziehbar aber dann soll der umbruch doch auch mal begonnen werden, indem man mal Netzt statt Bense spielen lässt.

Für mich sind das nämlich eher nur Ausreden, solange man nicht auch aktiv entsprechend handelt. Nächstes Jahr heißt es dann nämlich "wir haben so viel Qualität verloren" und dann eiern wir genauso weiter herum ohne klare Idee und ohne Handschrift.

Und der Trainer wurde nicht geholt, um die Situation zu erklären, sondern um den Zustand zu verbessern - und das kann ich nach wie vor nicht erkennen und so hätten wir dann auch mit Hütter weitermachen können und einen Haufen Geld gespart.
Daniel Farke [Trainer] |#4129
11.04.2023 - 12:44 Uhr
Zitat von Torpogo
Also ob die Mannschaft taktisch etwas dazugelernt hat wage ich zumindest einmal zu hinterfragen.

Das Spiel lief die ersten 30 Minuten ähnlich schlecht und leidenschaftslos wie das gesamte Spiel in Köln. Selbst nach dem nicht gegebenen Gegentreffer änderte sich nichts.

Wenn wir in dieser Phase das gegentor kriegen war es das dann. Durch einen Zufallstreffer unter gütiger Mithilfe des Gegners gehen wir dann in Führung.

Aber auch danach agierte die Abwehr mehrfach nach dem Modell "Scheunentor" oder "Hühnerhaufen".

Das hörte erst dann auf, als wir mit dem 2-0 Oberwasser bekamen und WOB sich mehr oder weniger ergab.

Klar - oftmals liefen Spiele auch gegen uns und jetzt mal für uns.

Was mir bei uns aber nach wie vor fehlt ist das, was unser Übungsleiter vor dem Spiel beim Gegner ausgemacht hat: eine klare Idee und eine klare Handschrift.
Ich höre da nur immer "Übergangssaison" und "Umbruch" und "Geduld" - ist alles nachvollziehbar aber dann soll der umbruch doch auch mal begonnen werden, indem man mal Netzt statt Bense spielen lässt.

Für mich sind das nämlich eher nur Ausreden, solange man nicht auch aktiv entsprechend handelt. Nächstes Jahr heißt es dann nämlich "wir haben so viel Qualität verloren" und dann eiern wir genauso weiter herum ohne klare Idee und ohne Handschrift.

Und der Trainer wurde nicht geholt, um die Situation zu erklären, sondern um den Zustand zu verbessern - und das kann ich nach wie vor nicht erkennen und so hätten wir dann auch mit Hütter weitermachen können und einen Haufen Geld gespart.


Ich kann deine Meinung nachvollziehen, aber was hier oft nicht erwähnt wird: Was ist, wenn Farke Netz nicht spielen lässt, weil er einfach nicht in sein System passt? Vielleicht gilt das auch für andere Nachwuchsspieler, die man sich hier oft wünscht ... Individuell kommen die oft nicht an die Vorbilder ran, und wenn sie dann auch noch umgeschult werden müssten.... Kann mir gut vorstellen, dass man Netz zur nächsten Saison abstoßen möchte, um einen anderen Spielertyp zu holen. Dann ist es auch wurscht, ob er oder Ramy spielen.
Daniel Farke [Trainer] |#4130
11.04.2023 - 13:01 Uhr
Man muss sich hier wirklich die Frage stellen ob der Trainer das Problem ist oder ob es tatsächlich die Mannschaft ist.

Ich behaupte tatsächlich das zu einer derart Lauf und Sprint faulen Mannschaft irgendwie gar kein system passt.

Diese Truppe ist derartig über ihren Zenit wie nur geht.
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