| Geburtsdatum | 30.10.1976 |
|---|---|
| Alter | 49 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Leeds United |
Daniel Farke [Trainer]
04.06.2022 - 16:10 Uhr
11.02.2023 - 12:36 Uhr
Zitat von ElHuracan
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Zitat von Bonzi1970
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Respekt ist das eine, Fatalismus etwas anderes.
Wer mit einem Unentschieden daheim gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten zufrieden ist, der sollte sich mit der 2. Liga vertraut machen. Wenn man dann noch sieht, dass der Gegner überlegen war und in der 2. Halbzeit das Siegtor verdient gehabt hätte, dann wird man das wohl kritisch hinterfragen dürfen.
Ohne große Recherche dürften wir in Sachen finanziellem Aufwand (Kaderkosten, Ablösesaldo, Etat, Spielerwert) insgesamt so etwa auf Platz 6 oder 7 rangieren. Entweder man erreicht einen derartigen Tabellenplatz oder man muss die Ursachen für den Misserfolg suchen. Von "weiter so" halte ich in einer derartigen Situation nichts.
11.02.2023 - 13:23 Uhr
Zitat von Laumen
Respekt ist das eine, Fatalismus etwas anderes.
Wer mit einem Unentschieden daheim gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten zufrieden ist, der sollte sich mit der 2. Liga vertraut machen. Wenn man dann noch sieht, dass der Gegner überlegen war und in der 2. Halbzeit das Siegtor verdient gehabt hätte, dann wird man das wohl kritisch hinterfragen dürfen.
Ohne große Recherche dürften wir in Sachen finanziellem Aufwand (Kaderkosten, Ablösesaldo, Etat, Spielerwert) insgesamt so etwa auf Platz 6 oder 7 rangieren. Entweder man erreicht einen derartigen Tabellenplatz oder man muss die Ursachen für den Misserfolg suchen. Von "weiter so" halte ich in einer derartigen Situation nichts.
Zitat von ElHuracan
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Zitat von Bonzi1970
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Respekt ist das eine, Fatalismus etwas anderes.
Wer mit einem Unentschieden daheim gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten zufrieden ist, der sollte sich mit der 2. Liga vertraut machen. Wenn man dann noch sieht, dass der Gegner überlegen war und in der 2. Halbzeit das Siegtor verdient gehabt hätte, dann wird man das wohl kritisch hinterfragen dürfen.
Ohne große Recherche dürften wir in Sachen finanziellem Aufwand (Kaderkosten, Ablösesaldo, Etat, Spielerwert) insgesamt so etwa auf Platz 6 oder 7 rangieren. Entweder man erreicht einen derartigen Tabellenplatz oder man muss die Ursachen für den Misserfolg suchen. Von "weiter so" halte ich in einer derartigen Situation nichts.
Wer genau war denn mit dem Unentschieden zufrieden? Hab weder von Virkus, Favre oder der Mannschaft dazu was vernommen.
Also man sollte schon bei den Fakten und der Wahrheit bleiben
11.02.2023 - 13:28 Uhr
Zitat von franko1904
Wer genau war denn mit dem Unentschieden zufrieden? Hab weder von Virkus, Favre oder der Mannschaft dazu was vernommen.
Also man sollte schon bei den Fakten und der Wahrheit bleiben
Zitat von Laumen
Respekt ist das eine, Fatalismus etwas anderes.
Wer mit einem Unentschieden daheim gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten zufrieden ist, der sollte sich mit der 2. Liga vertraut machen. Wenn man dann noch sieht, dass der Gegner überlegen war und in der 2. Halbzeit das Siegtor verdient gehabt hätte, dann wird man das wohl kritisch hinterfragen dürfen.
Ohne große Recherche dürften wir in Sachen finanziellem Aufwand (Kaderkosten, Ablösesaldo, Etat, Spielerwert) insgesamt so etwa auf Platz 6 oder 7 rangieren. Entweder man erreicht einen derartigen Tabellenplatz oder man muss die Ursachen für den Misserfolg suchen. Von "weiter so" halte ich in einer derartigen Situation nichts.
Zitat von ElHuracan
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Zitat von Bonzi1970
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Respekt ist das eine, Fatalismus etwas anderes.
Wer mit einem Unentschieden daheim gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten zufrieden ist, der sollte sich mit der 2. Liga vertraut machen. Wenn man dann noch sieht, dass der Gegner überlegen war und in der 2. Halbzeit das Siegtor verdient gehabt hätte, dann wird man das wohl kritisch hinterfragen dürfen.
Ohne große Recherche dürften wir in Sachen finanziellem Aufwand (Kaderkosten, Ablösesaldo, Etat, Spielerwert) insgesamt so etwa auf Platz 6 oder 7 rangieren. Entweder man erreicht einen derartigen Tabellenplatz oder man muss die Ursachen für den Misserfolg suchen. Von "weiter so" halte ich in einer derartigen Situation nichts.
Wer genau war denn mit dem Unentschieden zufrieden? Hab weder von Virkus, Favre oder der Mannschaft dazu was vernommen.
Also man sollte schon bei den Fakten und der Wahrheit bleiben
Richtig. Fakt ist, dass ich weder Farke noch Virkus ansprach.
11.02.2023 - 14:26 Uhr
Zitat von zerocool76
Das kommt mir vor wie der junge Controller, frisch von der Uni, der meint alles besser zu wissen und belehren zu können.
Wenn es also die falsche Entscheidungsfindung der Spieler ist auf dem feld und das mehrfach und wiederholt, könnte es dann nicht daran liegen, dass die Vorgabe(n) nicht zu den Spielern passen und diese nicht das letzte Vertrauen darin haben?
Und nur weil du es gebetsmühlenartig wiederholst mit Kramer auf der 10-
Doch, genau dort wird er aufgestellt, nur er kann dieser Rolle nicht gerecht werden, weil der Typus Kramer da überhaupt nicht hinpasst. Genau ein Kernpunkt der Kritiker an der Personalie.
Zitat von ElHuracan
Hatte es beim Leverkusen-Spiel angesprochen, seitdem wurde es, mit Ausnahme des Hoffenheim-Spiels, eigentlich nur noch schlechter: Die Entscheidungsfindung.
Wir machen uns durch dumme Entscheidungen aktuell das Leben viel zu schwer, verpassen konsequent die entscheidenden Momente. Das sieht dann offensiv ideenlos und taktisch bieder aus, ist es aber nicht. Generell beruht unser Spiel ja nicht auf dem Spieltempo, auch wenn es das Ziel ist, den Moment für das schnelle vertikale Spiel zu finden (Stindl kann das wie kaum ein anderer). Wir spielen langsam, sicher und strukturiert, wollen den Gegner durch eigene Aktivität abseits des Balles (hier liegt das nächste Problem) zum laufen bringen. Dieser ist dadurch nicht nur dauerhaft am Verschieben und Laufen, sondern wird eben dadurch auch Fehler machen. Unser Problem ist aktuell einfach, dass wir diese Situation nicht erkennen, falsch erkennen oder beim Abspiel zu unpräzise sind.
Ich tue mir da aktuell schwer von Farke taktische Änderungen zu fordern, wenn das System und die Taktik als solche eigentlich funktioniert.
Wir sabotieren uns einfach auf dem Feld zu häufig durch fehlende Aktivität und dumme, teils gruselige Entscheidungen.
Hinzukommt das, was du bereits angedeutet hast: Das Team muss gegen individuell schwächere Gegner da sein. Nur schafft man es in aller Regelmäßigkeit sich an das körperbetonte, auf gut-deutsch talentfreie Spiel des Gegners herunterzubegeben. Ich kann es dahingehend auch bald nicht mehr hören, dass irgendeiner unserer Spieler nach dem Spiel vor ein Mikro tritt und erzählt „Wir haben uns auf das Spiel des Gegners eigelassen, XYZ“.
Sicher gibt es auch taktisch noch Verbesserungspotenzial, neben der Weiterentwicklung passt man schließlich jedes System immer etwas dem nächsten Gegner an. Nur ist unser aktuell größtes Problem diese Lethargie des Kollektivs auf dem Feld.
Wir bereiten Angriffe oft gut vor, nur um dann, wenn es gefährlich werden kann, zu versagen oder diese zu verschlafen. Solange wir das nicht abgestellt bekommen, ist es eigentlich egal mit welcher Taktik oder welchem System man aufläuft, mit einer solchen Lethargie und „Unkonzentriertheit“ wirst du kaum ein Spiel gewinnen können.
Edit: Kramer spielt immer noch kein Zehner, auch wenn sich das hier dank irgendwelchen Aufstellungen in Vorberichten von Sky und Co. festgesetzt hat. Gibt dazu eine nette Analyse von BorussiaExplained, die ich hier schon mal verlinkt hatte.
Zitat von CedreiPO
Gebe dir in Sachen Respekt recht. Allerdings kann es nicht unser gesetzter Standard sein, gegen Teams aus dem Keller keine Torchancen zu kreieren und nicht ein Tor zu schießen.
Die Spiele gegen Augsburg und Schalke sind für mich ein Eckpfeiler unseres ideenlosen Gekickes unter Farke. Da muss ein Trainer schon einen besseren Plan an den Tag legen. Was nützen uns Hurra-Spiele gegen Leipzig und Dortmund, wenn du mit schöner Regelmäßigkeit gegen die Kellerkinder versagst. Man kann sicherlich gegen Augsburg verlieren und gegen Schalke eine Punkt abgeben, aber das darf nicht auf dem gezeigten Niveau passieren.
Ich fürchte, dass wir da gegen Hertha anknüpfen werden.
Dass wir keine Überfliegermannschaft haben dürfte klar sein. Von daher wird es immer wieder Spiele geben wo wir sowohl positiv wie negativ überraschen. Aber gerade gegen Gegner, wo man die Punkte einplanen sollte, weil diese von der individuellen Klasse deutlich schlechter sind und weil man so die Distanz zum Abstiegskampf halten kann, da muss das Team voll das ein. Farke gelingt es aber da nicht, als Trainer klare taktische Impulse zu setzen. Das ist alles ziemlich hilflos. Ebenso ist sein In-Game-Coaching in kritischen Phasen dieser Spiele quasi nicht vorhanden.
Unabhängig davon zeigt mir die Truppe da seit Jahren eine pomadige Behäbigkeit, die man durchaus auch als Arroganz gegenüber solchen Gegnern deuten könnte, weil es den Eindruck vermittelt, dass man mit 3/4-Einsatz die Punkte einfahren will. Da sind für mich sowohl Trainer und sportliche Leitung gefragt.
Einmal ist sicherlich kein Grund zur Sorge, aber dieses regelmäßige kollektive Versagen ist mir dann doch gerade gegen solche Gegner ein Dorn im Auge, ohne dass ich diesen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit den Respekt versagen würde.
Im Übrigen sollte für uns Wolfsburg kein Maßstab und Argument sein. Auch die haben seit Jahren keine Kontinuität in ihrer Performance. Andere Vereine heranzuziehen ist wie der Schüler der eine 5 hat und seinen Eltern erzählt dass die Klassenarbeit so schwer war, weil der Paul und die Claudia auch eine 5 haben.
Der Maßstab für die eigene Leistung sollte immer der eigene Anspruch sein und der sagt das schon etwas anderes aus, wenn man den Aussagen der Verantwortlichen folgt.
Zitat von ElHuracan
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Zitat von Bonzi1970
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Gebe dir in Sachen Respekt recht. Allerdings kann es nicht unser gesetzter Standard sein, gegen Teams aus dem Keller keine Torchancen zu kreieren und nicht ein Tor zu schießen.
Die Spiele gegen Augsburg und Schalke sind für mich ein Eckpfeiler unseres ideenlosen Gekickes unter Farke. Da muss ein Trainer schon einen besseren Plan an den Tag legen. Was nützen uns Hurra-Spiele gegen Leipzig und Dortmund, wenn du mit schöner Regelmäßigkeit gegen die Kellerkinder versagst. Man kann sicherlich gegen Augsburg verlieren und gegen Schalke eine Punkt abgeben, aber das darf nicht auf dem gezeigten Niveau passieren.
Ich fürchte, dass wir da gegen Hertha anknüpfen werden.
Dass wir keine Überfliegermannschaft haben dürfte klar sein. Von daher wird es immer wieder Spiele geben wo wir sowohl positiv wie negativ überraschen. Aber gerade gegen Gegner, wo man die Punkte einplanen sollte, weil diese von der individuellen Klasse deutlich schlechter sind und weil man so die Distanz zum Abstiegskampf halten kann, da muss das Team voll das ein. Farke gelingt es aber da nicht, als Trainer klare taktische Impulse zu setzen. Das ist alles ziemlich hilflos. Ebenso ist sein In-Game-Coaching in kritischen Phasen dieser Spiele quasi nicht vorhanden.
Unabhängig davon zeigt mir die Truppe da seit Jahren eine pomadige Behäbigkeit, die man durchaus auch als Arroganz gegenüber solchen Gegnern deuten könnte, weil es den Eindruck vermittelt, dass man mit 3/4-Einsatz die Punkte einfahren will. Da sind für mich sowohl Trainer und sportliche Leitung gefragt.
Einmal ist sicherlich kein Grund zur Sorge, aber dieses regelmäßige kollektive Versagen ist mir dann doch gerade gegen solche Gegner ein Dorn im Auge, ohne dass ich diesen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit den Respekt versagen würde.
Im Übrigen sollte für uns Wolfsburg kein Maßstab und Argument sein. Auch die haben seit Jahren keine Kontinuität in ihrer Performance. Andere Vereine heranzuziehen ist wie der Schüler der eine 5 hat und seinen Eltern erzählt dass die Klassenarbeit so schwer war, weil der Paul und die Claudia auch eine 5 haben.
Der Maßstab für die eigene Leistung sollte immer der eigene Anspruch sein und der sagt das schon etwas anderes aus, wenn man den Aussagen der Verantwortlichen folgt.
Hatte es beim Leverkusen-Spiel angesprochen, seitdem wurde es, mit Ausnahme des Hoffenheim-Spiels, eigentlich nur noch schlechter: Die Entscheidungsfindung.
Wir machen uns durch dumme Entscheidungen aktuell das Leben viel zu schwer, verpassen konsequent die entscheidenden Momente. Das sieht dann offensiv ideenlos und taktisch bieder aus, ist es aber nicht. Generell beruht unser Spiel ja nicht auf dem Spieltempo, auch wenn es das Ziel ist, den Moment für das schnelle vertikale Spiel zu finden (Stindl kann das wie kaum ein anderer). Wir spielen langsam, sicher und strukturiert, wollen den Gegner durch eigene Aktivität abseits des Balles (hier liegt das nächste Problem) zum laufen bringen. Dieser ist dadurch nicht nur dauerhaft am Verschieben und Laufen, sondern wird eben dadurch auch Fehler machen. Unser Problem ist aktuell einfach, dass wir diese Situation nicht erkennen, falsch erkennen oder beim Abspiel zu unpräzise sind.
Ich tue mir da aktuell schwer von Farke taktische Änderungen zu fordern, wenn das System und die Taktik als solche eigentlich funktioniert.
Wir sabotieren uns einfach auf dem Feld zu häufig durch fehlende Aktivität und dumme, teils gruselige Entscheidungen.
Hinzukommt das, was du bereits angedeutet hast: Das Team muss gegen individuell schwächere Gegner da sein. Nur schafft man es in aller Regelmäßigkeit sich an das körperbetonte, auf gut-deutsch talentfreie Spiel des Gegners herunterzubegeben. Ich kann es dahingehend auch bald nicht mehr hören, dass irgendeiner unserer Spieler nach dem Spiel vor ein Mikro tritt und erzählt „Wir haben uns auf das Spiel des Gegners eigelassen, XYZ“.
Sicher gibt es auch taktisch noch Verbesserungspotenzial, neben der Weiterentwicklung passt man schließlich jedes System immer etwas dem nächsten Gegner an. Nur ist unser aktuell größtes Problem diese Lethargie des Kollektivs auf dem Feld.
Wir bereiten Angriffe oft gut vor, nur um dann, wenn es gefährlich werden kann, zu versagen oder diese zu verschlafen. Solange wir das nicht abgestellt bekommen, ist es eigentlich egal mit welcher Taktik oder welchem System man aufläuft, mit einer solchen Lethargie und „Unkonzentriertheit“ wirst du kaum ein Spiel gewinnen können.
Edit: Kramer spielt immer noch kein Zehner, auch wenn sich das hier dank irgendwelchen Aufstellungen in Vorberichten von Sky und Co. festgesetzt hat. Gibt dazu eine nette Analyse von BorussiaExplained, die ich hier schon mal verlinkt hatte.
Das kommt mir vor wie der junge Controller, frisch von der Uni, der meint alles besser zu wissen und belehren zu können.
Wenn es also die falsche Entscheidungsfindung der Spieler ist auf dem feld und das mehrfach und wiederholt, könnte es dann nicht daran liegen, dass die Vorgabe(n) nicht zu den Spielern passen und diese nicht das letzte Vertrauen darin haben?
Und nur weil du es gebetsmühlenartig wiederholst mit Kramer auf der 10-
Doch, genau dort wird er aufgestellt, nur er kann dieser Rolle nicht gerecht werden, weil der Typus Kramer da überhaupt nicht hinpasst. Genau ein Kernpunkt der Kritiker an der Personalie.
Es reicht schon unsere Spiele und das offensive Positionsspiel anzuschauen um zu sehen, dass Kramer offensiv kein Zehner spielt. Am ehesten noch RZM, der sich auch mal auf den Flügel fallen lässt um Anspielstation zu sein, bzw. den Raum zu besetzen, wenn der RV nicht hochgeschoben ist und Hofmann wie so oft in Richtung Zentrum zieht.
Man kann natürlich auf den Punkt bestehen, Kramer wäre Zehner. Ist zwar falsch und schon zigfach analysiert worden, aber egal, so hat man ja wenigstens etwas zu kritisieren. Man braucht ja schließlich immer seinen Sündenbock.
Ansonsten ist es relativ einfach: In den Spielen, in denen man aktiv und konzentriert spielt, nicht reihenweise die falschen Entscheidungen trifft, sieht man, wie gut das System funktioniert.
Generell sind alleine hier im Thread mehrere detaillierte Analysen und Diskussionen um System und Taktik zu finden, in denen gut beschrieben wird, was taktisch gut ist und was verbessert werden muss.
Nur ist es müßig mit jemandem darüber zu diskutieren, der seinen Standpunkt trotz widerlegender Analysen, die hier immer wieder verlinkt werden, weiter vehement vertritt. Ich halte es sowieso für schwierig, System und Taktik schlecht reden zu wollen, wenn man sich dem Verständnis des modernen Fußball völlig verschließt.
11.02.2023 - 14:35 Uhr
Zitat von Treze82
Bin da ziemlich genau bei dir und sehe genau darin auch den Grund warum ein Weigl für Farke so wertvoll ist. Klar spielt er wenig bis gar nicht die öffnenden Pässe die hier oft gefordert werden, er verliert aber durch Fehlpässe quasi nie den Ball und spielt ihn im Idealfall zu denen die dann das Spiel antreiben wie zb Kone. Der verliert dann dabei deutlich öfter den Ball und da sehen wir inzwischen für mich deutlich besser aus als letzte Saison, aber noch nicht so gut das wir dieses Risiko zu häufig nehmen sollten.
Ich kann das voll verstehen dass man dieses Ballgeschiebe manchmal behäbig findet, passen die richtigen Momente und Entscheidungen führt das aber zu ziemlich souveränen Vorstellungen. Ich denke manchmal auch beim Zusehen "jetzt steck den doch durch, dann kann Lasso durchstarten". Dann erkennt man aber dass da drei, vier Gegner gut stehen und bei Verlust sogar in Überzahl wären, was brandgefährlich werden könnte. Dann ist der Querpass oder Rückpass um diese 3, 4 auseinander zu ziehen einfach die bessere Wahl.
Vorhin war ja auch das In-Game-Coaching an der Seitenlinie angesprochen worden. Ich stimme zu dass Farke da wenig aktiv ist und glaube dass er darauf vertraut bzw anstrebt dass die Mannschaft das ohne ihn schafft, was ich grundsätzlich auch gut finde.
Ich persönlich habe manchmal den Eindruck dass zb bei Köln oder Freiburg, wo die Trainer sehr aktiv sind, die Mannschaft permanent von außen an zb ihr Stellungsspiel erinnert wird. Ob das auf Dauer besser ist als dies von den Spielern selbst abzuverlangen weiß ich nicht, wenn es hilft diese Unkonzentriertheit zu verringern wäre es eine Überlegung wert. Wobei auch diese Mannschaften ihre Spiele hatten wo es trotz Permanentcoaching von außen nicht geklappt hat und man sich böse Klatschen gefangen hat, ein Allheilmittel scheint es also nicht zu sein.
Mourinho hat doch mal zum Besten gegeben dass er Auge und Gehirn für Shaw (nicht 100% sicher) hätte sein müssen und sowas, auch wenn das sicher nicht komplett zutrifft, kann ja irgendwie auch nicht das Ziel sein.
Ganz persönlich bin ich da auch enttäuscht dass unsere Spieler in diesen Belangen wenig Entwicklung zeigen, muss das aber gewaltig einschränken weil ich überhaupt nicht valide einschätzen oder gar bewerten kann ob und wie man dies verbessert bekommt und wie lange so etwas dauert. Bzw bin ich halt nicht sicher ob sie da wirklich schlechter abschneiden als Spieler in anderen Teams.
Es stimmt auch, dass wir uns gegen tief stehende körperliche Gegner seit Jahren schwer tun, dafür Punkten wir aber regelmäßig gegen sehr gute Mannschaften, wo diese Teams kein Land sehen. Jede Mannschaft in der Liga hat ihre Schwachstellen und Taktiken /Gegner gegen die man sich schwer tut, selbst Bayern, da sind zb wir es, unter verschiedenen Trainern und Ansätzen in den letzten Jahren. Ich denke das ist völlig normal, auch wenn es mich natürlich auch nervt.
Zitat von ElHuracan
Hatte es beim Leverkusen-Spiel angesprochen, seitdem wurde es, mit Ausnahme des Hoffenheim-Spiels, eigentlich nur noch schlechter: Die Entscheidungsfindung.
Wir machen uns durch dumme Entscheidungen aktuell das Leben viel zu schwer, verpassen konsequent die entscheidenden Momente. Das sieht dann offensiv ideenlos und taktisch bieder aus, ist es aber nicht. Generell beruht unser Spiel ja nicht auf dem Spieltempo, auch wenn es das Ziel ist, den Moment für das schnelle vertikale Spiel zu finden (Stindl kann das wie kaum ein anderer). Wir spielen langsam, sicher und strukturiert, wollen den Gegner durch eigene Aktivität abseits des Balles (hier liegt das nächste Problem) zum laufen bringen. Dieser ist dadurch nicht nur dauerhaft am Verschieben und Laufen, sondern wird eben dadurch auch Fehler machen. Unser Problem ist aktuell einfach, dass wir diese Situation nicht erkennen, falsch erkennen oder beim Abspiel zu unpräzise sind.
Ich tue mir da aktuell schwer von Farke taktische Änderungen zu fordern, wenn das System und die Taktik als solche eigentlich funktioniert.
Wir sabotieren uns einfach auf dem Feld zu häufig durch fehlende Aktivität und dumme, teils gruselige Entscheidungen.
Hinzukommt das, was du bereits angedeutet hast: Das Team muss gegen individuell schwächere Gegner da sein. Nur schafft man es in aller Regelmäßigkeit sich an das körperbetonte, auf gut-deutsch talentfreie Spiel des Gegners herunterzubegeben. Ich kann es dahingehend auch bald nicht mehr hören, dass irgendeiner unserer Spieler nach dem Spiel vor ein Mikro tritt und erzählt „Wir haben uns auf das Spiel des Gegners eigelassen, XYZ“.
Sicher gibt es auch taktisch noch Verbesserungspotenzial, neben der Weiterentwicklung passt man schließlich jedes System immer etwas dem nächsten Gegner an. Nur ist unser aktuell größtes Problem diese Lethargie des Kollektivs auf dem Feld.
Wir bereiten Angriffe oft gut vor, nur um dann, wenn es gefährlich werden kann, zu versagen oder diese zu verschlafen. Solange wir das nicht abgestellt bekommen, ist es eigentlich egal mit welcher Taktik oder welchem System man aufläuft, mit einer solchen Lethargie und „Unkonzentriertheit“ wirst du kaum ein Spiel gewinnen können.
Edit: Kramer spielt immer noch kein Zehner, auch wenn sich das hier dank irgendwelchen Aufstellungen in Vorberichten von Sky und Co. festgesetzt hat. Gibt dazu eine nette Analyse von BorussiaExplained, die ich hier schon mal verlinkt hatte.
Zitat von CedreiPO
Gebe dir in Sachen Respekt recht. Allerdings kann es nicht unser gesetzter Standard sein, gegen Teams aus dem Keller keine Torchancen zu kreieren und nicht ein Tor zu schießen.
Die Spiele gegen Augsburg und Schalke sind für mich ein Eckpfeiler unseres ideenlosen Gekickes unter Farke. Da muss ein Trainer schon einen besseren Plan an den Tag legen. Was nützen uns Hurra-Spiele gegen Leipzig und Dortmund, wenn du mit schöner Regelmäßigkeit gegen die Kellerkinder versagst. Man kann sicherlich gegen Augsburg verlieren und gegen Schalke eine Punkt abgeben, aber das darf nicht auf dem gezeigten Niveau passieren.
Ich fürchte, dass wir da gegen Hertha anknüpfen werden.
Dass wir keine Überfliegermannschaft haben dürfte klar sein. Von daher wird es immer wieder Spiele geben wo wir sowohl positiv wie negativ überraschen. Aber gerade gegen Gegner, wo man die Punkte einplanen sollte, weil diese von der individuellen Klasse deutlich schlechter sind und weil man so die Distanz zum Abstiegskampf halten kann, da muss das Team voll das ein. Farke gelingt es aber da nicht, als Trainer klare taktische Impulse zu setzen. Das ist alles ziemlich hilflos. Ebenso ist sein In-Game-Coaching in kritischen Phasen dieser Spiele quasi nicht vorhanden.
Unabhängig davon zeigt mir die Truppe da seit Jahren eine pomadige Behäbigkeit, die man durchaus auch als Arroganz gegenüber solchen Gegnern deuten könnte, weil es den Eindruck vermittelt, dass man mit 3/4-Einsatz die Punkte einfahren will. Da sind für mich sowohl Trainer und sportliche Leitung gefragt.
Einmal ist sicherlich kein Grund zur Sorge, aber dieses regelmäßige kollektive Versagen ist mir dann doch gerade gegen solche Gegner ein Dorn im Auge, ohne dass ich diesen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit den Respekt versagen würde.
Im Übrigen sollte für uns Wolfsburg kein Maßstab und Argument sein. Auch die haben seit Jahren keine Kontinuität in ihrer Performance. Andere Vereine heranzuziehen ist wie der Schüler der eine 5 hat und seinen Eltern erzählt dass die Klassenarbeit so schwer war, weil der Paul und die Claudia auch eine 5 haben.
Der Maßstab für die eigene Leistung sollte immer der eigene Anspruch sein und der sagt das schon etwas anderes aus, wenn man den Aussagen der Verantwortlichen folgt.
Zitat von ElHuracan
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Zitat von Bonzi1970
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Gebe dir in Sachen Respekt recht. Allerdings kann es nicht unser gesetzter Standard sein, gegen Teams aus dem Keller keine Torchancen zu kreieren und nicht ein Tor zu schießen.
Die Spiele gegen Augsburg und Schalke sind für mich ein Eckpfeiler unseres ideenlosen Gekickes unter Farke. Da muss ein Trainer schon einen besseren Plan an den Tag legen. Was nützen uns Hurra-Spiele gegen Leipzig und Dortmund, wenn du mit schöner Regelmäßigkeit gegen die Kellerkinder versagst. Man kann sicherlich gegen Augsburg verlieren und gegen Schalke eine Punkt abgeben, aber das darf nicht auf dem gezeigten Niveau passieren.
Ich fürchte, dass wir da gegen Hertha anknüpfen werden.
Dass wir keine Überfliegermannschaft haben dürfte klar sein. Von daher wird es immer wieder Spiele geben wo wir sowohl positiv wie negativ überraschen. Aber gerade gegen Gegner, wo man die Punkte einplanen sollte, weil diese von der individuellen Klasse deutlich schlechter sind und weil man so die Distanz zum Abstiegskampf halten kann, da muss das Team voll das ein. Farke gelingt es aber da nicht, als Trainer klare taktische Impulse zu setzen. Das ist alles ziemlich hilflos. Ebenso ist sein In-Game-Coaching in kritischen Phasen dieser Spiele quasi nicht vorhanden.
Unabhängig davon zeigt mir die Truppe da seit Jahren eine pomadige Behäbigkeit, die man durchaus auch als Arroganz gegenüber solchen Gegnern deuten könnte, weil es den Eindruck vermittelt, dass man mit 3/4-Einsatz die Punkte einfahren will. Da sind für mich sowohl Trainer und sportliche Leitung gefragt.
Einmal ist sicherlich kein Grund zur Sorge, aber dieses regelmäßige kollektive Versagen ist mir dann doch gerade gegen solche Gegner ein Dorn im Auge, ohne dass ich diesen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit den Respekt versagen würde.
Im Übrigen sollte für uns Wolfsburg kein Maßstab und Argument sein. Auch die haben seit Jahren keine Kontinuität in ihrer Performance. Andere Vereine heranzuziehen ist wie der Schüler der eine 5 hat und seinen Eltern erzählt dass die Klassenarbeit so schwer war, weil der Paul und die Claudia auch eine 5 haben.
Der Maßstab für die eigene Leistung sollte immer der eigene Anspruch sein und der sagt das schon etwas anderes aus, wenn man den Aussagen der Verantwortlichen folgt.
Hatte es beim Leverkusen-Spiel angesprochen, seitdem wurde es, mit Ausnahme des Hoffenheim-Spiels, eigentlich nur noch schlechter: Die Entscheidungsfindung.
Wir machen uns durch dumme Entscheidungen aktuell das Leben viel zu schwer, verpassen konsequent die entscheidenden Momente. Das sieht dann offensiv ideenlos und taktisch bieder aus, ist es aber nicht. Generell beruht unser Spiel ja nicht auf dem Spieltempo, auch wenn es das Ziel ist, den Moment für das schnelle vertikale Spiel zu finden (Stindl kann das wie kaum ein anderer). Wir spielen langsam, sicher und strukturiert, wollen den Gegner durch eigene Aktivität abseits des Balles (hier liegt das nächste Problem) zum laufen bringen. Dieser ist dadurch nicht nur dauerhaft am Verschieben und Laufen, sondern wird eben dadurch auch Fehler machen. Unser Problem ist aktuell einfach, dass wir diese Situation nicht erkennen, falsch erkennen oder beim Abspiel zu unpräzise sind.
Ich tue mir da aktuell schwer von Farke taktische Änderungen zu fordern, wenn das System und die Taktik als solche eigentlich funktioniert.
Wir sabotieren uns einfach auf dem Feld zu häufig durch fehlende Aktivität und dumme, teils gruselige Entscheidungen.
Hinzukommt das, was du bereits angedeutet hast: Das Team muss gegen individuell schwächere Gegner da sein. Nur schafft man es in aller Regelmäßigkeit sich an das körperbetonte, auf gut-deutsch talentfreie Spiel des Gegners herunterzubegeben. Ich kann es dahingehend auch bald nicht mehr hören, dass irgendeiner unserer Spieler nach dem Spiel vor ein Mikro tritt und erzählt „Wir haben uns auf das Spiel des Gegners eigelassen, XYZ“.
Sicher gibt es auch taktisch noch Verbesserungspotenzial, neben der Weiterentwicklung passt man schließlich jedes System immer etwas dem nächsten Gegner an. Nur ist unser aktuell größtes Problem diese Lethargie des Kollektivs auf dem Feld.
Wir bereiten Angriffe oft gut vor, nur um dann, wenn es gefährlich werden kann, zu versagen oder diese zu verschlafen. Solange wir das nicht abgestellt bekommen, ist es eigentlich egal mit welcher Taktik oder welchem System man aufläuft, mit einer solchen Lethargie und „Unkonzentriertheit“ wirst du kaum ein Spiel gewinnen können.
Edit: Kramer spielt immer noch kein Zehner, auch wenn sich das hier dank irgendwelchen Aufstellungen in Vorberichten von Sky und Co. festgesetzt hat. Gibt dazu eine nette Analyse von BorussiaExplained, die ich hier schon mal verlinkt hatte.
Bin da ziemlich genau bei dir und sehe genau darin auch den Grund warum ein Weigl für Farke so wertvoll ist. Klar spielt er wenig bis gar nicht die öffnenden Pässe die hier oft gefordert werden, er verliert aber durch Fehlpässe quasi nie den Ball und spielt ihn im Idealfall zu denen die dann das Spiel antreiben wie zb Kone. Der verliert dann dabei deutlich öfter den Ball und da sehen wir inzwischen für mich deutlich besser aus als letzte Saison, aber noch nicht so gut das wir dieses Risiko zu häufig nehmen sollten.
Ich kann das voll verstehen dass man dieses Ballgeschiebe manchmal behäbig findet, passen die richtigen Momente und Entscheidungen führt das aber zu ziemlich souveränen Vorstellungen. Ich denke manchmal auch beim Zusehen "jetzt steck den doch durch, dann kann Lasso durchstarten". Dann erkennt man aber dass da drei, vier Gegner gut stehen und bei Verlust sogar in Überzahl wären, was brandgefährlich werden könnte. Dann ist der Querpass oder Rückpass um diese 3, 4 auseinander zu ziehen einfach die bessere Wahl.
Vorhin war ja auch das In-Game-Coaching an der Seitenlinie angesprochen worden. Ich stimme zu dass Farke da wenig aktiv ist und glaube dass er darauf vertraut bzw anstrebt dass die Mannschaft das ohne ihn schafft, was ich grundsätzlich auch gut finde.
Ich persönlich habe manchmal den Eindruck dass zb bei Köln oder Freiburg, wo die Trainer sehr aktiv sind, die Mannschaft permanent von außen an zb ihr Stellungsspiel erinnert wird. Ob das auf Dauer besser ist als dies von den Spielern selbst abzuverlangen weiß ich nicht, wenn es hilft diese Unkonzentriertheit zu verringern wäre es eine Überlegung wert. Wobei auch diese Mannschaften ihre Spiele hatten wo es trotz Permanentcoaching von außen nicht geklappt hat und man sich böse Klatschen gefangen hat, ein Allheilmittel scheint es also nicht zu sein.
Mourinho hat doch mal zum Besten gegeben dass er Auge und Gehirn für Shaw (nicht 100% sicher) hätte sein müssen und sowas, auch wenn das sicher nicht komplett zutrifft, kann ja irgendwie auch nicht das Ziel sein.
Ganz persönlich bin ich da auch enttäuscht dass unsere Spieler in diesen Belangen wenig Entwicklung zeigen, muss das aber gewaltig einschränken weil ich überhaupt nicht valide einschätzen oder gar bewerten kann ob und wie man dies verbessert bekommt und wie lange so etwas dauert. Bzw bin ich halt nicht sicher ob sie da wirklich schlechter abschneiden als Spieler in anderen Teams.
Es stimmt auch, dass wir uns gegen tief stehende körperliche Gegner seit Jahren schwer tun, dafür Punkten wir aber regelmäßig gegen sehr gute Mannschaften, wo diese Teams kein Land sehen. Jede Mannschaft in der Liga hat ihre Schwachstellen und Taktiken /Gegner gegen die man sich schwer tut, selbst Bayern, da sind zb wir es, unter verschiedenen Trainern und Ansätzen in den letzten Jahren. Ich denke das ist völlig normal, auch wenn es mich natürlich auch nervt.
Solche Angewohnheiten, dieses wiederkehrende Verfallen in Lethargie, wo man immer wieder das Gefühl bekommt die hätten gar keinen Bock, das ist schwer abzutrainieren. Dafür beschäftigt dieses Problem diese Mannschaft bereits zu lange, als das man das schnell abtrainiert bekommt. Ob der Mannschaft da ein vielleicht zusätzlicher Mentaltrainer helfen könnte? Keine Ahnung.
Ich hege dahingehend die Hoffnung, dass der Umbruch im Kader vielleicht etwas bewirken kann. Ob das dann auch so kommt, dass werden wir dann in Zukunft sehen.
11.02.2023 - 14:58 Uhr
Zitat von ElHuracan
Es reicht schon unsere Spiele und das offensive Positionsspiel anzuschauen um zu sehen, dass Kramer offensiv kein Zehner spielt. Am ehesten noch RZM, der sich auch mal auf den Flügel fallen lässt um Anspielstation zu sein, bzw. den Raum zu besetzen, wenn der RV nicht hochgeschoben ist und Hofmann wie so oft in Richtung Zentrum zieht.
Man kann natürlich auf den Punkt bestehen, Kramer wäre Zehner. Ist zwar falsch und schon zigfach analysiert worden, aber egal, so hat man ja wenigstens etwas zu kritisieren. Man braucht ja schließlich immer seinen Sündenbock.
Ansonsten ist es relativ einfach: In den Spielen, in denen man aktiv und konzentriert spielt, nicht reihenweise die falschen Entscheidungen trifft, sieht man, wie gut das System funktioniert.
Generell sind alleine hier im Thread mehrere detaillierte Analysen und Diskussionen um System und Taktik zu finden, in denen gut beschrieben wird, was taktisch gut ist und was verbessert werden muss.
Nur ist es müßig mit jemandem darüber zu diskutieren, der seinen Standpunkt trotz widerlegender Analysen, die hier immer wieder verlinkt werden, weiter vehement vertritt. Ich halte es sowieso für schwierig, System und Taktik schlecht reden zu wollen, wenn man sich dem Verständnis des modernen Fußball völlig verschließt.
Zitat von zerocool76
Das kommt mir vor wie der junge Controller, frisch von der Uni, der meint alles besser zu wissen und belehren zu können.
Wenn es also die falsche Entscheidungsfindung der Spieler ist auf dem feld und das mehrfach und wiederholt, könnte es dann nicht daran liegen, dass die Vorgabe(n) nicht zu den Spielern passen und diese nicht das letzte Vertrauen darin haben?
Und nur weil du es gebetsmühlenartig wiederholst mit Kramer auf der 10-
Doch, genau dort wird er aufgestellt, nur er kann dieser Rolle nicht gerecht werden, weil der Typus Kramer da überhaupt nicht hinpasst. Genau ein Kernpunkt der Kritiker an der Personalie.
Zitat von ElHuracan
Hatte es beim Leverkusen-Spiel angesprochen, seitdem wurde es, mit Ausnahme des Hoffenheim-Spiels, eigentlich nur noch schlechter: Die Entscheidungsfindung.
Wir machen uns durch dumme Entscheidungen aktuell das Leben viel zu schwer, verpassen konsequent die entscheidenden Momente. Das sieht dann offensiv ideenlos und taktisch bieder aus, ist es aber nicht. Generell beruht unser Spiel ja nicht auf dem Spieltempo, auch wenn es das Ziel ist, den Moment für das schnelle vertikale Spiel zu finden (Stindl kann das wie kaum ein anderer). Wir spielen langsam, sicher und strukturiert, wollen den Gegner durch eigene Aktivität abseits des Balles (hier liegt das nächste Problem) zum laufen bringen. Dieser ist dadurch nicht nur dauerhaft am Verschieben und Laufen, sondern wird eben dadurch auch Fehler machen. Unser Problem ist aktuell einfach, dass wir diese Situation nicht erkennen, falsch erkennen oder beim Abspiel zu unpräzise sind.
Ich tue mir da aktuell schwer von Farke taktische Änderungen zu fordern, wenn das System und die Taktik als solche eigentlich funktioniert.
Wir sabotieren uns einfach auf dem Feld zu häufig durch fehlende Aktivität und dumme, teils gruselige Entscheidungen.
Hinzukommt das, was du bereits angedeutet hast: Das Team muss gegen individuell schwächere Gegner da sein. Nur schafft man es in aller Regelmäßigkeit sich an das körperbetonte, auf gut-deutsch talentfreie Spiel des Gegners herunterzubegeben. Ich kann es dahingehend auch bald nicht mehr hören, dass irgendeiner unserer Spieler nach dem Spiel vor ein Mikro tritt und erzählt „Wir haben uns auf das Spiel des Gegners eigelassen, XYZ“.
Sicher gibt es auch taktisch noch Verbesserungspotenzial, neben der Weiterentwicklung passt man schließlich jedes System immer etwas dem nächsten Gegner an. Nur ist unser aktuell größtes Problem diese Lethargie des Kollektivs auf dem Feld.
Wir bereiten Angriffe oft gut vor, nur um dann, wenn es gefährlich werden kann, zu versagen oder diese zu verschlafen. Solange wir das nicht abgestellt bekommen, ist es eigentlich egal mit welcher Taktik oder welchem System man aufläuft, mit einer solchen Lethargie und „Unkonzentriertheit“ wirst du kaum ein Spiel gewinnen können.
Edit: Kramer spielt immer noch kein Zehner, auch wenn sich das hier dank irgendwelchen Aufstellungen in Vorberichten von Sky und Co. festgesetzt hat. Gibt dazu eine nette Analyse von BorussiaExplained, die ich hier schon mal verlinkt hatte.
Zitat von CedreiPO
Gebe dir in Sachen Respekt recht. Allerdings kann es nicht unser gesetzter Standard sein, gegen Teams aus dem Keller keine Torchancen zu kreieren und nicht ein Tor zu schießen.
Die Spiele gegen Augsburg und Schalke sind für mich ein Eckpfeiler unseres ideenlosen Gekickes unter Farke. Da muss ein Trainer schon einen besseren Plan an den Tag legen. Was nützen uns Hurra-Spiele gegen Leipzig und Dortmund, wenn du mit schöner Regelmäßigkeit gegen die Kellerkinder versagst. Man kann sicherlich gegen Augsburg verlieren und gegen Schalke eine Punkt abgeben, aber das darf nicht auf dem gezeigten Niveau passieren.
Ich fürchte, dass wir da gegen Hertha anknüpfen werden.
Dass wir keine Überfliegermannschaft haben dürfte klar sein. Von daher wird es immer wieder Spiele geben wo wir sowohl positiv wie negativ überraschen. Aber gerade gegen Gegner, wo man die Punkte einplanen sollte, weil diese von der individuellen Klasse deutlich schlechter sind und weil man so die Distanz zum Abstiegskampf halten kann, da muss das Team voll das ein. Farke gelingt es aber da nicht, als Trainer klare taktische Impulse zu setzen. Das ist alles ziemlich hilflos. Ebenso ist sein In-Game-Coaching in kritischen Phasen dieser Spiele quasi nicht vorhanden.
Unabhängig davon zeigt mir die Truppe da seit Jahren eine pomadige Behäbigkeit, die man durchaus auch als Arroganz gegenüber solchen Gegnern deuten könnte, weil es den Eindruck vermittelt, dass man mit 3/4-Einsatz die Punkte einfahren will. Da sind für mich sowohl Trainer und sportliche Leitung gefragt.
Einmal ist sicherlich kein Grund zur Sorge, aber dieses regelmäßige kollektive Versagen ist mir dann doch gerade gegen solche Gegner ein Dorn im Auge, ohne dass ich diesen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit den Respekt versagen würde.
Im Übrigen sollte für uns Wolfsburg kein Maßstab und Argument sein. Auch die haben seit Jahren keine Kontinuität in ihrer Performance. Andere Vereine heranzuziehen ist wie der Schüler der eine 5 hat und seinen Eltern erzählt dass die Klassenarbeit so schwer war, weil der Paul und die Claudia auch eine 5 haben.
Der Maßstab für die eigene Leistung sollte immer der eigene Anspruch sein und der sagt das schon etwas anderes aus, wenn man den Aussagen der Verantwortlichen folgt.
Zitat von ElHuracan
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Zitat von Bonzi1970
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Gebe dir in Sachen Respekt recht. Allerdings kann es nicht unser gesetzter Standard sein, gegen Teams aus dem Keller keine Torchancen zu kreieren und nicht ein Tor zu schießen.
Die Spiele gegen Augsburg und Schalke sind für mich ein Eckpfeiler unseres ideenlosen Gekickes unter Farke. Da muss ein Trainer schon einen besseren Plan an den Tag legen. Was nützen uns Hurra-Spiele gegen Leipzig und Dortmund, wenn du mit schöner Regelmäßigkeit gegen die Kellerkinder versagst. Man kann sicherlich gegen Augsburg verlieren und gegen Schalke eine Punkt abgeben, aber das darf nicht auf dem gezeigten Niveau passieren.
Ich fürchte, dass wir da gegen Hertha anknüpfen werden.
Dass wir keine Überfliegermannschaft haben dürfte klar sein. Von daher wird es immer wieder Spiele geben wo wir sowohl positiv wie negativ überraschen. Aber gerade gegen Gegner, wo man die Punkte einplanen sollte, weil diese von der individuellen Klasse deutlich schlechter sind und weil man so die Distanz zum Abstiegskampf halten kann, da muss das Team voll das ein. Farke gelingt es aber da nicht, als Trainer klare taktische Impulse zu setzen. Das ist alles ziemlich hilflos. Ebenso ist sein In-Game-Coaching in kritischen Phasen dieser Spiele quasi nicht vorhanden.
Unabhängig davon zeigt mir die Truppe da seit Jahren eine pomadige Behäbigkeit, die man durchaus auch als Arroganz gegenüber solchen Gegnern deuten könnte, weil es den Eindruck vermittelt, dass man mit 3/4-Einsatz die Punkte einfahren will. Da sind für mich sowohl Trainer und sportliche Leitung gefragt.
Einmal ist sicherlich kein Grund zur Sorge, aber dieses regelmäßige kollektive Versagen ist mir dann doch gerade gegen solche Gegner ein Dorn im Auge, ohne dass ich diesen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit den Respekt versagen würde.
Im Übrigen sollte für uns Wolfsburg kein Maßstab und Argument sein. Auch die haben seit Jahren keine Kontinuität in ihrer Performance. Andere Vereine heranzuziehen ist wie der Schüler der eine 5 hat und seinen Eltern erzählt dass die Klassenarbeit so schwer war, weil der Paul und die Claudia auch eine 5 haben.
Der Maßstab für die eigene Leistung sollte immer der eigene Anspruch sein und der sagt das schon etwas anderes aus, wenn man den Aussagen der Verantwortlichen folgt.
Hatte es beim Leverkusen-Spiel angesprochen, seitdem wurde es, mit Ausnahme des Hoffenheim-Spiels, eigentlich nur noch schlechter: Die Entscheidungsfindung.
Wir machen uns durch dumme Entscheidungen aktuell das Leben viel zu schwer, verpassen konsequent die entscheidenden Momente. Das sieht dann offensiv ideenlos und taktisch bieder aus, ist es aber nicht. Generell beruht unser Spiel ja nicht auf dem Spieltempo, auch wenn es das Ziel ist, den Moment für das schnelle vertikale Spiel zu finden (Stindl kann das wie kaum ein anderer). Wir spielen langsam, sicher und strukturiert, wollen den Gegner durch eigene Aktivität abseits des Balles (hier liegt das nächste Problem) zum laufen bringen. Dieser ist dadurch nicht nur dauerhaft am Verschieben und Laufen, sondern wird eben dadurch auch Fehler machen. Unser Problem ist aktuell einfach, dass wir diese Situation nicht erkennen, falsch erkennen oder beim Abspiel zu unpräzise sind.
Ich tue mir da aktuell schwer von Farke taktische Änderungen zu fordern, wenn das System und die Taktik als solche eigentlich funktioniert.
Wir sabotieren uns einfach auf dem Feld zu häufig durch fehlende Aktivität und dumme, teils gruselige Entscheidungen.
Hinzukommt das, was du bereits angedeutet hast: Das Team muss gegen individuell schwächere Gegner da sein. Nur schafft man es in aller Regelmäßigkeit sich an das körperbetonte, auf gut-deutsch talentfreie Spiel des Gegners herunterzubegeben. Ich kann es dahingehend auch bald nicht mehr hören, dass irgendeiner unserer Spieler nach dem Spiel vor ein Mikro tritt und erzählt „Wir haben uns auf das Spiel des Gegners eigelassen, XYZ“.
Sicher gibt es auch taktisch noch Verbesserungspotenzial, neben der Weiterentwicklung passt man schließlich jedes System immer etwas dem nächsten Gegner an. Nur ist unser aktuell größtes Problem diese Lethargie des Kollektivs auf dem Feld.
Wir bereiten Angriffe oft gut vor, nur um dann, wenn es gefährlich werden kann, zu versagen oder diese zu verschlafen. Solange wir das nicht abgestellt bekommen, ist es eigentlich egal mit welcher Taktik oder welchem System man aufläuft, mit einer solchen Lethargie und „Unkonzentriertheit“ wirst du kaum ein Spiel gewinnen können.
Edit: Kramer spielt immer noch kein Zehner, auch wenn sich das hier dank irgendwelchen Aufstellungen in Vorberichten von Sky und Co. festgesetzt hat. Gibt dazu eine nette Analyse von BorussiaExplained, die ich hier schon mal verlinkt hatte.
Das kommt mir vor wie der junge Controller, frisch von der Uni, der meint alles besser zu wissen und belehren zu können.
Wenn es also die falsche Entscheidungsfindung der Spieler ist auf dem feld und das mehrfach und wiederholt, könnte es dann nicht daran liegen, dass die Vorgabe(n) nicht zu den Spielern passen und diese nicht das letzte Vertrauen darin haben?
Und nur weil du es gebetsmühlenartig wiederholst mit Kramer auf der 10-
Doch, genau dort wird er aufgestellt, nur er kann dieser Rolle nicht gerecht werden, weil der Typus Kramer da überhaupt nicht hinpasst. Genau ein Kernpunkt der Kritiker an der Personalie.
Es reicht schon unsere Spiele und das offensive Positionsspiel anzuschauen um zu sehen, dass Kramer offensiv kein Zehner spielt. Am ehesten noch RZM, der sich auch mal auf den Flügel fallen lässt um Anspielstation zu sein, bzw. den Raum zu besetzen, wenn der RV nicht hochgeschoben ist und Hofmann wie so oft in Richtung Zentrum zieht.
Man kann natürlich auf den Punkt bestehen, Kramer wäre Zehner. Ist zwar falsch und schon zigfach analysiert worden, aber egal, so hat man ja wenigstens etwas zu kritisieren. Man braucht ja schließlich immer seinen Sündenbock.
Ansonsten ist es relativ einfach: In den Spielen, in denen man aktiv und konzentriert spielt, nicht reihenweise die falschen Entscheidungen trifft, sieht man, wie gut das System funktioniert.
Generell sind alleine hier im Thread mehrere detaillierte Analysen und Diskussionen um System und Taktik zu finden, in denen gut beschrieben wird, was taktisch gut ist und was verbessert werden muss.
Nur ist es müßig mit jemandem darüber zu diskutieren, der seinen Standpunkt trotz widerlegender Analysen, die hier immer wieder verlinkt werden, weiter vehement vertritt. Ich halte es sowieso für schwierig, System und Taktik schlecht reden zu wollen, wenn man sich dem Verständnis des modernen Fußball völlig verschließt.
Richtih, Kramer spielt kein 10er, das sage ich jetzt auch zum xten Male. Er besetzt aber formaltaktisch die Position, was ich unter anderem an der Aussage des Spielers selbst fest mache. Nur interpretiert er die Rolle nunmal nicht wie ein 10er, weswegen die Position häufig verwaist ist und um das zu erkennen, benötige ich nichtmals eine Heatmap. Als aufmerksamer Zuschauer erkennt man das schon im laufenden Spiel.
Die nächste Aussage muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen, denn im Pronzip sagst du nichts anderes als das unsere Ausrichtung / Taktik wunderbar ist wenn dies funktioniert. Natürlich ist das so, das ist sogar immer und überall funktioniert und überspitzt gesagt war auch die Spielidee seinerzeit von Frontzeck super, wenn diese funktionierte und die Spieler die richtigen Entscheidungen trafen. Da es aber wieder vermehrt nicht funktioniert, sollte man sich nicht im Detail verlieren, wie du es machst, sondern erstmal wieder über die Basis kommen. Das hat dann auch nichts mit einem Verschliessen meinerseits gegenüber dem modernen Fußball zu tun.
Was ist überhaupt dieser moderne Fußball, frage ich mich und vor allem dich.
11.02.2023 - 15:32 Uhr
Zitat von zerocool76
Richtih, Kramer spielt kein 10er, das sage ich jetzt auch zum xten Male. Er besetzt aber formaltaktisch die Position, was ich unter anderem an der Aussage des Spielers selbst fest mache. Nur interpretiert er die Rolle nunmal nicht wie ein 10er, weswegen die Position häufig verwaist ist und um das zu erkennen, benötige ich nichtmals eine Heatmap. Als aufmerksamer Zuschauer erkennt man das schon im laufenden Spiel.
Die nächste Aussage muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen, denn im Pronzip sagst du nichts anderes als das unsere Ausrichtung / Taktik wunderbar ist wenn dies funktioniert. Natürlich ist das so, das ist sogar immer und überall funktioniert und überspitzt gesagt war auch die Spielidee seinerzeit von Frontzeck super, wenn diese funktionierte und die Spieler die richtigen Entscheidungen trafen. Da es aber wieder vermehrt nicht funktioniert, sollte man sich nicht im Detail verlieren, wie du es machst, sondern erstmal wieder über die Basis kommen. Das hat dann auch nichts mit einem Verschliessen meinerseits gegenüber dem modernen Fußball zu tun.
Was ist überhaupt dieser moderne Fußball, frage ich mich und vor allem dich.
Zitat von ElHuracan
Es reicht schon unsere Spiele und das offensive Positionsspiel anzuschauen um zu sehen, dass Kramer offensiv kein Zehner spielt. Am ehesten noch RZM, der sich auch mal auf den Flügel fallen lässt um Anspielstation zu sein, bzw. den Raum zu besetzen, wenn der RV nicht hochgeschoben ist und Hofmann wie so oft in Richtung Zentrum zieht.
Man kann natürlich auf den Punkt bestehen, Kramer wäre Zehner. Ist zwar falsch und schon zigfach analysiert worden, aber egal, so hat man ja wenigstens etwas zu kritisieren. Man braucht ja schließlich immer seinen Sündenbock.
Ansonsten ist es relativ einfach: In den Spielen, in denen man aktiv und konzentriert spielt, nicht reihenweise die falschen Entscheidungen trifft, sieht man, wie gut das System funktioniert.
Generell sind alleine hier im Thread mehrere detaillierte Analysen und Diskussionen um System und Taktik zu finden, in denen gut beschrieben wird, was taktisch gut ist und was verbessert werden muss.
Nur ist es müßig mit jemandem darüber zu diskutieren, der seinen Standpunkt trotz widerlegender Analysen, die hier immer wieder verlinkt werden, weiter vehement vertritt. Ich halte es sowieso für schwierig, System und Taktik schlecht reden zu wollen, wenn man sich dem Verständnis des modernen Fußball völlig verschließt.
Zitat von zerocool76
Das kommt mir vor wie der junge Controller, frisch von der Uni, der meint alles besser zu wissen und belehren zu können.
Wenn es also die falsche Entscheidungsfindung der Spieler ist auf dem feld und das mehrfach und wiederholt, könnte es dann nicht daran liegen, dass die Vorgabe(n) nicht zu den Spielern passen und diese nicht das letzte Vertrauen darin haben?
Und nur weil du es gebetsmühlenartig wiederholst mit Kramer auf der 10-
Doch, genau dort wird er aufgestellt, nur er kann dieser Rolle nicht gerecht werden, weil der Typus Kramer da überhaupt nicht hinpasst. Genau ein Kernpunkt der Kritiker an der Personalie.
Zitat von ElHuracan
Hatte es beim Leverkusen-Spiel angesprochen, seitdem wurde es, mit Ausnahme des Hoffenheim-Spiels, eigentlich nur noch schlechter: Die Entscheidungsfindung.
Wir machen uns durch dumme Entscheidungen aktuell das Leben viel zu schwer, verpassen konsequent die entscheidenden Momente. Das sieht dann offensiv ideenlos und taktisch bieder aus, ist es aber nicht. Generell beruht unser Spiel ja nicht auf dem Spieltempo, auch wenn es das Ziel ist, den Moment für das schnelle vertikale Spiel zu finden (Stindl kann das wie kaum ein anderer). Wir spielen langsam, sicher und strukturiert, wollen den Gegner durch eigene Aktivität abseits des Balles (hier liegt das nächste Problem) zum laufen bringen. Dieser ist dadurch nicht nur dauerhaft am Verschieben und Laufen, sondern wird eben dadurch auch Fehler machen. Unser Problem ist aktuell einfach, dass wir diese Situation nicht erkennen, falsch erkennen oder beim Abspiel zu unpräzise sind.
Ich tue mir da aktuell schwer von Farke taktische Änderungen zu fordern, wenn das System und die Taktik als solche eigentlich funktioniert.
Wir sabotieren uns einfach auf dem Feld zu häufig durch fehlende Aktivität und dumme, teils gruselige Entscheidungen.
Hinzukommt das, was du bereits angedeutet hast: Das Team muss gegen individuell schwächere Gegner da sein. Nur schafft man es in aller Regelmäßigkeit sich an das körperbetonte, auf gut-deutsch talentfreie Spiel des Gegners herunterzubegeben. Ich kann es dahingehend auch bald nicht mehr hören, dass irgendeiner unserer Spieler nach dem Spiel vor ein Mikro tritt und erzählt „Wir haben uns auf das Spiel des Gegners eigelassen, XYZ“.
Sicher gibt es auch taktisch noch Verbesserungspotenzial, neben der Weiterentwicklung passt man schließlich jedes System immer etwas dem nächsten Gegner an. Nur ist unser aktuell größtes Problem diese Lethargie des Kollektivs auf dem Feld.
Wir bereiten Angriffe oft gut vor, nur um dann, wenn es gefährlich werden kann, zu versagen oder diese zu verschlafen. Solange wir das nicht abgestellt bekommen, ist es eigentlich egal mit welcher Taktik oder welchem System man aufläuft, mit einer solchen Lethargie und „Unkonzentriertheit“ wirst du kaum ein Spiel gewinnen können.
Edit: Kramer spielt immer noch kein Zehner, auch wenn sich das hier dank irgendwelchen Aufstellungen in Vorberichten von Sky und Co. festgesetzt hat. Gibt dazu eine nette Analyse von BorussiaExplained, die ich hier schon mal verlinkt hatte.
Zitat von CedreiPO
Gebe dir in Sachen Respekt recht. Allerdings kann es nicht unser gesetzter Standard sein, gegen Teams aus dem Keller keine Torchancen zu kreieren und nicht ein Tor zu schießen.
Die Spiele gegen Augsburg und Schalke sind für mich ein Eckpfeiler unseres ideenlosen Gekickes unter Farke. Da muss ein Trainer schon einen besseren Plan an den Tag legen. Was nützen uns Hurra-Spiele gegen Leipzig und Dortmund, wenn du mit schöner Regelmäßigkeit gegen die Kellerkinder versagst. Man kann sicherlich gegen Augsburg verlieren und gegen Schalke eine Punkt abgeben, aber das darf nicht auf dem gezeigten Niveau passieren.
Ich fürchte, dass wir da gegen Hertha anknüpfen werden.
Dass wir keine Überfliegermannschaft haben dürfte klar sein. Von daher wird es immer wieder Spiele geben wo wir sowohl positiv wie negativ überraschen. Aber gerade gegen Gegner, wo man die Punkte einplanen sollte, weil diese von der individuellen Klasse deutlich schlechter sind und weil man so die Distanz zum Abstiegskampf halten kann, da muss das Team voll das ein. Farke gelingt es aber da nicht, als Trainer klare taktische Impulse zu setzen. Das ist alles ziemlich hilflos. Ebenso ist sein In-Game-Coaching in kritischen Phasen dieser Spiele quasi nicht vorhanden.
Unabhängig davon zeigt mir die Truppe da seit Jahren eine pomadige Behäbigkeit, die man durchaus auch als Arroganz gegenüber solchen Gegnern deuten könnte, weil es den Eindruck vermittelt, dass man mit 3/4-Einsatz die Punkte einfahren will. Da sind für mich sowohl Trainer und sportliche Leitung gefragt.
Einmal ist sicherlich kein Grund zur Sorge, aber dieses regelmäßige kollektive Versagen ist mir dann doch gerade gegen solche Gegner ein Dorn im Auge, ohne dass ich diesen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit den Respekt versagen würde.
Im Übrigen sollte für uns Wolfsburg kein Maßstab und Argument sein. Auch die haben seit Jahren keine Kontinuität in ihrer Performance. Andere Vereine heranzuziehen ist wie der Schüler der eine 5 hat und seinen Eltern erzählt dass die Klassenarbeit so schwer war, weil der Paul und die Claudia auch eine 5 haben.
Der Maßstab für die eigene Leistung sollte immer der eigene Anspruch sein und der sagt das schon etwas anderes aus, wenn man den Aussagen der Verantwortlichen folgt.
Zitat von ElHuracan
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Zitat von Bonzi1970
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Gebe dir in Sachen Respekt recht. Allerdings kann es nicht unser gesetzter Standard sein, gegen Teams aus dem Keller keine Torchancen zu kreieren und nicht ein Tor zu schießen.
Die Spiele gegen Augsburg und Schalke sind für mich ein Eckpfeiler unseres ideenlosen Gekickes unter Farke. Da muss ein Trainer schon einen besseren Plan an den Tag legen. Was nützen uns Hurra-Spiele gegen Leipzig und Dortmund, wenn du mit schöner Regelmäßigkeit gegen die Kellerkinder versagst. Man kann sicherlich gegen Augsburg verlieren und gegen Schalke eine Punkt abgeben, aber das darf nicht auf dem gezeigten Niveau passieren.
Ich fürchte, dass wir da gegen Hertha anknüpfen werden.
Dass wir keine Überfliegermannschaft haben dürfte klar sein. Von daher wird es immer wieder Spiele geben wo wir sowohl positiv wie negativ überraschen. Aber gerade gegen Gegner, wo man die Punkte einplanen sollte, weil diese von der individuellen Klasse deutlich schlechter sind und weil man so die Distanz zum Abstiegskampf halten kann, da muss das Team voll das ein. Farke gelingt es aber da nicht, als Trainer klare taktische Impulse zu setzen. Das ist alles ziemlich hilflos. Ebenso ist sein In-Game-Coaching in kritischen Phasen dieser Spiele quasi nicht vorhanden.
Unabhängig davon zeigt mir die Truppe da seit Jahren eine pomadige Behäbigkeit, die man durchaus auch als Arroganz gegenüber solchen Gegnern deuten könnte, weil es den Eindruck vermittelt, dass man mit 3/4-Einsatz die Punkte einfahren will. Da sind für mich sowohl Trainer und sportliche Leitung gefragt.
Einmal ist sicherlich kein Grund zur Sorge, aber dieses regelmäßige kollektive Versagen ist mir dann doch gerade gegen solche Gegner ein Dorn im Auge, ohne dass ich diesen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit den Respekt versagen würde.
Im Übrigen sollte für uns Wolfsburg kein Maßstab und Argument sein. Auch die haben seit Jahren keine Kontinuität in ihrer Performance. Andere Vereine heranzuziehen ist wie der Schüler der eine 5 hat und seinen Eltern erzählt dass die Klassenarbeit so schwer war, weil der Paul und die Claudia auch eine 5 haben.
Der Maßstab für die eigene Leistung sollte immer der eigene Anspruch sein und der sagt das schon etwas anderes aus, wenn man den Aussagen der Verantwortlichen folgt.
Hatte es beim Leverkusen-Spiel angesprochen, seitdem wurde es, mit Ausnahme des Hoffenheim-Spiels, eigentlich nur noch schlechter: Die Entscheidungsfindung.
Wir machen uns durch dumme Entscheidungen aktuell das Leben viel zu schwer, verpassen konsequent die entscheidenden Momente. Das sieht dann offensiv ideenlos und taktisch bieder aus, ist es aber nicht. Generell beruht unser Spiel ja nicht auf dem Spieltempo, auch wenn es das Ziel ist, den Moment für das schnelle vertikale Spiel zu finden (Stindl kann das wie kaum ein anderer). Wir spielen langsam, sicher und strukturiert, wollen den Gegner durch eigene Aktivität abseits des Balles (hier liegt das nächste Problem) zum laufen bringen. Dieser ist dadurch nicht nur dauerhaft am Verschieben und Laufen, sondern wird eben dadurch auch Fehler machen. Unser Problem ist aktuell einfach, dass wir diese Situation nicht erkennen, falsch erkennen oder beim Abspiel zu unpräzise sind.
Ich tue mir da aktuell schwer von Farke taktische Änderungen zu fordern, wenn das System und die Taktik als solche eigentlich funktioniert.
Wir sabotieren uns einfach auf dem Feld zu häufig durch fehlende Aktivität und dumme, teils gruselige Entscheidungen.
Hinzukommt das, was du bereits angedeutet hast: Das Team muss gegen individuell schwächere Gegner da sein. Nur schafft man es in aller Regelmäßigkeit sich an das körperbetonte, auf gut-deutsch talentfreie Spiel des Gegners herunterzubegeben. Ich kann es dahingehend auch bald nicht mehr hören, dass irgendeiner unserer Spieler nach dem Spiel vor ein Mikro tritt und erzählt „Wir haben uns auf das Spiel des Gegners eigelassen, XYZ“.
Sicher gibt es auch taktisch noch Verbesserungspotenzial, neben der Weiterentwicklung passt man schließlich jedes System immer etwas dem nächsten Gegner an. Nur ist unser aktuell größtes Problem diese Lethargie des Kollektivs auf dem Feld.
Wir bereiten Angriffe oft gut vor, nur um dann, wenn es gefährlich werden kann, zu versagen oder diese zu verschlafen. Solange wir das nicht abgestellt bekommen, ist es eigentlich egal mit welcher Taktik oder welchem System man aufläuft, mit einer solchen Lethargie und „Unkonzentriertheit“ wirst du kaum ein Spiel gewinnen können.
Edit: Kramer spielt immer noch kein Zehner, auch wenn sich das hier dank irgendwelchen Aufstellungen in Vorberichten von Sky und Co. festgesetzt hat. Gibt dazu eine nette Analyse von BorussiaExplained, die ich hier schon mal verlinkt hatte.
Das kommt mir vor wie der junge Controller, frisch von der Uni, der meint alles besser zu wissen und belehren zu können.
Wenn es also die falsche Entscheidungsfindung der Spieler ist auf dem feld und das mehrfach und wiederholt, könnte es dann nicht daran liegen, dass die Vorgabe(n) nicht zu den Spielern passen und diese nicht das letzte Vertrauen darin haben?
Und nur weil du es gebetsmühlenartig wiederholst mit Kramer auf der 10-
Doch, genau dort wird er aufgestellt, nur er kann dieser Rolle nicht gerecht werden, weil der Typus Kramer da überhaupt nicht hinpasst. Genau ein Kernpunkt der Kritiker an der Personalie.
Es reicht schon unsere Spiele und das offensive Positionsspiel anzuschauen um zu sehen, dass Kramer offensiv kein Zehner spielt. Am ehesten noch RZM, der sich auch mal auf den Flügel fallen lässt um Anspielstation zu sein, bzw. den Raum zu besetzen, wenn der RV nicht hochgeschoben ist und Hofmann wie so oft in Richtung Zentrum zieht.
Man kann natürlich auf den Punkt bestehen, Kramer wäre Zehner. Ist zwar falsch und schon zigfach analysiert worden, aber egal, so hat man ja wenigstens etwas zu kritisieren. Man braucht ja schließlich immer seinen Sündenbock.
Ansonsten ist es relativ einfach: In den Spielen, in denen man aktiv und konzentriert spielt, nicht reihenweise die falschen Entscheidungen trifft, sieht man, wie gut das System funktioniert.
Generell sind alleine hier im Thread mehrere detaillierte Analysen und Diskussionen um System und Taktik zu finden, in denen gut beschrieben wird, was taktisch gut ist und was verbessert werden muss.
Nur ist es müßig mit jemandem darüber zu diskutieren, der seinen Standpunkt trotz widerlegender Analysen, die hier immer wieder verlinkt werden, weiter vehement vertritt. Ich halte es sowieso für schwierig, System und Taktik schlecht reden zu wollen, wenn man sich dem Verständnis des modernen Fußball völlig verschließt.
Richtih, Kramer spielt kein 10er, das sage ich jetzt auch zum xten Male. Er besetzt aber formaltaktisch die Position, was ich unter anderem an der Aussage des Spielers selbst fest mache. Nur interpretiert er die Rolle nunmal nicht wie ein 10er, weswegen die Position häufig verwaist ist und um das zu erkennen, benötige ich nichtmals eine Heatmap. Als aufmerksamer Zuschauer erkennt man das schon im laufenden Spiel.
Die nächste Aussage muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen, denn im Pronzip sagst du nichts anderes als das unsere Ausrichtung / Taktik wunderbar ist wenn dies funktioniert. Natürlich ist das so, das ist sogar immer und überall funktioniert und überspitzt gesagt war auch die Spielidee seinerzeit von Frontzeck super, wenn diese funktionierte und die Spieler die richtigen Entscheidungen trafen. Da es aber wieder vermehrt nicht funktioniert, sollte man sich nicht im Detail verlieren, wie du es machst, sondern erstmal wieder über die Basis kommen. Das hat dann auch nichts mit einem Verschliessen meinerseits gegenüber dem modernen Fußball zu tun.
Was ist überhaupt dieser moderne Fußball, frage ich mich und vor allem dich.
Woran machst du denn fest, dass es diese Zehner-Position überhaupt gibt, wenn Kramer auf dem Feld steht? Mit Ball spielt man, wenn man eine der klassischen Formationen nehmen will, am ehesten ein 4-3-3. Aktiv ist das meist ein 3-2-5, 2-3-5 oder 3-3-4. Dabei besetzt Kramer offensiv doch konstant die halbrechte Spielfeldseite, analog dazu Koné die halblinke.
Gegen den Ball läuft er konstant hoch an, lässt sich jedoch, so der Gegner das Gegenpressing überspielt bekommt, fallen und unterstützt defensiv.
Wir sind uns einig darin, dass Kramer auf dem Feld nicht wie ein Zehner spielt. Wieso aber wird er dann als Zehner bezeichnet? Nur weil er bei Sky auf diese Position gepackt wird? Weil man ihn in Interviews als solchen bezeichnet und man nicht sagt „Naja, eigentlich spielt er in einem fluiden Offensivsystem als eine Art Achter im rechten Halbfeld, der sich je nach Raumbesetzung aber auch mal auf den Flügel fallen lässt oder sogar von den IVs den Ball abholt“ ? Sky könnte genau so gut einen Koné auf die Zehn stellen, während er exakt den selben Job wie vorher macht, ist der dann auch Zehner, obwohl er diese Position auf dem Feld überhaupt nicht spielt?
Ich hatte zuvor bereits mehrfach ausgeführt, dass das System an sich sehr gut funktioniert. Dazu benötigt es eben die nötigen Grundtugenden, nenne es von mir aus auch Mentalität, Leidenschaft, Kampf, Wille oder sonstwie.
Ebenso schaffen wir es uns konstant, eben durch die Abläufe innerhalb des Systems, in die richtigen Räume zu bringen. Aktuell scheitert es dann einfach zu oft an der Entscheidungsfindung.
Und nein, nicht jedes System funktioniert. Wir reden hier von situationsspezifischen Raumbesetzungen, Abläufen und Laufwegen. Wer seiner Mannschaft schon mal ein komplexes System System einstudieren, der weiß, wie schwer es ist die richtige Raumbesetzung, mit den richten Abläufen zu finden ohne dass sich irgendjemand dabei behindert.
Wenn man also ein System als solches beurteilen will, muss man erstmal die Abläufe verstehen. Wird es richtig ausgeführt und die Abläufe behindern sich? Oder sind es eher individuelle Unzulänglichkeiten, die vielversprechende Angriffe „zerstören“?
Ich denke, wir werden uns einig sein, dass das System bei der aktuellen Lethargie und den Entscheidungen die man trifft, nebensächlich ist. Wer individuell solche Leistungen auf den Rasen bringt, der wird, egal mit welchem System, große Probleme bekommen.
11.02.2023 - 16:30 Uhr
Ein System funktioniert dann, wenn es Erfolg hat.
Ich kann offensiv nicht sehen, dass es das tut. Wenig Alternativen (Kaderfrage) aber auch wenig Tempo. Auch geschuldet, weil Kramer kein Tempo- und finaler Passspieler ist. Da hilft auch bei ihm keine Leidenschaft. Er hat andere Qualitäten. Egal welche Nummer er da vorn theoretisch spielt.
Ich kann offensiv nicht sehen, dass es das tut. Wenig Alternativen (Kaderfrage) aber auch wenig Tempo. Auch geschuldet, weil Kramer kein Tempo- und finaler Passspieler ist. Da hilft auch bei ihm keine Leidenschaft. Er hat andere Qualitäten. Egal welche Nummer er da vorn theoretisch spielt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von rockham am 11.02.2023 um 16:33 Uhr bearbeitet
11.02.2023 - 17:26 Uhr
Zitat von ElHuracan
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Zitat von Bonzi1970
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Ok stimmt man spielt auswärts aber das kann doch nicht unser Anspruch sein das man Schalke (und Hertha) stark redet und gegen diese mit Abstand schlechtesten Bundesligateams mit grauenhaftem Fussball zufrieden ist. Man (Farke) redet sich die Gegner eh immer viel zu stark und ist sehr schnell zufrieden.
PS: Was hat Wolfsburg damit zu tuen das wir so schlecht gegen Schalke gespielt haben? Das war unsererseits echt Fussball zum Abgewöhnen. Kein Wunder das die Fans dann die eigene Mannschaft auspfeifen. Wenn man mit so einem Fussball zufrieden ist naja dann ist die 2. Liga wohl echt besser.
11.02.2023 - 17:46 Uhr
Zitat von Bonzi1970
Ok stimmt man spielt auswärts aber das kann doch nicht unser Anspruch sein das man Schalke (und Hertha) stark redet und gegen diese mit Abstand schlechtesten Bundesligateams mit grauenhaftem Fussball zufrieden ist. Man (Farke) redet sich die Gegner eh immer viel zu stark und ist sehr schnell zufrieden.
PS: Was hat Wolfsburg damit zu tuen das wir so schlecht gegen Schalke gespielt haben? Das war unsererseits echt Fussball zum Abgewöhnen. Kein Wunder das die Fans dann die eigene Mannschaft auspfeifen. Wenn man mit so einem Fussball zufrieden ist naja dann ist die 2. Liga wohl echt besser.
Zitat von ElHuracan
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Zitat von Bonzi1970
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Gegen Hertha sollte man echt gewinnen, gerade Zuhause. Falls nicht wird Farke angezählt.
Neben Schalke ist Hertha das schlechteste BL Team und gegen Schalke gurkte man schon extrem rum.
Zum einen spielt man auswärts, zum anderen wird Farke auch bei einer Niederlage ganz normal weiterarbeiten. Schließlich hat man bei Borussia keine verrückten Erwartungen, sondern weiß, was mit dieser Mannschaft drin ist und was nicht.
Übrigens sagen auch die Wolfsburger nicht besser als wir gegen Schalke aus. Man sollte denen vielleicht den Respekt gegenüber bringen, den sie verdienen. Wer wirklich glaubt, dass es in der Bundesliga auch nur einen leichten Gegner gibt, der hat falsche Vorstellungen.
Ok stimmt man spielt auswärts aber das kann doch nicht unser Anspruch sein das man Schalke (und Hertha) stark redet und gegen diese mit Abstand schlechtesten Bundesligateams mit grauenhaftem Fussball zufrieden ist. Man (Farke) redet sich die Gegner eh immer viel zu stark und ist sehr schnell zufrieden.
PS: Was hat Wolfsburg damit zu tuen das wir so schlecht gegen Schalke gespielt haben? Das war unsererseits echt Fussball zum Abgewöhnen. Kein Wunder das die Fans dann die eigene Mannschaft auspfeifen. Wenn man mit so einem Fussball zufrieden ist naja dann ist die 2. Liga wohl echt besser.
Was genau ist denn unser Anspruch?
Ich lese oft was der auf keinen Fall sein kann oder sein darf, aber was ist er denn?
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