BVB - Taktik-Thread
20.01.2006 - 12:09 Uhr
24.08.2026 - 01:00 Uhr
Zitat von DizzyD
Danke @BVBBC für diese umfangreiche Pro/Contra-Analyse. Deine Schlussfolgerung, warum Kovac diesen Plan verfolgt, fände ich dann schon sehr verheerend. Statt das Open Play so zu verbessern, dass man sich nicht mehr so abhängig von Standards macht, versucht er also lieber möglichst viele "Standardsituationen" ins Open Play einzubauen. Hat ja schon fast was von einer Huhn/Ei-Situation.
Danke @BVBBC für diese umfangreiche Pro/Contra-Analyse. Deine Schlussfolgerung, warum Kovac diesen Plan verfolgt, fände ich dann schon sehr verheerend. Statt das Open Play so zu verbessern, dass man sich nicht mehr so abhängig von Standards macht, versucht er also lieber möglichst viele "Standardsituationen" ins Open Play einzubauen. Hat ja schon fast was von einer Huhn/Ei-Situation.
Ich finde es richtig gruselig, wenn man sich die Vorteile der inversen Schienen durchliest.
Eigentlich hatte ich es immer für einen Versuch gehalten, der zu Saisonbeginn sehr schnell wieder zu den Akten gelegt wird. Die Vorteile würden aber genau der Spielgestaltung entsprechen, die Kovac ohnehin oft genug pfäferiert hat. Es wird doch damit ein ähnliches Prinzip auf die Spitze getrieben, wie mit dem langen Ball auf den Wandspieler. Es werden Situation generiert, die wenige geplant heraus gespielte Abschlüsse versprechen, dafür auf dem Umweg des Zufalls, durch individuelle Qualität, zweite Bälle, folgende Umschaltsituationen und durchgerutschte Bälle zu Unsortiertheit des Gegners und zu Toren führen sollen.
Wenn ich das lese, würde ich Kovac sogar zutrauen länger daran festzuhalten.
Eine Ergänzung habe ich noch zu den inversen Flanken. Sie führen auch zu deutlich schlechteren Abschlußwinkeln für die Mitspieler. Die weitaus größte Erfolgsquote bei direkt genommenen Abschlüssen haben Pässe und Flanken die aus einem Winkel unter 90 ° zum Schützen kommen. Das würde bei einer inversen Flanke meistens nur auf einen einzelnen Spieler am langen Pfosten zutreffen. Alle anderen müssen dies mit individueller Qualität oder Zufall, bzw. einer sehr hohen Anzahl an Flanken ausgleichen.
Ich denke das ist auch ein großer Unterschied zu Standards, die bei Ecken aus einem besseren Winkel kommen und bei Freistößen zumindest auf einen großen Pulk von Spielern treffen, die sich bestmöglich positioniert haben. Mag sein das es Kovac es dennoch dafür in Kauf nimmt, das sie für die Verteidiger ebenfalls schwer komplett zu klären sind. Ich mag mir das auf Dauer lieber nicht vorstellen und kann es auch nicht, daß es von den Ergebnissen erfolgreich genug sein kann, wenn man dauerhaft auf jegliche Breite im Spiel verzichtet.
29.08.2026 - 16:40 Uhr
Da sich kein neuer Transfer für die Flügel(verteidiger) andeutet, hier nochmal ein Gedanke zum 3-4-2-1 mit Beier als Linkem Flügelverteidiger.
Könnte man nicht auch im 4-4-2/4-2-3-1 verteidigen und sich offensiv trotzdem in dem 3-4-2-1 anordnen? Die Konterabsicherung wäre identisch bzw potentiell sogar etwas besser da Beier links nicht ganz bis hinten absichern muss, sondern der LIV links absichert und dann auch in der defensiven Formation dort bleibt.
Das würde Beiers defensive Schwächen auffangen und und trotzdem links mehr Tiefe und Tempo bringen.
Offensiv:
----------------Guirassy/Silva-------------
Beier---Inacio/Delias------Karetsas---Ryerson
-------------Nmecha-----Veerman-------
---Bensebaini-Schlotterbeck-Anton
Defensiv:
-------------Guirassy/Silva-------------
Beier--------Inacio/Delias------Karetsas
-----------Nmecha-----Veerman-------
Bensebaini-Schlotterbeck-Anton-Ryerson
Könnte man nicht auch im 4-4-2/4-2-3-1 verteidigen und sich offensiv trotzdem in dem 3-4-2-1 anordnen? Die Konterabsicherung wäre identisch bzw potentiell sogar etwas besser da Beier links nicht ganz bis hinten absichern muss, sondern der LIV links absichert und dann auch in der defensiven Formation dort bleibt.
Das würde Beiers defensive Schwächen auffangen und und trotzdem links mehr Tiefe und Tempo bringen.
Offensiv:
----------------Guirassy/Silva-------------
Beier---Inacio/Delias------Karetsas---Ryerson
-------------Nmecha-----Veerman-------
---Bensebaini-Schlotterbeck-Anton
Defensiv:
-------------Guirassy/Silva-------------
Beier--------Inacio/Delias------Karetsas
-----------Nmecha-----Veerman-------
Bensebaini-Schlotterbeck-Anton-Ryerson
29.08.2026 - 21:06 Uhr
Kann mir jemand erklären, warum Sabitzer für Delias eingewechselt wurde, also was der taktische Gedanke dahinter gewesen sein könnte?
Ich als Laie hätte vermutlich entweder ein Zweikampfbiest (davon hatten wir leider keines mehr auf der Bank) oder einen schnellen Konterspieler eingewechselt, beides ist Sabitzer m.E. nach nicht.)
Ich als Laie hätte vermutlich entweder ein Zweikampfbiest (davon hatten wir leider keines mehr auf der Bank) oder einen schnellen Konterspieler eingewechselt, beides ist Sabitzer m.E. nach nicht.)
07.09.2026 - 16:11 Uhr
1. Halbzeit: Hoffenheim 52 % – BVB 48 %
2. Halbzeit: Hoffenheim 71 % – BVB 29 %
Das ist die Ballbesitzstatistik. Ich weiß nicht ob Kovac bewusst umgestellt hat oder ob es sich ergeben hat. Auf jeden Fall sieht man das uns Ballbesitz nicht liegt und wir mit einer mutigeren Spielweise in Topduellen womoglich mehr holen? Hat sich ja auch vs Bayern gezeigt.
Weniger Kontrolle, höher pressen, dadurch Ballgewinne erzwingen und Vertikalangriffe starten.
2. Halbzeit: Hoffenheim 71 % – BVB 29 %
Das ist die Ballbesitzstatistik. Ich weiß nicht ob Kovac bewusst umgestellt hat oder ob es sich ergeben hat. Auf jeden Fall sieht man das uns Ballbesitz nicht liegt und wir mit einer mutigeren Spielweise in Topduellen womoglich mehr holen? Hat sich ja auch vs Bayern gezeigt.
Weniger Kontrolle, höher pressen, dadurch Ballgewinne erzwingen und Vertikalangriffe starten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 10Pelusa am 07.09.2026 um 16:17 Uhr bearbeitet
07.09.2026 - 19:49 Uhr
Ich habe heute auf Calcio Berlin ein Interessantes Video zu unserem Spiel gegen Hoffenheim gesehen, was aus meiner Sicht viele richtige Dinge hervorgehoben hat, allerdings für mich auch in der Konsequenz auch einige Dinge unterschlagen hat, oder zumindest würde ich sie anders bewerten: https://www.youtube.com/watch?v=9w0TFYWIW5Q.
In dem Video wird jedenfalls mehrfach korrekt darauf hingewiesen, dass wir gute Mechanismen dafür haben, auf mehrere Arten Passwege in die letzte Linie zu öffnen um direkt flach durchs Zentrum zu spielen oder zumindest über einen Kontakt von einem der OA direkt ins Zentrum zu Guirassy da hin zu kommen. Das sind Abläufe, die Kovac durchaus erarbeitet hat und durch die auch in jedem Spiel zwei oder drei gute Angriffe entstehen oder zumindest Ansätze davon, und auch hin und wieder mal sehr schön herausgespielte Tore. Gleichzeitig opfert man aber aus meiner Sicht recht viel dafür, in erster Linie in Form von Kontrolle. Gegen Hoffenheim hat Jobe in 90 Minuten 40 Ballkontakte und 29 versuchte Pässe. Avdullahu hatte in der gleichen Spielzeit 83 Kontakte und 70 versuchte Pässe. Das ist eben auch kein Zufall sondern eine direkte Konsequenz davon, dass sich die ZM oft nicht so positionieren, dass sie mitspielen können sondern so, dass sie die Passwege aufmachen, damit man ohne sie spielen kann. Wurde hier glaube ich in ähnlicher Form auch schon öfters erwähnt. Ich fand die Aufarbeitung aber ganz schön und ich denke, dass Kovac für diesen Aspekt unseres Spieles teilweise auch zu wenig Kredit bekommt.
Gleichzeitig unterschätzt Kollege Levinsohn in dem Video aus meiner Sicht etwas, wie hoch die Anforderungen sind, die in den Szenen, die er zeigt, an die Spieler gestellt werden und wie realistisch es ist, dass man damit gegen einen kompetenten Gegner eine signifikante Zahl an guten Angriffen aus dem Spiel erzeugt. Das sieht man glaube ich schon in den ersten zwei Szenen die gezeigt werden, beide glaube ich in der vierten Minute. Die erste Szene ist halt durch die Natur des Spielzuges auf so engem Raum, dass Guirassy durch die zwei Hoffenheimer, die direkt da sind, gar keine realistische Chance hat hier den Ball auf Kos durchzustecken und selbst wenn hat der nicht den Speed, das bis zum Tor durchzubringen. In der zweiten Szene ist es für mich auch einfach komplett unrealistisch, dass es Kos da schafft zu kreuzen, wenn er erstmal den Ball mitnehmen muss und Burger ohne Ball mit Tempo von hinten kommt. Die Option nach rechts raus zu Guirassy ist dann halt auch keine gute, weil er dann auch nicht das Tempo hat, da auf Außen etwas anzubieten. Beides sieht im Standbild spannend aus, aber bewegt merkt man, dass das einfach nicht realistisch ist. Auch im weiteren Verlauf vom Video merkt man, dass da, auch von Niklas, immer wieder Dynamik in die Tiefe verlangt wird, sowohl von Kos, als auch von Guirassy, und da kommen wir halt zu den Anforderungen an die Spieler. Du kannst natürlich von deinen Spielern verlangen, dass sie auf engem Raum mit Gegnerdruck Situationen im One-Touch auflösen, aber wenn die gleichen Spieler dann auch noch über 40-50 Meter tiefe anbieten sollen, wird es schnell zu wünsch dir was. Wenn die Abläufe von Kovac in der Theorie Spieler brauchen, die den Ball festmachen wie Guirassy aber sprinten wie Beier, dann muss ich sagen, die hätte ich auch gerne, aber das macht es halt nicht realistisch.
Zu guter Letzt noch ein Punkt zur Frequenz. Klar kann Kos das in der 20.besser ausspielen, aber wenn du deinem 10er im ganzen Spiel nur eine Chance für einen gescheiten Steckpass gibst darfst du dich halt nicht wundern, wenn bei der Sample size auch mal was schief geht. Wenn du nicht bereit bist, im Spielaufbau Risiken zu gehen, kommen die Gelegenheiten für solche Spielzüge halt auch nicht oft. Dann musst du es erstmal auf engem Raum so gut auflösen, dass so etwas auch greift. Du verlangst halt extrem viel dafür, dass so etwas überhaupt gespielt funktioniert mit Gegnerdruck und nicht nur in der Theorie. Wenn du dann deinem Team auch noch nur 4 bis 5 Chancen gibst pro Halbzeit aus Risikovermeidungs-Gründen, dann kann man halt aus meiner Sicht nicht viel mehr als einen oder zwei gelungene Angriffe auf die Art erwarten. Da greift die These, dass die Ausführung am Ende ja Spielersache ist, aus meiner Sicht zu kurz. Das solche Spiele immer wieder bei der Herangehensweise heraus kommen ist einfach unvermeidlich. Das hängt für mich deutlich mehr mit dem Trainer zusammen, als suggeriert wird. Vor aölem, weil Niklas beim letzten schlechten Spiel gegen Hoffenheim schon das gleiche gesagt hat, da hat es auch schon in der Ausführung gehakt. Klar, wenn du drei Spieler hast, die auf engem Raum mit Gegnerdruck fehlerfrei sind, und gleichzeitig extrem effektiv auf Distanz die Tiefe belaufen können, und die dafür auch nur 5 Versuche brauchen, dann kommen da viele gute Angriffe bei raus in der Theorie. In der Praxis ist das aber aus meiner Sicht konsequent zu Ende gedacht einfach nicht realistisch. Muss es ja anscheinend auch nicht, aber so zu tun, als wäre da so viel besserer Fußball mit drin, wenn die Spieler es besser machen würden, kommt so in der Realität nicht hin füt mich. Vor allem, weil es mit den Abläufen ja bei Hoffenheim auch geht, und Lemperle, Wimmer, Hlozek und Daghim jetzt nicht im Verdacht stehen, besser oder technisch sauberer zu sein als Guirassy, Beier, Karetsas und Nmecha. Es ist halt nicht nur eine Frage der Theorie sondern auch der Machbarkeit und Frequenz. Zumindest aus meiner Sicht.
In dem Video wird jedenfalls mehrfach korrekt darauf hingewiesen, dass wir gute Mechanismen dafür haben, auf mehrere Arten Passwege in die letzte Linie zu öffnen um direkt flach durchs Zentrum zu spielen oder zumindest über einen Kontakt von einem der OA direkt ins Zentrum zu Guirassy da hin zu kommen. Das sind Abläufe, die Kovac durchaus erarbeitet hat und durch die auch in jedem Spiel zwei oder drei gute Angriffe entstehen oder zumindest Ansätze davon, und auch hin und wieder mal sehr schön herausgespielte Tore. Gleichzeitig opfert man aber aus meiner Sicht recht viel dafür, in erster Linie in Form von Kontrolle. Gegen Hoffenheim hat Jobe in 90 Minuten 40 Ballkontakte und 29 versuchte Pässe. Avdullahu hatte in der gleichen Spielzeit 83 Kontakte und 70 versuchte Pässe. Das ist eben auch kein Zufall sondern eine direkte Konsequenz davon, dass sich die ZM oft nicht so positionieren, dass sie mitspielen können sondern so, dass sie die Passwege aufmachen, damit man ohne sie spielen kann. Wurde hier glaube ich in ähnlicher Form auch schon öfters erwähnt. Ich fand die Aufarbeitung aber ganz schön und ich denke, dass Kovac für diesen Aspekt unseres Spieles teilweise auch zu wenig Kredit bekommt.
Gleichzeitig unterschätzt Kollege Levinsohn in dem Video aus meiner Sicht etwas, wie hoch die Anforderungen sind, die in den Szenen, die er zeigt, an die Spieler gestellt werden und wie realistisch es ist, dass man damit gegen einen kompetenten Gegner eine signifikante Zahl an guten Angriffen aus dem Spiel erzeugt. Das sieht man glaube ich schon in den ersten zwei Szenen die gezeigt werden, beide glaube ich in der vierten Minute. Die erste Szene ist halt durch die Natur des Spielzuges auf so engem Raum, dass Guirassy durch die zwei Hoffenheimer, die direkt da sind, gar keine realistische Chance hat hier den Ball auf Kos durchzustecken und selbst wenn hat der nicht den Speed, das bis zum Tor durchzubringen. In der zweiten Szene ist es für mich auch einfach komplett unrealistisch, dass es Kos da schafft zu kreuzen, wenn er erstmal den Ball mitnehmen muss und Burger ohne Ball mit Tempo von hinten kommt. Die Option nach rechts raus zu Guirassy ist dann halt auch keine gute, weil er dann auch nicht das Tempo hat, da auf Außen etwas anzubieten. Beides sieht im Standbild spannend aus, aber bewegt merkt man, dass das einfach nicht realistisch ist. Auch im weiteren Verlauf vom Video merkt man, dass da, auch von Niklas, immer wieder Dynamik in die Tiefe verlangt wird, sowohl von Kos, als auch von Guirassy, und da kommen wir halt zu den Anforderungen an die Spieler. Du kannst natürlich von deinen Spielern verlangen, dass sie auf engem Raum mit Gegnerdruck Situationen im One-Touch auflösen, aber wenn die gleichen Spieler dann auch noch über 40-50 Meter tiefe anbieten sollen, wird es schnell zu wünsch dir was. Wenn die Abläufe von Kovac in der Theorie Spieler brauchen, die den Ball festmachen wie Guirassy aber sprinten wie Beier, dann muss ich sagen, die hätte ich auch gerne, aber das macht es halt nicht realistisch.
Zu guter Letzt noch ein Punkt zur Frequenz. Klar kann Kos das in der 20.besser ausspielen, aber wenn du deinem 10er im ganzen Spiel nur eine Chance für einen gescheiten Steckpass gibst darfst du dich halt nicht wundern, wenn bei der Sample size auch mal was schief geht. Wenn du nicht bereit bist, im Spielaufbau Risiken zu gehen, kommen die Gelegenheiten für solche Spielzüge halt auch nicht oft. Dann musst du es erstmal auf engem Raum so gut auflösen, dass so etwas auch greift. Du verlangst halt extrem viel dafür, dass so etwas überhaupt gespielt funktioniert mit Gegnerdruck und nicht nur in der Theorie. Wenn du dann deinem Team auch noch nur 4 bis 5 Chancen gibst pro Halbzeit aus Risikovermeidungs-Gründen, dann kann man halt aus meiner Sicht nicht viel mehr als einen oder zwei gelungene Angriffe auf die Art erwarten. Da greift die These, dass die Ausführung am Ende ja Spielersache ist, aus meiner Sicht zu kurz. Das solche Spiele immer wieder bei der Herangehensweise heraus kommen ist einfach unvermeidlich. Das hängt für mich deutlich mehr mit dem Trainer zusammen, als suggeriert wird. Vor aölem, weil Niklas beim letzten schlechten Spiel gegen Hoffenheim schon das gleiche gesagt hat, da hat es auch schon in der Ausführung gehakt. Klar, wenn du drei Spieler hast, die auf engem Raum mit Gegnerdruck fehlerfrei sind, und gleichzeitig extrem effektiv auf Distanz die Tiefe belaufen können, und die dafür auch nur 5 Versuche brauchen, dann kommen da viele gute Angriffe bei raus in der Theorie. In der Praxis ist das aber aus meiner Sicht konsequent zu Ende gedacht einfach nicht realistisch. Muss es ja anscheinend auch nicht, aber so zu tun, als wäre da so viel besserer Fußball mit drin, wenn die Spieler es besser machen würden, kommt so in der Realität nicht hin füt mich. Vor allem, weil es mit den Abläufen ja bei Hoffenheim auch geht, und Lemperle, Wimmer, Hlozek und Daghim jetzt nicht im Verdacht stehen, besser oder technisch sauberer zu sein als Guirassy, Beier, Karetsas und Nmecha. Es ist halt nicht nur eine Frage der Theorie sondern auch der Machbarkeit und Frequenz. Zumindest aus meiner Sicht.
07.09.2026 - 21:56 Uhr
@TheDoctor128 Danke für den link und deine Ansicht dazu. Damit man die dinge nicht nur theoretisch betrachtet muss man sie selbst erlebt haben. Calcio ist eben ein Format, wie die anderen eben auch, wo ehemalige Kreisligaspieler aus Liebe zum Spiel, doch (theoretisch) Profis geworden sind. Teilweise ist das ja hier im Forum auch so. 😁
Das Video und deine Ableitung zeigt hervorragend wie das BVB Spiel funktioniert.
- Warum zum Beispiel ein Schlotter(quarter)beck so wichtig ist, damit es mehr nach Fussball aussieht.
- Warum unsere Stürmer manchmal frustriert sind.
- Warum kein richtiger Spielfluss entsteht und sich die Mannschaft mal in eine Rausch spielt. Und die Baller ihre Leichtigkeit verlieren.
- Warum wir so wenig Tore kassieren (no risk, no...)
- Warum wir gegen gute Teams mit guten 1vs1 IVs wenig Land sehen.
- Warum Nmecha und Bellingham nicht mehr fürs Spiel machen.
Trotzdem frage ich mich, und hier liegt vielleicht die große Hoffnung, was man mit Veerman vor hat? Soll er der Plan B sein? Mal der kontrollierte Aufbau übers Zentrum (neu), mal das Überspielen des Zentrums = sehr unberechenbar, mehrere Lösungen im Spiel?
Das Video und deine Ableitung zeigt hervorragend wie das BVB Spiel funktioniert.
- Warum zum Beispiel ein Schlotter(quarter)beck so wichtig ist, damit es mehr nach Fussball aussieht.
- Warum unsere Stürmer manchmal frustriert sind.
- Warum kein richtiger Spielfluss entsteht und sich die Mannschaft mal in eine Rausch spielt. Und die Baller ihre Leichtigkeit verlieren.
- Warum wir so wenig Tore kassieren (no risk, no...)
- Warum wir gegen gute Teams mit guten 1vs1 IVs wenig Land sehen.
- Warum Nmecha und Bellingham nicht mehr fürs Spiel machen.
Trotzdem frage ich mich, und hier liegt vielleicht die große Hoffnung, was man mit Veerman vor hat? Soll er der Plan B sein? Mal der kontrollierte Aufbau übers Zentrum (neu), mal das Überspielen des Zentrums = sehr unberechenbar, mehrere Lösungen im Spiel?
07.09.2026 - 22:04 Uhr
Zitat von TheDoctor128
Ich habe heute auf Calcio Berlin ein Interessantes Video zu unserem Spiel gegen Hoffenheim gesehen, was aus meiner Sicht viele richtige Dinge hervorgehoben hat, allerdings für mich auch in der Konsequenz auch einige Dinge unterschlagen hat, oder zumindest würde ich sie anders bewerten:a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.youtube.com/watch?v=9w0TFYWIW5Q.
In dem Video wird jedenfalls mehrfach korrekt darauf hingewiesen, dass wir gute Mechanismen dafür haben, auf mehrere Arten Passwege in die letzte Linie zu öffnen um direkt flach durchs Zentrum zu spielen oder zumindest über einen Kontakt von einem der OA direkt ins Zentrum zu Guirassy da hin zu kommen. Das sind Abläufe, die Kovac durchaus erarbeitet hat und durch die auch in jedem Spiel zwei oder drei gute Angriffe entstehen oder zumindest Ansätze davon, und auch hin und wieder mal sehr schön herausgespielte Tore. Gleichzeitig opfert man aber aus meiner Sicht recht viel dafür, in erster Linie in Form von Kontrolle. Gegen Hoffenheim hat Jobe in 90 Minuten 40 Ballkontakte und 29 versuchte Pässe. Avdullahu hatte in der gleichen Spielzeit 83 Kontakte und 70 versuchte Pässe. Das ist eben auch kein Zufall sondern eine direkte Konsequenz davon, dass sich die ZM oft nicht so positionieren, dass sie mitspielen können sondern so, dass sie die Passwege aufmachen, damit man ohne sie spielen kann. Wurde hier glaube ich in ähnlicher Form auch schon öfters erwähnt. Ich fand die Aufarbeitung aber ganz schön und ich denke, dass Kovac für diesen Aspekt unseres Spieles teilweise auch zu wenig Kredit bekommt.
Gleichzeitig unterschätzt Kollege Levinsohn in dem Video aus meiner Sicht etwas, wie hoch die Anforderungen sind, die in den Szenen, die er zeigt, an die Spieler gestellt werden und wie realistisch es ist, dass man damit gegen einen kompetenten Gegner eine signifikante Zahl an guten Angriffen aus dem Spiel erzeugt. Das sieht man glaube ich schon in den ersten zwei Szenen die gezeigt werden, beide glaube ich in der vierten Minute. Die erste Szene ist halt durch die Natur des Spielzuges auf so engem Raum, dass Guirassy durch die zwei Hoffenheimer, die direkt da sind, gar keine realistische Chance hat hier den Ball auf Kos durchzustecken und selbst wenn hat der nicht den Speed, das bis zum Tor durchzubringen. In der zweiten Szene ist es für mich auch einfach komplett unrealistisch, dass es Kos da schafft zu kreuzen, wenn er erstmal den Ball mitnehmen muss und Burger ohne Ball mit Tempo von hinten kommt. Die Option nach rechts raus zu Guirassy ist dann halt auch keine gute, weil er dann auch nicht das Tempo hat, da auf Außen etwas anzubieten. Beides sieht im Standbild spannend aus, aber bewegt merkt man, dass das einfach nicht realistisch ist. Auch im weiteren Verlauf vom Video merkt man, dass da, auch von Niklas, immer wieder Dynamik in die Tiefe verlangt wird, sowohl von Kos, als auch von Guirassy, und da kommen wir halt zu den Anforderungen an die Spieler. Du kannst natürlich von deinen Spielern verlangen, dass sie auf engem Raum mit Gegnerdruck Situationen im One-Touch auflösen, aber wenn die gleichen Spieler dann auch noch über 40-50 Meter tiefe anbieten sollen, wird es schnell zu wünsch dir was. Wenn die Abläufe von Kovac in der Theorie Spieler brauchen, die den Ball festmachen wie Guirassy aber sprinten wie Beier, dann muss ich sagen, die hätte ich auch gerne, aber das macht es halt nicht realistisch.
Zu guter Letzt noch ein Punkt zur Frequenz. Klar kann Kos das in der 20.besser ausspielen, aber wenn du deinem 10er im ganzen Spiel nur eine Chance für einen gescheiten Steckpass gibst darfst du dich halt nicht wundern, wenn bei der Sample size auch mal was schief geht. Wenn du nicht bereit bist, im Spielaufbau Risiken zu gehen, kommen die Gelegenheiten für solche Spielzüge halt auch nicht oft. Dann musst du es erstmal auf engem Raum so gut auflösen, dass so etwas auch greift. Du verlangst halt extrem viel dafür, dass so etwas überhaupt gespielt funktioniert mit Gegnerdruck und nicht nur in der Theorie. Wenn du dann deinem Team auch noch nur 4 bis 5 Chancen gibst pro Halbzeit aus Risikovermeidungs-Gründen, dann kann man halt aus meiner Sicht nicht viel mehr als einen oder zwei gelungene Angriffe auf die Art erwarten. Da greift die These, dass die Ausführung am Ende ja Spielersache ist, aus meiner Sicht zu kurz. Das solche Spiele immer wieder bei der Herangehensweise heraus kommen ist einfach unvermeidlich. Das hängt für mich deutlich mehr mit dem Trainer zusammen, als suggeriert wird. Vor aölem, weil Niklas beim letzten schlechten Spiel gegen Hoffenheim schon das gleiche gesagt hat, da hat es auch schon in der Ausführung gehakt. Klar, wenn du drei Spieler hast, die auf engem Raum mit Gegnerdruck fehlerfrei sind, und gleichzeitig extrem effektiv auf Distanz die Tiefe belaufen können, und die dafür auch nur 5 Versuche brauchen, dann kommen da viele gute Angriffe bei raus in der Theorie. In der Praxis ist das aber aus meiner Sicht konsequent zu Ende gedacht einfach nicht realistisch. Muss es ja anscheinend auch nicht, aber so zu tun, als wäre da so viel besserer Fußball mit drin, wenn die Spieler es besser machen würden, kommt so in der Realität nicht hin füt mich. Vor allem, weil es mit den Abläufen ja bei Hoffenheim auch geht, und Lemperle, Wimmer, Hlozek und Daghim jetzt nicht im Verdacht stehen, besser oder technisch sauberer zu sein als Guirassy, Beier, Karetsas und Nmecha. Es ist halt nicht nur eine Frage der Theorie sondern auch der Machbarkeit und Frequenz. Zumindest aus meiner Sicht.
Ich habe heute auf Calcio Berlin ein Interessantes Video zu unserem Spiel gegen Hoffenheim gesehen, was aus meiner Sicht viele richtige Dinge hervorgehoben hat, allerdings für mich auch in der Konsequenz auch einige Dinge unterschlagen hat, oder zumindest würde ich sie anders bewerten:a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.youtube.com/watch?v=9w0TFYWIW5Q.
In dem Video wird jedenfalls mehrfach korrekt darauf hingewiesen, dass wir gute Mechanismen dafür haben, auf mehrere Arten Passwege in die letzte Linie zu öffnen um direkt flach durchs Zentrum zu spielen oder zumindest über einen Kontakt von einem der OA direkt ins Zentrum zu Guirassy da hin zu kommen. Das sind Abläufe, die Kovac durchaus erarbeitet hat und durch die auch in jedem Spiel zwei oder drei gute Angriffe entstehen oder zumindest Ansätze davon, und auch hin und wieder mal sehr schön herausgespielte Tore. Gleichzeitig opfert man aber aus meiner Sicht recht viel dafür, in erster Linie in Form von Kontrolle. Gegen Hoffenheim hat Jobe in 90 Minuten 40 Ballkontakte und 29 versuchte Pässe. Avdullahu hatte in der gleichen Spielzeit 83 Kontakte und 70 versuchte Pässe. Das ist eben auch kein Zufall sondern eine direkte Konsequenz davon, dass sich die ZM oft nicht so positionieren, dass sie mitspielen können sondern so, dass sie die Passwege aufmachen, damit man ohne sie spielen kann. Wurde hier glaube ich in ähnlicher Form auch schon öfters erwähnt. Ich fand die Aufarbeitung aber ganz schön und ich denke, dass Kovac für diesen Aspekt unseres Spieles teilweise auch zu wenig Kredit bekommt.
Gleichzeitig unterschätzt Kollege Levinsohn in dem Video aus meiner Sicht etwas, wie hoch die Anforderungen sind, die in den Szenen, die er zeigt, an die Spieler gestellt werden und wie realistisch es ist, dass man damit gegen einen kompetenten Gegner eine signifikante Zahl an guten Angriffen aus dem Spiel erzeugt. Das sieht man glaube ich schon in den ersten zwei Szenen die gezeigt werden, beide glaube ich in der vierten Minute. Die erste Szene ist halt durch die Natur des Spielzuges auf so engem Raum, dass Guirassy durch die zwei Hoffenheimer, die direkt da sind, gar keine realistische Chance hat hier den Ball auf Kos durchzustecken und selbst wenn hat der nicht den Speed, das bis zum Tor durchzubringen. In der zweiten Szene ist es für mich auch einfach komplett unrealistisch, dass es Kos da schafft zu kreuzen, wenn er erstmal den Ball mitnehmen muss und Burger ohne Ball mit Tempo von hinten kommt. Die Option nach rechts raus zu Guirassy ist dann halt auch keine gute, weil er dann auch nicht das Tempo hat, da auf Außen etwas anzubieten. Beides sieht im Standbild spannend aus, aber bewegt merkt man, dass das einfach nicht realistisch ist. Auch im weiteren Verlauf vom Video merkt man, dass da, auch von Niklas, immer wieder Dynamik in die Tiefe verlangt wird, sowohl von Kos, als auch von Guirassy, und da kommen wir halt zu den Anforderungen an die Spieler. Du kannst natürlich von deinen Spielern verlangen, dass sie auf engem Raum mit Gegnerdruck Situationen im One-Touch auflösen, aber wenn die gleichen Spieler dann auch noch über 40-50 Meter tiefe anbieten sollen, wird es schnell zu wünsch dir was. Wenn die Abläufe von Kovac in der Theorie Spieler brauchen, die den Ball festmachen wie Guirassy aber sprinten wie Beier, dann muss ich sagen, die hätte ich auch gerne, aber das macht es halt nicht realistisch.
Zu guter Letzt noch ein Punkt zur Frequenz. Klar kann Kos das in der 20.besser ausspielen, aber wenn du deinem 10er im ganzen Spiel nur eine Chance für einen gescheiten Steckpass gibst darfst du dich halt nicht wundern, wenn bei der Sample size auch mal was schief geht. Wenn du nicht bereit bist, im Spielaufbau Risiken zu gehen, kommen die Gelegenheiten für solche Spielzüge halt auch nicht oft. Dann musst du es erstmal auf engem Raum so gut auflösen, dass so etwas auch greift. Du verlangst halt extrem viel dafür, dass so etwas überhaupt gespielt funktioniert mit Gegnerdruck und nicht nur in der Theorie. Wenn du dann deinem Team auch noch nur 4 bis 5 Chancen gibst pro Halbzeit aus Risikovermeidungs-Gründen, dann kann man halt aus meiner Sicht nicht viel mehr als einen oder zwei gelungene Angriffe auf die Art erwarten. Da greift die These, dass die Ausführung am Ende ja Spielersache ist, aus meiner Sicht zu kurz. Das solche Spiele immer wieder bei der Herangehensweise heraus kommen ist einfach unvermeidlich. Das hängt für mich deutlich mehr mit dem Trainer zusammen, als suggeriert wird. Vor aölem, weil Niklas beim letzten schlechten Spiel gegen Hoffenheim schon das gleiche gesagt hat, da hat es auch schon in der Ausführung gehakt. Klar, wenn du drei Spieler hast, die auf engem Raum mit Gegnerdruck fehlerfrei sind, und gleichzeitig extrem effektiv auf Distanz die Tiefe belaufen können, und die dafür auch nur 5 Versuche brauchen, dann kommen da viele gute Angriffe bei raus in der Theorie. In der Praxis ist das aber aus meiner Sicht konsequent zu Ende gedacht einfach nicht realistisch. Muss es ja anscheinend auch nicht, aber so zu tun, als wäre da so viel besserer Fußball mit drin, wenn die Spieler es besser machen würden, kommt so in der Realität nicht hin füt mich. Vor allem, weil es mit den Abläufen ja bei Hoffenheim auch geht, und Lemperle, Wimmer, Hlozek und Daghim jetzt nicht im Verdacht stehen, besser oder technisch sauberer zu sein als Guirassy, Beier, Karetsas und Nmecha. Es ist halt nicht nur eine Frage der Theorie sondern auch der Machbarkeit und Frequenz. Zumindest aus meiner Sicht.
Das mit dem engen Zentrum haben wir schon lange im Spiel. Im Winter ging ich darauf etwas umfassender ein: https://www.transfermarkt.de/bvb-taktik-thread/thread/forum/12/thread_id/157858/page/601#anchor_4770145
Was aktuell aber sicher anders ist: wir versuchen vorne viel direkter zu spielen und es geht eben auch gar nicht alles primär auf den MS, sondern noch mehr auf die OA. Gegen Hoffenheim gelang jetzt zwar Guirassy mal ein Aufdrehen samt Pass in die Tiefe auf Silva, aber das ist definitiv nicht sein Steckenpferd. Wir sehen es aber auch umgekehrt und sahen dadurch auch von Guirassy diese Saison schon einige Läufe in die Tiefe, die ihn aber oft weit nach außen abdrängen. Auch Silva. Daraus entstanden trotzdem schon Tore, trotzdem das eigentlich keine wünschenswerten Abschlusspositionen sind.
Am Wochenende eben von Silva. Gegen den HSV war es Guirassy - hier übrigens nicht aus der IV ausgelöst, aber dasselbe Spielprinzip, was mit Veerman wahrscheinlich öfters zu erwarten ist, weil sein großer Mehrwert sonst nicht sehr groß ausfällt. Bei dem Tor sieht man auch gut, wie viel direkter wir es vorne diese Saison versuchen. Das wurde schon in den Tests deutlich, ist aber spätestens mit der Verpflichtung von Karetsas auf einem anderen Level. Es ist dennoch deutlich schwieriger/ambitionierter, wodurch die Fehlerquote dennoch enorm hoch zu erwarten ist, weil es im Grunde einfach zu verteidigen ist, wenn konsequent am Mann geblieben wird. Das hat Hoffenheim über weite Strecken des Spiels hinbekommen, am Ende dann aber nicht mehr.
Das 2:0 für sie fiel bspw. aus der Gegenbewegung zu einem hohen, langen Ball auf Guirassy heraus. Flach ist zwar deutlich besser, aber trotz enger Position der DM nicht immer möglich, weil wir es (auch hier personalbedingt) einfach nicht konsequent schaffen die Breite zu halten und daher das Zentrum trotzdem eng bekommen. Die besagte Szene zeigt jedoch das große Problem an der Geschichte, mit der wir auch schon unter früheren Trainern zu kämpfen hatten (bspw. unter Rose war es extrem): kommt der Ball zu kurz oder gibt es keine Ablageoptionen, weil sie schon zu weit durchgelaufen sind - kommt effektiv auf dasselbe raus - sind die eng positionierten DM ein riesen Problem, weil sie nicht anspielbar sind und bei einer Gegenbewegung neben sich Platz frei machen, der attackiert werden kann und trotzdem noch relativ zentral ist.
Die Wege zurück ins Zentrum bleiben für den Gegner also gering und das DM nimmt sich schnell aus dem Spiel. Die Endverteidigung wird so also direkt wieder wichtig, weil ja auch bei der sonst gerne gesehen Absicherung durch die Schienen ein Abwägen besteht. Gehen die mit nach vorne, um dort Anspielstationen zu schaffen als auch überhaupt durch Breitenbesetzung das Zentrum konsequent zu entzerren, um den Passweg frei zu bekommen (beim Tor ist Ryerson extrem hoch mit dabei), fehlen sie bei Ballverlust hinten. Bleiben sie hinten, passt die Absicherung, aber es fehlt vorne extrem, sodass effektiv nur noch 3 Spieler für den Angriff übrig bleiben, die den Gegner aushebeln müssen. Mit suboptimalen Voraussetzungen, wie du schon schreibst.
Klappt es, dann war es oft individuell stark und dann kommt man sogar immer wieder mit einem Mann direkt vor das Tor durch, was sogar eine gute Chance verspricht. Genau das bedeutet für mich dann aber - auch im Kontext der Frequenz an Abschlüssen, die dieses Spielprinzip ergibt -, dass das Spielprinzip zu viele Abhängigkeiten hat, die wir nicht kontrollieren können. Und je mehr wir sie kontrollieren wollen, desto mehr Risiken - soweit Kovac sie zulässt - gehen wir dann eben doch ein. Das ist paradox auf der einen Seite. Auf der anderen Seite scheint es aber Kovac Ansatz dafür zu sein, wie er diese Saison attraktiveren Fussball bieten möchte. Denn wir gehen mehr Risiko ein. Mit dem Direktspiel, mit der hohen Positionierung vorne, mit der Variation des Prinzips.
Das ist schließlich auch noch so eine Sache, die vor allem mit Konstantelias im Ansatz deutlich extremer war, wie jetzt mit Beier. Da fand das Entgegekommen aller 3 Offensiven permanent statt, sodass der Gegner nie so genau wissen konnte, über welche Seite wir nun den Ball nach vorne spielen. Was natürlich das Verschieben deutlich erschwert und daher auch eng am Mann zu bleiben. Es ist aber auch für uns in der Nachrückbewegung und Absicherung schwieriger, weil man auf mehr Szenarien eingestellt sein muss, die mit besagtem Risiko einhergehen, weil im Halbraum schnell Platz bleibt.
Die Analyse zeigt im Endeffekt aber auch gut, warum es gegen den BVB dumm ist, wenn man sich so passiv verhält, wie es der HSV getan hat. Denn dann sind es für den BVB seltener 30-40m, die es noch zu übersprinten gilt, sodass die Gefährlichkeit dieses Spielprinzips noch weiter zulegt, ohne dass die Häufigkeit zwingend darunter leidet. Denn die Massierung vor dem Tor ist nur eine theoretische Überzahl, seltener aber eine praktische, weil es dann meistens raumorientiert geschieht, während dem Aufbau viel Zeit für Präzision im auslösenden Pass gelassen wird und - anders als bei Mannorientierung und aktivem, hohem Anlaufen - die Wege für die Gegenbewegung auch deutlich länger werden, womit der Gegner auf die Räume verzichtet, die der BVB für Konter des Spielprinzips eigentlicht anbietet.
Was man zudem aber auch nicht unterschätzen darf: gegen Hoffenheim hat uns effektiv ein riesen Bock überhaupt ins Spiel zurückgeholt. So gut Anton den Ball erobert, die Chance dazu darf er bei der Ausgangslage zum Ball in der Bundesliga eigentlich nicht bekommen. Zumal das Foul abseits vom Ball halt auch Einfluss darauf nahm, warum Avdullahu diesen Fehler macht - auch beim 3. Tor ist er erst unglücklich, nimmt dann sogar den Lauf schlecht auf. Das war schon arg glücklich und hat wenig mit Taktik zu tun. Es ist daher auch nicht so ganz korrekt den Spielzug so in den Fokus zu stellen, um damit zu begründen, dass wir das Spiel noch gedreht haben.
08.09.2026 - 14:27 Uhr
Zitat von TheDoctor128
Ich habe heute auf Calcio Berlin ein Interessantes Video zu unserem Spiel gegen Hoffenheim gesehen, was aus meiner Sicht viele richtige Dinge hervorgehoben hat, allerdings für mich auch in der Konsequenz auch einige Dinge unterschlagen hat, oder zumindest würde ich sie anders bewerten:a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.youtube.com/watch?v=9w0TFYWIW5Q.
In dem Video wird jedenfalls mehrfach korrekt darauf hingewiesen, dass wir gute Mechanismen dafür haben, auf mehrere Arten Passwege in die letzte Linie zu öffnen um direkt flach durchs Zentrum zu spielen oder zumindest über einen Kontakt von einem der OA direkt ins Zentrum zu Guirassy da hin zu kommen. Das sind Abläufe, die Kovac durchaus erarbeitet hat und durch die auch in jedem Spiel zwei oder drei gute Angriffe entstehen oder zumindest Ansätze davon, und auch hin und wieder mal sehr schön herausgespielte Tore. Gleichzeitig opfert man aber aus meiner Sicht recht viel dafür, in erster Linie in Form von Kontrolle. Gegen Hoffenheim hat Jobe in 90 Minuten 40 Ballkontakte und 29 versuchte Pässe. Avdullahu hatte in der gleichen Spielzeit 83 Kontakte und 70 versuchte Pässe. Das ist eben auch kein Zufall sondern eine direkte Konsequenz davon, dass sich die ZM oft nicht so positionieren, dass sie mitspielen können sondern so, dass sie die Passwege aufmachen, damit man ohne sie spielen kann. Wurde hier glaube ich in ähnlicher Form auch schon öfters erwähnt. Ich fand die Aufarbeitung aber ganz schön und ich denke, dass Kovac für diesen Aspekt unseres Spieles teilweise auch zu wenig Kredit bekommt.
Gleichzeitig unterschätzt Kollege Levinsohn in dem Video aus meiner Sicht etwas, wie hoch die Anforderungen sind, die in den Szenen, die er zeigt, an die Spieler gestellt werden und wie realistisch es ist, dass man damit gegen einen kompetenten Gegner eine signifikante Zahl an guten Angriffen aus dem Spiel erzeugt. Das sieht man glaube ich schon in den ersten zwei Szenen die gezeigt werden, beide glaube ich in der vierten Minute. Die erste Szene ist halt durch die Natur des Spielzuges auf so engem Raum, dass Guirassy durch die zwei Hoffenheimer, die direkt da sind, gar keine realistische Chance hat hier den Ball auf Kos durchzustecken und selbst wenn hat der nicht den Speed, das bis zum Tor durchzubringen. In der zweiten Szene ist es für mich auch einfach komplett unrealistisch, dass es Kos da schafft zu kreuzen, wenn er erstmal den Ball mitnehmen muss und Burger ohne Ball mit Tempo von hinten kommt. Die Option nach rechts raus zu Guirassy ist dann halt auch keine gute, weil er dann auch nicht das Tempo hat, da auf Außen etwas anzubieten. Beides sieht im Standbild spannend aus, aber bewegt merkt man, dass das einfach nicht realistisch ist. Auch im weiteren Verlauf vom Video merkt man, dass da, auch von Niklas, immer wieder Dynamik in die Tiefe verlangt wird, sowohl von Kos, als auch von Guirassy, und da kommen wir halt zu den Anforderungen an die Spieler. Du kannst natürlich von deinen Spielern verlangen, dass sie auf engem Raum mit Gegnerdruck Situationen im One-Touch auflösen, aber wenn die gleichen Spieler dann auch noch über 40-50 Meter tiefe anbieten sollen, wird es schnell zu wünsch dir was. Wenn die Abläufe von Kovac in der Theorie Spieler brauchen, die den Ball festmachen wie Guirassy aber sprinten wie Beier, dann muss ich sagen, die hätte ich auch gerne, aber das macht es halt nicht realistisch.
Zu guter Letzt noch ein Punkt zur Frequenz. Klar kann Kos das in der 20.besser ausspielen, aber wenn du deinem 10er im ganzen Spiel nur eine Chance für einen gescheiten Steckpass gibst darfst du dich halt nicht wundern, wenn bei der Sample size auch mal was schief geht. Wenn du nicht bereit bist, im Spielaufbau Risiken zu gehen, kommen die Gelegenheiten für solche Spielzüge halt auch nicht oft. Dann musst du es erstmal auf engem Raum so gut auflösen, dass so etwas auch greift. Du verlangst halt extrem viel dafür, dass so etwas überhaupt gespielt funktioniert mit Gegnerdruck und nicht nur in der Theorie. Wenn du dann deinem Team auch noch nur 4 bis 5 Chancen gibst pro Halbzeit aus Risikovermeidungs-Gründen, dann kann man halt aus meiner Sicht nicht viel mehr als einen oder zwei gelungene Angriffe auf die Art erwarten. Da greift die These, dass die Ausführung am Ende ja Spielersache ist, aus meiner Sicht zu kurz. Das solche Spiele immer wieder bei der Herangehensweise heraus kommen ist einfach unvermeidlich. Das hängt für mich deutlich mehr mit dem Trainer zusammen, als suggeriert wird. Vor aölem, weil Niklas beim letzten schlechten Spiel gegen Hoffenheim schon das gleiche gesagt hat, da hat es auch schon in der Ausführung gehakt. Klar, wenn du drei Spieler hast, die auf engem Raum mit Gegnerdruck fehlerfrei sind, und gleichzeitig extrem effektiv auf Distanz die Tiefe belaufen können, und die dafür auch nur 5 Versuche brauchen, dann kommen da viele gute Angriffe bei raus in der Theorie. In der Praxis ist das aber aus meiner Sicht konsequent zu Ende gedacht einfach nicht realistisch. Muss es ja anscheinend auch nicht, aber so zu tun, als wäre da so viel besserer Fußball mit drin, wenn die Spieler es besser machen würden, kommt so in der Realität nicht hin füt mich. Vor allem, weil es mit den Abläufen ja bei Hoffenheim auch geht, und Lemperle, Wimmer, Hlozek und Daghim jetzt nicht im Verdacht stehen, besser oder technisch sauberer zu sein als Guirassy, Beier, Karetsas und Nmecha. Es ist halt nicht nur eine Frage der Theorie sondern auch der Machbarkeit und Frequenz. Zumindest aus meiner Sicht.
Ich habe heute auf Calcio Berlin ein Interessantes Video zu unserem Spiel gegen Hoffenheim gesehen, was aus meiner Sicht viele richtige Dinge hervorgehoben hat, allerdings für mich auch in der Konsequenz auch einige Dinge unterschlagen hat, oder zumindest würde ich sie anders bewerten:a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.youtube.com/watch?v=9w0TFYWIW5Q.
In dem Video wird jedenfalls mehrfach korrekt darauf hingewiesen, dass wir gute Mechanismen dafür haben, auf mehrere Arten Passwege in die letzte Linie zu öffnen um direkt flach durchs Zentrum zu spielen oder zumindest über einen Kontakt von einem der OA direkt ins Zentrum zu Guirassy da hin zu kommen. Das sind Abläufe, die Kovac durchaus erarbeitet hat und durch die auch in jedem Spiel zwei oder drei gute Angriffe entstehen oder zumindest Ansätze davon, und auch hin und wieder mal sehr schön herausgespielte Tore. Gleichzeitig opfert man aber aus meiner Sicht recht viel dafür, in erster Linie in Form von Kontrolle. Gegen Hoffenheim hat Jobe in 90 Minuten 40 Ballkontakte und 29 versuchte Pässe. Avdullahu hatte in der gleichen Spielzeit 83 Kontakte und 70 versuchte Pässe. Das ist eben auch kein Zufall sondern eine direkte Konsequenz davon, dass sich die ZM oft nicht so positionieren, dass sie mitspielen können sondern so, dass sie die Passwege aufmachen, damit man ohne sie spielen kann. Wurde hier glaube ich in ähnlicher Form auch schon öfters erwähnt. Ich fand die Aufarbeitung aber ganz schön und ich denke, dass Kovac für diesen Aspekt unseres Spieles teilweise auch zu wenig Kredit bekommt.
Gleichzeitig unterschätzt Kollege Levinsohn in dem Video aus meiner Sicht etwas, wie hoch die Anforderungen sind, die in den Szenen, die er zeigt, an die Spieler gestellt werden und wie realistisch es ist, dass man damit gegen einen kompetenten Gegner eine signifikante Zahl an guten Angriffen aus dem Spiel erzeugt. Das sieht man glaube ich schon in den ersten zwei Szenen die gezeigt werden, beide glaube ich in der vierten Minute. Die erste Szene ist halt durch die Natur des Spielzuges auf so engem Raum, dass Guirassy durch die zwei Hoffenheimer, die direkt da sind, gar keine realistische Chance hat hier den Ball auf Kos durchzustecken und selbst wenn hat der nicht den Speed, das bis zum Tor durchzubringen. In der zweiten Szene ist es für mich auch einfach komplett unrealistisch, dass es Kos da schafft zu kreuzen, wenn er erstmal den Ball mitnehmen muss und Burger ohne Ball mit Tempo von hinten kommt. Die Option nach rechts raus zu Guirassy ist dann halt auch keine gute, weil er dann auch nicht das Tempo hat, da auf Außen etwas anzubieten. Beides sieht im Standbild spannend aus, aber bewegt merkt man, dass das einfach nicht realistisch ist. Auch im weiteren Verlauf vom Video merkt man, dass da, auch von Niklas, immer wieder Dynamik in die Tiefe verlangt wird, sowohl von Kos, als auch von Guirassy, und da kommen wir halt zu den Anforderungen an die Spieler. Du kannst natürlich von deinen Spielern verlangen, dass sie auf engem Raum mit Gegnerdruck Situationen im One-Touch auflösen, aber wenn die gleichen Spieler dann auch noch über 40-50 Meter tiefe anbieten sollen, wird es schnell zu wünsch dir was. Wenn die Abläufe von Kovac in der Theorie Spieler brauchen, die den Ball festmachen wie Guirassy aber sprinten wie Beier, dann muss ich sagen, die hätte ich auch gerne, aber das macht es halt nicht realistisch.
Zu guter Letzt noch ein Punkt zur Frequenz. Klar kann Kos das in der 20.besser ausspielen, aber wenn du deinem 10er im ganzen Spiel nur eine Chance für einen gescheiten Steckpass gibst darfst du dich halt nicht wundern, wenn bei der Sample size auch mal was schief geht. Wenn du nicht bereit bist, im Spielaufbau Risiken zu gehen, kommen die Gelegenheiten für solche Spielzüge halt auch nicht oft. Dann musst du es erstmal auf engem Raum so gut auflösen, dass so etwas auch greift. Du verlangst halt extrem viel dafür, dass so etwas überhaupt gespielt funktioniert mit Gegnerdruck und nicht nur in der Theorie. Wenn du dann deinem Team auch noch nur 4 bis 5 Chancen gibst pro Halbzeit aus Risikovermeidungs-Gründen, dann kann man halt aus meiner Sicht nicht viel mehr als einen oder zwei gelungene Angriffe auf die Art erwarten. Da greift die These, dass die Ausführung am Ende ja Spielersache ist, aus meiner Sicht zu kurz. Das solche Spiele immer wieder bei der Herangehensweise heraus kommen ist einfach unvermeidlich. Das hängt für mich deutlich mehr mit dem Trainer zusammen, als suggeriert wird. Vor aölem, weil Niklas beim letzten schlechten Spiel gegen Hoffenheim schon das gleiche gesagt hat, da hat es auch schon in der Ausführung gehakt. Klar, wenn du drei Spieler hast, die auf engem Raum mit Gegnerdruck fehlerfrei sind, und gleichzeitig extrem effektiv auf Distanz die Tiefe belaufen können, und die dafür auch nur 5 Versuche brauchen, dann kommen da viele gute Angriffe bei raus in der Theorie. In der Praxis ist das aber aus meiner Sicht konsequent zu Ende gedacht einfach nicht realistisch. Muss es ja anscheinend auch nicht, aber so zu tun, als wäre da so viel besserer Fußball mit drin, wenn die Spieler es besser machen würden, kommt so in der Realität nicht hin füt mich. Vor allem, weil es mit den Abläufen ja bei Hoffenheim auch geht, und Lemperle, Wimmer, Hlozek und Daghim jetzt nicht im Verdacht stehen, besser oder technisch sauberer zu sein als Guirassy, Beier, Karetsas und Nmecha. Es ist halt nicht nur eine Frage der Theorie sondern auch der Machbarkeit und Frequenz. Zumindest aus meiner Sicht.
Aber ganz speziell in Sinsheim scheint mir der im Video gezeigte Ablauf doch grundsätzlich ein vernünftiger Matchplan zu sein. Ich weiß nicht, ob ich gerade mit einer so wenig eingespielten Hintermannschaft versuchen würde so zu spielen, dass ausgerechnet Bellingham deutlich mehr Ballaktionen haben sollte. Hoffenheim setzt doch fast alles auf hohe Ballgewinne und sind auf diese Art auch richtig gefährlich. Wenn aber unser Stürmer anstatt der Sechser die Ballverluste hat, dann haben wir immer direkt genug Mann hinter dem Ball in einer geordneten Formation. Und dann kann die TSG eben nicht ihr perfektioniertes Spiel wie gewünscht spielen, sie müssen von ganz hinten aufbauen. Und es war ja gerade nicht so, dass die Bälle von uns immer als Befreiungsschlag auf die Stürmer gepöhlt wurden, sondern zumindest versucht zielgerichtet. Wenn sie dann ankommen und kontrolliert werden können, hat man direkt ein 4 gegen 4 gegen eine ungeordnete Kette. Jedenfalls fallen mir nicht viele bessere Arten ein, ein hohes Pressing des Gegners zu bestrafen.
Man kann in dem Video doch gut sehen, wie Guirassy auf diese Art ordentlich große Lücken in seinem Rücken öffnet. Idealerweise bringt man dann doch einen dritten Mann ins Spiel, der diese Lücken ausnutzt. Also Guirassy - Karetsas - Beier wäre so ein Spielzug. Wenn Beier dann seinem Gegenspieler entwischen kann, ist da keiner mehr da, der ihn aufhalten kann und das sind dann natürlich dicke, fette Chancen. Wenn das 2-3 mal klappt, kann das doch schon reichen, ein Spiel zu entscheiden. Leider hat das nicht geklappt, obwohl die Situationen oft aussichtsreich aussahen. Da hat aber oft wirklich nicht viel gefehlt, ein bisschen andere Positionierung, ein bisschen besseres Timing, ein bisschen sauberer Ballkontakt... Man muss ja auch klar anmerken, dass wir gegen die TSG generell nicht gut gespielt haben.
Aber der Plan an sich ist doch total nachvollziehbar und ehrlich gesagt habe ich bereits mit der Verpflichtung von Haller erwartet, dass man so spielen wollte. Hätte ja auch gerade mit Adeyemi und Malen viel Sinn gemacht. Hat man aber doch bis jetzt irgendwie nie so richtig gemacht und ich finde, dass Guirassy erst jetzt anfängt, wirklich wie ein Wandstürmer zu spielen. Jedenfalls habe ich mir diese Spielweise schon lange gewünscht, kann mir aber auch irgendwie ein Lachen nicht ganz verkneifen, dass man jetzt damit anfängt, wo man fast sämtliche Tiefenläufer aus der Offensivreihe genommen hat.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Orizo am 08.09.2026 um 14:39 Uhr bearbeitet
08.09.2026 - 15:09 Uhr
Zitat von Orizo
Aber der Plan an sich ist doch total nachvollziehbar und ehrlich gesagt habe ich bereits mit der Verpflichtung von Haller erwartet, dass man so spielen wollte. Hätte ja auch gerade mit Adeyemi und Malen viel Sinn gemacht. Hat man aber doch bis jetzt irgendwie nie so richtig gemacht und ich finde, dass Guirassy erst jetzt anfängt, wirklich wie ein Wandstürmer zu spielen. Jedenfalls habe ich mir diese Spielweise schon lange gewünscht, kann mir aber auch irgendwie ein Lachen nicht ganz verkneifen, dass man jetzt damit anfängt, wo man fast sämtliche Tiefenläufer aus der Offensivreihe genommen hat.
Aber der Plan an sich ist doch total nachvollziehbar und ehrlich gesagt habe ich bereits mit der Verpflichtung von Haller erwartet, dass man so spielen wollte. Hätte ja auch gerade mit Adeyemi und Malen viel Sinn gemacht. Hat man aber doch bis jetzt irgendwie nie so richtig gemacht und ich finde, dass Guirassy erst jetzt anfängt, wirklich wie ein Wandstürmer zu spielen. Jedenfalls habe ich mir diese Spielweise schon lange gewünscht, kann mir aber auch irgendwie ein Lachen nicht ganz verkneifen, dass man jetzt damit anfängt, wo man fast sämtliche Tiefenläufer aus der Offensivreihe genommen hat.
Terzic hat das mit Füllkrug, teils Modeste so spielen lassen. Bei Haller war das Problem der lange Ausfall und, dass es körperlich danach nicht mehr gereicht hat. Aber ansonsten sehe ich das ähnlich wie du. Wenn man sich mal anschaut, die Führung für die TSG war kurz vor der Halbzeit ein ziemlicher Kunstschuss, dann gab’s Chancen und Folgerichtige das 2:0 als glücklicher Abpraller, dem ein individueller Fehler vorausging. Zwei eher unwahrscheinliche Tore obwohl die TSG sehr intensiv gespielt hat und als es nicht durchzuhalten war, haben wir unsere Momente gehabt, die wir nutzen konnten.
Ich fand unser Spiel nicht schön, zu wenig Zugriff auf den Gegner und unsere Defensive alles andere als souverän. Allerdings gebe ich zu, dass die Grundidee mit dem „überspielen des hohem Pressings“ taktisch sinnvoll ist. Gegen den HSV hat man anders gespielt, und vielleicht ist es eine Form der Anpassungsfähigkeit: Spielt der Gegner aggressives Pressing, dann kommt es zu der Taktik. Wenn der Gegner passiv spielt, dann ziehen wir unser Kombinationsspiel auf, drücken den Gegner hinten rein und erzeugen Gefahr, notfalls durch Standarts. Ich würde das gerne noch beobachten, mal schauen wie es heute läuft gegen Villareal.
09.09.2026 - 13:59 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
Terzic hat das mit Füllkrug, teils Modeste so spielen lassen. Bei Haller war das Problem der lange Ausfall und, dass es körperlich danach nicht mehr gereicht hat. Aber ansonsten sehe ich das ähnlich wie du. Wenn man sich mal anschaut, die Führung für die TSG war kurz vor der Halbzeit ein ziemlicher Kunstschuss, dann gab’s Chancen und Folgerichtige das 2:0 als glücklicher Abpraller, dem ein individueller Fehler vorausging. Zwei eher unwahrscheinliche Tore obwohl die TSG sehr intensiv gespielt hat und als es nicht durchzuhalten war, haben wir unsere Momente gehabt, die wir nutzen konnten.
Ich fand unser Spiel nicht schön, zu wenig Zugriff auf den Gegner und unsere Defensive alles andere als souverän. Allerdings gebe ich zu, dass die Grundidee mit dem „überspielen des hohem Pressings“ taktisch sinnvoll ist. Gegen den HSV hat man anders gespielt, und vielleicht ist es eine Form der Anpassungsfähigkeit: Spielt der Gegner aggressives Pressing, dann kommt es zu der Taktik. Wenn der Gegner passiv spielt, dann ziehen wir unser Kombinationsspiel auf, drücken den Gegner hinten rein und erzeugen Gefahr, notfalls durch Standarts. Ich würde das gerne noch beobachten, mal schauen wie es heute läuft gegen Villareal.
Zitat von Orizo
Aber der Plan an sich ist doch total nachvollziehbar und ehrlich gesagt habe ich bereits mit der Verpflichtung von Haller erwartet, dass man so spielen wollte. Hätte ja auch gerade mit Adeyemi und Malen viel Sinn gemacht. Hat man aber doch bis jetzt irgendwie nie so richtig gemacht und ich finde, dass Guirassy erst jetzt anfängt, wirklich wie ein Wandstürmer zu spielen. Jedenfalls habe ich mir diese Spielweise schon lange gewünscht, kann mir aber auch irgendwie ein Lachen nicht ganz verkneifen, dass man jetzt damit anfängt, wo man fast sämtliche Tiefenläufer aus der Offensivreihe genommen hat.
Aber der Plan an sich ist doch total nachvollziehbar und ehrlich gesagt habe ich bereits mit der Verpflichtung von Haller erwartet, dass man so spielen wollte. Hätte ja auch gerade mit Adeyemi und Malen viel Sinn gemacht. Hat man aber doch bis jetzt irgendwie nie so richtig gemacht und ich finde, dass Guirassy erst jetzt anfängt, wirklich wie ein Wandstürmer zu spielen. Jedenfalls habe ich mir diese Spielweise schon lange gewünscht, kann mir aber auch irgendwie ein Lachen nicht ganz verkneifen, dass man jetzt damit anfängt, wo man fast sämtliche Tiefenläufer aus der Offensivreihe genommen hat.
Terzic hat das mit Füllkrug, teils Modeste so spielen lassen. Bei Haller war das Problem der lange Ausfall und, dass es körperlich danach nicht mehr gereicht hat. Aber ansonsten sehe ich das ähnlich wie du. Wenn man sich mal anschaut, die Führung für die TSG war kurz vor der Halbzeit ein ziemlicher Kunstschuss, dann gab’s Chancen und Folgerichtige das 2:0 als glücklicher Abpraller, dem ein individueller Fehler vorausging. Zwei eher unwahrscheinliche Tore obwohl die TSG sehr intensiv gespielt hat und als es nicht durchzuhalten war, haben wir unsere Momente gehabt, die wir nutzen konnten.
Ich fand unser Spiel nicht schön, zu wenig Zugriff auf den Gegner und unsere Defensive alles andere als souverän. Allerdings gebe ich zu, dass die Grundidee mit dem „überspielen des hohem Pressings“ taktisch sinnvoll ist. Gegen den HSV hat man anders gespielt, und vielleicht ist es eine Form der Anpassungsfähigkeit: Spielt der Gegner aggressives Pressing, dann kommt es zu der Taktik. Wenn der Gegner passiv spielt, dann ziehen wir unser Kombinationsspiel auf, drücken den Gegner hinten rein und erzeugen Gefahr, notfalls durch Standarts. Ich würde das gerne noch beobachten, mal schauen wie es heute läuft gegen Villareal.
Dafür das der Kommentator nicht müde wurde zu behaupten, Villareal sein eine Ballbesitz- und Spielstarke Mannschaft, war das mehr als Ordentlich. Das trotz des kleinen Schocks.
Will da jetzt auch nicht zu tief in eine Analyse rein, aber da waren wir da überlegene Team wie ich meinen würde. War auch wieder mehr Kontrolle im Spiel und auch teils gute Angriffe mit einige sehr guten Chancen. Vermann hat auch gezeigt wie er uns im Zentrum helfen kann, für mich neben Anton und Guirassy der beste Spieler auf dem Platz.
Und bei der Form bin ich auch froh, das Silva uns im Sommer nicht verlassen hat. Man war der on fire.
Zeugt aber auch davon, das wir taktisch flexibler sind. Das war ein ganz anderer Spielansatz als gegen Hoffenheim.
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